Ksar el Mehenev - Táyarrets Norden

Einwohner: 170 (davon 50% Tulamiden, 30 % Novadis) in der Siedlung
Garnison: 25 Mann Chafar el Mihlab (=Krallengarde) entspr. der Bürgerwehr
Tempel: Tsa/Boron, Rastullah

Mehenev wurde einstmals von ausgewanderten Tulamiden gegründet, und so beherbergt die heruntergekommene Siedlung an der nördlichen Grenze der Tá'akîb noch heute zahlreiche Angehörige dieses Volkes, darunter auch einige novadische Flüchtlinge, die aus den Sklavenlagern Al'Anfas entflohen und sich hernach in Mehenev verborgen hatten. Derzeit wird Mehenev eingehenden Reformen unterzogen, nicht zuletzt aufgrund der Vernachlässigung durch den Akîb Thalarion Mondglanz während und nach den Auseinandersetzungen mit den Schergen Al'Anfas, der die Siedlung lange Zeit ausgesetzt war. Unter dem tulamidischen Söldnerveteran Abdul ibn Meheb el Djâsur arbeiteten die Mehenever fürderhin fieberhaft an der Verbesserung ihrer Lebensgrundlage. Nunmehr konnten einige Erfolge verzeichnet werden. Sumpfiges Umland konnte urbar gemacht werden, die armseligen Bretterhütten werden zusehends durch solide Bauten aus Brabaker Rohr, Klinker, Lehm und Inhat-Holz ersetzt, und eine Befestigung nach djáseter Vorbild wurde errichtet. Derzeit kümmert sich ausschließlich die Chafar el Mihlab (=Krallengarde / entspricht wohl in etwa einer Bürgerwehr) um den Schutz der Bevölkerung.
Abdul hat die Einheit nach seinen leidvollen Erfahrungen mit Tsakins Schergen ins Leben gerufen und einen Großteil der ihm aus dem Erzabbau im Unayland zufallenden Gewinne genutzt, um die Recken angemessen auszustatten. Von den annähernd 20 Ahamisöldnern, die sich nach ihrer Niederlage auf Thalarions Angebot hin in Táyarret eine neue Heimstatt geschaffen habe, dienen die meisten in der Garde.

Wappen der Tásah Mehenev
Als Kuriosa vermag Mehenev ein Rastullahbethaus und einen Doppeltempel, der sowohl Boron als auch Tsa geweiht ist (gewiß ein tulamidisches Mitbringsel) zu bieten. Ein Problem, welches wohl kaum jemals zu beseitigen sein wird, stellt das seuchenübertragende Ungeziefer aus den nahen Sümpfen da. Die noch unter Akîb Mondglanz errichtete Verbindungsroute zwischen Djáset und Mehenev ist seit dem Vertrag mit den Waldmenschen dem Verfall preisgegeben. Mehenev ist von Djáset aus nur noch über den Pjásob zu erreichen. Allerdings führt in der Nähe der Ansiedlung noch eine Straße aus der Tá'akîb Rekmehi in Richtung der Kirchenfreiheit Ujak und weiter zur Tá'akîb Táheken.

Das Verhältnis zur Nesetet Ni Ordoreum, Francesca dell'Aquina, ist von einem "freundlichen Nebeneinander" geprägt. Die Tulamiden und Novadis der Ansiedlung erwarten einfach, in ihren eigenen Belangen eigenständig agieren zu können, und die Nesetet gewährt ihren Lehnsleuten im Norden diese Freiheiten, da sie sich sicher sein kann, in Notzeiten auf die Unterstützung der Tulamiden zählen zu können. Als wichtigstes Verbindungsglied kommt hier wieder Abdul ibn Meheb ins Spiel. Der Sah Ni Mehenev genießt das absolute Vertrauen sowohl der Mehenever als auch der Nesetet.

Bab El Djáset Bab El Támenev Garnison Kontor Gerbelstein Rastullah-Bethaus Tempel des fortwährenden Lebenskreises Herberge Abu Musafir Krämerladen Dorfschmiede Medicus Quad es Bir Leyla-AlPlâne-Platz Qued el Mehenev Chronist Getreidespeicher Stallungen Stallungen Wachturm

Aus der CHRONICA TAYARRETICA des Alberin du Merinac. Eintrag vom 14. FHE 20 S.G.:

