
Zweite Niederlage in Folge - dicke Luft bei Neseru!
Es hätte für die junge, neuformierte Auswahl ein Triumphzug werden können, wie es ihre Vorgänger, die professionellen Spielerinnen und Spieler der "Unschlagbaren" nicht besser hätten machen können. Doch die Nachfolger der legendären Neserus scheinen seit Sicherung der Meisterschaft mit elf Siegen in Folge kein Bein mehr auf den Boden zu bekommen.
Schon die Niederlage bei den Luchsen zeigte, daß - sehr zum Mißfallen von Betreuerin Elandriel Morgenwind - bei den Spielerinnen und Spielern jegliche Motivation für die letzten Spiele abhanden gekommen ist. Schon nach dem Luchse-Spiel war die Niederlage von diesem mit einem eher uninteressierten Achselzucken aufgenommen worden, ehe man sich wieder den feuchtfröhlichen Meisterschaftsfeiern zuwandte. Elandriel Morgenwind nahm sich ihre Auswahl danach nach allen Regeln der Motivationskunst vor und erhielt auch das Versprechen, die beiden letzten Spiele mit weitaus mehr Engagement anzugehen. Doch der Beginn des Mantikor-Spiels strafte diese Worte mehr als nur Lügen: eine fast schon unverschämt pomadige Leistung ließ die Insulaner einen hohen Vorsprung herausspielen, und verwundert fragte sich das Publikum, ob man statt der Meisterin hier eine mittelmäßige Zweitligaauswahl hatte auflaufen lassen. Eine lautstarke, ganz und gar unelfische Standpauke ließ Neseru dann zwar endlich aufwachen, doch kurz bevor die Meisterin das Spiel drehen konnte, wurde dieses wegen einer schweren Verletzung des Schiedsrichters abgebrochen.
Wenigstens bewahrten sich die Neserus ihre Ritterlichkeit und nahmen die Abbruchentscheidung kommentarlos hin und gratulierten sogar den Spielerinnen und Spielern ihres Erzfeindes zum "verdienten" Sieg.
Vor dem Schlußspiel gegen die erstaunlich starken Áchesas aus Khefu enthielt man sich bei den Neserus jeglichen Kommentars. So bleibt abzuwarten, ob man die Meisterin endlich wieder so aufspielen sieht wie in den ersten elf Spielen der Saison.
Pire Tepesen
(PES)
Ungewohnte Erfolge
Der Schlußgong war gerade verhallt, als die Zuschauerinnen und Zuschauer am Strand von Porto de Cavazo in Táîmen ein Bild sahen, daß mehr als alles andere für die großen Erfolge der Áchesas aus Khefu in diesem Jahr steht. Ausnahmslos alle Spielerinnen und Spieler umarmten und herzten Betreuer Algerîan Klopfbüttel, als sei er es alleine gewesen, der den knappen Sieg beim um ihr Überlebenden kämpfenden Haie sichergestellt hatte. Doch auch wenn der Betreuer es geschafft hatte, seinem Haufen trotz des für ihn bedeutungslosen Spiels eine tadellose Einstellung zu vermitteln, wäre es nicht gerecht, auch die gesamte Fünfzehn zu loben. Der 19:20-Auswärtssieg war verdient, die Phantome zeigten eine konzentrierte und phasenweise spielerisch sehr ansprechende Partie und dominierten
die Haie die überwiegende Zeit.
So sicherten sich die Hauptstädter als Aufsteiger einen verdienten dritten Platz in der ersten Liga, gleich hinter den beiden derzeit wohl besten Auswahlen Kemis aus Táyârret und Stut-Ymi'keku.
"Unsere Stärke? Wir sind endlich ein verschworener Haufen!", so das einfache Erfolgsrezept Betreuer Klopfbüttels. Nach so viel Lob für die auf dem Feld stehende Fünfzehn soll aber nicht unerwähnt bleiben, daß es ausgrechnet Algeriân Klopfbüttel war, der seinerzeit mit der Übernahme des Betreueramts und der sicher nicht leichten Selbsterkenntnis, als Spieler des Haufens nicht weiterhelfen zu können, den Grundstein für den überraschenden Aufschwung der Áchesas gelegt hatte.
