Kemi-Imman-Liga - 2.LIGA

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(Schiedsrichter/eMail-Adressen)

1. Spieltag

Seedrachen Semjet Rekmehi Merkem
24:18
Perlbeißer Plâne Schwarze Drachen Váhyt
15:10
Kalter See Ahami Golgaris Schwingen Setepen
6:7
Sicheln Mergyan Weiße Raben Yleha
18:7

2. Spieltag

Weiße Raben Yleha Seedrachen Semjet
12:19
Rekmehi Merkem Perlbeißer Plâne
13:1
Golgaris Schwingen Setepen Sicheln Mergyan
28:0
Schwarze Drachen Váhyt Kalter See Ahami
3:4 GT

3. Spieltag

Seedrachen Semjet Golgaris Schwingen Setepen
19:10
Perlbeißer Plâne Kalter See Ahami
21:23
Sicheln Mergyan Schwarze Drachen Váhyt
0:14
Rekmehi Merkem Weiße Raben Yleha
10:11 GT

4. Spieltag

Schwarze Drachen Váhyt Seedrachen Semjet
13:7
Weiße Raben Yleha Perlbeißer Plâne
5:3
Golgaris Schwingen Setepen Rekmehi Merkem
6:8
Kalter See Ahami Sicheln Mergyan
17:6

5. Spieltag

Weiße Raben Yleha Golgaris Schwingen Setepen
10:5
Seedrachen Semjet Kalter See Ahami
9:19
Perlbeißer Plâne Sicheln Mergyan
5:22
Rekmehi Merkem Schwarze Drachen Váhyt
11:4

6. Spieltag

Schwarze Drachen Váhyt Weiße Raben Yleha
16:10
Sicheln Mergyan Seedrachen Semjet
25:13
Perlbeißer Plâne Golgaris Schwingen Setepen
0:6
Kalter See Ahami Rekmehi Merkem
10:2

7. Spieltag

Weiße Raben Yleha Kalter See Ahami
14:26
Seedrachen Semjet Perlbeißer Plâne
2:22
Golgaris Schwingen Setepen Schwarze Drachen Váhyt
12:24
Rekmehi Merkem Sicheln Mergyan
3:11

8. Spieltag

Schwarze Drachen Váhyt Perlbeißer Plâne
12:9 GT
Weiße Raben Yleha Sicheln Mergyan
7:16
Rekmehi Merkem Seedrachen Semjet
10:12
Golgaris Schwingen Setepen Kalter See Ahami
11:10 GT

9. Spieltag

Kalter See Ahami Schwarze Drachen Váhyt
10:2
Seedrachen Semjet Weiße Raben Yleha
16:14
Perlbeißer Plâne Rekmehi Merkem
9:8
Sicheln Mergyan Golgaris Schwingen Setepen
4:10

10. Spieltag

Kalter See Ahami Perlbeißer Plâne
13:18
Weiße Raben Yleha Rekmehi Merkem
15:5
Golgaris Schwingen Setepen Seedrachen Semjet
4:15
Schwarze Drachen Váhyt Sicheln Mergyan
7:16

11. Spieltag

Seedrachen Semjet Schwarze Drachen Váhyt
16:1
Perlbeißer Plâne Weiße Raben Yleha
7:2
Rekmehi Merkem Golgaris Schwingen Setepen
5:2
Sicheln Mergyan Kalter See Ahami
8:9

12. Spieltag

Kalter See Ahami Seedrachen Semjet
12:11
Schwarze Drachen Váhyt Rekmehi Merkem
17:0
Golgaris Schwingen Setepen Weiße Raben Yleha
25:7
Sicheln Mergyan Perlbeißer Plâne
1:8

13. Spieltag

Weiße Raben Yleha Schwarze Drachen Váhyt
23:34
Seedrachen Semjet Sicheln Mergyan
7:0
Rekmehi Merkem Kalter See Ahami
6:13
Golgaris Schwingen Setepen Perlbeißer Plâne
9:17

14. Spieltag

Kalter See Ahami Weiße Raben Yleha
41:16
Sicheln Mergyan Rekmehi Merkem
16:4
Perlbeißer Plâne Seedrachen Semjet
25:15
Schwarze Drachen Váhyt Golgaris Schwingen Setepen
16:0


Die Tabelle

Platz
Auswahl
Sp.
Pkt.
Tore
1. Kalter See Ahami (N)
14
33
213:134
2. Perlbeißer Plâne (N)*
14
25
160:141
3. Schwarze Drachen Váhyt
14
24
173:133
4. Seedrachen Semjet (N)
14
24
185:185
5. Sicheln Mergyan
14
18
132:150
6. Golgaris Schwingen Setepen
14
17
135:141
7. Weiße Raben Yleha
14
14
164:230
8. Rekmehi Merkem
14
13
103:151

*) Mantikor Tásebá und Tsantsa Chrysemis treten zur nächsten Saison unter dem Namen Azata Rechyt Niju Re'cha mit einer gemeinsamen Auswahl an. Damit entfällt das Relegationsspiel von Tsantsa Chrysemis gegen die Perlbeißer Plâne. Letztere steigen kampflos in die erste Liga auf.


Kurzberichte 2. KIL-Liga: 1. Spieltag

Seedrachen Semjet - Rekmehi Merkem 24:18
Mit diesem Spiel hielten die durch Akîbet Shila Al'Mansour neugegründeten Seedrachen ihr Debüt in Kolchis auf dem altbewährten Immanfeld. Wiewohl sich Rekmehi Merkem in den letzten Jahren zu einem erbitterten Veteranen gemausert hatte, konnten sie auf dem Spielfeld mit der taktischen Überlegenheit der Hausherren nicht mithalten. Schien es auch, daß die schwüle Hitze des Tages allen dreißig Männern und Frauen auf dem Platz gleichermaßen zusetzte, doch letztlich hatten die Seedrachen einen Vorteil. Während ihr Torhüter Olk Okenheld lediglich damit zu kämpfen hatte, daß er von gegnerischen Anhängern mehrmals mit Bananen beworfen wurde, hatte der Rekmehi-Torhüter Alrik Roi offenbar Hehe-Fliegen im Hintern. Immer wieder unternahm er Vorstöße auf die gegnerische Spielfeldseite, um dann ausgespielt zu werden. Den zwei von ihm erzielten Toren standen eine Vielzahl gegenüber, die er deshalb nicht halten konnte. Schließlich war das seiner Mitspielerin Laura Mindt so über, daß sie sich lautstark über Alrik beschwerte. Letztlich griff sie ihn sogar tätlich an, worauf einige schlichtend eingreifende Seedrachen und Merkemer heftig in Mitleidenschaft gezogen wurden. Laura wird sich nun einer längeren Sperre gegenübersehen.

Kalter See Ahami - Golgaris Schwingen Setepen 6:7
Ausgerechnet in den Dschungel Ahamis hatte es den Spitzenfeldrichter Goilina diesmal verschlagen. Nicht nur, dass sich die Gäste aus dem Sarslundschen zwei Tage verspäteten, am Spieltag musste Efferd auch noch Waschtag halten, denn es goss wie aus Kübeln.
Unter diesen Umständen durfte die Hand voll Zuschauerinnen und Zuschauer die sich eingefunden hatte kein grossartiges Spiel erwarten und grossartig war das Geschehen in der Tat nicht, hatten doch beide Seiten eher mit Schlamm und Pfützen als mit dem Gegner zu kämpfen. Es dauerte eine ganze Weile ehe der Stürmerheld der Gäste, Asleif Frenjarsson, das erste Tor der Partie erzielte. Nachdem sein Bewacher Gildo Klopfbüttel in einer Pfütze ausgerutscht war, besass er genügend Zeit um Torsteher Danrat Helm mit einem gekonnten Lupfer zu bezwingen. Kurz danach erzielte der aufgerückte Moha-Bremser Tapo-Sica Caha einen weiteren Punkt für die Gäste ehe er dann vor der Pause mit seiner Sense gegen Semkatau verantwortlich war für die ersten Punkte der Gastgeber: Höndel, Sohn des Ramosch verwandelte den fälligen Strafschlag zum 3:4 für die Gäste.
Nach dem Seitenwechsel dominierten zuerst die offensiveren Gäste das Spiel. Eine Sperre wegen eines völlig unnötigen Fusstritts gegen Falk Pescator Buchbek kippte das Spiel dann aber zugunsten der Gastgeber, welche nun mit zwei Spielern mehr auf dem Platz ihrerseits eine Entscheidung herbeiführen wollten. Die Schwingen fanden sich in der Defensive wieder und mussten den Ahamis weitere Punkte zugestehen. Den Neulingen von Kalter See fehlte es in einer solchen Situation allerdings spürbar an Erfahrung: Drei Einer reichten zwar für eine knappe Führung, aber nicht genug für einen Sieg, als im letzten Alles-oder-Nichts-Angriff der Schwingen der aufgerückte Bremser Marno mit einem Dreier doch noch den Sieg für seine Mannschaft sicherstellte.

Sicheln Mergyan - Weiße Raben Yleha 18:7
Ylehischer Kampfgeist gegen mergyan'sche Gelassenheit, so könnte man das Aufeinandertreffen dieser beiden Auswahlen wohl bestreiten. Die Weißen Raben sind sehr ambitioniert, die Sicheln hingegen haben sich schon längst aus dem Ehrgeiz des Ligawettbewerbs zurückgezogen und treten maßgeblich deshalb an, um ihren Spaß zu haben. Letzte Saison endeten die beiden Begegnungen jeweils mit einem Ein-Tore-Erfolg der Ylehis, insofern könnte man durchaus im Hinblick auf die anderen Ergebnisse der Sicheln sagen, daß die Weißen Raben ihnen recht gut liegen.
Bei brütender Hitze legten sie Ylehis jedoch los, als seien sie von 1000 Teufeln gehetzt und überrollten die Gastgeber bereits in den ersten Minuten des Spiels. Wie man es bei den Ylehis gewohnt ist, rannte jeder Spieler und jede Spielerin fur zwei, so daß die recht behäbigen Sicheln gar nicht wußten, wo ihnen der Kopf stand. 3:0, 4:0. 5:0. 8:0, die Angriffe der Weissen Raben brandeten wie eine Sturmflut gegen das Tor der Sicheln, wobei diese von Glück sagen konnten, daß die Gäste auch die besten Tormöglichkeiten versiebten., was auch daran gelegen haben mochte, daß ein bekannter ylehischer Händler die Auswahl mit einer völlig neuen, ungewohnten Ausrüstung eingedeckt hatte.
In der zweiten Hälfte verflachte das Spiel dann zusehends. Die Ylehis mußten dem hohen Tempo der Anfangsphase und der großen Hitze Tribut zollen, so daß die Gastgeber letztlich auch noch zu ihren Toren kamen. Den Schlußpunkt in diesem Spiel setzte denn auch ein Mergyaner, allerdings nicht so, wie er es wohl gerne getan hätte. Das Eigentor von Sandor Hanjuna zum 7:18 beendete ein in der ersten Hälfte gutes, nach der Pause dann freundschaftliches Spiel. Lobend muß erwähnt werden, daß das gesamte Spiel frei von bösartigen Szenen war. Schiedsrichter Frank N. Stein mußte keinerlei Sperren aussprechen, und die beiden Verletzungen (je eine auf Seiten von Mergyan und Yleha) kamen ohne Fremdeinwirkung zustande. Nach dem Schlußgong gratulierten die Mergyaner den Siegerinnen und Siegern ritterlich zum Erfolg und luden sie noch zu einem geselligen Beisammensein bei Mergyaner Mümmelmapf und Reisgerichten ein.

Perlbeißer Plâne - Schwarze Drachen Váyht 15:10
Sengende Hitze herrschte zur Auftaktpartie der zweiten Spielklasse der Kemi-Imman-Liga zwischen den Perlbeißern aus Plâne und den Schwarzen Drachen Váhyt. Die Immanbegeisterung schien sich in Plâne noch in Grenzen zu halten, sodass gerade einmal fünfzig Zuschauerinnen und Zuschauer zugegen waren. Diese wussten ihre Auswahl aber umso lauter anzufeuern, zumal auch einige hartgesottene Schlachtenbummler aus Váhyt angereist waren. Angesichts der widrigen Wetterbedingungen kam ihre dunkle Spielkleidung den Gästen nicht gerade zugute, wodurch die Fünfzehn aus Cháset zunächst leichtes Spiel hatte.
Spielführer Alveranio Karanikios setzte unter frenetischem Jubel des wenig fachkundigen Publikums die ersten Spielakzente und konnte durch einen grazilen Laufpass auf Benvolio Césares das erste Tor vorbereiten. Den nächsten Treffer erzielte er gleich selber, indem er den Kautschukball geschickt um Yussuf ibn Hilan, den Tormann der Auswahl aus Seku Kesen, herumschlenzte. Nun schien jedoch auch Váhyt ins Spiel zu finden. Golan "der Schmiedehammer" machte seinem Namen alle Ehre und wuchtete das Rund aus dreißig Schritt unter die Latte. Die Drachen erhöhten den Druck nun immer weiter, weshalb sich die nun ein wenig unbeholfen erscheinenden Perlbeißer sich nur noch durch regelwidrige Eingriffe zu helfen wussten. Kein Wunder also, dass Jairzinha, nachdem sie ihren Gegenspieler mehrere Male mit dem Ellbogen traktiert hatte, begleitet von entrüsteten Zuschauerpfiffen, des Spielfeldes verwiesen wurde. Nur wenig später ereilte ihren Kollegen Reno "Bobby" Mariley ein ähnliches Schicksal. Er brachte Dulacia Pthaôtt durch eine brutale Sense zu Fall und kassierte darob zurecht eine Sperre für die nächsten zwei Begegnungen. Unterdessen gelang es der Gästeauswahl die Oberhand zu gewinnen und 4:2 in Führung zu gehen. Trotzdem blieb das Spiel auch weiterhin nicht ohne unschöne Vorfälle. Nun war es jedoch Hakon Derwell von den Drachen der durch eine wenig rondrianische Tat den Zorn der Zuschauer auf sich zog. Er verpasste der Plâner Stürmerin Karina Baghera, die sich durch ein erstklassiges Solo nahezu bis zum Tor der Drachen vorgekämpft hatte, einen groben Hieb mit der Mohagoni-Keule. Selbstredend war das Spiel für Baghera vorbei, sie musste mit schmerzverzerrter Miene ausgewechselt werden. Feldrichter Ramutis Elkjiden schien den Vorfall jedoch völlig übersehen zu haben und ließ weiterlaufen. Die Perlbeißer waren ob dieser Fehlentscheidung so erbost, dass sie sich Hals über Kopf in den Angriff stürzten. Auch das Publikum hatte die Heimmannschaft nun ins Herz geschlossen und trieb die Perlbeißer mit wildem Gejohle zum Sturmlauf. Die ein wenig überalterte Fünfzehn aus Seku Kesen konnte mit den kraftstrotzenden Jungspunden aus Plâne kaum Schritt halten und schien bis zum Pausenpfiff völlig untergegangen zu sein. 15:4 hieß es nach der ersten Hälfte und Plânes Betreuer Rashid Talachan, der in der Anfangsphase nur kopfschüttelnd am Spielfeldrand gestanden hatte, da sich seine Fünfzehn mit ihrer brutalen Spielweise offensichtlich seinen Anweisungen widersetzt hatte, lag seinen Spielern nun völlig aufgelöst in den Armen und dankte immer wieder dem Herrn Boron für das herrliche Spiel seiner Truppe.
Doch dieser schien ihm zu Beginn des zweiten Durchgangs nicht gnädig zu sein, denn die Perlbeißer schienen so siegessicher, dass sie leichtsinnig wurden, wohingegen Váhyt noch einmal alle Kraftreserven bündelte um die drohende Niederlage abzuwenden. Mit aller Routine preschten die Schwarzen Drachen vor und setzten Molukumba, den bemitleidenswerten Utulu-Torsteher der Gastgeber, immer stärker unter Druck. Besonders Harleff ibn Mebhan schien dieser Umstand nicht zu gefallen. Sonst eher für seine Gelassenheit bekannt, keifte und wetterte der Váhyter der Stürmer nun lauthals, während er die Bremser aus Plâne durch gewitzte Stafetten wie Schuljungen aussehen ließ. Zwei Tore gelangen ihm in dieser Phase und vor allem dank seines Einsatzes stand es Mitte der zweiten Hälfte nur noch 15:10 für die Perlbeißer. Obschon sich nun wieder ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Fünfzehn aus Djunizes zu eröffnen schien, gelang es ihr nicht, ihre Überlegenhalten aufrechtzuerhalten. Erneut zeigte sich die Last des Alters bei den Drachen, während die Perlbeißer durch Ausdauer und Gelassenheit noch einmal glänzten. Váhyt spielte zwar weiterhin auf Angriff, doch die Defensive Plânes stand so sicher, dass sich kein einziges Schlupfloch für die Spitzen der Gäste mehr finden sollte. Als das pompöse Signalhorn in Plâne ein zweites Mal geblasen wurde, brachen die meisten Drachen unter der Hitze zusammen. Die Perlbeißer jedoch vergaßen alles um sich herum und führten einen wilden Freudentanz auf, denn sie hatten ihre Premiere in der KIL mit 15:10 gewonnen!

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 2. Spieltag

Rekmehi Merkem - Perlbeißer Plâne 13:1
Bei orkanartigen Winden, die dem einen oder anderen leichtgewichtigen Zuschauer die Bodenhaftung schwer machten, standen sich die Auswahlen aus Rekmehi und Chaset gegenüber. Rekmehi legte sogleich mit einem harten Treffer gegen den rechten Pfosten der Perlbeißer los. Das Spiel versprach aufregend zu werden, jedoch war es für alle Beteiligten enorm schwierig, die Pässe wie gewohnt zielsicher zu spielen, da der Kautschukball seine Richtung mehrfach änderte, sobald er auch nur einen halben Schritt vom Acker abhob. Ein besonders konzentriertes und überlegtes Taktieren war notwendig und alle waren gezwungen, mehr als sonst zu überlegen, wo sie sich auf dem Platz positionierten.
Den eigentlichen Anfang machte dann Mercutio Arronial, der aufgrund wiederholten aggressiven Zerrens des Feldes verwiesen wurde und auch im nächsten Spiel fehlen wird. Zur Halbzeit stand es noch immer 0:0, und die ersten Zuschauer verließen bereits die Ränge. In der Halbzeitpause gab es erhitzte Diskussionen mit dem Feldrichter Hensson, da einige Spieler, insbesondere Jens Jaske von Rekmehi, sehr energisch darauf hinwiesen, daß das Spiel wegen der Wetterlage abgebrochen werden müsste. Nach einem Rempler gegen den Unparteiischen statuierte dieser ein Exempel und beendete das Gespräch mit einem Feldverweis.
Die zweite Halbzeit setzte dann fort, wo die erste aufgehört hatte, jedoch bekamen die verbliebenen Zuschauer endlich ein paar Tore zu sehen. Es legten die Perlbeißer mit einem gekonnten Solo von Ferenzio de la Pele los, der sich durch die erstaunten Abwehrreihen der Rekmehis tanzte, als sei er der Wirbelwind in Person. Es stand 0:1 für die Gäste, doch die Hoffnungen auf einen leichten Sieg wurden durch die immer stärker werdenden Angriffe der Heimischen zunichte gemacht, die ein ums andere Mal vor das Tor der Perlbeißer gelangten.
Die insgesamt sehr unschöne Spielweise der Gastgeber fand ihren Höhepunkt in einer Doppelesche von Alberto Sakara und seinem Stürmerkollegen Scha-Da-Maha, die den "feindlichen" Mara umnieteten und folgerichtig mit zwei Spielen Pause belohnt wurden. Mara jedoch wird wegen starker Prellungen ebenso viele Spiele nicht zur Verfügung stehen...

Weiße Raben Yleha - Seedrachen Semjet 12:19
So was hat die Immanwelt schon lange nicht mehr gesehen und schon gar nicht in Kemi. Dabei hatte das Spiel für die Raben doch so gut begonnen. Schnell lagen die Ylehis durch ein paar taktisch kluge und technisch beachtliche Aktionen mit 10:0 in Führung und konnten das Ergebnis bis zur Pause auch halten. In der zweiten Halbzeit wurde das Spielergebnis hingegen von Grund auf auf den Kopf gestellt. Beide Mannschaften hatten die Taktik gewechselt und wo die Ylehis mit freundlicher Spielweise die Partie sicher nach Hause schaukeln wollten, konterten die Seedrachen mit einem brutalen Offensivsturm. Dem hatten die Raben wenig bis nichts entgegen zu setzen und so konnten die Semjeter noch satte 19 Punkte ergattern und den Sieg mit nach Ordoreum nehmen.

