Die Landwirtschaftsnote (LWS)

Die Landwirtschaft ist der wichtigste Faktor des autarken Bestehens einer Provinz. Eine Tá'akîb/et, die sich nicht selbst versorgen kann, muß hohe Summen in den Kauf von Nahrungsmitteln investieren, ist von Nachbarn und Handelsverträgen abhängig und kann in Krisenzeiten durch Hungeraufstände und Krankheiten schnell unbeherrschbar werden.
Die Produktion einer Provinz ist hauptsächlich abhängig von der LWS-Note und der Zahl der auf dem Lande arbeitenden Untertanen. Als Faustregel für die Produktion der Provinz pro Mond (P) gilt:

Die Konstante Landvolk muß aus dem Verhältnis Stadt-/Landbevölkerung der STE-Note errechnet werden, ein einmaliger Aufwand, solange sich die Bevölkerung nicht rapide verändert.

70% dieser Menge sind auf die in der Provinzübersicht angegebenen Erzeugnisse zu verteilen, soweit dies landwirtschaftliche Produkte sind.
30% dieser Menge sind - je nach Lage der Provinz - Fisch oder Wild.

Von der LWS hängt nur die Nahrungsproduktion ab. Alle anderen Produkte aus handwerklicher Arbeit entstehen in der Stadt, finden hier also keine Berücksichtigung. Neben der Nahrungsproduktion kann es zwar weitere Produktionszweige landwirtschaftlicher Art geben (z.B. Gewürze, Tabak etc.), doch müssen diese Erzeugnisse von der Gesamtproduktion abgezogen werden, denn ein Arbeiter kann nun mal nur auf einem Feld stehen.
Um zu erfahren, ob Ihr nun noch Nahrung ankaufen müßt oder gar eine Überproduktion erwirtschaftet habt, errechnet Ihr die Differenz zwischen Eurer Produktion (in Stein) und der Grundmenge an Nahrung, die jeder Eurer Einwohner benötigt. (Nicht vergessen, eventuelle landwirtschaftliche Güter, die nicht als Nahrung dienen, von der Produktionsmenge abzuziehen!) Diese Grundmenge beträgt 20 Stein je Mond und Einwohner.

Ein Beispiel:
Es könnte sich eine Tá´Akîb/et, die aus 100% Landbevölkerung besteht (natürlich ist das theoretisch gemeint), dazu eine LWS-Note von 5 hat, ohne weiteren Ankauf selbst versorgen.

P = 5 (LWS-Note) x 100 (Landvolk) x 4 = 2000 Stein
Grundbedarf für 100 Einwohner sind 100 x 20 = 2000 Stein

Anderes Beispiel:
LWS 1, STE 3, Ew 100
Nebenrechnung: STE 3: Verhältnis 75/25 à 75 Männer/Frauen Landbevölkerung
P = 1 x 75 x 4 = 300 Stein . Wären es hundert Bauern, betrüge die Produktion 400 Stein, aber die Stadtmenschen fehlen halt, denn die haben anderes zu tun. Es müssen also (von den Stadtmenschen?) 2000 - 300 = 1700 Stein Nahrung gekauft werden.

Letztes Beispiel:
Bei LWS 5: 5 x 75 x 4 = 1500 Stein.
Es fehlen hier 500 Stein Nahrungsmittel.

Zu erkennen ist ganz deutlich, daß eine gute städtische Entwicklung die Nahrungsproduktion hemmt, andererseits ist sie aber unabdingbar, z.B. für die Weiterverarbeitung von Hirse etc. (Müller, Bäckerinnen etc. sind Stadtmenschen).
Ein weiterer Vorteil der STE ist, daß sie die Einnahmen begünstigt, da sie Einfluß auf den Handel und auf die Anzahl der steuerzahlenden Bürger hat, somit kann das Geld für die fehlende Nahrung schneller aufgebracht werden. Steigt die LWS-Note bei gleichbleibender STE-Note, hat das nur Vorteile.
Die bisherigen LWS-Erläuterungen zum Ankauf von Nahrung entfallen hier und damit auch alle umständlichen Rechnereien. Einzige Rechnung:

Grundbedarf (20 x Gesamtbevölkerung) minus Produktion gleich Ankauf.
Überschuß kann selbstverständlich in der betreffenden Höhe verkauft werden.

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