Neuigkeiten aus der Provinz Djunizes

Personalkarussell dreht sich!

(Seku-Kesen/ Djunizes) - Wie die Rabenschwinge vor kurzem erfahren hat, bahnt sich in der Verwaltung von Djunizes eine größere Veränderung auf der bürokratischen Ebene an. Begonnen hatte des regionalpolitische Spektakel mit dem Entschluß des Hátya ni Djunizes und Akîb ni Seku Kesen Tahark Anchhabos sich in Zukunft mehr auf die Politik von Djunizes und dessen Stellung im Káhet zu konzentrieren. Kurz darauf realisierten die Bürokraten, dass durch diesen Schritt der Posten des Akîb ni Seku Kesen vakant werden würde, woraufhin sofort die ersten Grabenkämpfe zwischen den ambitionierten Kandidaten ausbrachen. Besonders taten sich hierbei die Canclaria ni Seku Kesen und Sahet ni Ywenn Meren Jacqestoht und der Sah ni Mebách und Camerlengo der Tá'akîb Seku Kesen Ant'ef Mykêrinós hervor, wobei letzterer bereits seit längerem als inoffizieller Berater des Hátya ni Djunizes in Erscheinung getreten war. Beide standen sehr schnell im Mittelpunkt eines wahren Intrigenspieles ~ plötzlich kamen zahlreiche alte Geschichten wieder zum Vorschein, die vom Staub der Zeiten längst begraben wurden und beide Parteien schoben sich gegenseitig die Schuld für die Probleme zu. Bei solchen Ereignissen fängt auch die Gerüchteküche das brodeln an und keiner kann sich wirklich sicher sein, welches Gerücht der Wahrheit entspricht und welches lanciert wurde um den Gegner zu schwächen, sicher ist nur, dass beide Seiten den brodelnden Topf voller Halbwahrheiten und Fiktionen kräftig befeuerten.
Erst durch das Eingreifen des noch Akîb und Hátya ni Djunizes konnte die politische Lage wieder etwas stabilisiert werden. Bei einem "Gipfeltreffen" in der Residenz zu Váhyt konnte eine vorläufige Regelung getroffen werden, die allen hier betroffenen Parteien gerecht werden konnte. So ist vorgesehen, dass Meren Jacqestoht Akîbet ni Seku-Kesen wird und somit das politische Erbe des Hátya hier fortführen wird. Als bisherige Stellvertreterin des Akîb eine durchaus sinnvolle Entscheidung, die man wohl nicht kritisieren kann. Doch die restlichen Entscheidungen dürften wohl den Unwillen der Nomenklatur Djunizes erregen. Der ärgste Widersacher der neuen Akîbet, Ant'ef Mykêrinós wird demnach seine Posten in Seku-Kesen aufgeben und den aus Taîmen stammenden Administrator der Canclei von Djunizes Ar`sê Kentôr ersetzen, der wohl einmal zu oft im Widerspruch mit der Politik des Hátya geraten ist. Damit wird eine der wichtigsten Schaltstellen von Djunizes mit einem Mann besetzt, der seit langem als enger Weggefährte des Hátya ni Djunizes gilt. Eine weitere wichtige Personalie in diesem Zusammenhang, ist wohl die Berufung von Jürgo Wolfenheim zu Hohenstein nach Dreiwegen. Der ehemalige Majordomus von Seku-Kesen ist in den öffentlichen Auseinandersetzungen zwar nicht aufgefallen, scheint aber unter der Hand kräftig um das Amt des Akîb gebuhlt zu haben. Offiziell, so wird hinter vorgehaltener Hand verlautbart, wird Wolfenheim wohl nur als Sekretär geführt werden, doch noch ist nicht aller Tage Abend, was wohl bedeuten wird, das der ehemalige Majordomus auf der bürokratischen Verwaltungsebene ebenfalls eine Schlüsselrolle zugestanden bekommen hat. Diese Personalien stehen im krassen Gegensatz zum bisher in Djunizes gepflegten Proporz der Tá'akîbs und dürfte wohl zumindest für kraus gezogene Stirne, wenn nicht zu lautstarkem Protest führen.
Abschließend ist es der Rabenschwinge gelungen den Hátya ni Djunizes Tahark Anchhabos selbst zu einem Gespräch zu bewegen, in dem er uns Auskunft über die Vorgänge geben wird:

Rabenschwinge (RS): Hátya, momentan eröffnet sich ein weites Feld der Spekulation über Eure Entscheidung in Zukunft Djunizes in den Mittelpunkt ihres Wirkens zu stellen und alle anderen Nebenschauplätze abzugeben, wie es einer ihrer Vertrauten ausgedrückt hat.

Tahark Anchhabos (TA): (lacht) Als Nebenschauplatz würde ich Seku-Kesen nun nicht bezeichnen, ist es doch stets von größter Wichtigkeit für mich gewesen. Von daher halte ich es für nachvollziehbar, dass ich Seku-Kesen in die Obhut einer Person legen möchte, die sich mit voller Kraft und Einsatz auf all seine Probleme und Nöte konzentrieren kann und dabei auch die Chancen die sich für Seku-Kesen ergeben direkt vor Ort erkennen und wahrnehmen kann. Eine Person also, die den nötigen Ansporn und die nötige Aufmerksamkeit direkt in Seku-Kesen verkörpert und nicht wie es mir in letzter Zeit beschieden war, dies aus der Ferne zu tun.

RS: Es wird in Teilen der Bevölkerung darüber spekuliert, ob diese Besetzung von Schlüsselpositionen, vor allen in Dreiwegen, mit alten Gefolgsleuten eine Erneuerung Eurer Groß-Seku-Kesen-Pläne sein soll?

TA: Ihr sprecht hier die Gedankenspiele bei der Reichsreform an, bei denen ich die Möglichkeit einer Fusion von Mergyan und Seku Kesen aufgebracht hatte ...

RS: Selbstverständlich unter Eurer Führung...

TA: Darüber ist es müssig zu diskutieren, es waren reine Gedankenspiele ohne jeden realen Hintergrund.

RS: Und doch holen Euch diese Gedankenspiele bei der aktuellen Personalie wieder ein. Viele stellen die Frage ob es dabei nicht viel zu persönlich zugeht und vermissen sachliche Gründe.

TA: Nun, durch meine Entscheidung wurden unter den führenden Köpfen von Seku-Kesen natürlich Erwartungen geweckt, die nun in die richtigen Bahnen gelenkt werden müssen. Nur ungern lässt man fähige und gute Leute wegen solcher Nichtigkeiten wie gekränkter Eitelkeiten ziehen. Daher muss man neue, herausfordernde Aufgaben für diese finden um sie zu halten.

RS: Trotzdem drängt sich der Gedanke der Vetternwirtschaft auf, gerade weil der bisherige Proporz der Tá'akîbs dadurch ausgehebelt wurde.

TA: Es ist ganz einfach so, dass einige Personalien in Dreiwegen dringen notwendig entschieden werden mußten. Als neuer Hátya ni Djunizes setze ich andere Prioritäten als mein Vorgänger, dies muss sich wohl oder übel auch in der Verwaltung wiederspiegeln. Ganz abgesehen davon, dass in in Seku-Kesen einfach fähige Leute zur Verfügung standen und diese Besetzungen stattfanden. ohne weiteren Trubel in die anderen Tá'akîbs zu tragen und dort unter dem Verwaltungspersonal zu wildern.

RS: Erwartet Ihr Widerspruch aus den anderen Tá'akîbs was Eure Entscheidungen angehen? Immerhin sind diese in keinster Weise einbezogen worden.

TA: Ehrlich gesagt nicht, aber im Falle des Falles steht meine Tür für Diskussionen natürlich immer offen.

RS: Hátya, in informierten Kreisen ...

TA: (lacht) Zuerst meine Vertrauten, nun informierte Kreise... die Bürokraten der Verwaltung beleget Ihr mit schmeichelhaften Worten.

RS: Nun unsere Quellen sind unsere Quellen. Wie es aus informierten Kreisen heißt, strebt die gerade erst von ihnen eingesetzte Akîbet ni Seku-Kesen nach dem Einzug in den Kronrat.

TA: Nun dafür ist es sicherlich noch zu früh. Zunächst gilt es für Meren Jacqestoht natürlich ihre Position zu fertigen und sich einzufinden. Nun zumindest letzteres sollte nur in strategischer Hinsciht erforderlich sein, hat sie als meine Stellvertreterin doch jede Menge Erfahrungen im Praktischen.

RS: Es gibt auch Stimmen, die die Auffassung vertreten, dass Ihr selbst die Akîbet in Khefu installieren wollt um weiteren Einfluß geltend machen zu können.

TA: Ziemlich weit hergeholt, zumal Akîbet Jacqestoht eine überaus zielstrebige, eigenständige und integre Person ist.

RS: Trotzdem kommen solche Gerüchte meist nicht von alleine?

TA: Nun ich habe mehr als deutlich gemacht, dass ich die Konzeption des Kronrates als Vollzeitinstrument nicht unterstütze, so scheint es meinen politischen Gegnern wohl naheliegend dass ich auf diese Weise agiere, was natürlich aus dem Nichts gegriffen ist. Ich habe natürlich den Wunsch das Kahet zu stärken und auch im Rahmen meiner Fähigkeiten der Nisut *heilig heilig heilig* bei der Gestaltung des Kahet zur Verfügung zu stehen.

RS: Heißt das, Ihr strebt selbst einen Sitz an?

TA: Boron bewahre, ich bin niemand der heute so und morgen so redet, mein Platz ist in Djunizes ~ dies gilt vielleicht irgendwann einmal nicht mehr, wenn es der Nisut *heilig heilig heilig* gefällt, mich anderswo einzusetzen, aber einen Sitz im Kronrat strebe ich sicherlich nicht an.

RS: Also doch ein Strohmann bzw. eine Strohfrau? Als Sahet ni Váhyt hätte Akîbet Jacqestoht ja bereits entsprechendes Renommee.

TA: Die Position eines Sah ist mehr oder weniger repräsentativer Natur, mit den Funktionen des Kronrates kann man das wohl wenig vergleichen. Falls die Akîbet diesen Schritt jedoch aus freier Entscheidung eines Tages gehen will, werde ich sie sicherlich unterstützen, jetzt jedoch verbitte ich mir Eure Unterstellungen.

RS: Abschließend die Frage ob es weitere Veränderungen geben wird, vor allem die Positionen der Sahs würden zur Disposition stehen?

TA: Diesbezüglich wird vorerst alles so bleiben wie es ist.

RS: Hátya Anchhabos, wir bedanken uns für das Gespräch.

(THU)

Erneut Tote durch "Dschungelbestie"

(Garath/ Seku Kesen) - In dem kleinen Flecken Garath wurde eine übel zugerichtete Leiche entdeckt, die von den Behörden als erneutes Opfer der Dschungelbestie bezeichnete wurde. Dadurch erhöht sich die Zahl der Toten durch dieses, bisher noch nie gesichtete Monster auf 6! Wie es scheint sind die regionalen Büttel unfähig entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen, weshalb der Ruf nach Hilfe aus Dreiwegen immer lauter wird. Doch noch hüllt sich die Verwaltung in Vahyt in Schweigen.

(THU)

Goldfund in Rapa

(Rapa/ Seku Kesen) - Den Fischern von Rapa, die gewöhnlich Fische im Okuansee fangen ist vor kurzem ein erstaunlicher Fang ins Netz gegangen. Statt der erhofften schmackhaften Fische, fand sich ein lederner, ziemlich heruntergekommener Beutel im Netz. Nachdem die verdutzten Fischer diesen geöffnet hatten vielen ihnen zahlreiche Münzen in die Hände, darunter auch einiges an Gold. Die Behörden in Vahyt identifizierten die Münzen als aus der Pristerkaiserzeit des Neuen-Reiches stammend, was allgemeine Verwunderung hervorrief. Akîbet Jacqestoht kündigte eine Untersuchung an um das durch diesen Fund geweckte Interesse an der Regionalgeschichte Seku Kesens zu befriedigen. Eine Delegation wurde entsandt um in den Archiven des Kahet nach Wissenswertem zu forschen.

(THU)

Neue Akîbet für Seku Kesen

(Vahyt/ Seku Kesen) - Wie die Rabenschwinge berichtet hatte sich Tahark Anchhabos, der bisherige Akîb ni Seku Kesen dazu entschlossen, dieses Amt aufzugeben. Seine Nachfolgerin wird die bisherige Canclerin von Seku Kesen.
In einem Festakt in kleinem Rahmen wurde Alt-Akîb Anchhabos von Neu-Akîbet Jacqestoht verabschiedet. Liam Tem'kat'nafe'phi, der Mehib ni Djunizes lud alle Anwesenden zu einem anschließenden Borondienst ein, in dem er die Borongefälligkeit des Handels aller Beteiligten lobte und auch sein, eine Woche zuvor abgegebenes Bekenntnis zugunsten des liberalen Boronglaubens bekräftigte.

(THU)

3 von 2 zurück!

