

| Wappen: | Schwarzer Rabe auf gestreiftem Rot-Schwarz (Djerbyun Schattenspin) Silberner Löwe auf gestreiftem Rot-Schwarz (Hauptstadt Nawanha) |
| Lage: | Im Norden reicht die Djerbyun bis ins Regengebirge und im Süden grenzt es an die altechsische Tempelstadt H´Rabaal. |
| Hauptstadt: | >Nawanha (ca. 400 Einwohner/innen) |
| Herrschaftssitz: | Kloster Schattenspin |
| Einwohnerzahl: | 1794 Köpfe (Census 28 S.G.) |
| Bevölkerungsstruktur: | 804 Siedlerinnen und Siedler "weißer" oder "gemischter" Abstammung (wovon 242 freie Bürger/innen sind), rund 640 Waldmenschen mehrheitlich vom Stamm der Napewanha, wenige vom Stamm der Oijaniha und rund 300 Achaz vom Stamm der Zansch´jrr, 50 Angehörige des Laguana-Ordens |
| Wichtige Familien und Geschlechter: | Ze'emkha (Imát, alte kem'sche Familie), di'Muir (Handelskompagnie), Mes'kha-rê (Minen, alte kem'sche Familie) |
| Wichtige Ortschaften: | Kloster Schattenspin (62), Nawanha (400), Badjalob (300), Neu-Keft (52) |
| Wehranlagen: | Kloster Schattenspin |
| Wunderstätten und Tempel: | Borontemple im Kloster, Traviatempel und Borontempel zu Nawanha, Perainetempel zu Badjalob, Ingerimm-Schrein und Rastullah-Schrein zu Neu-Keft |
| Landschaften: | Regengebirge, Hochland von H'Rabaal, Sumpfland von H'Rabaal |
| Exportgüter: | Salz, Diamanten, Elektrum, Obsidian, Mohaska, Narvuk, Rum, Dattelwein, Reis, Holz, Obst |
| Garnisonen: | XXIII. Banner des Laguana-Ordens XCI. Banner der Stadtgarde (20 Gardisten) |



