Langrep

Schloß Langrep Êntá und Êntátal

[Lage] [Êntá und Êntátal] [Schloß Langrep]

Lage

Von der Tásahet Yleha/Stadt umschlossen beginnt die Tásahet Langrep an der Bucht von Yleha und zieht sich durch das malerischen Êntátal hin, bis es an den Ausläufern der Feuerberge an den Dschungel stößt. Direkt an der Küstenstraße liegt das geheimnisvolle Schloß Langrep, das dem Landstrich seinen Namen gegeben hat. Dort wohnt und arbeitet von Zeit zu Zeit der gefürchtete Cancellarius Dio Cardassion de Cavazo als Sah Ni Langrep über etwa zwei Dutzend dortige Untertanen. An der Küste sorgt ein Fischer und am Bach einige Bauern für die Versorgung des Schloßes und des Tals.

Êntá und Êntátal

Der Êntá ist ein breites und flaches Bächlein, das sich von den Feuerbergen hinunter in die Bucht von Yleha ergießt und dabei malerisch einen engen Bogen um den Felsen von Langrep macht. In alter Zeit war das Gebiet am Êntá bevorzugtes, weil sicheres, Jagdrevier der verschiedenen Herren Ylehas - vor allem die Alanfaner sollen hier einem Jagdsport gefrönt haben, für den Tar'Chîn seinerzeit sogar ein Trogtal in der Gegend um die Êntá-Quelle herum durch eine Mauer abriegeln ließ: der Menschenjagd. Heute ist das Tal nur noch ein ergiebiges Jagdgebiet für Wild, so daß dort zwei Jäger regelmäßig und viel Beute machen.

Kurzinformationen Êntátal

Einwohner: 25
Einrichtungen: 2 Jagdhäuser, Schloß Langrep
Bewohner/innen: Bauern, Jäger (2)
erreichbar über: Nisut-Peri-III-Straße

Schloß Langrep

"Mir scheynt als sey dies Schloß nit von dieser Welt - so kann einfach kein noch so guter Baumeister bauen ... fugenlos, mit solchen Bögen, von solcher Aberwitzigkeyt, solcher Harmonie und Disharmonie in eynem ... wahrlich, ich habe Langrep gesehen unt Alveran wie auch die Niederhöllen geschaut."
(Zitat aus den Reiseberichten der liebfeldischen Hesindegeweihten Daria Gellwinger, 935 n.BF)

An der Mündung des Êntá, dort wo der Bach einen malerisch engen Bogen um einen noch malerischen Felsen macht, bevor er sich in die Bucht von Yleha ergießt, dort lieg das Lustschloß Langrep. Es ist ein Beispiel der seltsamsten und prunkvollsten Architektur, die Yleha jemals hervorgebracht hat:
Hoch auf dem weißen Felsen von Langrep erheben sich die verwitterten Türme aus feinem, hellen Sandstein, ragen Terrassen und Erker hervor, sind Arkaden und romantisch verwilderte Gärten zu erkennen, Statuen auszumachen, kühne Bögen und atemberaubende Schwünge, wahnwitzige Formen und Winkel zu erkennen.
Gebaut wurde Langrep in der heute bekannten Form von Gouverneur Tar'Chîn. Grundlage für Tar'Chîns Bauvorhaben bildete jedoch ein weitaus älterer Komplex, den viele als Tempel einer vergangenen Kultur deuten - zu erkennen ist von dem tiefschwarzen, anscheinend basaltenen Bauwerk heute kaum etwas, denn das gesamte Schloß Langrep wurde um das alte Gemäuer herum errichtet, wie eine Schale um etwas, das man schützen will oder vor dem man die Außenwelt beschützen möchte.
Tar'Chîn beschloß Langrep zu einem seiner Jagdsitze und vor allem zu einem standesgemäßen Lustschloß zu machen, als eines der wenigen seiner Großprojekte gelang es ihm beim Bau Langreps vor seinem Sturz zu einem Ende zu kommen.
Wie es geschafft wurde das Schloß derart atemberaubend zu gestalten wie es nun einmal ist, und, vor allem, wie es geschafft wurde, den Stein auf eine Art zu bearbeiten, die scheinbar keine Fugen zurückließ, das wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben.
Nach dem Sturz des verhaßten Gouverneurs war Langrep Jahrhunderte über ein mehr oder weniger geliebter Zweitsitz, bisweilen aber auch die Hauptresidenz, der wechselnden Herrscher Ylehas. Vor allem die al'anfanischen Besatzer ließen Langrep für viele Jahre neu erblühen. Als sie zum ersten Mal dauerhaft vertrieben wurden, war Langrep jahrelang verwaist... die neuen Herrscher des freien Ylehas wollten - wie die meisten vor der Besatzung - nichts mit dem Schloß zu tun haben. Schließlich wurde das Lustschloß gar, bereits stark verfallen, an einen ylehischen Handelsherrn verkauft, der rückblickend gesehen, wohl ein hoher Hétáp-Ylahîm anté gewesen sein muß, denn er ließ Langrep originalgetreu nach Bildern aus der Tar'Chîns-Zeit renovieren und allen " 'anfanischen" Zierrat entfernen...
Mit den Jahren allerdings verfiel auch das "neue, alte" Langrep wieder - der Händler, der Langrep renovieren ließ war lange tot, seine Familie von der Bildfläche verschwunden und die nachfolgenden Besitzer des Schlosses immer nachlässiger mit Reparaturen geworden. Als schließlich die Al',,: 'anfanischer Herren von Yleha sollte auch die neue Residenz dieser Herren werden und so begann man mit den nötigen Arbeiten zur Renovierung des Schlosses.
Doch das Schloß wurde nie bezogen, die Al'Anfaner wurden vertrieben, noch bevor es fertig renoviert war und so konnte Hátya da Vancha die Bauarbeiten von Ylehis fertigstellen lassen und das Lustschloß dem, seiner Meinung nach, kompetentesten Magier Kemis, Cancellarius de Cavazo, schenken.

von Armin Abele, T. W. und Bettina "Pony" Wiese

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