(Porto de Cavazo/ Táîmen)

- Die beiden im Rahmen der letzten Wirtschaftsoffensive ausgesandten Expeditionen sind so gut wie zurück. Beide Gruppen hatten sich nach ca. zwei Wochen aufgeteilt und nur eine dieser Splittergruppen wird noch vermißt. Weder die Teilnehmer der Expedition, noch die Kanzlei von Djunizes oder die Kanzlei von Táîmen waren bereits Auskünfte über eventuelle Funde zu machen. Klar ist nur, dass die Suche nach Bodenschätzen in Táîmen für beendet erklärt wurde. Als nächstes werden sich die Spezialisten auf den Weg nach Táyab machen und von dort aus in den Dschungel vordringen um der grünen Hölle ihre Geheimnisse um Boden- und andere Schätze zu entreisen.

(THU)

Tagung des Provinzrates von Djunizes

Im Rahmen der Warenschau in Djunizes trat auch der Rat der Provinz zusammen, um über die Zukunft von Handel und Wandel in Djunizes zu sprechen. "Eine wirtschaftliche Zukunft für Djunizes" passend zum Thema war der Titel für die Beratungen ausgewählt worden. Aus diesem Grund waren auch die Vertreter der größten Handelshäuser der Provinz und das produzierende Gewerbe geladen worden. Diese wären durch wirtschaftspolitische Beschlüsse des Rates als erste betroffen und außerdem sollten sie in den Entscheidungsprozeß mit einbezogen werden. Mit gehangen, mit gefangen war die Devise unter der diese "Aufstockung" des Rates für diese Sitzung getätigt worden war. Einen Ansporn sollte die Sitzung bieten um frei von Zwang Handlungsalternativen zu generieren. Doch wie schon viel zu oft in der Geschichte von Gremien kam dann alles ganz anders.
Zwar waren alle Anwesenden sich einig, daß die Einigung über Hot-Alem zahlreiche Gefahren, aber auch zahlreiche Chancen für Djunizes bietet. Doch konnte keiner sich dazu aufraffen wirkliche Handlungsvorschläge zu machen, die über den eigenen Tellerrand hinausgehen. Auch die Vertreter der Wirtschaft auf die man große Hoffnung gesetzt hatte, kamen über bloße Lippenbekenntnisse nicht hinaus. Die Ausnahme unter den politischen Granden bildetet Aradjiel Kas Moiran der Akib ni Zenach, der aufgrund der noch immer engen Handelsverbindungen von Zenach und Djunizes eingeladen worden war, der die Gründung einer Bergwerksgesellschaft vorschlug um in Djunizes weitere Vorkommen neben dem Kupfer in Tareb zu erschließen. Dies war schließlich auch der einzige Beschluß des Gremiums, nicht die Gründung einer Gesellschaft, sondern die geordnete Suche nach abbauwürdigen Vorkommen. So werden in den nächsten Monaten wohl mehrere Expeditionen den Dschungel von Djunizes durchschreiten auf der Suche nach Erzen. Ob sie etwas finden werden steht in den Sternen und selbst wenn etwas gefunden wird, ob dies die wirtschaftliche Zukunft von Djunizes sichern wird, ist mehr als zweifelhaft.

(THU)

Gedenkborondienst in Dreiwegen

(Djunizes, Dreiwege) Schreckliche Nachrichten sind in der letzten Zeit aus dem Mittelreich gekommen, Nachrichten von Tod und Leid. Genug um den armen Seelen zu gedenken, die nun den Weg in Borons Hallen angetreten haben. So zumindest empfand es der Mehib ni Djunizes Liam Tem'kat'nafe'phi und beschloß höchstselbst einen Borondienst für diese Masse von dahingegangenen zu halten.
Am Borontempel von Dreiwegen sammelten sich daher auch mehr Menschen als gewöhnlich im Tempel, als der Mehib von der Rabenresidenz aufbrach um den Borondienst zu halten. Worte des Trostes wollte er sprechen, so hatte er verkündet und Boron um ein gerechtes Urteil bitten, Anteilnahme an dem Leid zeigen, auch wenn es unendlich weit entfernt geschehen war.
Und so wie der Mehib es angekündigt hatte geschah es auch, er richtet die Stimme an die Gläubigen und sprach bewegende Worte, die so manchem Tränen der Rührung in die Augen trieben, Worte die so manchem Tränen des Zorns ob der Götterfrevel im Norden in die Augen trieben. Worte die so manchem Tränen der Trauer in die Augen trieben ob des unsäglichen Leides, Worte die so manchem Tränen der Freude in die Augen trieben, ob der unermeßlichen Weisheit und Gnade des ewig schweigsamen Herren Boron!
Lange nach dem Borondienst, der selbst den Mehib nicht unbewegt gelassen hat, fand er noch die Zeit ein paar Worte an das Volk zu richten. Er sprach von der Festigkeit des Glaubens, die man in solch ewig dunklen Zeiten, wie wir sie gerade erleben brauche, auch wenn die Wogen des Schreckens in den kemschen Landen nicht ganz so offen wüten wie anderswo. Er sprach von der Einheit der Gläubigen, die er erst kürzlich auf der Rundreise durch Djunizes bestätigt sah und er sprach von der Liebe und Größe des Rabenvaters für sein Volk die Kemi und alle anderen Völker die an ihn glauben.

(THU)

Nisut Peri Platz eingeweiht!

(Seku Kesen, Vahyt) Relativ schnell, nach der Thronbesteigung von Nisut Ela XV. Setepen wurde in Seku Kesen der Ruf nach einem ehrenden Gedenken für die Königinnenmutter Peri III. Setepen laut. Die das Kahet so lange Jahre erfolgreich geführt und die Unabhängigkeit faktisch erreicht hat. All diese Taten reichen doch wohl dafür, war der allgemeine Tenor den man in den Straßen hören konnte. Die Verwaltung von Seku Kesen zögerte auch nicht lange und das Ergebnis dieser schnellen Handlung ist, dass der bisher namenlose Zentralplatz von Vahyt, der direkt an die Residenz des Akib und den Boron-Tempel grenzt in Zukunft den Namen Nisut-Peri-III.-Platz tragen wird. Die Entscheidung der Verantwortlichen war schnell getroffen denn einen prominenteren Platz konnte man in ganz Seku Kesen nicht finden und Streit gab es nur in einigen Detailfragen. Hauptstreitpunkt war die Ausgestaltung des Platzes, hier gingen die Meinungen weit auseinander. Einige fanden doch tatsächlich, dass die bloße Namengebung ausreichend wäre, eine Boron sei Dank kleine Minderheit, während der anderen Minderheit eine schlichte Gedenktafel gereicht hätte. Die beiden großen Parteien sprechen sich für eine Statue in der Mitte des Platzes aus, wobei hier die Differenz darin lag, ob Bronze oder Stein das geeignete Material wäre. Ein Streit der schließlich von Meren Jacqestoht, der Canclaria, durch ein Machtwort beendet wurde. So wird also in Bälde eine steinerne Nisut Peri III. Setepen den nach ihr benannten Platz zieren und in alle Zukunft von ihren Taten künden.
Die Namengebungsfeier war ein bescheidener Akt, der vor Allem die lokale Prominenz anzog, dennoch war es eine durchweg bewegende Veranstaltung in der noch einmal all die großen Entscheidungen der Nisut vorgetragen wurden, die ihre Regentschaft so sehr ausgezeichnet haben. Eine Messe im angrenzenden Borontempel bildete den Abschluß der Feier!

(THU)

Organisationscomitee wird gegründet

Aus Dreiwege dem Regierungssitz des Hátyat ni Djunizes verlautet, dass man mit der Gründung eines Organisatinscomitees zur Durchführung einer Großen Warenschau begonnen hat. Bisher wurde dieses, bereits vor längere Zeit aufgebrachte Thema immer wieder in die Zukunft verschoben, doch nun scheint man in Djunizes ernst zu machen. Ein Vorstoß der sicherlich auch, auf die extrem commercielle Einstellung des Hátyat Tahark Anchhabos zurückzuführen ist.
Den neusten Aussagen der Verwaltung zufolge werden alle größeren heimischen Handelshäuser, die Besitzer größerer Manufakturen und selbstverständlich die Verwaltungen der Ta’akîbs in das Comitee gebeten um bei der Organisation diese Ereignisses behilflich zu sein. Über Datum, Umfang oder gar Ort der Warenschau wurde bisher nichts verlautet. Die einzige Aussage die getroffen wurde ist, dass die Lösung der Hot-Alem Frage eine Stärkung der einheimischen Wirtschaft unumgänglich macht und die geplante Warenschau der erste Schritt dazu sein soll.

(THU)

Arcanum Interdictum in Zenach?!

Das akibliche Schreibüro teilte der Rabenschwinge schriftlich mit, daß fortan in Menev die bislang in NMA geltenden Verordnungen, namentlich die Gaststättenverordnung und die Tarantelkampfverordnung, Wirksamkeit entfalten. Des weiteren wurde mitgeteilt, daß aufgrund der bislang katastrophalen Erfahrungen magischer Art in Zenach ein Arcanum Interdictum, ein absolutes Magieverbot, gelte. Selbiges werde in allen Orten Zenachs verkündet und in Menev am Markt ausgehängt. Allerdings gelte die Verordnung zur Zeit nur vorbehaltlich einer Genehmigung durch die Kanzlei des Kahet, denn der Akib wisse durchaus, das es sich um ein heikles Thema handele. Daher wolle er auch eine amtliche Bestätigung von höherer Stelle einholen. Leider stand der Akib der RS nicht zu einem Gespräch zur Verfügung, und ließ über seinen Schreiber äußern, er habe ernstliche Zweifel an der Objektivität unserer Zeitung, und wolle sich weitere Lügengeschichten über Gespräche mit seiner Person ersparen, er habe da ja leider schon leidvolle Erfahrungen gemacht. In diesem Zusammenhang möchten wir betonen, das sämtliche Gespräche, die wir mit dem Akib ni Zenach führten stets wahrhaft und getreulich wiedergegeben wurden, ohne ein falsches oder ungesprochenes Wort.

Arcanum Interdictum
gültig im Gebiete der Tá'akîb Zenach
gegeben im Jahre 32. S.G.

§ 1 [Verbot der Zauberei]

I Zauberei und Hexenwerk sind grundsätzlich und in jeder Art und Weise niemandem gestattet, gleich welchen Standes er sei.

II Ausnahmen von diesem Verbot sind nur unter den Vorrausetzungen der § 4-5 zulässig. Wer gegen dieses Verbot verstößt, der wird gemäß § 6 Strafe erleiden.

III Desweiteren sind sämtliche Personen, welche der Magie kundig oder ihrer grundsätzlich fähig sind, dazu verpflichtet sich in der akiblichen Schreibstube unter den Voraussetzungen des § 2 anzumelden.

§ 2 [Form der Anmeldepflicht]

I Jeder Kundige gemäß § 1 III ist strengstens gehalten, sich rechtzeitig in der akiblichen Schreibstube zu Menev anzumelden. Rechzeitig handelt er in der Regel dann, wenn er sich vor dem Zutritt in das Territorium Zenachs anmeldet, die Anmeldung kann auch schriftlich erfolgen.

II Bei der Anmeldung sind zu nennen, der vollständige Name des Kundigen gem. § 1 III, sein Alter, sein Geschlecht, Farbe der Augen und seines Haupthaares, weiter hat er seine Abstammung und Herkunft kund zu tun. Im besondern hat der Kundige kundzutun, wie lange und an welchen Orten er Aufenthalt zu nehmen beabsichtigt.

III Sollte der Anmeldepflicht nicht nachgekommen werden, so ist das betreffende Subjekt je nach Schwere des Verstoßes, gemäß § 6 zu bestrafen.

IV Wird die Genehmigung verweigert, so ist es dem Kundigen strengstens verboten, auch nur einen Fuß über die Grenze nach Zenach hinein zu setzen. Bei Verstoßes gegen diese Versagung ist das Subjekt gemäß § 6 zu bestrafen.

V Bei Personen von einwandfreiem Leumund und einwandfreien Bürgen, insbesondere auch bei hohem gesellschaftlichen Ansehen und Stand kann im Einzelfall auf eine Anmeldung verzichtet werden.

§ 3 [Aufenthaltsgenehmigung]

I Die Genehmigung wir nur erteilt, wenn der Kundige bislang einen einwandfreien Ruf besitzt.

II Der Kundige besitzt im Zweifel einen einwandfreien Ruf, ein solcher ist ausgeschlossen, so es sich um

  • (1) in Kemi verurteilte Verbrecher handelt.
  • (2) Personen einer Kemi feindlich gesonnen Nation handelt.
  • (3) Personen, welche der Herbeirufung von Dämonischen Wesenheiten fähig sind, handelt
  • (4) sonst wie um übles Pack handelt.

III Die Genehmigung kann unbegrenzt oder auch räumlich und zeitlich begrenzt erteilt werden. Durch die Genehmigung wird der Kundige berechtigt sich in Zenach aufzuhalten.