Rechts des Tores ist das größte Gebäude des Klosters. Mit 30 Schritt Länge nimmt es fast die Hälfte der Breite des ummauerten Gebietes in Anspruch. Es erstreckt sich acht Schritt in Nordwestlicher Richtung und besitzt zwei Stockwerke. Im Ganzen beläuft sich das auf eine Höhe von etwas mehr als sechs Schritt. Der Zweite Stock besteht allerdings nur aus einem großen Raum, dem Quartier des Abtprimus, welches es für hohen Besuch stets räumt. Oberhalb des Dormitoriums wurde ein kleines Häuschen gebaut, mit einem angeschlossenen, eingezäunten Garten. Hier "residiert" ein Medicus, ein Laienprediger der Peraine, ein grüner Fleck in einem Wald schwarzer Kutten, mit Namen Marreck. Er sorgt für das Wohl der Klosterbewohner, das der Einwohner der umliegenden Gebiete und das durchreisender Wanderer, so wie Herr Fiktiv einer ist. Hinter seinem Haus, im Kräutergärtchen, befindet sich ein Peraineschrein und tatsächlich wachsen einige Kräuter besonders gut. In der Ecke "rechts oben" steht das Gästehaus, vier Zellen für Pilger oder ähnliche Besucher, und zwei große Zimmer, in denen Betten, statt, wie in den Zellen, Strohsäcke zur Verfügung stehen. Zwischen den Gästequartieren und dem Kräutergarten befinden sich noch das Haus des Gesindes und ein Brunnen, dessen Schacht in die Zisterne führt, die sich unter dem Platz befindet.Im ganzen bedeckt der ummauerte Bereich ein Areal von sechstausenddreihundert Rechtschritt, bei einer Länge von 90 Schritt und einer Breite von 70.
Die Bewohner und Bewohnerinnen der Djerbyun
Außer dem Banner der Schweren Infanterie des Laguanerordens, und Vitus persönlich, sind noch etwa anderthalb Dutzend weitere Personen ständig im Kloster zu finden:
Ein paar Arbeiter, die schlicht unter "Gesinde" zusammengefaßt werden, zum Beispiel der Koch, Flodor, und seine Küchenhilfen, ein Cellerar,- er nennt sich Severin Saiman - der die Vorräte verwaltet, Ventio de Mas, ein lahmer Veteran, der sich um die Instandhaltung der Gebäude kümmert und ein paar Kinder, die auf dem Kloster Lesen und Schreiben lernen und leichtere Arbeiten verrichten. Hinzu kommen noch die Frauen des Kochs, des Cellerars und des Veteranen: Daria, Cial und Amuri. Letztere hat noch einen Sohn, Arco, der das Steinmetzhandwerk erlernt. In einem kleinen Anbau des Tempels wohnt Mayana, eine Boronpriesterin, die einen jungen Novizen (Segal) ausbildet und mit ihm gemeinsam den Tempel und das Seelenheil aller Bedürftigen pflegt. Im Schutze des Klosters leben noch sechs Bauersleut mit ihren Familien, alles in allem etwa 25 Personen, eine göttergefällige Zahl! Nicht zu vergessen der Perainegeweihte, der sich um die gesundheitlichen Belange all dieser Menschen, und aller anderen, die nach Schattenspin kommen, zu kümmern hat.
Ein Tag auf Schattenspin
Für Vitus Ze'emkha, den Abtprimus der Djerbunet Schattenspin, beginnt ein Tag wie jeder andere: noch vor Sonnenaufgang wird die Glocke auf dem Wachturm geläutet, die die Ruhenden mit ihrem hellen Klang sanft aus Borons Armen hebt. Dieser allmorgendlich Rhythmus hat sich Vitus über die Jahre so eingeprägt, daß er auch ohne das Läuten erwacht, um dem Säumigen auf dem Turm die Ohren langzuziehen...
Nun kommen alle aus den jeweiligen Schlafstätten, um der Morgenpredigt zu lauschen. Manch einer benetzt sich auf dem Weg zum Tempel noch das Geisicht mit etwas Wasser aus dem Brunnen, die meisten sind jedoch auch ohne eine Katzenwäsche hellwach, sei es, daß sie von Seligkeit erfüllt den Worten der Priesterin entgegeneilen, sei es, daß sie vor ihrem Cheruyt-Chá davoneilen. Dieser ist sehr eigen, was die Einhaltung des Tagesablaufs anbelangt, aber nach einer gewissen Dauer, ein oder zwei Jahren, wissen auch die Ritter diese Regelmäßigkeit zu schätzen, zumindest in der Regel.
Der nächste wichtige Punkt für die hungrigen Krieger ist zweifellos das Frühstück. Von diesem trennt sie jedoch, wie könnte es anders sein, eine weitere Eigenheit Vitus':
Nach dem Gebet ist der Geist geläutert und wach, doch das Fleisch... Um auch den Körper auf den Tag vorzubereiten, müssen alle Ritter auf dem Klosterhof antreten. Einer aus ihrer Mitte ist, unter den gestrengen Augen des Abtprimus', dafür zuständig, den Kameraden die Müdigkeit aus, und die Wärme in die Glieder zu treiben, wobei diese Ehre reihum einen jeden heimsucht. Besonders gefürchtet sind die Tage, an denen der Chef selbst Hand anlegt, da an diesen das Frühstück auch schon einmal gestrichen wird, um die Ertüchtigung voranzutreiben, ganz gegen seine gewöhnliche Kontinuität, den alltäglichen Ablauf betreffend.
Nun, wie gesagt, folgt das Frühstück, meist aus Grütze bestehend. Danach werden zwei wackere Kämpfer abgestellt, denen eine Konfrontation mit den Holzschüsseln bevorsteht, die sie an einem speziell für diese Aufgabe hergestellten Trog neben der Küche auszutragen haben. Die übrigen Ritter beginnen ihr übliches Tagwerk: die einen kümmern sich um die Pferde und die Hühner, andere begeben sich mit den Bauern auf die Felder, um bei der Ernährung der anderen mitzuhelfen. Weiter Aufgabengebiete sind das Ausfegen des gesamten (!) gepflasterten Areals oder, weit unbeliebter, das Unterrichten der Kinder aus der näheren Umgebung.
Nach der Erfüllung der jeweiligen Aufgaben geht man der Instandsetzung, soweit nötig, und der Pflege der Waffen und Rüstungen nach, wobei die Kriegsutensilien der auf den Feldern Arbeiteten mitbearbeitet werden müssen. Zwischendrin, um Mittag, gibt es für die im Kloster anwesenden eine weitere Mahlzeit, verbunden mit einer Andacht. Letztere wird auf den Feldern vernachlässigt, dafür fällt dort auch das Mahl karger aus.
Am Nachmittag haben die Laguaner, je nach dem, wie sie ihren Aufgaben nachgekommen sind, Freizeit, die sie mit Disputen, Nickerchen, Sport (gerade Kinderspiele, wie Fangen, sind sehr beliebt, sowohl bei den Rittern, als auch bei eventuelle Zuschauern: Zwei Dutzend Frauen und Männer in Roben, die sich jagen, sind kein alltäglicher Anblick), eben der jeweiligen Neigung entsprechend, verbringen.
Gegen Abend, wenn auch die Felder sich selbst überlassen werden und die darauf Beschäftigten zurückkehren, begeben sich alle Ritter über eine steile Treppe in die Zisterne, die sich unter dem Platz befindet. Dort, die besonderen akustischen Verhältnisse ausnutzend, werden borongefällige Gesänge angestimmt, die durch den Brunnenschacht hinaufgetragen werden, wo die anderen Bewohner des Klosters sich versammeln, um, die Augen geschlossen oder gen Alveran gewandt, andächtig zu lauschen.
Nach einem reichhaltigen Abendessen, schließlich müssen die Ritter stets kampfbereit sein, begibt man sich noch einmal zum Gebet, und anschließend zur Ruhe.In diesen Zyklus ist auch Vitus eingeschlossen, der seine Arbeit ab und an jedoch verläßt, um sicherzustellen, daß seine Jungs und Mädels sich auch wirklich ihren Beschäftigungen und nicht dem Müßiggang widmen.
Nun werdet Ihr Euch fragen: Hat denn dieser nichtsnutzige Abtprimus vergessen, daß Schattenspin ein Militärkloster ist?
Darauf laßt Euch sagen: Nach einem undurchschaubaren, nicht nachvollziehbaren Rhythmus (spöttelnde Zungen behaupten, er hieße 'Zufall') werden Waffenübungen abgehalten, zum Teil sogar mitten in der Nacht. Für ausreichende Wehrhaftigkeit ist also gesorgt!