GolgarisSchwingen Setepen - Sicheln Mergyan 28:0
Wer will nochmal, wer hat noch nicht, so das Motto dieses Spiels für die Schwingen aus Setepen. 20:0 hatte man die Gäste aus Mergyan in der letzten Spielzeit vom Platz gefegt, doch dieses Jahr konnte man diesen Rekord locker übertreffen. Die Schwingen ernsthaft, mit viel Einsatz - was den Sicheln einige Vrletzte und den Schwingen manche Sperre einbrachte -, die Mergyaner und Mergyanerinnen mit einer zu lockeren Einstellung, so lief das Spiel sehr einseitig ab. Nie hatten die Gäste auch nur den Hauch einer Chance, den Einheimischen Paroli zu bieten, Angriff auf Angriff brandete gegen das Tor der Sicheln. Schnell stand es 10:0, und damit war das Spiel auch schon entschieden, denn die Sicheln hatten nun offensichtlich keine große Lust mehr und ergaben sich wehrlos in ihr Schicksal. Wie ernst dagegen die Schwingen das Spiel nahmen, zeigt die Sperre des Stürmers Falk Pescator-Buchbek. Dieser war nur als Zuschauer anwesend, denn im ersten Spiel war er für diese Begegnung gesperrt worden, doch ereiferte er sich so über eine Hinausstellung auf Seiten seiner Auswahl, daß der wieselartige Schiedsrichter Shepses'arût ihn nicht nur von der Feldgarde abführen ließ, sondern flugs seine Sperre noch um ein Spiel verlängerte.
Dennoch ging das muntere Preisschießen in der zweiten Hälfte eifrig weiter, und mußte nur unterbrochen werden, als ein offensichtlich betrunkener Waldmensch auf das Feld torkelte und an der Mittellinie mit Gerassel und Gesang den Sicheln Mergyan den Aufstieg in dieser Spielzeit prophezeite. Die Feldgarde war der Angelegenheit jedoch schnell Herr, und das Gelächter des Publikums über den mutigen Propheten wandte sich wieder den tapsigen und tölpelhaften Sicheln zu. Setepen gab bis zum Schlußgong alles, am Ende wollten die Spielerinnen und Spieler unbedingt die 30-Punkte-Marke überschreiten, für andere Herausforderungen taugte die erschreckend schwache Gegnerin einfach nicht. Es sollte leider nicht mehr reichen, obschon die Schwingen es verdient hätten, doch bleibt als Fazit nur, den Einheimischen ein großes Lob für Einsatz und Spielkultur zu zollen. Können die Schwingen dieses Jahr ihr Leistungsvermögen halten, so wird an ihnen kein Weg zum Aufstieg vorbeiführen. Die Sicheln allerdings haben in dieser Verfassung in der Kemi-Imman-Liga nichts zu suchen. Es ist sehr traurig, wenn man mitansehen muß, was aus dieser traditionsreichen Auswahl geworden ist.

Schwarze Drachen Váyht - Kalter See Ahami 3:4 GT
Es war schon ein besonderes Spiel, was da am zweiten Spieltag auf dem ‚Acker' in Váhyt stattfand, und dies lag nicht an den beiden Haufen, die in der ersten Runde zu den Verlieren zählten - die Gäste unglücklich, die Heimauswahl überraschend von einem Neuling geschlagen. Es lag auch nicht am Publikum, denn solches war zu diesem Spiel erst gar nicht erschienen. Schon in der Nacht vorher verwandelten sturzbachartige Regenfälle den ‚Acker' in ein Schlammloch, und immer wieder auffrischende Winde von See her trugen zu den irregulären Bedingungen noch bei. Dennoch wurde Imman gespielt, Hochwürden Camillez, der schweigsame Borongeweihte, ließ das Wetter als Grund für eine Absage nicht gelten. Warum, das war nicht zu erfahren, aber es geht das Gerücht, daß der Rabendiener aus Dreiwegen nichts mehr haßt, als unvorhergesehene Änderungen. So mühten sich beide Auswahlen mehr mit dem Wetter und den Widrigkeiten des Platzes, als mit dem Gegner. Das Spiel wurde von Zufällen und Mißlichkeiten bestimmt, und bald schien es, als könne im immer stürmisch werdenden Wind einzig der Unparteiische aufrecht stehen. Zahlreiche Verletzungen waren die Folge, und so trat das Erzielen und Verhindern von Toren deutlich in den Hintergrund. Ahami führte früh mit 2:0, dann jedoch passierte lange nichts, ehe Váhyt Mitte der zweiten Hälfte durch einen vom Wind rasend schnell gemachten Fernschuß, einen Befreiungsschlag, zum 3:2 verwandeln konnte. Einige Ausfälle später gelang Ahami dann aber noch der Ausgleich aus dem Getümmel heraus, der Anblick von zwanzig bis fünfundzwanzig Akteueren in einem Wasserloch vor dem Váhyter Tor war sichtlich der Höhepunkt der Schlammschlacht.
Kurz darauf ließ der Schiedsrichter dann auch den Schlußgong schlagen, ein Goldenes Tor mußte entscheiden. Dieses fiel dann auch recht schnell, Halimara Berck aus Ahami war es, deren Querpaß von einer Windbö ins Tor der Drachen geweht wurde. Das Spiel war endlich zueende und es dürfte keinen Spieler und keine Spielerin geben, die darüber nicht froh war. So sammelte man schnell seine Utensilien und die Verletzten ein und suchte sicheres Obdach vor dem näherkommenden Tornado, Blitz und Donner. Ein erfreuliches Ereignis bleibt aber dann doch noch zu melden: Die einzige Zuschauerin, eine junge Teeverkäuferin namens Ljudmilla Ká'mes aus Váhyt schloß sich unmittelbar nach dem Schluß der Begegnung den Schwarzen Drachen an. Weshalb sie das gerade nach diesem Spiel tat, weiß der Herr Boron alleine. Vielleicht hat sie nach den zahlreichen Ausfällen auf Seiten der Drachen einfach Mitleid bekommen.

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 3. Spieltag

Seedrachen Semjet - Golgaris Schwingen Setepen 19:10
Es war kein schönes Spiel, was die Schwingen und die Seedrachen in Semjet boten. Dies lag aber weniger an der Immankunst selbst, sondern eher an einer Szene Mitte der zweiten Hälfte. Bis dahin sah das zahlreich erschienene Publikum ein gutes und spannendes Spitzenspiel, in dem die leicht favorisierten Gäste meist knapp in Führung lagen. Bei den Schwingen Setepen hatte man dieses Spiel sehr ernst genommen, trafen doch die beiden ungeschlagenen Erstplatzierten der 2.Liga aufeinander. Aus diesem Grund wohl hatte der Betreuer der tárethoner Auswahl, Askir Walkirson, am Abend vorher noch ein langes Übungsprogramm angeordnet, das zunächst Früchte zeigte, dann aber dafür sorgte, daß sich die Seedrachen konditionelle Vorteile erspielen konnten und kurz vor der Pause einen 6:9-Rückstand noch ausgleichen konnten.
Nach der Pause ging das bis dahin ritterliche Spiel im gleichen Stil weiter, die Schwingen bauten mehr und mehr kräftemäßig ab, und die Seedrachen erhöhten den Druck, um dies auszunutzen. Man hätte zu diesem Zeitpunkt mit einem knappen Ausgang in der einen oder anderen Richtung rechnen können, ehe die Schlüsselszene des Spiels dann doch für eine klare Entscheidung zugunsten der Seedrachen sorgte.
Beim Stand von 10:10 brach Seedrache Mehyt durch die Bremserreihe der Schwingen, lief alleine auf den Tormann zu und hätte wohl die erste Führung für die Heimauswahl erzielt, hätte Schwingen-Bremser Tanhaha nicht dem Enteilten mit voller Wucht den Schläger in den Rücken geschleudert. Sofort stürmten die Spielerinnen und Spieler beider Haufen aufeinander zu und es kam zu handgreiflichen Auseinandersetzungen, während Schiedsrichter Frank N. Stein den Keulenwerfer vom Feld schickte und auf Strafschlag entschied. Doch die Gemüter wollten sich nicht beruhigen, und als plötzlich Schwingen-Stürmerin Jacobella sich am Boden wand und verletzt vom Feld getragen werden mußte, da schien die Situation zu eskalieren, da der Schiedsrichter die wütenden Beschwerden der Schwingen (die die Verletzung auf eine versteckte Tätlichkeit hinter dem Rücken des Schiedsrichters zurückführten) ignorierte. Dies wiederum führte zu massiven Aktionen gegen den Unparteiischen, der Schwingen-Bremser Santana wegen Schiedsrichterbeleidigung und tätlichen Angriffs gegen den Unparteiischen mit Gewalt vom Feld expedierte.
Hernach konnte das Spiel endlich weitergehen; Semjet ging durch den Strafschlag mit 13:10 in Führung und nutze in der Folgezeit die Überzahl und den damit verbundenen beschleunigten Kräfteverfall des Gegners eiskalt aus. Bemerkenswert war noch eine Szene aus der Schlußminute, dort nämlich fiel auf Seiten Setepens auch noch Aodh Castanedya verletzt aus; laut protestierend machte er den semjeter Bremser deMonterey dafür verantwortlich. Dieser mimte zu Unrecht die Unschuld: in der Tat hatte er hinter dem Rücken des Schiedsrichters dem Setepener mit voller Wucht auf den Knöchel des linken Fußes gedroschen.

Perlbeißer Plâne - Kalter See Ahami 21:23
Es war windig auf Cháset. So windig, dass jeder Torschuss aus einer Entfernung von mehr als 20 Schritten zum Phexensschuss geriet. So suchten denn auch beide Seiten den direkten Weg vor das gegnerische Tor, was einerseits für die Zuschauer packende Zweikämpfe bot, andererseits regelmässig in undurchsichtigem Gewühl vor beiden Toren endete. Eher öfters als selten fand der Kork dann auch den Weg ins Tor, denn nicht nur dem Feldscher sondern auch den Torstehern waren durch die Spielertraube und den aufgewirbelten Staub häufig die Sicht versperrt.
So schraubte sich das Skore höher und höher. Den kürzeren zogen am Ende die Gastgeber weil der Feldscher Goilina unter diesen schwierigen Umständen in der Hitze des Gefechtes zwei Perlbeisser vorzeitig vom Felde bestellt hatte; besonders dass Ranukep Pharaonis' feuchte Aussprache als Spucken taxiert wurde, löste doch etliches Kopfschütteln aus. Am Ende mussten sich die Perlbeisser aber selber an der Nase nehmen, da sie ihre etwas aggressivere Taktik einfach nicht in Tore hatten umsetzen können obwohl ihre Stürmer vor dem Spiel noch extra zusätzliche Übungslektionen absolviert hatten.
Herausragendste Spieler dieses Tages waren waren zwei Ahamis: Radis und Er'khan erzielten 4 Tore bzw. 5 Punkte; mehr zu reden gab allerdings die Mitteilung von Kapitänin Halimara Berck, sie wolle von ihrem Amt zurücktreten. Das letzte Wort sei darüber noch nicht gesprochen, so die einzigen Stellungsnahmen von Betreuern und Finanzieren.

Rekmehi Merkem - Weiße Raben Yleha 10:11 GT
Eine riesige Menschenmenge hatte sich zu Merkem versammelt, um die Begegnung zwischen Rekmehi und den Weißen Raben Yleha verfolgen zu können. Schließlich hatte die Heimfünfzehn ihre Schmach aus dem ersten Spiel gegen Neuling Semjet wieder gutzumachen und bekam aufgrund des Spielausfalls gegen Plâne bisher noch nicht die Gelegenheit dazu. So begrüßten die Zaungäste die beiden Fünfzehnen auf dem Weg zum Spielfeld mit enthusiastischer Ausgelassenheit. Beim Gastgeber musste man jedoch von einer Dreizehn sprechen, da ganze sieben Spieler nicht einsatzfähig waren und deswegen eben nur dreizehn Akteure zur Verfügung standen. Trotz dieser unsäglichen Beschränkung begann Merkem mit einem temporeichen Angriff, der sogleich das 1:0 durch Ersatzspieler Burtian Nerrid zur Folge hatte. Hernach offenbarte der Absteiger allerdings seine wahre Taktik: Mit Mann und Maus verbarrikadierten sich die Lokalmatadoren in der eigenen Spielfeldhälfte und versuchten mit jedem erdenklichen Mittel - ob es nun regelkonforme Aktionen oder wahre Kriegsverbrechen waren tat dabei nichts zur Sache - ihren Vorsprung zu halten. Dies gelang ihnen auch eine ganze Weile, zwischenzeitlich schaffte Tomiran Froberg es gar durch einen flink ausgeführten Konter auf 4:0 zu erhöhen. Negativer Höhepunkt der ersten Hälfte war ein Zwischenfall außerhalb des Spielfeldes: einige lediglich in Bastenröckchen gekleidete Tänzerinnen mohischer Abstimmung tauchten am Spielfeldrand auf und begannen sich zu rhythmischen Trommelschlägen zu bewegen und dies auf eine Weise, die Rahja sicherlich hätte frohlocken lassen. Zahlreiche Zuschauer und Spieler schienen von dem Spektakel so sehr beeindruckt, dass der Spielbetrieb für kurze Zeit quasi zum erliegen kam, woraufhin Feldrichterin Davia Elkjiden, die heute für ihren erkrankten Bruder Ramutis eingesprungen war, sich gezwungen sah, das Spiel abzubrechen um den Vatuatus einen dezenten Platzverweis zu erteilen.
Selbiges widerfuhr auch dem Merkemer Stürmer Ha-Sche-Towa, der sich, nachdem er seinen Gegenspieler Topa Mehe'h festgehalten hatte, Richtung Kabine verabschieden durfte. Dem Tschopu in Diensten Ylehas erging es jedoch nicht viel besser, aufgrund einiger übler Schürfungen war das Spiel auch für ihn gelaufen. Gegen zwölf Rekmehis fiel den Weißen Raben das Spiel nun schon viel leichter. Binnen weniger Angriffe hatten sie auf 3:4 verkürzt und verabschiedeten sich mit einem punktgenauen Schlagschuss von Â'ravé Menen'dhez über die Torlatte in die Pause. Die Gastgeber wurden aufgrund einer auch außerhalb des Kabinengebäudes deutlich hörbaren Standpauke ihrer Betreuerin Caljinia Han s'Olo während der Pause für den zweiten Spielabschnitt allerdings noch einmal reanimiert. Zwei Sturmangriffe von Scha-Da-Maha und Aduros Tebora wurden blitzschnell in zwei beeindruckende Dreier umgemünzt, sodass Merkem sich also einen komfortablen 10:6-Vorsprung erspielt hatte. Nun machte sich aber der numerische Nachteil der Heimauswahl deutlicher bemerkbar. Müde zogen sich die verbliebenen zwölf Spieler in die eigene Hälfte zurück und unternahmen bis zum Ende des Spiels keinen einzigen Angriffsversuch mehr. Der erwartete Sturmlauf der Weißen Raben blieb jedoch ebenfalls aus. Betreuer R'yan Ûrréns'h hatte seine Leute beim Üben wohl so stark gefordert, dass diese nun nicht mehr imstande waren, noch einmal für Wirbel zu sorgen. Nachdem sich Rekmehi selbst aber aufgrund einer Sperre von Burtan Nerrid noch weiter dezimiert hatte, nahmen sich die Jungens und Mädels von Yleha dann aber doch noch einmal ein Herz und erhöhten den Druck. Zwar hatte sich Ylehas Suleyman ibn Kahlid bei der Aktion von Nerrid üble Fleischwunden zugezogen, doch dieser Umstand schien die meisten Weißen Raben nur noch zusätzlich zu motivieren. Dank der Doppelschläge von Res'câyá von Kanthep und R'yân C'hâsonez'h schaffte die Gastfünfzehn gar noch einmal den Ausgleich und Merkem hatte Glück, dass den Raben partout keine Dreier gelingen wollten, denn sonst hätte sich der Absteiger mit einer vernichtenden Niederlage abfinden müssen. So stand es am Ende des Spiels aber unentschieden und beide Auswahlen bekamen in der Verlängerung die Gelegenheit, sich noch einmal zu bewehren.
Diese begann jedoch mit einem unschönen Vorfall, bei dem sich Merkems Tua-Manar ohne Einwirkung eines Gegenspielers eine Verletzung der Wadenmuskulatur zuzog. Hierdurch schwanden die Chancen der Rekmehis weiterhin, da sie nun nur noch zu zehnt antreten konnten. Deshalb wunderte es niemanden, dass es den Weißen Raben keine Schwierigkeiten bereitete, wenige Augenblicke nach dem Wiederanpfiff schon das Goldene Tor zu erzielen. Ausgerechnet M'herén Ptâ'h, der ansonsten eher zur harmlosen Garde im ylehischen Sturm zu zählen ist, gelang es, den Kork, nachdem dieser von Merkems Tormann Alrik Roi abgeprallt war, im Tor unterzubringen.
Während die Weißen Raben also in impulsivem Freudentaumel nur wenig später die Heimreise nach Yleha antraten, verblieben die Rekmehis noch einige Stunden mit gesenktem Kopf auf dem Spielfeld und sannen über ihre Niederlage nach, womöglich wollten sie aber auch nur dem ungezügelten Zorn der Betreuerin Caljinia Han s'Olo entgehen, die sofort nach dem Abpfiff in die Kabinen rannte, wo die Schiedsrichterin von der Feldgarde vor ihr beschützt werden musste. Alles in allem bewegten sich heute beide Auswahlen auf einem niedrigen Niveau, was wohl vor allem damit zu begründen ist, dass die Kraftreserven der beiden Haufen bereits zu einem solch frühen Zeitpunkt verbraucht zu sein scheinen.

Sicheln Mergyan - Schwarze Drachen Váhyt 0:14
Phex meinte es sicherlich nicht gut mit den Sicheln an diesem Spieltag. Angefangen mit dem Bremser Kimbas Ginwed, dem durch den Mannschaftsmedikus eine falsche Tinktur verabreicht wurde, die ihn für ein paar Tage außer Gefecht setzte, dem Sturzregen, der die heimische Strandarena in ein Schlammfeld verwandelte und das Publikum ausbleiben ließ bis hin zum Eigentor des Bremsers Sandor Hanjuna bei einem unnötigen Rückpaß schien alles schief zu laufen. Dagegen zeigte die perfekte Abwehrkette der Schwarzen Drachen, daß man in Seku Kesen das Immanspiel noch immer gut verstand. Die reichlichen Gelegenheiten zum Torschuß wurden von den Drachen stets gut herausgespielt und meistens auch verwandelt. So störte es auch nicht, daß sie auf dem verschlammten Feld größere Probleme hatten als die Heimauswahl. Auch hielt das Unentschieden gegen Kalter See Ahami am letzten Spieltag die Schwarzen Drachen nicht davon ab, am Vorabend den Tsatag von Bremser Biloff ausgiebig zu feiern, was jedoch durch die strenge Aufsicht von Betreuer und Kapitän Bordoc dem Bär nicht zu einem Absacken der Leistungen beim Spiel führte.
Kein Wunder, daß Gerond Gir'Ziraf gegen Ende der Begegnung die Nerven durchgingen, weil die eigene Mannschaft noch immer kein einziges Tor erzielt hatte. Fataler Fehler war, daß er ausgerechnet Ljudmilla Ká'mes anging. So kam Hakon Derwell der noch unerfahrenen jungen Kameradin sofort zu Hilfe, weitere Spieler der Sicheln griffen ebenfalls in das Gefecht ein, so daß Mira Nattinger nicht mehr damit fertig wurde, die Streithähne vom Platz zu stellen. Sie konnte das Spiel nur noch frühzeitig für beendet erklären.

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 4. Spieltag

Golgaris Schwingen Setepen - Rekmehi Merkem 6:8
Nein, es war sicher kein Meilenstein des kem'schen Imman, was die vier Zuschauerinnen beim Spiel Setepen gegen Merkem geboten bekamen, die Darbietung erinnerte eher an ein Seegefecht denn an ein Immanspiel. Schuld daran waren zweifellos die Gäste aus Merkem, die sich alleine darauf beschränkten, das Spiel durch bösartige Attacken zu zerstören und den Gegner zu dezimieren. Beide Auswahlen konnten nicht in voller Stärke antreten; die Schwingen litten noch immer unter den Metzeleien der Seedrachen Semjet (nur 14 Spieler und Spielerinnen standen zur Verfügung) im letzten Spiel, und die Wachteln mußten mit nur 13 Spielerinnen und Spielern der Holzereitaktik ihrer Betreuerin Tribut zahlen. Der strömende Regen tat ein Übriges, um ein Immanspiel nicht zustandekommen zu lassen, und auch hier waren die mit der feineren Technik ausgestatteten Schwingen aus Setepen der rustikalen Gegnerin deutlich im Nachteil. So stellten sich die Wachteln einfach nur in ihre Hälfte und hofften auf Konter, setzte sich aber einmal ein Schwingen-Spieler durch, so konnte er fast sicher sein, im nächsten Moment einen Tritt, Faust- oder Keuenschlag abzubekommen. Dennoch, den Schwingen wäre ein Sieg möglich gewesen, hätten nicht die ansonsten so aufgeweckten und spritzigen Buchbeck-Zwillinge im Sturm nicht so übermüdet und lethargisch gewirkt. Unbestätigten Gerüchten zufolge wurden sie am Abend vor dem Spiel bei einem feuchtfröhlichen Tête-à-Tête mit zwei überaus attraktiven Zwillingsdamen beobachtet.
Natürlich bekam auch der Unparteiische das Spiel zu keiner Zeit unter Kontrolle, die irregulären Verhältnisse ließen einfach zu viele versteckte Gemeinheiten und Unritterlichkeiten zu. Dennoch bekamen die Wachteln auch in diesem Spiel aufgrund ihres maßlos übertriebenen Auftretens einige Sperren ab, dazu verletzten sich auch noch Spieler, so daß Merkem auch im nächsten Spiel nicht vollzählig auftreten kann. Betreuerin Caljinia Han s'Olo muß sich wirklich fragen lassen, ob das rücksichtslose und unritterliche Auftreten ihrer Truppe nicht mehr schadet, als es nutzt, denn nicht immer werden derart heftige Regengüsse zur Unterstützung vorhanden sein . Die Schwingen mögen zwar knapp unterlegen sein, doch dürfte sich ihre überlegtere Taktik auf lange Sicht eher auszahlen. Und lange währt diese Saison auf jeden Fall...

Weiße Raben Yleha - Perlbeißer Plâne 5:3
Ein typisches kem'sches Immanspiel endet mit einem 5:3 Sieg für die Weißen Raben aus Yleha. Bei miserablen Voraussetzungen, mit heftigsten Regenfällen und orkanartigem Wind der die Palmen am Spielfeldrand bog, wurde das Spiel in Yleha zwischen den heimischen Weißen Raben und den Perlbeißern aus Plâne mit einem ganzen Tag Verspätung angepfiffen. Nachdem beide Haufen hoch motiviert und hart zu Werke gingen, lagen die Gäste von den Waldinseln nach einigen gelungen "Vinsalter Stafetten" schnell mit 3:0 in Führung, doch die Freude wehrte nicht lange: Als eine Gruppe von Riesenameisen beschlossen hatte ihren Weg querfeldein über das Spielfeld zu nehmen, musste die Partie für zwei Stunden unterbrochen werden. Nach dem Wiederanpfiff kamen die Weißen Raben besser ins Spiel und holten Tor für Tor auf. Letztlich endete die trostlose Partie, die geprägt war durch die widrigen Wetterumstände die keine hochkarätige Immanpartie zuließen mit einem glücklichen Sieg für die Ylehis, die im Gegensatz zur Auswahl aus Plâne letztlich besser mit den miserablen Spielbedingungen fertig wurde und diese schließlich zu ihrem Vorteil zu nutzen wussten.

