Wahlrede Wohlgeboren Jassafer Al Mansours:
Ew. Hochgeboren, Ew. Wohlgeboren,
den meisten unter Euch wird die Familie Al`Mansour ein fester Begriff im dynastischen Gepräge unseres geliebten Reiches sein. Doch für all jene, die mich und die Meinen nicht kennen, will ich mich zunächst vorstellen.
Anläßlich der in wenigen Monden stattfindenden Sechawahl habe ich mich entschlossen für das Amt des Sechas zu kandidieren. Meine Kandidatur mag stehen für eine Politik jenseits des Fraktionskampfes. Nicht für die eine, noch für die andere Seite mag ich stehen. Der Secha muß ein Sprecher für alle Angehörigen des Niederadels sein, ein Mittler zwischen konkurrierenden Parteien, ein Sprachrohr im Cronrate für die Wünsche und Forderungen des Niederadels in seiner Gesamtheit.
Solltet Ihr Euch mit meinen Absichten einverstanden erklären, dann beweist mir diese Gunst durch Eure Stimme bei der nächsten Wahl.
Lang lebe die Nisut!
gez. Jassafer Al`Mansour
1. Wahlrede Hochgeboren Bomil Arres'
Wertes Káhet Ni Kemi,
Vielen von Euch mag mein Name noch kein Begriff sein, doch ich denke, daß sich dieser Mißtand schon bald legen wird.Denn schließlich habe ich mich entschlossen, für das Wohl Unseres Reiches für das Amte des Sechas zu kandidieren.
Weder meine Herkunft noch mein Wirken in diesem, Unserem Reiche möchte ich besonders hervorheben, alldieweil meine Taten für das Reiche bekannt sein dürften.Meiner Ansicht nach geht es bei der Wahl des Sechas nicht um persönliche Erfolgsbilanzen, wie sie uns der Generalstabschef der Schwarzen Armee, Jassafer Al'Mansour unterbreitet. Vielmehr geht es darum, daß der Kleinadel auch weiterhin ohne Einflußnahme von außen seine Entscheidungen treffen kann, um somit der Nisut (heilig!heilig!heilig!) ein getreuer Ratgeber sein zu können.
Doch, meine geliebten Brüder und Schwestern, wie soll das gelingen, wenn dem Kleinadel jemand vorsteht, der in einer dermaßen exponierten Position steht, wie Hochgeboren Al'Mansour?Steht nicht zu befürchten, daß Hochgeboren die Stimme des Kleinadels zu seinen eigenen Gunsten zu benutzen versucht; gibt er doch freizügig zum Bekenntnis, daß er seine Einflußreichen Beziehungen nutzen wird???Kann Uns ein solcher Secha den ein guter Secha sein?Ich denke nein!
Denn ich werde Euch ein starker und nur von Eurer Meinung abhängiger Secha sein, ein Gleicher unter Gleichen, der Eure wohlgeschätzten Stimmen dem Großen Konvent und der Nisut (helig!heilig!heilig!) zutragen wird.
Den Zwölfen zum Gruße!
Lang lebe die Nisut!
gez. Bomil Arres
2. Wahlrede Hochgeboren Bomil Arres':
Sehr geehrter Adel des Kahet ni Kemi,
Nachdem sich weitere Kandidaten für die Wahl des Secha-Amtes zur Verfügunggestellt haben, möchte ich auch über meine werten Konkurrenten das einoder andere Wort verlieren.
Erstaunt nahm ich zur Kenntnis, daß sich ein Mann zur Wahl stellt, der unsallen in guter Erinnerung sein sollte. Die Rede ist hier von RachaltonPecator, Akîb ni Djerniako. Ist es doch zu begrüßen, daß sich mehr fähigeMänner zur Vertretung der Angelegenheiten des Kleinadels berufen fühlen,hinterläßt die Kandidatur von Hochgeboren Pecator doch ein mulmigesGefühl. War er es nicht, der auf Knien rutschend zum letzten Konvent desKleinadels erschien, da die Alleinseligmachende Boronstaatskirche ihnwegen seines dekadenten Lebensstils abkanzelte? War er es nicht, der beiUnserer Nisut (heilig!heilig!heilig!) in Ungnade fiel, da er seineDienstboten hungern und schlagen ließ? War er es nicht, der von seinerFamilie wegen seiner geschäftlichen Unfähigkeiten und seinesunkooperativen Verhaltens anderen gegenüber verstoßen wurde, und ihm damitdas Recht entzog, sich fürderhin Rachalton Paestumai zu nennen? Wollt Ihr,werte Hochgeboren und Wohlgeboren, einen Mann, der seinen Platz in unsererGesellschaft nicht kennt, der immer wieder gegen Konventionen desZusammenlebens verstößt, der seine Stellung anderen gegenüber ausnutzt,wollt Ihr so einen Mann wirklich als Euren Vertreter, als den VertreterEurer Interessen im Kronrate wissen? Denn wisset, er trat die Interessenanderer bereits mehrmals mit Füßen, und nun soll er Unsere Interessenplötzlich anderen gegenüber vertreten können? Wie können wir sicher sein,daß er die Meinung des Kleinadels berücksichtigen wird? Wird Hochgeborenseine Stellung nicht vielmehr ausnutzen, um sich selber wieder insRampenlicht zu begeben, um seine persönliche Eitelkeit, die er jawiederholt zur Schau gestellt hat, und wegen der er von der Kircheöffentlich gerügt wurde, endlich wieder befriedigen zu können?
Doch damit nicht genug, daß sich eine solche höchst desintegre Person zurWahl stellt, nein, auch Hochgeboren Thoran Mâlveel, Akîb ni Marlan, möchtesich zur Wahl stellen. Ein löbliches Unterfangen, doch man fragt sich, obHochgeboren überhaupt weiß, was für eine Last das Amte bedeutet. Immerhinist Hochgeboren erst seit wenigen Monden in unsrem Reiche, doch kann erwohl kaum behaupten, sich mit den Gepflogenheiten, geschweige denn mit denProblemen des Kleinadels auszukennen. Doch müssen wir unserem Secha nichtvertrauen, ihm unsere Probleme mitteilen, und auf seine kompetente Hilfevertrauen können? Unser Secha muß unser Reich kennen und die Nöte dereinzelnen Provinzen kennen und respektieren, doch was weiß Hochgeborenschon von den Problemen des Adels des Festlandes, geschweige denn, daß erihm persönlich oder namentlich bekannt ist. So scheint es mir vollkommenindiskutabel, Hochgeboren Mâlveel als unseren neuen Secha begrüßen zudürfen.
Zudem scheint es mir, als ob Hochgeboren Mâlveels Protégeé hinterdieser Wahl steht, der amtierende Secha Rodrigo Vivarya con ya Sermo. Manfragt sich, ob Erlaucht diese Wahl des Sechas für seine persönlichenZwecke ausnutzen möchte, indem er seinen Vertrauten, Hochgeboren Mâlveelin den Wahlkampf schickt. Nun, wie dem auch sei, wir wissen alle, was wirvon einem Manne halten können, der bereits nach wenigen Monden das Amteeines Hátyás bekleidete, und es sodann wagte, der Kronprinzessin seinenTreueschwur zu verweigern.
Deshalb bitte ich Euch, werte Hochgeboren und Wohlgeboren, wählt mich zuEurem Secha! Denn ich verspreche Euch folgendes:
Lang lebe die Nisut!
gez.Bomil Arres, Akîb ni Táni Morek
Wahlrede Hochgeboren Thoran Mâlveels:
Ew. Hochgeboren, Ew. Wohlgeboren,
viele werden mich noch nicht kennen, da ich erst vor wenigen Monden meinAmt als Akib antreten durfte.
Zu meinem Bedauern muß ich sagen, daß ich noch nie ein Mann der großenReden war, ich schritt lieber zur Tat. Um dies tun zu können, kandidiereich somit zur Wahl zum Secha.
Ich möchte jedoch nicht wie Hochgeboren Bomil Arres, Akîb ni Táni Morek,darauf eingehen, was unser bisheriger Secha geleistet oder nichtgeleistet hat, wozu er fähig und wozu er nicht fähig war. Ein anderesZeitalter hat nun begonnen, Taten sind nun gefragt und ich möchte eheretwas zu dem sagen, was ich gedenke als Secha zu leisten.
Auf dem Conventus Chrysemis hatte ich diesen Punkt schon angesprochen.Es ist der Handel, der forciert werden muß, nur so mag es uns gelingen,das, was bisher erreicht wurde, zu festigen und weiterhin auszubauen.Ich bin zwar kein Händler, dennoch verfüge ich über hervorragendeKontakte zu einer Handelskette, welche gemeinsam mit den bestehendenHandelskompanien arbeiten möchte. Die Verhandlungen sind noch am Beginnund so manches muß noch besprochen werden. Doch dies ist nur ein Punkt,den ich mich widmen möchte.
Ein weiterer Punkt, zu dem ich ansprechen möchte, ist die Gefahr, dieAl'Anfa und die Piraten dar-stellen. Die Aktivitäten Al'Anfas sinderheblich weniger geworden, ich denke, daß die "Pestbeule" viele eigeneProbleme hat, als mit uns eventuell einen neuen Krieg anzufangen.Dennoch sind die Nachtschatten nicht völlig harmlos geworden, weitereKonzentration sollte also bestehen bleiben. Im Gegenteil, die Gefahr istpräsenter denn je, wie die Ereignisse der letzten Götterläufe zeigten.Auch stehen nun, wie Informationen aus nördlichen Ländern besagen, dieWaldinseln vor einer neuen Gefahr. Aventurien konnte den DämonenmeisterBorbarad bannen, seine Streitmacht zum Rückzug zwingen, dennoch sindviele Feldherren und ihre schwarzen Schergen die Flucht gelungen. AuchMaraskan ist immer noch von schwarzen Horden beherrscht und wer weiß,wie lange es dauert, bis jene den Drang verspüren, ihr Reich zu weiten.Wer nun sagen möchte, Maraskan liegt viel zu weit abseits von denWaldinseln, dem sei gesagt, daß übernatürliche Wesen auch zuÜbernatürlichem fähig sind, wie es am mittelreichischem Verlust Tobrienszu sehen war. Aufgrund dieser Gefahr hin, wäre die vorhin genannteHandelskette bereit, Sicherungsmaßnahmen zu tätigen, wie z.B. dieErrichtung eines Schutzwalles für eine Stadt.
Zuletzt möchte etwas ich zm Amt des Secha sagen. Ein Secha sollte keineanderen Verpflichtungen als jenes Amt und ihr oder sein Amt als Akîb,Akîbet, Sah oder Sahet ausüben, denn so könnte die Konzentration, diehierfür sehr wichtig ist, darunter leiden oder die Entscheidungen vonanderen Einflüssen in eine andere Richtung gelenkt werden. Zu denAufgaben eines Séchas soll auch das Gespräch zählen, die Kommunikationunter den Brüdern und Schwestern im Amte zu fördern und ihnen Ratgeberund Freund zu sein in der Verwirklichung der eigenenEntscheidungsfähigkeit.
Lang lebe die Nisut!
gez.Thoran Mâlveel, Akîb Ni Marlan
1. Kommentar Wohlgeboren Né`mekâth B. Âk-de Sézàrs:
Hochgeboren Arres,
Nun habt Ihr schon zweimal das Wort an uns gerichtet und ich finde, eswird einmal Zeit, daß man dazu etwas sagt: Eure Kandidatur in allenEhren, doch statt über Eure Konkurrenten herzuziehen, solltet Ihrvielleicht mal etwas konkreter sagen, was Ihr denn nun zu tun gedenkt! Ihr kritisiert es bei anderen, daß sie keine klaren Aussagen treffen, doch selber fühlt Ihr Euch nicht dazu berufen.
Ihr sprecht davon, daß Ihr uns ein Secha sein werdet, der sich derProbleme jedes einzelnen annimmt und löst. Und wo seit ihr jetzt, dadas Reich in Problemen erstickt? Ihr sitzt fern ab in Eurem Palast aufTáni Morek und schreibt gewichtige Reden, statt auf Eure Schwesternund Brüder zuzugehen und sie zu fragen, was ihre Probleme sind und wasIhr für sie tun könnt. Und das soll sich ändern, wenn ihr erst einmalgewählt seid? Wem wollt Ihr das weis machen, Hochgeboren? Wer sollEuch das glauben? Bis daß Euch einmal ein Schreiben vom Festlanderreicht hat, haben sich die Dinge entweder von selber gelöst, oderaber ins unlösbare gesteigert!
