Neuigkeiten aus der Provinz Mer'imen

Akîb Ni Câbas bedenkt Errichtung der Tásah Sarany

Laut inoffiziellen Informationen aus der direkten Umgebung des Akîb Ni Câbas, Ramon Mezkarai, äußerte dieser sich in letzter Zeit oftmals positiv gegenüber der Idee der Stadt Sarany den Status eines Tásah zu verleihen.
So "sei dank einer gestiegenen wirtschaftlichen Bedeutung Saranys eine Zuweisung einer zentralistischeren Verwaltungsform durchaus zu überdenken." Die politische Bedeutung der Siedlung für die Zusammenarbeit mit der mohischen Bevölkerung trage dabei ihr übriges bei. Für diese Position infrage zu kommen scheinen indes die Dame Ket'har'Re, Hauptfrau der Soldaten zu Fort Bjanem, Sonphuri Alleyan, ein in Sarany ansässiger Händler, und Ruben von Ychet, seines Zeichens Secretarius des Akîb, welche sich alle jahrelanger Dienste im und für das Tá'akîb rühmen dürfen.
Dank der direkten, aber für den politischen Alltag zu rüpelhaften Art der Hauptfrau und der politischen Bedeutungslosigkeit des Sonphuri Alleyan darf sich dabei Ruben von Ychet wohl die besten Chancen auf den Posten ausrechnen, auch wenn der eher stille junge Mann dank seiner schüchternen Art auch nicht wirklich für die Stellung gewachsen zu sein scheint. Letztendlich liegt es aber in der Hand des Akîb eine weise Entscheidung zu fällen und vielleicht ist es ihm möglich noch einen Trumpf aus dem Ärmel zu ziehen, der auch die verehrte Leserschaft zu überraschen vermag.
(ANP)

Brüder, kommt nach Câbas!

In seiner Funktion als Akîb Ni Câbas verkündete Ramon Mezkarai als Reaktion auf die kürzlichen Gebietsabtretungen an die Achaz gegenüber der Rabenschwinge Aktuell hochoffiziell folgendes zur Verbreitung an alle Bürger von Mer'imen, die ihr Heim, Haus und Hof im Zusammenhang mit den nötigen Umsiedlungen verloren:

"Bürgerinnen und Bürger Kemis, Brüder und Schwestern Mer'imens, insbesondere der kürzlich entsagten Provinzen, vernehmt folgendes im Namen der Herrschaft der Tá'akîb Câbas:
Seid euch sicher der uneingeschränkten Unterstützung eurer Brüder und Schwestern in Câbas und seht euch jederzeit willkommen bei uns in Câbas zu verweilen und es als eure neue Heimat zu erwählen, so ihr denn nicht wünscht, die Táhátya Mer'imen zu verlassen. Gemeinsam werden wir einer gloriosen, borongefälligen Zukunft entgegengehen!
Zu diesem Zwecke erkläre ich, Ramon Mezkarai, Akîb Ni Câbas, die leerstehende Villa in Cadrim zum Zufluchtsort für all jene, die, dank des Verlustigwerdens ihres Heimes in den ehemaligen Provinzen, keines Daches über ihrem Kopf habhaft sind. Die Villa wird mit möglichst vielen Schlafstellen ausgestattet werden um einer größtmöglichen Anzahl an Personen teilhaft werden zu können. Diese Regelung erhält ihre Gültigkeit vom heutigen Tag an in einem halben Mond, sollte der Eigner des Hauses nicht bis zu diesem Tage im örtlichen Magistrat vorstellig werden und Einspruch gegen die Bestimmung einlegen. Sollte er später vorstellig werden, so wird sicherlich eine gütliche Einigung im Bereich des Möglichen liegen.
Des weiteren werden in allen Gebäuden, die zum Eigentum der Tá'akîb Câbas gehören, auch Schlafstellen aufgestellt werden, in jedem dieser Orte so viele wie es möglich ist, ohne die Arbeiten in den Gebäuden mehr als unbeträchtlich zu stören.
Es möge jedem, der sein Heim aufgrund der neuen Grenzziehungen verloren hat, freistehen so lange an diesen Orten zu nächtigen, bis es ihm möglich sei ein neues Heim zu beziehen. Dann aber sollen sie die gebotene Zuflucht verlassen um eben dieses zu beziehen. Vorrang möge hierbei die Räumung der Magistrate haben.
Auch möchte ich jeden Einwohner von Câbas dazu auffordern, eine möglichst große Menge der Neuankömmlinge im Sinne der traviagefälligen Brüderlichkeit bei sich aufzunehmen.
Möge der Herr Boron unser aller Wege segnen und die Herrschaft unserer ehrenwürdigsten Nisut ewig dauern!"
(ANP)