Dr. E. R. Barmin
Jubelfeier auf Aáresy
Nach dem doch überraschenden Sieg von Mantikor gegen den Erzfeind Neseru kam es auf dem entfernten Eiland Aáresy zu spontanen Jubelfeiern. Dazu hatten die Insulaner auch allen Grund, denn mit dem dreifachen Punktgewinn war nicht nur vorzeitig der Ligaverbleib sichergestellt worden, sondern damit auch noch der Verbleib des erfolgreichen Betreuers Hofmann über eine weitere Saison hinaus. "Jetzt konzentrieren wir uns aber vor allem auf die kommenden Partien im EdN-Pokal," so Torsteher Blitzgeschwind "vielleicht will uns ja eine Titelverteidigung gelingen!"
(MAT)
Eine Legende geht - Ergolf Klopfbüttel schwingt zum letzten Mal das Mohagoni
Kommenden Spieltag ist es nun endgültig soweit, Ergolf Klopfbüttel, Libero und Betreuer der Luchse Táyârret in Personalunion, hängt das Mohagoni ein für allemal an den Nagel. "Zu aufreibend" sei für ihn die Doppelbelastung geworden, sein eigentlicher Posten als Gardehauptmann zu Djáset habe "mitunter stark darunter gelitten." So ist es nur verständlich, dass der mittlerweile achtunddreißigjährige Bremser die aktive Laufbahn beendet. Dennoch wird er bei den Luchsen auch im kommenden Spieljahr weiterhin als Hetmann das Kommando behalten. Finanzier Akîb Abdul ibn Meheb-Mezkarai gab bekannt, dass er die bisherige Variante sehr befürworte, schließlich habe Ergolf Klopfbüttel seine Fähigkeiten durch eine grandiose Saisonleistung mehr als eindrucksvoll unter Beweis gestellt und die Luchse aus dem Abstiegskampf wieder in die Führungsriege des kem'schen Imman gebracht. Trotzdem sei die Entscheidung Klopfbüttels verständlich und wurde von Seiten des Akîbs auch abgesegnet. Fraglich bleibt nun aber, wer die Lücke in der Bremserabteilung kommende Spielzeit füllen wird. Darüber, dass Ergolfs Base Maren Klopfbüttel wohl an seiner Statt in die Anfangsformation rücken wird, sind sich zwar alle einig, doch wer nun den Posten des Liberos und Abwehrorganisators übernimmt, ist noch ungeklärt. Einerseits würde sich der Keke-Wanaq-Hüne Niwi-Da sicherlich anbieten, doch ist seine Spielweise vielen noch zu ungestüm. Eine Alternative könnte möglicherweise Cuano Moarghain darstellen, da er sich diese Saison unter allen Bremsern als der disziplinierteste erwies. Ergolf Klopfbüttel selbst wollte sich jedenfalls noch nicht dazu äußern, wen er alsbald zu seinem legitimen Nachfolger ernennt.
Für das Abschlussspiel dieser unerwartet erfolgreichen KIL-Spielzeit haben die Luchse sich jedenfalls geschworen, ihrem Libero einen standesgemäßen Abschied zu bereiten. Statt sich auf den Lorbeeren des sicheren zweiten Platzes auszuruhen, wollen die Luchse noch einmal alle verbliebenen Kräfte mobilisieren und dem Gegner aus Sendsh'gerhi gehörig den Tag vermiesen. Wer Zeuge der abschließenden Mannschaftsbesprechung war, weiß nun zumindest wie der Hase läuft. Wie uns gut informierte Quellen unterrichteten, darf man wohl mit einer wahren Schlacht rechnen…
Advid ter Klain
(DDK)
Ahami bleibt siegreich! Nie mehr zweite Liga! Neue Betreuerin!
