Neuigkeiten aus der Provinz Chrysemis
Benbukkula wieder frei!
Mehrere Monde dauerte der Belagerungszustand auf Benbukkula (wir berichteten). Zuletzt konnten sich die kem'schen und horasischen Siedler nur noch in Kemhaven aufhalten, das von den Eingeborenen zwar belagert, anders als Castell Firdayon nicht aber angegriffen und in Schutt und Asche gelegt wurde. Die Versorgung konnte einzig über den Seeweg gewährleistet werden, denn die von Re'cha aufgebrochenen Schiffe konnten - wohl aufgrund ihrer Kampffertigkeiten - ungehindert von den Utulus im Hafenbecken von Kemhaven einlaufen. Kostbare Kolonialwaren zu laden war ihnen jedoch nicht mehr möglich, da die Lagerbestände an Benbukkel und den anderen Kostbarkeiten aufgebraucht und die Plantagen im Hinterland größtenteils aufgelassen oder zumindest von Kemhaven abgeschnitten waren.
So hatte also der Belagerungszustand aufgebrochen zu werden, notfalls auch mit Waffengewalt, um die göttergefällige Ordnung wiederherzustellen. Vier kemsche und horasische Schivonen ankerten schließlich vor Kap Sanin, die Geschütze auf die Küste gerichtet. Auf Befehl ihrer Kommandanten Antaris Mezkarai und Mariana Pagliano wäre es ihnen ein Leichtes gewesen, die aufständischen Wilden gewaltsam in die Urwälder zurückzudrängen. Allein der Wille unserer ewig weisen Nisut Ela XV. Setepen gebot erst Worte und dann erst, in letzter Instanz, die Waffen sprechen zu lassen, denn die Gewissheit einer jahrelangen friedlichen Kolonialpolitik und Koexistenz der kem'schen Siedler mit den Eingeborenen ließ sie hoffen. Nach behutsamer und geschickter Vorarbeit waren die Utulus tatsächlich bereit, mit Unterhändlern diplomatische Gespräche aufzunehmen, wenn man von solchen im Zusammenhang mit einem Volk sprechen möchte, das nicht im Ansatz die Grundzüge des diplomatischen Protokolls verinnerlicht hat.
Für unserer und der Horasier Reich führte Seine Exzellenz Adilron ay Oikaldiki, horaskaiserlicher Botschafter zu Khefu, die Verhandlungen. Er war zusammen mit den horasischen Schiffen von Sant Ascanio auf Token aufgebrochen, wo er justament zu Stabssitzungen mit dem horasischen Oberkommando des Königreiches Südmeer weilte. Nach langen und zähen diplomatischen Verhandlungen gelang es schließlich, einen für beide Seiten akzeptablem Konsens zu erzielen: Die Siedler verzichten auf ewig auf die Besiedlung von Ibekla, das den Utulus angeblich heilig sei. Alle einstmals auf Ibekla lebenden Kemi wird das Recht eingeräumt, in Boronsport auf Benbukkula eine neue Heimat zu suchen. Im Gegenzug sicherten die Utulus die Auflösung des Belagerungszustandes von Kemhaven sowie die Duldung der Siedlung und der Plantagen im Hinterland zu. Wie lange der Frieden wohl halten mag?
Tatsächlich zogen sich über Nacht alle vor den Palisaden Kemhavens lauernde Eingeborene in die Tiefen des Dschungels zurück, was eine spontane Feier zu Ehren der Befreiung in der Siedlung selbst, wie auch auf den Kriegsschiffen auslöste.
Akîb Royan Mezkarai soll, wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, ein dem Herrn wohlgefälliges Gelübde abgelegt haben, das er bei Befreiung von Kemhaven erfüllen werde. Über dessen genauen Inhalt herrscht jedoch Unklarheit. Derweil ließen unsere horasischen Freunde von Sant Ascanio aus verlauten, dass man willens sei, die Kolonialisierung Benbukkulas nicht nur fortzusetzen, sondern auch zu intensivieren. Zwar soll Castell Firdayon nicht wieder aufgebaut werden, dafür aber wird in Kemhaven eine steinerne Bastion von beachtlichen Dimensionen entstehen, uneinnehmbar von Land wie zu Wasser aus, ein Manifest der aktiven Kolonialpolitik. Die Bastion soll den Namen Villa Elissa tragen und schenkt man den von den Waldinsel herüberkommenden Nachrichten, Geschichten und Gerüchten glauben, ankern bereits wieder die ersten Handelsschiffe vor Benbukkula. Diesmal nehmen sie nicht nur den kostbaren Benbukkel und die anderen Güter mehr mit, nein, in ihren Rümpfen bringen sie vielmehr Steinquader für den Bastionsbau von den Steinbrüchen vom weit südlich gelegen Aáresy. Boron sei gedankt, Benbukkula ist wieder frei!
(MAT)
Truppen gen Benbukkula
Nachdem die Belagerung der Siedlung Kemhaven auf Benbukkula durch die dort ansässigen Waldmenschen noch immer nicht aufgegeben wurde, hat sich das Oberkommando der Schwarzen Armee zu einem externen Eingriff in letzter Instanz entschlossen. Konkret heißt dies, dass die beiden kem'schen Shivonen "Semau" und "Tepdaru" vom Seehafen von Re'cha aus gen Bunbukkula entsandt wurden. Das Oberkommando über die Operation trägt der kem'sche Kommandeur Inseln Antaris Mezkarai. Unterstütz werden sie von den horaskaiserlichen Shivonen "Heil Dir Horas" und "Königin Amene", die zeitgleich mit den kem'schen Schiffen von Sant Ascanio auf Token ausliefen und dem Befehl von Capitana Mariana Pagliana unterstehen.
Trotz des massiven Truppenaufgebotes soll, wie bereits angedeutet, eine gewaltsame Lösung des Konflikts auf der Waldinsel einzig als letzte mögliche Option gezogen werden. Zuvor ruhen alle Hoffnungen auf eine friedliche Beendigung der Belagerung von Kemhaven durch diplomatischen Verhandlungsgeschickt. Die Leitung der Gespräche soll von seiner Excellence dem horaskaiserlichen Botschafter Adilron ay Oikaldike geführt werden, dessen fundiertes Wissen über die Eingeborenenstämme der Waldmenschen zusammen mit seinen diplomatischen Erfahrungen, der Schlüssel zur friedlichen Beilegung der Auseinandersetzung sein könnte.
Noch immer bleibt es rätselhaft, wie es überhaupt zu den gewaltsamen Übergriffe von Seiten der Waldmenschen auf kem'sche Siedler und horasische Truppen kommen konnte und in den Gouverneurspalästen, Zwölfgöttertempel und Seefahrerspelunken, von Port Peleiston bis Neu-Bosparan macht sich die Angst die Runde, die Unruhen könnten sich von Benbukkula aus über die gesamten Waldinselkolonien wie ein Lauffeuer ausbreiten.
Efferdian von Sylla
(MAT)
Schwere Utulu-Aufstände in Benbukkula und Ibekla !
Höchste beunruhigende Nachricht erreichte jüngst die Redaktionsräume der Rabenschwinge: Mehrere glaubhafte Berichte erzählen von blutigen Übergriffen von Seiten der Waldmenschen auf die kem'schen und horasischen Siedler in der Überseekolonie Benbukkula und Ibekla.