Ihr wollt dem Kleinadel ein kompetenter Ansprechpartner sein? Wiebitte wollt Ihr das schaffen? Was zeichnet Eure Kompetenz im Vergleichzu anderen aus, wenn man mal den gefallenen Pâestumai außen vor läßt?Worin soll man diese erkennen? In der Art und Weise, wie Ihr EuerLehen führt? Wohl kaum, denn das macht manch ein anderer gleich gutoder besser! Aufgrund Eurer Erfahrung im Reich etwa? Wo war EureStimme denn in der Vergangenheit, wenn es darum ging, Stellung zu denbrisanten politischen Fragen zu beziehen, die unser Reich derzeitbeschäftigen? Wo waren weise, beschwichtigende und besänftigendeWorte, die wir gebraucht hätten, als unser wunderbares Reich durchZwistigkeiten um die Thronfolge an den Rand der bewaffnetenAuseinandersetzung getrieben wurde? Wo wart Ihr da? Ich will es Euchsagen, falls Ihr dieses dunkle Kapitel schon verdrängt habt: Ihr habtmit in diesen gefährlichen Chor eingestimmt! Als kluger Mensch wohlwissend, daß Ihr mit dreierlei Gerede am Sachverhalt vorbeiredet undaußer größeren Zwistigkeiten nichts erreicht. Wenn Ihr um dieDinge im Reich wißt, dann hättet Ihr auch wissen müssen, wie dieser Sachverhalt zu handhaben gewesen wäre. Doch entgegen dem habt Ihr Euch verhalten! Von Eurer angeblichen Kompetenz ist bis nach Mer´imen nichts vorgedrungen und um die Dinge im Reich wißt Ihr reichlich wenig!
Ihr wollt respektvoll gegenüber der göttlichen Ordnung sein? Das istschön von Euch zu hören, wurde doch der Respekt gegenüber demAlleinseligmachenden bisher auf Táni Morek nicht sonderlich hoch geachtet. War es nicht dort, wo die Namenlose Brut eines ihrer schrecklichsten und andauernden Lager aufgeschlagen hat, Götterläufe lang unentdeckt, bis daß seine Ehrwürdige Hochwürden Neith dem ein Ende setzte? War es nicht auf Táni Morek, wo sich die "Tsaraben" gründeten und niederlassen wollten? Dem Heiligen Raben zum Spott und Seiner Lehre zuwider? Und war es nicht Eure Familie die dies auch noch zu dulden gedachte?
Mit fester Stimme wollt Ihr die Meinung des Kleinadels kundtun, umdamit unserem Reich und unserer Nisut zu dienen. Fein, fein, aber das ist nichts neues, denn so ist es der einzig richtige Weg. Das ist eines Sechas Aufgabe, ohne Zweifel. Deswegen haben es schon alle anderen Kandidaten in der ein oder anderen Weise vor Euch gesagt! Mag es auch zu ihrem Erfolg oder Fall geführt haben. Was hat es uns, den Niederadligen, letztendlich gebracht? Große Worte werden Immer wieder gesprochen, doch von wirklichen Taten sind sie selten gefolgt!
Ihr unterstellt Hochgeboren Thoran Mâlveel, Akîb Ni Marlan, daß ervielleicht nicht wisse, was die Last des Amtes des Secha bedeute. Dochwißt Ihr es? Jetzt schon nehmt Ihr mit Euren, zwar geschmetterten aberdennoch halbherzigen Reden nicht das an Belastung auf Euch, waserforderlich wäre. Euch kann und will ich zu diesem Zeitpunkt nichtmeine Stimme auf dem Konvent zusagen. Ihr gebt nicht mehr von Euch,als jeder Eurer Vorgänger auch. Ihr kennt genauso wenig die Nöte dereinzelnen Provinzen wie Ihr das Hochgeboren Mâlveel unterstellt!! Waswißt Ihr denn schon vom Festland?
Es scheint mir derzeit vollkommen indiskutabel, Euch zum Secha zuwählen. Vielmehr kann ich nur den Mut und die Einsatzbereitschaft vonHochgeboren Mâlveel loben. Er zeigt Einsatzbereitschaft für dasReich. Er ist bereit sich in kurzer Zeit in unbekanntes Terraineinzuarbeiten, sich der Herausforderung zu stellen. Seid Ihr das auch,Hochgeboren Arres? Statt Euch mit wilde Mutmaßungen seine Kandidaturbetreffend und voreilige Äußerungen bezüglich Seiner Erlaucht zubrüsten, solltet Ihr Taten folgen lassen, die Vertrauen in Eure Personschaffen!
gez.Né`mekâth B. Âk-de Sézàr
Sah ni Sechen Land
1. Entgegnung Hochgeboren Bomil Arres':
An Wohlgeboren Né'mekath Âk-de Sézàr,
Wohlgeboren, Ihr enttäuscht mich!Nicht nur, daß Ihr Euer Talent im Redeschwingen so vergeudet, nein, vor allem, da Ihr nicht in der Lage oder Willens seid, die Wahrheit darzustellen, und mich damit in ein übeles Licht stellt!Eure bornierte Arroganz zeigt sich schon, indem Ihr mich beschuldigt, in meinem "Palast" in Táni Morek zu sitzen. Offensichtlich habt Ihr keine Ahnung, wie hart das Leben hier auf den Inseln ist, und da werden mir alle Adligen der Inselprovinzen zustimmen!Adlige, wie wir kämpfen Götterlauf für Götterlauf gegen die Unbillen der Natur und können uns mitnichten einen "Palast" leisten, wie vielleicht der ein oder andere Adlige des Festlandes.
Aber nicht nur, daß Ihr mich persönlich verleumdet, Ihr werft mir vor, weitab vom Geschehen in Kemi zu sein, seid aber begeistert von Hochgeboren Mâlveel, der aber ebenfalls von den Inseln kommt. Eine sehr einseitige Moral habt Ihr da, Wohlgeboren!
Weiterhin bezweifelt Ihr mein Tun für die Krone...Blinden Populismus nenne ich das! Mein Wirken für die Krone ist als Mitarbeiter des KKAB wohl über jeden Zweifel erhaben. Und wenn ich nicht über meine Taten prahle, wie der ein oder andere dies tut, dann beruht das ganz einfach auf meinem bescheidenen Wesen, und das könnt Ihr mir ja wohl nicht ernsthaft vorwerfen, oder?
Nur um Eure Dreistigkeit in dem Verdrehen der Wahrheit aufzuzeigen, Wohlgeboren:
Zudem bezweifelt Ihr, daß ich die Last des Amtes auf mich nehmen könnte.Könnt Ihr Euch überhaupt vorstellen, wieviel Verantwortung ich als Mitarbeiter des KKAB übernehme?Ich glaube kaum, daß diese Bürde der des Sechaamtes unähnlich ist. Ich fühle mich mehr als gewappnet, das Amt zu übernehmen!
Nun Wohlgeboren, ich kann nicht behaupten, daß von Euren Kritikpunkten viel übriggeblieben ist, das für Euch schmeichelhaft ist.Aber ich hoffe Ihr erkennt an, daß ich mich, entgegen Eurer Meinung, sehr wohl Eurer Kritik angenommen habe.
Wohlgeboren, Eure Ausführungen haben mich gekränkt, entbehren sie doch teilweise jeglicher Wahrheit. Und wäret Ihr nicht ein so achtbarer Mann, Wohlgeboren, müßte ich Euch ob Eurer Lügen zur Verantwortung ziehen...
Hochachtungsvoll.
2. Kommentar Wohlgeboren Né`mekâth B. Âk-de Sézàrs:
Geschätzte Schwestern und Brüder im Amt und Glauben!
Tobende Worte sprecht Ihr, Hochgebohren. Gleich der stürmischen Seemit hohen Wellen und TIEFEN Tälern. Es mögen mir all jene Anwesenden,welche sich auf die Seefahrt mehr verstehen als ich das tue, verzeihen,wenn ich diesen Vergleich gewählt habe. Aber eine Frage, die michweitaus mehr beschäftigt und die auch Euch, Schwestern und Brüder,mehr als mein vielleicht mißlungener Vergleich beschäftigen soll istjene: Werdet IHR, Hochgeboren eigentlich auch als Secha so rasch ausder Haut fahren, wenn Euch Steine im Weg liegen? Dann kann ich Euchnur eines sagen: Es werden Euch sehr viele Steine in den Weg gelegtsein. Denn zu zahlreich sind die Probleme, welche Ihr als Secha zulösen habt, zu zahlreich die Aufgaben, welche Ihr zu bewältigen habt,als daß man nicht auf zahlreiche Steine stoßen würde. Steine, wieanscheinend meine letzten Worte und vielleicht auch diese.
Ihr sagt, ich hätte Euch in ein übles Licht gestellt? Nun, das war mitnichten meine Absicht, und Lügen wollte ich auch nicht verbreiten. Dochbevor ich mich für das, was ich Eurer Meinung nach getan habe, ggf.entschudlige, möchte ich doch noch die ein oder andere Sachefesthalten:
Ich weiß sehr wohl um die Unbillen der Natur, gegen welche die tapferen Adligen der Inseln anzukämpfen haben. Sehr wohl weiß ich das,habe ich mir doch selber ein Bild davon gemacht. Und ich habegehandelt, Hochgeboren. Ich habe mich bei Ihrer Heiligen Eminenz dafüreingesetzt, daß die Heilige Mutter Kirche den Armen dort mehr ihreAufmerksamkeit schenkt. Und so ist es geschen. Selbst habe ich Reisunter der Bevölkerung und den maraskanischen Flüchtlingen verteilt.
Aber vermutlich werdet Ihr diese bloße Darstellung wieder als einebesondere Hervorhebung, gar als Prahlerei, meiner Person bezeichnen.Wisset, Hochgeboren, wenn man in Worten etwas Negativeshineininterpretieren will, dann fällt das nicht unbedingt schwer. UNDauf´s hineininterpretieren scheint Ihr Euch vortrefflich zu verstehen.
So interpretiert Ihr auch freizügig eine Begeiesterungsfähigkeitmeiner Person für Hochgebohren Mâlveel. Doch mitnichten habe ich dasgetan. Ich habe lediglich seinen Mut gelobt, den ich bei Euch aufgrundEures Verhaltens vielmehr als Leichtsinn interpretieren möchte. Ichhabe ihn lediglich mit Euch verglichen, weil Ihr das tatet. Er hatebensowenig meine Stimme, wie jeder andere Kandidat derzeit auch. Ichhoffe, Ihr habt das "derzeit" jetzt und beim letzten mal schon gutverstanden, denn der Würdigste soll es werden, nicht der, über den maneine vorgefertigte Meinung hat oder sich diese justament noch schnellanfertigt. Hochgeboren, da spielt es nicht mehr die entscheidendeRolle, von wo im Reich sie oder er nun kommt.
IHR stellt Euer Wirken als Mitarbeiter des KKAB über jeden Zweifelerhaben, Hochgeboren? Und anderen werft Ihr vor, mit ihren Taten zuprahlen? Im selben Atemzug noch erwähnt Ihr Euer bescheidens Wesen??So laßt Euch gesagt sein, Hochgeboren: Der wahrhaft Bescheidene kämeniemals auch nur auf die Idee das zu erwähnen, denn seineBescheidenheit und seine Demut werden weithin von jedem erkannt. Esist dies der Weg, wie man dem Herrn am gefälligsten dient,Hochgeboren.
Von Lügen sprecht Ihr allenthalber immer wieder. Ihr bezichtigt michder Lüge noch und nöcher und gleichzeitig der Eigenschaft, die Dingeso hinzubiegen, wie sie mir genehm sind? Hochgeboren, mir liegt esfern, Euer Ansehen zu beschmutzen, denn dies allein schafft Ihr - demes als einzigen gestattet sein soll - schon vortrefflich! Ihr machtErlaucht ya Sermo noch Vorwürfe, obwohl Ihre kemiprincessliche Hoheitlängst seinen Standpunkt respektiert hat und ihn rehabilitierte. Dasvernünftige Gespräch, die Klugheit zweier Menschen scheint hier weitergeholfen zu haben. Nicht die Polemik war es, die Ihr anderen Vorwerft,aber selber so vortrefflich zu führen wißt! Es ändert also nichtsdaran, daß angebrachte Taten Eurerseits seinerzeit gemangelt haben!
Ihr solltet nicht zu sehr auf die Dinge eingehen, welche in EurerFamilie stattgefundne haben, Hochgeboren. Zum einen tut das nichtswesentliches zur Politik und zum anderen könnte es Fragen aufwerfen,die besser zugedeckt bleiben! Große kirchliche Leistungen auf TániMorek, dem HERREN und seinen Kindern wohlgefällig, sind noch nicht nachMer´imen und auch nicht ins Kirchenkonzil vorgedrungen.
Wenn Ihr Euch ebenso eines jedweden Problems annehmen wollt, das Adlige an Euch herantragen, wie ihr Euch meiner Kritik angenommen habt...
... dann steh der HERR uns allen bei, Schwestern und Brüder!
gez.Né`mekâth B. Âk-de Sézàr
Sah ni Sechen Land
Kommentar Wohlgeboren Serpo Lassans:
Geschätzte Angehörige des Kleinadels,
auch ist es nun an mir auf die von Hochgeboren Bomil Arres getätigtenAussagen zu reagieren.