Die Entscheidung um die Meisterschaft in der 2. KIL ist nun also endgültig gefallen! Was sich schon die letzten Spieltage immer deutlicher abzeichnete, ist nun absolute Gewissheit geworden: Ahami führt vor dem letzten Spiel mit uneinholbaren 6 Punkten. Als die tapfere Truppe aus Merkem heimkehrte, ward ihr in Ahet ein triumphaler Empfang gemacht, es war ein unglaublicher Lärm, es gab reichlich Freibier und demzufolge wurde gemeinschaftlich bis tief in die Nacht gefeiert, und die Übungen am nächsten Tag kurzerhand abgesetzt. Immer wieder mischten sich in die Freude über den eigenen Aufstieg auch Hohn und Spott über die desaströsen Merkemer, die noch so angeberisch am Anfang der Runde herumposaunten, daß sie den sofortigen Wiederaufstieg anpeilten.
Immer waren die verschiedensten Rufe zu hören, z.B.: "Hi, ha ,ho , Merkem ist schon tot."; "Nie mehr 2. Liga!"; "Auf nach Khefu!"; "Erster, Erster!" Man beschloß auf Seiten der Anhänger auch zahlreich das letzte Spiel zu besuchen, um die eben eingeübten Parolen möglichst lauthals zu präsentieren, auch wenn es nur gegen die schwachen Raben geht.
Am nächsten Morgen gab es dann die nächste Überraschung: Es wurde bekanntgegeben, daß der Kalte See Ahami soeben eine Betreuerin für die nächste Runde in der ersten Liga verpflichtet habe. Die Betreuerin namens Liasa Minder hat der Kalte See Ahami in Hot-Alem aufgetrieben. Sie hat bislang vor allem ausländische Jugendtruppen betreut, aber sonst ist wenig im Kemireiche bekannt. Man fragt sich, ob das wirklich so eine gute Wahl war. Aber wie es der Zufall will, haben wir es auch gleich die Möglichkeit zu einem Gespräch mit ihr wahrgenommen.
RS: "Sehr vielen Dank, daß Ihr Euch vor dem eigentlichen Amtsantritt schon Zeit für die Presse nehmt. Unsere Leserinnen und Leser interessiert sicher brennend, was für eine Person die neue Betreuerin Ahamis ist. Was wollt ihr in Ahami in der neuen Saison ändern? "
Liasa Minder (lacht): "Naja, das weiß ich noch nicht so ganz genau, ich werde mir das letzte Spiel gegen die Raben genau anschauen und dann erste Schlüsse ziehen. Aber auch, wenn Ahami im Moment ganz gut dasteht, so sind nach meinen ersten Eindrücken doch etliche Fehler gemacht worden und das will ich abstellen. Und zu mir gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, ich habe bislang vor allem Jugendauswahlen betreut. Ich bin der festen Überzeugung, daß man es nur mit Übung, Übung und nochmals Übung zu einem guten Immanspiel bringen kann.
RS: "Nun ganz offen gesagt, glaubt Ihr, daß Ihr dem Druck in der ersten Liga überhaupt gewachsen seid? Es mehren sich ja bereits kritische Stimmen hinter vorgehaltener Hand.
LM: "Das werden wir ja sehen."
RS: "Hm, also ihr sagtet es seien Fehler in Ahami gemacht worden? Die Truppe steht doch im Moment hervorragend da, man hat einen deutlichen Abstand zur Konkurrenz in der zweiten Liga. Was für Fehler also?!"
LM: "Ach da fällt mir eine ganz Menge ein. Erstens, der Kader ist hoffnungslos überaltert, ich meine, daß Spielerinnen und Spieler, die weit über 30 sind, nichts auf dem Feld verloren haben, jedenfalls bei Menschen, und Ahami hat da doch einige Spieler... na ja und wenn ein über 40jähriger auf dem Platz steht, dazu brauche ich ja wohl nichts zu sagen. Überhaupt ist die Truppe viel zu klein, wie soll man da in der ersten Liga bestehen? Ich fürchte die nächste Spielzeit wird für Ahami verdammt hart...
RS: "Ihr redet ja schon so, als wäret Ihr bereits Betreuerin, aber im Moment seid ihr doch bloß Zuschauerin?
LM: "Ja und nein. Natürlich werde ich mit einbezogen, auch wenn ich erst in der nächsten Spielzeit die Verantwortung trage.
RS: "Das Ziel in der nächsten Spielzeit lautet also nur Klassenerhalt. Ist das nicht etwas sehr bescheiden?