Die Provinz lebt größtenteils vom Handel mit ihren Erzeugnissen, welche da wären: Elektrum, Obsidian, Mohaska, Narvuk, Rum, Dattelwein, Reis, Sako-Wurzel, Holz, Obst, Zuckerrohr und Mohacca. Die größte
Einnahmequelle liegt jedoch ohne Frage im Verkauf von Diamanten und dem im Süden kostbarem Salz.



Ihre Hauptsiedlung steht einige Meilen östlich Nawanhas mitten in den sumpfigen Auen. In diesem Pfahlbauten-Dorf lebt eine Achazgemeinschaft vom Stamme der Zansch´jrr, die von einem Achazfrau,
einer praktizierenden Anhängerin der Echsischen Gottheit Zsahh, geführt wird. Die Sippe pflegt ein außerordentlich gutes Verhältnis zum hiesigen Imát. Von hier bezieht die Provinz einen großen Teil der Heilkräuter.

| Gründer: | Vitario di'Viadschi, Armando Al'Daggar |
| Leiter: | Vitario di'Viadschi |
| Haupthaus: | Schattenspin/Nawanha |
| Wechselstationen: | Sechem Dewa, Irakema, Câbas, Schattenspin, Nawanha |
Die Botenläufer durchleben eine 6- 9 monatige Ausbildung im Haupthaus zu Nawanha. Unterrichtet werden Kenntnisse über Sitten und Bräuche sowie Sprache der Waldmenschen, Lesen, Rechnen und Etikette sowie auch die Reitkunst.
Buschläufer dagegen werden nur 4- 6 monatige Ausbildung im Haupthaus unterrichtet.Der Unterricht unterscheidet sichnur geringfügig von dem der Botenreiter. Da für den Bereich der Buschläufer in erster Linie " zivilisierte Waldmenschen " eingesetzt werden,ist es nicht von Nöten, ihnen Kenntnisse über Sitten, Bräuche und Sprache der Eingeborenen zu vermitteln. Stattdessen wird ihnen die Sprache der "Weißen " nahegebracht.
Es versteht sich von selbst, daß die Reiter nur dort eingesetzt werden können,wo auch entsprechende Strecken oder Wege vorhanden sind. Wappen des Dienstes ist ein Einhorn mit zusammengerollter Depesche im Maul.
Preise:
Buschläufer: pro Provinz 5 Ch'ryskl + 3 Ch'ryskl pro Meile
Botenreiter: pro Provinz 8 Ch'ryskl + 5 Ch'ryskl pro Meile
von Sven Liebing, Johannes von Vacano, Jan Behler und Jens Peter Kleinau