Kalter See Ahami - Sicheln Mergyan 17:6
In einem spannungsgeladenen Spiel standen sich die Zweitligisten von Ahami und Mergyan in der neuen und schönen Nisut-Peri-Arena gegenüber. Bei brütender Hitze fanden nur etwa 4 Dutzend Zuschauer das Stadion, doch diese bekamen dafür eine halbwegs schweißtreibende Schlacht mit einigen Höhepunkten zu sehen, die so schnell nicht vergessen werden. Ames, der alte Olpert, hatte wie gewohnt seine Auswahl auf eine kampfbetonte Spielweise eingestimmt. So stürmten seine Schützlinge auch gleich wacker gegen das Tor auf der anderen Hälfte des Platzes. Früh lag Ahami mit 4:0 vorn, dabei entfiel ein Dreier auf den an diesem Tage herausragenden Bremser Ames, den Adjutanten des hiesigen Akibs. Letzterer wird den Gesamtverlauf des Spiels wohlwollend aufgenommen haben, denn die Sicheln aus Mergyan steckten keineswegs zurück, sondern boten den Gastgebern tapfer die Stirn. Jedoch zeigten die Sicheln, daß sie anders als ihre Gastgeber auch vor unritterlichen Methoden nicht zurückschreckten. So ist es allein zwei geschickt angebrachter versteckter Tätlichkeiten zu verdanken, daß im nächsten Spiel Korporal Yago und Udan vom Kalten See nicht aktiv am Spiel teilhaben können. Bis auf die Tatsache, daß auch Elam Eisenfaust ganze drei Spiele wegen einer schmerzhaften Verstauchung fehlen wird, war es dennoch ein in körperlicher Hinsicht eher gemäßigtes Spiel, daß beim Stand von 7:3 in die Halbzeitpause ging.
In der zweiten Hälfte drehten die Ahamis noch einmal kräftig auf. Ihr Betreuer hatte offenbar motivierende Worte gefunden, denn in dieser Halbzeit hatten die Sicheln wahrlich nichts mehr zu lachen. So war es nicht verwunderlich, daß außer einigen wenigen, durchaus sehenswerten, Torschüssen der Sicheln nur noch der Kalte See spielte und sich das Szepter auch nicht mehr aus der Hand nehmen ließ. Die Sichelklinge war endgültig zerbrochen, als sogar der Torhüter von Ahami, der Schmiedelehrling Danrat Helm, aus Langeweile mit nach vorne ging und diesen Vorstoß mit einem Dreier abschloß, der einmal mehr die gnadenlose Übersicht und Ruhe des Spielers zeigte. Die Sicheln versanken mehr und mehr im Boden der Arena und waren am Ende froh, als der ersehnte Gong sie von allen Qualen erlöste.

Schwarze Drachen Váhyt - Seedrachen Semjet 13:7
Die Siegesserie der Seedrachen aus Semjet ist beendet, und ausgerechnet die permanent krisengeschüttelten Schwarzen Drachen aus Semjet waren es, die diesen unerwarteten Höhenflug beenden konnten. Auf Seiten der Gastgeber hatte man auch nichts unversucht gelassen, die Umstände günstig zu gestalten: der Streit um die Taktik innerhalb des Haufens wurde durch einen Kompromiß beigelegt, eine Gruppe von Gauklern angeheuert, die vor und während des Spieles die Zuschauer so gut unterhielten, daß diese ihre große Liebe zur Heimfünfzehn neu entdeckten und diese lautstark unterstützten; schließlich wurde sogar gemunkelt, daß heimlich ein Waldmenschenschame erfolgreich einen Regenzauber durchgeführt haben und so für das regnerische Wetter gesorgt haben soll, das den spielerisch überlegenen Gästen nicht so sehr zupaß kam wie den eher auf Kampf und Einsatz vertrauenden Schwarzen Drachen.
Dennoch konnten die Seedrachen trotz Matsch und Schlamm lange Zeit das Spiel überlegen gestalten, bissen sich aber immer wieder an der kompakten Defensive der Váhyter die Zähne aus. Diese wiederum verstanden es perfekt, brandgefährliche Konter in Szene zu setzen und so immer wieder in den Überlegenheitsphasen der Gäste zu Punkten zu kommen. In dieser Phase des Spiels stach bei den Schwarzen Drachen Harleff ibn Mebhan heraus, dessen fünf Punkte das Spiel vorentschieden. So ging es mit einem knappen 7:5 in die Pause und die bravourös Widerstand leistenden Seedrachen hatten noch alle Möglichkeiten. Allerdings machte sich in der zweiten Halbzeit mehr und mehr ein taktischer Fehler seitens des Seedrachen-Betreuers Thurgar Faenwulf bemerkbar, der aus Angst vor der Überanstrengung seiner Fünfzehn das Übungsprogramm in der Woche vor diesem Spiel deutlich abgespeckt hatte. Zwar schienen die Gäste so den Einheimischen kräftemäßig überlegen, doch waren auffällig viele Fehlpässe und Mißverständnisse seitens der Semjeter zu notieren. So kamen die geschickt verteidigenden Schwarzen Drachen vor dem eigenen Tor selten in Bedrängnis und konnten durch ihre Kontertaktik mehr und mehr davonziehen.

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 5. Spieltag

Weiße Raben Yleha - GolgarisSchwingen Setepen 10:5
Auch in dieser Spielzeit gab es für die Schwingen aus Setepen in Yleha nichts zu erben. In einem schwachen Spiel unterlagen die Gäste aus dem Süden mit 10:5. Besondere Vorkommnisse waren Mangelware, nicht einmal die von letztem Jahr bekannte aufgeheizte Stimmung war diesmal zu bemerken. So plätscherte das Spiel seltsam emotionslos vor sich hin, und die meiste Zeit herrschte auf dem Spielfeld gähnende Langeweile. Immerhein konnten sich beide Auswahlen darüber freuen, gänzlich ohne Sperren und Verletzungen davongekommen zu sein; diese Saison wahrlich ein seltener Fall.
Das Ergebnis täuscht hierbei ein wenig über den Spielverlauf hinweg, denn beide Haufen spielten etwa gleich schlecht. So war letztendlich Phex den Ylehis glücklich, die jedoch den Sieg ungewohnterwiese genauso hinnahmen wie das Spiel - ohne große Emotion. Für die Schwingen scheint der Aufstiegstraum nun endgültig verflogen zu sein, dieses Jahr haben sich die Gegnerinnen wohl besser auf die einst so starken Setepener eingestellt. Wohin der Weg die Weißen Raben führt, das weiß niemand so recht, doch immerhin stehen sie weit vorne in der Tabelle - nicht, daß dies Erstligatauglichkeit bedeuten würde.

Rekmehi Merkem - Schwarze Drachen Váhyt 11:4
Obschon der Abend über Merkem bereits hereinbrach, geizte der Herr Praios nicht mit glühenden Sonnenstrahlen und den Akteuren der beiden Haufen aus den Provinzen Rekmehi und Seku Kesen stand schon vor dem Anpfiff dieser Zweitligabegegnung der Schweiß in die Gesichter geschrieben. Als beide Auswahlen sich schnaufend Richtung Immanfeld bewegten, stürmten einige wütende Keke-Wanaq den Platz und weigerten sich, ihn wieder zu verlassen. Als Begründung gaben sie das allseitige Spinnenvorkommen auf der Sportanlage an, denn Spinnentiere werden von vielen der ketzerischen Waldmenschen als heilige Tiere verehrt. Den Zwölfen sei's gedankt schritten Scha-Da-Maha, Ha-Sche-Towa und Tua-Manar , ihres Zeichens ebenfalls Mitglieder des Keke-Wanaq-Stammes, von der Heimfünfzehn sogleich zur Tat und halfen ihren Stammesbrüdern und -schwestern dabei, die größten Exemplare der lästigen Vielbeiner in Sicherheit zu bringen. Begleitet von dem Murren einiger Spieler, denen die Hitze scheinbar auf das Gemüt geschlagen hatte, pfiff der Unparteiische nur ein halbes Stundenglas später das Spiel also doch noch an. Merkem hatte zunächst deutliche Schwierigkeiten im Spielaufbau, da den Wachteln, wie es beinahe schon zur Gewohnheit geworden ist, ganze acht Kautschukkünstler nicht zur Verfügung standen und sie deshalb bei diesem Aufeinandertreffen nur zwölf Spieler aufbieten konnten. Doch dieser Nachteil wurde durch die Schwarzen Drachen schnell egalisiert. Der Váhyter Birloff machte sich durch einen Schubser gegen Merkems Tarid ibn Bashan bemerkbar und zog damit sowohl den Unmut der Zuschauer als auch eine geringe Strafe auf sich. Thargelia von Teremon erboste sich sehr über den Platzverweis ihres Kameraden und bedeckte den Feldrichter mit einigen würzigen Hasstiraden. Für ihr rüpelhaftes Benehmen ward auch diese Spielerin vom Felde geschickt und muss zudem in den nächsten beiden Spielen auf der Tribüne schmoren. So standen den Gästen also auch nur noch dreizehn Spielerinnen zur Verfügung, während Merkem ob der Verletzung von Tarid ibn Bashan nur noch zu elft antreten musste. Wie gewohnt spielte die Heimtruppe zwar alles andere als zimperlich, doch blieben böswillige oder gesundheitsgefährdende Aktionen, wie man sie sonst von Rekmehi kennt, diesmal aus. Dem Publikum gefiel dieses ungewöhnliche Verhalten ihrer Fünfzehn zunächst überhaupt nicht und so wurden die Rekmehis in der ersten Hälfte mit Pfiffen und Hohn bedacht. Die neue Vorsicht schien zunächst auch nicht zu fruchten, denn die Schwarzen Drachen konnten deshalb befreit aufspielen, ihr eigentlich defensiv ausgerichtetes Spiel in die Offensive verlagern und schließlich eine 3:0-Führung mit in die Pause nehmen. Als die beiden dezimierten Fünfzehnen aber wieder aufs Feld zurückkehrte, zeigte sich, wie sehr sich die Zurückhaltung der Rekmehis gelohnt hatte. Während die meisten Drachen aufgrund der drückenden glutgleichen Temperatur kaum noch zu stehen vermochten, schienen die Merkemer noch immer beinahe in der gleichen Verfassung wie zu Beginn der Begegnung. Deshalb war es der Heimfünfzehn nun ein leichtes, das Heft in die Hand zu nehmen. Ohne wirkliche Gegenwehr der Váhyter, die sich im ersten Durchgang wahrlich aufgerieben hatten, verlagerten die Rekmehis das Spiel nahezu vollständig vor das Tor ihrer Gegner. Elf Punkte vermochte Merkem zu erzielen und dies war für den Absteiger noch ein schmeichelhaftes Resultat, das durch die außergewöhnliche Leistung von Váhyts Tormann Yussuf ibn Hilan, dem einzigen Drachen, der noch über Kraftreserven zu verfügen schien, unerbittlich aufrecht gehalten wurde. Sogar Merkems Torsteher Alrik Roi, der es irgendwann nicht mehr allein in seinem Kasten aushielt, gelang es, den Kautschukball durch einen geschickten Lupfer im Tor der Váhyter unterzubringen. Nur vermittels eines Konters konnten die Schwarzen Drachen noch einen Ehrentreffen als Schlusspunkt des zweiten Durchgangs im Tor unterbringen. Merkem hieß also der lachende Sieger, der dank einer großen Portion Raffinesse, die man der Auswahl ob ihres sonst so rüden und wenig überlegten Vorgehens kaum zugetraut hätte, das Spiel für sich entschied.

Seedrachen Semjet - Kalter See Ahami 9:19
Wahrlich, ein schreckliches Bild bot sich den Gastgebern aus Semjet, als sie am Morgen des 5. Spieltages auf ihr Immanfeld bei Kolchis kamen. Es sah aus, als hätte dort eine wilde Affenbande eine Orgie gefeiert. Doch schnell kam die Erinnerung zurück. Nach dem verlorenen Spiel gegen die Schwarzen Drachen hatte man sehr schnell die Rückreise angetreten, und ein paar der Seedrachen-Spieler zogen deprimiert mit einer Kiste Brabaker Rum auf ihren Heimplatz, um die erste Niederlage der Spielzeit mit selbigem hinabzuspülen. Nach den ersten beiden Flaschen war die Stimmung derart ausgelassen, daß halb Kolchis davon hörte, und so wurden einige Imman-Freunde angelockt, unter denen auch ein paar ortsbekannte Zecher waren. Das Gelage artete dermaßen aus, daß der Platz im Anschluß verwüstet zurückblieb. Und da niemand so recht daran zurückdenken wollte, behielt das Spielfeld diesen Zustand bis zu der Begegnung mit Kalter See Ahami bei. Um sich nicht gar zu sehr zu blamieren, wurde von den Spielern in Windeseile der Müll beseitigt und der Platz eingeebnet. Da sich dies aufgrund der anhaltenden Regenfälle sehr schwierig gestaltete, waren die Gastgeber bereits bei der Ankunft der Gäste dermaßen erschöpft, daß sie schon zu Spielbeginn kaum von der Stelle kamen. Obgleich sie im Spielverlauf noch ein paarmal zu aufbäumendem Einsatz kamen, was sich zumeist jedoch in leichten und schweren Blessuren, nicht aber in Punkten niederschlug, konnten sie Ahami, die von Beginn der Begegnung weg ein sicheres Spiel zeigten, nicht das Wasser reichen.

Perlbeißer Plâne - Sicheln Mergyan 5:22
Bei bestem kem'schen Wetter - es regnete wieder einmal in Strömen - trafen die zuletzt arg enttäuschten Wiedereinsteiger aus Plâne auf den Tabellenletzten aus Mergyan, der die letzten acht Liga- und Pokalspiele zumeist sang- und klanglos verloren hatte. Das dies heute nicht so sein würde, bekamen die Gastgeber denn auch bald zu spüren. Offenbar hatte die deftige Prügelei, die bei den Sicheln die letzte Übungsstunde ersetzt hatte, neue Kräfte freigelegt, die die Perlbeisser in der derzeitigen Verfassung einfach nicht aufzubringen vermögen.
Denn obgleich beide Seiten gleich hart und offensives Imman boten, waren es die zuletzt arg gebeutelten Sicheln, denen Phex an diesem Tag seine Gunst geschschenkt hatte: Nicht weniger als fünf ihrer Torschüsse landeten über dem Quergestänge während den Perlbeissern dies gerade einmal gelang was denn auch die Entscheidung bereits in der ersten Spielstunde bedeutete. Da die Sicheln bei Seitenwechsel bereits mit 17 zu 5 Punkten führten und der Regen eher noch zugenommen hatte, bot sich den wenigen treu gebliebenen Anhängern der Perlbeisser nach dem Punktefeuerwerk der ersten Halbzeit nur noch magere Kost. Der einzige nennenswerte Höhepunkt ereignete sich kurz vor Spielende, als die Sichel Grogor dem Perlbeisser Jurge Skörklund die Keule mit voller Wucht an den Schädel donnerte. Obwohl der als grob und brutal bekannte Grogor beteuerte, nur nach dem Ball geschlagen zu haben, zeigte Schiedsrichter Goilina kein Erbarmen und verordnete Grogor eine Nachdenkpause von drei Spieltagen. Auch Jurge fällt für das nächste Spiel der Perlbeisser aus, der Grund? Heftige Zahnschmerzen!
Beste Spieler: Perlbeisser Plâne: Torsteher Molukumba, ohne den die deftige Niederlage noch viel deftiger ausgefallen wäre.
Sicheln Mergyan: Rakilja Fin'Jar, der an diesem Tag zwei Dreier und insgesamt sieben Punkte gelangen.

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 6. Spieltag

Kalter See Ahami - Rekmehi Merkem 10:2

Endlich! Nachdem die Trauerzeit für die verstorbene Nisut Peri III. endlich verstrichen ist, hat die Kanzlei nun die Fortsetzung der Kemi-Imman-Liga mit dem Nachholspiel Ahami gegen Merkem angeordnet, das aufgrund von Sturmwetter vor einem halben Jahr abgesagt worden war. So stolz man bei den beiden Auswahlen war, das erste offizielle Immanspiel unter der segensreichen Herrschaft Nisut Elas spielen zu dürfen, so schrill und selbstbewußt waren die Töne aus den beiden Lagern im Vorfeld. "Ahami? Was ist denn das?", so der Spott seitens der Absteiger aus Merkem, die den sofortigen Wiederaufstieg als klares Ziel ausgegeben haben. "Wir hauen die hoch weg", so Betreuer Ahmes aus Ahami, doch seine Spielerinnen und Spieler hatten unmittelbar vor dem Gong beschlossen, die Vorgaben des Betreuers zu ignorieren. "Wir rupfen die Wachteln auf jeden Fall", so Stürmerin Berck, "also wollen wir heute zu Ehren der alten und der neuen Nisut auf jegliche Unritterlichkeit verzichten und unseren Gegner so als das entlarven, was er ist: eine rustikale Schlägerbande, die besser Holz im Dschungel fällen sollte, als Imman zu spielen." So konnten sich die zahlreich erschienenen Anhänger von Anfang an auf einen verbissenen Kampf freuen, den sie - zugunsten der Heimauswahl - natürlich tatkräftig unterstützen. Mehr als einmal flogen aus der sicherlich 50 Köpfe zählenden Menge überreife Früchte auf den Gäste-Torsteher, der sich dadurch bei mindestens zwei eher harmlosen Schüssen der Ahami irritieren ließ, was jedoch den Feldrichter kaum beeindruckte.
Das Spiel selbst litt unter der ungewöhnlichen Schwüle im Landesinneren, denn der Mittagsregen war recht reichlich ausgefallen, was dennoch die Leistung der Heimauswahl nicht schmälern soll. Ahami hatte den Gegner trotz der betont ritterlichen Spielweise jederzeit in Griff und lag zur Pause schon sicher mit 7:0 vorn. Danach resignierten die Wachteln und Ahami schonte die Kräfte. Ein Doppelschlag der Wachteln zum 7:2 kurz vor Schluß wurde durch einen postwendend erzielten Treffer von Stürmerin Berck beantwortet und erstickte die Hoffnungen Merkems endgültig.

Schwarze Drachen Váhyt - Weiße Raben Yleha 16:10
Eine Woche lang hatte es in Váhyt nicht mehr geregnet - man dürstete geradezu nach den erlösenden Fluten. Doch pünktlich zum Auftakt der Partie der Schwarzen Drachen gegen Yleha hatte EFFerd ein Einsehen. Im wohl ungünstigsten Moment brachen die Wolken - nämlich genau zu dem Zeitpunkt als der Feldrichter in das Signalhorn zum Anpfiff blies. Farblich einwandfrei zu unterscheiden betraten die beiden Fünfzehnen also begleitet von heftigem Regenfall und orkanartigen Böen das Spielfeld, welches nun mehr denn je einem Acker glich. Schnell waren die Spielsysteme der beiden Haufen auszumachen. Während Váhyt abwartend in der Defensive lauerte und beruhigt zu Werke ging, hatten die Raben keinesfalls vor sich zu verstecken. Mit breiter Brust suchten die Yleher immer wieder den offenen Schlagabtausch. So gelang ihnen eine schnelle 3:0-Führung durch R'yân C'hâsonez'h, der sich als erster vors gegnerische Tor wagte. Doch auch die Wartestellung der Heimfünfzehn machte sich schnell bezahlt. Durch einen geschickten Konterzug ließ der wendige Echs Scarxx' Rah seinen Bewacher Geron Chánûr'h, der in der spielfreien Zeit deutlich an Gewicht zugelegt hatte, routiniert stehen und schloss per Handgelenkschuss zum 3:3 ab.
Nachfolgend wurde das Spiel lange Zeit von einem vereinten Kampf der Spieler gegen den widrigen Niederschlag, der nahezu waagrecht vom Himmel zu fallen schien, und den morastigen Boden, in dem so mamcher Stiefel stecken zu bleiben drohte, überstattet. Der angesichts der attraktiven Paarung erhoffte Leckerbissen für den Immanliebhaber blieb also während der ersten Hälfte aus und die Akteure verabschiedeten sich atemlos und schlammbesudelt mit 3:3 in die Pause. Wie auch am Himmel bot sich aber zum Wiederanpfiff auf dem Spielfeld ebenfalls ein Lichtblick. Die Gastgeber fassten sich ein Herz und ergriffen nun ihrerseits zuerst die Initiative. Es war der mit acht Treffern bislang erfolgreichste Torschütze der Drachen, Harleff ibn Mebhan, der auch heute durch zwei Treffer begeisterte. Binnen weniger Herzschläge hatte der wortkarge Novadi den Kautschuk gleich zweimal nur wenige Spann vor dem Tor ergattert. Dort legte er sich ihn geschickt auf dem Mohagonischläger zurecht und "trug" ihn sozusagen über die Latte. Váhyt hatte sein Soll nun erfüllt und igelte sich vorerst wieder in der eigenen Hälfte ein. Die Raben waren nun gefordert, doch ihre Reaktion ließ lange auf sich warten.
Zunächst holte sich Váhyts Hakon Derwell noch eine geringfügige Strafe ab, da der Feldrichter seine ständige Meckerei nicht mehr ertragen konnte. Yleha münzte die zahlenmäßige Überlegenheit behufs in ein paar Tore um. M'herén Ptâ'h und Bernfried Dunkelau schlossen zwei genial durchdachte Kombinationen erfolgreich ab und verkürzten damit auf 7:9. Für einen Moment schien das Spiel auf der Kippe zu stehen, doch dann kam der Drache Beron Stronzoff unverhofft an den Kautschukball und hämmerte ihn in die linke untere Torecke. Zwar hatte er den Vorsprung damit noch einmal ausgebaut, doch knickte er bei seiner gewagten Aktion so unglücklich um, dass auch für ihn das Spiel gelaufen war. Die abgebrühten Raben witterten hernach noch einmal ihre Chance. Geron Chánûr'h erkannte eine Lücke in der ansonsten so eng gestaffelten Váhyter Bremserreihe und wuchtete den Kautschuk hindurch. 10:10 stand es also, als der Ball von der Oberseite der Váhyter Torlatte absprang und erst hinter der Torlinie wieder zum erliegen kam. Da ein Blick auf das Stundenglas den Schwarzen Drachen verriet, dass nur noch wenig Zeit blieb, gaben die Gastgeber ihr taktisches Konzept völlig auf und bliesen noch einmal zur Schlussoffensive.
Unter massiver Mithilfe sowohl der eigenen als auch der gegnerischen Bremser vermochte Váhyt den Spielverlauf noch einmal umzukehren und bis zum Spielende sechs Punkte zu erzielen. Ursache dafür war aber auch die Tatsache, dass die Stürmer der Raben aufgrund einer Verletzung von Vîs'znariá'h T'hièn nichts mehr zustande brachten und der eigenen Niederlage tatenlos zusehen mussten. Insgesamt sahen die wackren Zuschauer, die es trotz des niederhöllischen Wetters bis zuletzt aushielten, eine durchaus spannende Begegnung, die durch die Ausdauer und Willenskraft der Drachen mit einem Sieg der Heimfünfzehn gekrönt wurde. Die Weißen Raben zeigten zwar durchaus passable Ansätze, scheiterten letztendlich aber am eigenen Wankelmut. Zuletzt erreicht uns noch eine erschreckende Nachricht aus dem Lager der Drachen: Der Waldmensch Hapû Huka Hey wurde mit verdacht auf Zorgan-Pocken einem Heiler überantwortet und wird damit seine Laufbahn vorzeitig beenden müssen. Möge der Herr BORon ihm gnädig sein und PERaine ihre schützende Hand über ihn halten!