Hochgeboren, ich muß sagen es empört mich zutiefst, wie Ihr versucht mitPolemik und Verleumdungen verdiente Personen unseres Landes in den Staubzu ziehen und zu besudeln, nur weil Ihr euch dadurch einen Vorteilerwartet, wo immer dieser Eurer Meinung nach auch zu finden sein mag.
Daß Ihr scheinbar ein gestörtes Verhältnis zu Euch höher gestelltenPersonen zu haben scheint, deuteten ja bereits Eure Andeutungen auf derSchiffsreise nach Merkem an. Wart Ihr es doch der da lapidar meinte einTurnier wie jenes von der Krone ausgerichtetes sei lediglich etwas fürPöbel und Pack, obwohl Ihr wohl wußtet oder zumindestens ahnen konntetwer an diesem Turnier teilzunehmen gedenkt.
Scheinbar seid Ihr wohl in der Meinung etwas Besseres zu sein, aber diessoll Euer Problem sein. Doch kann ich mir nicht im Entferntestenvorstellen, daß eine Person die derart von sich selbst eingenommen ist,ein guter und würdiger Vertreter des Kleinadels sein kann. Dies wiederumist meine Meinung. Ich kenn Euch persönlich und ich muß Euch offen undehrlich sagen, für mich seid Ihr in keinster Weise qualifiziert dieswürdevolle Amt des Secha auszuüben. Dies Amt erfordert genau jeneAttribute, die Ihr nicht vorweisen könnt, als da sind Toleranz,Selbstlosigkeit, Ruhe und Besonnenheit.
Bezeichnend ist wohl auch, daß Euer eigener Bruder, der Ser-Repa Ni NeuPrem mit Euch im Zwiste liegt. Nun meine Frage an euch werte Angehörige des Kleinadels, wollt ihr einerPerson eure Stimmen geben, der nicht einaml der eigene Bruder, daseigene Fleisch und Blut, vertraut? Ich kenne meine Antwort darauf!
Lang lebe die Nisut!
Gezeichnet:Serpo Lassan, Sah Ni Boronsport
Kommentar Hochgeboren Jariella Aarenburgs:
Werte Brüder und Schwestern im Amte,
auch ich möchte nun meine Meinung zur anstehenden Wahl des Sechakundtun. vier Kandidaten stellen sich bislang der Wahl, so konnte ichbislang vernehmen. Als da wären Seine Wohlgeboren Jassafer Al Mansour,über den sich meine Kenntnisse in Grenzen halten. Seine HochgeborenRachalton Pedacor hat es bisweilen verabsäumt, sich uns mitzuteilen. Alsnächstes sei nun Seine Hochgeboren Bomil Arres genannt. Dieser wiederumwird nicht müde sich uns mitzuteilen, wofür ich ihm sehr dankbar bin,weiß ich doch nun gewiß, daß er meine Stimme nicht erhalten wird. Erwird nicht müde uns zu berichten welch schlechte Kandidaten doch seineGegner wären. Ich meine, daß derartige Hetze und Polemik nichts verlorenhat im Gedankengut eines würdigen Secha. Vielmehr sollte er über sichberichten und was er für uns zu unternehmen gedenkt. Doch diese Passagenfallen, wenn überhaupt, durch unangebrachte Kürze auf. Und auch daraufmuß er hingewiesen werden, was er denn tun könnte. Dies alles gereichtdem Akib Ni Tani Morek wahrlich nicht zum Ruhme.
Auch ist zu vernehmen, Seine Hochgeboren ist als KKAB-Mitarbeitergewohnt eine schwere und verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen. Dasmag sein. Doch frage ich Euch Hochgeboren, wollt Ihr, so Ihr Sechawerdet, den Dienst beim KKAB quittieren? Denn ich denke nicht, daß esmachbar ist, zwei derart verantwortungsvolle Aufgaben zu erfüllen. Undich möchte nicht eine Person als Secha, die nur mit halber Kraft fürunsere Sache da ist, ebenso wenig wie ich mir einen KKAB-Mitarbeiterwünsche, der seine Aufgabe nur halbwegs erfüllen kann. Ich meine, beideswäre nicht vereinbar und es würden beide Aufgaben darunter leiden. Wasnicht sein darf.
Seine Hochgeboren Thoran Mâlvel kenne ich persönlich. Er ist einverantwortungsbewußter respektvoller Mann voller Tatendrang und Ideen.
Lang lebe die Nisut!
Gezeichnet:Jariella Aarenburg, Akibet Ni Ibekla
2. Entgegnung Hochgeboren Bomil Arres':
Werter Adel des Kanhet ni Kemi,
bestürzt nahm ich die harschen Worte Wohlgeborens de Sézàr auf, welchemich persönlich tief trafen. Aber nicht nur er, auch der Hátyá niChrysemis, Rodrigo Vivarya con ya Sermo, und Wohlgeboren Lassan ließen dasKáhet Wissen, welch ein übeler Mensch ich wohl sei...
Ich muß gestehen, ich dachte einen Moment lang, wegen dieser ungeheuerlichen Anschuldigungen meine Bewerbung um das Amte des Sechaszurückzuziehen. Doch auf solche falschen Äußerungen, wie sie aus den ebengenannten Kreisen, mit meinem Rücktritt zu reagieren, schien mir zueinfach. Dabei möchte ich mich besonders bei meinem Bruder, Excellenz FalkArres, Ser-Repa ni Neu-Prem, für seine Unterstützung bedanken. Dennschließlich stand er mir bei, als Durchlaucht con ya Sermo behauptete,mein eigener Bruder läge mit mir im Zwiste. Doch mitnichten, Durchlaucht!Versucht nicht, mein eigen Fleisch und Blut gegen mich zu wenden! MeinBruder stand immer, und wird auch immer auf meiner Seite stehen! Auf jenerSchiffsreise, welche Ihr ansprecht, habt Ihr in schändlicher Art und Weiseversucht, einen Keil zwischen mir und meinen Bruder zu treiben, undversucht nun, mich als Außenseiter darzustellen. Eine selten perfide undgemeine Lüge, Durchlaucht!
Zudem bezweifeltet Ihr meine Fähigkeit, Einigkeit im Kleinadel herzustellen.Aber seid an folgende Begebenheit erinnert, Durchlaucht:
Zudem ist es nachgerade lachhaft, mir unterstellen zu wollen, ich hätteein "gestörtes Verhältnis" zu mir höhergestellten Persönlichkeiten. Wiewir alle wissen, wart Ihr es doch, der der nisutlichen Prinzessin zunächstden Treueid verweigern wolltet, und dafür, zurecht, wie ich meine, vomRepa sowie von der Nisut höchstselbsten zurechtgewiesen wurdet! Bevor Ihralso einem dienstbaren Geiste Unseres Reiches wie mir solchergleichenVorwürfe macht, kehrt doch bitte vor Euren eigenen Tür!
Zudem beschmutzt Ihr meinen Ruf, wenn Ihr behauptet, ich könne den Dienstbeim KKAB und den Dienst als Secha nicht gleichzeitig ausführen!Vielleicht mag das auf Eure limitierten Fähigkeiten zutreffen, doch ichtraue mir dies schon zu!
Doch nun zu Wohlgeboren Né`mekâth B. Âk-de Sézàr, Sah ni Sechen/Land,welcher sich ja ebenfalls meinte zu Wort melden zu müssen. Offensichtlichseid Ihr Euch gar nicht bewußt, welch dreiste Lügen Ihr über michverbreitet habt, Hochgeboren. So wollt Ihr dies denn auch nichteingestehen, sondern erzählt fröhlich um den heißen Brei herum, und sagtmir, DAS habet Ihr ja nun nicht gemeint, was WIRKLICH gemeint gewesen war,wäre von mir nicht verstanden worden, etc. blahblah! Ehrlich, Hochgeboren,ich hatte erwartet, daß Ihr offen zu Eurem Worte steht, und wenigstens dieCourage habt, mich zu beleidigen und dabei auch zu bleiben. Statt dessenredet Ihr über "der Rede wahrer Kern", von der "Oberflächlichkeit derWorte" und ähnlichem...Ihr solltet doch besser auf den Fasarer Bazargehen, und dort Eure Geschichten zum besten geben, Hochgeboren. Wenn manausteilt, Hochgeboren, dann sollte man auch bereit sein, einzustecken;aber dazu seid Ihr ja offenbar nicht bereit!
Aber in einem Punkte muß ich Euch Recht geben, Hochgeboren:Vielleicht war ich vorschnell mit meiner Beurteilung über die bisherigenKandidaten der Secha-Wahl. Trotzdem bleibe ich dabei, daß man mit seinerMeinung nicht hinter dem Berg halten sollte und durchaus die Punktekritisieren sollte, welche berechtigterweise zu kritisieren sind. So halteich auch weiterhin an meiner Meinung bezüglich Jassafer Al'mansours fest,genauso, wie an der über Hochgeboren Rachalton Pecator. Ich denke nicht,daß der Generalstabschef der Schwarzen Armee befähigt ist, als unser Sechazu fungieren, genausowenig, wie der verstoßene Rachalton Pecator, ehemalsPaestumai. Ich hatte mitnichten vor, Hochgeboren, jene Personen zubeleidigen, jedoch mußten diese Dinge mal gesagt werden. Und bezüglichHochgeboren Malveel, halte ich es ähnlich: nicht seine persönlichenEigenschaften nahm ich aufs Korn, sondern lediglich den Umstand, daß ererst seit kurzer Zeit in Kemi ist, und sich unmöglich ob seinerUnerfahrenheit als Secha anbietet. Und wenn Ihr mir gar diese, doch imKern berechtigte Kritik verweigern wollt, dann, Hochgeboren, warumbetreiben wir dann überhaupt Wahlkampf?
Doch wenn ich jemanden persönlich beleidigt haben sollte, so bitte ich inaller Form um Vergebung!
Und Euer Kritikpunkt, ich hätte bisher zu wenig dargelegt, warum ich michfür den besten Sechakandidaten halte, sehe ich als überflüssig, alldieweildie anderen Kandidaten bisher noch gar nicht zu Ihren StandpunktenStellung genommen haben.
Und nochmals:Ihr solltet aufhören, mich persönlich beleidigen zu wollen, denn erstdamit, Hochgeboren, nicht durch meine berechtigten Zweifel an den anderenKandidaten, ruft Ihr Zwist und Hader zwischen meinen treuen Unterstützernbei dieser Wahl, und den anderen Kandidaten hervor, denn wenn Ihr mich inderart infamer Art und Weise angeht, so tut Ihr das auch bei meinenAnhängern. An dieser Stelle möchte ich nochmals dem Adel Neu-Prems danken,welcher mich bisher in vorbildlicher Art unterstützt hat. Und eben jenekönntet Ihr mit Euren Appellen arg verprellen, Hochgeboren!
Ausgenommen natürlich Durchlaucht Rodrigo Vivarya con ya Sermo, der, wiemir scheint, einen unbändigen Haß gegen mich schürt, und mich und meinenBruder auseinander zu bringen versucht! Schämt Euch, Durchlaucht undHochgeboren Lassan!
gez.Bomil Arres,Akîb ni Táni Morek
Entgegnung Erlaucht Rodrigo con ya Sermos:
:
Geschätzte Angehörige des Kleinadels,
nun muß auch ich ein paar Zeilen an euch richten. Glaubt mir, es lag mirfern mich in den bestehenden Wahlkampf einzumengen, da ich trachtetediesen in keiner Form beeinflussen zu wollen. Deshalb reagierte ich auchnicht auf die unglaublichen Vorwürfe des Akib ni Tani Morek, Bomil Arres.Vielmehr wollte ich dies auf sich beruhen lassen um nach der Wahl dies zuklären. Dennoch scheint seine Hochgeboren derart von persönlichen Haßgegenüber meiner Person durchseelt zu sein, daß es mich schaudert. Inseiner blinden Wut wirft er mir vor, ihn verbal attackiert zu haben. Esentsetzt mich wie weit der Haß bei einer Person gehen kann. Soweit sogar,daß er nicht mehr fähig ist die Realität wahr zu nehmen. Hochgeboren,nicht ich sondern seine Wohlgeboren Serpo Lassan, richteten die Worte derKritik an Euch, ebenso Ihre Hochgeboren Jariella Ahrenburg.
Von meiner Person ward bislang keine Zeile gegen Euch oder EureKandidatur zu vernehmen. Ich hielt bislang an dem Prinzip der Fairneßfest. Eurer durch nichts begründeter Zorn geht sogar soweit, daß Ihr nichteinmal mehr in der Lage seid meinen Namen richtig zu formulierengeschweige denn die Anrede. Dies sind zwar nur Nebensächlichkeiten, jedochin Verbindung mit den Haßtiraden und Verleumdungen die Ihr meiner Persongegenüber vorbringt ergibt sich ein erschreckendes Bild. Kann Haß so blindmachen, daß man alles vergißt und Fakten durcheinander bringt. Wenn diesder Fall ist seid Ihr ein armer Mann und habt mein Mitleid. Lediglichverletzter Stolz, weil Ihr nicht an dem Konventus teilnehmen durftet, solldafür Auslöser sein. Das ist entsetzlich. Umso erfreulicher ist es zuhören, daß Ihr Euch mit Eurem Bruder, den ich sehr schätze, ausgesöhnthabt. Ich denke Ihr braucht jemanden dem Ihr Euch anvertrauen könnt undder zu Euch steht.
