Rhonda Mezkarai steht Rede und Antwort

Rhonda Mezkarai

Zum ersten Mal seit ihrer Heirat und der Geburt ihres sohnes wurde der Rabenschwinge erlaubt sich mit der Nesetet Ni Ordoreum zu treffen und über sie, die Vorgänge in Ordoreum und ihre Pläne für die Zukunft zu sprechen.
Das Gespräch führt Shepses-lâ für die Rabenschwinge. Themen sind unter anderem die Iri-Maat, Ordoreum und die Familie.

Shepses-lâ: Boron zum Gruße, eure Hochwohlgeboren. Ich möchte Euch an dieser Stelle noch einmal zu der Geburt eurem Sohn gratulieren, möge Boron ihm gewogen sein.Doch ich will euch nicht lange aufhalten, kommen wir gleich zu den Fragen: Was werdet ihr gegen die Iri-Maat tun, welche vor einiger Zeit einen Überfall auf euch unternommen haben und immer noch nicht gefasst wurden?

Rhonda Mezkarai:: Danke für Eure Gratulation, mein Sohn wächst und gedeiht. Nun… die Iri-Maat… was kann und vor allem darf ich dazu sagen? Fakt ist, dass das KKAB schon eingeschaltet wurde und mit Sicherheit alle nötigen Schritte eingeleitet hat, derer es bedarf. Ich selber vermag nur meine Barone und Sahs anzuweisen, Augen und Ohren offen zu halten und mir besondere und vor allem auffällige Umstände unverzüglich zu mehlden.

Shepses-lâ: Gab es denn in letzter Zeit besondere und auffällige Vorkommnisse?

Rhonda Mezkarai:: Nein - und gerade das ist auffällig.

Shepses-lâ: Sehnt ihr euch etwa nach solchen Dingen?

Rhonda Mezkarai:: Natürlich nicht. Aber es ist beunruhigend ruhig.

Shepses-lâ: Was wollt ihr unternehmen um in Zukunft solche Gruppen schon am Entstehen zu hindern?

Rhonda Mezkarai:: Die Frage ist nicht allein, was kann ich tun, sondern: Was kann allgemein getan werden… Bekannt ist schon die Aussage: Jemandem den Nährboden entziehen. Allerdings ist das ein Ausspruch, der für alle ähnlichen Gruppen verallgemeinert wurde, wohingegen jede Gruppierung, die im Entstehen begriffen sein könnte, andere Merkmale aufweist. Zumeist entstehen solche Gruppierungen durch Unzufriedenheit in bestimmten Bevölkerungsgruppen. Man muss also dieser Unzufriedenheit entgegenwirken. Zumeist lässt es sich sehr einfach regeln, indem versucht wird, die Bedürfnisse der Integrierten zu befriedigen - Nahrungsmittel, Gebrauchsgegenstände et cetera.

Shepses-lâ: Und was unternehmt Ihr, um die Unzufriedenheiten in Erfahrung zu bringen?

Rhonda Mezkarai:: Ich bemühe mich um einen stärken Kontakt zum Volk. Die Akîbs und die Akîbet, sowie die Sahs Ordoreums sollen, pathethisch ausgedrückt, mein Aug' und mein Ohr sein, ganz wie es sich für einen würdigen Adligen gehören sollte. Dann kann ich gemeinsam mit den Adligen agieren und reagieren. Überdies wurden den Vertretern des Bürgertums zwei Sitze im Ordoreer Landrat zugedacht.

Shepses-lâ: Ihr sagtet sollen... heißt dies, daß die Realität nicht dem entspricht wie ihr es wünscht?

Rhonda Mezkarai:: Die Realität entspricht nie den Wünschen einer Person. Man erwartet doch oft zuviel. Aber in diesem Fall war es nur eine Klassifizierung der Aufgabenbereiche und nicht die Darstellung irgendeiner Situation in irgendeiner Provinz des Reiches.

Shepses-lâ: Was für Pläne verfolgt ihr derzeit für Ordoreum?