Sicheln Mergyan - Seedrachen Semjet 25:13
Es ist kaum zu glauben, wie die Sicheln derzeit im Gegensatz zum total verkorksten Saisonauftakt auftreten. Bereits letzte Woche beim großartigen Triumph in Plâne zeigten die Mergyaner, daß sie durchaus auch Imman spielen können. Dies setzte sich im Heimspiel gegen Semjet nahtlos fort. Von Beginn an wußten die Sicheln zu überzeugen, insbesondere durch einen niemals ermüdenden kämpferischen Einsatz. Auch die Seedrachen zeigten durchaus kein schlechtes Imman, müssen nun aber mehr und mehr den kräftezehrenden Auftaktspielen dieser Saison Tribut zollen, die sie immerhin an die Tabellenspitze führten.
So kam es zunächst zu einem sehr ausgeglichenen Spiel, in dem die Sicheln oft nur hauchdünne Vorteile hatten und sich nicht entscheidend absetzen konnten, weil Semjet immer wieder dagegenhielt und auch zu seinen Punkten kam. Mitte der zweiten Hälfte aber bauten die Gäste kräftemäßig mehr und mehr ab, während die Sicheln keinerlei Ermüdungsanzeichen zeigten und sogar noch etwas an Tempo zulegen konnten. Das führte schließlich doch zu einem sehr klaren Ergebnis, das die Seedrachen nun ersteinmahl von ihren Aufstiegsträumen Abschied nehmen läßt. Die Sicheln aber können sich an einem ungewohnten Bild erfreuen: Erstmals seit drei Jahren zieren sie nicht mehr das Ende der Zweitligatabelle!

Perlbeißer Plâne - Golgaris Schwingen Setepen 0:6
In einer überaus langweiligen Immanpartie trennen sich die Perlbeißer aus Plâne und Golgaris Schwingen aus Setepen mit 0:6. Die Partie wurde dabei in der Verteidigung der Schwingen gewonnen, die mit eiserner Härte verhinderte, dass es den Chásetern gelang, den Ball auch nur ein einziges Mal über die gegnerische Linie zu befördern. Da war es dann für die Gastmannschaft leicht, den Sieg mit nach hause zu nehmen: Zwei gekonnt platzierte Distanzschüsse reichten aus um die handzahmen Perlbeißer in die Knie zu zwingen!

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 7. Spieltag

Weiße Raben Yleha - Kalter See Ahami 14:26
Zahlreiche Neugierige hatten sich zum Spitzenspiel der zweiten kem'schen Spielklasse auf dem Zweiten Festungshof zu Yleha eingefunden, denn heute wurde der unmittelbare Zweikampf um die Tabellenspitze im direkten Duell ausgetragen. Das wohl wichtigste Saisonspiel beider Auswahlen begann jedoch recht verhalten, der anhaltende Platzregen erschwerte es den Akteuren ständig, die Ballkontrolle zu wahren und auch das Passspiel auf beiden Seiten ließ deutlich zu Wünschen übrig. Als herausragender Spieler der Anfangsphase kristallisierte sich ausgerechnet der Yleher Bremser T'himeôn H'et'rién heraus, der im Vorfeld der Begegnung mit Ahami, wie aus Expertenkreisen zu vernehmen war, von Betreuer R'yan Ûrréns'h noch aufs äußerste gerügt wurde, da er an Gewicht deutlich zugelegt hatte und nun seiner Form hinterher rannte. Mit zwei Toren und zwei Vorlagen verhalf er seinen Raben gleich viermal zur Führung, doch auch Ahami ließ sich selbstredend nicht lumpen. Als amtierender Tabellenführer bewiesen die Recken vom Kalten See auch heute Moral und boten den Ylehern, welchen in punkto Zusammenspiel deutlich mehr gelang als Ahami, durch aggressives Zweikampfverhalten über weite Strecken Paroli. Dennoch gelang es den Gästen bis zur Pause nicht, den knappen Vorsprung der Weißen Raben zu egalisieren, stattdessen mussten sie sich eingestehen, dass sie über die gesamte Dauer des ersten Spielabschnitts die Ylehische Führung erfolglos aufzuholen suchten. Zudem erlitt Ahami in der ersten Halbzeit einen deutlichen Verlust, denn Stürmer Tolrond Dumas, der bisher ordentlich für Furore vor dem Yleher Tor gesorgt hatte, kassierte ob eines üblen Fersentritts einen Platzverweis. Allerdings blieb Dumas' Aktion auch für die Hausherren nicht ohne Folgen, denn M'herén Ptâ'h, der nur wenige Herzschläge zuvor die 9-zu-8-Pausenführung für die weißen Raben erzielt hatte, wurde durch diesen Regelverstoß außer Gefecht gesetzt und blieb nach dem Pausenpfiff ebenfalls in der Kabine. Letzteres wirkte sich insgesamt aber weitaus stärker auf den Spielverlauf aus als die Strafe für Ahami, denn im Offensivspiel der Gastgeber lief nun überhaupt nichts mehr zusammen. Ylehas Stürmer schienen wie ausgewechselt. Waren sie zuvor noch so routiniert und torgefährlich aufgetreten, so erweckten sie nun im zweiten Durchgang den Anschein, als hätten sie nie zuvor ein Mohagoniholz in der Hand gehalten. Dies mag allerdings auch auf das Aufbauspiel der Weißen Raben zurückzuführen sein, denn der Spielfluss kam den Ylehern meist schon in der Defensive abhanden. Die Bremserreihe hatte alle Hände voll zutun und wirkte mehr oder weniger wie das Kaninchen vor der Schlange, denn Ahami hatte den Druck um ein Vielfaches erhöht und drängte nun immer wieder aufs Tor der Gastgeber. Dabei taten sich vor allem zwei Aheter hervor, Müller Radis und Schmied Halgard sorgten mit jeweils fünf Punkten dafür, dass sich für Yleha keine Möglichkeit mehr bot, sich von dem Schreck nach dem Seitenwechsel zu erholen, da die Führung der Ahamis nun binnen kürzester Zeit auf uneinholbare zehn Punkte anwuchs. Dabei taten sich zuletzt gar noch weite Räume in der Defensive Ahamis auf, welche die Weißen Raben jedoch nicht mehr imstande waren zu nutzen. Zuviel Kraft hatte die Schlammschlacht auf dem feuchten Festungshof gekostet, als dass sich noch genügend Reserven für eine Aufholjagd hätten aktivieren lassen. Vielmehr zeichnete sich das Spiel Ylehas zuletzt durch einige Unbeherrschtheiten aus, welche der Mannschaft zwei unnötige Strafen einbrachten. Eine davon war allerdings höchst fragwürdig, denn Topa Mehe'hs Fausthieb gegen Ahamis Semkatau ging eindeutig ins Leere. Der Feldrichter fiel jedoch auf das Schauspieltalent des Waldmenschen vom Kalten See herein und verhängte eine unberechtigte Strafe gegen Topa Mehe'h, welche die Moral der weißen Raben weiterhin in den Keller trieb. Trotz der unlauteren Methoden, welcher sich Ahamis Stürmer bediente, um Yleha ins numerische Hintertreffen zu bringen, blieb die Gastauswahl jedoch die deutlich überlegenere Mannschaft und ging letzten Endes als hochverdienter Sieger vom Platz.

Rekmehi Merkem - Sicheln Mergyan 3:11
Die Wachteln haben auch an diesem Spieltag wieder deutlich gezeigt, wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinander liegen. Durch eine miserable Leistung verloren sie nicht nur das Spiel gegen die stark verbesserten Sicheln aus Mergyan sondern wohl auch jede realistische Hoffnung auf den Wiederaufstieg. Doch der Reihe nach: Schon der Beginn des Spiels stand unter keinem guten Stern. Außergewöhnlich starke Regenfälle führten dazu, daß Schiedsrichter Frank N. Stein das Spielfeld für unbespielbar erklärte und kurzerhand anordnete, den Vergleich auf dem Strand auszutragen. Flugs war also ein Spielfeld markiert und das nötige Gestänge aufgetrieben, da konnte das Spiel schon beginnen. Und wie! Die Sicheln legten von Anfang an mit Einsatz, Kampfkraft und hohem spielerischen Niveau los und führten die pomadig und unbeweglich agierenden Wachteln nach allen Regeln der Kunst vor. Während die Mergyaner im heißen Sand regelrecht zauberten, sicher paßten und präzise abschlossen, stolperten die Merkemer nur so vor sich hin, bekamen aus wenigen Schritt keinen Paß an den eigenen Mann und erspielten sich so im ersten Abschnitt keine einzige Tormöglichkeit. Es spielten nur die Sicheln, und die wenigen mitgereisten Anhängerinnen und Anhänger rieben sich verwundert die Augen - diejenigen aber, deren Begeisterung nach der langen Immanpause abgekühlt war, hatten hier in Merkem sicherlich das beste Sicheln-Spiel der vergangenen Jahre verpaßt. 0:10 stand es zur Pause, und damit war Merkem noch überaus gut bedient.
Im zweiten Abschnitt änderte sich am Spiel absolut nichts, und während die Wachteln von der eigenen Anhängerschaft beschimpft und mit Treibholz, Algen und fauligem Strandgut beworfen wurden, hatten sich die Sicheln wohl vorgenommen, neben ihren Stärken auch ihre größte Schwäche zu demonstrieren: die Verwertung von Tormöglichkeiten! Schuß um Schuß brandete auf das Tor der Gastgeber, doch ob es nun der angeschossene Tormann, das Gestänge oder der letzte Fingerbreit war, es wollte nur noch ein Tor Mitte der zweiten Hälfte gelingen. Und schließlich hatte wohl sogar der mitleidige Herr Phex mit den dilettierenden Wachteln ein Einsehen: Im letzten Augenblick des Spiels erlaubte er einem unkontrollierten Befreiungsschlag der Wachteln, das Gestänge der Sicheln zu einem Dreier zu überqueren: es war die erste und die letzte Tormöglichkeit der Gastgeber in diesem Spiel - während die Gäste sage und schreibe 43 Torschußversuche verzeichnen konnten!

GolgarisSchwingen Setepen - Schwarze Drachen Váhyt 12:24

Eine wahre Affenhitze lag über Setepen, als die Schwarzen Drachen aus Vahyt zur 7ten Runde antraten. Irgendwie schien denn auch die Anreise die Kräfte der Gäste stark in Anspruch genommen zu haben, oder war es vielleicht das harte Übungsprogramm von Spieler-Betreuer Bordoc dem Bären gewesen zu sein? Die Schwingen konnten jedenfalls schalten und walten wie sie wollten, doch auch sie mochten bei dieser drückenden Bruthitze nicht so richtig und so schleppten sich den dreissig Spieler mehr oder weniger schlapp eine Stunde über das Spielfeld, ehe es mit einer 5 zu 3 Führung für die Gastgeber in die dringend benötigte Pause ging.
Diese wurde von Feldscher Loidri Goilina mit stillschweigender Zustimmung beider Parteien kurzerhand bis in die Abenddämmerung ausgedehnt. Als dann endlich ein kühler Luftstrom vom Meer her über das Spielfeld wehte, ging es wieder weiter. Drachenbändiger Bordoc hatte diese willkommene Ruhezeit genutzt und seinen Jungs und Mädels lautstark klargemacht, wer sich denn in den vergangenen Wochen und Monaten lautstark beklagt habe. Nun da jetzt wieder Imman gespielt würde sollte der Haufen gefälligst Taten sprechen lassen, ganz Seku Kesen schaute auf ihn etc. pp. Und tatsächlich spielte in der zweiten Spielstunde eine völlig ausgewechselte Drachen-Fünfzehn. Mit einem überragenden Jacopo Merola an der Spitze der alleine acht Punkte erzielte, fegten die Drachen die scheinbar völlig paralysierten Schwingen in einem wahren Sturmlauf vom Feld. Fast alle Gegenangriffe der Schwingen mündeten in Vahyter Konter so dass die Schwarzen Drachen zu guter Letzt einen ungefährdeten Sieg verbuchen konnten, der sicher in ganz Seku Kesen von sich reden machen wird. Die Drachen haben die lange Spielzeitunterbrechung durch den Besuch des Turnieres in Menev offenbar ohne Probleme überstanden, die Schwingen müssen nun aber schnellstens wieder ihren Tritt finden, wollen sie ihren guten Rang aus der letzten Saison verteidigen.

Seedrachen Semjet - Perlbeißer Plâne 2:22
In einem Spiel, das vorher niemand so erwarten konnte, gelang den bislang äußerst dürftig auftretenden Perlbeißern ein Befreiungsschlag, der sie wieder zurück ins Geschäft bringt und die zweite Liga so spannend macht wie nie zuvor: Alle Auswahlen, von Platz 2 bis Platz 8 dürfen sich noch berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg machen, alleine die Tabellenführerin aus Ahami scheint bereits für den Aufstieg sicher.
Die Geschichte des Spieles ist schnell erzählt: Beide Haufen begannen munter offensiv und wenig auf eine sichere Defensive bedacht, alleine Phex schien heute für die Perlbeißer auf dem Platz. Tor um Tor konnten sie erzielen, und es machte nichts aus, aus welcher unmöglichen Lager der Kautschuk auf das Gestänge der Seedrachen flog, immer konnte der Unparteiische Shepses'arût auf Tor entscheiden. Ganz anders die Seedrachen, die zunächst mit gefälligen Kombinationen und Ballsicherheit zu gefallen wußten. Egal, was sie auch versuchten, immer war ein Abwehrbein dazwischen oder die Schüße zu ungenau. So zogen die Perlbeißer auf und davon und konnten mit einem 0:13 in die Pause gehen. In der zweiten Hälfte änderte sich das Bild zunächst völlig. Die Seedrachen bewiesen tolle Moral und warfen alles nach vorn und schnürten die Gäste in ihrer eigenen Hälfte regelrecht ein, doch mehr als zwei unmittelbare Punkte brachte ihnen das nicht ein. Unrühmlicher Höhepunkt war die Auseinandersetzung der Seedrachen-Kapitänin Freja Faenwulf mit Schiedsrichter Shepses'arût, der dem zweiten Seedrachen-Punkt als Einer wertete, obwohl dieser klar über dem Gestänge eingeschlagen hatte. Der Unparteiische stellte die Kapitänin nach einer heftigen Diskussion vom Platz, und ohne den Kpf ihrer Auswahl und den klar gegen die Seedrachen entscheidenden Schiedsrichter resignierte die Heimauswahl schnell.
So konnten sich die spielerisch und kämpferisch stark verbesserten Perlbeißer wieder befreien und erneut Tor um Tor nachlegen und letztendlich einen hohen Sieg feiern, während nach dem Schlußgong auf Seiten der Seedrachen allerlei Geschimpfe und Gehader über den schwachen Unparteiischen und die ungerechte Verteilung des Glücks zu hören war.

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 8. Spieltag

Schwarze Drachen Váyht - Perlbeißer Plâne 12:9 GT
Heftige Regengüsse hatten schon am Vorabend der Begegnung der Schwarzen Drachen gegen Plâne in Váhyt eingesetzt und waren bis zum Anpfiff der Partie nicht mehr zum erliegen gekommen, sodass der Beiname des hiesigen Immanfelds "Acker" sich mehr denn je bewahrheitete. Dennoch ging die Heimfünfzehn bester Dinge ins Spiel, nach dem Sieg gegen ... konnten man sich auf den zweiten Tabellenplatz manövrieren und liebäugelt nun sogar mit dem Aufstieg. Trotz des Kantersiegs gegen Semjet ist die Stimmung im Plâner Lager eher bedrückend, denn noch immer steht man mit der roten Laterne da und muss nun dringlichst aufpassen, dass die Konkurrenz sich nicht langsam absetzt. Für die Perlbeißer und allen voran ihren Betreuer Rashid Talachan, dessen Stuhl wohl arg ins Wackeln geraten ist, stand also einiges auf dem Spiel, für die Schwarzen Drachen ging es in erster Linie um eine gelungene Revanche vor heimischem Publikum, denn das Spiel in Plâne hatte man noch mit...:... verloren. Die Wetterbedingungen machten es den Akteuren jedoch schwer, ihr Spiel adäquat zu entfalten, teilweise versanken Spieler knöcheltief im Schlamm, der Platzregen nahm ihnen dazu weitgehend die Sicht und die Flugbahn des Kautschuks blieb dank Windböen und durchnässtem Boden unberechenbar. Dennoch besaß das Spiel durchaus Unterhaltungswert für die knapp einhundert tapferen Váhyter Zuschauer, die der Witterung ebenso trotzten wie ihre Lieblinge, denn beide Auswahlen kämpften hart gegen den Sturzregen an und gaben alles, um dem zornigen Herrn Efferd zu trotzen. Dabei lieferten sie sich erhitzte Gefechte um jeden Ball, blieben dabei allerdings stets im Rahmen des Erlaubten, sodass sich die Schiedsfrau nicht ein einziges Mal gezwungen sah, einen Spieler vom Platz zu stellen. Einzig Perlbeißer Borikon konnte das Spiel nicht bis zum Ende bestreiten, denn er holte sich eine üble Platzwunde, als er sich genau in den gewaltigen Schuss von Hakon Derwell, dem allerdings keinerlei Vorwürfe zu machen sind, warf. Zur Pause war es noch keinem der beiden Haufen gelungen, sich vom anderen abzusetzen, beide Mannschaften waren, was die Spielanteile betraf, vollends gleichauf, sodass der 9-zu-9-Halbzeitstand nur folgerichtig war. Als der Feldrichter gerade wieder das Signalhorn zum Beginn des zweiten Spielabschnitts blasen wollte, geschah jedoch seltsames nahe des Plâner Tores. Zuerst erfasste ein irres kreischen die Luft, dass sich beständig in ein heulendes Gewimmer wandelte. Wie bei einem Erdbeben begann das Gestänge der Perlbeißer zu erzittern und es kam einem Wunder gleich, dass es letztlich nicht aus einer Verankerung gerissen wurde. Manch ein verschreckter Zuseher nahm sogleich Reißaus und auch die Spieler waren ob dieses Zwischenfalls sichtlich verstört. Einige behaupteten, eine fahle, kopflose Gestalt um den Torpfosten herum tanzen gesehen zu haben und Plânes Utulu-Torhüter Molukumba sprach von der "Rache seiner Ahnen" und war kaum noch dazu zu bewegen, das Spiel fortzusetzen. Nach einer guten Stunden hatten sich die Gemüter wieder einigermaßen beruhigt und die Feldrichterin befand, dass es nun an der Zeit wäre, das Spiel endlich wieder anzupfeifen. Allerdings mangelte es auf beiden Seiten nun deutlich an Konzentration, kaum eine gelungene Aktion war noch zu beobachteten und eine mutige Zuschauergruppe, die von dem Spuk in der Halbzeitpause gehört hatte und sich dann Mitte des zweiten Spielabschnitts entschlossen hatte, mit einigen Keulen und Dreschflegeln bewährt, einmal nach dem Rechten zu schauen, beklagte sich, das "schlechteste Immanspiel aller Zeiten" mit ansehen zu müssen. Wenigstens der Regenfall hatte sich nun einigermaßen beruhigt, dies konnte jedoch auch nicht zu einer Besserung des Spielniveaus beitragen. Jeden Moment rechnete man damit, einer weiteren Heimsuchung beiwohnen zu müssen, weshalb sich keiner mehr auf Imman konzentrieren konnte. Kein einziges Tor gelang mehr im zweiten Durchgang, sodass die völlig verstockten Spieler also auch noch dazu gezwungen waren, eine Verlängerung zu bestreiten. Diese gestaltete sich ähnlich wie der die zweite Halbzeit, die Nerven lagen weiterhin blank und niemand war fähig, entscheidende Akzente zu setzen. Es dauerte sage und schreibe eine halbe Stunde, bis sich der verschlagene Schwarze Drache Harleff ibn Mebhan endlich ein Herz nahm und den Kautschuk mit einem lupenreinen Schlagschuss aus über zwanzig Schritt Entfernung über die Torlatte katapultierte. Damit war endlich eine Entscheidung gefallen und Spieler und Zuschauer waren im Handumdrehen vom Spielfeld verschwunden. Später wurde der Platz von einem Borongeweihten untersucht, der sich über die näheren Umstände jedoch in gefälliges Schweigen hüllte. Somit bleibt abzuwarten, ob auf diesem Platz noch einmal ein Immanspiel stattfinden wird. Schade, dass sich dieses Aufeinandertreffen dergestalt entwickeln musste, denn im ersten Spielabschnitt hatte sich ein ansehnlicher offener Schlagabtausch entwickelt, der nur durch den später bekanntlich nachlassenden Regenguss gehemmt wurde.