Überdenkt meine Worte Hochgeboren, ich suche nicht den Zwist mit Euch,doch werde ich ihm auch nicht länger aus dem Wege gehen so ihr Euch weiterderart zu benehmen gedenkt. Möge der Herr geben, daß Ihr Euch besinnt undEuch wieder dem Wahlkampf widmet. Denn glaubt mir, für die geschätztenAngehörigen des Kleinadels ist es wenig von Interesse, was Ihr von mirhaltet, vielmehr wollen sie wissen welches Eure Bestrebungen und Zielesein mögen solltet Ihr gewählt werden. Und noch eines auf den Weg,Hochgeboren, ein wohlgemeinter Rat. Von Haß getrieben kommt man nichtweit, sowohl in der Politik als auch sonst.
Möge der Herr mit Euch sein.
Lang lebe die Nisut!
Gezeichnet:
Entgegnung Hochgeboren Jariella Aarenburgs:
Werte Angehörige des Kleinadels,
die neuerliche Veröffentlichung seiner Hochgeboren Bomil Arres bestätigtdie Worte seiner Wohlgeboren Lassan und die meiner Person. Jemand derderart blind vor Haß um sich schlägt kann kein würdiger und guterVertreter für uns sein. Und auch verhält es sich bei weitem nicht so wieseine Hochgeboren Arres es uns glauben machen will, daß der gesamte AdelNeu-Prêms hinter ihm stehen würde. Dies, so könnt ihr mir glauben, ist beiweitem nicht so. Auch wenn er sich dies wünschen würde.
Boron mit euch.
Lang lebe die Nisut!
Gezeichnet:Jariella Ahrenburg,Akibet Ni Ibekla.
1. Entgegnung Wohlgeboren Jassafer Al Mansours:
Werte Leser dieser Zeilen,
nachdem ich in den letzten Wochen Wahlrede um Wahlrede des Herrn BomilArres, Akîb, lesen mußte - oder vielmehr durfte, war es doch ein herrlichkurzweiliger Zeitvertreib - finde ich nun die Zeit gekommen, einige wenigeWorte an diesen Herrn zu richten. Wie der aufmerksame Leser der inzwischenwohl an die 100 verfaßte Schriften des Akîb Bomil Arres bemerkt hat,befaßte sich das ursprüngliche Schreiben dieses liebenswerten Menschenfaßt ausschließlich mit meiner Persona. Und richtig, ich überlege derzeitnoch, wie ich dem Herrn Akîb seine so überaus höflichen und schmeichelndenWorte vergelten kann.
Wie sagte er doch gleich so treffend: "So Ihr also [...] Eure Stimmen beimnächsten Konvent nicht unter der dräuenden Fuchtel eines Sechas abgebenwollt, der zugleich auch Generalstabschef der Schwarzen Armee ist [...]dann lasst Eure Stimme auf mich fallen."
Wie ich gestehen muß, dieser Satz hat mich ob seines Inhaltes zunächstsowohl überrascht, als auch verwirrt. Doch dann schenkte mir die Weisheitdes Alters den nötigen Scharfsinn, um zu erblicken, daß der Adel einemAkîb, der zugleich auch noch KKAB Angehöriger ist natürlich viel mehrVertrauen entgegenbringen muß als man das einem Offizier gegenübererwarten kann - Ehrenkodex hin oder her.
Ich bin wirklich überzeugt davon, daß Rastullah diesen jungen Mann mitherausragenden Fähigkeiten geradezu gesegnet hat. Wenn ich allein dieSchärfe seines Verstandes betrachten, so vermeine ich zu erblinden, sobestechend trennt dieser Akîb die wahre Rede von der Lüge. Und gerade indieser Unterscheidung scheint der Akîb besonders befähigt zu sein,entlarvt er doch sogar einen bislang als so rechtschaffen angesehenenBoroni wie Né`mekâth als einfachen Lügenbold. Mich hingegen durchschaut derAkîb alleine aufgrund einer von mir verfaßten Wahlrede und durchblickt,daß ich als Secha es natürlich nur auf Machtmißbrauch abgesehen habe.Erstaunlich, wirklich erstaunlich.
Daher möchte ich nun unsere geliebte Nisut - heilig - von ganzem Herzenbeglückwünschen, einen derart begabten jungen Mann in den Stand des Adelserhoben zu haben. Verfolgt er weiterhin eine ähnliche Strategie, wird eres sicherlich noch weit bringen. Möglicherweise bis nach Khefu.
Nur: Palast oder Kerker?
gez. Jassafer Al`Mansour
3. Entgegnung Hochgeboren Bomil Arres':
An den Adel des Kanet ni Kemi!
Werte Brüder und Schwestern,
nichts bekümmert mich dieser Tage mehr, als der Vorwurf, der immer wiederaus den uns bekannten Richtungen auftaucht, ich würde den ein oder anderenAdeligen gezielt beleidigen wollen. Nochmals, Erlaucht con ya Sermo:mitnichten möchte ich Euch beleidigen, doch wenn Ihr schon versucht, indiese Wahl mit der Kraft Eures Amtes einzugreifen, so stellt doch bittedie Dinge richtig dar. Und wenn Ihr mir noch vorwerft, in meinem blindenHaß die Namen derer zu verwechseln, welche sich zu Worte meldeten, sowollt Ihr mir dies bitte nachsehen, Erlaucht, denn ein jeder weiß, daßWohlgeboren Lassan und Hochgeboren Aarenburg Euch loyal untergeben sind,und Euch gewißlich niemals widersprechen würden...
Jedoch bin ich bereit,dieses leidige Thema ein für alle Male zu beenden, denn schließlichsollten wir, die wir doch aus der selben Tárepa kommen, uns nichtgegenseitig Vorwürfe machen, sondern uns endlich geschlossen um dieProbleme des Káhet kümmern, nicht wahr, Erlaucht? So werde ich denn auchaufhören, Euch Eure Fehler der Vergangenheit vorzuwerfen, da Ihr diesemittlerweile mit Sicherheit eingesehen habt. Nur, um ein jedem im Káhet zubeweisen, daß ich sehr wohl ein kompromißbereiter und fairer Mann bin, wasmir ja einige unter uns vehement absprechen, möchte ich Euch die Handreichen, damit wir in Zukunft zusammen an dem Wohl unseres Reichesarbeiten können, und uns kraftraubende und unnütze Auseinandersetzungensparen. Ich biete Euch hiermit meine Hand und meine Freundschaft an,Erlaucht! Nutzt diese Chance! Vergeßt Eure Dünkel und seid bereit, endlichmit mir zusammen, und nicht gegen mich, zum Wohle unseres Reichesvorzugehen!
Doch nun zu einer Sache, welche mich sehr beschäftigt.Der Generalstabschef der glorreichen Schwarzen Armee, Jassafer Al'Mansour,richtete das Wort an mich und warf sogleich mit dem Fehdehandschuh nachmir. Wirklich, Excellenz, Eure Reaktion überrascht mich nicht.Augenscheinlich seid Ihr nicht fähig, Euch in adäquater Form auszudrücken;mit uns zu kommunicieren, wie der Bosparaner sagt. Doch ich werde meineMeinung über Euch nicht revidieren, und wenn Ihr nicht in der Lage seid,Euch auf geistiger Ebene mit mir auseinanderzusetzen, so werde ich micheben auf Euer Niveau herabbegeben, und Euch gerne eine Lektion erteilen,die Ihr Euer Leben lang nicht vergessen werdet, Excellenz.
Glaubt mir, ichbedaure es sehr, daß ein Bewerber um das Secha Amt derart schnell "aus derHaut fährt", wie Wohlgeboren de-Sézàr sich ausdrücken würde, undder eine derart limitierte Weltsicht an den Tag legt, daß die Problemewirklich nur mit roher Gewalt zu lösen sind. Habt Ihr eigentlich vor,Excellenz, bei Meinungsverschiedenheiten mit den Adligen des KleinenKonvents ähnlich zu reagieren, und Kritiker mundtot zu machen, indem Ihrsie zum Duell fordert?!? Kurios, kurios, Excellenz, aber bezeichnend... Sokann man natürlich ebenfalls Einigkeit unter den Adligen erzielen!
Mit freundlichsten Grüßen,
Bomil Arres,
2. Entgegnung Erlaucht Rodrigo con ya Sermos:
Werte Angehörige des Kleinadels,
in der Hoffnung mich in jener unleidigen Angelegenheit nun zum letztenMale das Wort ergreifen zu müssen, wende ich mich abermals an euch. Nocheinmal, ich möchte einen fairen Wahlkampf und somit sind nun alleaufgerufen und aufgefordert sich daran zu halten. Was bringen die ewigenSchuldzuweisungen? Nichts. Vielmehr sollten wir uns darauf konzentrierenwas unsere Sorgen und unsere Nöte sind. Nicht die vermeintlichen Fehlerder Anderen gilt es aufzulisten, nein, Vorschläge, Lösungen unddergleichen sind gefragt. An Euch Hochgeboren Ni Táni Morek sei gesagt,ich kann die von Euch getätigten Worte und Verwechslungen nicht gut heißennoch kann ich sie verstehen, denn Ihr solltet Herr Eures Verstandes undEurer Sinne sein, umso mehr Ihr für dies Amt kandidiert. Und glaubt mirHochgeboren, Wohlgeboren Lassan und Hochgeboren Aarenburg sind in der Tatloyal zu mir und überdies auch Freunde, nichts desto trotz haben sie eineeigene Meinung und können diese auch nach Belieben kundtun. Ist das soüberraschend für Euch? Aber ich werde Eure Hand nicht ausschlagen und soIhr Euch entschuldigen mögt für Euer ungestühmes Benehmen so bin ichbereit Euch diesmal zu vergeben. So soll dies auch ein Zeichen sein fürZweifler und Ewiggestrige. Nur die Einigkeit macht uns stark und nur wennwir an einem Strang ziehen werden wir besseren und blühenderen Zeitenentgegentreten. Und so sei jeder aufgerufen seinem Nachbarn, egal ob ermit diesem im Zwiste stand die Hand zu reichen und den Zwist zu begrabenauf daß er mit ihm gemeinsam vorwärts schreiten mag für ein starkesblühendes Káhet Ni Kemi!
Lang lebe die Nisut!
Möge der Herr mit Euch sein!
Gezeichnet:
Rodrigo Diaz de Vivarya con ya Sermo
Kommentar Tesut Simin Al'Djabar-Pervals:
Simin Al'Djabar-Perval
Werte Schwestern und Brüder in Amt und Würden, Hochgeboren!
Nun verfolge ich seit geraumer Zeit Euer eifriges Mit- und Gegeneinander zur Thematik der Sechatwahl, doch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß dies inzwischen zu einer wahrhaften Schlammschlacht ausgeartet ist. Bedauerlicherweise stelle ich jedoch ein recht einseitiges Aufwiegeln seitens Seiner Hochgeboren Arres fest, das ich nicht länger unkommentiert stehen lassen moechte, zumal er ehrenvolle Gebräuche undTraditionen in einer solch impertinenten Art und Weise verunglimpft,daß ich mich zu fragen beginne, ob er noch ganz Herr seiner Sinne ist.
Zunächst einmal ist ein Duell, ausgetragen mit dem Schwerte oder einer anderen Waffe der Ehre, ein übliches und ehrenvolles Vorgehen, welches mit einer Satisfaktion beschlossen oder aber zu weiteren Forderungen führt. Diese Tradition ist mitnichten allein in diesem Reiche beheimatet, sondern in den meisten zivislisierten Gegenden Deres, auch in Eurer Heimat, Hochgeboren Arres. Wenn Ihr nun dieser Tradition - möglicherweise aufgrund Eurer Hingezogenheit zur Herrin Tsa - nicht zugeneigt seid, so ist dieseine Sache und durchaus verständlich und entschuldbar, es ist jedoch eine ganz andere, Personen, welchselbige diesen ehrvollen Traditionen fest verbunden sind, diese als mangelnde Kommunikationfaehigkeit und gar Kriegstreiberei auszulegen. Dies ist impertinent und - wenn man Euch Übles wollte - gar eine ehrabschneidende Äusserung, die rechtliche Schritte nachsich ziehen koennte.