§4 [Besondere Notsituationen]

I In besonderen Notsituationen ist es möglich und nötig, daß der Kundige seine Kraft einsetzt, um schlimmere Gefahren abzuwenden. Solche Notsituationen liegen aber nur vor, sofern sie die Verordnung im folgenden nennt.

II Bei plötzlicher gemeiner unmittelbarer Gefahr für das Überleben eines Menschen, so er an der Schwelle des Todes steht ist heilende Magie, so kein anderes wirksames Mittel zugegen, zulässig.

III Zur direkten Abwehr widernatürlicher, dämonischer Umtriebe ist Magie zulässig.

IV Um verbrecherische und verurteilte Magiekundige zu jagen, ist Magie zulässig.

§ 5 [Besondere Personen]

I Von diesem Verordnung und diesem Verbot nicht betroffen, sind alle Achaz der autonomen Gebiete, sowie die in Zenach lebenden Waldmenschen.

II Weiterhin sind auch alle hochrangigen Personen von dem Verbote ausgenommen. Dies sind insbesondere hochgestellte und hochangesehne Personen, die Amts- und Würdenträger des Kahets sind.

§ 6 [Strafen]

I Bei Verstoßes gegen die Anmeldepflicht kann eine Geldstrafe, bezogen auf den Reichtum des Kundigen, bei mehrmaligen Verstoße auch eine Haftstrafe erfolgen. Ein solcher Verstoß liegt vor, bei Nichtanmeldung, Verstoßes gegen die Nichtgenehmigung durch Aufenthalt, sowie groben Widerworten oder erwiesener Renitnez.

II Bei Verstoßes gegen das Magieverbot ist der Anwender hart zu bestrafen. Jeder einzelne Verstoß ist mit einer Geldstrafe zu ahnden, bei mehrfachem Verstoß ist das Subjekt bis zu zwei Monden in Haft zu nehmen.

III Kommt durch den Zauber, ein Mensch, ein Tier oder sonst irgendein Gegenstand zu Schaden, so ist der Kundige zusätzlich Zenachs zu verweisen, sein gesamtes Vermögen in Zenach ist einzuziehen und unter Androhung der Todesstrafe, sollte jener nochmals in Zenach erblickt werden, ist er mit Schimpf und Schande hinauszuschaffen.

IV Sofern der Anwender eine üble und hinterlistige Absicht hatte, und zum Schaden des Reiches oder Zenachs handeln wollte, so ist er mindestens 6 Monde strengstens zu arretieren und dann zur weiteren Beurteilung dem Crongerichte zu überstellen.

V Sofern die Magie zur Heilung eines Menschen oder Tieres eingesetzt wurde ist höchstens auf Geldstrafe zu erkennen. Zeigt sich der Kundige einsichtig und gelobet solchen Fehler nicht noch einmal zu begehen, kann von Strafe abgesehen werden.

§ 7 [Schlussvorschrift]

I Im übrigen bleiben sämtliche anderen Vorschriften in ihrer Wirksamkeit unberührt, insbesondere kann eine weitergehende Bestrafung des Nichteinhaltens dieser Vorschriften im Rahmen des CCC erfolgen.

II Diese Verordnung tritt mit sofortiger Wirkung für das gesamte Gebiet der Tá'akîb Zenach in Kraft und bleibt bis auf Widerruf oder Abänderung gültig.

(PCZ)

Neue Kontakte der Händerfamilie Ni'jem'ka ins Horasiat

Nachdem, wie wir schon berichtet hatten, das Handelshaus Ni'jem'ka im letzen ablaufenden Geschäfftsjahr ein odentliches Gewinn und Umsatzplus verzeichnet hatte, soll, wie wir aus sicheren Quellen erfahren haben, das neu erwirtschaftete Geld in einen Kontrakt mit dem Horasiat investiert worden sein.
Nachdem die Produktion von Tabak in Taimen deutlich gesteigert werden konnte, soll dieser von Porto de Cavazo im familieneigenen Schiff nach Grangor expordiert werden, und dort an hoasiatische Zwischenhändler verkauft werden. Der Akîb ni Táîmen äußerte sich nicht zu den Gerüchten. Es ist aber zu beobachten, daß das Handelshaus Ni'jem'ka von Jahr zu Jahr wächst, und so eine Verbindung ins Hoasiat warscheinlich werden lassen.
(MBA)

Tagelöhner von Vorarbeiter erschlagen

Am ersten Tage des Praiosmondes wurde auf der Baustelle vor Ramakateka ein Tagelöhner von seinem Vorarbeiter erschlagen. Wie folgt soll es sich zu getragen haben: Der aus Fort Rén stammende Tagelöhner Nefer-au-wáhyt soll von einem Mitarbeiter, der in Ramakateka wohnhaft ist, gehört haben, dieser verdiene mehr, trotz gleicher Arbeit. Wütend muss Nefer-au-wáhyt nun zu seinem Vorarbeiter, den man Depi-irmût nennt, geeilt sein, um dort den Verdienst einzufordern, um den er sich betrogen fühlte. Der Vorarbeiter habe grimmig geantwortet, dass der Tagelöhner nicht betrogen worden sei und auch seinen rechten Lohn erhalte. Nefer-au-wàhyt habe noch länger auf seinen Vorgesetzten eingeredet, doch dieser gab nicht nach, sagen Augenzeugen. Bis zu diesem Zeitpunkt gleichen sich auch die Berichte, doch nun gibt es zwei verschiedene Aussagen: Die einen bezeugen, dass Nefer-au-wáhyt auf Depi-irmût losgegangen sei und Letztgenannter habe den Erstgenannten in Notwehr mit einem schweren Hammer erschlagen.
Die anderen sagen, dass Nefer-au-irmût sich wütend umgedreht habe und beim abgehen gerufen haben soll: "Dämliches Volk von Ramakateka!", daraufhin muss Irmût, der selbst aus der genannten Ortschaft stammt, den Mann von hinten mit seinem schweren Hammer erschlagen haben. Von den Konsequenzen soll hier weiter berichtet werden.
(RBU)

Der Dschungel ist nahe!

Eine Erkenntnis die sich bei den Bewohnern Seku Kesens nur langsam wieder in die Köpfe schleicht, hatte man diese Tatsache in den letzten Jahren doch schlichtweg vergessen oder zumindest verdrängt. Kein Wunder eigentlich, glaubten die Einwohner der Tá'akîb doch, dass sie selbst den Dschungel über die Jahre gezähmt hätten. Ein Fehlurteil, wie sich nun zeigte.
Es war ein ganz normaler Tag, so sagten es alle Zeugen aus, ein ganz normaler Tag in Mebách, dem landwirtschaftlichem Herz Seku Kesens. An diesem Tag lachte die Sonne als Artaî'la wie jeden Tag hinaus auf die Felder ging. Ihr Mann und ihre drei Kinder blieben zunächst auf dem kleinen Hof zurück um noch einige Reparaturen am Gerät vorzunehmen. Erst zur Mittagszeit zog es auch sie hinaus auf die Felder, wo sie den Rest des Tages arbeiteten. Am Abend ging die ganze Familie zurück auf ihren Hof. Dann jedoch muss Artaî'la die folgenschwere Entscheidung getroffen haben zurück auf das Feld zu gehen um eine vergessene Hacke zu holen. Den Menschen hier in Mebách erscheit es als grausiger Wink des Schicksals, dass ihre Mitbürgerin ihr Leben für eine rostige Hacke verloren hat.
Bis zum Morgengrauen war Artaî'la nicht wieder aufgetaucht und auch die Suche ihres Mannes und einiger Nachbarn hatte bis zu diesem Zeitpunkt keinen Erfolg gebracht. Auch die Büttel die hinzugerufen worden waren und die wenigen nisutlichen Soldaten im Ort konnten Artaî'la nicht finden. Sollte sie einfach ihre Familie zurückgelassen haben für einige Abenteuer in der Ferne oder gab es einen anderen Grund? Niemand WUSste etwas genaues, zwei Tage zogen ins Land ohne das Gewissheit herrschte. Doch dann Schlug das Schicksal zu, hart, gezielt und absolut treffsicher. Einige Bewohner des Ortes waren in den Dschungel gegangen um Früchte zu sammeln als sie einen grausamen Fund machten. Eine menschliche Leiche die fürchterlich zugerichtet war, so zerrissen und zerfetzt dass man nicht mehr erkennen konnte wer diese arme Seele jemals gewesen war. Ein fürchterliches Ungetüm muss hier am Werk gewesen sein, so war sofort die einhellige Meinung im Ort. Erst durch die in Fetzen gerissene Kleidung des Opfers konnte festgestellt werden, dass es sich vermutlich um Artaî'la handelt.
Dies vermutlich hat hier eine besondere Bedeutung, denn zunächst wird man es nie mit absoluter Gewissheit wissen, wer die Leiche war, zum anderen tauchten in Mebách kurz nach dem Fund der Toten bereits die ersten Gerüchte auf, Gerüchte über Artaî'la, die sich mit Dämonen eingelassen hätte, ja, gar, daß Artaî'la einen Unschuldigen geopfert hätte um ihr Verschwinden zu inszenieren. Mebách ist dennoch erschüttert über diesen plötzlichen Tod und Seku Kesen ist in Sorge, denn dies ist nicht der erste Fall! Erst vor kurzem wurde eine ähnlich zugerichtete Leiche in der nähe Baráks gefunden worden und auch in Garath werden Personen vermisst. "Alles Zufall" ist die lakonische Stellungnahme der Residenz in Váhyt!
(THU)

Erstes Krokoleder aus Seku Kesen

Erst einen halben Götterlauf ist es er, seit die feierliche Eröffnung der Krokodilzucht in Seku Kesen gefeiert wurde. Selbst der Kanzler der Kemi, Dio Cardassion de Cavazo, beehrte damals den kleinen Ort Barák mit seiner Anwesenheit und auch der damalige Neset ni Djunizes, Kerret Ni Náareb, sprach einige wohlwollende Worte über diese Projekt welches Seku Kesens Wirtschaft nach vorne bringen sollte. Und auch andere wichtige Personen des Káhet waren damals anwesend, wie Nehe'andju Ni'jem'ka oder der Akîb ni Jalob Jábet, Alrik ben Fasim ibn Al´Mansour und nicht zu vergessen der Akîb ni Sarlsund Aramon Seth'ashár, sie alle waren in Barák und feierten dort ein Fest, wie es dieser kleine Ort nie zuvor erlebt hatte. Und wahrlich, die lederhäutigen Echsen, gedeihen prächtig in dem Gehege, das für ihre Zucht angelegt wurde und auch über Nachwuchs braucht man nicht klagen.
Die erhoffte Qualitätssteigerung gegenüber den wilden Tieren dieser Gattung konnte man noch nicht erzielen, doch die fortlaufende Zucht wird auch hier ihre Wirkung zeigen. Dennoch das Jagen und erlegen der Tiere ist hier in den Zuchtbecken wesentlich einfacher als draußen in der Wildnis, so dass die Investition zumindest hier bereits ersten Nutzen zeigt. Die Arbeiter und Arbeiterinnen, die in letzter Zeit die Fütterung etwas intensiviert hatten, konnten so vor kurzem recht gefahrlos die ersten Tiere herausfangen, die sie sofort fachmännisch zerlegten. Die Abgezogene Haut wird sodann in mit einer exotischen Flüssigkeit gefüllte Fässer verpackt und auf den weiten Weg in die nächste Gerberei gebracht. Aber auch die anderen Bestandteile der Krokodile werden verwendet, das Krokodilfleisch wird vielleicht demnächst sogar seinen Weg auf die Teller der Bewohner Seku Kesens finden und einige findige Bürger denken bereits über die Produktion von Krokodilschädelhelmen nach, die eine besonders angsteinflößende Wirkung haben sollen. Aus der Residenz in Váhyt hingegen hört man nur verhaltene Stimmen, die von langfristigen Perspektiven und einem langsamen Aufschwung Seku Kesens sprechen.
Auch wenn es sich seltsam anhört, so scheinen doch die Bürger von Seku Kesen einen weiteren Weg gefunden zu haben, dem Dschungel und seinen Gefahren etwas Profit abzuknöpfen und wer weiß, vielleicht wird Krokodilleder aus den Dschungel Kemis demnächst die Salons des Horasreiches erobern.
(THU)