Unbekannte Expedition bricht auf

Wie jüngst berichtet, kam es kürzlich erst, in der Diamantenmine von Schwachausen-Riensberg, zu einem höchst geheimnisvollen Fund, deren genauere Hintergründe uns auch noch weiterhin verborgen bleiben. Sicher ist jedoch, daß die „Schwarze Garde“ des Akîbs von Irakema, Habled ibn Ruban Al’Mansour, die Bahre mit der seltsamen Holzkiste auf der Straße nach Meria brachte. Von dort über den Taco gesetzt, marschierte die Truppe direkt zur Haupstadt Andju weiter, wo sie in der „Parderresidenz“ verschwand. Nachdem es danach eine gewisse Zeit still um den Sitz des Akîbs wurde, schien es, als blieben jene Ereignisse ein ewiges Mysterium und den Eingeweihten sowie den Göttern allein vorbehalten. Jedoch wären wir keine guten Schreiberlinge jenes bescheidenen Blattes, wenn unsere Beobachtungsgabe und Aufmerksamkeit derart Nachlassen würde.
So geschah es eines Nachts, und genau vor einer Woche nach den erwähnten Ereignissen, dass eine Gruppe unbekannter Reisender die Stadt betrat. In aller Heimlichkeit schlichen sich die drei vermummten Fremden, mit allerlei seltsamen Gepäck beladen, auf Umwegen durch die Gassen zur Residenz, wo sie gleichfalls heimlich eingelassen wurden. Um welch ungewöhnlichen Besuch es sich dabei genau handeln mag und ob dieser in Zusammenhang mit der hölzernen Kiste steht, bleibt nur zu vermuten. Allenfalls ließ sich feststellen, dass die Besucher aus dem fernen Süden und vermutlich außerhalb des Kahét Ni Kemi stammen sollen. Während jene nun die Residenz anscheinend nicht mehr verließen, konnte man in den folgenden Tagen beobachten, wie es dort hektischer zuging. Mehrmals nun sah man fremde Menschen in der Stadt und einige von denen sogar die Residenz aufsuchen, wo sie einkehrten und diese ebenfalls nicht mehr verließen.
Es scheint, als bereite man sich in dort auf irgendetwas großes vor, da auch währenddessen allerlei Dinge von den Laufburschen aus der Stadt gekauft und in den Hauptsitz des Akîbs geschafft wurden. Da auch einige Lasttiere untern jenen Gegenständen zu finden waren, ist anzunehmen, das Akîb Habled zu einer längeren Reise rüsten lässt. Die Einheimischen sprechen bereits hinter vorgehaltener Hand von einer Expedition, um einen legendären Schatz zu bergen, der aus dem Zeitalter der Schuppenwesen stammen soll. Kaum jemand hätte einer solchen Aussage wirklich glauben geschenkt, wenn gar nicht vor genau zwei Tagen, eines abendlichen Erdtages des Boron, die Residenz von einer Gruppe Reisender verlassen wurde. Dabei handelte es sich um eine ca. 15 Mann starke Gruppe, die mit mehreren Ausrüstungsgegenständen, das Meiste bereits von den erwähnten Lasttieren getragen, und anderem Reisematerial beladen war. Unter der Gruppe waren auch einige Soldaten der „schwarzen Garde“, sowie die drei bereits erwähnten nächtlichen Besucher; zu erkennen an ihren Kapuzenumgängen. Sogleich machte sich die Gruppe in Richtung Süden auf, wo sie Irakema nach Fort Hue San verließ und nach Sechem Dewa marschierte. Dort zog sie durch Sechen, an der Plantage Al’Haranija vorbei und letztendlich ins Königreich Brabak, wo sie aller Wahrscheinlichkeit nach, in H’Rabaal einkehren wird.
Jegliche Versuche mit der Gruppe oder einem Sprecher aus der Residenz in Kontakt zu treten, um Licht in diesen mysteriösen Aufbruch zu bringen, wurden unter rüden Androhungen von Gewalt abgewehrt. Nun bleibt uns nunmehr der „Expedition“ nach H’Rabaal zu folgen, um heraus zu finden, auf welch weiteren Pfaden sie von dieser Stadt aus marschiert. Wie immer wird die Redaktion die geneigte Leserschaft auch weiterhin von den folgenden Ereignissen in Kenntnis setzen. Vielleicht wird sich bis dahin dann auch das Rätsel um diesen seltsamen Fund und den anschließenden Aufbruch der „Expedition“ lösen können.
(TOK)