Weiße Raben Yleha - Sicheln Mergyan 7:16
Pünktlich zum Spielbeginn setzte der tägliche Regen in Yleha ein und verwandelte das Spielfeld in eine einzige Schlammgrube, welche eine wahre Freude für jedes Schwein oder Goblin gewesen wäre. Da die beiden Immanauswahlen aus Yleha und Mergyan aber weder Schweine noch Goblins, sondern nur Menschen auf das Spielfeld schickten, hatten die äußeren Umstände einen eher hemmenden Einfluss auf die ohnehin schon recht beschränkte Immanspielkultur. Einziger nennenswerter Lichtblick des Spieles waren die beiden glänzend geschossenen Dreier des Mergyaner Sturmmannes Lindan Sarjakku, der damit nicht nur die völlig überforderte Abwehr der Heimmanschaft düpierte, sondern auch noch die Partie quasi im Alleingang für Mergyan entschied. Einzig weiteres nennenswertes Ereignis war die Auseinandersetzung zwischen Sicheln Schlussmann Lim Dar'Dul und den hinter seinem Tor postierten Yleher Anhängern in der zweiten Hälfte. Mit größtenteils nicht wiederzugebenden Sprechparolen gelang es den Ylehis doch tatsächlich soweit vom Spielgeschehen abzulenken, dass die Heimmannschaft seine Unachtsamkeit mehrfach zum Torerfolg ausnutzen konnte, weswegen ihnen auch insgesamt sieben Tore gelangen, was unter normalen Spielumständen wohl nicht zu erwarten gewesen wäre. Insgesamt eine durchschnittlich Schwache Begegnung, die die Gäste aus Mergyan dank eines einigermaßen durchdachten Spielaufbau und Phexens Hilfe im Abschluss mit 16:7 für sich entscheiden konnten.

Rekmehi Merkem - Seedrachen Semjet 10:12
Der Abwärtstrend der Wachteln hält auch im ersten Spiel der Rückrunde an. Hat man schon den Auftakt gegen die Sicheln mehr als nur vergeigt, so folgte diesem peinlichen Auftritt mit dem 10:12 gegen die Seedrachen aus Semjet ein weiterer Beweis, dass man in Merkem den Ernst der Lage noch nicht erkannt hat. Wie gegen die Mergyaner im letzten Spiel traten die Wachteln überheblich und ohne Einsatzfreude auf. Zwar konnte ihre individuelle Klasse lange dafür sorgen, dass man gegen den aufoperfungsvoll kämpfenden Außenseiter lange in Führung lag, doch weder war ein Kombinationsspiel zu sehen, noch präsentierte sich die ehemalige Spitzenauswahl als eine geschlossene Einheit. Den Seedrachen hingegen war anzumerken, dass man mit aller Macht Revanche für das 2:22-Desaster gegen die Perlbeißer wollte, und so trat man auch auf. Zwar stehen in den Reihen der Semjeti nicht unbedingt Klasseleute, doch gaben sie heute niemals auf und erzwangen so letztlich das Glück.
Zu Beginn der Begegnung war das allerdings nicht zu erwarten, denn schnell gingen die Wachteln mit 4:0 in Führung, beschränkten sich dann aber auf lustloses Herumspazieren und luden die Gegner förmlich zum Toreschießen ein. Mit dem Pausengong schließlich gelang den Seedrachen dann auch der 4:4-Ausgleich, der mehr als verdient war. Nach Wiederbeginn das gleiche Bild: Merkem ging schnell mit 10:6 in Führung und vermeinte anschließend, das Spiel ohne Einsatz über die Zeit bringen zu können. Doch weit gefehlt, denn die Seedrachen rissen sich noch einmal zusammen und gaben alles. Punkt um Punkt wurde aufgeholt, und Mitte der zweiten Hälfte gingen die Gäste sogar erstmals mit 10:12 in Führung. Wer aber meinte, dass Merkem nun nochmals alles nach vorne warf, sah sich getäuscht: Die Wachteln spielten ohne Biß weiter und wirkten gerade so, als ob sie in Führung lägen. Kein Aufbäumen, kein Widerstand war festzustellen, und ein Zuschauer spekulierte gar, ob die Heimauswahl gar nicht mitbekommen habe, dass sie im Rückstand liegt. Wie auch immer, auch der Rest des Spieles gehörte den Seedrachen, und nur Phex und Unbedarftheit verhinderte, dass noch weitere Tore gegen die Heimauswahl fielen.
Für Merkem sind damit wohl alle Aufstiegsträume geplatzt, während die Seedrachen sich durchaus für die vorangegangene Niederlage rehabilitieren konnten.

Golgaris Schwingen Setepen - Kalter See Ahami 11:10 GT
Es war ein offener Schlagabtausch, den sich beide Haufen auf dem Setepener Feld lieferten. Ahami spielte beflügelt von den letzten, deutlichen Siegen auf, doch den Schwingen konnte man anmerken, dass sie ihre Chance nutzen wollten, den Anschluß an die obere Tabellenhälfte wiederzugewinnen, nachdem die vor ihnen liegenden Auswahlen samt und sonders gepatzt hatten. So entwickelte sich ein offenes Spiel mit vielen guten Torszenen, dass die Schwingen zwar technisch domnierten, die Männer und Frauen aus Ahami allerdings mit unbändigem Kampfgeist mehr als nur zu kontern wussten. Auch an Härte fehlte es nicht, so dass sich Schiedsrichter Cato gezwungen sah, doch den ein oder anderen Spieler des Feldes zu verweisen - doch auch dies war wie die Torfolge deart ausgeglichen, saß keine Fünfzehn davonziehen konnte. So wogte das Spiel hin und her und anfangs führte kein Haufen mit mehr als einem Punkt, ehe sich gegen Ende des Spiels die konditionelle Überlegenheit Ahamis durchzusetzen schien. Nur noch wenige Augenblicke waren zu spielen - Schiedsrichter Cato gab schon das Zeichen für den Schlussgong, als Schwingen-Stümer Alfaran aus dem Gewühl mit einem fulminanten Fernschuß den nicht mehr erwarteten Dreier zum 10:10 schaffte - die Verlängerung musst also entscheiden!
Hier schien Ahami auf seine konditionelle Überlegenheit bauen zu wollen, sehr viel Wert legte man auf die Defensive, wollte die ohnehin schon am Ende der Kraft befindlichen Schwingen restlos verausgaben, doch dann kam es zur entscheidenden Aktion: Wieder einmal waren die Schwingen am Abwehriegel Ahamis gescheitert. Wieder einmal hetzen sie einige Zeit vergeblich dem Kautschuk hinterher, da fasste sich Schwingen-Bremser Tapo-Sica Caha ein Herz, eroberte sich duie Kugel und setzte zu einem Sololauf über das ganze Feld an. Sieben Gegner und Gegnerinnen ließ er stehen, umspielte dann sogar noch den Tormann aus Ahami und stolperte dann restlos erschöpft die Kugel über die Linie. Die Schwingen gewinnen also in einem packenden Spiel, das eigentlich zwei Sieger verdient gehabt hätte, mit 11:10 und sind wieder mit im Aufstiegsrennen!

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 9. Spieltag

Kalter See Ahami - Schwarze Drachen Váhyt 10:2
Spannend versprach die Begegnung zwischen der Nummer Eins und der Nummer Zwei der zweiten Liga zu werden, und dementsprechend viele Zuschauer und Schlachtenbummlerinnen strömten nach Ahet. Doch nicht nur die Imman-Begeisterten, auch der tropische Regen strömte eimerweise in die Nisut-Peri-Arena, und das schon Tage vor dem Spiel. Obgleich sich beide Kader-Besatzungen fest vorgenommen hatten, bis aufs Äußerste zu kämpfen, bremste sie das Schlammfeld, in welches sich die Arena verwandelt hatte, deutlich aus. Nicht jedoch Tolrond Dumas, der sich scheinbar als einziger von dem unsicheren Boden nicht beirren ließ und einen Treffer nach dem anderen landete. Wer weiß, wie die Begegnung ohne ihn ausgegangen wäre.
Um ein Haar hätte die Begegnung vorzeitig abgebrochen und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden müssen, denn eine Rotte Waldmenschen stürmte mitten während des Spieles die Arena und sperrte den halben Kampfplatz durch einen Sitzstreik. Offenbar wollten sie damit ihren Ärger über den neu errichteten Turnierplatz zum Ausdruck bringen, durch welchen dem Dschungel ein weiteres Stück Boden auf Dauer abgerungen werden konnte. Da Semkatau, ein Sabu-Waldmensch von Kalter See Ahami, seine Brüder und Schwestern jedoch überzeugen konnte, daß die Nisut-Peri-Arena allein friedlichen Zwecken diene und ihnen zudem versprach, freien Eintritt für alle Waldmenschen Ahamis durchzusetzen, konnte das Spiel doch noch zuende gespielt werden.

Sicheln Mergyan - Golgaris Schwingen Setepen 4:10
Strahlender Sonnenschein herrschte in Peri, als die heimischen Sicheln Mergyan Golgaris Schwingen aus Setepen zum Spitzenspiel der Spielrunde empfingen. Beide Mannschaften hatten ihre letzten Spiele gewonnen und der Sieger des heutigen Spiels durfte sich weiter berechtigte Hoffnungen machen, um den Aufstieg in die 1. Liga mitzuspielen.
Bereits kurz nach Spielbeginn der erste Zwischenfall: Setepens Kapitän Asleif Frenjarsson rannte wie von der Tarantel gestochen vom Acker hinter die nächsten Büsche, ein Vorfall der sich während der zwei Stunden des Spiels noch öfters wiederholen sollte, litt der Thorwaler doch am Flinken Difar, hatte aber trotzdem darauf bestanden mitzuspielen. Seiner Mannschaft tat er damit allerdings einen Bärendienst, denn die zurückhaltend spielenden Gäste gelangten in der ersten Halbzeit kaum einmal in die Nähe des Sicheln-Tores, nicht zuletzt weil Setepens bester Mann heute zumeist mit anderem als mit Imman beschäftigt war...
Dem wollten die Sicheln als höfliche Gastgeber wohl unbedingt entsprechen, entgegen der Anweisung Betreuer Sidaks spielte die Mannschaft freundlicherweise noch zaghafter als die Gäste was sich logischerweise in einem Pausenstand von Null zu Null niederschlug. Beide Übungsleiter hielten in ihren Ansprachen in der Pause nicht hinter dem Berg und somit bekamen die rund 200 Zuschauer in der zweiten Stunde ein weitaus besseres Spiel zu sehen. Den ersten Treffer erzielte Mergyans Levar Gaberum, der nach einer Schwalbe von Wero Tiberus den fälligen Strafschlag verwertete. Auch die Schwingen kamen zu ihren ersten Möglichkeiten und der Achaz Zasz'ss Assz erzielte den verdienten Ausgleich. Beide Seiten erzielten in der Folge noch jeweils drei Treffer; weil die Schingen aber lauter Dreier, die Sicheln aber nur lauter Einer erzielten entsprach der Endstand eindeutig nicht dem Geschehen, denn die Gastgeber waren mehr als nur gleichwertig und mussten somit unglücklich nach vier Siegen in Folge wieder einmal als Verlierer vom Platz.

Seedrachen Semjet - Weiße Raben Yleha 16:14
Eine bedrückende Stimmung herrschte vor dem Mittelfeldduell Semjet gegen Yleha der zweiten Liga. Für Semjet bot sich zwar heute die einmalige Chance, mit einem Sieg zur Spitzengruppe aufzuschließen, doch hatte Betreuer Thurgar Faenwulf gleich sieben Stammkräfte auf die Bank beordert, da diese konditionell angeschlagen und wohl einer Pause bedürftig waren. So musste der Gastgeber also mit einer Rumpffünfzehn antreten, was die Aussichten auf einen Sieg deutlich verminderte. Auch im Yleher Lager herrschte eine gedämpfte Atmosphäre vor, denn die Niederlage gegen Mergyan in der letzten Partie warf die Raben weit zurück, sodass eine weitere Niederlage in Semjet alle Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz zerstören könnte. Am Vorabend der Begegnung hatten beide Auswahlen jedoch beschlossen, Kummer und Zweifel gemeinsam in einem zünftigen Zechgelage zu ertränken. In der Tat konnte von einer wahren Verbrüderung der beiden konkurrierenden Haufen die Rede sein, die endlich einmal unter Beweis stellt, dass zum Immanspiel nicht nur Zwist und Hader gehören.
Auf dem Platze aber schien die kurzfristig geschlossene Freundschaft schon wieder wie weggeblasen. Ylehas Rrris Zrr'raaszh stellte dies eindrucksvoll unter Beweis, indem er gleich nach dem Anstoß Semjets Cyberian Tsalieb Cyr mit einer brutalen Sichel zu Boden streckte. Für beide war die Partie natürlich gelaufen und so bald wird man sie auch nicht wieder auf dem Immanfeld sehen können, denn der Achaz wurde für drei weitere Spiele gesperrt und der Seedrache wurde mit einer üblen Fleischwunde auf einer Bahre hinweggetragen. Tatsächlich bewährte sich diese unehrenhafte Schwächung der Heimfünfzehn sogleich für die Weißen Raben, denn die Semjeter Sturmreihe agierte nun konfus und unproduktiv, zumal die Seedrachen nun ohne vier Stammspitzen auskommen mussten. Yleha war es ein leichtes, den harmlosen Gastgebern den Schneid abzukaufen. Der Catko-Stürmer Kal Kal Utu-Utu tat sich mit fünf Treffern als überragender Akteur der ersten Spielhälfte hervor und ließ die Semjeter Bremser mit seinen schnörkellosen Spurten und zielgenauen Abschlüssen immer wieder blass aussehen. Ohne Probleme hätte Yleha schon in der ersten Hälfte alles klar machen können, doch Utu-Utus Sturmkollegen ließen zahlreiche Tormöglichkeiten ungenutzt und präsentierten sich beim finalen Torschuss teilweise so unentschlossen wie ein Al'Anfaner Grande vor der gedeckten Festtagstafel. Zur Halbzeit waren die Gäste selbstverständlich trotzdem bester Dinge, denn der 10-zu-1-Pausenstand erschien momentan noch wie ein dickes Polster. Scheinbar hatte man aber nicht mit der Findigkeit der schlauen Seedrachen gerechnet. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich nämlich auch die Offensivabteilung der Gastgeber wesentlich bemühter und gewann deutlich an Effizienz hinzu, da sie bei jedem Vorstoß von zwei konsequent mitrückenden Bremsern unterstützt wurde. Nun war die Verwirrung auf der Seite Ylehas, denn die Weißen Raben wussten der taktischen Umstellung Semjets wenig entgegenzusetzen, da sie sich nun immer wieder mit Unterzahlsituationen konfrontiert sahen. Als die Seedrachen schließlich langsam zu den Ylehern aufzuschließen drohten, war der Schuldige für die den Semjeter Attacken immer wieder schutzlos ausgelieferten Bremser der Gastmannschaft schnell gefunden. Die eigenen Stürmer, welche in der ersten Hälfte zahlreiche Chancen ausließen und nun nicht einmal beherzt genug waren, die eigene wacklige Verteidigung zu unterstützen, bekamen nun allerlei Vorwürfe von der im Stich gelassenen Yleher Hintermannschaft an den Kopf geworfen. Dies lenkte die Weißen Raben zunehmend vom Spielgeschehen ab, sodass Semjet immer wieder leichtes Spiel hatte. Durch eine hervorragende kämpferische Leistung, allen voran dank der eigentlichen Reservisten, die - abgesehen von Tormann Tonkowan Kistenmacher natürlich - allesamt Tore erzielten, zogen die Seedrachen nun unaufhaltsam davon. Die Weißen Raben schien dies jedoch immer weniger zu interessieren, denn der Streit zwischen Bremsern und Stürmern nahm mittlerweile überhand. Wutentbrannt warfen sich beide Seiten die abenteuerlichsten Verwünschungen an den Kopf, während sie vom versöhnten Heimpublikum inzwischen lauthals verhöhnt wurden. Melinda Vasquez, die Wirtin der Schenke "Zum Wassermolch" war es letztendlich, die in ihrem ersten KIL-Spiel den entscheidenden Dreier zum 16-zu-14-Sieg für Semjet erzielte. Mit einem munteren Siegeslied auf den Lippen lagen sich die wackren Seedrachen nach dem Schlusssignal in den Armen, während die erzürnten Yleher nun sogar von der Feldgarde getrennt werden mussten. Nachdem es sportlich bei den Weißen Raben immer weiter bergab geht, ist nun also auch schon das Mannschaftsklima in Mitleidenschaft gezogen worden. Betreuer R'yan Ûrréns'h hatte zur Spielentwicklung nur ein trauriges Kopfschütteln übrig und verließ sogleich den Platz, mit der Gewissheit, dass er nun geforderter denn je sein wird, damit sich dieser zerstreute Haufen wieder zusammenrauft.

Perlbeißer Plâne - Rekmehi Merkem 9:8
Die Perlbeißer haben es geschafft! Mit beherztem Einsatz und großem Kampfgeist konnten sie den kriselnden Erstligaabsteiger aus Merkem in letzter Sekunde mit 9:8 schlagen und damit erstmals in dieser Spielzeit Anschluß an das Tabellenmittelfeld herstellen. Schon im Vorfeld des Spieles war man bei den Perlbeißern guten Mutes, trotz der mehr und mehr lautstark geäußerten Unzufriedenheit der Sponsoren, denn die Wachteln aus Merkem befinden sich derzeit in einer kapitalen Krise. Dort scheint man noch nicht in d er 2. Liga angekommen zu sein - die vollmundigen Parolen vom sofortigen Aufstieg und einer Serie ohne Niederlage sind nach den letzten, blamablen Niederlagen verstummt. So konnte man gespannt sein, wer von den beiden Krisenhaufen die Situation besser verkraften würde. Das Spiel begann im strömenden Regen, der spielerische Feinheiten im Ansatz ertränkte. Dies war aber zu verschmerzen, denn beide Haufen hatten den Ernst der Lage erkannt und verlegten sich bei ihrem Spiel in erster Line auf den Kampf. So entwickelte sich ein offenes Spiel, das hin- und herwogte, wobei die Wachteln aufgrund ihrer größeren individuellen Klasse immer leichte Vorteile hatten. Doch die Insulaner hielten dagegen, und obschon bei den Merkemern erste Anzeichen zur Besserung zu sehen waren, wirkten ihre Spieler doch auch oft verunsichert und übervorsichtig, so dass die Perlbeißer immer wieder herankommen und mehrmals ausgleichen konnten. Die Entscheidung in diesem Kampfspiel fiel wenige Augenblicke vor Schluß, als die Wachteln mehr und mehr abbauten und nur noch danach trachteten, den knappen 7:8-Vorsprung über die Zeit zu retten. Dann jedoch erzielte Karima Baghera mit einer Energieleistung den vielumjubelten Ausgleich, und ließ alle Zuschauer schon mit einer Verlängerung rechnen - doch es kam noch besser: unmittelbar nach dem Wiederanstoß eroberte sich Perdryan Mistelhauser den Kautschuk, profitierte vom Ausrutscher seines Gegenspielers und zog aus fast 30 Metern wuchtig ab. Der Kautschuk setzte unmittelbar vor dem Torgestänge der Wachteln nochmals auf, veränderte durch Matsch und Regen seine Flugbahn geringfügig und flutschte dem Merkemer Torsteher zum Siegtreffer für Plâne durch die Hände.