Váhyt in Aufregung

Teile der váhyter Stadtmauer sind vom Einsturz bedroht. Dieses Gerücht machte vor einigen Tagen in Váhyt, der Hauptstadt Seku Kesens die Runde und ist bis heute noch nicht verstummt. So lange man zurückdenken kann, wurden die Bürgerinnen und Bürger Váhyts durch die Bruchsteinmauer, die Ihre Stadt umgibt vor den Unbill des Dschungels geschützt und nun plötzlich sollte dieser Schutz in sich zusammenfallen. Die Váhyter Volksseele war getroffen, wie ein Stück Stahl in der Schmiede. Als dann auch noch eine schier unvorstellbar hohe Zahl betreffend die Erhaltungskosten, die die Wirtschaftskraft der Stadt um ein vielfaches übersteigt, in den Gassen auftauchte, konnte man die Luft in den Tavernen und Gasthäusern Váhyts förmlich schneiden. An dieser Anspannung änderte auch die Aussage der Lehenscancellaria Meren Jacqestoht, nichts, die in einem Gasthaus erklärte: "Die Mauer ist sicher!"
Erst der Akîb Tahark Anchhabos konnte die Städter wieder beruhigen, als er öffentlich vor seinem Amtssitz erklärte, dass der Zustand der Mauer bei weitem nicht so schlecht sei wie man überall höre. Zudem würde man bald damit beginnen die schadhaften Stellen wiederherzustellen, so dass auch in Zukunft kein Váhyter Angst davor haben muss, des Nachts von einem Jaguar in seiner guten Stube heimgesucht zu werden. Zwar verstummten damit die Gerüchte nicht, aber sie wurden dennoch deutlich leiser.
(THU)

Seesteg für Ywenn

Erst vor kurzem wurde das letzte Wirtschaftsförderungsprojekt, oder wie es im offiziellen Sprachgebraucht heißt, die Maßnahme zur commercialen Erschließung, Entwicklung und Förderung der Tá'akîb Seku Kesen, beendet (die Rabenschwinge berichtete über die krokodillederfarm); doch bereits zuvor wurde in der Residenz zu Váhyt heftigst über ein Anschlussprojekt debattiert, welches dafür sorgen soll, dass Seku Kesen nicht den Anschluss an das restliche Káhet verliert, sondern vielmehr erblüht und gedeiht. Nun endlich nach langem Ringen wurde mit der Projektierung begonnen. Ywenn wird einen Ersatz für seine vor Jahren von Wind, Wetter und vor allem den Launen der See zerstörte Hafenmole erhalten. Der Verlust des Hafens führte in der Vergangenheit dazu, das Ywenn zusehends ins Abseits geriet. Nun wurde beschlossen diesem Abstieg durch den Bau eines Seesteges entgegenzuwirken, der erneut das schnellere Be- und Entladen von Schiffen ermöglichen soll, ohne auf ein Boot zurückgreifen zu müssen. Vielleicht wird diese Vorhaben den, sprichwörtlich am Hungertuch nagenden, Tuchwebern von Ywenn wieder Auftrieb geben, so dass die hier entstehenden Stoffe bald wieder auf den Märkten des Káhet erhältlich sein könnten. Momentan jedoch ist eine Diskussion über die richtige Bautechnik entbrannt, die den Beginn dieses wichtigen Vorhabens immer weiter hinauszögert. Es bleibt also zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen schnellstmöglich einigen, oder der Akîb ein Machtwort spricht.
(THU)

Freudenfeiern in Port Ela

Port Ela, Neu-Maraskan. In Port Ela kam es in Folge der Nachricht der Thronbesteigung von Nisut Ela zu spontanen Jubelfeiern, bei denen sich viel Volk auf den Marktplatz sammelte, der ganze Ort war auf den Beinen. "Lang lebe Nisut Ela !", "Lang lebe Kemi!", war nur einige, der Ausrufe, die immer und immer wider zu hören waren. In den Gassen und den Kneipen waren die Niederhöllen los. Der Akîb Aradjiel Kas Moiran war persönlich verantwortlich dafür, daß es Freibier gab und sicher hat dies maßgeblich mit zu der sehr guten Stimmung beigetragen , allerdings möchten wir den Bewohnern auch eine echte Begeisterung für "ihre" neue Königin nicht absprechen, wie es mehrere Insulaner ausdrückten, denn "immerhin trägt unsere Stadt nicht umsonst diesen schönen Namen, das ist Ehre und Verpflichtung zugleich, da müssen wir doch feiern".
Andere äußerten die Hoffnung, daß ihre heilige Majestät Nisut Ela, Port Ela doch möglichst bald einen Besuch abstatten werde. Ist Port Ela sonst eher eine Stadt, die man besser meidet ( die RS berichtete bereits), so konnte man an diesem Abend den Eindruck gewinnen, es handele sich um eine friedliche und freundliche kleine Stadt. Die Krönung der Feiern war schließlich ein Fackelzug durch die engen, abendlich dunklen Gassen der Stadt, im Hafen wurde dann ein großer Holzstoß zu Ehren der neuen Nisut entzündet, der die Bucht in ein wunderschönes und farbenfrohes Licht tauchte. Noch einmal brandete der Beifall und die Begeisterung in der Menge auf, erst als der Haufen vollends niedergebrannt war, wurden die Rufe leiser und schließlich kehrte auch der letzte heim. Der Akîb gab unserem Rabenschwingeberichterstatter am nächsten Morgen noch die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch, welches wir dem Leser auch nicht verschweigen wollen.

RS (Rabenschwinge): "Werter Akib, es verwundert doch etwas, das ausgerechnet die Bewohner Port Elas mit solcher Begeisterung reagieren, nicht wahr ?"
Akîb Kas Moiran: "Wieso ?! Wir sind nicht minder treue Staatsbürger, bloß weil es bei uns Tarantelwettkämpfe und Diskusläufe gibt, als die Untertanen der Nisut in Tarethon oder sonstwo im Káhet! Mich freut diese Begeisterung natürlich ganz besonders, zeigt sich doch eben dies, und das gilt für jeden Einwohner Neu-Maraskans.
RS: Äh, entschuldigt, das meinte ich nicht... ich wollte nur sagen, daß man in Neu-Maraskan doch bislang immer ein wenig, naja, sozusagen sein eigenes Süppchen gekocht hat und es hier häufig wenig Verständnis für die Politik Khefus...
Akîb Kas Moiran: "Wollt ihr uns beleidigen? Das ist totaler Unsinn!
RS: Naja, aber jedenfalls hat es doch wenig Begeisterung für den Frieden mit dem Mittelreich gegeben, also sind Zweifel bezüglich der Loyal...
Akîb Kas Moiran: (sauer) Schweigt! Das ist ja unerhört, dazu werde ich mich nicht äußern! Ihr Schreiberlinge glaubt doch, daß ihr das Recht habt, alles und jeden zu verunglimpfen!
RS: Aber immerhin gibt es doch hier diese MB...
Akîb Kas Moiran:(sehr sauer) Wir stehen treu hinter Nisut und Vaterland und davon wird uns auch kein noch so aufgeblasener Schreiberling abhalten. Ich lasse mich doch von Euch nicht beleidigen! Wer seid ihr überhaupt, daß Ihr es wagt, über Loyalitäten zu spekulieren? Wißt Ihr denn nur im Ansatz was Treue bedeutet? Habt Ihr überhaupt schon mal ein Schwert gehalten? Habt Ihr mitgekämpft, gegen dieses alanfanische Sklavenhalterpack?!! Nein, habt Ihr nicht! Ihr seid ja wohl mehr ein Mann großer Worte, denn großer Taten!!! Ein Maulheld also! Für Euch heißt Treue vermutlich, immer mal wieder ein paar schmierige Berichte abzuliefern, aber wenn es zur Sache geht, seid ihr einer der ersten, der feige flieht!!!
RS: Nun ja, wechseln wir doch einfach das Thema... Wie ich gehört habe, sind die Untersuchungen bezüglich des Mordes an eurem Vorgänger jetzt abgeschlossen. Was könnt Ihr uns denn dazu sagen?
Akîb Kas Moiran: Nach Abschluß der Untersuchungen hat sich herausgestellt, daß es sich nur um eine Lebensmittelvergiftung handelte. Offenbar hat er etwas zu altes Fleisch gegessen.
RS: Nur eine Lebensmittelvergiftung? Aber die Symptome waren doch höchst merkwürdig, völlig ungewöhnlich für eine einfache Vergiftung. Immerhin ist doch sogar der Leibarzt der...
Akîb Kas Moiran: "Wie ich gerade sagte: eine Lebensmittelvergiftung! Oder wollt ihr etwa auch noch behaupten, daß ich lüge?
RS: Nein, niemals, aber...
Akîb Kas Moiran: Nichts aber! Das Gespräch ist hiermit beendet.
RS: Habt Dank, für die Zeit, die ihr aufgebracht habt!

(PCZ)

Anordnung des Akib ni Neu-Maraskan

Folgendes wird in der Tá'akîb Neu-Maraskan mit sofortiger Wirkung verordnet.

Erstens:

§ 1 III Tarantelkampfverordnung wird wie folgt neu gefasst:

Ausgenommen sind lediglich solche Veranstaltungen, die keinen gewerbsmäßigen, auf Gewinnerzielung gerichteten Zweck haben.

Zweitens:

Zusätzlich wird bis auf weiteres folgende Verordnung erlassen.

Gaststätten und Kneipenverordnung
gültig im Gebiete der Tá'akîb Neu-Maraskan

gegeben im Jahre 31. S.G.

§ 1 [Anmeldepflicht]

I Sämtliche Gastgewerbe und Kneipen sind vor ihrer Einrichtung in der akiblichen Schreibstube anzumelden.
II Anmeldepflichtig sind sämtliche Personen, die eine derartiges Gewerbe betreiben oder betreiben möchten.
IIIFür bereits bestehende Gewerbe gilt die Genehmigung bis zur Anmeldung und endgültigen Genehmigung als vorläufig genehmigt.

§ 2 [Nichtanmeldung]

I Sollte der Anmeldepflicht nicht nachgekommen werden, so sind die entsprechenden Einrichtungen augenblicklich zu schließen und ihr Betrieb unter Strafandrohung zu verbieten.
II Ein Nichterteilen oder Entziehen der Genehmigung, entspricht in den Folgen der Nichtanmeldung.

§ 3 [Erteilung der Genehmigung]

I Die Genehmigung wird erteilt, wenn der Zustand des Gewerbes, der Ruf des Betreibers und die sonstigen Umstände, insbesondere das Öffentliches Wohl und die Gesundheit der gesamten Bevölkerung, dem nicht entgegenstehen.

§4 [Wirkung der Genehmigung]

I Durch die Genehmigung handelt es sich bei dem Gastgewerbe um ein anerkanntes Gastgewerbe.
II Anerkannte Gastgewerbe haben sich an die, in dieser Verordnung unter § 5 genannten Vorschriften zu halten.
III Sollte ein offensichtlicher Verstoß gegen diese Vorschriften vorliegen, so können Auflagen erteilt werden und im letzten Fall auch die Genehmigung vorübergehend oder dauerhaft entzogen werden.

§ 5 [Pflichten]

I Eine Sperrstunde oder sonstige Einschränkungen der Schankzeiten gibt es nicht.
II Der Wirt ist für die Gesundheit und das Wohlergehen seiner Gäste mitverantwortlich. Er hat sie insbesondere vor den Folgen übermäßiger Völlerei und übermäßigen Konsums von Wein, Bier, Schnaps und ähnlichem zu schützen.
III Der Wirt hat sobald wie möglich die Stadtwache zu verständigen, wenn einzelne seiner Gäste sich ungebührlich und unziemlich verhalten und dadurch den Betrieb erheblich stören oder andere Gäste beleidigen und belästigen.
IV Der Wirt muß dem übernachtungswilligen Gast noch vor dem Beginn der Nacht und der Nutzung des Zimmers eindeutig mitgeteilt haben, wieviel selbiges nebst einfacher Speise kosten solle. Im übrigen ist unangemessener Wucher dem anerkannten Wirte verboten.
V Der Wirt ist verpflichtet, dem Gast Schutz zu gewähren, und ihn im Sinne seines persönlichen Glaubens, entweder als Bruder oder unter Travias Schutz zu empfangen und zu bewirten, sofern der Gast den Eindruck macht, selbige Unterbringung auch zahlen zu können.

§ 6 [Schlussvorschrift]

I Im übrigen bleiben sämtliche anderen Vorschriften in ihrer Wirksamkeit unberührt, insbesondere kann eine weitergehende Bestrafung des Nichteinhaltens dieser Vorschriften im Rahmen des CCC erfolgen.