LM: "Ehrlich gesagt halte ich es für ein Wunder, daß der Kalte See da steht, wo er steht, deswegen ist der Klassenerhalt schon eine echte Herausforderung."
RS: "Wir bedanken uns für Eure Zeit."
(PCZ)
Endlich Schluß...
In den letzten acht Spielen nur ein Sieg gegen die desolaten Wachteln aus Merkem, dies ist die traurige Bilanz der Weißen Raben in der zweiten Saisonhälfte. Auch im vorletzten Spiel der Spielzeit kamen die Ylehis wieder kräftig unter die Räder: 23:34 verlor man zuhause gegen die keineswegs übermächtigen Schwarzen Drachen aus Váhyt. Und einmal mehr war zu sehen, daß kein einziger Spieler, keine einzige Spieler der Ylehis derzeit Normalform erreicht. Die Unsicherheit im Haufen ist spürbar, die einfachsten Spielzüge gehen fehl, und die kämpferische Einstellung führt fast immer zu Sperren und zu Verletzungen als zu Toren.
So hat man diese Saison in Yleha vor dem Abschlußspiel als Lernphase verbucht und ist bemüht, den Kautschuk flach zu halten. Dennoch muß man sich vor der nächsten Spielzeit in Yleha fragen, woran der Einbruch nach dem guten Saisonstart lag. Wie es scheint, ist es um das Nervenkostüm der Ylehis nicht zum Besten bestellt - so wird das fast zu jedem Spiel überreichlich erscheinende Publikum nicht zum Segen, sondern zum Fluch. Nicht einmal so anerkannte Könnerinnen wie Torfrau Ankhsa Mezkarai sind in der Lage, bei einem kritischen Spielverlauf vor den kritischen udn erwartungsfrohen Massen Ruhe und Sicherheit ins Spiel zu bringen. So spielten die Ylehis nur dann gut, wenn ihnen ein erfolgreicher Start gelang, gerät man einmal in Rückstand, so bricht der Haufen auseinander, bemüht, den hohen Erwartungen von außen gerecht zu werden.
"Wir müssen uns wieder auf das besinnen, was unsere Stärke ausmacht", betont Ankhsa Mezkarai vor dem Spiel gegen die Zweitligameisterin aus Ahami. "Wir sind kein Haufen, der ein feines Spiel aufziehen und den Gegner dominieren kann. Wir sind eine Auswahl, die ihre Kontrahenten niederkämpft, die von Herz und Einsatz lebt und damit die spielerischen und technischen Mängel ausgleicht, die wir alle haben. Wir müssen uns von den Ansprüchen losmachen, ein Neseru der zweiten Liga sein zu wollen; Ansprüche, die wir unkritisch von außen übernommen haben und an denen wir letztendlich auch gescheitert sind."
Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
Dr. E. R. Barmin
Tag der Entscheidung
Alle Anstrengungen, Siege und Niederlagen, Triumphe und Enttäuschungen der Spielzeit führen zu diesem Tag. Auf dem Immanfeld Plânes entscheidet sich, ob die Perlbeißer nach ihrem sensationellen
Einstand auch den letzten Schritt auf dem Weg in die erste Liga zu bestehen vermögen. Trotz eines eher bescheidenen Start gelang es der Fünfzehn aus Plâne in der Rückrunde mit einer Serie von vier Siegen, allen Kritikern Lügen zu strafen, die den jungen Spielern ein schnelles und schmachvolles Ende prophezeiten.
So bestand auch bis vor kurzem kein Zweifel darüber, dass das letzte Spiel gegen den Zweiten der Liga, die Seedrachen aus Semjet, Grund genug für ein ausgelassenes Fest sein würde, ob es nun mit einem Sieg endet oder nicht. Überschattet wurde die allgegenwärtige Euphorie abrupt von dem gräulichen Attentat auf Leyla Al'Plâne, deren Zustand noch immer ernst ist. Die Sorge um die Akîbet hat das Geschehen auf der Insel erschüttert, kaum jemand verschwendet in diesen bangen Tagen einen Gedanken aufs Immanspiel. So auch die Perlbeißer, deren Spieler bei der Vorbereitung abgelenkt wirkten und wenig Elan zeigten. Betreuer Karanikios betonte, dass "wir trotzdem da sein werden, wenn die Spielzeit hier in Plâne ein Ende findet. Die Akîbet Leyla ist eine große Stütze für die Hoffnungen dieser Mannschaft. Für sie werden wir spielen und siegen."