Mysteriöser Fund in Diamantenmine

Fürwahr unheimliche Nachrichten erreichen uns aus dem Nordwesten des Káhet Ni Kemi. In der dortigen Tá'akîb Irakema kam es jüngst zu höchst merkwürdigen Ereignissen deren Hintergründe bis jetzt noch im Dunkeln liegen.
Mittelpunkt dieser Ereignisse ist die bei Schwachhausen-Riensberg gelegene Diamantenmine, wo es wohl vor kurzem erst während der Arbeiten zu eben jenem erwähnten mysteriösen Fund kam. Wie uns aus zuverlässigen Quellen berichtet wurde, traf schon ein paar Tage vor diesem Geschehen, die zehnköpfige Garde des Akîb´s Habled Al'Mansour im Dorfe am Rien ein und beriet sich in geheimen Gesprächen mit den dort ansässigen Oberhäuptern der Zwergensippen, deren Inhalte uns auch weiterhin unbekannt bleiben. Schon wenige Tage danach zog die Garde in Richtung Diamantenmine ab um dort wohl die Arbeiten zu überwachen. Jedoch wurde der Hauptweg und die nähere Umgebung gesperrt, gar niemand mehr zu der Mine gelassen und die meisten allzu Übereifrigen schnell durch leichte Gewaltandrohungen rüde verscheucht oder gar in Gewahrsam genommen. Dennoch gelang es einigen wenigen sich auf Umwegen näher an das Geschehen heran zu schleichen und jene können berichten, wie sie sahen, das kurze Zeit darauf ein hölzerner Kasten oder gar eine Truhe von zwergischen Arbeitern aus der Mine getragen wurde. Jener Gegenstand muss dabei eine ungeheuere Last gewesen sein, mussten doch ganze vier Zwerge mit anfassen. Während der Kasten auf eine Trage gestellt wurde, trat plötzlich eine in schwarz gekleidete Kapuzengestalt an die Trage heran. Sofort traten die Zwerge und anwesenden Gardesoldaten ehrfurchtsvoll zwei Schritte zurück. Daraufhin fing jene unheimliche Person an, mit den Händen über dem Kasten zu gestikulieren und murmelte dabei unverständliche Worte. Dabei hatte unser Beobachter ein solch beklemmendes Gefühl bekommen, als würde ihn jemand beobachten und hat deshalb das Weite gesucht. Später sei dann die Garde mit der erwähnten Trage und dem verhüllten Gegenstand durch das Dorf Richtung Meria gezogen und verschwunden.
Obwohl alles nach einer geplanten Aktion ausschaut, will kaum noch jemand davon wissen und besonders die Zwerge halten sich bedeckt. Auch will niemand diesen vermeintlichen Zauberer gesehen haben, der bei dem Kasten stand und auch nicht mit der Garde nach Meria reiste. Die Arbeiter gehen wieder ihrem Tagwerk nach und es scheint so, als sei hier niemals etwas ungewöhnliches Geschehen. So bleiben viele Fragen unbeantwortet und geben weiterhin Anlass für Spekulationen. Wir werden diese Angelegenheit weiterhin untersuchen und die geschätzte Leserschaft in Kenntnis setzen, sobald von offizieller Seite eine Erklärung zu dieser Mysteriösität abgegeben wurde.
(TOK)

Zweiter Trupp kehrt nach Fort Resyt zurück

Auch der zweite Trupp ist unbeschadet von seiner Expedition zurückgekehrt. Wie schon vor wenigen Monden berichtet (vgl. Artikel "Erster Kontakt zu Waldmenschen aufgebaut" ) sollte die gemischte Truppe Informationen über den Standpunkt der kriegerischen Stämme der Wilden im Norden Jalob Jábets einholen. Trotz anfänglicher Bedenken, die Reise würde zu viele Gefahren bergen, ist die gesamte Gruppe vorgestern in Fort Resyt eingetroffen. In der Tat ist es ihnen gelungen die genauen Positionen der feindlichen Stämme auszumachen. Bis jetzt hat man nun ein halbes Dutzend Dörfer in und an den Grünen Bergen kartographiert. Zudem konnte man in Erfahrung bringen, dass diese Dörfer drei verschiedenen Volksstämmen angehören.
Erschreckenderweise musste man feststellen, dass ein Stamm der Wilden intensiven Handel mit einem Piraten- bzw. Räuberlager betreibt. Dieses befindet sich am Flusslauf des Toral. Man konnte beobachten, wie sich einige der Räuber mit einem Dutzend Wilden traf, um Waren auszutauschen. Die Waldmenschen versprachen den Piraten im Gegenzug, sie durch den Dschungel über die Grenze Jalob Jábets zum Meer zu führen. Der Weg über den Jalob ist den Piraten seit der Errichtung Weresets erfolgreich verwehrt geblieben.
In den nächsten Wochen wird der Akìb Alrik Al´Mansour ein Treffen mit dem benachbarten Akîb Haldjin ed Djasuhr vereinbaren, um die Frage der Piraten zu klären.
(GHE)