II Diese Verordnung tritt mit sofortiger Wirkung für das gesamte Gebiet der Tá'akîb Neu-Maraskan in Kraft und bleibt bis auf Widerruf oder Abänderung gültig.
(PCZ)

"Schlangenkontor" expandiert

Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu hören war, hat das Handelshaus Ni´jem´ka im abgelaufenen Geschäftsjahr ein ordentliches Gewinn- und Umsatzplus erwirtschaftet.
Der ansonsten zurückhaltende Akîb ni Táîmen bestätigte auf unsere Nachfrage hin, dass es in der Tat einen deutlichen Mehrgewinn gegeben habe. Vor allem durch die Unterstützung des Neset ni Djunizes und der MHV konnte der Absatz von Rum und Tabak innerhalb Djunizes spürbar gesteigert werden.
Zu weiteren Plänen wollte sich das Familienoberhaupt nicht auslassen. Doch vermuten Kenner des Umfeldes, dass der Akîb einen Teil des Gewinns sogleich wieder investieren wird, um die Stellung seines Hauses zu stärken. Dafür spräche auch, dass in den letzten Wochen bei Gereh ibn Dalasch im Norden der Tá´akîb drei weitere Plantagen fertiggestellt worden sind. Diese Meldungen korrespondieren mit denen, die unsere Redaktion unmittelbar zuvor erhalten hatte. So soll es in Táîmen aufgrund des wirtschaftlichen Wachstums auch einen Bevölkerungszuwachs gegeben haben. Das Handelshaus hat angabegemäss für vier Pflanzerfamilien ein neues Zuhause geschaffen. Was an der Meldung über eine äusserst erfolgreiche Horasiats-Reise von Kem´bik Ni´jem´ka dran ist, konnte unser Blatt nicht in Erfahrung bringen. Doch gilt es als sicher, dass er mit dem familieneigenen Schiff etliche Woche unterwegs war...
(ESA)

Die Strassen in Táyab sorgen für Regung

Endlich ist es soweit, zwei Baustellen wurden in Táyâb eröffnet. Bei Yryet wurde ein Lager aufgebaut, Arbeitskräfte wurden mobilisiert, Materialien und Werkzeuge herbeigeschafft. Menschen laufen hin und her, Holz wird von einem Ort zum andern gebracht, hier hört man eifriges Sägen und dort lautes Hämmern. Dies sind die Anzeichen, dass alles für den Ausbau des Weges von Yryet nach Ramakateka bereit ist. Da dies den Táyabern jedoch nicht schnell genug ist, beginnen sie die Arbeiten an dem Weg auch schon in Ramakateka, so dass die Arbeitskräfte irgendwann mal zwischen beiden Orten zusammentreffen. Sind die Knüppeldämme an dieser Strasse erstmal fertig gestellt, so will man hier keineswegs eine Pause machen, sondern möchte soweit möglich mit dem Ausbau des Weges zwischen Ramakateka und Heryet beginnen.
Von der Ausbesserung des Weges verspricht man sich nicht nur, dass Reisende bequemer unterwegs sind, sondern dass auch der Handel angeregt wird, da man Waren vom Hafen in Yryet von dort aus nun schneller und besser ins Innland transportieren kann. Über den Verlauf der Arbeiten wird hier weiterhin berichtet werden.
(RAB)

Sákem: dreister Raum am helllichten Tage

Wie uns aus berufenen Munde mitgeteilt wurde, kam es in der Provinz Sákem zu einem dreisten Raubüberfall. Da die Ermittlungen noch laufen, gebe es keine weiteren Information zum Betroffenen, doch handele es sich bei dem Unglücklichen um einen Edlen aus Vinsalt. Dieser befand sich zum Zeitpunkt der Tat auf der Durchreise und wollte nach eigener Aussage, „kurz Luftschnappen“.
Weiter sagte er, „So etwas sei ihm noch nie passiert. Er fühle sich direkt in den wilden Norden versetzt und verlange nun schnellstmögliche Aufklärung.“
Bis zur Lösung des Falles wurde dem Edlen eine Unterkunft auf Kosten der Akîbet in einem der Sákemer Gasthäuser zugewiesen. Man hat uns mitgeteilt, dass es bereits erste Spuren gebe. Jedoch wäre eine Mithilfe der Bevölkerung hilfreich. Sachdienliche Hinweise bitte an die ermittelnden Büttel.
(SQU)

Skandal in Sákem: Strauchdieb gibt sich als Edler aus

Wie wir berichtet haben, gab es vor drei Tagen einen Raubüberfall in der provinz Sákem. Nun weitet sich diese Angelegenheit aus, denn es ist bekannt geworden, dass das Opfer, angeblich ein Edler aus Vinsalt, wahrscheinlich ein Schwindler ist. Der Zufall brachte eine Person gleichen Namens nach Dreiwegen, diese konnte sich ausweisen und bezichtigte sodann das Opfer als Schwindler. Es wurde nun beim Liebfelder Botschafter angefragt, ob er dieses Verwirrspiel durch sachdienliche Hinweise aufklären könne. Bisher steht jedoch eine Antwort des Botschafters aus. Solange diese Antwort nicht erfolgt, haben sich die beiden betroffenen Personen bereit erklärt in Dreiwegen auf eigene Kosten zu verweilen.
(SQU)

Anordnung des Akib ni Neu-Maraskan

Folgendes wird in der Tá'akîb Neu-Maraskan mit sofortiger Wirkung verordnet.

I. Sämtliche Beschränkungen in Zusammenhang mit dem bislang geltenden Verbot von Tarantelkämpfen sind mit sofortiger Wirkung wieder aufgehoben.

II. Stattdessen wird vorerst folgende Regelung erlassen.

§ 1

I Sämtliche Tarantelkämpfe sind in der Schreibstube des Akibs anzumelden.

II Anmeldepflichtig sind sämtliche Personen, die einen solchen Wettkampf organisieren oder mit ihren Tieren daran teilnehmen wollen. Es genügt, wenn eine der anmeldepflichtigen Personen derselben Pflicht nachkommt, wenn die anderen Anmeldepflichtigen bei der Anmeldung namentlich genannt werden.

II Dies hat bei einmalig stattfinden Wettkämpfen mind. eine Woche vor Beginn, bei regelmäßigen und zumindest jährlich wiederkehrenden Kämpfen mind. einen Mond vorher, zu geschehen.

III Ausgenommen sind lediglich solche Veranstaltungen, die keinen gewerbsmäßigen, auf Gewinnerzielung gerichteten Zweck haben oder lediglich zum Zwecke einer Wette über Geld oder sonstige Güter stattfinden.

§ 2

Sollte der Anmeldepflicht nicht nachgekommen werden, so sind die entsprechenden Personen mit einem Bußgeld zu belegen, bei mehrfachem Verstoß auch mit einer härteren Strafe.

§ 3

I Die Genehmigung wird, sofern öffentliche Sicherheit und Ordnung, sowie die Gesundheit der Bevölkerung dies zulassen, nach der Entrichtung einer Sondernutzungsgebühr erteilt.

II Die Höhe der Gebühr bemißt sich nach der Zahl der Zuschauer und nach den zu ergreifenden Sicherungsmaßnahmen. In jedem Fall fällt allerdings eine Gebühr in Höhe von einem Hedsch pro Veranstaltung an.

III Im übrigen können den Veranstaltern auch weitergehende Verpflichtungen auferlegt werden.

§ 4

Diese Verordnung tritt mit sofortiger Wirkung für das gesamte Gebiet der Tá'akîb Neu-Maraskan in Kraft und bleibt bis auf Widerruf oder Abänderung gültig.
(PCZ)

WERBENACHRICHT

Bekanntmachung des Akîbs ni Neu-Maraskan: Wunderschöne Strände! Traumhafte Landschaften! Günstige Preise!
Ein Besuch in Port Ela lohnt sich !!

Ihr möchtet einmal einen schönen Urlaub verbringen, Euch endlich vom Mühsal des Alltags befreien oder einfach mal etwas Neues erleben?
Kommt, und besucht Port Ela! Gelegen mitten in der wunderschönen Bucht von Hôt-Alem, eine Insel mitten im azurblauen Wasser der Bucht. Umspült von sanften Wellen und schönen Wogen - ruht Euch einfach einmal aus! Oder wollt Ihr die Gassen des berühmten Maraskanviertels besuchen, mit den jetzt wieder zugelassenen Tarantelkämpfen einen kleinen Wetteinsatz riskieren oder einfach nur den Kampf betrachten? Aber auch die Kneipen und Gashäuser Port Elas sind eine Reise wert!

Oder seid Ihr vielleicht an alter echsischer Kultur interessiert? Davon haben wir mehr als genug!
Verbringt einige Stunden zwischen den Ruinen der Hauptinsel und lasst Euch begeistern von den Überresten einer früheren Stadt!

Immer noch nicht genug? Dann können wir Euch noch Fahrten zu den Solitärinseln anbieten - solch eine Schönheit habt Ihr noch nicht gesehen, Ihr werdet begeistert sein, denn es gibt wahrlich keine hübscheren Inseln kemi- und wohl auch nicht dereweit.

Solltet Ihr Interesse an einer Reise haben und Euch vorab allgemein oder ganz speziell informieren wollen, so könnt Ihr Euch jederzeit an das neugeschaffene akîbliche Informationsbüro in Port Ela wenden.

Soltain Wersoziber
Schreiber des Akîb ni Neu-Maraskan
Informationsbüro Port Ela

(Die "Rabenschwinge" übernimmt keinerlei redaktionelle Verantwortung für den Inhalt von Werbe nachrichten!)

(PCZ)

Mordanschlag auf Scheijian Mehitabijel Hama'dried, Akîb Ni Neu-Maraskan
Akîb schwebt in Lebensgefahr!

In Port Ela (Neu-Maraskan) ist es zu einer schrecklichen Tat gekommen, wie inzwischen bekannt wurde, schwebt der Akib in Lebensgefahr.
Wohlgeboren Schejian ist nicht auf offener Straße angegriffen worden, was bei den chaotischen Verhältnissen in Neu-Maraskan nicht ungewöhnlich wäre, sondern offenbar auf mysteriöse Weise vergiftet worden. Das zumindest bestätigte der herbeigerufene Medicus. Welcher Art das Gift ist, wie der Akib vergiftet wurde, ob und welche Überlebenschancen der Vergiftete hat, weiß auch er nicht oder wollte er nicht sagen. Nur daß keine äußeren Verletzungen erkennbar seien, wollte er bestätigen. Im Moment sei der Patient nicht mehr bei Bewußtsein und werde von starken Fieberschüben geplagt; der gesamte Körper sei stark gerötet und überall angeschwollen. Er wisse nicht ob der Vergiftete es überleben werde, er sei sich aber sicher, daß er bleibende Schäden davon tragen werde, da es sich wohl um ein starkes Gift handele. Es fragt sich, wer für diesen feigen Anschlag verantwortlich ist. Wilde Spekulationen kann man jetzt bereits in den Kneipen Port Ela hören, wobei wir diese hier nur wiedergeben wollen und keinesfalls für richtig halten. Nach diesen habe sich der Akib zu sehr in die Geschäfte der hiesigen Piraten eingemischt, sie dabei gestört und deshalb sei es dazu gekommen. Aber auch der Akîb sei selbst als Pirat und Schmuggler tätig gewesen und habe bei der Beuteverteilung seine Mannschaft über den Tisch gezogen, kann man hören. Andere behaupten wiederum, daß es Rache für den "angeblichen Mord" Scheijians an seinem Bruder sei, einige behaupten gar der Bruder würde noch leben und habe ihn aus Rache umbringen wollen. Man kann auch noch ein paar abstrusere Spekulationen hören, aber diese sind mehr als nur unglaubwürdig oder merkwürdig.
Man muß wohl davon ausgehen, daß der Akib sein Amt nicht weiter ausüben kann, wobei sich sowieso die Frage stellt, ob er sonderlich erfolgreich war, denn Port Ela und Neu-Maraskan ist noch immer ein Räubernest, so wurde der Autor dieses Textes und Berichterstatter der Rabenschwinge doch tatsächlich auf offener Straße von Halunken ausgeraubt, am helllichten Tage!!!
Und die Stadtmiliz, abgesehen davon, daß die Menge des von dieser offenbar genossen Alkohols, noch deutlich wahrnehmbar war, hielt es nicht für erforderlich weitergehend durchzugreifen. Gerade um das zu ändern war Scheijan angetreten, doch die Zustände sind untragbar! Es muß dort endlich etwas geschehen, die mehr oder mindere offene Gesetzlosigkeit und die Anwesenheit von Schmugglern muß, wenn nicht beseitigt, so doch zumindest auf ein erträgliches Maß vermildert werden. Froh die Insel wieder verlassen zu haben, schließe ich meinen Bericht.
(PCZ)

Öffentliche Abstrafung - Neset ni Djunizes zieht Schlußstrich
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weitere wirtschaftliche Neuerungen geplant

Dreiwegen - Yryet / Djunizes: Nach Monden des Zwistes und Haders, gepaart mit teils groben Insubordinationen und persönlichen Affronts, zieht der Neset ni Djunizes, Kerret ni Náareb, einen Schlußstrich unter das leidige Thema "Me'káth". Nachdem der Neset, so ist hinter vorgehaltener Hand zu erfahren, bereits mehrmals innerhalb der letzten Monde auf die Affronts und Befehlsverweigerungen des damaligen Akîbs ni Taîmen Kemet'amun Me'káth mit teils harscher Kritik reagierte, so soll bei einem der letzten Treffen dem Neset endgültig die Geduld ausgegangen sein.
Wie von verschiedenen Seiten zu erfahren war, hatte sich der Me'káth des öfteren über direkte Befehle des Nesets hinweggesetzt und anderweitige Absprachen aus unerfindlichen Gründen nicht eingehalten. Dem verständigen Beobachter wird noch ein Flugblatt des Me'káth in Erinnerung sein, in welchem er die Idee einer djunizeer Warenbörse dreist als seine eigene Idee verkaufte. Des weiteren scheinen auch Probleme im nachbarschaftlichen Miteinander der anderen Akîbs Djunizes' bestanden haben, ja sogar mit den Sahs aus Taîmen selbst.
Hier ist es sehr verwunderlich, daß der Neset ni Djunizes, seines Zeichens auch Cronanwalt der Kemi, nicht sogleich mit dem Akîb ins Gericht ging. Allerdings soll der Me'káth einige Schimpftiraden über sich hat ergehen lassen müssen, als er wieder einmal beim Neset vorstellig werden mußte. Aus diesem Anlaß liegt der Redaktion der RS-Aktuell seit heute eine offizielle Stellungnahme seitens des Nesets vor, die wir dem geneigten Leser nicht vorenthalten möchten:

"Hiermit tut der Neset ni Djunizes Kund und zu Wissen:
Aufgrund dauernder und permanenter Ignorierung der borongegebenen Ordnung Djunizes' müssen Wir Kemet'amun Me'káth öffentlich verwarnen!
Nicht nur die herrschaftliche Ordnung und Weisungskette scheint dem Subjekt nicht bekannt zu sein, sondern die Dreistigkeit, mit welcher nesetliche Projekte unter eigenem Namen geführt werden, widerspricht der Grundordnung des Reiches und dem erforderlichem Respekt gegenüber Höhergestellten in derart infamer Weise, daß Unsere Geduld nun vollständig aufgebraucht ist.
Trotz mehrfacher persönlicher Maßregelung scheint das Subjekt bislang nicht einsichtig. Trotz allem gewähren wir Euch, Kemet'amun Me'káth, eine letzte Möglichkeit, um Euch in die borongefällige Ordnung Djunizes einzugliedern.

