

Geographische Kurzübersicht
Nur in geringem Masse vorhanden sind die Zeichen der Zivilisation (1-10). Weite Teile Tâyarrets sind orographisch gesehen eher flach,lediglich an drei Stellen wird das Relief der Baronie von nennenswerten Bodenerhebungen geprägt (11-13). Mit Gewässern aller Art ist Tâyarret zur Genüge ausgestattet, sie stellen die pulsierenden Lebensadern der Baronie dar, die als verworrenes Geflecht das ganze Land durchziehen (14-23).
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Steilklippen bei Djáset. |
2. Die Villa Cortani, das ehemalige Landhaus Paligan, das einstmals dem albernischen Handelsherrn Trom Aelfwinger gehörig, nach dem Einfall der Al'Anfaner an den Prunkfürsten Arion Calvar Paligan ging, der das weitläufige Anwesen nicht nur in protziger Weise verunstaltete, sondern auch eine komplette Sklavenjägergarnison darin verbarg! Nach der Entlarvung der "Nachtschatten" stand das Gebäude einige Jahre leer, bis es an den Cron-Baumeister und Sah Ni Ynbeht/Wehrmauer, Luciano Cortani verkauft wurde. Nach einer vollständigen Renovierung wird das Anwesen nun von Seiner Wohlgeboren als Sommersitz genutzt.
3. Die Sägemühle der Hoheitlich Chentasûer Holtz-Gesellschaft war früher einmal der Gutshof des Mahraim Erim, der während des Táyârretkrieges als Lazarett und Feldlager herhalten mußte, dabei aber keine nennenswerten Schäden nahm. Erim unterhielt eine Wanassirinderzucht und nennt mehrere ausgedehnte Mohacca-Plantagen sein eigen, die nach dessen Tod im Zuge der Namenlosenumtriebe in hoheitlichen Besitz übergingen.
4. Die Küstenstrasse, die Tâyarret mit der Mechti-Route verbindet.
5. Mehajet (90 Einw.), eine kleine Siedlung an der Grenze zu Rekmehi. Die Einwohner betreiben Ackerbau und Fischerei in geringem Masse, im Hinterland werden Inhatbäume(Bauholz) und wertvolle Tropenhölzer geschlagen.Eine Besonderheit stellt das jüngst errichtete Spital des Herban Mederim dar, der sich gemeinsam mit seinem echsischen Assistenten Hrizzl'Zzahchrrim Kranker und Hilfsbedürftiger annimmt.
6. Die Mehenev-Route, eine unter Akib Mondglanz errichtete Verbindungsstrasse zwischen Djáset und Mehenev. Die Strecke ist beidseits mit Abflussgräben und Meilensteinen versehen. Drei massive Holzbrücken überwinden die versumpften Nebenarme des Pjasob. Der Bau einer Herberge und Wechselstation an der Unayac-Brücke war vorgesehen, wurde aber nie durchgeführt. Der Akîb hat den Unterhalt der Route, was im Zeichen der Verträge von Kaulata unmöglich gewesen wäre, inzwischen sichergestellt, muß doch die Klosterfreiheit Ujak sowohl für Pilger, als auch für das Militär erreichbar bleiben.
7. Der Gutshof des Radebrecht Perjak, eines gebürtigen Albernianers, der mit einer Kemi Travias ewigen Bund geschlossen hat. Perjak lässt den Bewohnern Djasets jedwede Unterstützung zukommen, was die landwirtschaftliche Inwertsetzung des sumpfigen, aber fruchtbaren Umlandes anbelangt. Er selbst baut verschiedene Getreidesorten, darunter Hirse, an und trägt damit in nicht unumfänglichem Masse zur Versorgung der Tâyarreter bei. Seine Leidenschaft sind die Panzerechsen: eine umfassende Zuchtanlage, die in den Gutshof integriert ist, beweist dies! Aufgrund der strategischen bedeutung des Ortes ist in den letzten Jahren neben dem Anwesen ein Militärfort entstanden, das bis zu 50 Söldlingen Obdach bieten kann.