Innerkem´sche Kooperation ?
Treffen zwischen Akîb Ni'jem'ká und Donna al'Mènkhauhour in Ychet

Aus wie gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen hat die Redaktion erfahren, dass es vor Kurzem ein Treffen der Familienoberhäupter der al´Menkhauhour und der Ni´jem´ka gegeben hat. Die ehemalige Akîbet des Câbas, Phatapi al'Ménkhauhour hieß in der akîb'lichen residenz zu Ychet - Palacio Saket Tiphur - seine Hochgeboren Kemet'amûn Ni'jem'ká Ni Taîmen Willkommen.
Bereits seit längerem pflegen die Familien von den beiden Enden unseres geliebten Kahets regen Kontakt gegründet wohl vornehmlich auf die persönlichen Kontakte seiner Hochgeboren Ni Taîmen und des Bruders der Doma Phatapi, Dendaran ay Rashdul - sind doch beides geschulte Magier aus dem fernen Rashdul - wie auch auf verwandtschaftliche Bande, wie einige Gerüchte nicht müde werden zu behaupten. Schon einige Male weilten Gesandte der Sippe al'Ménkhauhour auf dem Stammsitz der Ni'jem'ká in Taîmen, wie auch dann und wann ein Mitglied der Ni'jem'ká den Câbas beehrte. Sämtliche anwesenden Mitglieder der beiden Familien waren eines Abends zu einem Fest auf dem Stammsitz der al´Ménkhauhour eingeladen. Und allenthalben sah man gutgelaunte Gesichter. Auf Nachfrage wollte uns niemand Details bekannt geben, doch konnte die Redaktion gerüchteweise erfahren, dass die Familienoberhäupter offenbar einen wirtschaftlichen Vertrag unterzeichnet haben, der in Zukunft einige Suvar in die Säckel bringen soll.
Meister Sallas R'yall
(NME)

Erster Kontakt zu Waldmenschen aufgebaut

In den letzten Wochen wurden von Akib Alrik Al'Mansour zwei Expeditionen in den tiefen Dschungel der Provinz Jalob Jábet geschickt, um mögliche Siedlungen der Mohaha aufzusuchen. Das erste, vor 23 Tagen über den Jalob in die Berge des Dämmerrückens entsandte, Team ist nun vor drei Tagen von ihrer erfolgreichen Expedition zurückgekehrt. Die Beamtinnen und Beamten in Fort Resyt sind seitdem damit beschäftigt, die Reiseprotokolle auszuwerten.
Die zehnköpfige Gesellschaft hat während ihrer Erkundungen zwei größere Siedlungen ausgemacht. Der erste Kontakt verlief Berichten zufolge reibungslos. Man brachte den Häuptlingen mitgebrachte Geschenke und wurde alsdann gastfreundlich aufgenommen. Die Kommunikation erwies sich trotz erfahrener Dolmetscher als schwieriger als gedacht, da die Mohaha einen bisher noch nicht gehörten Dialekt sprachen. Aufgrund dieser guten Beziehung erhofft man sich bei diesem Stamm einen Verbündeten gegen die kriegerischen Stämme des Nordens gefunden zu haben.
Die zweite Expedition verließ erst letzte Woche Fort Resyt. Von dieser erhofft man sich, den genauen Standpunkt der feindlich gesinnten Stämme im Norden des Landes ausfindig zu machen. Diese Gruppe, bestehend aus sechs Gardisten und vier Ordenskriegern, sowie zwei Ortskundigen und einem Dolmetscher, hat eine weitaus schwierigere Aufgabe als die ihr vorausgegangene. Sie müssen sich direkt ins Herz des Feindgebietes durchschlagen, um dort Siedlungen und evtl. Stützpunkte zu lokalisieren. Ein weiteres, wenn auch untergeordnetes Ziel sei es, so der Statthalter Jocschan Layger, mögliche Piratennester und Räuberlager ausfindig zu machen.
Sobald auch diese Expedition von ihrer Reise zurückgekommen ist und ihre hoffentlich positiven Ergebnis dem Akib vorgelegt hat, werde ich mich erneut daran machen, einen Bericht für die Rabenschwinge zu schreiben.
Golgarion Bachentaal, Schreiber der Kaserne zu Fort Resyt
(GHE)