In Unserer Großmut und in der Hoffnung auf eine einsichtige Zukunft seitens des Bescholtenen verzichten Wir daher hier auf eine Klage vor dem Crongericht der Kemi.

Für die Nisut!

Gez.
Kerret ni Náareb
Neset ni Djunizes
Cronanwalt der Kemi
Direktor für Provinzüberwachung
Sah ni Yryet"

Ob und inwieweit diese öffentliche Abstrafung nun einen Schlußstrich unter das Thema "Me'káth" zieht, bleibt indes abzuwarten.

Zumindest scheint es auf einige anderen Ebenen in Djunizes voran zu gehen. So sollen bereits die konkreten Pläne für die Warenbörse fertiggestellt sein, welche in den letzten Monden immer wieder verschoben werden mußte (teils auch wegen der oben geschilderten Vorkommnisse). Zudem munkelt man, daß auch Pläne für eine weitergehende wirtschaftliche Umwälzung in Djunizes bestehen.
Wie bereits vor einigen Wochen gemeldet, sollen bereits Einrichtungen der Tá'neset Djunizes in Planung sein, welche sich vor Ort um die Belange der Gewerbetreibenden kümmern sollen. Ob dies lediglich Einrichtungen der Tá'neset Djunizes sind, oder ob hier auch Privatleute aktiv werden, und inwieweit der Maraskanische Händlerverband M.H.V. eingebunden ist, kann hier noch nicht abschließend gesagt werden.
Allerdings ist dem Neset weiterhin alles Gute zu wünschen bei dem schwierigen Unterfangen, Djunizes auch wirtschaftlich auf einen grüneren Zweig zu führen. Die Redaktion der RS-Aktuell wird Euch wie immer auf dem laufenden halten.
Wen're H'Anch
(BCP)

Infrastrukturprogramm für Táyab geplant

Aus gut unterrichteten Kreisen wird verlautet, dass wohl in den nächsten Monden mit dem Ausbau der Straßenverbindung zwischen Yryet, dem nesetlichen Privatsitz, und Heryet zu rechnen ist. Derzeit befänden sich die maßgebenden Verantwortlichen in Verhandlungen über das Zusammenbringen der finanziellen Mittel, sowie über das Zusammenstellen der benötigten Materialien und Arbeitskräfte. Wie bereits Akîb Razmin ibn Melahath bemängelte, befindet sich die Straße in beklagenswertem Zustand, so daß eine Ausbesserung und ein Ausbau unverzichtbar ist. Auch bei diesem Projekt soll sich der Neset höchstselbstens und die Maraskanische Händlerverband M.H.V. finanziell und logistisch beteiligen.
Wen're H'Anch
(BPO)

Neues einflußreiches Händlerkonsortium in Djunizes in Planung?

Bereits seit einigen Wochen wird, mehr oder weniger öffentlich, über die Gründung eine neuen Händlerkonsortiums spekuliert, welches vor allem den innerdjunizeer Handel stärken soll. Welche Gruppen dahinter stehen ist allerdings bisher unbekannt. Ebenso ist es reine Spekulation, dass die Installation der Warenbörse von Djunizes, welche unmittelbar bevorstehen soll und eifrig verhandelt wird, damit in Verbindung stünde. Vielmehr dürfte es sich hierbei um gezielte Störversuche von Außenstehenden handeln, welche der Stärkung Djunizes' entgegenstehen. Wie bereits bei der Gründung des M.H.V. durch den Neset ni Djunizes und den maraskanischen Händlern dürfte es sich hier um den Widerstand außerdjunizeer Handelscompagnien handeln.
Selbstverständlich werden wir Euch, geneigter Leser, geneigte Leserin, hier in der RS-Aktuell weiterhin informieren, sobald etwas Licht ins Dunkel gebracht werden kann. Dem Neset ni Djunizes, Kerret ni Náareb, kann hier nur gewünscht werden, mit aller Konsequenz und Kraft gegen störende Elemente vorzugehen, welche den Fortschritt Djunizes' verhindern wollen.
Wen're H'Anch
(BPO)

Bartelbaumbier auf Seku Kesens Baustellen verboten!

Es geschah am Morgen, als sich die Arbeiter an der Krokodilzucht im seku kesenschen Barak gerade zur Frühstückspause versammelt hatten. Die Holzbecher gefüllt mit gutem Bartelbaumbier, um den Arbeitstag angenehmer zu gestalten. Plötzlich, Stille im umgebenden Dschungel, keine Laute von Vögeln oder anderem Getier, doch von den Anwesenden bemerkte niemand etwas, zu laut waren die Gespräche zwischen den einzelnen Arbeitern. Doch selbst wenn jemand etwas gemerkt hätte, wären die folgenden Ereignisse nicht mehr aufzuhalten gewesen, denn mit erschreckender Lärmentwicklung brach eine geschlossene Phalanx von zehn PeiPei Asseln aus dem dichten Unterholz und stürmten direkt auf die fassungslosen Arbeiter zu. Erst als es einer der Arbeiterinnen geistesgegenwärtig gelang, den heran stürmenden Asseln das Bierfaß entgegen zu rollen, hatte der Spuk ein Ende. Die Bilanz der zuvor ausgebrochenen Panik: zwei gebrochene Arme, zahlreiche Stauchungen, Quetschungen und Prellungen. Als Reaktion auf diesen Vorfall wurde von der Verwaltung in Váhyt der Ausschank von Bartelbaumbier auf allen Baustellen Seku Kesens untersagt, auf das sich solche Vorfälle nicht mehr wiederholen mögen.
(THU)

Mebáchs Böttcher rüsten weiter auf

Ein neues Wirtschaftsgebäude nahm die mebacher Böttcherei der Familie Rotenfeder letzte Wochen in betrieb. Wie der Sohn mittelreichischer Einwanderer Alswulf Rotenfeder mitteilte, war die Erweiterung des Betriebes durch die stark gestiegene Nachfrage notwendig geworden. "Die Blutige See" hat die nachfrage nach großen Wasserfässern extrem steigen lassen. Keiner weiß mehr wann er einen wirklich sicheren Hafen mit Frischwasser erreicht, daher nehmen viele Kapitäne lieber ein zwei Fässer mehr mit. Die Böttcherei Rotenfeder ist spezialisiert auf großvolumige Transport- und Reifefässer, ein zweites Standbein baut sich die Familie derzeit durch Exporte in das Horasreich auf. Alswulf Rotenfeder dazu: "Vor allem beim Wein kommt es auf die Holzart der Fässer an, und das kemsche Edelholz eignet sich hervorragen für schwere Weine. Noch ist die Exportzahl unsere Fässer gering, wir hoffen jedoch auf eine steigende Nachfrage für einen eventuellen Siegeswein wenn sich der latente Konflikt mit den Thorwalern endlich gelöst hat."
(THU)

Baubeginn der Krokodilzucht in Barák

Später als zunächst geplant fand letzte Woche die Grundsteinlegung der Krokodilzucht in Barák statt. Zu den Verzögerungen war es, nach Auskunft der Administration, durch mehrere starke Regenfälle gekommen, die den Boden extrem aufgeweicht hatten und ein vorankommen der Rohdungsarbeiten fast unmöglich machten. Dennoch jetzt ist es geschafft und zur Mittagsstunde konnte Akîb Tahark Anchhabos, vor dem guten Dutzend geladener Gäste, den ersten Spatenstich tätigen, auch die Gäste folgten dem Beispiel des Akîb ni Seku Kesen und so konnte bald der Grundstein unter dem ersten Holzbalken versenkt werden. Beim anschließenden Bankett in kleiner Runde konnte man viele positive Stimmen hören, die diese Projekt als richtungsweisend für die Ta’akib Seku Kesen einstuften. Auch der anwesende Neset Kerret ni Náareb fand in seiner Rede nur anerkennende Worte für die Initiative Seku Kesens und forderte den kemschen Adel dazu auf, selbst solche Projekte ins Leben zu rufen, Worte die Akîb Anchhabos sichtlich schmeichelten. Zum Abschluß des kleinen Bankettes ließ sich bei den Anwesenden eine euphorische Stimmung erkennen, die diese wohl auch mit nach Hause nahmen. So bleibt nur zu hoffen, daß es beim eigentlichen Bau der Anlage nicht zu eben solchen Verzögerungen kommt, wie bei ihrer Grundsteinlegung.
(THU)

Zuschlag für Barák – neuer Standort für Wirtschaftsprojekt in Seku Kesen gefunden

"Es geht aufwärts in Seku Kesen" mit diesen Worten wurde heute zu Váhyt das Ergebnis einer Grundstückssuche bekanntgegeben. Tahar Anchhabos der Akîb ni Seku Kesen hielt im Anschluß an die öffentliche Verkündung, an der immerhin 12 interessierte Bürger teilnahmen eine kurze Rede:
"...Mit Barák wurde ein mehr als geeigneter Standort gewählt um dem Projekt eine glorreiche Zukunft zu versprechen. Auch wird durch die Errichtung hier das Zentralgebiet von Seku Kesen wirtschaftlich gestärkt und gefördert..."
Der geneigte Leser, die geneigte Leserin mag sich nun Fragen um welche Art es sich bei dem in Angriff genommenen Projekt handelt. Eine nicht gerade leicht zu beantwortende Frage, schwirren doch durch die Büros der Verwaltung in Váhyt einige Gerüchte bezüglich der langfristigen Planung. In Barák konkret geht es um die Errichtung einer Krokodilfarm die vornehmlich der Produktion von Leder dienen soll, wie man es für Lederbekleidung oder die Erstellung von Schmiedeschürzen und Lederrüstungen braucht. Auch für das Krokodilfleisch rechnet man sich einige Exportchancen aus, doch zunächst muß das Land auf dem die Krokodilzucht demnächst entstehen soll erst einmal gerodet werden. Momentan erstreckt sich dort nämlich noch das undurchdringliche Dickicht des kemschen Dschungels den es erst einmal zu bezwingen gilt.
(THU)

Mahnmal eingeweiht

Ein schwarzer Stein auf einem Sockel, so muß es dem flüchtigen Betrachter erscheinen, das neue Mahnmal in Váhyt. Bei genauerem hinsehen fällt einem noch der eingemeißelte Rabe auf, der den Stein ziert. In einer Nische am Rande des zentralen Platzes von Váhyt hat man ihn heute aufgestellt und der Akîb hat einige Worte an die anwesenden Bürger der Stadt gerichtet. Von festen Glauben an die Gerechtigkeit des Herren Boron war die Rede, vom stetigen Gedenken an die Toten und von einer Mahnung an die Handwerker, daß sie auch bei ihrer Tätigkeit ständig wachsam sein müssen. Mit diesem Ereignis einher ist auch endlich das Kapitel des Schmiedebrandes in Váhyt abgeschlossen. Das neu errichtete Bauwerk wurde seiner Bestimmung übergeben und von dem Alten ist nur noch der schwarze Stein übrig, der von nun an, an dieses Ereignis erinnern wird und die Gläubigen zum Gebet im nahen Tempel anhalten soll. (THU)