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 10. Spieltag

Kalter See Ahami - Perlbeißer Plâne 13:18
Lautstark war vor der Partie in Ahami die einhellige Meinung über die Ambitionen der Mannschaft vom Kalten See kundgetan worden: Aufstieg heißt die neue Devise und man glaubte kaum, dass der Tabellenletzte aus Plâne in irgendeiner Weise in der Lage sein könnte, den Spitzenreiter daran zu hindern. So schritten die Aheter also mit breiter Brust in die Nisut-Peri-Arena, bildeten einen Kreis, steckten die Köpfe zusammen und stimmten sich im lauten Chor, das von Selbstsicherheit und Siegeswille kündete, auf die kommenden zwei Immanstunden ein. In Anbetracht dieses überzeugenden Einschüchterungsrituals der Gastgeber wirkten die Perlbeißer deutlich verunsichert. Kapitän Alverano Karanikios konnte den Anstoß zwar für sich entscheiden, doch war der Kautschuk schon bald wieder verloren. Unschlüssig schoben die Plâner das Rund nämlich in den eigenen Reihen hin und her, bis Ahamis Holzfäller Geron schlagartig dazwischenpreschte und den Ball aus gut zwanzig Schritt Entfernung über die Plâner Querlatte wuchtete. Auch in der Folge zeigten sich die Plâner eines Tabellenletzten würdig. Es dauerte den vierten Teil einer Stunde, bis die Perlbeißer sich erstmals in der Nähe des Tores Ahamis zeigten. Bis dahin lag die Fünfzehn vom Kalten See jedoch bereits mit sieben Punkten in Front. Dabei muss erwähnt werden, dass alle drei Treffer von eigentlichen Reservisten erzielt wurden - selbst die zweite Garnitur des selbsternannten Aufstiegsaspiranten schien für die Gäste also noch zu stark. Dann jedoch nahm die Partie eine entscheidende Wende: Ahami war sich seiner Sache mittlerweile ziemlich sicher und wagte nun ein heikles Katz-und-Maus-Spiel mit den Cháseter Stürmern. Zunächst sahen letztere dabei ziemlich bemitleidenswert aus, rannten sie sich doch die Seele aus dem Leib und bekamen den Kautschuk dennoch nie zu fassen. Dann jedoch gelang es Benvolio Césares und Yesintio "El Loco", den Aheter Bremser Elam Eisenfaust in die Enge zu treiben. Dieser sah sich nun gezwungen, den Ball zurück zu Torsteher Danrat Helm zu passen, welcher bislang noch nicht einen Ballkontakt hatte. Der Schlussmann zeigte sich deutlich überrascht, wankte unbeholfen auf den Kautschuk zu und verfehlte diesen dann auch prompt mit seinem Mohagoni. "El Loco" hatte seine Chance gewittert, umlief den verdutzten Aheter Tormann und lupfte den Kautschuk über die Torlatte der Heimmannschaft. Langsam lösten sich die Perlbeißer nun von der Irritation der Anfangsphase und erhöhten endlich den Druck aufs Tor der Gastgeber. Bald zeigte sich, dass der grobe Schnitzer des Torhüters Danrat Helm kein Einzelfall bleiben sollte. Heute schien der letzte Mann Ahamis - ansonsten eigentlich eine sichere Bank - merkwürdig von der Rolle. Verglichen mit seinen bisherigen Saisonleistungen waren deutliche Einbußen in Sachen Reaktionsschnelligkeit und Koordination zu beobachten, was den Verdacht aufkeimen ließ, der Torwart habe tags zuvor zu tief ins Glas geschaut. Jeder der sich nun häufenden Angriffe Plânes wurde nun zu einer ernstlichen Bedrohung für Ahami, denn auf Danrat Helm konnte sich die Aheter Hintermannschaft heute beim besten Willen nicht verlassen. So wurde das schon gewonnen geglaubte Spiel für den Klassenbesten zur Farce - eine hitzige Abwehrschlacht, die der Gastgeber ob der desolaten Verfassung des Torstehers nicht gewinnen konnte, entbrannte vor dem Gestänge Ahamis. Plâne nutzte geschickt die Gunst der Stunde und trieb die hoffnungslos verteidigenden Aheter zur Verzweiflung. Nur wenige Entlastungsangriffe der Truppe vom Kalten See sorgten für ein wenig Ergebniskorrektur. Dennoch war die Niederlage für den triumphalen Emporkömmling der letzten Wochen letztlich nicht mehr abzuwenden. Die Perlbeißer ließen zwar einen Großteil ihrer Chancen ungenutzt, was in erster Linie den hervorragend agierenden Bremsern Ahamis anzurechnen ist, schafften es aber trotzdem, diese einmalige Gelegenheit beim Schopfe zu packen. So entzauberte der krasse Außenseiter den so souverän geglaubten Favoriten aufgrund einer groben persönlichen Nachlässigkeit eines der wichtigsten Spieler Ahamis. Plâne bleibt nun also doch noch die Hoffnung, bei Beibehaltung der heute kaum bemängelnswerten Form, einen versöhnlichen Saisonabschluss zu finden und die Rote Laterne vielleicht doch nicht behalten zu müssen.

Schwarze Drachen Váhyt - Sicheln Mergyan 7:16
So langsam scheinen die Schwarzen Drachen Angst vor dem eigenen Erfolg zu bekommen. Vor einigen Wochen schienen sie sogar noch in der Lage, den Angriff auf den ersten Platz und damit den Direktaufstieg schaffen zu können, doch nun hat sich in Váhyt Nervosität breitgemacht, eine Angst, den schon sicher geglaubten Aufstieg noch zu verspielen. Gegen die Sicheln aus Mergyan, die in der Rückrunde eine beachtliche Siegesserie hingelegt hatten und erst am letzen Spieltag von Setepen aufgehalten werden konnten, sollte für die Schwarzen Drachen wieder ein Sieg herausspringen und so ein wichtiger Schritt in Richtung erste Liga gemacht werden.
Doch das Spiel sah ganz anders aus. Vom ersten Augenblick an übernahmen die selbstbewussten Nachbarn aus Mergyan das Kommando und spielten in der ersten Hälfte quasi auf ein Tor. Die Drachen waren nervös und überhastet und fanden nie zu ihrem Spiel, stellenweise wurden sie gar vorgeführt. Insbesondere Bordoc, der Bär, zeigte eine enttäuschende Leistung und fiel nur durch Beschwerden bei Schiedsrichter Frank N. Stein auf, der sich davon jedoch nicht beirren ließ. Die Sicheln spielten überraschend hochwertiges Imman, wer sie vor einem halben Jahr noch über das Feld stolpern sah, konnte hier fast vermeinen, die gesamte Auswahl sei ausgetauscht worden. Aber nicht nur durch kluge Pässe, schöne Schüsse und kleine Kunststücke vermochten die Mergyaner zu überzeugen, auch kämpferisch waren sie den Gastgebern überlegen. So hielten die Sicheln den Abstand immer hoch genug um nicht noch in Gefahr zu geraten, kaum, dass die Drachen einmal einen ihrer seltenen Erfolge zu bejubeln hatten, legten die Mergyaner nach. Mehr und mehr resignierte die Heimfünfzehn, so dass die Sicheln auch etwas Tempo herausnahmen, um sich für die kommenden Aufgaben zu schonen. Das Publikum, solfern es nicht schon enttäuscht abgewandert war, quittierte die schwache Leistung des eigenen Haufens mit Pfiffen und Obstwürfen, auch waren recht drastische Sprechchöre gegen den Betreuer und dessen wenig attraktive Immanphilosophie zu hören.
Wie geprügelte Hunde verließen die Drachen nach dem Schlussgong den Platz, alleine Bordoc der Bär vermeinte mit dem Schiedsrichter den wahren Schuldigen an der Niederlage ausgemacht zu haben: ein kurzes Handgemenge fand satt, dann hatte der Unparteiische die Situation wieder unter Kontrolle und Bordoc ein Spiel Sperre aufgebrummt bekommen.

GolgarisSchwingen Setepen - Seedrachen Semjet 4:15
Mit einer überragenden Leistung setzen die Seedrachen aus Semjet ihre furiose Aufholjagd fort und sind nun ein ernsthafter Mitkonkurrent um den Aufstieg in die 1. Liga. Auch die Schwingen aus Setepen mußten die leidvolle Erfahrung machen, daß kurze Zeit nach ihrer Wiedergründung die Seedrachen Semjet eine schlagkräftige Truppe sind, die sowohl spielerisch als auch kämpferisch durchaus Erstliganiveau hat. Von Anfang an zeigten die Gäste, wer das Spiel dominieren wird und spielten die träge wirkenden Gastgeber mehr als einmal schwindelig. Angetrieben von der überragenden Stürmerin Melinda Vasquez, die es insgesamt auf fünf Punkte brachte, zogen die Drachen schon im ersten Abschnitt uneinholbar auf 1:10 davon, jeder Schuß fast fand wie durch zauberhand den Weg ins Tor der Schwingen. In der Folgezeit ließen es die Semjeti langsamer angehen , bauten ihre Führung dennoch auf 1:15 aus. Kurz darauf mußte das Spiel unterbrochen werden, da die Wandersaison der großen Piratenkrabben begonnen hatte und Legionen der Krustentiere den Weg zum Meer über das Spielfeld nahmen, ohne sich um die anwesenden Zweibeiner zu scheren. Durch die Unterbrechung schienen die Seedrachen etwas aus dem Konzept gebracht; die Schwingen kamen nun besser ins Spiel, ohne jedoch zwingende Tormöglichkeiten herauszuspielen. So mußten sie sich mit einem unmittelbar vor dem abpfiff erzielten Dreier begnügen, der die Niederlage etwas weniger deutlich aussehen läßt. Vom Spielvermögen allerdings konnten auch dir ritterlichen Gastgeber nicht umhin, einen Klassenunterschied zu konstatieren.

Weiße Raben Yleha - Rekmehi Merkem 15:5
In einer ausgesprochen langweiligen, da einseitigen KIL-Begegnung gelang es den Weißen Raben aus Yleha nahezu spielend Rekmehi Merkem zu schlagen, oder sollte man besser schreiben schlug sich Rekmehi Merkem selbst? Es war alles andere als der Tag der Wachteln, Boron war ihnen nicht hold und schon nach wenigen Sandkörnlein lagen sie dank zweier platzierter Distanzschüsse mit 0:6 hinten. Als es zur Halbzeit bereits 10:5 für die Ylehis stand, kam es am Spielfeldrand zu wüsten Beschimpfungen innerhalb der Immanauswahl Merkens, was sich als alles andere als spielfördernd herausstellte. Von da ab gelang den Wachteln gar nichts mehr, wohin gegen die gastgebenden Weißen Raben ihre Führung, u.a. dank zweier herauszuhebender Einzelleistungen des Stürmers Tuka-Tukas, ausbauen und so einen nie gefährdeten Sieg einfahren konnten.

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 11. Spieltag

Seedrachen Semjet - Schwarze Drachen Váhyt 16:1
Ungemütlicher Regen hatte sich kurz vor dem Anstoß über dem Immanfeld Kolchis eingestellt, wodurch die Stimmung des Heimpublikums jedoch keineswegs gedämpft wurde. Seedrachen-Stürmer Dario Vasquez hatte am Vorabend nämlich in seiner Schenke "Zum Wassermolch" die ein oder andere Runde springen lassen und so sangen die vielen Nutznießer, wohl noch immer maßgeblich vom Rausch des kühlen Nass erfasst, schon jetzt Loblieder auf den noblen Spender und seine Truppe. Doch der heutige Gegner Semjets, die Schwarzen Drachen Váhyt schien sich außerordentlich gut auf dieses Spiel eingestellt zu haben, schließlich sollte es das Aufeinandertreffen des derzeit Zweitplatzierten mit dem Tabellendritten werden und konnte damit vorentscheidend für den Aufstiegskampf sein - ein wahres Drachenduell stand also bevor. Wie das Váhyter Urgestein Bordoc der Bär, welcher diesmal nur in seiner Rolle als Betreuer agieren wird und aufgrund einer Sperre das Spielgeschehen nicht aktiv beeinflussen können wird, vor dem Spiel verlauten ließ, hatten seine Stürmer in der Vorwoche eine spezielle Sonderschicht eingelegt um perfekt auf die schwer einzuschätzende Semjeter Bremserabteilung eingestellt zu sein.
Auf dem Platz ließen sich die einstudierten Spielzüge der Schwarzen Drachen allerdings nicht umsetzen. Immer wieder scheiterten die Bemühungen der Gäste schon im Spielaufbau. Kaum hatte ein Váhyter den Kautschuk erobert und wollte ihn dann einem Mitspieler übergeben, preschte schon wieder ein Seedrache dazwischen. Höchstens zwei, drei Stationen hielten die Schwarzen Drachen den Ball, doch spätestens dann wurden ihre Angriffsversuche im Keim erstickt. Auch machten die widrigen Platzverhältnisse den Gästen deutlich mehr zu schaffen als den Seedrachen, rutschte ihnen doch immer wieder der Ball vom Mohagonischläger.
Nachdem Morum Al'Joharim den Torreigen der Gastgeber mit einem direkt verwandelten Freischlag über die Querlatte, der nur knapp den rechten Torpfosten verfehlte, eröffnet hatte, folgte zunächst einmal die inzwischen planbare Stunde der Semjeter Reservisten. Melinda Vasquez, Merit'ká Uneb'nemes und Gabo trugen sich nacheinander in die Torschützenliste ein und erhöhten auf mittlerweile Zwölf zu Null. Hatten die Váhyter den Kautschuk anfangs noch ständig verloren, ihn irgendwann aber dann doch wieder zu fassen gekriegt, gelang es ihnen nun nicht einmal mehr, das Rund in den eigenen Besitz zu bringen. Ein Leichtes war es den Hausherren, die völlig indisponierten Bremser des Gastes blass aussehen zu lassen. Für eine noch klarere Verteilung der Spielanteile hatte inzwischen ein Platzverweis gegen Váhyts Jacob Merola gesorgt. Diesem war nämlich der bis dato einzige Vorstoß der Schwarzen Drachen vor das Semjeter Tor gelungen. Allerdings hatte er dabei zu offensichtlich die Hilfe seiner Ellenbogen benutzt, sodass Feldrichter Ramutis ter Jilken ihn jäh unterbrach. Merola geriet darob so in Rage, dass er dem überraschten Unparteiischen seinen Schläger in Kniekehle rammte. Auch nachdem der Váhyter Rüpel ob seiner groben Regelwidrigkeit von der Feldgarde unter lautem Protest vom Platz gezerrt wurde, blieb die Partie einige Zeit unterbrochen, denn der Schiedsrichter musste sich noch von der argen Grobheit des Schwarzen Drachen erholen.
Erst Mitte des zweiten Spielabschnitts gelang es den Váhytern wieder, einigermaßen für Ordnung in ihr völlig über den Haufen geworfenes Spielsystem zu bringen. Endlich hatten nämlich auch die im Vorfeld so hoffnungsfrohen Stürmer den Ernst der Lage erkannt und zogen sich nun zunehmend in die eigene Hälfte zurück. Vorne auf Pässe und Flanken zu warten machte ohnehin wenig Sinn, also blieb den ob ihrer torgefährlichen Form gerühmten Spitzen nichts anderes übrig, als den eigenen Kameraden zu helfen, die totale Blamage abzuwenden. Tatsächlich taten sich die Seedrachen nun schwer, das Torfestival der ersten anderthalb Stunden fortzusetzen, offensichtlich waren sie auf die Schwäche des Gegners angewiesen, um eine solch glanzvolle Vorstellung zu leisten. Vier Treffer gelangen dem Gastgeber noch, bis beiden Haufen endgültig die Puste ausging. Nun erreichte das Spiel erst einmal einen weiteren negativen Höhepunkt. Der unerschütterliche Sewaser Laguaner-Ritter Sekem-Veser Mehyt ging unter einem markerschütternden Schmerzenschrei zu Boden und konnte die Partie nicht zu Ende bestreiten. Einzig Ljdumilla Ká'mes stand bei dem außer Gefecht Gesetzten, doch befanden sich beide weit entfernt vom Spielgeschehen, sodass niemand ein Vergehen der Váhyterin beobachtet hatte. Zudem traute keiner der zierlichen Teeverkäuferin zu, den standhaften Laguaner gefällt zu haben, dennoch forderte manch ein Zuschauer vehement ihre Hinausstellung.
Anschließend geschah nur noch ein erwähnenswertes Ereignis. Lange Zeit hatten sich beide Mannschaften kraft- und lustlos behakt, doch dann nahm sich doch noch einmal eine Schwarze Drachin ein Herz. Rausschmeißerin Thargelia von Teremon wollte wohl die würdelose Schmach nicht einfach so auf sich sitzen lassen. Wie von der Maraske gestochen startete sie einen rasanten Sololauf aus dem Halbfeld und knüppelte den Ball dann aus knapp fünf Schritt auf das Semjeter Gestänge. Der bislang beschäftigungslose Torsteher Tonkowan Kistenmacher hatte sich vorsichtshalber in Sicherheit gebracht und sah nun, wie der Kautschuk von der Querlatte abprallte und nach unten schnellte. Nach dem Aufprall stürzte sich der Seedrachen.-Schlussmann entschlossen auf das Rund und begrub es förmlich unter sich. Niemand vermochte zu sagen, ob der Kautschukball die Semjeter Torlinie dabei überschritten hatte. Wohl um die erhitzten Gemüter der Váhyter zu beruhigen und da der vermeintliche Treffer ohnehin wenig Aussagekraft besaß, erklärte Schiedsmann ter Jilken das Tor für gültig und blies gleich darauf das Schlusshorn.

Perlbeißer Plâne - Weiße Raben Yleha 7:2
Efferds Segen beglückte die Insel Plâne aufs beste, als die heimischen Perlbeisser zum Kellerduell auf die Weissen Raben aus Yleha trafen. Und es wurde das Trauerspiel, das Kenner der Liga vorausgesagt hatten: Stümper gegen Tölpel. Der niederrauschende Regen verdeckte nicht nur den beiden Torstehern die Sicht, die bestenfalls bis zur Mittellinie reichte - auch dem Schiedsrichterquintett erschwerte er die Arbeit enorm. Erschwerend für Hauptschiedsrichter Loidri Goilina kam dazu, dass heute beide Mannschaften mangelnde Technik durch harten Einsatz zu kompensieren wussten. Der eingeschränkten Sicht wegen konnten in der ersten Stunde zumeist nur gerade die offensichtlichsten und schwersten Regelverstösse geandet werden - also diejenigen bei der sich ein Gegner verletzte so wie die Doppelramme der Perlbeisser El Loco und Abzizi gegen den Raben C'hâsonez'h. Dies veranlasste den plâner Torsteher Molukumba, den Schiedsrichter mit einem wahren Wortschwall unbekannten Wortschatzes einzudecken, worauf er wegen Schiedsrichterbeleidigung seinen beiden Mannschaftskameraden folgen durfte. Dies beim Spielstand von 4 zu 0 für die Gastgeber. Die Raben nutzen die Abwesenheit des hünenhafte Utulus im Perlbeisser-Tor bis zur Halbzeit noch zu zwei Toren, doch zu mehr reichte es nicht mehr, denn durch die rabiate Spielweise beider Mannschaften und ihre zu offensiver Übermut auf solch einem schlechten Spielfeld forderten auch von ihnen Opfer in Form dreier verletzter Stürmerinnen.
Auch wurde das Spiel je länger je chaotischer, denn der durch den Regen und den Schlamm trugen schon bald sämtliche Spieler auf dem Platz Trikots in "Schlamm-Braun" was das Auseinanderhalten von Freund und Feind unmöglich machte, denn um sein Gegenüber identifizieren zu können musste man sich ihm soweit nähern so dass kein Passspiel mehr möglich war.
Nach einer Stunde hallte das Pausenhorn durch den Regen. Alles machte sich auf dem schnellsten Weg auf in die geräumige Scheune, die als Unterstand und Umkleideräume diente. Da Zuschauer gar nicht erst erschienen waren, waren sich Betreuer und Kapitäne beider Mannschaften schnell einig mit dem Schiedsrichtergespann, das Spiel bei diesem Spielstand abzubrechen um weitere Spielerverlusten vorzubeugen. Einige Raben maulten zwar über eine derart zustandengekommene Niederlage, aber einige deutliche Worte und Gesten von Torfrau Anksha Mezkarai überzeugten sie schliesslich. Die Perlbeisser dagegen gewannen durch diesen Sieg wieder Anschluss an das dichtgedrängte Mittelfeld und können weiter auf den Aufstieg hoffen, der für die an diesem Tag gar nicht weissen Raben wohl entgültig entschwunden ist.

Sicheln Mergyan - Kalter See Ahami 8:9
In einem spannenden Spiel, das eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte, behält der Tabellenführer aus Ahami knapp aber verdient die Oberhand. Obwohl die Gäste stark behindert ins Spiel gingen - so waren aufgrund von Sperren und Verletzungen nur 14 Spieler aufzubieten, war von Anfang an zu merken, dass sie das Spiel gegen die starken Sicheln nicht verloren geben wollten. So boten sie den Gastgebern bei strömenden Regen einen offenen Schlagabtausch an, bei dem vor allem Akîb Menadis Mezkarai herausragte. Dies ist besonders pikant, da der Akîb im Vorfeld des Spiels heftig mit den Betreuern aneinandergeraten war, so dass man mit Fug und Recht von einem Kräftemessen mit offenen Ausgang sprechen kann. Nach diesem Spiel allerdings dürfte der Akîb einen deutlichen Vorteil haben. Bei den Gaastgebern fiel kurz vor Beginn Levor Gabarum wegen eines Fiebers aus, doch konnte dessen Ausfall durch den jungen Lan Dik - der der beste Sichel-Spieler des Tages werden sollte - mehr als nur kompensiert werden.
Die Sicheln zeigten erneut eine durchaus ansprechende Leistung und bestätigten ihren Aufwärtstrend, allerdings gelang es ihnen aufgrund der Wetterverhältnisse nicht, ihren zahlenmäßigen Vorteil deutlich zur Geltung zu bringen. So entwickelte sich letztendlich ein ausgelichenes Spiel, in dem keine Fünfzehn davonziehen konnte. Meist befanden sich die Gastgeber im Vorteil, doch immer wieder war es der überragende Akîb Menadis, der seine Spielerinnen und Spieler motivierte, inspirierte und nach vorn trieb. Die Entscheidung im Spiel fiel Mitte der zweiten Halbzeit, als Menadis Mezkarai einen Doppelschlag zu sechs Punten nutze, und einen 7:3-Rückstand in ein 7:9 drehte. Die Sicheln setzten danach noch einmal alles auf eine Karte, doch gelang ihnen kurz vor Schluß nur noch der 8:9-Anschlußtreffer. Kurz danach kam es noch einmal zu Aufregung in diesem ansonsten ritterlichen Spiel, als Akîb Menadis durch eine klare Regelwidrigkeit ein weiteres Tor für Ahami erzielen konnte. Schiedsrichter Frank N. Stein verzichtete jedoch großzügig darauf, den besten Spieler des Tages wegen der vorangegangenen bösen Attacke mit einer Sperre zu belegen, erkannte das Tor jedoch nicht an.

Rekmehi Merkem - Golgaris Schwingen Setepen 5:2
An einem schwülen Sommertag begann die Begegnung zwischen Rekmehi Merkem und Golgaris Schwingen auf dem Heimatboden der Terkumer Fünfzehn. Beide Besatzungen hatten sich sehr gut auf das Spiel vorbereitet und waren gewillt, die Punkte nach Hause zu holen. Schon kurz nach Spielbeginn gewannen die Gastgeber dank des Heimvorteils die ersten Punkte, doch schlossen die Schwingen schnell auf. Insbesondere die Unzufriedenheit der Merkemer mit ihrem Tormann bot den Gästen eine gute Gelegenheit, den leichten Vorsprung ihres Gegners bald aufzuholen. Sehr offensiv gingen die Schwingen vor gegen die "Wachteln", wie die Merkemer auch in manchen Kreisen genannt wurden, und es mag sein, daß die Begegnung ein ganz anderes Ende gefunden hätte, wäre sie nicht so jäh durch einen plötzlich einbrechenden Orkan unterbrochen worden. So verlief das Spiel relativ torlos, die Punkte konnten knapp von den Terkumern gerettet werden und der Aufstieg der Schwingen in die 1. Liga bleibt somit fraglich.