8. Mehenev (170 Einw,davon 40 in umliegenden Gehöften), einstmals von ausgewanderten Tulamiden gegründet, beherbergt die heruntergekommene Siedlung an der nördlichen Baroniegrenze noch heute zahlreiche Angehörige dieses Volkes, darunter auch einige novadische Flüchtlinge, die aus den Sklavenlagern Al'Anfas entflohen und sich hernach in Mehenev verborgen haben. Mehenev wurde eingehenden Reformen unterzogen, unter dem damaligen Sah Abdul ibn Meheb el Djâsur, dem Kriegsherren ni Táyârret, heute der Akîb der Provinz, arbeiten die Mehenever nunmehr fieberhaft an einer Verbesserung ihrer Lebensgrundlage. Einige der nach der Brandschatzung Djásets im Jahre 17 S.G. hier untergekommenen Bürger des Küstenortes blieben auch nach dem Wideraufbau der Hauptstadt hier im Norden der Provinz. Bis anhin konnten bereits einige Erfolge erziehlt werden: weite Teile des fruchtbaren, aber sumpfigen Umlandes sind urbar gemacht worden, die armseligen Bretterhütten werden zusehends durch solide Bauten aus Brabaker Rohr,Klinker,Lehm und Inhat-Holz ersetzt. Eine Befestigung nach Djaseter Vorbild ist unlängst in die Tat umgesetzt worden, gegenwärtig sind die 30 Recken der Chafar el Mihlab ("Krallengarde") unter ihrem Wahidun ("Obrist") Bilhamar el Hadidi ben Muharrib ben Ftaihif um den Schutz der Bevölkerung besorgt ist. Als Kuriosa vermag Mehenev ein Rastullah-Bethaus und einen Doppeltempel, der sowohl Boron als auch Tsa geweiht ist(gewiss ein tulamidisches Mitbringsel), zu bieten. Ein Problem, welches wohl kaum jemals zu beseitigen sein wird, stellt das seuchenübertragende Ungeziefer aus den nahen Sümpfen dar, dessenthalben ein Heiler. inzwischenzeit ein Spezialist auf dem Gebiet der Bekämpfung von Sumpfkrankheiten, seinen Dienst in Mehenev tut. Es herrscht ein sehr gutes Verhältnis zwischen dem Akîb, welcher ja einstmals de Sah des Städtchens war, dem heutigen Sah und Oberst der Krallengarde, Bilhamar el Hadidi ben Muharrib ben Ftaihif und der mehever Bevölkerung.
9. Die Ruinen von Ujak, ehemals die Hauptstadt des Kemireiches. Die verfallenen Ueberreste der Stadt waren bis vor kurzem vollständig von der üppigen Dschungelvegetation überwuchert und stark von Satinavs Gehörn angegriffen. Die Expedition des Raistlin M.Deron, die vor einigen Jahren die Geheimnisse der Dschungelstadt zu ergründen suchte, scheiterte an einem Friedhof der Yaru-Waldmenschen, der in den Ruinen verborgen war und jedwedes Eindringen in die eingesunkenen,teils monumentalen Steingebäude aus alten, ruhmreichen Tagen, von selbst verbot. Meister Deron erhielt keine zweite Chance, hat er doch die Tá'akîb vor einiger Zeit verlassen und ist mittlerweile als hoher Priester des Dreizehnten weithin gefürchtet. Danach war lediglich der Dschungeldruide Kirshon Amir mit der Erforschung der Ruinenstadt beschäftigt, die Ergebnisse seiner Tätigkeiten wollte er jedoch noch nicht mit anderen teilen! Später haben die Ruinen als Stützpunkt eines gemeingefährlichen Zirkels von namenlosen Götzenjüngern traurige Bekanntheit erlangt.Lange währten die Kämpfe gegen das namenlose Gezücht, doch letztendlich siegten die Kräfte des Guten. Ujak wurde zur Klosterfreiheit bestimmt und steht nun unter der Obhut der Boronskirche.
10. Der Steinbruch in den westlichen Unay-Hügeln, in dem ausschließlich Baugestein für Djáset gefördert wird. Das Gestein wird über den Pjasob gen Djáset geflößt. Seit in den Fördergruben vor einiger Zeit umfangreiche Erzlager entdeckt wurden, hat sich um den Akîb Ni Táyârret die "Fürstlich Albernisch' Südtlandtcompagnie" und einige private Investoren die ECU (Erz-Compagnie Unay) etabliert, welche sich um Abbau und Verhüttung des vortrefflichen Erzes kümmert. Am Südende der Pjasob-Schlucht wurde auf Betreiben dieser Gesellschaft ein Fährhafen eingerichtet, desweiteren eine Barrackensiedlung für die Bergleute unter ihrem Obmann Mirgasch, Sohn des Murgrim, seines Zeichens Prospektor.
11. Die Unay-Hügel im Zenrum Tâyarrets besitzen von allen Hügellandschaften der Baronie die größte Ausdehnung, fallen jedoch nur an den wenigsten Stellen höher als 800 Schritt aus. Das Granitmassiv bildet zwei unverkennbare Bögen,die parallel verschoben voneinander liegend die höchsten Gipfel stellen und größtenteils als verwitterte, silbergraue Felsformationen aus dem üppig grünen Wipfeldach des Dschungels aufragen. Die weitläufigen Hügelländer,die diese Zentralmassive umfassen ducken sich tief in den Schatten derselben und sind vollends vom Dschungel überwuchert.Die Legenden der Yaru-Waldmenschen,die im Hügelland ("Tano Nimri" im Yarudialekt) hausen,berichten von einem schuppigen Ungeheuer mit drei feuerspeienden Schlangenhäuptern und einem ledernen Schwingenpaar,das auf dem höchsten Gipfel der Unay-Hügel sein Unwesen treiben soll. Eine Expedition um Akîb Mondglanz hat seinerzeit eine Verbindung mit dem Ungetüm herzustellen vermocht und bewiesen, daß der Riesenlindwurm vor undenklichen Zeiten zum Wächter über die Sphärenruptur über den Ujak-Ruinen bestellt wurde.