Sah Ni Ramakateka verletzt

Am 13. des Mondes wurde Sah Äethriêl Rabenklaue, durch Magie in Gestalt eines Königsadlers verwandelt, von einem übereifrigen Jäger angeschossen. Der Sah wurde zum Glück nur leicht verletzt und er konnte den übereifrigen Jäger fassen. Zur Rede gestellt meinte der Mann mit Namen Chium Kath'hem, noch nie ein Tier dieser Art gesehen und sich vom Federkleid des Vogels reiche Beute erhofft zu haben. Sah Rabenklaue nahm daraufhin Kontakt mit seinem Akîb Razmin ed Melahath auf und ließ folgenden Erlass ausrufen:
"Wer durch den Dschungel der Tà'Akîb Táyab streift, um der Jagd auf Vögel nachzugehen, dem sei angeraten, sein auserkorenes Opfer zweimal zu begutachten. Sieht er sich einem schwarz gefiederten, an Kopf, Brust und Flügelspitzen weiß gezeichneten, knapp drei und einen halben Schritt Weite messenden Raubvogel gegenüber, ist vom Schusse abzulassen - wahrscheinlich ist es, dass der Jäger dem Sah der Tásah Ramakateka, dem Elfen Äethriêl Rabenklaue, in verwandelter Form gegenübersteht!"
Chium Kat'hem wurde verwarnt und als Wiedergutmachung dazu verpflichtet, für die kommenden drei Monde den fünften Teil seiner Jagdbeute den Bewohnern des Dorfes Ramakateka zu überlassen.
(ARW)

Die Wege in Táyâb - Eine Katastrophe, die beendet werden kann

"Táyâber Volk und all ihr anderen denen etwas an Táyâb liegt...", so begann einmal der Akîb ni Táyâb Razmin ibn Melahath eine kleine Rede am Golgari Platz in Yryet. Nicht viele bekamen etwas davon mit, deshalb wollen wir durch diesen Artikel noch einmal darauf aufmerksam machen: Die Strasse Yryet über Ramakateka nach Heryet ist in einem miserablen Zustand, worauf der hochgeschätzte Sah Äetrhiel Rabenklaue den Akîb schon vor geraumer Zeit hinwies. Die Pflanzen überwuchern den Boden, so dass dieser vom Dschungel nicht mehr zu unterscheiden ist, und man kann Löcher finden, die nach Regenfällen Seen gleichen. (Wer es nicht glaubt, sollte mal selbst von Yryet nach Heryet reisen. )
Es ist im Interesse vieler, dass die Strassen ausgebaut werden. Zunächst werden bessere Wege dem allgemeinen Volk nützlich sein, also jedem Táyâber. Andererseits helfen bessere Strassen auch Kaufmännern aus anderen Baronien und Ländern, bringen also unsere Wirtschaft in Schwung. Die Waren könnten durch bessere Wege schneller und unbeschadeter zum Zielort gebracht werden. Für Waren, die von unserem Hafen in unsere benachbarten Tá'akîbs gebracht werden, ist diese Verbindung sehr wichtig. All dies hilft also jedem Kaufmann der diese Route benutzt und im Endeffekt hilft dies durch die Steigerung der Wirtschaftsproduktivität dem Volke Táyâbs. Viele Arbeitskräfte, Werkzeuge und viel Holz werden benötigt, um die Strassen auszubauen. Dies kostet jedoch sehr viel. Einen kleinen Teil möchte der Akîb ni Táyâb selbst beisteuern, doch nun wendet er sich an alle Kaufmänner, Wohlhabende, Adlige anderer Tá'akîbs und an das ganze Volk Táyâbs, er bittet um Hilfe und Vorschläge für dieses Projekt.
Für Táyâber Volk und Kemi Reich!
Goswin Bergenfried, Schreiber des Akîbs Razmin ibn Melahath ni Táyâb
(RBU)

Neuordnung in Táîmen

Vor kurzem noch herrschte in der Tá'akîb Táîimen grosse Aufregung. Boronian Me'káth verstieß seinen Cousin Kemet'amûn - den amtierenden Akîb - aus der Familie.
Doch der Magus schaffte es, das scheinbar entstehende Machtvakuum und die innere Zerissenheit der Familie nicht zum belastenden Faktor für die Politik der ihm anvertrauten Lande werden zu lassen. Nachdem er sich von den ihm gefolgten Familienmitgliedern der Me'káth zum Oberhaupt wählen ließ, begann er Gespräche mit der ihm seit Amtsantritt nahe stehenden Familie Ni'jem'ka. Nun ließ der Akîb verlauten - entgegen früherem Gebaren ohne sich öffentlich gross in Szene zu setzen - daß die verstossenen Me'káth fürderhin in der Händlerfamilie aufgehen und er als Familienoberhaupt selbige mitleiten wird.
Über Details ist nichts zu erfahren, doch kann man davon ausgehen, daß wirtschaftliche Interessen massiven Niederschlag bei der Einigung gefunden haben, gilt doch der Akîb als ein Förderer des Handels und sind die Ni'jem'ka eine Familie, die sich dem Commerz verschrieben hat.
Es scheint sich einiges geändert zu haben in Porto de Cavazo, der Hauptstadt der Tá'akîb. So ist aus dem Zusammengehen der verstossenen Me'kàth und der Ni'jem'ka ein solides Fundament für die weitere Entwicklung der Baronie gelegt worden. Auch der Ton des Akîb ist ein anderer geworden. Ruhig und bescheiden kommt er inzwischen daher; und das steht ganz im Gegensatz zu seinen ersten Auftritten im Káhet...
(ESA)

Überfall auf Achaz-Dorf

Wie unsere Redaktion erfahren hat, spielte sich vor der Küste der Baronie Zenach (Provinz Djunizes) vor wenigen Tagen grauenvolles ab: Ein wohl aus Charypso stammendes Schiff, das unter der gefürchteten Piratenflagge segelte, hat am Abend des letzten Marktags ein strandnahes Achaz-Dorf mit Hylailer Feuer niedergebrannt. Dabei seien wohl an die 50 Echsenmenschen ums Leben gekommen. Gründe für diese Tat konnten nicht ermittelt werden, aber laut Augenzeugenberichten einer Gruppe Glücksritter aus dem Norden soll es sich bei dem Anführer der Piraten um den, für seine grundlose Grausamkeit bekannten, Echsenhasser "Schakal" handeln. Ob dies eine Einzeltat bleibt, oder ob sich ein Kriegszug gegen die Achaz ankündigt wird die Zukunft zeigen. Von den Achaz war nur zu erfahren, daß es jetzt Beratungen der Stammesführer und Bewahrer geben werde, wie mit dieser neuerlichen Bedrohung umzugehen sei.
(Wer mehr über diese Geschehnisse erfahren will, dem sei das Abenteuer "Echsen & Piraten" angeraten)
(HHI)

Neuordnung in Táîmen - zweiter Teil

Wie gewöhnlich gut unterrichtete Kreise informierten uns über weitere Veränderungen in der Tá'akîb Táîmen, die weit über das augenscheinliche Zusammengehen der verstossenen Me'káth mit der Familie Ni'jem'ka hinausgehen.
So soll es dem Akîb wohl gelungen sein, für die Familie Ni'jem'ka (Tabak) und die Familie Bragosch (Rum) den Titel eines fürstlichen Hoflieferanten zu erwerben. Die Ausgangsposition, die sich die Händler dadurch schaffen würden, ist durchaus als gut zu beurteilen, bestätigt ein solcher Titel doch Qualität und verspricht ordentliches Mehrgeschäft. Eine Stellungnahme seitens des Akîb war nicht zu erhalten.
Aufmerksame Beobachter konnten zudem feststellen, daß in den letzten Tagen einige unauffällige Personen - die immer zu zweit auftraten - die Kneipen und Hütchenspieler "besuchten". Der Hintergrund allerdings ist unklar.
(ESA)

Mysteriöse Todesfälle in Port Ela

Wie unsere Korrespondenten berichten wurde vor wenigen Tagen zum wiederholten Male ein Leichnam in den Straßen Port Elas gefunden. Dieser für eine Stadt in der überwiegend Menschen Maraskanischer Herkunft leben vielleicht nicht ganz so ungewöhnlicher Vorfall hat dennoch eine gewisse Bedeutung. Immerhin ist es der 4. Vorfall dieser Art, bei dem eindeutige Anzeichen einer Vergiftung durch das Gift der Maraske, welches hochpotent und einfach in der Herstellung ist, festgestellt wurden. Bei jedem der aufgefundenen Toten, handelt es sich um Ortsfremde, geraubt wurde ihnen nichts.
Akîb Scheijian Mehitabijel Hama´dried, hat ein sofortiges Verbot der bei der Bevölkerung beliebten "Tarantelkämpfe" erlassen und die Beschlagnahmung sämtlicher sich in Privatbesitz befindlicher Maraskantaranteln angeordnet.
Ob diese Maßnahmen greifen werden bleibt ungewiss, denn bisher war Neu-Maraskan eher bekannt für seine wilden Raufereien und berühmt berüchtigte Piraten, welche in dieser Provinz aufgewachsen sind.
(MRO)

Schrecklicher Unfall in Váhyt

Wie unsere Korrespondenten berichten, ist es vor kurzem zu einem schrecklichen Unfall in der Hauptstadt der Tá'akîb Seku Kesen gekommen. Es war etwa gegen Mittag, als es in der örtlichen Schmiede, in der Nähe des Borontempels gelegen, zu einer Tragödie kam, in deren Verlauf zwei Menschen getötet und zwei weitere schwer verletzt wurden. Den Berichten der Augenzeugen zufolge waren kurz vor der Mittagsstunde zwei Kunden in die Schmiede eingetreten in der der örtliche Schmied Marlak mit seinem Sohn und Lehrburschen schon den ganzen Morgen tätig waren, als plötzlich eine gewaltige Stichflamme aus der offenen Tür schlug. Die eiligst herbeigeeilten Helfer konnten zunächst nicht in das lichterloh brennende Gebäude eindringen, und auch die Löschversuche der eiligst aufgebauten Eimerkette liefen ins Leere. Selbst der aus seinem nahegelegen Tempel herbeigeeilte Borongeweihte konnte nichts gegen die Tragödie unternehmen. Das Überleben zweier Menschen ist allein dem tapferen Eingreifen eines Anwohners zu verdanken, der sich todesmutig in die Flammen stürzte und die Beiden mit schweren Verbrennungen herauszog. Bei den Geretteten handelte es sich um den Schmied Marlak und um eine Matrosin des Handelsschiffes "Strahl von Kuslik", das zur Proviantaufnahme angelegt hatte. Nach wie vor sind die Umstände des Vorfalls ungewiß, besonders die vergeblichen Löschversuche - die Schmiede brannte letztlich vollkommen ab - geben Rätsel auf. Auch die Befragung der beiden Überlebenden brachte bisher keine Erkenntnisse. So trauert ganz Váhyt um das Leben des jungen Schmiedesohns, der noch so viel von seinem Leben gehabt hätte.
(THU)

Fröhlicher Besuch in Yryet

An einem heißen Tag, wie er in unserem Reich üblich ist, fuhren 12 Wagen, die in allen nur möglichen Farben bemalt waren, über die staubige Strasse Richtung Yryet. Menschen aller Völker waren dabei und auch ein Elf wurde bei diesen Wagen gesehen. Es war ein bunter und lustiger Haufen. Sie sangen während der Fahrt, jonglierten mit Bällen und einige machten akrobatische Kunststücke, während sie neben den Wagen herliefen. Den ersten Einwohner, dem sie begegneten, fragten sie, wo die Residenz von Akib Razmin ibn Melahath sei. Der überraschte Bewohner zeigte den Weg hinauf: "Dort müsst ihr hin!" Als dem guten Mann eine schöne Frau, die auf dem Kutschbock eines Wagen saß zuzwinkerte, setzte dieser sein bestes Lächeln auf.
Schnell verbreitete sich die Kunde von den Neuankömmlingen und viele Bewohner Yryets versammelten sich vor dem Anwesen ihres Akibs. Sichtlich von dem ganzen Krach gestört, stürmte der Akib aus dem Tor, doch schnell änderte sich seine Laune. Der Elf, der sich als Dagris Kristallkind vorstellte, kam auf ihn zu und grüßte den Akib. "Seid willkommen Sternhunde!", wendete sich dieser an die ganze Truppe, die in den 12 Wagen angekommen war. "Sei willkommen guter Freund!", sagte er zu dem Elfen. Niamina, die schöne Gemahlin unseres Akibs, begrüßte den Fremden ebenso freundlich, schenkte ihm sogar ein Küsschen und dankte ihm für ein Geschenk. Akib Razmin wandte sich an die versammelten Leute.
"Hört! Dies hier sind die "Sternhunde". Ich lernte sie damals auf einer Reise kennen. Ich lernte diesen Fey, Dagris Kristallkind genannt, kennen und als ich ihn für seine Kunststücke bezahlte, gab er mir das Geld zurück und dazu gab er mir ein Geschenk an meine geliebte Niamina." Niamina lächelte verlegen und zeigte den Leuten ihre Kette an der ein blau funkelnder Kristall hing. Wieder sprach der Akib sehr erfreut dem Volke etwas erzählen zu können. "Diese Leute, die hier angekommen sind, sind keine einfachen Gaukler, es sind Künstler! Ich würde mich freuen, wenn ihr unsere Gäste sein würdet. Morgen könnt ihr uns dann mit euren Vorstellungen beglücken. Ich lade alle ein morgen hier bei uns vorbeizuschauen und die Kunststücke der Sternhunde zu bewundern." Nachdem er dies gesagt hatte, gaben die fahrenden Gaukler eine Vorstellung, wie sie sie vorher noch nie gezeigt hatten. Zu den Hochseiltänzen von Nikas und der kleinen Zaline kamen die Zauberstücke von Dagris und die atemberaubenden Kunststücke des Feuerspuckers Jona. Danach gingen zwei der Gaukler mit der schönen Niamina und mit Razmin auf den Hof der Residenz. Der andere Teil baute die Lagerstätte neben der Residenz auf.
Am nächsten Tage hörte man schon früh morgens fröhliche Musik und die ersten Bewohner Yryets kamen zum Gehöft. Es versprach ein schöner Tag zu werden. Die Sonne schien und alle hatten gute Laune. Den ganzen Tag konnte man Kunststücke bewundern und auch selbst zur guten Stimmung beitragen. So konnte man tanzen und mitsingen, mitwetten und gute Laune verbreiten. Fast immer saß einer der Gaukler auf dem Dach eines Wagens und spielte Harfe, Flöte, Laute oder Schalmei. Auch Niamina und ihr Gemahl feierten mit und gesellten sich zu den anderen. Als es der Nacht zuging wurden Feuer gezündet und dann wurde weitergefeiert. Alle saßen zusammen, sangen und tanzten oder lagen sich in den Armen und lauschten den schönen Gesängen, die vom wundervollen Klang von Instrumenten begleitet wurden. Zwei Tage blieben die Sternhunde noch in Táyâb und machten sich dann unter besten Wünschen aller Táyâber auf den Weg.
Diese Tage werden die Táyâber lange nicht vergessen. Also, wenn auch Ihr mal wieder eine schöne Feier erleben wollt, dann wendet Euch an die Sternenhunde.
Goswin Bergenfried, Schreiber des Akîbs in Táyâb
(RBU)