Geheimnisvolle Entdeckung in Vorfeld

Vorfeld/Zyral: Wie sich unsere eifrigen Leserinnen und Leser sicher noch erinnern werden hat vor einigen Monden eine Flutwelle das Örtchen Vorfeld heimgesucht. Bei den jetzt fast abgeschlossenen Aufräumarbeiten konnte ein unterirdischer Kellerbau entdeckt werden, den wohl die früheren Besitzer des Gutshofes angelegt hatten. Der Keller samt Inhalt wurde binnen kurzem von der kem´schen Armee beschlagnahmt, zudem wurde eine Nachrichten- und Personensperre über den Ort bezüglich dieses Kellers von der Nedjeset ni Zyral angeordnet.
Was genau in den Kellergewölben aufgetaucht ist kann daher nur vermutet werden, vielleicht einige Gegenstände von besonderem Wert oder besondere Weine und Schnäpse oder gar Gold und Juwelen, was genau dort gefunden wurde entzieht sich aber unseres Wissens. Die Rabenschwinge wird die geehrte Leserinnen und Leser weiter auf dem laufenden halten, alldieweil hier noch der Vollständigkeit halber ein Schreiben der Nedjeset an den Mehib Ni Mer'imen aufgeführt werden soll:

Euer Hochwürden,

Boron zum Gruße,

ein schwerwiegendes Ereignis hat sich in Vorfeld zugetragen und deshalb fühle ich mich gezwungen euch hiermit diese Mitteilung zu machen und ich hoffe, euch alsbald auf Zyral in dieser Angelegenheit begrüßen zu dürfen.

Doch nun zur Sache:
Gestern, haben infolge der Aufräumarbeiten nach der letzten Sturmflut die Bewohner des Ortes Vorfeld ein altes Kellergewölbe entdeckt und selbiges mit Gewalt geöffnet. Der Bauer Alrik, der als erster hinunterstieg entdeckte dort etliche Fässer, wie es ihm schien mit wertvollen Spirituosen. Angestrengt von der Mühe des Öffnens der steinernen Türe, ließ er aus einem der Fässer eine rote, klare Flüssigkeit laufen. Er merkte bald, daß es sich hierbei nicht um Rebsaft handelte. Von dem widerwärtigen Geschmack erschreckt, verließ er das Gewölbe und machte glücklicherweise einem zufälligerweise in Vorfeld verweilenden Offizier Meldung, so daß ich glücklicherweise sofort eingreifen konnte. Eine vorläufige Untersuchung der Gewölbe ergab, daß es sich wohl um Blut handelt, welches in den Fässern lagert. Ob von Mensch oder Tier, das ich kann ich leider nicht feststellen, zudem konnte im hinteren Teil noch eine Geheimtür entdeckt werden, welche in einen kleineren Raum führte, in welchem sich eine steinerne Truhe befand groß genug für einen Menschen. Unvorsichtigerweise wurde die Truhe geöffnet, zum Glück war selbige leer. Dennoch erscheint mir eine Untersuchung des unheiligen Ortes durch die Kirche für angebracht, zumal auch einige Unruhe unter der Bevölkerung entstanden ist.

Ich habe nun vorerst das Gewölbe wieder verschließen lassen, zudem wird es tag und nachts bewacht. Vorfeld selbst steht vorerst unter einer Nachrichten- und Personensperre.

Boron mit uns

Fadime Laila al Khalid
Nedjeset ni Zyral

(PCZ)

Streit zwischen der Komturin Ni Ne'kâtre und der ehemaligen Akîbet Ni Câbas?