Man könnte also Eure Abscheu vor dem Gebrauch der Waffe als gegeben hinnehmen und somit diese Argumentation nicht weiter verfolgen, wenn Ihr Euch nicht im gleichen Atemzug auf eine derart unflätige Weise über die Anwendung dieser angeblich so von Euch verpönten Methode an Fádàykîm-Gardehauptmann Al'Mansour verbreiten würde. Es trieft geradezu das Blut aus Eurem letzten Pamphlete, gewürzt mit einer Prise rustikalen, um nicht zu sagen pöbelhaften Ausdrucke, welcher einemsolch friedliebenden Schöngeiste wie Euch so gar nicht zu Gesichte stehen möchte. Überdies würde ich mich fragen, ob Ihr denn im KKAB - und über Eure Zugehörigkeit zu dieser Institution habt Ihr Euch ja schliesslich mehr als einmal ausführlichst und unverholen stolz geäußert - reineVerwaltungstätigkeiten zu erfüllen habt und Euer militärischer Rang eine reine Zierfunktion trägt, denn andernfalls dürfte sich ein Einsatz Eurer Persona bei einem militärischen Kommando - so will es scheinen - als äußerst gefährdend für Euer geistiges Wohl gestalten. Nun, wie gut für Euch, daß Euer Bruder, Gardeleutnant Falk Arres, bereit ist, für Euch Euer Ehrenhändel auszutragen, sonst müßtet Ihr am Ende gar von der Rosenschere zum Schwerte greifen. Doch offensichtlichist die Rosenzucht auf Táni Morek ein überaus anstrengendes und delikates Metier, denn nicht nur, daß Ihr wegen der Pflege Eurer Pflänzlein die Salbung Seiner Hochwürden Kal'Tan versäumen mußtet, nein, offensichtlich habt Ihr Euch nun auch bei der hingebungsvollen Beschneidung der zarten Schösslinge ein Rückenleiden zugezogen. Ihr solltet ein wenig auf EureGesundheit achtgeben, Major ehrenhalber, das Amtder Sechat ist kein Erholsames.
Simin Al'Djabar-Perval
Kommentar Äbtissinprima Caja Sá'kurat Ni Ujak:
Dem Herrn zum Gruße, möge Er den Adel dieses Reiches mit Weisheit segnen!
Ich habe nunmehr schon über viele Wochen den Wahlkampf für das Amt des Sechas verfolgt, und, unbestritten, daß es mich erfreut, daß sich so viele Adelige des Reiches mit großer Vehemenz um dieses Amt streiten - ist dies doch den lethargischen, wenig aufschlußreichen Debatten der Vergangenheit deutlich vorzuziehen - doch bin ich entsetzt über die Worte, die Wohlgeboren Arres von sich gibt. Mir scheint dieser Mann eine Person zu sein, die ihre Lebensgrundlage auf Beleidigungen und Lügen baut, ein feines, doch offensichtliches Gespinst aus Worten und Andeutungen, die nicht mehr als kaum verhüllte Drohungen und Unwahrheiten sind. Ich wende mich mit Abscheu von einem solchen Manne ab!
Doch mitnichten vereinfacht dies die Enscheidung, die ich als Angehörige der Heiligen Kirche zu treffen habe. Ich bezweifle nicht die Integrität Wohlgeboren Al Mansours, eines Mannes, dem Ehre, Mut und Tatkraft anheim sind und der meinen allergrößten Respekt innehat , doch ist er aufgrund des Irrglaubens, dem er anhängt, kein idealer Repräsentant des Adels Seines Reiches. Imdsikutabel ist auch der eitle ehemalige Pâestumai, der derzeit im Kloster Ujak Buße tut ohne diese zu seinem eigenem Ruhme zur Schau stellen zu können. Nein, auch diesem Manne, der der Götzendienerei der Selbstanbetung frönt, will ich meine Stimme nicht geben.
Caja Sá'kurat Ni Ujak
1.Wahlrede: Né`mekâth B. Âk-de Sézàr
Werte Schwestern und Brüder im Amte,
Euer Hochgeboren, ich muß Euch ein Lob aussprechen: Die Art und Weise,wie ihr Angebot und Ohrfeige in einem Absatz zusammenfügt, allein umEuch weiter zu demontieren, ist schon eine Meisterleistung. Auf dereinen Seite reicht Ihr Seiner Erlaucht con ya Sermo größzügigst die Handzum Bruderschluß, auf der anderen Seite klingt durch Eure Worte derUnterton der Drohung hindurch. BRAVO!
Doch nun zu weitaus gewichtigeren Dingen, als Euren rhetorischenSpielerein, Hochgeboren!
Ihr gesteht selber, daß Ihr einen Moment lang Eure Kandidatur um dasAmt des Sechas zurückziehen wolltet?
Wenn es Euch nicht paßt, daß sich meine Person zu Worte meldet, dannwettert dagegen so viel Euch beliebt. Ändern könnt Ihr es nicht. Esgibt nun mal keinen Kleinen Konvent, der nur aus Euch besteht. Somithabt auch nicht nur Ihr das Recht, Eure Stimme zu erheben. Wenn esEuch in Euren Reihen - auf die Ihr Euch ja so oft bezieht - anverbaler Unterstützung fehlt, dann ist das nicht mein Problem, Bruderim Amte. Und wenn es Euch an rhetorischem Geschick mangelt, wie diesanscheinend der Fall ist, so macht es bitte nicht mir zum Vorwurf.Denn allein Ihr seid derjenige, welcher so spricht! Allein Ihr,Hochgeboren!
Bezüglich Hochgeboren Malveel nahmt Ihr in der Tat nicht seinepersönlichen Eigenschaften aufs Korn. Nein, Ihr warft ihm etwas vor,was Ihr wenige Absätze später von Euch selber sagt. Nämlich, daß Ihrselbst vor ungefähr einem Götterlauf noch nicht im Káhet wart. Wielange muß man eigentlich Diener Ihrer kemiköniglichen Majestät derNisut sein, um Eurer Meinung nach angemessen lange im Amt zu sein? Essei nur noch hinzu gefügt, daß seine Erlaucht con ya Sermo selber gerademal etwas über einen Götterlauf im Lande weilt und von der Nisutselbstselbstens zum kommissarischen Secha bestimmt wurde. Bislang kannich nicht erkennen, daß er sich mit seinem Amt wegen seiner Neuheit imKáhet überfordert zeigt. Und soll ich Euch etwas sagen, Schwestern undBrüder: Was seine Erlaucht bietet, ist allemal besser als das, wasHochgeboren Arres bislang von sich gegeben hat!
Zum Schluß mag ich Euch, Hochgeboren Arres, noch die Fragebeantworten, warum wir denn überhaupt Wahlkampf betreiben: Damitunsere Schwestern und Brüder erkennen, wie Menschen wie Ihr,Hochgeboren Arres, sich ohne weiteres in Schimpf und Schande redenkönnen und ihr wahres Gesicht offenbaren! Deshalb betreiben wir unteranderem Wahlkampf!
gez.
2.Wahlrede: Né`mekâth B. Âk-de Sézàr
Geschätzte Schwestern und Brüder im Amte,
es mehren sich die Stimmen unter Euch, die mich dazu auffordern, daß
ich mich zur Kandidatur um das Amt des Sechas stellen soll. Der
Ehrenwerte Sah Al`Mansour ist sogar bereit, von seiner Kandidatur
zurückzutreten, wenn ich antrete. All diese Worte schmeicheln mir
sehr, denn wie Schwester Caja zu recht sagt, waren die Umstände meiner
ersten Kandidatur um dieses ehrenvolle Amt nicht gerade freundlich.
Und dennoch haben zahlreiche meiner Schwestern und Brüder erkannt, was
ich für sie zu tun gedenke und mir damals ihre Stimmen gegeben.
Zahlreiche unter Euch waren seinerzeit unschlüssig, wem sie ihr
Vertrauen aussprechen sollen und enthielten sich ihrer Stimme. Niemals
zuvor gab es eine solch große Zahl an Enthaltungen. Heute ist die Zeit
abermals für jene, die mir damals schon ihre Vertrauten
entgegenbrachten, gekommen, mir ihre Stimme unter Umständen zu geben.
Heute ist die Zeit für jene, welche damals noch unschlüssig waren,
gekommen, über meine bisherigen Taten zu urteilen. Denn ich leiste den
Bitten meiner Schwester und meines Bruders Folge und stelle mich zur
Wahl!
Zahlreich waren meine Worte bezüglich der übrigen Kandidaten schon.
Ich mag dem Gesagten zum jetzigen Zeitpunkt nichts mehr hinzufügen.
Doch ist es an der Zeit, etwas über mich zu sagen. Ich möchte über
das, was ich mit Euch und für Euch zu erreichen gedenke sprechen, wenn
ich diese Wahl gewinne.
Ich sage Euch, es wird nichts anderes, als ein hartes Stück Arbeit,
welches vor uns liegt. Vieles ist in der Vergangenheit nämlich
versäumt worden. Das Hochgeboren Malveel den Handel fördern möchte und
dazu seine Kontakte nutzbringend für alle einsetzen möchte, ist sehr
löblich und auch wichtig für unser Reich. Und so sage ich:
Hochgeboren, laßt uns gemeinsam Eure Kontakte zum Wohle des niederen
Adels einsetzen, unabhängig davon, wer nun die Wahl gewinnt. Da Euch
offensichtlich sehr viel am Wohle des Niederen Adels gelegen ist, laßt
uns gemeinsam zum Wohle des Niederen Adels arbeiten.
Ich möchte und werde, die in den letzen Monden aufgekommenen
Unstimmigkeiten zwischen dem Niederen und dem Hohen Adel nach bestem
Gewissen und Können zu schlichten versuchen. Hochgeboren Margatnep und
auch andere haben es durch ihre unvorsichtigen und unkluge
Vorgehensweise perfekt verstanden, Hoch- und Niederadel voneinander zu
trennen. Ich gedenke dagegen vorzugehen. Dazu möchte ich nicht nur eng
mit dem Vezir zusammenarbeiten, sondern auch konkret vor Ort, wo immer
das nötig sein mag. Ich sage Euch Schwestern und Brüder, in diesem
Reich hat ein jeder seine durch des Heiligen Raben Ordnung gefügte
Stellung. Diese bringt sowohl Rechte, als auch Pflichten mit sich.
Euer Recht ist es, durch mich und auch selber zu sprechen, damit Eure
gerechtfertigten Interessen vertreten und auch realisiert werden. Aber
Eure Pflicht ist auch der Dienst und Gehorsam gegenüber Götter, Nisut
und Hochadel. Ich werde die Worte Ihrer kemiköniglichen Majestät nicht
vergessen, welche jeden unter Euch aufgefordert haben, zu sprechen,
wenn ihm Unrecht widerfährt. Und so soll es sein, Schwestern und
Brüder. Wir werden sprechen. Nicht mit der Stimme der Arroganz und des
Hochmuts, die keinem vor der Götter Antlitz zusteht, sondern mit der
Stimme der Vernunft und Demut. Mit einer Stimme der Zukunft und des
Aufbruchs, denn als ein Zeichen des Aufbruchs soll meine Kandidatur
angesehen werden.
Schwestern und Brüder, Wohlgeboren Al`Mansour hat völlig Recht, wenn
er sagt, daß das Reich von finsteren Wolken bedroht ist. Wolken, die
aus seinem Innern heraus kommen. Die Ereignisse der letzten Monde
haben gezeigt wie finster diese Wolken sind und ich war von je her
darum bemüht zu schlichten. Dies bin ich auch weiterhin, denn Ihre
Heilige Eminenz und Ihre kemiprincessliche Hoheit tagen zu Laguana und
dort wird die Entscheidung getroffen, welche für unser Reich
entscheidend ist. Nicht in irgendeiner polemischen Rede, irgendwo
schnell geschrieben oder improvisiert.
All diese Worte seien eine Vorausschau dessen, was ich zu tun gedenke,
wenn ich von Euch zum Secha gewählt werden sollte. Da ich bereits das
Funkeln in Hochgeboren Arres Augen sehe, mag ich nun ihm und Euch das
Feld überlassen. Redet frei heraus, fühlt meinen Vorstellungen auf den
Zahn, tretet mit Wünschen und Forderungen an mich heran und wir werden
gemeinsam sehen, was man tun kann.
Gez.
Sah ni Sechen Land
Kommentar: Haniball von Hasenhausen
Haniball von Hasenhausen
Verehrteste Mitglieder des niederen Adels!
Mit großem Interesse über die Wortgewalt, in vielerlei Hinsicht, habe ich
die Reden zur anstehenden Secha Wahl verfolgt. Um nicht nach der Wahl
dazustehen und zu sagen "hätten wir doch, warum haben wir
denn nicht...", ohne mir das Recht dazu verdient zu haben indem ich mich
im Vorhinein schon dazu äußere.
Zu möglichen politisch diplomatischen Befähigungen der einzelnen
Kandidaten möchte ich mich hier nicht äußern, denn ich denke, Worte zu dieser
Thematik haben schon genug die Runde gemacht, und auch solch frappante Themen können
hinter zu vielen Worten in den Limbus der Unklarheiten entrückt werden, so
daß ich den Informationsgehalt, den meine Worte umhüllen sollen, auf
finanzielle und wirtschaftliche Befähigungen reduzieren will.
Akib Arres, könnt ihr ruhigen Gewissen, in Anbetracht der Aufgaben die ihr
mit einer Tá'akîb übernommen habt, auch noch für das Amt des Secha
kandidieren?
