Rasputin Ergjev Wladislaw Zuckermandel

Akîb Ni Yleha/West (Antien'Maret)

Geboren wurde Rasputin am 15. Rahja 18 v. S.G. in Lowangen als Sohn einer Händlerfamilie. Schon in jungen Jahren verließ er seine Heimatstadt nach dem Tode seines Vaters, um zu seinem Onkel mach Gareth zu ziehen. Dort begann seine medizinische Ausbildung, die in Fasar ihren Höhepunkt erhielt, wo er von Andio ibn Asim unterrichtet wurde, dem wohl besten Arzt dieser Zeit in ganz Aventurien. Hier in Fasar lernte er im Hospital auch seine jetzige Frau kennen, die damals an Lutanas erkrankt war. Insgesamt verbrachte Rasputin acht Jahre in Fasar und bekam danach eine Anstellung in Vinsalt.
6 S.G. brach Rasputin mit seiner Frau Uthjane nach Vinsalt auf; zu diesem Zeitpunkt begann sein Haare gerade, grau zu werden. In Vinsalt bekamen die beiden dann drei Kinder; einen Jungen namens Melekh, eine Tochter, Yasmina, die bis zur Ermordung Meister Omjakans Ni Táyâb bei ihm in die Lehre gegangen war, und einen Sohn, der den Namen Theodrich erhielt und zum Krieger ausgebildet wird, was seinem Vater einige Kopfschmerzen bereitet, denn er ist absolut überzeugter Mediziner und haßt darob jede Form von Gewalt.
In das Kemi-Reich kam Rasputin dadurch, daß er von großen Seuchen gehört hatte, denn in seinem Wesen liegt es, den Menschen Hilfe anzubieten und alles ihm mögliche zu unternehmen, um Notleidende wirksam zu unterstützen. Aufgrund seiner Bemühungen um die kem'sche Bevölkerung wurde Rasputin Zuckermandel dann in den Stand eines Edlen erhoben und zum königlichen Leibarzt ernannt, womit er den alternden Leibarzt de Garejo ablöste. Während dieser Zeit leitete er die neue Medizinschule in Khefu, die später in die Dekata übernommen würde. Einige Zeit später verschwand der Baron von Yleha, Aspa Prokas, auf seltsame Weise in den Wirren des mittelreichischen Bürgerkrieges, worauf Rasputin Ergjev Wladislaw Zuckermandel zu dessen Nachfolger ernannt wurde.


Rasputin ist mit seiner Größe von knapp acht Spann einer der kleinsten Akîbs des Kemi-Reichs. Sein Alter würde man nie auf vierzig schätzen, da sein Haar so früh ergraute. Er ist nahezu fanatisch, was die Ausübung seines Berufes betrifft und duldet auch keinen Widerspruch bei seinen Analysen. In der wirklich nur sehr geringen Freizeit, die Rasputin vergönnt ist, vertieft er sich gerne in eines seiner scharf behüteteten Bücher über Medizin oder geht spazieren. Er versteht es, seine Meinung für sich zu behalten, sollte im Gespräch jemand etwas behaupten, was Rasputin für blanken Unsinn hält.
Neben seiner Abneigung gegen Krieger besitzt er eine große Antipathie gegen Schwarzmagier, die nach seinem Empfinden auch nur den Menschen und Tieren Schaden zufügen.

 

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Nach und nach ließ sich der Akîb vom fremdartigen Zauber Ylehas einfangen, das er mehr und mehr lieben lernte. Im Jahre 24 reichte der Akîb den Rücktritt von sämtlichen offiziellen Ämtern und Pflichten ein und widmet sich seitdem mit seiner Praxis in Yleha/Stadt unentgeltlich allen Bedürftigen und Kranken dieses Landes, das sein Herz erobert hat.