- von unserem Korrespondenten Sallas R'yall -

(Ychet/Mer'imen ) Fast schon ein Faktotum schien das Vertrauensverhältnis zwischen der ehemaligen Akîbet Ni Câbas, Phatapi al'Menkhauhour, und der Komturin von Ne'kâtre, Boronlyn Ni Ne'kâtre. Gemeinsam errichten sie den Tempel Bjánems, widerstanden den irrgläubigen Äußerungen des Hátyás Ni Mer'imen und Ihre Ehrwürden war gar die Beichtmutter der Akîbet.
Doch scheint dieses Vertrauensverhältnis nun gestört. Phatapi al'Menkhauhour war einige Tage kaum auffindbar. Nach ihrem Verzicht auf den Thron des Câbas zugunsten ihres Sohnes Ynbaht zog sich die geheimnisvolle Frau aus Aranien mehr und mehr zurück und widmete sich anderen, nicht näher bekannten Aufgaben. Nun war sie aber auf ebenso geheimnisvollen Wegen abgereist und niemand aus ihrer Familie WUSste, wohin oder war nicht bereit, dazu Auskünfte zu erteilen.
Am Tage nach ihrer geheimnisvollen Rückkehr begab sich Ihre Ehrwürden auf schnellstem Wege nach Ychet, um dort der ehemaligen Akîbet ihre Aufwartung zu machen. Gerüchten zufolge, gehe ihre Ehrwürden davon aus, dass die Dame al'Menkhauhour die Zeit ihrer Abwesenheit im nicht allzufernen H'Rabaal, der Residenzstadt des gleichnamigen brabakischen Vizekönigreiches verbracht hatte - aus welchem Grund, darüber war nichts herauszubekommen.
Ihre Ehrwürden begab sich sofort in die Residenz der al'Menkhauhour und schien dort auf die Dame al'Menkhauhour zu treffen. Es dauerte nicht allzu lang, da verließ die Komturin den kleinen Stadtpalast eilenden Schrittes, ihr Gesicht nach Aussagen anwesenden Dienstboten zu einer nichtssagen Maske verzerrt und nicht die übliche Milde zeigend, und ritt zurück nach Bjánem. Weder Phatapi al'Menkhauhour noch Ehrwürden Boronlyn Ni Ne'kâtre waren zu genaueren Antworten bereit und so harren die Gerüchte über den Besuch in H'Rabaal und des Zwistes noch ihrer genauen Untersuchung.
(NME)

Machtwechsel im Câbas!

Lange war es ruhig um die kleine Baronie am Rande des Reiches, doch nun sorgt sie für Schlagzeilen. Wie unlängst bekannt, trat die bislang amtierende Akîbet Phatapi al'Menkhauhour vom Thron des Câbas zurück.
Wie es scheint, war dieser Vorgang schon mit Ihrer Hoheit Chanya al'Mout-pekeret abgesprochen, denn sie sorgte für die umgehende Neu-Bestallung. Nicht irgendein Fremder wurde neuer Verwalter der Tá'akîbet Câbas, die in den letzten Monden so manches mal in den Berichten der Rabenschwinge auftauchte. Hochgeboren Phatapis Sohn Ynbaht Seleterion wurde von Ihrer Hoheit zum Akîbet Ni Câbas ernannt und vereidigt.
Die Gründe für diesen Machtwechsel sind noch unbekannt, denn weder von Ihrer Hoheit konnte man eine Stellungnahme erhalten, noch aus dem akîb'lichem Palazzo zu Ychet.
Kemet'máat
(NME)

Expedition in den Dschungel Ost-Támenevs sammelt sich in Wereset!

Die Expedition unter Leitung des Administrators D.I.A. Sá'hotep Sêkemát scheint sich vollzählig in dem kleinen Wehrort Wereset versammelt zu haben und will von dort aus aufbrechen. Die Abenteurer und Abenteurerinnen wurden im Hause des Akîbs von Jalob Jábet aufgenommen. Am 15. Firun möchte man von dort aus losfahren, eine lange und gefährlich Reise den Jalob entlang. Das genaue Ziel wurde auf Anfrage nicht bekannt gegeben, nur, daß man eben nach den Spuren der Familie zu suchen gedenke, sagte man uns. Es soll sich eine stattliche Zahl von Personen eingefunden haben, Abgesandte einflussreicher kem´scher Familien, sogar ein Magister der Dekata soll gerüchtweise an der Expedition teilnehmen. Im ganzen spricht man von einer Zahl von über einem Dutzend Männer und Frauen, was eine große Zahl ist.
Steckt hinter der Expedition etwa mehr als nur die Vergangenheitserkundung einer eher unbedeutenden Kemi-Familie, doch was? Natürlich ist es Spekulation, aber liegt im Dschungel etwas verborgen, was nicht bekannt werden soll? Hat der Administrator vielleicht gar den Auftrag von höherer Stelle, etwas zu finden? Und selbst wenn der hochverehrte Canzler hier Einfluss genommen haben sollte, so hat er dies sicher wie immer zum Besten Kemis getan.
Jedenfalls bitten wir alle unsere Leser und Leserinnen, die Wahnsinnigen, die dieses Unterfangen wagen, in ihre Gebete zu Boron einzuschließen, denn uns erscheint ein Widersehen höchst zweifelhaft. Aber auch wir wünschen der Expedition Glück, und möge der Herr Boron seine Hand über sie halten.
(PCZ)

Akîbet al'Menkhauhour verreist?