Im Einzelnen: Vor knapp einem Götterlauf trug es sich zu, dass eine Übermacht von Utulu-Kriegern das kleine Dörfchen Rhônda auf Ibekla umzingelte und eine Delegation zu Sah Serpo Lassan entsandten. Diese teilte dem Adeligen mit, des Frevels an den Ahnen wegen haben sämtliche Kemi die Insel binnen zwölf Stunden auf immer zu verlassen, andernfalls werde man mit Waffengewalt gegen die Untertanen Nisut Ela XV. vorgehen und niemanden verschonen. Über den Grund der Entrüstung waren die Stammessöhne des Sonnensohnes zu sprechen nicht bereit, doch scheint Schlimmes vorgefallen zu sein, angesichts des Schmerzes und der Wut in den Herzen der Utulus. Angesichts der deutlichen Übermacht und Mangels Möglichkeit auf Verstärkung entschloss man sich auf Ibekla schweren Herzens alles das aufzugeben, was in jahrelanger entbehrungsreicher Arbeit dem dampfenden Dschungel zum Ruhme der Nisut entrissen wurde und auf die Schwesterninsel Benbukkula überzusiedeln.
Doch wer glaubte, auf Benbukkula würde Frieden zwischen Waldmenschen, Kemi und Horasiern herrschern, der musste sich getäuscht sehen, kaum dass er seinen Fuß an den Strand von Kemhaven setzte! Etwa gleichzeitig mit der Umzingelung von Boronsport kam es zu einem offenen und unvermittelten Angriff von Seiten der Waldmenschen auf das horaskaiserliche Fort Castello Firdayon. Unter zu Hilfenahme von Brandpfeilen gelang es den Aggressoren die Holzfestung binnen kürzesten Augenblick in Flammen zu setzten, so dass sich Commandante Hesindiana Yoralla Lorellan vor keiner anderen Wahl sah, als mit ihren Getreuen des XXV. Banners der horasischen Seetiger in einer Sturmattacke anzugreifen und Castello Firdayon aufzugeben. Bei der Durchführung dieses Manövers, dessen Auftakt mehrere Salven aus Fernkampfwaffen bildeten, kam es zu schweren Verlusten auf beiden Seiten, doch letztlich gelang es unseren horasischen Freunden und Verbündeten den Feind zu versprengen und die dadurch gewonnene Gunst des Augenblicks zu nutzen und in den Süden nach Kemhaven durchzubrechen.
Kaum in der Hauptstadt der Tá'akîb angekommen, flogen auch schon die ersten Pfeile und Steine. Die aufgebrachten Utulus waren die Bosparanern nachgezogen und führten nun einen Angriff auf Kemhaven im Sinne. Allerdings mussten sich die Söhne des Sonnensohns nach verlustreichen Versuchen, die Palisade zu überwinden, eingestehen, dass ihre momentanen Mittel nicht ausreichen um auch noch die Truppen und Fortifikation von Kemhaven zu bezwingen. Wer nun meinte, nach den Attacken wäre bei den Utulus die Vernunft zurückgekehrt, der sah sich bitter getäuscht. Die Utulus gingen nun dazu über Kemhaven zu belagern. Zu diesem Zweck scheinen gut ein Dutzend Belagerungsposten gebildet worden zu sein, die Kemhaven Tagein und Tagaus im feindseligen Blick halten und nur darauf lauern, dass die Blasshäute vor die Tore ihrer Siedlung treten und so zum Opfer ihrer Attacke werden können.
(MAT)
Spektakulärer Fund auf Benbukkula
Wie unserer Gazette mittels jüngst eingetroffener Depesche mitgeteilt wurde, konnte unlängst auf der Waldinselkolonie Benbukkula eine Entdeckung von nicht unbedeutender Tragweite gemacht werden. Bei einer Expedition zur Erkundung der Insel unter der Leitung des Akîbs Royan Mezkarai unter Teilnahme der Archäologa Diriara Mezkarai wurden am von den Horasiern sog. Kap Sanin mehrere steinerne Kolosse unter Überwucherungen von Schlingpflanzen und ähnlichem Freigelegt. Die Figuren gleichen mit ihrer kauernden Haltung und der nach vorne tretenden Schnauze eher echsischen denn menschlichen Wesen. Welchen Ursprungs sie sind, d. h. welches Volk sie dareinst geschaffen, ist völlig unbekannt und jegliche Ansätze sind dabei reine Spekulation. Als sicher kann einzig gelten, dass die auf Benbukkula ansässigen Waldmenschen vom Stamm der Utulu ausscheiden, da ihre Kenntnis in der Steinbehauung zu beschränk sind, als dass sie in der Lage zu sein scheinen solch Kolosse zu fertigen. Diriara Mezkarai äußerte die Vermutung, es könne sich um ein Werk der Kemi handeln, worauf die markante Formgebung hinwiese. Die echsische Physiognomie deute darauf hin, dass es sich hierbei möglicher Weise um ein Geschenk an ein Volk der Echsen gehandelt haben könnte. Die Forschungsarbeiten zum Fund von Benbukkula sind selbstredend noch am laufen: es sollen vor allem die ortsansässigen Utulus und Echsischen befragt werden, ob sie näheres über Ursprung und Herkunft der steinernen Riesen wissen.
(MAT)
Hátya Ni Chrysemis wieder genesen
Lauter Jubel drang Anfang des Priaosmondes durch die Strassen und Gassen Re'chas als bekannt wurde, dass Rodrigo Diaz de Vivarya con ya Sermo, der Hátya Ni Chrysemis nach langer Krankheit wieder auf den Beinen war.
Was war geschehen? Der beim Volk so beliebte und geschätzte Provinzgouverneur hatte sich in Begleitung des Mehibs Kâl Tan und einiger anderer Wagemutiger ein zweites mal jenem Unhold gestellt, der unter dem Namen "Die Bestie von Khefu" viel Leid und Unheil verbreitet hatte. Der Hátya, welcher ein heiliges Amulett des Herrn BORON trägt und vom Rabenherrn als Streiter wider den Unheiligen auserkoren wurde, streckte in einem kräftezehrenden Kampf - als bereits jede Hoffnung sinnlos schien - den Vampyr nieder und bereitete somit der niederhöllischen Kreatur ein endgültiges Ende. Nach jenem Kampf erholte sich der Hátya lange nicht von den Strapazen. Selbst als er wieder nach Re´cha zurückgekehrt war, litt er immer noch an starken Ermüdungserscheinungen und einer besorgniserregenden Kraftlosigkeit. Seine letzte Handlung als Háyta war es, seinen Ser, den Mehib Kâl'Tân damit zu beauftragen die Geschäfte der Táhátya zu übernehmen.
Dann wurde es lange still um den Helden der Inseln, wie er bald von den einfachen Leuten genannt wurde. War er doch einer jener wenigen Fremden die es vollbracht hatten vom Volk als Kemi angesehen zu werden. Tagein, tagaus sah man Ärzte und Heiler die sich in der Residenz des Hátya tummelten. Die Stimmung in der Hauptstadt und wohl auch an vielen anderen Orten der Inseln war gedrückt und von einer tiefen Traurigkeit geprägt. Das Schlimmste war zu befürchten, keine Besserung zu erkennen. Nach einigen Monden jedoch trat eine Wende ein, langsam kam der Herr von Chrysemis wieder zu Kräften.
Der HERR hatte noch nicht vor seinen Streiter zu sich zu rufen! Von nun an ward jede Woche eine Besserung des Zustandes seiner Erlaucht zu erkennen. Und nun über zwei Götterläufe nach dem Kampf gegen den Vampyr Ende 29 S.G., ist der Hátya wieder bei Kräften und dieser Zustand löste bei den braven Leuten eine wahre Freudenstimmung aus wie man sie auf den Inseln lange nicht gesehen hatte.