(JMA)
Das Ende mit Schrecken!
Trauer machte sich unter den Anhängern der Drachen auf den Straßen von Váhyt breit. Erst vor wenigen Stunden war der aktuelle Tabellenstand ausgehängt worden und schon schien es jeder zu wissen. Auch dieses Jahr wird es wieder nichts mit dem Aufstieg. Hängende Gesichter waren die Folgen und ein steigender Konsum in den Tavernen der Stadt.
In der Imman-Taverne saß die Auswahl selbst, in ihrem Hinterzimmer, zusammen und auch hier war die Stimmung alles andere als fröhlich. "Nur ein wahres Immanwunder kann es jetzt noch ermöglichen." Brummte Bordoc in seinen Bart. "Jaja!" hörte man das melancholische Murmeln der restlichen Spieler und Spielerinnen.
"Wenn ich das richtig sehe müßten die Seedrachen gegen die Perlbeißer unentschieden spielen und dann müßten die Perlbeißer das Goldene Tor machen! Wie hoch ist dafür wohl die Wahrscheinlichkeit? Ganz abgesehen davon daß wir auch noch gewinnen müßten?" Bordoc schüttelte den Kopf vor lauter Verzweiflung. Das wäre es doch gewesen, das hätte ihm für alle Zeit die Notwendige Autorität gegeben um als Betreuer seine Ansichten über das Spiel durchzusetzen. "Aber so...?" Nein, so wurde das nichts.
"Das ist Scheiße...", ließ sich Mebulla niedergeschlagen vernehmen, "...absolute...!"
"Sag das nicht!" wurde er rüde von Swanje unterbrochen "es sind schließlich Damen anwesend!"
Das sonst auf eine solche Aussage folgende spöttische Geplänkel zwischen Spielern und Spielerinnen unterblieb. Die Aussichten für das letzte Spiel der Saison waren einfach unterirdisch.
"Alle Träume zerplatzt!" hörte man eine unbestimmte Stimme in die Runde murmeln. "Einfach so - blödes Spiel!" fuhr die Stimme fort. "Beron, gib mir noch ein Bier!" mit diesen einfachen lakonischen Worten begann die Auswahl ihren Frust hinunterzuspülen.
Aber wie das halt immer so ist, der Alkohol überdeckt die Probleme nur und beseitigt sie nicht. Von daher ist es nicht verwunderlich, daß die Stimmung sich in und um Váhyt nicht besserte und auch die Auswahl hat sich aus dem Stimmungstief noch nicht befreit. Heute beim letzten Spiel der Saison, wo sich vielleicht ein Wunder ereignen könnte, wahrscheinlich aber nur ein langweiliges, deprimiertes Spiel stattfinden wird.
(THU)
Unverhoffter Kurswechsel
Peri. Auf den spielerischen Tiefpunkt beim Gastspiel in Semjet folgte ein regelrechter Eklat bei einer Übungseinheit der Sicheln. Im Vorfeld hatten sich wohl schon zwei Lager gebildet: Auf der einen Seite Rakiljan Fin'Jar und eine Handvoll weniger Getreuer, die mit der laxen Einstellung des Betreuers mitnichten einverstanden sind und deshalb eine "Rückbesinnung auf die Mannschaftsdisziplin" für das letzte Spiel forderten sowie auf der anderen Seite Hetmann Sinab Bidak mit der Rest der Mannschaft, die das ruhige Imman zur Vermeidung unnötiger Verletzungen aus der letzten Partie vehement verteidigten. Bevor es zu Handgreiflichkeiten kommen konnte, schlug Torsteher Lim Dar'dul vor, das Spielsystem für die Abschlussbegegnung doch in einem Schicksalsspiel zu entscheiden. So formierten sich zwei ungleiche Haufen, auf Seiten Rakiljan Fin'Jars ein halbes Dutzend Entschlossener - darunter übrigens auch der ambitionierte Schlussmann - und auf der anderen Seite eine komplette Fünfzehn. Gerade die Entschlossenheit der Erstgenannten war es aber, die in der Entscheidungspartie den Unterschied ausmachte. 18 zu 12 gewannen die rebellischen Aufwiegler, womit die Marschroute gegen Merkem also feststeht: Sturmlauf! Die Unterlegenen schoben ihre Niederlage darauf, dass sie nach der langen Saison eben müde seien und nicht mehr volles Tempo gehen könnten. Betreuer Sinab Bidak, der stets ein guter Verlierer war, zeigte aber auch diesmal viel Einsicht und mahnte die gesamte Mannschaft, im kommenden Spiel noch einmal alles zu geben, sonst würde er die Übungseinheiten drastisch verstärken.