12. Die Manakhar-Berge präsentieren sich als von Wind und Wetter zernagte Sandsteinformationen,denen das Spiel der Winde manch unheimliches Geheul entlockt, und die sich in herrlichem Kontrast von den unzähligen Grüntönen des Dschungels abheben.Die Manakhar-Berge umschliessen den geheimnisumwitterten Hepiwahan-See,der den Legenden der hiesigen Waldmenschen zufolge einem böswilligen Wassergeist Herberge gewähren soll (was an und für sich nicht verwundert,wenn man sich die katastrophalen Ueberschwemmungen zu BeWUSstsein führt,die jeweils während der Regenzeiten im Tsa und Rondra die Flußniederungen des Kethemi in ungeheuerlichen Wassermengen ersäufen).
13. Die Smaragdhügel erheben sich aus den waldbedeckten Flachländern Südost-Tâyârrets und sind weithin sichtbar als sanft geschwungene, vom Dschungel überwucherte Hügelkuppen, die im Licht des untergehenden Praiosgestirns tatsächlich wie riesige, sattgrüne Edelsteine anmuten, die einsam aus dem Blätterdach des Regenwaldes aufragen und mäjestätische Größe und Würde ausstrahlen. In dieser von wundersam friedvoller Ruhe erfüllten Landschaft leben die Syennez in völliger Abgeschiedenheit von anderen Waldmenschensippen und bewahren ihre altehrwürdigen Traditionen. Nicht einmal die Nesetet selbst ist je in die geheimnisumwobenen Smaragdhügel vorgedrungen,obwohl ein Gerücht besagt,dass in der Quelle des Yurami wahrhaftige Smaragde, herausgespült aus dem höhlenreichen Hügelinnern, ihrer Entdeckung harrten.
14. Der Ticamat-See liegt eingebetet in die nördlichen Ausläufer der Unay-Hügel und unweigerlich beschleicht den Betrachter der stets unbewegt daliegenden Wasserfläche, in der sich die nahen Gipfel der Unay-Hügel spiegeln, das Gefühl unergründlicher Geheimnisse, die den See zu umgeben scheinen. Zahlreiche Geschöpfe des weiten Waldlandes geben sich an den sanften Ufern des Gewässers ein Stelldichein, um sich an dem erfrischenden Wasser zu laben oder um als Beutegreifer den unzähligen Fischen nachzustellen, die in den unbekannten Tiefen des Sees leben. Nur in manchen sternenklaren Nächten, wenn die silberfahle Mada ihr Antlitz in der spiegelglatten Wasseroberfläche betrachtet, huscht der Schatten eines großen, geflügelten Tieres über das Wasser.
15. Der Pjasob (oder Djasob), der grösste Fluss Tâyârrets. Ein ehrfurchtgebietendes Schauspiel bietet die tief eingeschnittene Pjasob-Schlucht, die das westliche Massiv der Unay-Hügel durchschneidet.
16. Der Unayac, ein Nebenarm des Pjasob entwickelt während lang anhaltender Regenfälle bisweilen ein gefährliches Eigenleben. Entwurzelte Inhat-Riesen, die gelegentlich bis nach Djaset treiben, künden von der schieren Urgewalt dieses ansonsten friedlichen Waldflüsschens.
17. Der Issam ist der Unterlauf des Khetemi, der Grenzfluss zum Tá'akîb Djernako
18. Der Jaraima erweist sich als ungemein günstiges Gewässer für die Kanus der hier ansässigen Mehi-Waldmenschen.
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Der schäumende Khetemi-Fluß. |
20. An der Quelle des Yaruca, in einem schützenden Talkessel, befindet sich das größte Dorf der Yaru-Waldmenschen.
21. Der Yurami entspringt in den geheimnisumwitterten Smaragdhügeln, und sein Lauf wurde bis dato noch kaum erkundet.
22. Die Minjob-Sümpfe, am gleichnamigen Nebenfluss des Pjasob gelegen, stellen eines der grössten Probleme für die nahgelegene Siedlung Mehenev dar: Der Sumpf ist dergestalt verseucht von pestilenzverbreitendem und giftigem Ungeziefer, daß jeweils nach den Regenzeiten regelrechte Schwärme von bluthungrigen Stechinsekten über die wackeren Mehenever herfallen. Nebst diesen peraineverfluchten Biestern lebten im Innern des Wirrwarrs aus öligen Wasserflächen,weitläufigen Riedgürteln und mächtigen, brettwurzeligen Baumriesen eine kleine Sippe von Echsenmenschen, die unlängst aus der östl.Reichsmark in das Minjob-Land übergesiedelt waren. Durch die Geschehnisse um Ujak verschreckt, zogen diese allerdings wieder in die Reichsmark zurück. Nachdem die Geschehnisse von Ujak schon einige Zeit vergangenheit sind, ist die Sippe wieder zurückgekehrt.
23. Die Kethemi-Sümpfe nehmen jeweils während den Regenzeiten einen unangenehmen Charakter an, wenn der Herr Efferd die Wasser des Flusses über die Ufer treten und das umliegende Waldland überfluten lässt.
von Andreas Sommer, Christian Agi & Petra Wittmann