Berichten zu Folge befindet sich der Hátya bereits auf dem Weg zur Nisut um dort nach seiner langen Krankheit vorstellig zu werden.
Möge der HERR mit ihm sein.
(CPA)
Veränderungen in Djerres
- von unserem Korrespondenten Marbert v. Mörsdorff -
Chaset/Taseba, Ende Travia 31 S.G.; Gut ein halbes Jahr nach der Inselrundreise des Mehib Kâl'Tân, die ihn unter anderem auch nach Plane und Sefechnu Seba geführt hatte, sind jetzt einige Veränderungen sichtbar geworden, die wohl schon bei seinen damaligen Besuchen abgesprochen worden waren.
Auf Cháset wurde in diesen Praiosläufen Bruder Boral als Missionar für das Gebiet Pehukem begrüßt. Der Geweihte hatte zuvor auf Benbukkula gewirkt und dort unter dem echsischen Akib T'Ziech zugleich die Aufgaben eines Ser-Akib wahrgenommen: nachdem T'Ziech seinen Rücktritt erklärt hatte, sah auch Boral seine dortige Aufgabe als erfüllt an (die Nachfolge beider auf jenem nördlichen Eiland hat der Boroni Royan Mezkarai angetreten, so dass künftig die Sorge für das leibliche wie seelische Wohl der dortigen Bewohner in einer Hand liegt).
Gleichzeitig verlassen jedoch drei junge Geweihte Cháset, um nach Tásebá zu gehen, wo ihre Dienste dringend benötigt werden. Auf Cháset selbst verbleiben - mit nunmehr insgesamt acht - immer noch genügend Boronis, die sich um Tempel sowie Schreine in den größeren Siedlungen kümmern und allen Gläubigen in den vielen kleinen Dörfern widmen.
Ganz neue Zeiten werden hingegen für die Bewohner Tasebas anbrechen. Musste sich bisher der Geweihte Boromeo Uludaz, der zudem genügend mit der Begleitung des rieseigen Tempelbauvorhabens am Rande der Hauptstadt Sefechnu Sebá beschäftigt war, um die gesamte Tá'akîb kümmern, werden jetzt drei neue Mitbrüder an seine Seite treten. Einer wird mit ihm in Sefechnu Sebá bleiben und ganz für die Gläubigen zur Verfügung stehen, so dass Boromeo sich ausschließlich seinen Aufgaben auf der großen Baustelle zuwenden kann. Die beiden weiteren werden ihren Dienst in den sieben Dörfern im Süden verrichten, in denen jene Menschen leben, die die weiten Plantagen der Al'Plâne Familie bestellen. Um ihrer Aufgabe nachzukommen, wird einer durch das südliche Festland reisen, während der andere mit den Schiffen, die die Waren von den einzelnen Inseln abholen, die Inseln besuchen und dort den Leuten jeweils für einige Zeit Seelenheiler und Prediger sein wird.
Die Akîbet von Tásebá, Akîlyá Al'Plâne, äußerte sich in einem Brief an seine Exzellenz Mehib Kâl'Tân sehr erfreut über die Veränderung; sie wird dafür sorgen, dass den Boronis Versorgung und Heim zukommen und ihnen freies Mitfahren auf den Lastschiffen im Gebiet der südlichen Inseln gewährt wird. Sie hofft, dass die Bevölkerung des Südens, die jeden Tag aufs Neue ihre schwere und harte Arbeit verrichtet, durch das Wirken der Boronis immer wieder Mut und Hoffnung fasst, wie auch durch den Tempelbau in Sefechnu Sebá. Sie ließ öffentlich verlauten, dass sie die stärker werdende Präsenz der Boronkirche in Tásebá sehr begrüßt und sich auch weiterhin für eine gute Zusammenarbeit einsetzen wird. Dies ist ein weiteres Zeichen des Aufschwungs für Tásebá.
(MSC, AJA)
Akîb Ni Benbukkula tritt zurück
Wie Bruder Boral am Rande des Reichstages Ende 30 S.G. mitteilte sei der Akîb Ni Benbukkula, ein Echsling namens T'Ziech, von allen seinen Posten zurückgetreten. Bis zur offiziellen Einsetzung eines Nachfolgers wird Bruder Boral die Geschäfte kommisarisch weiterführen. Dieser betonte auch, dass der Rücktritt mit dem Ser-Hátya abgesprochen sei. Auf Fragen nach den Gründen für den Rücktritt nannte der Geweihte die "Rückkehr zu seinen echsischen Wurzeln". Nachfragen, was damit gemeint sei liess er mit dem Kommentar: "Sollen Geweihte neuerdings neben dem Willen Borons auch noch die Absichten irgendwelcher Provinzadliger erahnen?" unbeantwortet. Auch die Chat der
Inselachaz antwortete auf Fragen nach solch echsischer Motivation ausweichend, tat aber kund der Sache nachgehen zu wollen.
(JRU)
Selbständigere Verwaltung auf Aeltikan
Aeltikan, am 15. FHE 30 S.G.: Kurz nach seiner Rückkehr aus Re'Cha und seiner Ernennung zum Ser-Hátyá ni Chrysemis gab Akîb Kal'Tan einige Neuerungen zur Verwaltungsreform vom 15. FRA 25 S.G. bekannt. Da ihm nun noch weniger Zeit zur Verfügung stünde, um sich den Belangen der Insel zuzuwenden, müssten die Entscheidungen in der Tá'akîb noch selbständiger getroffen werden können.
Bei der erneuten Veränderung der Verwaltung würden nun insbesondere die Erfahrungen genutzt werden, die man in den vergangenen viereinhalb Götterläufen gesammelt habe, seitdem die Bürgerräte und Sers ihre Arbeit aufgenommen hätten (vgl. Artikel 'Neue Verwaltung der Provinz Aeltikan').
- Es werde ein Ser-Akîb ernannt, der in allen Angelegenheiten der Insel weitgehend alleine handeln könne und Kal'Tan regelmäßig über die neuesten Ereignisse informiere. Auch die bisherigen monatlichen Zusammenkünfte der Präsidenten der drei Räte und der Verantwortlichen in Meden und Kery mit dem Akîb werden fortan an seiner Statt mit dem neuen Ser-Akîb erfolgen.
- Die beiden bisherigen Sers in Meden und Kery würden Sahs werden und dem in Taris residierenden Ser-Akîb gegenüber verantwortlich sein.
- Da sich des weiteren herausgestellt habe, dass die anfallende Arbeit insgesamt deutlich weniger sei, als einst erwartet, würden alle Sekretäre - sowohl bei den beiden ehemaligen Sers in Meden und Kery als auch bei den drei Bürgerräten - wegfallen. Da der von den Waldmenschen als Ansprechpartner zu ernennende Ser von diesen nie bestellt worden sei, würde auch dieses Amt nicht mehr vorgesehen sein: Der Kontakt zu den Waldmenschenstämmen erfolge anscheinend besser über die einzelnen Häuptlinge.
- Da der Warenverkauf Aeltikans sowie der jeweils notwendige Nahrungsmitteleinkauf - nach der guten Zusammenarbeit mit Leyla Al'Plâne in der Vergangenheit - nun für viele Götterläufe mit ihrem Handelshaus vertraglich geregelt sei, werde der bisherige Rat für die Handelsbeziehungen fortan durch einem Rat für Nahrungsmittelversorgung ersetzt, der sich um die Ausweitung vor allem der eigenen Reisproduktion sowie des Fischfangs kümmern soll.