(DDK)
Glanzloser Sieg der Tiger? - Hauptsache gewonnen!
Sendsh'gerhi - Uspektakulär, aber souverän brachten die Tiger das wichtige Auswärtsspiel in Taîmen hinter sich. Durch diesen wichtigen Sieg gegen einen strauchelnden Rivalen konnten sich die Tiger gegen das Tabellenende wieder etwas Luft verschaffen. Im letzten Heimspiel dieses Jahres gastiert der Tabellenletzte aus Morek in Sendsh'gerhi. Ein Sieg gegen die Insulaner ist dringend nötig, um dem direkten Abstieg endgültig entfliehen zu können. Nichts anderes als ein Sieg wird von den anspruchsvollen Anhängern allerdings auch erwartet!
"Wir wollen uns nicht auf ein Spiel mit dem Feuer in Tayarret einlassen.", so die Worte von Übungsleiterin Hela Marnion, den ersten seit langem zum Korrespondenten dieser Gazette, "und der Noionitensturm wird wünschen, er sei im Schutz seiner Klostermauern geblieben. Wir haben die lange Unterbrechung der Spielzeit genutzt und wollen unseren Anhängern einiges zurückzugeben. Es könnte für lange Zeit die letzte Gelegenheit sein!"
(H'Arri Îrsh)
(FZE)
Betreuerin tobt - die Auswahl feiert
Neseru Stut-Ymi'keku ist erneut kem'sche Immanmeisterin. Das stand bereits vor dem Spiel beim Tabellenzweiten aus Táyârret fest und fast alle, die an den Neserus hängen, fanden dies eine gute Nachricht. Nicht aber Betreuerin Elandriel Morgenwind, die vor dem Luchse-Spiel fast gebetsmühlenartig wiederholt hatte, daß es nun mit aller Kraft weiterzuspielen gilt, um den Wettbewerb nicht zu verzerren, die noch nie dagewesene Serie von 14 Ligaspielen ohne Niederlage zu sichern, den Zuschauern eine würdige Meisterin zu präsentieren, usw. usf.
Intern hatte die Elfe jedoch keinen Hehl daraus gemacht, daß sie Befürchtungen hegt, wonach ihre Spielerinnen und Spieler dies ganz anders sehen und deshalb auch bedauert. daß der Druck der Luchse nicht mehr vorhanden ist. Während also die Spielerinnen und Spieler bei den Übungseinheiten vor dem Táyârret-Spiel eher nachlässiges Spaßimman bevorzugten, versuchte die Betreuerin vergeblich, den Ernst der letzten Wochen und Monde hervorzurufen. So kam es, wie es kommen mußte: Neseru vergeigte das Luchse-Spiel und Betreuerin Morgenwind tobte vor versammelter Auswahl ganz und gar unelfisch. Ob es etwas gebracht hat? Gelinde Zweifel sind angebracht, denn schon wenige Tage nach der Niederlage in Táyârret sah man einige Spielerinnen und Spieler der Neserus in den Tavernen der Hafenstadt die Meisterschaft feiern. Angesprochen auf die Klatsche in Táyârret antwortete ein hier nicht namentlich genannter Spieler: "Na und? Wenn die Gurken gerade mal 10 Kisten schaffen, wenn keiner von uns mehr geradeaus laufen, geschweige denn einen Kork treffen kann, dann ist das nicht besonders beeindruckend. Und dazu mußten die erst den Schiri schmieren. Wieso sonst wurde der, der eigentlich das Spiel leiten sollte, denn plötzlich ausgetauscht; gegen diesen Blinden, der klar gegen uns war? Nüchtern und mit neutralem Feldrichter reichen fünf von uns, um diesen Kätzchen das Fell über die Ohren zu ziehen." Sprach's und stieß auf den Titel an. Ob's die Phantome, die vor dem Spiel noch auf Platz 2 gehofft hatten, trösten wird?