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 12. Spieltag

Kalter See Ahami - Seedrachen Semjet 12:11
Lang erwartet wurde das vielleicht vorentscheidende Duell um die Zweitligakrone zwischen Ahami und Semjet überall im Káhet. Vor allem aber die Anhänger vom Kalten See sehnten den Tag der Abrechnung mit dem ärgsten Verfolger geradezu herbei. Mit einem Sieg konnte es der Heimfünfzehn nämlich heute gelingen, einen komfortablem Vorsprung von sechs Punkten zu erringen, der für die Seedrachen in den letzten beiden Spielen kaum wettzumachen sein dürfte. Doch auch für die Gastmannschaft könnte sich die Reise nach Ahet gelohnt haben, denn ein Auswärtssieg hätte wiederum eine punktemäßige Egalisierung des Aheter Vorsprungs zur Folge. So gingen beide Auswahlen, denen im Vorfeld der Spielzeit ehrlich gesagt niemand einen so erfolgreichen Saisonverlauf vorausgesagt hätte, von Vornherein hochmotiviert zu Werke. Deutlicher zeigte sich dies aber bei den Gastgebern, deren rustikale Spielweise es den Seedrachen von Beginn an schwer machte, ein von Erfolg gekröntes Aufbauspiel aufzuziehen. Schön anzuschauen waren die Aktionen der Fünfzehn vom Kalten See gewiss nicht, doch erwies sich diese erbarmungslose Herangehensweise zunächst als deutlich erfolgreicher. Immer wieder wurden die zunehmend perplexen Semjeter ohne Rücksicht auf Verluste einfach über den Haufen gerannt. Danach erfolgte zumeist ein zielsicherer Laufpass in die Spitze, der von den herausragenden Stürmern Radis und Tolrond Dumas zu Zählbarem verwertet wurde. So ganz ohne Folgen blieb das mitleidslose Vorgehen Ahamis aber auch nicht für die eigene Mannschaft. Zum einen ging den Hausherren mit fortschreitender Partie mehr und mehr die Puste aus, zum anderen blieb das rohe einsteigen gegen die Seedrachen immer öfter nicht mehr ungestraft. Feldrichter Ramutis ter Jilken ließ zwar ein eindeutiges Festhalten des Semjeters Juan Ramon Rondrigez durch Akîb Menadis Mezkarai als gesunde Härte durchgehen - was der Unparteiische selbst mit zwei Zähnen und der wutentbrannte Seedrache mit einer Sperre für die nächsten fünf Spiele bezahlte - rang sich dann aber dazu durch, die Gastgeber immer öfter zu ermahnen. Dies ging einige Zeit gut, bis die Semjeter nun endlich auch Strafen für die Aheter forderten, da deren Defensivhandlungen sich immer weiter vom Regelwerk entfernten. Besonders deutlich wurde dies an einer zwiefachen Tätlichkeit des Bremsers Gildo Klopfbüttel, der sich zuvor mit einem furiosen Solo zum Semjeter Gestänge durchgedrungen war. Als ihn dann aber sowohl Tormann Olk Okenheld als auch Merit'ká Uneb'nemes unbequem bedrängten, drehte er sich zur Seite und rammte beiden seine Ellbogen direkt unter das Kinn. Nun sah sich der Schiedsrichter geradezu gezwungen, mit einer Feldstrafe endlich ein Zeichen zu setzen. Klopfbüttel wiederum wollte diese Entscheidung aber partout nicht einsehen und ging nun seinerseits auf den Feldrichter los. Nachdem die Feldgarde den schäumenden Wüterich vom Feld gezerrt hatte, zierte das Gesicht des Schiedsmannes nun auch noch ein blaues Auge. Wenig später kochten die Emotionen ob einer eigentlichen Bagatelle entgültig über. Der Semjeter Gabo weigerte sich strikt, eine Freischlagentscheidung des Feldschers anzuerkennen und wollte den Kautschuk deshalb der Aheterin Heket nicht aushändigen. Diese wiederum fühlte sich von dem Seedrachen so arg provoziert, dass sie stehenden Fußes ihr Mohagoni fallen ließ und mit den Fäusten auf den Semjeter eindrosch. Diesem eilten nun seine Mannschaftskameraden Dario Vasquez und Arulf, Sohn des Arbathax zur Hilfe, woraufhin sich wiederum Udan vom Kalten See ins Getümmel warf. Binnen kürzester Zeit war eine Massenschlägerei entbrannt, an der nahezu jeder Akteur auf dem Feld sich beteiligte. Nachdem die Feldgarde das wüste Spielerknäuel aufgelöst hatte, strafte ter Jilken wenigstens die Initiatoren dieser Keilerei ab. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts - zu diesem Zeitpunkt stand es übrigens 11 zu 5 für den Tabellenführer - standen sich gerade einmal noch zwölf Aheter und zehn Seedrachen gegenüber. Allerdings fanden sich die numerisch unterlegenen Gäste nun erstaunlicherweise deutlich besser zurecht als noch im ersten Durchgang. Die hauptsächlichen Störenfriede ihres Aufbauspiels waren längst des Feldes verwiesen worden oder hielten sich nun erschöpft zurück. Die Gastauswahl hingegen reichte allmählich wieder an eine Form heran, die an den Kantersieg gegen Váhyt gemahnte. Schön herausgespielte Kombinationen wussten das Auge des neutralen Beobachters deutlich mehr zu verzücken als die rein ergebnisorientierte, abgebrühte Taktik Ahamis aus der ersten Hälfte. Besonders Kapitänin Freja Faenwulf tat sich durch überlegtes Zusammenspiel mit ihren Mitspielern hervor und kam dann auch zweimal erfolgreich zum Abschluss. Das Aheter Publikum würdigte die Umverteilung der Spielanteile jedoch keineswegs. Wutentbrannt wurde nun mit Steinen und Bananen geworfen, um die plötzlich hoch überlegenen Seedrachen aus dem Konzept zu bringen. Doch glücklicherweise wurde kein Semjeter von den herabgeschleuderten Gegenständen getroffen und so ließen sich diese von den Aggressionen des Heimpublikums auch kaum beirren. Als noch etwa der vierte Teil einer Stunde zu spielen war, hatte Morum Al'Joharim seinen langwierigen Zweikampf mit Danrat Helm, dem hervorragenden Torsteher vom Kalten See, endlich gewonnen und per Beinschuss den längst überfälligen Ausgleich markiert. Ahami reagierte jedoch wenig geschockt, vielmehr schien den Gastgebern der Ernst der Lage endlich klar zu werden. Während Semjet nun nämlich wie beim Boltan noch einmal alles auf eine Karte setzte und gleich drei großgewachsene Bremser mit in die Offensive schickte, postierten sich fast alle verbliebenen Aheter Spieler in der Nähe des eigenen Tors, einzig Ersatzstürmer Dedi verblieb in der gegnerischen Hälfte. Unerbittlich prallten die beiden angewachsenen Horden nun mehrere Male aufeinander, doch gelang es den Seedrachen nicht mehr, den verstärkten Abwehrriegel der Ahamis zu knacken. So war es nur folgerichtig, dass die Aheter Bremser den Kautschuk irgendwann eroberten und ihn tief ins Feld droschen. Dedi hatte seine Chance erkannt und jagte dem mutterseelenallein durch die Semjeter Hälfte hüpfenden Ball nun im fieberhaften Spurt hinterher, doch schien der Seedrachen-Ersatztormann Tonkowan Kistenmacher einen kleinen Vorsprung zu haben und den Ball eher erreichen zu können. Wild entschlossen mobilisierte Dedi noch einmal seine letzten Kräfte und legte alles in diesen Lauf. Aber es schien nichts zu nützen, der Semjeter Schlussmann war eher heran und hätte den Kautschuk seelenruhig annehmen können, wäre das kleine runde Ding nicht plötzlich an einer Unebenheit des Platzes abgeprallt und dem mohischen Sargtischler über den Schläger gerutscht. Bevor dieser sich umdrehen konnte, um seine Unachtsamkeit wieder wettzumachen, war Dedi schon vorbei und schob den Kautschuk locker in die rechte Torecke. Es folgte noch einmal eine hochspannende Schlussphase, in der die Seedrachen nun erst recht auf das Aheter Tor drängten. Doch prallten all ihre zornigen Angriffe, die sich mehr durch unbändigen Willen denn durch überlegte Konzentration auszeichneten, wirkungslos an der massiven Bremserformation des Gastgebers ab. Nahtlos ging die Abwehrschlacht der Aheter dann in eine ausgelassene Siegesfeier über, denn durch diesen hauchdünnen Sieg war dem Liganeuling der sichere Aufstieg in die oberste Spielklasse kaum mehr zu nehmen. Umso größer war das Mitleid, das man für die Seedrachen empfinden mochte. Toll hatten sie gekämpft und alles darum gegeben, noch um die Tabellenführung mitkämpfen zu können. Keineswegs verdient erscheint diese Niederlage im Aufeinandertreffen zweier gleichstarker Fünfzehnen, die in dieser Saison maßgeblich zur Steigerung des Spielniveaus in der Zweiten Kem'schen Immanliga beigetragen haben. Einziger Wehrmutstropfen in dieser hochklassigen Begegnung bleibt die Tatsache, dass sich beide Mannschaften in der ersten Halbzeit nicht so recht an das Reglement der Liga halten wollten, doch mag man diesen Umstand angesichts der Bedeutungskraft dieses Spitzenspiels wenigstens ein bisschen verstehen.

Schwarze Drachen Váhyt - Rekmehi Merkem 17:0
Es war eng für die Schwarzen Drachen, vor diesem Spiel gegen die wohl größte Enttäuschung des kem'schen Imman in diesem Götterlauf, die Wachteln aus Merkem. Waren die Schwarzen Drachen lange Zeit der einzige Haufen, der Tabellenführer Ahami noch gefährden konnte, so brachen sie Mitte der Rückrunde doch derart kläglich ein, daß sie inzwischen ins Mittelfeld der Tabelle abgerutscht sind. Einzig ein Sieg gegen den Absteiger und Tabellenletzen aus Merkem konnte die Aufstiegsträume der Drachen noch am Leben erhalten, und dementsprechend sah auch die Taktik derselben aus: Brachiale Härte und eine unattraktive Mauertaktik sollte den Sieg bringen. Leider ging die Rechnung auf, und all das, was am Immansport mißfällt, hat sich einmal mehr als probates Mittel erwiesen, eine weniger robuste Gegnerin in die Knie zu zwingen.
Zum Spiel selbst bleibt wenig zu sagen, außer daß es mehr einem blutigen, regellosen Handgemenge denn einem Immanspiel glich. Die Schwarzen Drachen waren hierbei klar im Vorteil, und schon früh vielen drei Wachteln verletzungsbedingt aus, worauf Schiedsrichter Cato, der mit dem Gehaue und Gesteche völlig überfordert war, lediglich mit einer Sperre für die Drachen reagierte. Derart in Vorteil gesetzt fiel es den Drachen nicht schwer, die konsternierten und nun auch mutlosen Wachteln auf Distanz zu halten und selbst Punkt um Punkt zu erzielen, ohne dabei jedoch die Regeln der Ritterlichkeit zu beachten, die doch den Geist dieses an sich schönen Spieles ausmachen sollten. Wie amoklaufende Blutsäufer aus einer alanfanischen Provinzarena fielen die Drachen weiter über das hilflose Federvieh aus Merkem her, das schließlich ganz die Gegenwehr einstellte und sich überlegte, daß der vorletzte Platz keine dauerhaften gesundheitlichen Schäden rechtfertigt. So kamen die Váhyter und Váhyterinnen zu einem letztlich ungefährdeten Sieg in einem schmutzigen Spiel, das von 8 Ausfällen bei den Wachteln und 5 bei Váhyt gezeichnet war. Man kann nur hoffen, daß die Schwarzen Drachen den Aufstieg doch verfehlen, den so etwas möchte man in der 1. Kemi-Immanliga nicht sehen. Schiedsrichter Cato hingegen muß sich fragen lassen, ob konsequenteres Eingreifen am Anfang die Gäste nicht besser geschützt hätte, so wirkte der Unparteiische zu oft in Furcht vor dem Pöbel und den holzenden Akteuren aus Váhyt erstarrt.

Golgaris Schwingen Setepen - Weiße Raben Yleha 25:7
Ein unrühmlicher Tag in der Immankarriere der Weißen Raben von Yleha fand nach dem Schlussgong auf dem Setepener Immanfeld seinen Abschluss. Dabei lief doch eigentlich alles getreu dem Wahlspruch der Auswahl: "Ein schöner, theatralischer Tod ist wichtiger als ein unauffälliges Leben". Von dieser Perspektive aus betrachtet, möchte man schon wieder fast von einer gelungenen Partie sprechen! Schon nach dem Spielbeginn war für die Gäste aus Yleha eigentlich schon alles verloren: Der Gong halte noch in den Ohren der versammelten Zuschauerschaft, da gelang Setepens Thorwalscher Torsteherin Swanda Walkirsdottir ein Praiostagsschuss, quasi aus der eigenen Hälfte heraus. Nach diesem furiosen Auftakt ebbte die Begegnung zunehmend ab, Setepen baute seinen Vorsprung stetig hinterher und Yleha hatte nichts entgegenzusetzen. Das Endergebnis war dementsprechend nicht unverdient hoch ausgefallen!

Sicheln Mergyan - Perlbeißer Plâne 1:8
Beide Haufen sahen vor diesem Spiel noch - wenn auch geringe - Möglichkeiten, die Aufstiegsrelegation zur ersten Liga zu erreichen. Um sich hierzu für die verbleibenden Spiele eine gute Voraussetzung zu verschaffen, gingen Plâne und Mergyan die Sache ganz unterschiedlich an. Während die Sicheln sich den guten Mittelweg von kompakter Defensive und deutlichem Einsatz aussuchten, gingen die Perlbeißer volles Risiko: ohnehin nur mit einem Spieler weniger auf dem Feld, übten sie auch taktisch extreme Zurückhaltung, um die Entscheidung um Platz 2 in den verbleibenden Spielen zu suchen. Und in der Tat, die Taktik des Durchmogelns ging auf, und zwar vor allem, weil die verunsicherten Sicheln keine Möglichkeit fanden, das defensive Bollwerk der Perlbeißer zu gefährden, zu vorsichtig agierten sie auch selbst. Das Spiel an sich war deshalb auch von größter Langeweile geprägt, und ein 1:1 zur Pause besagt recht deutlich das Niveau der Begegnung. Auch in der zweiten Hälfte passierte lange nichts, so daß die meisten Zuschauer und Zuschauerinnen schon längst abgewandert waren, als die Gäste durch zwei sauber ausgespielte Konter auf 1:5 davonzogen. Bei den beiden Treffern sah - wie auch schon beim 1:1-Ausgleich - der Sicheln-Tormann Lim Dar'Dul mehr als unglücklich aus. Die Sicheln waren nun nicht mehr in der Lage, die in Unterzahl agierende Gegnerin zu gefährden und erregten mit ihren hilflosen Sturmversuchen mehr als nur einmal fast Mitleid, so daß das Spiel unter dem Hohn und Spott des nur noch in geringer Zahl anwesenden Publikums ohne Höhepunkte dahinplätscherte.
Aufregendste Szene in der zweiten Hälfte war denn auch der Durchzug einer Armee von Söldnerkrabben, die das Spiel zu einer längeren Unterbrechung zwang. Aufgefordert durch die Hohn- und Spottgesänge des Publikums hatte Schiedsrichter Shepses'arût denn auch ein Einsehen und ließ die verlorene Zeit nicht mehr nachholen. Einzig lobend muß erwähnt werden, daß das Spiel sehr ritterlich geführt wurde, so daß es keine ausufernden Bestrafungen und auch keine schlimmeren Verletzungen gab. Für die Sicheln ist damit der zweite Platz faktisch verloren, während Plâne mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz 2 wieder alle Möglichkeiten hat, doch noch den Aufstieg zu schaffen - wer hätte dies nach den ersten Spielen der 2. Kemi-Immanliga gedacht!

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 13. Spieltag

Seedrachen Semjet - Sicheln Mergyan 7:0
Harmlos, harmloser, Sicheln... das Motto des Spieles ist leicht gezogen. Gegen die wenig überzeugenden Seedrachen aus Semjet verloren die Sicheln aus Mergyan blamabel mit 0:7 und gewähren den Seedrachen so ohne große Mühe einen vielleicht entscheidenden Vorteil im Auftsiegsrennen. Hatte man in Mergyan schon vor dem Spiel von einem ruhigen "Auslaufen" kundgetan, so konnte doch niemand ahnen, daß die Sicheln die letzten Spiele ohne jeglichen Einsatz und Biß zu bestreiten gedachten. bei strömenden Regen in Semjet offenbarten aber auch die Gastgeberinnen erhebliche Mängel beim Spielaufbau und vor allem im Sturm, wo die besten Tormöglichkeiten oftmals kläglich vergeben wurden. So nimmt es nicht Wunder, daß es gerade einmal mit einem 1:0 in die Pause ging und die Stimmung bei der Heimauswahl mehr und mehr absank, bis die ansonsten eher gelangweilten Zuschauerinnen und Zuschauer schließlich einer handfesten Auseinandersetzung zwischen den Bremsern und Stürmern der Heimauswahl wurden. Die Schelte aus den eigenen schien dann doch Früchte zu tragen, endlich einmal zeigte die heimauswahl so etwas wie Imman, ohne jedoch der Bedeutung des Spiels und der mehr als zahlreich erschienenen Zuschauerinnen und Zuschauer gerecht zu werden. Schnell zog man auf 7:0 davon, ehe dann jedoch wieder der alte Trott einkehrte. Das Publikum quittierte dies mit Hohngelächter und zynischen Kommentaren, wobei allerdings die peinliche Darbietung der Sicheln mehr als Zielscheibe herhalten mußte, als das Spiel der bemühten, aber hölzernen Seedrachen.
So war man denn auch froh, daß das Gewürge schließlich beendet wurde. Die Seedrachen haben mit diesem ohne Gegenwehr herbeigewürgten Sieg die besten Chance auf den Aufstieg in die erstes Liga, auch wenn einem Angst und Bange wird, wenn man sich diesen Haufen gegen die Großen des Kemi-Immans vorstellt. Die Sicheln hingegen müssen sich fragen, ob sie mit derartigen taktischen Fehlleistungen den Kredit wieder verspielen wollen, den sie sich in dieser KIL-Saison mühsam erworben haben. Die heutige Leistung - ruhiges Auslaufen hin oder her - war sicherlich die schwächste Leistung die irgendein Haufen der 1. und 2.Kemi-Imman-Liga diese Saison geboten hat. Daß es kein Massaker wurde, war einzig und allein der Unbedarftheit der Seedrachen zu verdanken.

Golgaris Schwingen Setepen - Perlbeißer Plâne 9:17
Für beide Haufen war es ein entscheidendes Spiel um die letzte Aufstiegschance; nur wer hier als Sieger vom Platz gehen würde, hätte noch eine Möglichkeit, Platz 2 und damit die Relegation zu erreichen. Und so wurde auf beiden Seiten mit völlig unterschiedlichen Mitteln versucht, sich einen Vorteil zu verschaffen. Auf Seiten der Schwingen brachte Betreuer Walkirson ein Fass mit einem Spezialgetränk mit, das eine scharf riechende, hochentzündliche Flüssigkeit enthielt, die schon, so sagte er, seinen Ahnen vor entscheidenden Kämpfen gegen die Horasier Kraft und Mut gegeben hatte. Die Insulaner aus Cháset hingegen versuchten es mit einer kleinen Meuterei. Hatte Betreuer Talachan zwar eine harte, aber nicht überharte Marschroute ausgegeben, so weigerten sich die Spieler schlicht, diese umzusetzen. "Wenn es um alles geht, kann es keine Schonung geben", so Kapitän Karanikios. "Wir gewähren keine Gnade und wollen auch keine!"Und so entwickelte sich von Anfang an ein munterer, offener Schlagabtausch bei strömendem Regen, der die Heimauswahl zunächst im Vorteil sah. Die brutale Spielweise der Perlbeißer dezimierte sie schon früh, denn Schiedsrichter Shepses'arût griff gnadenlos durch. Auch schien der Trank des Betreuers Walkirson zu wirken, denn die Schwingen waren schnell auf den Beinen und wirkten zunächst kraftvoll und ausgeruht. So dachte man Anfang der zweiten Hälfte nicht mehr ernsthaft daran, dass die Gäste hier noch gewinnen könnten; lag man doch bereits mit 9:2 in Rückstand. Dann jedoch kippte das Spiel mehr und mehr zugunsten der Gäste. Den Schwingen ging zusehends die Puste aus, und Plâne hatte sich inzwischen gut auf das Unterzahlspiel eingestellt. Auch kam der schlammige Untergrund nun mehr den kämpferisch veranlagten Gästen zugute als den doch eher technisch versierten Schwingen. Als dann schließlich Plâne erstmals mit 9:10 in Führung ging, brachen alle Dämme. Setepen ergab sich völlig ausgepumpt seinem Schicksal, und die Perlbeißer trafen noch einige Male, so dass letztendlich ein souveräner Sieg herauskam.
Plâne gewinnt dank einer hervorragenden taktischen Einstellung verdient das Spiel gegen die Schwingen, die sich zu früh zu sehr verausgabten. Die Perlbeißer haben damit eine gute Ausgangsposition zum Angriff auf Platz 2.