- Die Präsidenten der je fünfköpfigen Räte für die Erschließung des Landes, die Entwicklung der Siedlungen und die Nahrungsmittelversorgung würden sich zukünftig auch nicht mehr ausschließlich ihrer Tätigkeit widmen, sondern sich wieder ihren einstigen Beschäftigungen zuwenden und ihre Aufgaben, wie die übrigen Ratsmitglieder auch, nur noch neben ihrer Berufstätigkeit wahrnehmen.
- Schließlich werde der bisherige Sprecher des Akîb, Giacinto di Mastai-Ciaramonti, wie er es in der Vergangenheit auch mehr und mehr gehandhabt habe, der persönliche Sprecher Kal'Tans und damit auch für dessen Funktionen als Ser-Hátyá ni Chrysemis sowie als Mehib ni Neu-Prem zuständig.
Insgesamt soll diese zum 1. FFI 30 S.G. in Kraft tretende Vereinfachung und Umstellung der Verwaltung zu einer starken Entlastung des Akîbs führen und dabei gleichzeitig den Kern der damaligen Verwaltungsreform, die Beteiligung von erfahrenen Bürgern, im bisherigen Umfang erhalten.
G. di Mastai-Chiaramonti
(MSC)
Seret-Akîb für Marlan ernannt
Bereits seit einigen Monden ist der Akîb Thoran Malveel Ni Marlan verschollen, sein Schicksal ungewiss. Bekannt ist lediglich, dass er auf dem Weg zum letzten Konvent in die Hände von Piraten gefallen ist, seither fehlt jede Spur von seiner Hochgeboren. Auf Befehl des Hátya machte sich kurz darauf seine Wohlgeboren Serpo Lassan Ni Boronsport mit der "Semat Resi" auf um den Akîb zu suchen. Näheres ist bislang nicht bekannt. Um die Regierungsgeschäfte der Tá'akîb reibungslos weiterlaufen zu lassen wurde nun von Seiner Erlaucht Rodrigo Diaz de Vivarya con ya Sermo, dem Hátya Ni Chrysemis, die Gattin des verschollenen Thoran Malveel, die Sahet Rhianna Mâlveel zur Seret-Akib Ni Marlan bestellt. Möge sie die Geschäfte der Tá'akîb auf die bewährte Weise ihres Gemahls weiterführen.
Sobald Neuigkeiten über das Schicksal des Akîbs bekannt werden wird die "Rabenschwinge" zu berichten wissen.
Rhuan al Schraihb/RS-Chrysemis
(CPA)
Schulbauprojekt in Pet'hesá aufgegeben
Der Plan betreffend des Baues von Schulen in Pet'hesá wurde am 30. FPH überraschend durch alle offiziellen Personen der Tá'akîb widerrufen. Unbestätigten Gerüchten nach zog der Akîb den Plan nach Rücksprache mit erfahren Mitgliedern der Familie Al'Plâne zurück, die ihn vor den wirtschaftlichen und politischen Folgen warnten. Was genau vorging ist nicht bekannt, doch man munkelt, daß die Matriarchin Leyla Al'Plâne höstselbst in das Geschehen eingriff, um zu verhindern, daß der Akîb die Zufriedenheit seiner Untertanen aufs Spiel setze. Trotz allem scheint der Vorgang weder Ruf noch Ansehen des Akîbs geschadet haben, das wird einerseits an dem noch kaum fortgeschrittenen Projekt liegen, aber andererseits auch an seinem professionelen und schnellen Umgang mit dem Eingreifen der Familie.
(SMO)
Politik und Schlangen
Seit Längerem erreichen uns wieder Neuigkeiten aus Pet'hesá. Akîb Doran Al'Plâne soll die Akîbatsgeschächfte vorübergehend seinem Vorgänger Alarion von Schattenfels übergeben haben. Genauere Details wurden offiziell nicht bekanntgegeben; Recherchen jedoch ergaben, daß sich der Akîb Ni Pet'hesá von einem zur Erholung von einem Schlangenbiss nach Cháset begeben hat. Das Pikante daran ist, daß die Gerivan-Viper, die den Akîb gebissen haben soll, gar nicht auf den Waldinseln heimisch ist.
Geshat te Phran - Fahrender Schreiber der Rabeschwinge
(LLU)
Magischer Unfall auf Benbukkula fordert Todesopfer!
Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es bereits im Tsa zu einem magischen Unfall im zur Tá'akîb Benbukkula gehörenden Kemhaven, der ein Todesopfer und 5 Verletzte zur Folge hatte. Der entstandene Schaden wurde auf 93 Hedsch angesetzt.
In den frühen Morgenstunden des 14. Tsa kam es auf der altreichischen Karracke "Immerschnell" zu einem Streit zwischen dem Schiffsmagier Xenro Jacodez, Adept der Magie zu Brabak, und dem Anführer der mitreisenden Seesöldner, Enrico Salvatari, welcher darin gipfelte, daß sich beide in ein noch leerstehendes Lagerhaus zurückzogen um den Streit dort beizulegen. Was in dem Lagerhaus geschah, konnte nicht geklärt werden, es wird aber angenommen, dass Xenro Jacodez durch fehlerhaften Magiegebrauch den Schuppen in Brand setzte und somit am Tode Enrico Salvatari beteiligt war, welcher sich nicht aus den Flammen retten konnte. Jacodez erlitt ebenfalls zum Teil schwere Verbrennungen, kam jedoch wie durch ein Wunder ohne bleibende Schäden davon. Während den Löscharbeiten, an der sich fast alle Bürger Kemhavens beteiligten, zogen sich vier Dorfbewohner leichte bis mittlere Verbrennungen zu. Trotz der gemeinsamen Bemühungen konnte jedoch nicht verhindert werden, dass das Gebäude bis fast auf die Grundmauern niederbrannte.
In der anschließenden, von Bruder Boral geleiteten Gerichtsverhandlung, klagten die Kameraden Salvataris Jacodez des heimtückischen Mordes an, jedoch ließen sich keine Beweise finden, die diesen Vorwurf belegen. Jacodez wurde jedoch auf Jahr und Tag von der Insel verbannt und zur Zahlung von 93 Hedsch verurteilt, die sich wie folgt zusammensetzen:
20 Hedsch Verbliebenenrente an die Hinterbliebenen Enrico Salvataris
8 Hedsch Schmerzensgeld an die bei den Löscharbeiten Verletzten
45 Hedsch Schadensersatz an die 1. Neu-Kem'sche Waldinsel-Kolonialwaren-Compagnie Neu-Prêm/Cháset
20 Hedsch Gerichtskosten an die Tá'akîb Benbukkula
Von diesen 93 Hedsch konnte Jacodez bereits 3 Hedsch bezahlen, 9 Suvar wurden von Akîb T'Ziech gegen ein der Öffentlichkeit unbekanntes Pfand bereitgestellt.
(JAR)
Hoher Besuch
Wie bereits vor einiger Zeit berichtet, verweilte ihre cronprincessliche Hoheit Ela Setepen anlässlich der ersten Sitzung des Inselrates einige Tage in Re'cha als Gast Seiner Erlaucht Rodrigo Diaz de Vivarya con ya Sermo.
