Die PâestMorga Südmeer-Handelskompanie

Die PâestMorga Südmeer- Handelskompanie entstand in Jahre 29.S.G. und ging aus der BRAKEM-Südmeerkompanie und den wirtschaftlichen Besitztümern des Hauses Morganor hervor. Nach dem Häuserbündnis der beiden traditionsreichen kem´schen Familien Pâestumai und Morganor war dies die einzige logische Konsequenz, gerade wenn man bedenkt, daß die BRAKEM-Handelskompanie und somit die Familie Pâestumai in den letzten Jahren enorm an wirtschaftlichen Einfluß verlor. Die wirtschaftliche Macht der Handelskompanie ist in erster Linie in drei Grundsäulen aufgeteilt.

Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse

Die Kompanie verfügt über etliche Reisplantagen und Felder, überwiegend natürlich in Tárethon. Hier sei vor allen Frencaal und Laratusaî erwähnt, beherbergen die beiden Akîbate doch die Stammsitze der Familien Pâestumai und Morganor. Neben den Reisplantagen in Frencaal und der Laratusaî verfügt die Handelskompanie auch über Reis- und Hirseplantagen in Mergyan. Hinzu kommen einige Maniok-, Tee-, Zuckerrohr- und Rauschkrautplantagen, sowie einige Mohaccaplantagen in Djerniako.
Des weiteren, kauft die PâestMorga einen Großteil der überschüssigen Ernten in Frencaal und Mergyan auf, um sie nicht nur in Tárethon, sondern auch in anderen, ärmeren Provinzen des Káhet weiterzuverkaufen. Denn nur sie verfügen in Tárethon über die dafür nötigen Beziehungen und Logistik.

Im- und Export

Der Im- und Export stellt eine weitere wichtige Säule der Handelskompanie dar. Der wichtigste Handelspartner ist und bleibt natürlich das Bosparanische Reich, hierher führt ein Großteil der PâestMorga-Exportgüter, wie zum Beispiel der Tabak "Gülden Hedsch", Edelholz, Salz und neuerdings auch Jade. Nachdem Verlust ihrer Abnehmer auf seiten der den Südmeerhandel dominierenden horasischen Familie ya Strozza strebte Tanîth Pâestumai mit Erfolg den Handel mit den ya Strozza-Konkurrenten Terdilion an.
Ein weiterer wichtiger Handelspartner bildet das Kalifat. Hier profitiert die Kompanie natürlich sehr von den familiären Banden die die Familie Morganor ins Kalifat hegt. Zum Brabakischen Hof hat man noch einige Handelskontakte, doch sind diese nicht mehr so von Bedeutung, wie sie es noch vor einigen Jahren waren. Die Handelskontakte ins Neue Reich und nach Albernia, sowie ins Skîkanydad von Sinoda liegen derzeit hingegen ganz und gar brach.
Um die Ware über größere Entfernungen zu transportieren, steht der Handelskompanie neben einer Thalukke und einer Zedrakke auch zwei Koggen und etwa sechs flußtaugliche Schiffe zu Verfügung. Ansonsten bevorzugt die Kompagnie jedoch Handelskarawanen um ihre Ware von A nach B zu transportieren.

Mienen

Die PâestMorga Südmeer-Handelskompanie verfügt im Káhet sowie im Ausland über einige Mienen. Da wären zum Beispiel die Diamant-Mienen in Grünbruch (Djerniako) und eine Elektrum-Miene in tárethoner Berggebiet, sowie die neu erworbenen Jade-Minen nahe Port Peleiston auf. Auch ist bekannt, daß die Kompanie alle Erträge der Salz- und Silber-Mienen bei Unebkem/Laratusaî, mögen sie auch noch so klein sein, aufkaufen. Hohe Gewinne auf den Provinzmärkten machen den Aufwand lohnenswert.