Sicher, die Bedingungen auf den Inseln mögen nicht einfach sein, aber der
Akîb Mârveel zeigt, wie man es machen kann, wenn man mit Einsatz sich den
Aufgaben widmet, die einem übertragen wurden von höherer Stelle, sich somit der Aufgabe
dadurch würdig erweist und nicht auf seinen Lorbeeren ausruht. Abgesehen davon, daß
die Tá'akîb des Mâveel besser entwickelt ist - was sicher auch zum großen Teil
seinem Vorgänger anzurechnen ist - habe ich aber Projekte und Planungen in
meinem Amte vorliegen, die die Situation auf diesem Eiland noch mehr verbessern sollen und somit
belegen, daß eine Bestrebung im Amte sichtbar wird, eine Handlung, die der Familie
Arres scheinbar nicht als fruchtbar erscheinen mag. Vielleicht hält man es auf
Táni Morek auch so sehr mit Boron, daß man das asketische Leben - worüber ich
hier auf keinen Fall ein Urteil abgeben will - für erstrebenswert hält, für so
erstrebenswert, daß man das Land verkommen läßt und seine Möglichkeiten nicht
ausnutzt.
Bitte, Akîb Arres, nehmt Eure Kandidatur zurück; versucht nicht, Eure
Fähigkeiten, die Ihr auf Táni Morek in zweifelhaftem Maße bewiesen habt, auf das ganze
Reich auszudehnen. Mit Problemen, die das Káhet schon ohne Euch hat, sind
wir im genügenden Maße ausgestattet.
i.a. Haniball von Hasenhausen
Boron zum Gruße, Brüder und Schwestern des Adels des Káhet Ni Kemi,
leider kann ich erst jetzt zu euch sprechen, da mich wichtige
Angelegenheiten ins Horasreich geführt haben.
Denn ich bin keineswegs vor unserer Nisut - der HERR möge Ihr ein langes
Leben bescheren - in Ungnade gefallen.
Auch wie Ihr darauf kommen möget, ich hätte den Namen der Familie
Pâestumai ablegen müssen, ist mir unklar,
denn ich habe zwar nach einigen Unstimmigkeiten den Namen Pecator
angenommen, aber ich tat es von mir aus.
Doch um zur Sechawahl zu kommen, so kann ich nicht verstehen, daß daraus
ein regelrechter Wettkampf gemacht wird, denn wollen wir nun den
Adeligen in den Kronrat wäheln, der am besten gegen andere schimpfen und sich
dabei in ein besseres Licht rücken kann, oder wollen wir, so wie ich es gerne hätte,
denjenigen aus unserer Mitte wählen, der unsere Interessen
zu vertreten sich zum Ziele gemacht hat?
Nun, auch ich habe mich entschlossen für des Volk der Kemi oder, besser
gesagt, für seinen Kleinadel einzutreten,
und hoffe nun auf Euch - nicht, daß Ihr bei der Wahl Euch von üblen Reden
anderer beeinflussen laßt, sondern
nur auf Euren eigenen Verstand und vor allem auf Euer Herz hört, damit
wir auch im nächsten Götterlauf einen
Secha haben, der uns zufrieden stellt.
Mögen der HERR BORON und die anderen ELFE uns einen guten Secha und
einen segensreichen Götterlauf bescheren.
Boron zur Ehr !!!HEILIG! HEILIG! HEILIG!!
Rachalton Pecator
Ranebet Dhana Chesaî'ret
an:
in Reaktion auf dessen Pamphletum zur Secha-Wahl
Sünder!
Du beschmutzt unseren Orden mit deinen schmählichen Lügen und bringst
Schimpf und Schande über unser stolzes Volk. Vor Monden fordertest du
Satisfaktion, als ich dich einen Verräter nannte. Nun beweist du erneut
deine niedere Gesinnung. Du bist unwürdig, die Insignien des Ordens zu
tragen. Du bist unwürdig des Kemi-Blutes, das in dir fließt. Du bist
unwürdig gar des Namens, den man dir nahm.
Möge der Herr dich für deine Suenden strafen.
D.
Rücktrittserklärung: Jassafer Al Mansours:
Jassafer Al`Mansour
An
Werte edelgeborene Damen und Herren,
wie ich bereits in einer früheren Rede unter gewissen Voraussetzungen
angekündigt habe, möchte ich nun auch offiziell meinen Rücktritt von
meiner
Sechakandidatur erklären.
Da sich nun mit dem sehr geschätzten Ne'mekath, dem Mehib ni Mer´imen,
ein
einender Geist gefunden hat, will nun ich aus dem Lichte der
Öffentlichkeit
einen kleinen Schritt zurück machen.
Möge Ne'mekath die Wahl gewinnen und danach als großer Friedenssecha in
die
Geschichte unseres geliebten Reiches eingehen.
Dies ist mein Wunsch.
gez. Jassafer Al`Mansour
4. Entgegnung Hochgeboren Bomil Arres':
Werte Brüder und Schwestern,
Nach langem Siechtum möchte ich mich nochmals zu der bevorstehenden Wahl
zum Secha äußern.
Sicherlich ist Euch bekannt, daß Wohlgeboren Jassafer Al'Mansour mich vor
einiger Zeit zum Duell forderte.
Mit Bedauern mußte ich feststellen, daß es Wohlgeboren wohl nicht genehm
war, sich mit meinem Bruder zu duellieren, um somit vielleicht seine Ehre
wiederherzustellen oder, was meines Erachtens wahrscheinlicher war, in den
Staub des Duellplatzes zu sinken.
Was ist nun aber vom neuen Liebling Kemis zu halten, dem Favoriten der
Kirchenfraktion, dem wohl designierten Secha Ne`mekath Boronmir Ak-de
Sezar?
Hört mir gut zu, Hochgeboren Ne`mekath Boronmir Ak-de Sezar, denn ich
werde
mich nicht wiederholen:
es liegt mit fern, Euch drohen zu wollen, aber seid davor gewarnt, das
Sech-Amt, welches Ihr wohl demnächst bekleiden werdet, jemals zu Euren
politischen Zwecken mißbrauchen zu wollen, indem Ihr dem Kleinadel
vorschreibt, wie er im Sinne der Kirche abzustimmen hat!
Bisher sind wir nämlich mit einem unabhängigen Secha, wie es der Zardek
war, äußerst gut gefahren.
Mögen die Zwölfe Euch in diesem Sinne auf einem guten Wege leiten!
gez. Bomil Arres
1. Kommentar: Jassafer Al Mansour
Jassafer Al`Mansour
An den Adel Kemis,
Neuer Aufbruch in Kemi!!
Liebe und sehr verehrte Mitglieder des Adels des Kahet ni Kemi,
der Wahlkampf um das so verantwortungsvolle und bedeutungsreiche Amt des
Sechas hat nun den wahren und einzig richtigen Charakter des Adels
gezeigt.
Sieht man einmal von einigen wenigen unverbesserlichen Dummschwätzern ab,
so
zeichnet sich nun mehr und mehr ab, daß der ehemals durch Fraktionen
gespaltene Niederadel zu einer Einheit zusammen wächst.
Als bestes Beispiel mögen hier die Wahlkonkurrenten Thoran Malveel und
Ne´mekath Âk-de Sezar dienen, die gewisslich unterschiedliche Ansichten
über
die Ausübung des Secha-Amtes haben, dessen ungeachtet sich allerdings
nicht
gegenseitig Unfähigkeit vorwerfen - wie an dieser Stelle früher von
anderen
zu lesen war - sondern sich gegenseitig den notwendigen Respekt zollen.
Hier geht es nicht um Kampf gegeneinander, sondern um die Entscheidung,
wer
den Niederadel Kemis in den nächsten wichtigen Monden am besten zu
führen
und zu einen versteht.
Daher möchte ich hier an dieser Stelle mein Unterstützungsangebot, daß
ich
Seiner Wohlgeboren Ne´mekath machte, auch auf Seine Hochgeboren Thoran
Malveel ausdehnen.
Anläßlich der sehr bedauerlichen Unterbrechung der Verhandlungen Ihrer
nisutlichen Hoheit, Cronprinceß Ela, und Ihrer Eminanz bezüglich der
Thronfolge möchte ich den Niederadel dringend aufrufen, Ruhe und Frieden
zu
bewahren und Bedachtsamkeit walten zu lassen.
Gewiß wird sich ein jeder im Stillen seine eigene Meinung bilden und für
sich beschließen, wem die eigenen Sympathien gehören - das ist das gute
und
billige Recht eines jeden von uns -, doch warne ich dringend vor
übereilten
aggressiven Aktionen gegen Adlige mit einer anderen Auffassung der Dinge
-
dies würde alte Mauern errichten, die gerade erst eingerissen waren.
Wir sind alle Untertanen Ihrer nisutlichen Majestät Peri III. Setepen!
Jede
Unbedachtsamkeit gegen einen Kollegen des Niederadels ist auch ein
Ungehorsam gegen unsere geliebte Nisut.
Daher mag die Nisut neue Verhandlungen mit Ihrer Eminenz anstreben, um
in
würdevollen Gesprächen einen unwürdigen Bruderzwist zu vermeiden.
Mit Grüßen
gez. Jassafer Al`Mansour
2. Wahlrede: Hochgeboren Thoran Malveel:
Werte Schwestern und werte Brüder,
es ist an der Zeit, noch einige Worte zu meiner Kandidatur als Secha zu
sagen. In der Tat, ich kann es nicht von mir weisen, daß mir einige Erfahrung
bisher verwehrt geblieben war, doch sind mir die Probleme des Kleinadels
wohlbekannt. Jene Probleme gilt es aus der Welt zu schaffen und aus
diesem Grund kandidiere ich ja auch für das Amt des Sechas.
Mit Wohlgeboren Né`mekâth B. Âk-de Sézàr hat sich nun eine hoch
geschätzte Persönlichkeit zur Wahl gestellt. Eine Persönlichkeit, gegen
die wohl kaum einer der anderen Kandidaten erfolgreich bestehen vermag.
Gegen ist hierbei wohl aber ein falsches Wort. Ich habe großen Respekt
vor ihm und werde ihm auch nach der Wahl, unabhängig vom Ausgang jener,
hilfreich zur Seite stehen. So antworte ich:
Von dem Rücktritt meiner Kandidatur zum Secha sehe ich jedoch zunächst
ab. Ich möchte nicht all jene enttäuschen, die sich bisher für mich
entschieden haben. Dies wäre, meiner Meinung, nicht der richtige Weg.
Und Euch werter Jassafer Al`Mansour, Sah ni Karadagh, Generalstabschef
der Schwarzen Armee, möchte ich für Euer Kompliment betreffend meines
Charakters danken. So hoffe ich, daß ich dem gerecht werde.
Thoran Malveel
1. Wahlrede: Hochgeboren Savertién Mierfink
Wählt Savertién Mierfink !
Ihr kennt mich, Euren Genossen im Amt und Würden, als zuverlässigen Verwalter der Ta'akîb Semjet sowie als Ratgeber und Stellvertreter der Nesetet ni Ordoreum. Nicht umsonst sollt Ihr fragen: "Warum sollten wir unsere Stimme jenem reichstreuen, der Nisut loyalen Manne geben, auf daß er uns als Secha im Kronrat auf's Beste vertrete ?" Denn wie ein kluger Mann einst richtig feststellte: "Sind wir nicht alle Diener der Nisut ?" Treue und Loyalität allein sind noch kein Beweis der Befähigung zum Sechaamte. So will ich nicht die unzweifelhaften Verdienste und die Ehre der anderen Bewerber in Frage stellen, sondern erläutern, warum es sich lohnt, Savertién Mierfink zum Secha zu wählen.
Ich kann, will und werde kein utopisches Wahlprogramm aufstellen. Jeder von Euch weiß, wie schwer der Prozeß der Beschlußfindung in einem hohen Gremium wie dem Kronrat ist, in dem der Secha sitzt, und auch daß mit nur einem einzigen Vertreter der Niederadel dabei allenfalls das Zünglein an der Waage sein kann. Umso wichtiger ist es, daß der Vertreter mit einer Stimme spricht, der Stimme derer, die ihn gewählt haben und ihm vertrauen, der Stimme des Niederadels. Dies mit all meinem Wissen und meiner gesamten Erfahrung zu tun verspreche ich bei den Zwölfen, so wahr mir Boron helfe.
Bildung, Redegewandheit und vor allem Erfahrung sind notwendig, um den im Range niederen Adel gut zu vertreten, und all dies nenne ich in ausreichendem Maße mein eigen. Meine Tatkraft, mein Wille, zu tun, was getan werden muß, wider alle Hindernisse, führte Semjet in eine Zeit der Ruhe, Ordnung, Stabilität und Wohlfahrt. Nicht zuletzt bin ich einer derjenigen Adeligen, die ihr Amt am längsten inne haben: Mehr als zehn Götterläufe sind vergangen, seit mich ihre Majestät, die Nisut, für die ich stets eingestanden bin, in den Adelsstand erhob. In dem festen Willen, Nisut, Reich und Euren Interessen, geschätzte Adelsleut, zu dienen, werde ich das Sechaamt ausfüllen.