Die Cronprincessin nutze den Aufenthalt in der Überseeprovinz unter anderem auch zu einer ausführlichen Besichtigung der Hauptstadt Neu-Prêms. In dem Hátya Ni Chrysemis hatte sie einen kundigen Führer zur Seite, der ihr die Besonderheiten Re'chas näherzubringen versuchte. Kurz nach dem Mittagsmahle begann die Besichtigung. Die Cronprincessin, in bester Laune, schritt am Arme seiner Erlaucht durch die Straßen der Stadt. In einigem Abstand - jedoch stets wachsam - folgten einige Gardisten der Schwarzen Armee. Immer wieder sorgte die kleine Gruppe für Aufmerksamkeit und sowohl ihre cronprincessliche Hoheit als auch Seine Erlaucht hatten für die staunenden Bürger und Bürgerinnen stets ein freundliches Lächeln auf den Lippen und so verwunderte es nicht, daß die beiden Adeligen den einen oder anderen begeisterten Zuruf ernteten. Ein altes Mütterchen soll sogar beim Anblick der am Arm des Hátyas untergehakten Cronprincessin gemurmelt haben: "Ach, was für ein schönes stolzes Paar die Beiden doch wären."
Die Erkundung der Stadt führte zunächst in Richtung des auf einer Halbinsel gelegene Viertel der Achaz. Auf dem Weg dorthin machte man Halt im Tempel des HERRN, welcher zwischen der Stadt und dem etwas abseits gelegenen Viertel der Achaz liegt. Nach einem Gottesdienst folgte nun die Besichtigung des Achazviertels. Anschließend folgten einige Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie zum Beispiel der Feuerturm, bevor man schließlich das Maraskanerviertel betrat. Die Cronprincessin schien hochinteressiert sowie bester Laune zu sein. Darauf anschließend stattete man jenem geheimnisumwobenen ehemaligen Stadtteil im Nordwesten - welcher den Namen "Stadt der Geister" trägt einen Besuch ab. Nach der Großen Seuche im Jahre 18 S.G. , wo die Kranken hier
wohnten, blieb jener Teil verlassen, so daß fast alle Gebäude verfallen sind. Es wird behauptet, daß hier des Nächtens die Geister der Verstorbenen umherwandern. Fasziniert lauschte ihre cronprincessliche Hoheit den Erzählung seiner Erlaucht Rodrigo Diaz de Vivarya con ya Sermo.
Bevor es nun wieder zurück zur Residenz des Hátyas ging, folgte noch eine Besichtigung der Klippen. Auch dies nahm einiges an Zeit in Anspruch. Anschließend spazierte man zurück wobei auffiel, daß die beiden hohen Personen offenbar ein sehr enges Verhältnis pflegten.
(CPA)
Ser Hátya Ni Chrysemis ernannt
Wie die Rabenschwinge nun erfahren konnte, hat Seine Erlaucht, der Hátyá Ni Chrysemis, den kürzlich aus seinem Amt als Akîb Ni Pet'hesá zurückgetretenen Alarion von Schattenfels zu seinem Stellvertreter ernannt. Dieser bekleidet nunmehr das Amt des Ser-Hátyás Ni Chrysemis. Dies wurde durch seine Erlaucht unmittelbar nach einem Gespräch mit Ihrer Cronprincesslichen Hoheit Ela Setepen und der einflußreichen Kauffrau Leyla Al'Plâne bekanntgegeben.
(CPA)
Freude in Taris
Gegeben zu Taris, am 09. Rondra 28 S.G.
An den höchstgeschätzten Adel der Tá´repa Neu-Prêm
Durchlaucht, Erlaucht, Hochwohlgeboren, Hochgeboren!
Die Freude ist heimisch auf Aeltikan, unseren alten Geschlechtern ist das Geschenk eines neuen Sprosses zuteil geworden. Denn wir können glücklich und mit tiefstem Dank an unseren Herrn Boron und seine Leben spendende Tochter Tsa die Geburt unseres Sohnes Laguan Mátre am 1.FPR 28 S.G. verkünden.
Aus diesem Anlass ist es uns eine hohe Ehre, den Repa Ni Neu-Prêm, seinen Ser, den Hátyá Ni Chrysemis, die Nesetet Ni Djerres, ihren Ser, den Akîb Ni Pet´hesá, den Akîb Ni Marlan, den Akîb Ni Benbukkula, die Akîbet Ni Ibekla, den Akîb Ni König-Kacha-Archipel, die Akîbet Ni Cháset, den Akîb Ni Táni Morek, den Akîb Ni Mekábtá, den Akîb Ni Tásebá, die Akîbet Ni Sjepengurken-Süd und den Akîb Ni Nova Aurandis zu einer
Feier in den Abendstunden des 1. FEF 28 S.G., dem Tag des Wassers, nach Taris, an eine der schönsten Lagunen unseres Kahet einzuladen: zum Fest der Aufnahme unseres Sohnes in die Schar der stolzen Inselbevölkerung.
Da darüber hinaus nach eineinhalb Götterläufen voller Mühen noch in diesem Mond mit der Fertigstellung des neuen Tempels unseres Herrn Boron auch die letzten der umfangreichen Baumaßnahmen in Taris abgeschlossen
werden, soll zuvor am selben Tag, durch einen festlichen Borondienst in Seinem Haus in den späten Mittagstunden, auch die symbolische Einweihung des in neuem Glanze erstrahlenden Taris stattfinden.
Wir sehen mit Freude auf den 1. Efferd und wüssten uns durch die Teilnahme eines jeden und einer jeden Geladenen an der Weihefeier und dem darauffolgenden Fest außerordentlich geehrt.
Caja Sá´kurat und Kâl´Tân
(MSC)
Alarion von Schattenfels nicht mehr Akîb von Pet'hesá
Die Kunde des ‚Machtumsturzes' erreichte uns gerade eben von dem Eiland. Der bisherige Akîb Ni Pet'hesá ist nun nur noch Sah Ni Tares.
Der Akîb ließ verlautbaren, daß er die Nisut (heilig!heilig!heilig!) ersucht habe, ihn von den Pflichten des Akîbats zu entbinden und ihn als Sah einzusetzen. Als Gründe für diesen Schritt nannte er seine anderen Aufgaben: Er wolle sich vermehrt seinen militärischen Verpflichtungen widmen; auch läge ihm an der Vermittlung zwischen Kemi und Utulu. Von Seiten der Nisut oder des Hátyá war noch nichts zu hören - Gewißheit wird es wohl erst mit der Präsentation eines Nachfolgers / einer Nachfolgerin geben.
Inwieweit dieser Schritt mit den vergangenen Ereignissen (den Paestumaîunruhen - die Rabenschwinge berichtete) zusammenhängt lässt sich nur schwer erörtern. Es soll aber nicht die Aufgabe dieses Blattes sein Vermutungen zu säen und Gerüchte zu streuen.
So wollen wir dem neuen Sah Ni Tares wie auch seinem Nachfolger / seiner Nachfolgerin Borons Segen auf ihrem Weg wünschen...
Geshàt té Phran, fahrender Schreiber der Rabenschwinge
(LLU)
Unruhen auf Pet'hesá
Aus der Hauptstadt der Inselprovinz Pet'hesá erreichte die Rabenschwinge im Rahjamond 27 S.G. die Kunde von massiven Unruhen der Bevölkerung, die sich nicht nur gegen den in Tares weilenden Abgesandten der Familie Pâestumai richteten, sondern auch die Absetzung des Akîbs von Schattenfels zum Ziel hatten. Was nun genau der Auslöser der Auseinandersetzungen war, ist nicht bekannt, doch scheinen sich die Gemüter an der durch Hjanar Enibes Pâestumai angestrebten Einflußnahme auf die Pilgerzüge der Bevölkerung der Insel zum Tempelbau auf Tásebá erhitzt zu haben.