"....Als der novadische Korsar El Harkir im Jahre 11 nach mittelländischer Zeitrechnung die heruntergekommene Stadt Selem plünderte, verließen zahllose Selemiten in überstürzter Flucht die Stadt. Einige von ihnen landeten nach einer abenteuerlichen Irrfahrt durch al'anfanische Gewässer an den Gestaden des Südlandes. Nach einem entbehrungsreichen Marsch durch die feindlichen Dschungel ließen sich die unbeugsamen Tulamiden nahe der Quelle des Pjásob nieder und gründeten die Siedlung Meh-es-nehef als Grundstein zu einem neuen Leben. Obtrotz der nahen Sümpfe fanden die Flüchtlinge bald Gefallen an ihrer neuen Heimat, und viele von ihnen kehrten in das Land der ersten Sonne zurück, um mit der Geschichte vom "sorgenfreien Leben in den regentriefenden Emeraldwäldern" Freunde und Verwandte in den Süden zu holen. Beziehungen zu den Waldmenschen und den mittelländischen Siedlern Djásets wurden in der Folge geknüpft, und Mehenevs Aufstieg erreiche den Zenit, als die mengbillanische Handelscompagnie Gerbelstein in der Siedlung eine Niederlassung beauftragte, welche vornehmlich kostbarste Tropenhölzer umschlagen sollte. Die Handelsleute zogen 3 Jahre später wieder ab, da die Syennez den übermäßigen Rodungen Einhalt geboten hatten. Im Verlauf des Al'Anfanisch-Novadischen Krieges im Norden erhielt die Siedlung jedoch wiederum einen großen Bevölkerungszuwachs, als sich novadische Sklaven, die in die Hände der Al'Anfaner gefallen waren, durch die Dschungel nach Mehenev durchschlugen.
Unter dem neuen Akîb Mondglanz erlebte die Siedlung zwar zunächst einen erneuten Aufschwung (Mehenevroute, Kultivierung des sumpfigen Umlandes), versank danach aber insofern in Armut, als der Akîb nach dem Táyarretkrieg sein Augenmerk vor allem auf den Wiederaufbau von Djáset an der Küste richtete. Erst als der verdiente tulamidische Söldner Abdul ibn Meheb el Djâsur vom Akîb angewiesen wurde, an seiner Statt den Mehenevern zu einer besseren Lebensgrundlage zu verhelfen und ferner eine organisierte Bürgerwehr in die Wege zu leiten, konnte das fliegenverseuchte Nest an der Nordgrenze wieder annehmlicheren Zeiten entgegensehen. Während zweier Götterläufe arbeiteten die Mehenever fieberhaft an ihrer Stadt, und selbst die Bedrohung durch die kapitalen Schlinger vermochte den Willen der wackeren Tulamiden und Novadis nicht zu brechen!

Wenn man heute Mehenev per Floß über den Pjásob erreicht, bietet sich dem Reisigen das erquickende Bild einer idyllischen , kleinen Dschungelortschaft inmitten von weitläufigen Hirsefeldern und saftiggrünen Feuchtwiesen, auf denen Ongalorinder, Mherwedböcke und Praischafe weiden. Um die Ansiedlung selbst zieht sich ein kastanienfarbener Palisadenwall, der nur gegen die Sümpfe hin von einer rötlichen Jaraima-Lehmverputzten Wehrmauer aus Unay-Granit abgelöst wird. Tritt man durch das Bab el Djáset hindurch, glaubt man sich unwillkürlich ins Hochland von Mhanadistan versetzt, ähnelt die Siedlung doch in vielerlei Hinsicht einem tulamidischen Ksar. Der Westteil wird eingenommen von würfelförmigen, vielfach ineinander verschachtelten Lehmbauten mit schlitzförmigen Fensteröffnungen und malerischen Gärtchen auf den flachen Dächern. Unweigerlich verfällt der Betrachter dem Staunen, wenn er das schmucke kleine Bethaus gewahrt. In der Tat lebt hier der novadische Teil der Mehenever. Das Heiligtum des Rastullah unterliegt der Aufsicht des altgedienten Novadisöldners Halef el Seif abu Assad ben Djadir. Im nördlichen und südlichen Teil des Ortes gruppieren sich die Behausungen der Tulamiden, die zumeist aus Inhat-Holz, Unay-Granit und Brabaker Rohr errichtet wurden, aber trotzdem ihr tulamidisches Ambiente nicht verbergen können. Noch heute ereifern sich zahlreiche tulamidenstämmige Mehenever im Ausbau ihrer Heime und fügen mit viel Geduld und handwerklichem Geschick hier ein Erkerchen dort ein verspieltes Türmchen an, so daß dem Betrachter das Gefühl eines "Klein-Khunchom aus Holz" erwachsen möchte.
Am Marktplatz erheben sich Gebäude von mannigfaltigem Äußeren; zum einen steht da das ehemalige Gerbelsteinkontor, das wohl imposanteste Gebäude der Stadt und zudem eines der wenigen, das mit einem Ziegeldach prunken kann. Gleichfalls erblickt man allhier den "Tempel des fortwährenden Lebenskreises", ein Gotteshaus, das in maraskanischer Manier sowohl dem Herren Boron als auch der Frau Tsa geweiht ist. Eine Geweihte vermittelt den Glauben an beide Gottheiten. Verläßt man nun den Platz und strebt dem Bab el Támenev zu, wird man zur linken Hand einer zweistöckigen Herberge ansichtig, deren wohlklingender Name "Abu Musafir" dem Quartiersuchenden das Beste versprechen mag. Im Garnisonsgebäude ist die Chafar el Mihlab (Krallengarde) stationiert. Der an die Garnison angefügte "Handjar el Kebir" stellt den höchsten Turm der Stadt dar und ist beständig mit Wachen besetzt, die das Umland sorgsam im Auge behalten. Von hier aus hat man einen herrlichen Ausblick über den Schlingerteich und die schimmernden Wasserflächen der Minjobsümpfe im Süden, bis hin zu den majestätischen Silbergipfeln der Unay-Hügel...."