Lang lebe die Nisut !
Savertién C. Halmar Mierfink
Wahlrede: Wohlgeboren Angil P. von Aralzin-Estrimanza
Akîbs, Akîbets, Sahets und Sahs des Reiches, haltet inne!
Seht Ihr nicht wie ich, wie der Kleinadel durch seine derzeitigen Secha-Kandidaten sich in Gefahr begibt, die Einigkeit des Reiches, für die wir alle den Grundstock bilden, in Gefahr zu bringen. So sehet:
Lang lebe die Nisut!
Angil Phexhilf von Aralzin-Estrimanza
Wahlrede: Wohlgeboren Angil P. von Aralzin-Estrimanza
Akîbets, Akîbs, Sahs und Sahets der Táhatya Mer'imen!
Erlaubt mir, mich zunächst vorzustellen. Mein Name ist Angil Phexhilf von
Aralzin-Estrimanza, ich bin der Ser-Nesetet ni Djerres und Sah ni Sefechnu
Seba.Nachdem ich mich auf dem Kleinen Konvent dazu entschlossen habe, für
das Secha-Amt zu kandidieren, hatte ich kaum mit dem imensen Zuspruch
gerechnet, der mir dort entgegengebracht wurde. So bin ich denn zur
aussichtsreichsten Alternative zur Kandidatur Eures Mehibs geworden. Nun
bin ich bemüht, mich auch den Secha-Wählern und -Wählerinnen des
Festlandes, insbesondere aus Mer'imen, vorzustellen, die nicht
selbstselbsten auf dem Konvent erscheinen konnten.
Lang lebe die Nisut!
Angil Phexhilf von Aralzin-Estrimanza
Im Jahre 16 SG ereilte mich der Ruf der geliebten Nisut und ich wurde als Akîb ni Yret Nimaat in den Stand des Niederadels empor gehoben. Zeitgleich trat ich in die Schwarze Armee ein, in der ich inzwischen den Rang eines Fedaykîm-Gardehauptmanns bekleide und ich die Ehre habe dem Generalstab der Schwarzen Armee vorzustehen. Im Jahre 22 SG erhob mich die Nisut zur Nachfolge der im Kampfe gefallenen Junivera von Perricum als Hátyá ni Mer´imen. Diese hohe Position habe ich nunmehr an meinen ältesten Sohn Rhuawn Hakeem Al`Mansour übergeben und Ihre nisutliche Majestät geruhte mich zu Ehren vergangener Verdienste mit dem Edlengut Karadagh in Yret Nimaat zu belehen.
Kanzlei, Kirche, Royalisten - nimmermehr spreche man von diese Fraktionen. Diese Worte mögen vom Begriff "Nisuttreue" verdrängt werden, denn nicht gegeneinander sondern miteinander sei unser aller Streben!
Und diesem einenden Streben mag ich meine Zeit widmen, solltet Ihr, liebe Kollegen in Amt und Würden, mir Euer Vertrauen aussprechen. Denn nicht in der Gegnerschaft zum Hochadel sehe ich unsere Bestimmung, sondern gemeinsam mit den Angehörigen des Hochadels mögen wir die Nisut nach bestem Wissen und Gewissen beraten, auf das unser geliebtes Reich in Einigkeit zu der Stabilität und Kontinuität gelange, die für uns in Anbetracht der geographischen Nähe zu Al`Anfa geboten ist. Zu diesem hohen Ziel mögen die dynastischen Verbindungen des Hauses Al`Mansour zu den Provinzen Ordoreum, Terkum und Yleha von gleichem Nutzen sein, wie meine nicht geringen persönlichen Beziehungen.
Ew. Hochgeboren und Ew. Wohlgeboren,
Was ich in Hochgeboren Ausführungen vermisse, sind jegliche Ansätze seiner Arbeit als Secha. Hochgeboren parliert darüber, was er alles nicht tun wird, und wie er dies zu erreichen gedenkt, nämlich mit seinen persönlichen Beziehungen, doch läßt dies in mir eher den Verdacht aufkeimen, daß der Kleinadel lediglich als Marionette des Generalstabschefs dienen wird, Sollte er Unser Secha werden.Und wie es sich für den Generalstabschef gehört, wird er auch nicht müde, uns vor der Bedrohung der Schwarzen Schlange Al'Anfa zu warnen. Nun, werte Hochgeboren und Wohlgeboren, ich halte Al'Anfa eher für eine Blindschleiche, ist der Stadtstaat doch im Moment mit ganz anderen Problemen beschäftigt...und hat unsere glorreiche Armee Unsere Feinde nicht schon einmal in Schimpf und Schande aus dem Reiche vertrieben?
Alles in allem denke ich, daß Wohlgeboren Al'Mansour seine persönlichen Kontakte auch weiterhin bei einem guten Täßchen "Tulamidengold-Tee" pflegen, und den Kleinen Konvent nicht mit seinen egoistischen Motiven zu korrumpieren versuchen sollte.Vielmehr sollte er sich weiterhin dem widmen, zu dem er ersehen wurde, nämlich um unserer Armee auch weiterhin ein hervorragender Generalstabschef zu sein!
Denn ein guter Secha, werte Hochgeboren und Wohlgeboren, bemißt sich nicht an seinen Orden oder seinen Ruhmestaten, für die Wohlgeboren Al'Mansour ja berühmt ist.Vielmehr steht mir eher der Sinn nach einem handlungsfähigen Kleinen Konvent, der auch weiterhin sein
eigene, wenn auch vom Hochadel abweichende Meinung, kundtut, und somit der Nisut als alternativer Ratgeber dienen kann.Insofern kann ich Wohlgeboren nicht zustimmen, daß der Kleine Konvent bisher "gegen" den Hochadel gehandelt hätte; vielmehr ist hierin die Eigenständigkeit des Kleinen Konvents zu sehen. Mir ist nicht klar, warum unterschiedliche Meinungen plötzlich schädlich sein sollen. Ist ein Ratgeber, welcher der Kleine Konvent ja ist, denn nicht jemand, der alternative Lösungsvorschläge anbietet, und dem Beratenen nicht nach dem Munde redet?
Somit scheint mir, hat Wohlgeboren die Aufgabe des Kleinen Konvents und des Sechas nicht verstanden.So Ihr also, werte Hochgeboren und Wohlgeboren, Eure Stimmen beim nächsten Konvent nicht unter der dräuenden Fuchtel eines Sechas abgeben wollt, der zugleich auch Generalstbschef der Schwarzen Armee ist, und der Euch mitnichten ein Gleicher unter Gleichen, wie es der Secha eigentlich sein sollte, ist, dann lasst Eure Stimme auf mich fallen.
werte Hochgeboren und Wohlgeboren!
Ich denke nicht, daß Hochgeboren die Interessen des Kleinadels, unseregemeinsamen Interessen, im Kronrat vertreten kann!
Ich werde Euch ein Secha sein, der sich der Probleme jedes einzelnenannimmt und löst, ich werde den Kleinadel würdig im Kronrate vertreten unddem Kleinadel ein kompetenter Ansprechpartner sein. Ich werde Euch nur einGleicher unter Gleichen sein, ohne Standesdünkel, doch respektvollgegenüber der göttlichen Ordnung. Mit Feingefühl, doch ohne Nachlässigkeitin meiner Arbeit; ohne Zaudern und mit fester Stimme die Meinung desKleinadels kundtun, um damit unserem Reiche und unserer Nisut zu dienen!
Darüber hinaus sollte ein Secha stets für diejenigen da sein, die ervertritt, jenen stets ein guter Freund sein und auch stets ein offenesOhr für sie haben, egal, welches Anliegen besteht.So sei versichert, daß dies nicht bloß leere Worte waren und es mir einAnliegen und Bedürfnis ist, den ruhmreichen kem'schen Kleinadel nachbesten Wissen und Gewissen tatkräftig zu vertreten und zu unterstützen.
geschätzte Schwestern und Brüder des Niederen Adels!
Mehib ni Mer´imen
Jáut Sab des Zer-Nimut Ordens ni Peri
und den Niederen Adel des Kahet ni Kemi
Schließlich steht es mir als Adligem in den Überseeprovinzen auch nicht zu, jeden Secha zu kritisieren, der nicht von den Inseln kommt. Außerdem scheint mir, daß man doch im allgemeinen recht zufrieden mit dem provisorischen Secha, Rodrigo con ya Sermo, ist, der ja ebenfalls von den Inseln kommt.
Ganz ehrlich, Wohlgeboren, aber Eure Kritik in diesem Punkte ist einfach lächerlich, wenn nicht sogar der Einheit des Reiches abträglich!
Zudem scheint Ihr die Realität gerne zu verbiegen, so, wie sie Euch genehm ist, nicht wahr?Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals in einen Chor eingestimmt zu haben, der den Bürgerkrieg in diesem unserem Reiche unterstützt hat, Wohlgeboren, dies ist eine klare Lüge!Beschmutzt nicht mein Ansehen mit Euren Lügen!
Ihr bezweifelt allen ernstes meinen Respekt vor der göttergewollten Ordnung, indem Ihr Fakten anführt, die noch nicht einmal in die Zeiten meiner Regierung über Táni Morek fallen? Jene Namenlosen Horden, welche sich hier breitmachten, habe ich mitnichten zu verantworten, schließlich weilte ich noch nicht einmal in Kemi!
Zu jener Zeit war mein Bruder der Akîb ni Táni Morek, und wenn Ihr die Namenlosen Umtriebe irgendjemandem anlasten wollt, dann bitteschön ihm.Jetzt werft Ihr mir schon Dinge zu Zeiten vor, in denen ich noch nicht einmal im Reiche war...
Bravo, Wohlgeboren!
Und genauso werde ich mich auch jedweden Problems annehmen, daß andere Adlige an mich herantragen.
Und um meinen guten Willen zu demonstrieren, werde ich nun feierlich eine Reise durch die Provinzen Kemis ankündigen, welche mich in die Lage versetzen soll, mich umfassend aller Adligen Kemis annehmen zu können.
Bomil Arres,
Akîb ni Táni Morek,
Mitarbeiter des KKAB
Von bornierter Arroganz sprecht ihr schon, wenn Ihr meine Rhetoriknicht verstanden habt?! Reichlich früh muß ich sagen, doch will ichEuch den Sinn etwas näher erläutern, auf daß kein schlechtes Licht aufuns beide fallen mög: Ich sprach davon, daß Ihr fern ab in Eurem"Palast" auf Táni Morek sitzt und gewichtige Reden schreibt, STATT aufEure Schwestern und Brüder zuzugehen und sie zu fragen, was ihreProbleme sind und was Ihr für sie tun könnt. Ihr konzentriert Euchauf´s Reden, Hochgeboren, statt auf´s Handeln. DAS war der Worte Kern.Ihr dagegen habt Euch die oberflächliche Kleinigkeit meiner Worteherausgepickt, die EUCH betraf, Hochgeboren, aber nicht das, was denNiederadel betraf. Ihr, Hochgeboren, habt durch Eure letzten Wortemeine Aussageabsicht noch einmal verschärft. Denn zu einer Rundreise,die Ihr nunmehr feierlich ankündigt, gereicht es Euch erst jetzt, mehroder weniger erst nach meiner Aufforderung. Immerhin das habt Ihrverstanden.
Mehib ni Mer´imen
Jáut Sab des Zer-Nimut Ordens ni Peri
Der Herr mit euch!
Auch ist von einem respektvollem Verhalten gegenüber der göttlichenOrdnung die Rede. Wart es nicht Ihr Hochgeboren, der der Erhebung zumMehib Ni Neu Prem fernbliebt, da Ihr Euch Eurer Rosenzucht widmenmußtet?
Möge der Herr mit euch sein!
werte Bewerber um das Amte des Sechas,
Wer wollte denn, als Zeichen des guten Willens und der Zusammenarbeit, alsGesandter der Nesetet ni Djerres am Konventus Chrysemis teilnehmen, um dieAnsichten des Kleinadels zu hören, und somit eine bessere Kommunikationzwischen den Provinzen Chrysemis und Djerres herstellen, Durchlaucht? Undwer verweigerte mir dieses in seiner enstirnigen, bornierten undlimitierten Deresicht, Durchlaucht? War ich es nicht, der Euch in allerForm bat, als Beobachter Djerres' Eurem Konvente beiwohnen zu dürfen, umdamit bessere Einsicht in die Sorgen des Kleinadels erhalten zu können?Und habt Ihr mich nicht barsch, von Provinzialstolz verblendet, persönlichgekränkt, indem Ihr mir nicht nur beschiedet, mich nicht zum Konventezuzlassen, sondern mir sogar die Einreise nach Chrysemis verbietenwolltet?
Dies alles und noch viel mehr gilt es zu bedenken, wenn Durchlaucht meint,mich persönlich angreifen zu müssen.