In der Mitte des Rahjamondes sammelte sich schließlich eine wütende Menge vor der Residenz des Pâestumai, bewaffnet mit Harpunen, Sicheln und Mistgabeln und skandierte dort Parolen wie "Hjanar, verschwinde dahin, woher du gekommen bist", "Pâestumai - Pestgeschrei" oder "Schwimmt der Pâesta erst im Meer, geben wir die Waffen her". Die eiligst gerufene Stadtgarde blieb erstaunlich passiv, auch als der Mob Brandfackeln auf die Residenz warf und lautstark gegen den Akîb Schattenfels tobte, der in seiner "Wildenfreundlichkeit" wertvolles Land an "gemeingefährliche Menschenfresser" verschwende, ließ die Motivation der Garde zu wünschen übrig.
Die Situation entspannte sich erst, als Thalil Al'Plâne, Sproß der einflußreichsten Handelsdynastie auf den Inseln, sich mutig vor dem tobenden Mob aufbaute, der sich gerade dazu anschickte, die aus der Residenz flüchtenden Dienstboten, die als "Verräter" diffamiert wurden, anzugehen. Dem Kapitän gelang es recht schnell, durch deutliche und klare Worte die Bevölkerung zu zerstreuen. Das Eis war gebrochen, als er versprach, daß das Haus Al'Plâne selbstverständlich alles tun würde, die Pilgerzüge zu unterstützen. Auch fand Kapitän Al'Plâne harsche Worte für die "Pâestumai-Clique, die auf unsere Inseln" komme und "dort im Bunde mit naiven Baronen bestehende Strukturen angreife und für Unfrieden" sorge. "Das Haus Al'Plâne "mißbillige zwar Ausschreitungen dieser Art", verstehe "aber durchaus den berechtigten und gerechten Zorn der Bürgerinnen und Bürger Pet'hesás".
In einer ersten Stellungnahme kritisierte das Oberkommando der Schwarzen Armee zwar das Vorgehen der Stadtgarde in Tares, schloß aber weitergehende Maßnahmen aus.
Bosparanische Expedition in Re`cha
Wie die horaskaiserliche Botschaft zu Khefu verlautbaren ließ, ist eine Forschungstruppe gen Re`cha aufgebrochen. Es gilt Klarheit in die Fragen der horasischen Vergangenheit der heutigen Hauptstadt Neu-Prêms zu bringen. Dabei geht es insbesondere um den fragmentarisch erhalten gebliebenen steinernen Koloß von Re`cha. Die Vermutung liegt nahe, es handele sich ursprünglich dabei um ein Abbild des Horas, da der Koloß erst nach der kem'schen Ära auf den Inseln errichtet wurde. Aufschluß könnte dabei unter anderem die Bergung des Kopfes oder möglicher Attribute bringen, wonach gesucht werden soll.
(MAT)
Piraten werden dreister!
Wieder einmal haben unheilvolle Ereignisse gezeigt, dass die Bedrohung der Inseln durch Piraten keineswegs nachgelassen hat. Beinahe direkt vor Ort, in Tares auf Pet'hesá, gelang es mir, mit den Betroffenen zu sprechen und die Ereignisse zu rekonstruieren...
Am 7.FTS 27 SG., direkt nach den Feierlichkeiten zum Tag der Erneuerung, schickten sich einige Schiffe an, von Cháset aus zum Festland zu segeln. Eigentlich eine übliche Handelsfahrt des Hauses Al'Plâne, der sich noch das Postschiff angeschlossen hatte. Selbstverständlich versuchte man, wie gewöhnlich, aus Sicherheitsgründen im Konvoi zu fahren. Und das Schicksal meinte es gut mit dem kleinen Konvoi, wollte doch auch die Tepdaru, eine Schivone der kem'schen Flotte zurück in ihren Heimathafen Sedsh'gerhi. So machten sich die vier Schiffe am Morgen des genannten Tages auf, dem Schwert des Südens entlang hin zum Festland zu fahren. Doch soweit sollte es nicht kommen...
Den Firunswind in den Segeln kamen die Schiffe zunächst nicht schlecht voran, bis sich dann am nächsten Morgen, etwa auf der Höhe von Iltoken, ein Thalukkensegel am Horizont abzeichnete. Unter welcher Flagge sollte das Schiff segeln? Die Bornländer sind ja nicht gerade bekannt dafür, Thalukken einzusetzen und wer sollte sonst schon, außer den Kemis, in den Gewässern südlich der Waldinsel kreuzen? Wer außer Piraten... solcherlei Gedanken nachhängend setzte die Tepdaru Kurs auf die unbekannte Thalukke, während die schwerbeladenen Al'Plâne-Schiffe den Wind nutzten, etwas Wasser zwischen sich und das andere Schiff zu bringen. Die Bestätigung der Vermutung ließ auch nicht lange auf sich warten: Kaum war bleiches Gebein auf schwarzer Flagge auszumachen, schon wurde von dort auch eine Rotzensalve abgefeuert; freilich aus einer Entfernung, bei der kaum mit ernsthaften Treffern zu rechnen war. Offensichtlich überrascht von der Stärke der Gegner drehte das Schiffe gegen den Wind und versuchte gen Firun in die Lagunen der born'schen Inseln zu entkommen. Wieso sollte man nun das Piratengesindel davonkommen lassen? Die Schivone würde das Piratenschiff doch in Stücke schiessen, wenn man es erst mal vor die Breitseite bekäme...
Während sich die Tepdaru von ihren Schiffen löste, kehrten die auf ihren alten Kurs zurück. Die Schivone würde sie bald, nach gewonnener 'Schlacht' wieder einholen. Doch es kam anders... keine Stunde, nachdem der Konvoi sich verkleinert hatte tauchte erneut ein Schiff am Horizont auf, nein, diesmal waren es drei! Die beiden Zedrakken, unterstützt von einer weiteren Thalukke hatten diesmal offen die hässlichen Gebeine von Charypso gehisst - und mit dem Wind im Rücken hielten sie direkt Kurs auf die kem'schen Schiffe. Schnell hatten die Thalukken die beiden tapfer kämpfenden und gar nicht mal so ungeschickt manövrierenden Al'Plâne-Schiffe ins Kreuzfeuer genommen, während das Postschiff sein heil in der Flucht suchte, mit der Thalukke im Kielwasser...
Die Tepdaru indes hatte die Verfolgung auf Geheiss des Interimskapitäns Kahrem Mahdim eingestellt. Dem erfahrenen Seemann war die Sache nicht geheuer: Wieso sollte sich eine einzelne Thalukke mit einer Schivone anlegen wollen? Normalerweise hätten die Piraten direkt, ohne überhaupt den Ansatz eines Schusses abzugeben davongemacht. Und die Piraten schienen sich in diesen Gewässern hier auszukennen. Wahrscheinlich wäre es ihnen ohne weiteres gelungen, die Schivone entscheidend zwischen den Riffen zu distanzieren. Nein, hier stimmte etwas nicht! Die anderen Schiffe waren in höchster Gefahr - auf der Stelle ließ Kapitän Mahdim wenden.
Buchstäblich in letzet Minute erreichte die Tepdaru die beiden Al'Plâne-Schiffe. Das eine, arg zerschossen, wurde gerade geentert, während sich das andere noch durch den Einsatz von Brandgeschossen die enterbereiten Piraten vom Leibe hielt. Mit dem erscheinen der Schivone jedoch verging ihnen jedoch die Enterlust und die Tepdaru konnte dem bereits geenterten Schiff zu Hilfe eilen. Die zahlenmässig unterlegenen Cháseter hatten ihr Schiff bis dahin verzweifelt gehalten und als sich die ersten Seesoldaten an Bord schwangen, hatte ihr aufopfernder Kampf Erfolg. Binnen kürzester Zeit hatte man die Piraten zurück auf ihr eigenes Schiff gedrängt. Nun griffen die Geschützmeister der Tepdaru ein und trieben die Thalukke vor sich her aufs offene Meer hinaus.