Sonstige wirtschaftliche Betätigungsfelder

Hier sei vor allen das Bank-, insbesondere das Geldverleihgeschäft erwähnt. Pâestumai-Banken gibt es unter anderem in Frencaal, Laratusaî, Mergyan und Khefu. Aber auch im Alten Reich und Brabak soll es mittlerweile einige Ableger der Bank geben. Ein besonderes Augenmerk sollte man auch auf die Pferdezucht in Zut´hedsch legen, von hier kommen die - nicht nur im Káhet bekannten und hoch geschätzten - "Schwarzen Frencaaler". Die einzige Pferderasse des tiefen Südens, denen das schwülwarme Klima des Kahet nichts auszumachen scheint, wie nicht nur der Orden der Wächterinnen und Wächter des Hl. Rabens zu Laguana bestätigen kann - kommen doch dessen Pferde allesamt aus der Zut´hedsch-Zucht. Des weiteren werden hier auch die "Zut´hedscher" Pferde von nicht so edlem Geblüt gezüchtet, die in erster Linie als Lasttiere Verwendung finden.
Ein ebenfalls nicht zu unterschätzendes Standbein bilden die "Kontraktarbeiter" und "Schuldknechte", die bei der PâestMorga unter Vertrag stehen. Hierbei handelt es sich beinahe ausschließlich um Schuldner der Pâestumai-Bank.
Es gibt Gerüchte, wonach die Kompanie ihre Finger im Alkohol- und Artefaktehandel haben soll. Auch hält sich hartnäckig das Gerücht, daß sie volle Kontrolle über das Dirnen- und Lustknabengeschäft von Djerniako bis Mergyan haben soll.

Das Handelsfort Pâestumai

Einwohner/innen: ca. 80 (davon in etwa 45% Bukanier)

Das im Westen an den flachen Ufern des Ilara nahe Port Peileiston gelegene Handelsfort Pâestumai wurde im Jahre 28 S.G von der PâestMorga-Südmeer-Handelskompanie, fertiggestellt. So dient es in erster Linie als Umschlagestätte der altoum´schen Handelsgüter.
In den ersten Wochen nach Baubeginn des Forts, das damals nur aus einem Dutzend pâestumai'scher Questadores sowie einer Handvoll morganor'scher Sh'Kara bestand, kam es immer wieder zu Übergriffen von den auf West-Altoum lebenden Bukanier. Dies veranlaßte die PâestMorga eine Art "Friedensexpedition" unter der Leitung des mittlerweile Verstorbenen Oboto Morganor durchzuführen. So gelang es ihm, zur allgemeinen Überraschung, erstaunlich schnell Frieden, sowie etliche Schutzbündnisse mit den Bukanier zu schließen, um das Überleben des Forts zu sichern. Noch bis heute hält sich hartnäckig das Gerücht, daß während der Verhandlungen eines der berüchtigten morganor'schen magischer Artefakte zum Einsatz kam...
Ende des Jahres 28.S.G. nahm die PâestMorga ihre erste Jade- und Obsidianmine mit Hilfe einiger kleiner Eingeborenensippen in Betrieb. Auch hier war das Verhandlungsgeschick Oboto Morganors wieder einmal sehr hilfreich, als es um eine Art "Exklusivertrag" mit den Eingeborenen ging...

Wirtschaftliche Betätigungsfelder der PâestMorga auf Altoum: In den Minen und Steinbrüchen der PâestMorga werden neben den genannten Gesteinsarten, Jade und Obsidian auch Zinn und Schwefel gefördert. Auch betreibt die PâestMorga florierenden Handel mit den Eingeborenen, hier geht es in erster Linie um Tinkturen, Tränke, Gewürze und Kräutern.

Sonstiges: Gerüchte wonach die PâestMorga ein Bündnis mit dem Korsaren El Harkir pflegt, das den Schutz ihrer Waren garantiert, können wir an dieser Stelle werde bestätigen noch dementieren.

Struktur

Die Handelsgeschäfte werden von beiden Familien gemeinsam geleitet, doch letztlich dringt nach außen nur die Stimme und der Wille der Pâestumai. Was hinter den Mohagonietüren der Arx Pallida verhandelt wird, bleibt im Verborgenen.

Der Geschäftsrat der PâestMorga-Südmeer-Handelskompanie besteht aus folgenden Mitgliedern:

von Sven Liebing und René Böcker (Version 30 S.G./2004)

ZURÜCK