Rodrigo Diaz de Vivarya con ya Sermo,
Hátya Ni Chrysemis,
Secha der Kemi
Akîb Ni Táni Morek
Hátya Ni Chrysemis,
Secha der Kemi
Tesut des Laguan-Ordens
Seret-Repat ni Tá'chem
an den Adel des Káhet ni Kemi
und insbesondere an Seine Hochgeboren Bomil Arres ni Táni Morek
So bleibt Wohlgeboren Mâlveel, den ich als Adeligen und Person sehr schätze, doch stelle ich mir die Frage, ob es denn schon an der Zeit für ihn ist, dieses doch für den Kleinadel so wichtige Amt auszufüllen. Wir alle wissen um die Feinheiten und Winkelzüge der kem'schen Politik, das ist wahr, doch durchschauen diese Kabalen selbst langjährige Adelige nicht auf Anhieb. Deshalb bin ich skeptisch, was Hochgeboren Mâlveel angeht - sollten wir ihm nicht noch ein wenig Zeit geben? Ich kenne aber einen Mann, dem ich unbesehen, mit vollstem Vertrauen und größter Ehrerbietung meine Stimme geben würde, ein Mann, der schon einmal kandidierte, aber durch finstere Lügen und Intrigen am gerechten Sieg gehindert wurde. Auch in diesem Konflikt sprach er bereits zu uns, weise und bedachte Worte. So will ich ihn hier, vor dem versammelten kem'schen Adel bitten: Wohlgeboren Né`mekâth B. Âk-de Sézàr, Bruder unseres Ordens, stellt Eure Person uns allen zur Wahl!
Äbtissinprima
Hochgeboren Arres!
Hochgeboren hättet Ihr es dochbesser getan. Nicht, daß ich den Disput mit Euch nicht sehr schätzenwürde, denn Ihr tragt eifrigst das Eurige dazu bei. Nein, allein dieSchlammschlacht zu welcher er durch Eure Art zu werden droht, läßtdoch einiges an Würde und Anstand der Sache angemessen zu wünschenübrig. Euer Bruder hat Euch unterstützt? Hochgeboren Arres, daserfreut mich sehr, denn wenn auch wir hier alle seine unterstützendenWorte nicht vernahmen und auch sonst keines aus irgendeinem Munde, sofreut es mich doch, daß Ihr noch nicht gänzlich alleine dasteht.
Esgibt anscheinend noch jemanden, der Euch auch zurückhalten wird, wennIhr weiter so schlecht an Eurem Image arbeitet. Dies ist geprägt vonHochmut, falschem Stolz, Widersprüchen und bloßem Abstreiten mit demWorte "Lüge". Hochgeboren, es mangelt Euch an nahezu jedweder sachlichen Grundlage!!
Né`mekâth B. Âk-de Sézàr
Sah ni Sechen/Land
Mehib ni Mer`imen
Jaut Sab des Zer Nimut Ordens ni Peri
Ne`mekath B. Âk-de Sézàr
Mehib ni Mer´imen
Jáut Sab des Zer Nimut Ordens ni Peri
Reichsschatzmeister
Denn nach sämtlichen Informationen, die mir vorliegen, ist Táni Morek von
Eurer Peron nicht sehr gut geführt und entwickelt worden, die Landwirtschaft
liegt am Boden, die Handelsstruktur kann ebenso als nicht existent beschrieben
werden und von der Infrastruktur kann man nicht positiv reden, ebensowenig wie von der
Stadt, dessen best- und vielleicht einzig gepflegtes Gebäude Eure Residenz
sein wird (aber das ist nur eine Mutmaßung meiner Person) - aber aus all dem
Zahlenwerk will ich noch nicht einmal die Unfähigkeit Eurer Person ableiten,
sondern was mich zweifeln läßt an Eurer Befähigung zum Amte des Secha ist
die Tatsache, daß Ihr nach meinem Wissen, und solches kann praktisch nicht
ohne das meine geschehen, noch nicht einmal versucht, die Umstände in dem Euch
anvertrauten Landen zu verbessern, abgesehen von dem durch die Krone
finanzierten Hafen, der aber auch nicht die Ernte verbessern wird,
höchstens den Schiffen, die nötig sind, um die Güter, v.a. die Nahrungsmittel, die die
Tá'akîb am Leben halten, die Anfahrt erleichtern. Und da frage ich, welchen Sinn
macht es, für seinen Erstgeborenen nach der Geburt schon einen Platz an der Akademie
sicher zu wissen, wenn Ihr nicht einmal sicherstellen könnt, daß dieses Kind ernährt
werden kann und somit das Alter erreicht, in dem es keiner Pflege Eurerseits
mehr bedarf.
Reichsschatzmeister
Doch was mußte ich hören als ich zurück ins Reich kam?
Ich wäre in Ungnade vor der Nisut geraten und hätte den Namen Pâestumai
ablegen müssen, wie es ein gewisser
Herr Arres von den Insel-Provinzen behauptete.
Ich finde, Ihr solltet euch erst einmal informieren, bevor ihr solche
bösartigen Gerüchte verbreitet, werter Akîb.
Sahet Ni Nedjes
Raneb Rachalton Pecator
Akîb Ni Djerniako
Sah ni Karadagh
den Adel des Kahets ni Kemi
werte Freunde,
werter Adel des Káhet ni Kemi!
Nun, Wohlgeboren ließ mir übermitteln, daß er keine Satisfaktion fodern
würde, sollte ich mich bei ihm entschuldigen.
Doch, Brüder und Schwestern, was habe ich denn gesagt, daß ich vom
Generalstabschef der Schwarzen Armee mundtot gemacht werden soll? Ich sage
es Euch: unbequeme Wahrheiten habe ich präsentiert!
Aber Boronseidank hat sich Wohlgeboren ja dazu entschlossen, nicht mehr zu
kandidieren...
Aber um des allgemeinen Friedens Willen werde ich mich nun nicht lumpen
lassen und unterbreite Wohlgeboren folgendes Angebot:
für etwaige persönliche Beleidigungen, die ich Euch zugeführt haben
sollte,
werde ich mich hiermit entschuldigen.
Nicht jedoch kann ich meine sachlich gerechtfertigte Kritik zurücknehmen,
daß das Secha-Amt und das Amt des Generalstabschef nicht in eine Hand
gehören. Aber insoweit hat mich die Rücknahme der Kandidatur Al'Mansours
ja bestätigt.
Zunächst beleidigt er mich, indem er mir Feigheit vorwirft, da ich wegen
meiner körperlichen Gebrechen leider nicht in der Lage war, ein
Ehrenhändel
durchzuführen.
Hochgeboren, ich hätte nicht erwartet, daß Ihr derart ausfallend sein
könnt.
Demnächst solltet Ihr zunächst das Gehirn einschalten, bevor Ihr
unbedachte
Äußerungen tätigt, welche Euch vielleicht einmal sehr leid tun
könnten...schließlich hat Meister Tsakin mir höchstselbstens Kampfverbot
erteilt, und Ihr wollt doch nicht etwa Meister Tsakin einen Lügner
schimpfen, indem Ihr mir vorwerft, zu simulieren?!?
Zudem werft Ihr mir vor, mich nicht genügend um meine geehrten Brüder und
Schwestern im Amte zu kümmern? Nun, dann muß ich Euch aber sagen, daß ich
bislang von Euch diesbezüglich auch nichts vernommen habe. Lediglich
haltloses und inhaltsloses Geplapper über Einheit und Friden etc.
Nun, ich würde sagen, daß diese Dinge Grundlage unseres Zusammenlebens
sind, und daß niemand ernsthaft diese Werte in Frage stellt. Doch genau
dies unterstellt Ihr mir wieder!
Wieso tut Ihr das?
Darf ich nicht einmal mehr meine differierende Meinung kundtun?
Muß ich nun im konformistischen Ja-Sager-Chor mit einstimmen, wie es
dieser
Zeit so viele unseres Adels tun, insbesondere aus der sogenannten
Kirchenfraktion?
Ich dachte, daß unsere geliebte Nisut die Fraktionen zerschlagen hat, so
wie unserer geehrter Kanzler, der nunmehr all seine Tatkraft allein für
unsere Nisut hingibt. Doch noch immer gibt es jene verbohrten, engstirnigen
Geister, welche entgegen des Willens der Nisut unter dem Deckmantel der
Gläubigkeit ihre persönliche politische Einflußnahme ausweiten...
Akîb ni Táni Morek
KKAB-Resident
Sah ni Karadagh
Generalstabschef der Schwarzen Armee
insbesondere an Thoran Malveel und Ne´mekath B. Âk-de Sezar
Dieses zarte Pflänzlein der Eintracht und des Respektes, gerade erst
jung
erblüht, muß nun weiter wachsen und gedeihen. Und daher sei nun ein
jeder
aufgerufen seine Taten und Äußerungen genau zu bedenken, sie
ausschließlich
zum Wohle von Nisut, Volk und Reich zu verwenden und durch
Bedachtsamkeit
und Weitsicht das Pflänzchen zu hegen und zu schützen.
Einer dieser beiden ehrenhaften Herren, beispielhaft für viele von uns,
möge
nach meinem Wunsch von der Mehrheit aus unseren Reihen zum neuen Secha
gewählt werden.
Überlegt meine Worte, ich bin sicher, es steckt einige Wahrheit in
ihnen.
Eure Wohlgeboren, es wäre mir eine Ehre, mit Euch gemeinsam die unseren
Kontakte zu nutzen, um das Wohl des Niederadels zu stärken.
Akîb ni Semjet
Ser-Neset ni Ordoreum
Administrator DAP
Seine Hochwohlgeboren, Ser-Neset Mierfink, beispielsweise ist einer der langjährigsten Adeligen des Reiches und ist noch immer nicht in der Lage, den nisutlichen Erlaß des Enthaltungsverbotes auf dem kleinen Konvent zu begreifen, wie man aus seinem Abstimmungsbogen ersehen kann. Darüber hinaus ist er gerade im Hochadel von geringer Beliebtheit, was es ihm kaum einfach macht, für die Belange des Kleinadels im vom Hochadel dominierten Kronrat einzutreten.
Seine Hochgeboren Rachelton Praecator ist ein Mann, dem seine eigene Familie das Führen des Familiennamens untersagt hat. Wenn Ihr einen solchen Mann als Vertreter des Kleinadels haben wollt, so wählt ihn.
Seine Hochgeboren Thoran Malveel dagegen ist ein erst kürzlich in den Baronsstand erhobener Mann, der noch wenig über die Gepflogenheiten des hiesigen Adels weiß. Zudem sagt er selbst, er sei ein Mann der Tat und nicht der Worte - und ich frage Euch, was nützt ein Mann der Tat in einem Kronrat, in dem Worte zählen? Zudem brauchen wir einen Secha, der sich für die Adeligen einsetzt, nicht für sein Handelsunternehmen.
Seine Wohlgeboren Nemekat mag ich als Kemi, der bereits viel für die alleinseeligmachende Boronstaatskirche getan hat, hoch ansehen. Ginge es darum, einen Mann zu wählen, der sich für unser aller Seelenheil einsetzt, würde ich ihm bedenkenlos meine Stimme geben. Doch hat die Nisut nicht höchstselbst für sich entschieden, daß die Vereinigung politischer und kirchlicher Aufgaben auf eine Person nicht vereinbar sind? Ist es nicht so, daß wir diese Entscheidung in Zweifel ziehen würden, wenn wir einen Mann, der sich so sehr für die kirchlichen Interessen einsetzt, auch zum Vertreter unserer politischen Interessen machen? Entscheidet dies für Euch selbst!
Aus diesen Gründen stelle ich mich für eine Kandidatur zum Secha zur Verfügung, damit ein jeder und eine jede von Euch einen Mann wählen kann, der sich für alle Kemi des niederen Adels gleichermaßen einsetzt. Setzt ein Zeichen für die Nisut, daß der Adel gemäß ihrem Wunsche ein Volk ist. Wählt Angil von Aralzin zu Eurem Secha der Einheit, denn ich will Euch derjenige sein, dem das Wohl aller Kleinadeligen gleichermaßen am Herzen liegt!
So Ihr nach einem Secha sucht, der bei der Vertretung Eurer Interessen im
Kronrat nicht auf die konservativen Vorstellungen der Kirche beschränkt,
sondern als erfahrener horasischer Adeliger für all Eure Bedürfnisse offen
ist, dann schenkt mir Eure Stimme, denn Ihr Mer'imener habt nunmehr in der
Hand, wer Secha wird - ich, Angil Phexhilf von Aralzin-Estrimanza, oder
Euer Mehib.
Gerne will ich auf meiner Rundreise durch Mer'imen Euch einen Besuch
abstatten, auf daß Ihr Euch ein Bild von diesem neuen Secha-Kandidaten
machen könnt. Nur auf diese Weise mag ich auch Einblick erhalten in die
Interessen, die ich für Euch im Kronrat vertreten könnte.
Eure Stimme für einen unabhängigen Secha, einen Secha der Einheit! Wählt
Angil von Aralzin-Estrimanza!