Die Al'Plâne Schiffe machten jedoch kehrt und kamen noch am späten abend des selben Tages in Tares an. Am nächsten Tag werden die Schiffe in ihren Heimathafen Plane zurückkehren um dann später, nach einigen Reparaturen ihre geplante Reise erneut anzutreten. Wenn die wütende Hatz der Tepdaru Erfolg hat, wird diese Reise dann wohl ein wenig sicherer sein...
Geshàt té Phran, fahrender Schreiber der Rabenschwinge
Nachträgliche Anmerkung der Redaktion zum Bericht: die Tepdaru erreichte knapp 2 Wochen später Sylla nachdem sie sich auf dem weg dahin noch ein Gefecht mit den Piraten geliefert hat. Den Piraten ist es dabei noch einmal gelungen davonzukommen; ihr stark havariertes Schiff in den Schutz der Riffe zu bringen, doch dürfte ihnen in nächster Zeit die Lust vergangen sein, kem'sche Schiffe anzugreifen. Es bleibt noch zu bemerken, daß das Postschiff genau im Zeitplan liegend seine weiteren Destinationen erreicht hat...
(LLU)
Inselrat zu Re´cha eröffnet
Am 23. Tage des Freimondes der Hesinde traten die Mitglieder des Inselrates zum ersten Male im großen Saal der Residenz des Akîbs Ni Marlan in Re'cha zusammen. Um einen großen Mohagonitisch hatten die Inselräte Platz genommen, als ein Herold die Ehrengäste verkündete, welche anlässlich der Eröffnung angereist waren. Als besondere Ehre und Zeichen des Wohlwollens war zu verstehen, dass Ihre cronprincessliche Hoheit Ela Setepen hochhöchst selbstens vom Festland angereist war um den Rat zu eröffnen. Folgende Worte richtete die Cronprincessin an die Anwesenden:
"Der Segen des Raben und seiner elf Kinder ruhe auf Euch! Es ist Uns ein erfreulicher Anlass, diesen Rat mit dem Segen des Königshauses der Kemi zu bedenken, auf daß er seiner Bestimmung voll und ganz gerecht werde. Diese Bestimmung kann nur heissen, die Einigkeit und Einheit des Káhet zu fördern und zu sichern, die Hauptaufgabe, die Wir als künftige Königin vor Uns haben. Unsere Mutter ließ dieses Reich wiedererstehen, und Wir wollen es einen. Aus diesem Grund begrüßen Wir es ausdrücklich, daß gegen alle Kleingeisterei durchgesetzt wurde, alle maßgeblichen Kräfte des Reiches in dieser Runde zu versammeln. Möge die Arbeit des Rates stets von hesindianischer Weisheit begleitet werden."
Der Ser-Repa Ni Neu-Prêm, Falk Arres, bedingt durch die Abwesenheit Seiner Durchlaucht des Repa´s Ni Neu-Prêm, der sich auf einer längeren Reise befindet, erhob sich daraufhin und sprach folgende Worte:
"Mögen die Zwölfe Euren Ratschlüssen beiwohnen, Brüder und Schwestern.
Im Namen des Repas ist es mir eine Ehre, diese Versammlung im Geiste der Einung des Káhets zu eröffnen. Cronprinceß Ela XV. Setepen; möge der Herr uns und seiner zukünftigen
Herrscherin allzeit wohlgesonnen sein!"
Als nächstes ergriff der Hátya Ni Chrysemis das Wort:
"Eure cronprincessliche Hoheit, seid willkommen und bedankt, daß Ihr uns die Ehre erweist, der Eröffnung diese Rates beizuwohnen. Durchlaucht, Hochwohlgeboren, Excellenz, Hochgeborene und Wohlgeborene Anwesende geschätzte Hohaya, auch mir ist es eine große Freude, heute und hier vor diesem Rat zu stehen und Euch, werte Räte, mein Vertrauen und Wohlwollen auszusprechen. Jeder von Euch hat bislang Großes geleistet, nun besteht die Möglichkeit Euer Wissen, Eure Erfahrungen zu vereinen zum Wohle des Káhets, zum Wohle der Inseln und dessen Bewohnern, zur Freude des Herrn. Dieser Rat ist ein Zeichen des Miteinaders, denn gemeinsam sind wir stark. Zusammen wollen wir den Weg der Weisheit beschreiten, möge dieser Rat beispielhaft dafür sein. Der Herr sei mit Euch. Lang lebe die Nisut! Lang lebe die Cronprincessin!"
Nachdem Seine Erlaucht wieder Platz genommen hatte, erhob sich der Ser-Nesetet Ni Djerres von seinem Platze, um im Namen der Nesetet und in seinem eigenen Namen das Wort an die Versammelten zu richten:
"Euere cronprincessliche Hoheit, Durchlaucht, Erlaucht, Excellenz, Hochgeborene und wohlgeborene Gäste, im Namen der Nesetet Ni Djerres, Ihrer Hochwohlgeboren Akilja Algerin-de Cavazo, möchte ich die Zuversicht zum Ausdruck bringen, mit welcher Ihre Hochwohlgeboren jene Institution des Inselrates begrüßt, die sich am heutigen Tage erstmals zusammenfindet. Wie mir ihre Hochwohlgeboren vor ihrer Abreise ins Horasreich versicherte, bedauert sie zutiefst, an diesem historischen und für die Inseln höchst bedeutsamen Tage nicht anwesend sein zu können. Bedauerlicherweise drängte ihrer Hochwohlgeboren ihre Verpflichtung als Administratorin D.A.P. erneut in der Angelegenheit daVancha die dringende Abreise ins verbündete Horasiat auf.
Die Nesetet Ni Djerres möchte die versammelte Adelsgesellschaft wissen lassen, dass sie in jenem Inselrat, der heute ins Leben gerufen werden soll, die monumentale Möglichkeit einer besseren Zusammenarbeit zwischen Hochadel und den anderen Teilen der Kolonien. Der Rat bietet eine höhere Effizienz in der Koordination aller Insellehen, hin zu einer produktiven und für alle Seiten fruchtbaren Politik. Es ist darüber hinaus unser beider Überzeugung, dass der Rat mehr ist als ein Instrument zum Wohle aller Adelsleut' der Tarepa, geboren aus unbezwingbarer Loyalität zu Ihrer nisutköniglichen Majestät. Dieser Rat der Inseln ist eine Brücke, welche Chrysemis und Djerres näher zusammenrücken wird. Und dies nicht nur in geographischem Sinne, sondern auch in politischem. Denn durch diesen Rat erhalten alle Inseln der Tarepa die Möglichkeit, gemeinsam an einem Ort durch gegenseitigen Beistand und Zusammenhalt das zu stärken, was dieses Reich des Herrn Boron auszeichnet: Die Einheit aller Kemi.
Im Namen der Nesetet möchte ich jedoch auch ganz gewichtig darauf hinweisen, wie essenziell notwendig es für sie ist, daß sowohl Kirche und Inquisition, als auch Armee und KKAB, als Instanzen des Reiches am Inselrat teilnehmen. Ein Ausschluß dieser Reichskräfte wäre eindeutig kontraproduktiv und als zutiefst die Struktur der Tarepa verkennend zu bewerten."