(PES)
Rückblicke, Ausblicke
-Kurz vor Saisonabschluss bat Táyârret-Korrespondent Advid ter Klain noch einmal den Betreuersohn Yassafer Klopfbüttel zum Gespräch-
Das Nachwuchstalent gilt als aufstrebender Spitzenspieler und Stürmerhoffnung der Luchse und machte trotz dreier Verletzungen durch dreizehn Punkte in nur sechs absolvierten Spielen auf sich aufmerksam. Die KIL-im-Bild nahm sich dies zum Anlass, den Spross der Gardistenfamilie über Zukunftspläne und Ambitionen, aber auch über die aktuellen Entwicklungen im Lager der Luchse zu sprechen.
Advid ter Klain (AtK): Yassafer, zunächst meinen Glückwunsch zum fulminanten Sieg gegen Neseru. Niemand hatte zu diesem Zeitpunkt noch damit gerechnet, dass es einer Fünfzehn gelingen könnte, die "tapferen Flammen" zu schlagen. Ihr habt dagegen doch noch das Gegenteil bewiesen, leider jedoch zu spät, oder?
Yassafer Klopfbüttel (YK): Mitnichten! Diese drei Punkte sind genauso wichtig wie alle anderen. Schließlich sitzen uns noch immer die Phantome im Nacken, deshalb war es auch so eminent wichtig die Neserus zu schlagen. Dass wir ausgerechnet gegen die jetzt schon feststehende Meisterin gewonnen haben, macht die Sache zwar schön, dass es allerdings nicht wir sind, die ganz oben stehen, schmerzt am Ende doch ein wenig.
AtK: Lange Zeit konnten die Luchse mit Stut-Ymi'keku mithalten und auch vergangene Woche wieder beweisen, dass man Neseru in Sachen Spielkunst das Wasser reichen kann. Letzten Endes werden die Sarslunder aber mit einem gewaltigen Vorsprung Meister. Woran hat es gelegen, dass der Unterschied nun so groß ist?
YK: Ich glaube, das Schlüsselspiel war das Hinspiel in Stut-Ymi'keku. Da wurden wir ja völlig 'runtergemacht und haben dann über kurz oder lang den Anschluss verpasst. Außerdem darf man nicht vergessen, was für Spieler in den Reihen der Neserus stehen, die scheinen einfach mehr Puste zu haben als unsereins.
AtK: Der Saisonabschluss steht kurz bevor, zwei Spieltage stehen noch aus und die Meisterschaft ist entschieden. Gibt es dennoch eine Devise für die letzten beiden Partien?
YK: Ja, freilich! Nachdem wir es den Neserus nun so richtig gegeben haben, haben wir alle wieder so richtig Lust auf Imman. Außerdem dürfen wir wie gesagt Áchesa nicht aus den Augen lassen, die haben zwar vier Punkte Rückstand aber mit denen ist immer zu rechnen wie wir schon aus der AIM-Qualifikation lernen mussten. Ein Spiel müssen wir also mindestens gewinnen, am besten aber beide!
AtK: Und welche Ambitionen gelten für die Luchse in der nächsten Saison?
YK: Endlich Meister werden, ist doch klar!
AtK: Yassafer, Ihr geltet als das Stürmertalent der Luchse, seid dieses Jahr aber durch drei Verletzungen erheblich aus dem Konzept gebracht worden. Wie weit haben Euch all diese Querelen zurückgeworfen?