Familie Me'káth spaltet sich -
Oberhaupt Boronian Me'káth verstößt Akîb Kemet'amûn Ni Táîmen!

In einer offiziellen Erklärung ließ das Oberhaupt der in Táîmen bedeutenden Familie Me'káth, Boronian Me'káth, verlauten, daß er fortan Akîb Kemet'amûn Me'káth und jene, die ihm in "seiner dekadenten, schändlichen und prunksüchtigen Lebensweise folgen", das Recht abspreche, "fürderhin den Namen, die Sitten und Gebräuche der Familie zu tragen". Damit zieht der asketisch und weltabgewandte Inquisitonsrat von Djunizes die drastischen Konsequenzen aus dem seit Monden unterschwellig schwelenden Streit mit seinem erst vor wenigen Monden aus Mhanadistan eingewanderten Verwandten.
Akîb Kemet'amûn hat daraufhin mit vier weiteren Mitgliedern der Familie im Gefolge offiziell den Stammsitz der Familie verlassen und in der Baroniehauptstadt Porto de Cavazo Quartier genommen. Es kann als sicher gelten, daß der Akîb sich dort vom abgespaltenen Zweig der Me'káths als Familienoberhaupt proklamieren läßt, und zudem die Bemühungen verstärkt, durch eine intensive Zusammenarbeit mit der lokal einflußreichen Sippe der Ni'jem'ka eine eigene Machtbasis zu schaffen.
Stellungnahmen zu dieser aufsehenerregenden Entwicklung in Táîmen konnten bislang noch nicht vernommen werden, doch es kann zumindest als sicher gelten, daß Repa Dio de Cavazo die Entwicklung begrüßen wird - schließlich wurde Akîb Kemet'amûn von Seiner Durchlaucht in Amt und Würden gebracht.

Familie ni Náareb festigt wirtschaftliche Macht
Maraskanische Händler stellen sich hinter den Neset

Wie wir aus typischerweise gut informierten Quellen erfahren haben, soll die Familie der ni Náarebs zum ersten Mal seit Jahren wieder in die Geschicke Djunizes' eingegriffen haben. War die Familie bisher sehr zurückhaltend mit ihrem Engagement, so scheint nun eine neue Phase begonnen zu haben. Gerüchten zufolge sollen sich hochrangige Vertreter der maraskanischen Händlerfamilien in den letzten Tagen in Yryet getroffen haben, um ihre alljährliche Tagung durchzuführen. Angeblich sollen bei dieser Sitzung auch Mitglieder der Familie ni Náareb anwesend gewesen sein, namentlich ein Bruder des Nesets ni Djunizes, Ôneiron ni Náareb, und Néra Shenrèniseth ni Náareb, eine Schwester des Nesets.
Ob die beiden im Auftrag des unumstrittenen Familienoberhaupts Kerret ni Náareb handelten, konnte ebensowenig in Erfahrung gebracht werden, wie die Frage, was denn konkret besprochen wurde. Sicher scheint nur, daß die maraskanischen Händlerfamilien, welche allzeit vom ehrwürdigen Kanzler und ehemaligem Neset ni Djunizes, nunmehr Repa ni Sá'Sekera, Dio Cardassion de Cavazo protegiert wurden, sich geschlossen hinter die Familie der ni Nárebs stellen, welche sich wohl finanziell an den Vorhaben des neugegründeten "Maraskanischen Händlerverbands" (MHV) beteiligen will. Ebengenannter Verband wurde bereits vor einem Götterlauf gegründet, und wird nun wohl auch durch das Engagement der ni Náarebs zum Leben erweckt. Daher scheint es naheliegend, daß bereits im Vorfeld hinter den Kulissen eifrige Verhandlungen zwischen den Maraskanis und den ni Náarebs stattfanden.
Wie von einem unbenannt bleibenden Maraskani zu erfahren war, soll der MHV eine zentrale Anlaufstelle für alle maraskanischen Händler und Verbindungsglied zum Hause des Nesets sein. Ob und inwieweit diese Entwicklungen mit der Einrichtung einer sogenannten "Warenbörse" in Djunizes in Verbindung steht, ist ebenfalls nicht sicher.
Sicher ist nur, daß die ni Náarebs nun nicht mehr einzig von ihren Gütern abhängig sein werden, sondern nun eine außerordentlich starke Händlergemeinde hinter sich wissen. Ganz nebenbei ließ Dejo Marajijian, 2.Präsident der MHV verlautbaren, daß demnächstens eine Hochzeit im Hause der ni Náarebs bevorstünde: der an den Verhandlungen beteiligte Ôneiron ni Náareb, Bruder des Nesets, wird die Tochter des Präsidenten der MHV, Sijandrina Ejinar zur Frau nehmen.
Ob nun diese Verbindung Auslöser für Verhandlungen zwischen der MHV und den ni Náarebs war, oder deren Resultat sei dahingestellt. Offizielle Betsätigungen gab es seitens des Hauses ni Náareb noch nicht, seitens der MHV nur durch deren 2. Präsidenten.
Wir hoffen jedoch auf baldige Stellungnahmen und wünschen dem Paar ein langes und zufriedenes Leben.
Wen're H'Anch
(BPO)

Reisfelder verteilt

Aus den Stammlanden der Familie Me'káth, der Tá´akîb Táîmen in der Táneset Djunizes erreicht uns diese Tage Kunde. So gab der Sprecher des Akîbs bekannt, daß innert der nächsten vier Tage zwei neue Reisfelder den Reisbauern von Porto de Cavazo zur Bepflanzung übergeben werden. Somit werde die Versorgungssituation entschieden verbessert und würde sich in Zukunft auf nicht mehr einem so schmalen Grad wie bisher bewegen. Als die Bekanntmachung gemacht wurde, jubelte das Volk und zog spontan zum Stadthaus des Hochgeborenen wo es dessen Namen so lange skandierte, bis sich dieser zeigte und sich feiern ließ. Der Anlage der Felder wurde durch dem Akîb vom Kanzler überlassene Strafgefangene bewerkstelligt, sodaß die pekuniären Mittel der Tá'akîb kaum in Anspruch genommen wurden.
(Shepses'wá)
(ESA)

Rumerzeugung wird ausgeweitet

Einige Tage, nachdem wir aus Táîmen/Djunizes die Übergabe von Reisfeldern durch den Baron an die Reisbauern melden konnten, gibt es nun neue Kunde aus der Tá'akîb. Kemet'amûn Me'káth, der sich innert seiner kurzen Regentschaft bereits den Ruf als ein Förderer des Handels erworben hat, hat mit Mitteln aus seiner Privatschatulle einen erheblichen Anteil an der Rumbrennerei Bragosch erworben. Ziel sei es, so war aus Kreisen des Adeligen zu hören, die Bedeutung der Brennerei endlich auch über die Grenzen Táîmens hinweg, wo bereits eine Vormachtstellung existiert, zu erhöhen. Aus diesem Grund habe sich dero Hochgeboren dazu bewegen lassen, der Familie Bragosch ein ordentliches Angebot zu machen, das es ermöglicht, die Kapazitäten umgehend auszubauen.
(Shepses'wá)
(ESA)

Neuordnung in Táîmen?

Unbestätigten Gerüchten aus Porto de Cavazo zufolge wird es in der Tá'akîb Táîmen eine Neuordnung nach innen geben. Man munkelt, daß diese auf Wunsch der drei einflußreichsten Familien in Táîmen zustandegekommen sei.
(Shepses'wá)
(ESA)

Neset ni Djunizes trifft neubestallten Administrator D.I.A. -
Weitere Hilfe für Truppen in Yleha

Wie erst jetzt bekannt wurde, wird der Neset ni Djunizes, Seine Hochwohlgeborene Excellenz Kerret ni Náareb auf seinen Reisen durch das Kahét (wir berichteten bereits) auch mit dem unlängst ernannten Administrator der D.I.A. Sá'hotep Sêkemát zusammentreffen. Gemeinsam, so scheint es, wollen die beiden hochgestellten Persönlichkeiten auch das Herz des Reiches, Tárethon, bereisen.
Zu welchem Zwecke blieb bislang ungeklärt. Auch ob hier eine Verbindung zu den Auseinandersetzungen in Sarslund besteht, ist nicht bekannt. Darüber hinaus ließ der Neset aber verlauten, daß weitere Hilfe für unsere in Anûr wachenden Truppen zu erwarten sei. Selbst die ärmste Provinz Djunizes', Neu-Marsakan, ließ es sich nicht nehmen, auf seine Weise zu helfen. Die seit Monden arg gebeutelte Provinz, welche unter dem neuen Akîb Scheijian Mehitabijel Hama´dried zu neuer Ruhe geführt werden soll, wird den Wagenzug gen Yleha mit einem fähigem Schmied und einem fachkundigen Heiler verstärken. Eine überaus selbstlose Nachricht, welche uns aus Neu-Maraskan erreicht!
Andere Provinzen können sich an solch einer aufopferungsvollen Politik noch ein Beispiel nehmen.
Wen're H'Anch
(BCP)

Djunizes hilft wachenden Truppen in Yleha: großzügige Spenden gesammelt
Neset ni Náareb geht kurzzeitig auf Reisen im Kahét

Nach dem Aufruf zur Unterstützung der wachenden Truppen an den Fronten in Yleha durch ein terkum'sches Handelshaus handelte Djunizes umgehend. In Erinnerung an die allzeit tiefe Verbundenheit der Provinz mit dem Kemi-Königlichen-Affairen-Bureau, welches ebenso Truppenteile nach Yleha entsandt hat, ließ Neset ni Náareb sofortigst durch seine Adligen einen Spendenkorb zusammenstellen, welcher seinesgleichen suchen wird, und welcher unsere Truppen vortrefflich unterstützen wird.
Große Mengen an Bauholz, Nahrungsmitteln und weiteren nützlichen Gegenständen wie Buschmessern, Heilpflanzen und -trünke werden in den nächsten Wochen unsere tapferen Truppen erreichen. Somit trägt Djunizes wieder einmal auf vorbildliche Art und Weise zum Wohl und zur Sicherheit des Kahét ni Kemi bei.
Bemerkenswert ist wiedereinmal die unbürokratische Weise, mit der alle djunizer Adligen der Armee und den eingesetzten KKAB-Truppenteilen zur Hilfe eilen. Der Neset höchstselbstens ließ es sich nicht nehmen, aus privatem Säckel Nahrung und Bauholz beizusteuern, und jedem Adligen seiner Provinz Ausgleichszahlungen für ihre Gaben in Ausicht zu stellen. "Das ist das mindeste, was wir als Djunizer für unsere Truppen tun können," so der Neset.
In Kürze will das Oberhaupt der ni Náarebs auf Reise durch das Kahét gehen, um tiefere Verbindungen mit den Hochadeligen der Nachbarprovinzen zu knüpfen. Gerüchteweise soll der Neset selbst nach Tárethon reisen. Auch dies ein Zeichen für die Offenheit des neuen Nesets.
Wen're H'Anch
(BCP)

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