Als nächster ergriff Seine Hochgeboren Alarion Schattenfels Ni Pet´hesá das Wort:
"Liebe Ratsmitglieder, cronpricessliche Hoheit, wie ihr wisst, wurde ich berufen hier in diesem Rat die Sache der Armee zu vertreten. Gab es auch im Vorfeld Stimmen, die sich gegen die Anwesenheit der Armee im Rat aussprachen, so bin ich jetzt doch froh hier sprechen zu können. Der Friede und die Sicherheit des Káhet sind zerbrechliche Gewächse, die mit größter Sorgfalt zu pflegen sind; und dies wird uns nur gelingen wenn alle Institutionen und Personen zusammenarbeiten, um sie zu mächtigen Bäumen gedeihen zu lassen. Daher möchte ich auch besonders die Abgesandten der Utulu und der Achaz in unserer Mitte begrüßen, die wohl im gleichen Masse daran interessiert sind, in Frieden zu leben.
Auch möchte ich noch erwähnen, daß ich hier nicht als Lehensmann meines Hátyas, sondern als neutraler Mann der Schwarzen Armee sprechen werde. Über meine Handlungen im Rat bin ich direkt der Gardekriegsherrin und nur ihr Rechenschaft schuldig!
So hoffe ich nun, daß in diesem Rat von Intrige und List abgesehen wird, und jeder reinen Herzens zum Wohle des Reiches sprechen mag!"
Auch seine Hochgeboren Ni Tasebá richtete einige Worte der Begrüßung an die Anwesenden:
"Als erstes möchte ich mich bedanken. Bedanken dafür, daß mir auch die Möglichkeit gegeben wurde an dieser Stelle alles zu tun, damit die Inseln im Káhet so vertreten werden, wie es ihnen gebührt. Bedanken auch für das Vertrauen, daß in mich an dieser Stelle gesetzt wird. Es ist keine Frage, daß wir eine schwere Aufgabe übernommen haben. Dennoch weiß ich, daß wir sie mit dem Segen des göttlichen Raben würdig ausfüllen werden. Die Bewohner der Inseln erwarten viel von uns, aber wir werden sie nicht enttäuschen."
Viel Enthusiasmus, viel Begeisterung und Tatendrang war aus den Worten der Anwesenden zu entnehmen. Wahrlich eine gute Wahl scheint diese Besetzung der Ratssitze zu sein. Möge der HERR seine schützende Hand über dem Rat halten und möge Hesinde ihm Weisheit schenken, auf daß die ehrenvolle Ziele erreicht werden und jener Rat als beispielhaftes Zeichen in die Geschichte der Inseln, ja, des Káhets Ni Kemi eingehen mag.
(CPA)
Das gemeinsame Lob erfasst alles!
- Für die Stärkung des eigenen Glaubens in der gemeinsamen Danksagung -
Mehib Kâl'tân an seine Gemeinde zu Neu-Prêm:
Schwestern und Brüder!
Schon vor ungefähr einem halben Götterlauf haben Wir Uns an euch gewandt. Damals haben Wir Uns zum Verhältnis zwischen der Gemeinschaft der Gläubigen und der Gesellschaft im Nisutreich geäußert und euch aufgefordert, euren Glauben gelassen und entschlossen in den Alltag zu tragen: offen für andere Überzeugungen und zugleich gewiss, den richtigen Weg gefunden zu haben.
Heute schreiben Wir euch zum anlässlich des Inseltages von der Alleinseligmachenden Boronstaatskirche auf den Inseln ausgerufenen Tag der Lobpreisungen. Nicht dem Zusammenleben von Gläubigen und Ungläubigen, sondern ganz uns und unserm Verhältnis zum Herrn Boron sollen wir uns heute widmen. Und so zielen Unsere Ausführungen heute auch nicht auf das Wirken unter den Einwohnern der Inseln, sondern auf die Sorge des Herrn Boron für uns und unsere Zuwendung zu ihm.
Ein jeder könnte sich für sich, indem er die von ihm verbrachten Tage an sich vorbeiziehen lässt und dabei dem Herrn Boron für seine Sorge dankt und indem er die eigene Zuwendung zu ihm erforscht und dabei Stärke und Ansporn findet, mit seinem Verhältnis zum Herrn Boron beschäftigen.
Ihr aber seid teilweise von weither zusammengekommen, um gemeinsam mit anderen Gläubigen an vielen Orten für einen Tag unser Verhältnis zum Herrn Boron in den Mittelpunkt zu stellen. Denn um wieviel freudiger und vollkommener ist es, im gemeinsamen Lob das Verhältnis zum Herrn Boron zum Mittelpunkt werden zu lassen:
- Die Dankbarkeit für seine Sorge kann nicht bloß für die vielen Dinge jeweils einzeln bekundet werden. Sie kann auch für alles in einem ausgesprochen werden: im Lob - wieviel entschlossener ist das!
- Die eigene Zuwendung kann nämlich nicht nur erforscht werden. Sie auch vollzogen werden: im Lob - wieviel erfül-lender ist das!
- Schließlich aber danken wir für die Sorge des Herrn Boron nur unzureichend, wenn einjeder nur für die Sorge des Herrn Boron für ihn selbst dankt, denn darüberhinaus gilt seine Sorge auch unserer Gemeinschaft als ganzes. Auch für sie können wir danken: im gemeinsamen Lob - wieviel vollkommener ist das!
- Und ebenso unzureichend vollziehen wir die Zuwendung zum Herrn Boron, wenn einjeder sich nur für sich selbst ihm zuwendet, denn darüberhinaus gibt es noch die Zuwendung durch die Gemeinschaft als Ganzes. Sie hat ihren Platz: im gemeinsamen Lob - wieviel freudiger ist das!
Ihr seht also, daß sowohl die Sorge des Herrn Boron für uns und unsere Zuwendung zu ihm, als auch der Einzelne und die Gemeinschaft als ganzes im gemeinsamen Lob am besten erfasst sind.
Freut euch heute und lobt den Herrn Boron gemeinsam in Tempeln und Häusern, auf Plätzen und Straßen!
(MAS)
Heimkehrender Repa von Bevölkerung begeistert empfangen!
Nach seiner langen Reise in sein Heimatland im hohen, eisigen Norden ist seine Durchlaucht, Torben Jandarasson, Repa ni Neu-Prêm, wieder in seine Hauptstadt Re'Cha, Tá'akîb Marlan, zurückgekehrt. Dutzende von Einwohnerinnen und Einwohnern der Metropole bereiteten dem allseits beliebten Landesherren einen jubelnden Empfang, als er mit seiner liebreizenden Gemahlin, der Hemet-Repa Donna
Isabella und der Kinderschar, von Bord des Linienschiffes "Hati Hesa" ging. Nach fast zehn Monden der Abwesenheit, setzte der "Ferscht", wie seine Durchlaucht mehr und mehr auch in der Bevölkerung liebevoll genannt wird, seinen Fuß endlich wieder auf neu-prêmschen Boden.
Sogleich bezog die fürstliche Familie wieder ihre amgestammte Wohnstätte, das Residenzschiff "Iskra". Bereits am folgenden Tage war dort geschäftige Betriebsamkeit zu beobachten: Boten mit Nachrichten machten sich auf denWeg, um, wie aus gutunterrichteten Kreisen zu hören war, Kontakt mit solch illustren Persönlichkeiten wie dem Hátya ni Chrysemis, der Nesetet ni Djerres, dem Mehib vom Neu-Prêm und vor allem aber dem Ser-Repa, Falk Arres aufzunehmen.
Von unserem Korrespondenten um eine Stellungnahme gebeten, meinte der Repa: "Mal sehen, was der Stockfisch von den Inseln übriggelassen hat."
(MRA)