(Ychet/Tkb. Câbas ) Schon seit mehreren Tagen war ihre Hochgeboren, Akîbet Phatapi al'Menkhauhour in Ychet nicht mehr gesehen worden. Nicht nur, dass die Baronin den erneut tagenden Markt - den sie bisher stets beehrt hatte - nicht aufsuchte, so ließ sie sich auch bei den Verhandlungen gegen die Hühnerdiebe, Tavernenschläger und Marktbetrüger von ihrer Schwester Seret-Akîbet Ynlala al'Menkhauhour und ihrem Sohn Ynbaht Seleterion vertreten. Dies ist insofern auffällig, als dass sie unter gewöhnlichen Umständen zumindest die meisten Verhandlungen selbst geführt hatte. Auffällig ist weiterhin, dass sie weder in Cadrim, Sarany, Bjanem oder Mehib zu finden war, selbst eine Durchreise wurde von den Befragten ausgeschlossen. Sollte sie nicht in tiefster Nacht gereist sein, hätte man sie auf ihrer nebelgrauen Stute doch sicherlich erkannt. Doch da weder Wohlgeboren Valaria Ni Ychet, seine ehrwürdige Wohlgeboren Istram Ni Cadrim noch der Rest der Familie Anstalten macht, das "Verschwinden" der Baronin aufzuklären, kann eine Entführung der vergleichbares wohl ausgeschlossen werden. Auf meine Frage gegenüber Sahet Valaria al'Menkhauhour ni Ychet antwortete diese nur: "Mach dir keine Sorgen. Sie wird schon wiederkommen." Augenscheinlich ist Ihre Hochgeboren al'Menkhauhour wohl eher verreist, denn verschwunden - doch ohne triftigen Grund hat sie bisher nie die Tá'akîbet Câbas verlassen ...
Salas R'yall
(NME)

Der Schrecken aus dem Jalob hat wieder zugeschlagen ! !

Zum fünften Mal hat das Monstrum aus den Tiefen des Jalobs wieder zugeschlagen. Seit der Errichtung einer Wehrsiedlung in der Mündung des Jalobs, werden die Bewohner Weresets immer wieder von einem mysteriösen Wesen angegriffen. Nach neusten Zeugenaussagen, die Es bei dem Zwischenfall vor vier Tagen beobachten konnten, handelt es sich um ein etwa fünfzehn Meter langes, kräftiges Geschöpf.
Etwa zur siebenten Stunde sahen zwei Einwohner Weresets, wie ein kleines Kanu den Flusslauf herab kam. In ihm saßen wohl zwei bis drei Männer. Genaueres über die Anzahl der Verschwundenen konnte bisher noch nicht geklärt werden, da der einzige Überlebende sich noch nicht vom Schock erholt hat. Er weilt in der Obhut eines Heilers; solange, bis er wieder ansprechbar ist, um genauere Angaben zu machen.
Die Personen am Ufer konnten sehen, wie das Boot (in einer Entfernung von etwa 50 Schritt) in die Höhe gestoßen wurde, und dann unter einem kräftigen Körper verkehrt herum wieder auf die Wasseroberfläche aufschlug. Durch die unglaubliche Schnelligkeit und den Wassermassen, die durch das Wesen herumgespritzt wurden, konnte der weitere Verlauf des Geschehens nur bruchteilhaft dokumentiert werden: Nachdem das Boot unter die Wasseroberfläche gedrückt wurde, stiegen gewaltige Luftmassen auf und der lange, gebogene und grünliche Rücken ragte etwa einen Schritt aus dem Wasser.
Dies ist nun das vierte Mal, dass ein Mensch auf diese oder ähnliche Weise ums Leben kam. Ein weiteres Mal verschwand ein junger Mann bei einem Fang, ohne Zeugen. Als am nächsten Tag einige zerborstene Bootsteile am Ufer erschienen, war man sich über sein Schicksal beWUSst.
Anlässlich des neusten Todesfalls, will sich der Akib ni Jalob Jábet nun an die Öffentlichkeit und besonders an wagemütige Söldlinge wenden, um dem Schrecken ein Ende zu bereiten. Der Akib Alrik Al´Mansour hat nun eine bescheidene Belohnung von 50 Dukaten auf das Monster ausgesetzt. Der Forscher Murajian aus Jergan, ansässig in Wereset, bietet weitere 10 Dukaten für den Kadaver des Wesens.
(GEH)

Hiermit tun Wir, Habled Al'Mansour, Akîb ni Yret Nimaat
und treuer Lehnsmann der Nisut, Folgendes kund:

Zum Nutzen und Frommen Unseres Lehens, des Ta'Akîbs Yret Nimaat, rufen Wir alle diejenigen, welche nach einem Ort zum Leben suchen, auf, sich in Yret Nimaat niederzulassen. Die, welche Unserem Aufrufe folge leisten und sich mit ihren Angehörigen in Unserem Lehen niederzulassen gewillt sind, sollen unentgeltlich ein Stück Land und eine einmalige und sofortige Zahlung von 2 Suvar erhalten. Als Gegenleistung müssen sie nur in Yret Nimaat leben und das ihnen zugewiesene Land urbar machen und bearbeiten.
Dazu sei angemerkt, dass Yret Nimaat durch göttlichen Segen mit großen Reichtümern gesegnet ist: Kostbare Hölzer, edle Gewürze und - so man den Dschungel rodet - fruchtbarster Ackerboden. Ist es des weiteren nicht ein patriotischer Akt, sich an den Grenzen unseres geliebten Reiches niederzulassen, auf dass Yret Nimaat ein starkes Bollwerk gegen unsere Feinde werde? Wer also Unserem Aufrufe folgt, dessen Schaden soll es nicht sein!

Zu verbreiten in allen von der erhabenen Nisut beherrschten Landen

Gegeben zu Nehet

Gezeichnet und gesiegelt

Habled Al'Mansour, Akîb ni Yret Nimaat

(LST)

Fluten eroberten Vorfeld

Es geschah in der Nacht vom 7. auf den 8. Efferd, durchaus hatte es sich schon vorher angekündigt, dass es eine stürmische Nacht werden würde, aber mit einer solchen Flut hatte wohl ernsthaft keiner gerechnet. Denn offenbar war der Meeresgott den Einwohnern Vorfelds nicht wohl gesonnen.
Vom Wind aufgepeitscht, drückte das Meer immer stärker in den Hafen sowie gegen die Küste und spülte sich schließlich seinen Weg in die Siedlung frei. Die Bewohner reagierten panisch, konnten aber dank der umsichtigen Anleitung von Rondrian Pflüger allesamt vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden. Dies gelang laut seiner Aussage jedoch nur, weil das Wasser doch verhältnismäßig langsam stieg, Bei einem schnelleren Ansteigen des Wassers seinen gewiss viele Todesopfer zu beklagen gewesen, so waren lediglich zwei Leichtverletzte betroffen. Noch immer sind in Vorfeld deutliche Zeichen der Verwüstung zu erkennen.
Akdal mer Ismed, der Heiler des Dorfes und der einzige der noch lachen konnte, sagte wortwörtlich: "Also passiert ist hier eigentlich nicht viel, aber wir hatten Glück, den das Fässchen mit meiner Schnapsreserve ist nicht zu Schaden gekommen."
Im übrigen äußerte Perainian Pflüger, dass endlich einmal etwas gegen diese Fluten unternommen werden müsste.
Was konkret er damit meint, wollte er jedoch nicht sagen. Der geneigte und verständige Leser kann sich jedoch denken, dass es nur zwei Möglichkeiten gäbe, dasselbe zu verhindern oder abzumildern, entweder man baute einen Wall oder man errichtete ein Heiligtum Efferds. Jedoch ist es doch verständlicherweise nicht möglich jedem noch so kleinen Ort an der Küste diesen Schutz angedeihen zu lassen und es gibt bei weitem bedeutendere Siedlungen als Vorfeld, die geschützt werden müssten oder könnten.
Abschließend bleibt noch zu erwähnen, dass die Flut offenbar auch ihr Gutes hatte, neues Falschgeld ist seither in Vorfeld nämlich nicht mehr aufgetaucht. Somit hat die Flut wenigstens der Justiz einen Dienst erwiesen.
(PCZ)

Neue Informationen zum Ablasshandel in Zyral

Wie in der letzten Ausgabe der Rabenschwinge berichtet wurde, begann Betrüger in Mer'imen, die Bevölkerung in Zyral durch Ablaßhandel auszuplündern. Trotz intensiver Bemühungen konnten die Individuen jedoch nicht gefunden werden, noch nicht einmal Hinweise sind eingegangen. Jetzt scheint sich die Lage allerdings auszuweiten. Um die steigende Nachfrage zu bearbeiten, wurden an strategischen Punkten vor Ort Ablassbuden aufgestellt. Sobald allerdings ein Offizieller sich auf den Weg macht, um der Sache nachzugehen werden abrupt die Buden demontiert, weggebracht und wenn sich die Situation entschärft hat, anderenorts wieder aufgebaut. Und während die zuständigen Stellen noch keinen Kommentar abgaben, klingelt es in den Kassen der Unbekannten. Wie steht die Kirche hierzu? Fragen welche wir ihnen hoffentlich bis zur nächsten Ausgabe beantworten können.
(SLI)

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