Bab el Djáset/Bab el Itakam
Das Stadttor ist geschlossen von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang.


Bab el Támenev
Auch dieses Tor ist von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang geschlossen.


Garnisonsgebäude
Das Gebäude beinhaltet auch einen Kerker (das Sindan).


Kontor Gerbelstein


Seit etlichen Jahren verlassen. Hier logiert die Nesetet, wenn sie sich in Mehenev aufhält. Das einzige Gebäude der Siedlung, das über einen Keller verfügt.


Rastullahbethaus
Schlichter Bau mit einem Waschbecken im Vorraum und einem kleinen, schmucklosen Heiligtum. In das Kuppeldach sind die 99 Gesetze Rastullahs eingeschnitzt.


Tempel des fortwährenden Lebenskreises
Geleitet wird der Tempel von der Geweihten Shenja al Mesdjid saba Abrizah.


Herberge "Abu Musafir"
Die Herberge bietet einige Schlafkammern und einen Schlafsaal. Der Wirt Saref abu Musafir kocht vornehmlich tulamidisch, ist aber auch auf einheimische Kost spezialisiert.


"Sidi Hammad's Gebrauchtwaren Allerley"
Der Händler Hammad al Attar bezieht seine Ware direkt aus Djaset. Was die Bauern nicht auf dem Feld erarbeiten können, vermag gewiß Sidi Hammad zu bieten. Da sein Sortiment jedoch ziemlich eingeschränkt ist, nimmt er auch Bestellungen entgegen, wenn der Kunde nur über ausreichend Suvar verfügt.


Dorfschmiede
Der junge Schmied Ismed ibn Jussuf ist der älteste Sohn des von den "Nachtschatten" dahingemeuchelten früheren Djaseter Schmiedes Jussuf ibn Takhadin.


El Hakim
Der Brabaker Medicus Danyar ar Redon hat seinen Dienst in Mehenev eben erst aufgenommen und versucht mit allen Mitteln, die Bedrohung durch das allgegenwärtige Sumpfgeziefer zu mindern.


Die Minjob-Sümpfe mit der berühmten
alt-kem'schen Schädelstatue


Quad es Bir
Derjenige der beiden in Mehenev angelegten Brunnen, der der Öffentlichkeit zugänglich ist. Das Wasser ist leicht schlammig und sollte vor dem Genuß abgekocht werden.


Leyla-Al'Plâne-Platz
An jedem Markttag halten die Bauern des Umlandes hier ihren Markt ab. Gelegentlich bieten auch die Minjob-Achaz ihre Erzeugnisse aus dem Sumpf feil. Früher war der Platz nach Grand-Inquisitorius Pâestumai benannt, doch seit Hoheit Al'Mout'pekeret in Djáset residiert, heißt der Platz nach ihrer Mutter.


Qued el Mehenev
Der Oberlauf des Pjásob führt das beste Wasser, das in Mehenev zu bekommen ist, weswegen hier auch das Vieh der inneren Koppeln getränkt wird.


Haus des Chronisten
Hier lebt Alberin du Merinac mit seiner Frau, obwohl der Wissenschaftler die meiste Zeit in Djáset verbringt.


Getreidespeicher
Die Notvorräte der Mehenever. Wer hiervon unbefugt entwendet, verliert das Anrecht auf Versorgung in Notzeiten


Stallungen
Hier sind die Pferde der Krallengarde und Abduls Shadif Sheitan untergebracht.


Zeughaus
Hier sind werden gut gesichert und bewacht die Waffen für die Miliz aufbewahrt. Wer hier einbricht oder stiehlt, wird hart bestraft.


Wachturm mit Zeughaus
Auf der in 12 Schritt Höhe gelegenen Turmplattform hängt eine Sturmglocke.


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