Weiße Raben Yleha - Schwarze Drachen Váhyt 23:34
Im torreichsten Spiel der 2. Liga dieser Saison wahrten die Schwarzen Drachen bei perfektem Immanwetter ihre geringen Aufstiegschancen, während die Ylehis nach einem kräfteraubenden Jahr schlichtweg die Kräfte auszugehen schienen. Unter den benachteiligten Ersatzspielern bereitet sich Unruhe aus und es darf darüber spekuliert werden ob nicht der ein oder die andere in der nächsten Saison für eine andere Mannschaft auflaufen wird.
Zum Spiel selber: beide Haufen begannen gewohnt offensiv und ehe der Boden der grossen Sanduhr vollends mit Sand bedeckt war hatte es hinter beiden Gestängen bereits eingeschlagen. 3 zu 3 nach wenigen Sekunden liess die Zuschauer auf eine spannende Partie hoffen und sie wurden nicht enttäuscht. Beide Torsteher zeigten eine ausgesprochen schwache erste Stunde.: Ankhsa Mezkarai liess praktisch jeden Kork passieren der auf ihr Gestänge zurollte oder -flog. So gesehen spielten 14 Ylehis gegen 16 Drachen und Betreuer R'yan Ûrréns'h wäre gut beraten, für das bedeutungslose letzte Spiel dem jungen Totawan endlich eine Chance zu geben, denn in dieser mieserablen Form hilft Ylehas Kapitänin ihrer Truppe von der Seitenlinie aus am meisten! Auf der anderen Seite hielt Vahyts Yussuf ibn Hilam immerhin den ein oder anderen Kork, doch gegen den heute geradezu herausstechenden Bernfried Dunkelau war auch er machtlos: Rekordverdächtige sieben Treffer für insgesamt elf Punkte erzielte der Bremser für seine Farben, auf der Gegenseite reichte es Gofanor Hendersson immerhin zu vier Treffern und 10 Punkten.
Trotz starkem Andrang der Drachen und einer miesen Torsteherin hielten die Stürmerinnen der Raben ihre Truppe eine Stunde lang im Rennen: Der Halbzeitstand von 18 zu 19 liess für beide Seiten die Hoffnung auf einen Sieg offen, eher noch für die Gastgeber da Vahyts Al'jRik ibn Charef mit Flinkem Difar für den zweiten Durchgang ausfiel. Ehe man sich's aber versah hatten die Drachen in der zweiten Halbzeit zwei Treffer nachgelegt und die Partie wurde je länger je einseitiger und damit auch langweiliger. Schliesslich besiegten die Schwarzen Drachen die Weissen Raben hochverdient mit über zehn Punkten Vorsprung und dürfen sich weitere Hoffnungen auf den Aufstieg machen, während die Raben sich wirklich überlegen sollten, was sie in dieser Form auf einem Spielfeld verloren haben.

Rekmehi Merkem - Kalter See Ahami 6:13
Voller Spannung erwartete man in Ahet die Rückkehr der Immanauswahl Ahamis, denn wie es aussah, sollte dieser dreizehnte Spieltag ein schicksalsträchtiger werden. Ein Punkt trennte den Liganeuling nur noch vom sicheren Aufstieg und diesen galt es gegen das Tabellenschlusslicht Rekmehi Merkem zu erringen. Eine lösbare Aufgabe stand der Fünfzehn vom Kalten See also bevor und es blieb nur zu hoffen, dass die unheilsschwangere 13 den Ahamis nicht das nötige Quäntchen Glück versagen würde. Genau dies schien bei sengender Hitze auf dem Merkemer Immanfeld aber einzutreten, dem inzwischen selbst zum Favoriten avancierte Favoritenschreck aus dem letzten Ehret-die-Nisut-Pokal fiel es schwer, das Herzklopfen abzulegen und sich auf das Spiel zu konzentrieren. So tat sich der vermeintliche Meister der zweiten Spielklasse sichtlich schwer und lieferte eine Vorstellung, die so gar nicht erstligareif erschien. Rekmehi hatte dem lange Zeit aber auch wenig entgegenzusetzen und wagte sich nur zögerlich an das Aheter Tor heran. Es ließ sich deutlich anmerken, wie schwer die Misserfolge der vergangenen Wochen und Monde auf den Merkemern lastete. Zusehends entwickelte sich ein wirres Gerangel im Mittelfeld, das eher an einen Markttag in der Khefuer Innenstadt denn an ein Immanspiel gemahnte. So ließen sich die Tormöglichkeiten des ersten Spielabschnitts an einer Hand abzählen. Ahamis Spitzentorjäger Radis und Tolrond Dumas erlösten die Zuschauer kurz vor der Pause dann aber doch noch von den Qualen, die ihnen die Torlosigkeit und Unansehnlichkeit des Spiels bislang bescherte, indem sie jeweils ihr siebzehntes Saisontor erzielten. Letzterer setzte zu Beginn des zweiten Durchgangs dann auch gleich den negativen Höhepunkt des Spiels, indem er eine große Sense am Merkemer Mittelstürmer verübte. Dumas wurde selbstredend sogleich des Feldes verwiesen und müsste eigentlich drei weitere Spiele pausieren, wäre dies nicht die vorletzte Begegnung dieser Spielzeit. Seltsamerweise warf die Unterzahl die Aheter jedoch keinesfalls zurück. Einmal dazu gezwungen, die Laufarbeit zu verstärken, kamen sie nun richtig in Fahrt. Nun gelang es ihnen endlich, die zurückgezogeneren Stürmer ins Offensivspiel einzubinden, was ihnen aufgrund ihrer bisherigen, unentschlossen wirkenden, gemäßigten taktischen Einstellung nicht möglich erschien. Rekmehi hatte dem plötzlichen Offensivdrang der Truppe vom Kalten See wenig entgegenzusetzen, jetzt zeigte sich, wie contraproduktiv sich die vom Betreuer verstärkten Übungseinheiten auf die Kondition der Spieler ausgewirkt hatte. Korporal Yago und Stürmerin Neshi, die nach zwei Verletzungen und einer Sperre heute erst ihr sechstes Saisonspiel bestritt, trampelten die Tabellenletzten nieder wie eine Horde Waldelefanten, indem sie im Wechselspiel jeweils vier Punkte verbuchen konnten. Erst als Ahami den Sieg schon in Sicherheit wähnte und einen komfortablen Vorsprung erarbeitet hatte, schien Merkem sich der Niederlage noch einmal erwähren zu wollen. Zwar gelangen dem Schlusslicht noch drei Tore, welche die Führung auf sieben Punkte zu schmelzen vermochten, doch ließen die abgeklärten Aheter Bremser sich den Sieg nicht mehr nehmen. Während auf Seiten der Aheter nach der Partie wieder einmal hängende Köpfe zu beobachten waren, setzte im kleinen Lager der mitgereisten Ahamis mit dem Schlusssignal ein infernalisches Triumphgeschrei ein, das womöglich sogar - so zumindest erscheint es dem neutralen Beobachter, der damals im Ausland weilte - dem Jubel der nisutlichen Befreiungstruppen anno 14 S.G. in seiner Intensität gleichkam. Nach einer kleinen Siegesfeier vor Ort eilten die stolzen Aufsteiger prompt zurück gen Heimat, um die frohe Kunde zu verbreiten und den Erfolg dann gebührend zu begießen.

Kurzberichte 2. KIL-Liga: 14. Spieltag

Kalter See Ahami - Weiße Raben Yleha 41:16
Was für ein Spiel! In Ahami glich die Arena um den Rasenplatz zunächst mehr einem Vergnügungsplatz, denn einem Immanstadion, da eigens aus Khefu eine Bardentruppe angereist war um den Aufstieg in die erste Spielklasse der KIL zu feiern. Unter den Spielern des Kalten Sees fand sich gar Akîb Menadis Mezkarai wieder, der es sich nicht nehmen lassen wollte, im letzten Saisonspiel vor heimischem Publikum aufzulaufen. Die Yleher wiederum hatten sich so einiges vorgenommen wollten siegreich und damit mit erhobenem Haupt die Spielzeit abschließen. So dann begannen die Weißen Raben auch gleich mit einem Sturmangriff, scheiterten aber ein ums andere mal am überragenden Torhüter Danrat Helm. Hohne große Mühen gelangen es hingegen auf der anderen Seite des Spielfelds Ahami ein ums andere mal den Kautschuk über die Linie zu bugsieren, was neben der desolat organisierten Abwehr vor allem auch an der mangelnden Kondition der Gäste lag. So stand es zu Pause bereits 26:3. Verwunderte Gäste am Spielfeldrand konnten in der Pause sehen, wie Ylehas Torsteherin und Kapitänin Ankhsa Mezkarai einen Becher Palmenwein nach dem anderen die Gurgel hinunter rinnen lies, wohl weniger um den Durst zu stillen, als mehr um die Frustration zu lindern. So kann es denn auch nicht weiter verwundern, dass die Heimauswahl ohne weitere Mühen sensationelle 41 Treffer auf ihrer Seite verbuchen konnte, wohingegen die unbeschreiblich schlecht aufspielenden Ylehis es immerhin noch auf 16 brachten, was fraglos am stets gezeigten Kampgeist lag!

Perlbeißer Plâne - Seedrachen Semjet 25:15
Ganz Cháset war in hellem Aufruhr, in Strömen pilgerte jederfrau zum kleinen Immanfeld um die alles entscheidende Partie zwischen den heimischen Perlbeißern und den Seedrachen Semjet zu verfolgen. Eine der beiden erst jüngst wieder ins Leben gerufenen Fünfzehnen würde durch einen heutigen Sieg die einmalige Gelegenheit erhalten, mit dem Vorletzten der Ersten Liga um den Einzug in die obere kem'sche Spielklasse zu streiten, die unterlegene Auswahl muss jedoch ein weiteres Jahr der Zweitklassigkeit ertragen. Aus unzähligen Kehlen gellten die euphorischen Anfeuerungen der Plâner Anhänger, ein solches Aufkommen an Schaulustigen hatte man hier in Cháset wohl zuletzt zur Vizemeisterschaft im Jahre 27 S.G. erlebt. Natürlich steckte der Schrecken ob des Attentats auf die Akîbet Leyla Al'Plâne noch einem jeden in den Knochen, weshalb mancher Zuschauer sich wohl auch den Frust von der Seele schrie. Hochtrabend hatte der heute gesperrte Perlbeißerkapitän Alverano Karanikios im Vorfeld verkündet, für die verletzte Mäzenin den Sieg erringen zu wollen. Seine Kameraden wirkten jedoch schon beim Aufwärmen mehr indisponiert denn motiviert, auch ihnen schien das Schicksal der Akîbet gehörig auf den Magen geschlagen zu haben.
Sengende Hitze und das Gedränge am Spielfeldrand sorgte für eine Atmosphäre, die stark an einen zwergischen Schmelzofen erinnerte. Dennoch scheute der AIM-erprobte Feldrichter Ramutis ter Jilken sich nicht, die Partie mit einem dröhnenden Stoß ins Muschelhorn, der sogar die frenetischen Schlachtengesänge übertönte, zu eröffnen. Schnell zeigte sich, dass ein jeder Beobachter der vorangegangenen Übungseinheit der Perlbeißer getäuscht worden war. Zwar merkte man den Hausherren an, dass sie die lange Saison und ihre kräftezehrenden Marschrouten in all diesen Spielen schnell außer Atem geraten ließen, doch gingen sie mit einer Leidenschaft zuwerke, die sich trotz der erfolgreichen Serie bislang allenfalls erahnen ließ. Unentwegt warfen sie sich todesmutig in die Zweikämpfe und unternahmen Angriff um Angriff. Auch Semjets Spiel war auf absolute Offensive ausgerichtet, noch dazu wirkten die Seedrachen viel ausgeruhter als ihre Kontrahenten. Wesentlich weniger Fehler unterliefen ihnen und auch ihr Spielaufbau wirkte wesentlich geordneter, während die Perlbeißer zuweilen an einen kopflosen Haufen Purzeläffchen erinnerte. Dennoch schien die wilde Entschlossenheit der Plâner sowie der bedingungslose Zuspruch ihrer zahllosen Sympathisanten die Seedrachen zusehends aus dem Konzept zu bringen. Besonders vor dem gegnerischen Tor taten sich die Gäste schwer, wurden sie doch bei jeder Einschussgelegenheit durch ein grelles Pfeifkonzert des Publikums derangiert. Dem Gastgeber fiel der Torabschluss dagegen besonders leicht. Hinter dem Semjeter Gestänge hatte sich nämlich eine wahre Zuschauertraube formiert, die den Kolchiser Torsteher Olk Okenheld beharrlich provozierte indem sie Spottlieder auf den armen Seedrachenschlussmann sang, die noch dazu von einer kleinen Gauklerkapelle, die offenbar eigens zu diesem Zweck angeheuert worden war, begleitet wurden. Okenheld zeigte sich kämpferisch und strafte die Possenreißer mit einigen formvollendeten Paraden Lügen, verlor aber trotzdem immer wieder im entscheidenden Moment die Konzentration.
Obschon Semjet in technischen Belangen die bessere Partie bot, schafften die weiland belächelten Perlbeißer es, beflügelt durch die enthusiastischen Ermutigungen ihrer treuen Anhängerschaft, den überlegenen Seedrachen durch heißblütigen Kampf den Schneid abzukaufen. So sehr sich die Gäste auch mühten, ständig rannten sie einem Rückstand hinterher. Ihre ungezählten Vorstöße wurden ein ums andere Mal von dem vortrefflichen Utulu-Torwächter Molukumba oder seinen Vorderleuten zunichte gemacht. Allenthalben schienen die Perlbeißer zu sein, jeder Semjeter Treffer war das Resultat mehrerer aufreibender, langwieriger Spielzüge. Der Heimmannschaft hingegen schien ein jeder Angriff leicht von der Hand zu gehen. Beinahe jeder Schuss war von Erfolg gekrönt - fast jeder Plâner durfte sich einmal in die Torschützenliste eintragen. Das Schlimme am Triumph der Gastgeber war aber, dass die Begeisterung der Zuschauer mit jedem Treffer wuchs und die zunehmende Hochstimmung die Spieler im Gegenzug zu weiteren Toren anstachelte. Die Seedrachen konnten einem wirklich Leid tun, dreizehn Spiele hatten sie gekämpft und geackert und auch heute stand ihre Leistung jener der anderen Begegnungen in nichts nach, trotz allem würden sie am Ende mit leeren Händen dastehen. Als ihre Kapitänin Freja Faenwulf dann auch noch mit einer unberechtigten Strafe bedacht wurde, war der Mut der Semjeter endgültig gebrochen und schwang nun in Verzweiflung um. Was nun folgte ist zwar nicht zu entschuldigen, erscheint angesichts ihres Pechs aber schon ein wenig verständlich. Mit ungestümen Grobheiten versuchten die Seedrachen nicht nur die Unverdrossenheit sondern wohl auch die Knochen der Perlbeißer zu brechen. Der Schiedsmann zeigte sich zunächst nachsichtig, schritt bei Merut'sát Meshrus großer Sense gegen Benvolio Césares dann aber doch entschieden ein. Glücklicherweise erwischte die Kolchiser Bremserin den Cháseter nicht voll, sodass Césares mit ein paar blauen Flecken davon kam. Die lange Sperre für Merut'sát Meshrus schien die Seedrachen nicht davon abzuhalten ihre rüde Herangehensweise beizubehalten - schließlich war die Saison vorbei und der ein oder andere Platzverweis machte den Kohl nun auch nicht mehr fett. So kassierten die Blau-Weißen noch zwei weitere Sperren, bei Plâne kam boronseidank nur eine weitere mindere Verletzung hinzu. Nachdem beide Haufen also arg dezimiert worden waren, verflachte die Partie zusehends. Die Perlbeißer hatten sich eine sichere Führung erspielt und spielten sich den Kautschuk unter den Jubelschreien des Publikums nun locker hin und her. Semjet wagte noch den einen oder anderen Angriffsversuch, musste sich bald aber ebenfalls eingestehen, dass weder Kraft noch Zeit eine rasante Aufholjagd erlaubten. Wer will es ihnen verdenken, rackerten sich beide Fünfzehnen unter vollständiger Aufbietung ihrer allerletzten Reserven doch wahrhaft zuschanden. Als zum zweiten Mal das Muschelhorn ertönte, drang noch einmal ohrenbetäubender Jubel aus den heiseren Kehlen der Schlachtenbummler, während die Akteure sich gerade noch so auf den Beinen halten konnten, um diesen außerordentlich wichtigen Sieg zu begehen respektive artig dazu zu gratulieren. Nur allzu bald trübte sich die Stimmung der Cháseter aber wieder. Nicht die Tatsache, dass der Aufstieg längst nicht besiegelt war, sondern erst im Relegationsspiel umkämpft werden sollte, der noch immer schlechte Gesundheitszustand ihrer Akîbet führte die Plâner rasch wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Schwarze Drachen Váhyt - Golgaris Schwingen Setepen 16:0
Bittere Enttäuschung hatte sich bei den Váhytern vor dem Saisonabschluß breitgemacht, denn schon vor dem letzten Spiel wollte es der Spielplan so, daß die beiden schärfsten Konkurrenten um den Aufstiegsplatz aufeinandertreffen, mithin die Váhyter auch bei einem hohen Sieg keine Chance mehr hatten, besser als Platz 3 abzuschneiden. Die Stimmungslage in Váhyt ist ohnehin alles andere als leicht, dort hat man das Herummäkeln an Betreuer, Spielern und Spielerinnen zu derart hoher Kunst fortentwickelt, daß es undenkbar scheint, jemals auch nur ein postives Wort über die Schwarzen Drachen zu vernehmen.
Diese aber hatten sich wohl vorgenommen, sich den ganzen Äger und die alles überwiegende Enttäuschung von der Seele zu schießen, und da kamen die Gäste aus Setepen gerade recht. Waren die Schwingen das letzte Jahr noch die Überraschungsauswahl der zweiten Liga und nur knapp am Aufstieg gescheitert, so konnten sie diese Saison die guten Leistungen nicht mehr bestätigen und spielten höchst unkonstant, was letztlich in einem Mittelfeldplatz resultierte. Daß man das Spiel seitens Setepen nicht mehr allzu ernst nahm, war nicht nur an der verspäteten Anreise zu bemerken, auch auf dem Platz ließen die Schwingen jegliche Disziplin vermissen. Ihre Taktik gipfelte in mehreren brutalen Übergriffen auf die gegnerischen Spieler und Spielerinnen, zudem schien niemand auf Seiten der Setepener Lust auf Defensivarbeit zu haben.
So kamen die bissigen und stark aufspielenden Drachen zu Punkt auf Punkt, lediglich unterbrochen durch die zahlreichen Unritterlichkeiten der Gäste, die mehrere Hinausstellungen zu belagen hatten. Der Sturmlauf der Drachen wurde lediglich durch eine Armee von Söldnerkrabben unterbrochen, die Mitte der zweiten Hälfte das Spielfeld passierten, um in die Fluten des Südmeers einzutauchen. Danach plätscherte das Spiel lustlos vor sich hin und endete schließlich mehr als deutlich zugunsten der unglücklichen Drachen, die sich nur bis zur Bekanntgabe des Spielergebnisses aus Plâne über den zweiten Tabellenplatz freuen können.

Sicheln Mergyan - Rekmehi Merkem 16:4
Die größte Aufregung des Spiels herrschte unmittelbar vor dem Anpfiff, als nämlich die Spieler der Wachteln aus Merkem feststellen mußten, daß ihnen ihre gesamte Immanausrüstung entwendet worden war. So weigerten sie sich zunächst, überhaupt anzutreten und machten die Sicheln für diese böse Überraschung verantwortlich. Der Unparteiische, Frank N. Stein, sah dies aber ganz anders und erreichte schließlich, daß die Merkemer doch noch aufliefen. Welche Worte diesen Sinneswandel bewirkt hatten, wurde nicht weiter kundgetan. So hatte man bald aus Ersatzmaterial der Sicheln und improvisierten Mitteln ausreichend Spielgerät für die Gäste bereitgestellt, doch an diesem lag es gewiß nicht, daß die Wachteln auch in diesem letzten Saisonspiel ihre desolate Verfassung unter Beweis stellten.
Ganz anders die Sicheln. In der Vorwoche hatte es dort intern heftige Diskussionen über die Spieltaktik gegeben; einigen Spielern war es einfach peinlich, wie schlecht sich die Mergyaner am letzten Spieltag in Semjet präsentiert hatten. Diese Rebellen hatten sich schließlich durchgesetzt, so daß das einstmals vom Betreuer ausgegebene "ruhige Auslaufen" zu den Akten gelegt und endlich wieder Imman gespielt wurde. Daß es die Sicheln durchaus können, erfuhren nun die Wachteln, die in der Anfangsphase nach allen Regeln der Kunst vorgeführt wurden. Nicht einmal ein Viertel der Spielzeit war vorbei, da führten die Sicheln bereits mit 10:1 und es hätte im verlauf des Spieles ein wahres Massaker geben können, wäre Phex den Gästen nun nicht derart gewogen gewesen, daß die Mergyaner im weiteren Verlauf der Begegnung Chancen über Chancen vergeben mußten. Mitte der zweiten Hälfte machte sich dann auch die brütende Hitze mehr und mehr bemerkbar, die den Spielern mehr und mehr die Beine schwer werden ließ. Die Wachteln kamen durch einen Verzweiflungsschuß zwar nochmals auf 11:4 heran, doch hatte man nie das Gefühl, daß die Sicheln den Sieg noch aus der Hand geben konnten. So konzentrierte sich die Heimauswahl nochmals, überwand alle Müdigkeit und gab mit fünf weiteren Punkten die entsprechende Antwort.
Während also die Wachteln am Tiefpunkt ihrer langjährigen Immangeschichte angelangt sind, darf man gespannt sein, ob die Sicheln die dieses Jahr mehr als nur einmal gezeiten spielerischen Ansätze fortentwickeln und den guten Weg, auf dem sie sich befinden, fortsetzen können. Das Potential scheint jedenfalls vorhanden.

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