Rabana sa Delazar

Akîbet Ni Sechem Dewa

Geboren wurde Rabana sa Delazar im Praios des Jahres 5 Hal als Tochter von Sklaven eines reichen Händlers in Unau. Kennengelernt hat sie ihre Eltern nie. Nachdem ihr im Alter von acht Sommern die Flucht gelang begann sie eine steile Karriere in den Diebes- und Bettlergilden der Stadt. Beinahe sieben Sommer konnte sie sich auf diese Weise durchschlagen, doch dann wurde sie von der Stadtwache gefangen genommen. So geriet sie erneut in die Sklaverei. Die erneute Flucht gelang ihr ein Jahr später, als das Handelsschiff ihres Besitzers vor Brabak in einen Sturm geriet und sie über Bord gespült wurde. Doch Efferd war noch nicht bereit die junge Frau in sein Reich zu holen und so spülte die Strömung sie in das Hafenbecken Brabaks. Dankbar über ihre Rettung wurde sie zu einer glühenden Anhängerin Efferds. In Brabak schlug sie sich mit kleineren Diebstählen und Gelegenheitsarbeiten im Hafen durch, bis der Händler Boromeo Vennerim ihre geschäftliche Begabung erkannte und sie in seinem Kontor beschäftigte. Die Händlerfamilie nahm die junge Frau mit offenen Armen in ihrer Mitte auf, und sie fand die Familie, die sie zuvor niemals hatte.
Mehrmals führten ihre Aufgaben die junge Frau nach H'Rabaal, wo sie sich schließlich in einen großgewachsenen Krieger verliebte, dem sie in den kem'schen Dschungel folgte. So lernte sie den damaligen Akîb Sighelm Streitzig kennen, der sie zu seiner Verwalterin machte. Nachdem dieser nach der Krönung des Hátyas Rhuawn Al'Mansour völlig überraschend zurücktrat, wurde sie durch die Hekátet zu seiner Nachfolgerin bestimmt. Mit gerade einmal 23 Sommern gehörte sie zu den jüngsten Adeligen des Kemi-Reiches.

 

Aussehen und Charakterbeschreibung:

Die zierliche und mit 177 Halbfingern durchschnittlich große Rabana sa Delazar kann mit wenigen Worten als klassische Novadi-Schönheit beschrieben werden. Sie trägt fast immer körperbetonte Hemden und Hosen, dazu einen bis zu den Hüften reichenden Zopf. Nur selten sieht man sie mit offenem, wallendem Haar. Früh am Morgen kann man sie des öfteren bei ihren Hruruzat-Übungen beobachten, welchen sie mit ebensolchen Enthusiasmus nachgeht, wie ihren Gebeten zu Efferd. Das Temperament der mitfühlenden jungen und lebenslustigen Frau kann nur als aufbrausend bezeichnet werden. Schon des öfteren hat sie ihre scharfe und recht lockere Zunge in größere Verlegenheit gebracht. Auf Überraschungen kann sie sich recht schnell einstellen, nicht jedoch auf Männer, welche ihr eindeutige Avancem machen. In solchen Situationen reagiert sie mit der Schüchternheit eines kleinen Kindes vor dem Unbekannten. Manchmal aber überkommt sie aufgrund ihrer Enttäuschung über ihren Förderer, den ehemilgen Ser-Akîb Streitzig, tiefe Melancholie. Dann greift sie gerne zu alkoholischen Getränken und wird mit fortschreitendem Genuß immer aggressiver. Zwar hat man sich schon des öfteren über ihre Stimmungsschwankungen gewundert, doch der Grund blieb ihm bisher verborgen, da sich Rabana auch nach ihrer Amtsübernahme bislang nicht überwinden konnte, über dises Thema zu sprechen.
So groß ihr Vertrauen in den ehemaligen Ser-Akîb war, so unversöhnlich ist ihr Haß auf den Rastullah-Glauben, in welchem sie die Ursache für ihre zweimalige Leidenszeit in der Sklaverei sieht. Aus diesem Grunde lehnt sie ihre novadische Herkunft ab, und das Verhältnis zum Hátya kann getrost als unterkühlt bezeichnet werden.
In ihren politischen Ansichten geht sie mit Hoheit Chanya Al'Mout'pekeret konform. Zwar ist ihre Vorgehensweise im politischen Bereicht eher als `undiplomatisch´ und direkt zu bezeichen, doch durch die ihr übertragenden Aufgaben ist sie in letzter Zeit gereift.

 

Zitate:

"Ich eine Novadi? Ich stamme aus Brabak, was ein halbwegs gebildeter Mensch eigentlich erkennen sollte!"

 

"Rastullah? Lächerlich! Wie konntet Ihr nur diesem Irrglauben verfallen? Vielleicht solltet Ihr einmal eine Reise nach Selem..."

 

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Im Jahre 28 S.G. wurde die zunehmend der Trunksucht verfallene Akîbet ihres Amtes enthoben. Seitdem lebt sie verbittert und einsam in Sechen.