Rhonda Mezkarai:: Die Ziele, die die Mezkarai auch als Familie verfolgen. Immer noch gibt es einen Unterschied zwischen Tayarrét und den anderen ordoreer Ta'akîbs. Ihr wisst vielleicht dass Tayarrét vor geraumer Zeit erst der Grafschaft Ordoreum zugeschlagen wurde? Die perfekte Integration der Baronie ist mein Ansinnen. Daneben gibt es noch das Problem Ahami. Durch frühere missliche Ereignisse verarmt und verwüstet, leisten die Mezkarai jede Hilfe die sie zu bringen vermögen, um Ahami aufzubauen.

Shepses-lâ: Und inwieweit fruchten Eure Bemühungen, Tayarrét zu integrieren und Ahami wieder aufzubauen?

Rhonda Mezkarai:: Praktisch gesehen ist es in vollem Gange. Der Ausbau der Straße von Djasét nach Ahét wird - ebenso wie die Bemühungen in Ahami - noch viel Zeit erfordern, doch es war von Beginn an ersichtlich, dass wir alle Geduld haben müssen.

Shepses-lâ: Mit Neugier wurde Eure Hochzeit verfolgt. Hat sich seitdem etwas in der Ordoreumpolitik geändert? Was wird sich in Zukunft aufgrund Eurer Ehe ändern?

Rhonda Mezkarai:: Natürlich hat sich etwas in der Politik geändert. Als Hemet bin ich Teil Mer'imens ebenso wie mein Gemahl Teil Ordoreums ist. Eine Annäherung der beiden Provinzen Mer'imen und Ordoreum wurde dadurch eingeleitet, die weiter auszubauen ist. Ich denke, eine stärkere Zusammenarbeit zwischen der Táhátya Mer'imen und Ordoreum ist ein hehres Ziel, das es zu verfolgen gilt.

Shepses-lâ: Diese Zusammenarbeit, wie wird diese aussehen?

Rhonda Mezkarai:: Eine gute Frage. Bisher gab es keine großartigen Ergebnisse zu verkünden. Sowohl der Hátya Ni Mer'imen als auch ich sind dabei unsere Position im Reich zu festigen. Wenn wir das geschafft haben dürfte … erweiterten … Projekten, welcher Art sie auch sein mögen, nichts im Wege stehen.

Shepses-lâ: Was versteht Ihr unter erweiterten Projekten?

Rhonda Mezkarai:: Darunter fallen meiner Ansicht nach alle diejenigen Projekte die provinzübergreifende Aktionen und Reaktionen umfassen und dabei komplexer sind als der übliche Handel von Lehen zu Lehen. Eine genauere Definition würde den Blick auf entsprechende Paragraphen und Absätze erfordern, doch ich denke, das ist das Wesentliche.

Shepses-lâ: Könntet Ihr uns ein denkbares Beispiel für eine solche Aktion geben?

Rhonda Mezkarai:: Einleuchtende und nachvollziehbare Beispiele für dieses Faktum sind beispielsweise der Bündnisvertrag der Tá'akîb Mercha und der Tá'akîb Démyúnem, der vor einigen Jahren geschlossen wurde. Es handelt sich dabei um einen durchaus legalen Schutzbund der beiden Lehen. Auch der Austausch landwirtschaftlicher Erfahrungen zur gegenseitigen Vergüterung, wie sie vor geraumer Zeit in den Baronien Câbas und Mercha begonnen wurden, fallen unter ‚erweiterte Projekte'. Beziehungen, in denen die Positionen von Geber und Nehmer nicht exakt definiert sind, würde ich sagen.

Shepses-lâ: Zum Abschluss, wollt Ihr noch ein paar Worte an die Leserinnen und Leser richten?

Rhonda Mezkarai:: Ein paar Worte an die Leserschaft der Rabenschwinge? Es sei den eifrigen Lesern und Leserinnen versichert, dass in Ordoreum die ruhigen Zeiten aufrecht erhalten werden.

Shepses-lâ: Dann danke ich euch für dieses Gespräch.

Rhonda Mezkarai:: Gern geschehen, werter Herr.

(NME,JHK)

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