
Unweit der malerischen Küste liegt, tief im Dschungel verborgen, das Kastell Memento Mori, Klosterfreiheit und Sitz der grossen Imát Rabana Pâestumai.
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Rückansicht |
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Frontansicht; Portal des Vergessens |
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Schnitt durch Memento Mori
1. Das Portal des Vergessens |
Im Kloster selbst leben im Moment an die 30 Männer und Frauen, der grösste Teil davon Novizen, die man daran erkennen kann, dass sie ihre Schädel kahlgeschoren haben. Die Bewohner dieses urtümlichen Bauwerks wurden vo rallem dadurch bekannt, dass sie stets ihren grauschwarzen, schmucklosen Kutten, auf welchen, tragen, auf welchen das Ordenssiegel des Laguana-Ordens prangt und unter welchen sie Waffen zu verstecken vermögen, die ein normal Sterblicher unmöglich so gut verbergen könnte.
Der Tagesplan im Kloster ist sehr strickt: Zur 1. Sunnu-Stunde, wenn sich die ersten Strahlen der Sonne zeigen, weckt der grosse Kirchengong die Brüder und Schwester aus dem kleinen Tod. Ein jeder Bewohner ist verpflichtet, erst eine rituelle Waschung hinter sich zu bringen, ehe sich alle in der kleinen Kapelle im Turme des Golgari versammeln. Dann folgt die rituelle Begrüssung und Morgenandacht. Danach gönnen sie sich ein ausgiebiges Mahl und danach gehen die Bewohner ihrer Arbeit nach. Dies kann von Unterweisung der Novizen, körperlichen und geistigen Übungen über Gartenarbeit im Innenhof reichen.
Wenn das Praiosmal am höchsten steht, zur 2.Davenu-Stunde, versammeln sich die Bewohner wieder zur Mittagsandacht, welche ca. eine halbe Stunde dauert. Danach wird die Arbeit wieder aufgenommen, pflegen die Brüder und Schwester doch nur 2 Mahlzeiten pro Tag einzunehme, dazwischen wird eisern gefastet. Zur 3. Favenu-Stunde wird die endet die tägliche Arbeit und die Bewohner versammeln sich zu einem weiteren gemeinschaftlichen Gebet. Vorher allerdings steht wieder eine rituelle Waschung bevor, will man doch gesäubert vor das Rabenstandbild treten. Dies ist gleichzeitig auch die Abendsandacht, welche sich meistens über eineinhalb Stunde hinzieht, ehe man zu Tisch gerufen wird und eine warme Mahlzeit bekommt. Danach wird denn Brüdern und Schwestern zugestattet, die Zeti nach ihrem Ermessen zu nutzen, allerdings wird von ihnen erwartet, dass sie die heiligen Schriften studieren oder sich zur Ruhe begeben. So oder so herrscht ein absolutes Redeverbot bis Mitternacht.
Zur heiligen 1.Tepy-Stunde müssen sich alle wieder im Turme Golgaris zusammenfinden, um der wichtigsten Andacht beizuwohnen. Danach herrscht Nachtruhe. Nur der "Hüter des Schlafes" bleibt offiziell bis zum frühen Morgen auf, um seine Mitbrüder und Mitschwestern zu wecken und darauf zu achten, dass der heilige Schlaf der Bewohner nicht gestört wird. Dieser "Hüter des Schlafes" wird jeweils für eine Woche bestimmt, und wird für diesen Zeitraum von der täglichen Arbeit freigesprochen. Zu den Andachten muss er allerdings ebenfalls erscheinen.
Nicht wenige haben ein Schweigegelübde abgelegt und so herrscht selbst tagsüber in Memento Mori eine angenehme Stille. Unter den Bewohnern selbst gibt es kaum Streitigkeiten und es werden natürlich auch eventuelle Gäste beherbergt, allerdings müssen diese mit einer unsichtbaren Wand zwischen ihnen und den Klosterbewohnern rechnen. Was für Geheimnisse in den unterirdischen Gewölben Memento Moris ruhen, weiss wohl nur die Äbtissin Rabana Paestumai, welche diese Gemäuer mittlerweile als ihren Eigentum betrachtet.

von Sabine Schwab und Elias Moussa