YK: Ja, das war natürlich bitter. Besonders die Hinrunde war ganz schlimm. Gleich im ersten Spiel habe ich rausgemusst, dann musste ich erst mal drei Spiele pausieren. Als ich wieder genesen war, ging es gleich gegen die Neserus, das Resultat ist ja bekannt… Naja, jedenfalls hab' ich mich da gleich wieder verletzt und konnte dann erst wieder beim ersten Rückrundenspiel gegen die Haie mitmachen. Auch wenn ich beim Spiel gegen Khefu erneut ein paar blaue Flecken einstecken musste, geht es mir jetzt wieder bestens. Bei Phex, ich hoffe, ich erwische nächste Spielzeit endlich eine Glückssträhne und kann die hohen Erwartungen beständig erfüllen.
AtK: Das hoffen wir natürlich ebenfalls für Euch, Yassafer. Habt Ihr Euch denn für nächstes Jahr schon konkrete Ziele gesteckt?
YK: Ich persönlich nicht direkt, es gilt halt mit den Luchsen Meister zu werden, aber das ist ja eher das Mannschaftsziel…
AtK: Man sagt, Ihr würdet mit der Torjägerkrone liebäugeln…?
YK: Nächste Saison? Auf gar keinen Fall! Ich muss erst mal wieder eine konstante Form erreichen, dann sehen wir weiter. Sicherlich ist das irgendwo der Wunsch jeden Stürmers, aber Satinav sitzt mir schließlich noch nicht im Nacken, mein neunzehnter Tsatag steht erst kurz bevor, mir bleibt bestimmt noch genug Zeit, auch dieses Ziel irgendwann ins Auge zu fassen.
AtK: Das hoffen wir natürlich ebenfalls. Gut, Yassafer, besten Dank für das Gespräch und alles Gute für Euch und die Luchse im Schlussakkord dieser KIL-Spielzeit und in der folgenden!
Mantikor muss zittern!
Nachdem vom amtierenden EdN-Pokalsieger schon vor einigen Spieltagen großmundig verkündet wurde, man habe den Verbleib in der Liga bereits gesichert, stellt sich die Situation zum aktuellen Spieltag etwas anders dar, als man das sich vorgestellt hatte.
"Nun gut," mein Betreuer Hofmann "dann wollen und müssen wir eben gegen Neseru punkten. Sollte alles nichts nützen, wir runtergereicht werden, dann ziehe ich daraus meine Konsequenzen und werde meinen Stuhl räumen!"
(MAT)
Áchesas ziehen gute Bilanz
Zwei Spieltage vor dem Ende der diesjährigen Immansaison könnte die Stimmung bei den Phantomen aus der Hauptstadt nicht besser sein. Rang drei in der Tabelle und ein großer Vorsprung auf die gefährlichen Plätze bestätigen das, was im Verlaufe der Spielzeit schon angedeutet wurde: Áchesa ist wieder angekommen in der 1.Liga und auf einem guten Weg. Wohin dieser führen wird, ist natürlich nicht zu sagen, aber es gib 5 Gründe, weshalb die ehemals eher pathetisch als erfolgreich auftretende Truppe auch in der nächsten Saison eher oben als unten in der Tabelle zu finden sein dürfte:
1. Die Stimmung in der Auswahl stimmt: War es in der Abstiegssaison noch so, daß nentwegt gegenseite Schuldzuweisungen und Streitereien gemeldet wurden, so stand man dieses Jahr auch nach Niederlagen zusammen und nahm sich gegenseitig in Schutz.
2. Die neagtiven Erfahrungen: So entsetzt man in Khefu damsl über den Abstieg in die zweite Liga entsetzt war, so sehr hat dieses Erlebnis die Spielerinnen und Spieler gehärtet und zusammengeschmiedet. Man weiß jetzt, daß man nur mit gegenseitigem Vertrauen weiterkommen wird.
3. Der Betreuer: Algerîan Klopfbüttel ist ein Glücksfall für die Pahntome. In der Abstiegssaison als Notlösung ernannt, hat es der ehemalige Spieler der Áchesas geschafft, sich die nötige Autorität zu erwerden - er kennt alle Stärken und Schwächen, alle Eigenheiten und Empfindlichkeiten seiner Spielerinnen und Spieler.
4. Die Taktik: Waren die Áchesas früher für maßlos übertriebene Härte bekannt, so hat sich das Bild inzwischen gewandelt. Zwar wird immer noch heftig zugelangt, aber nicht mehr nur zum Selbstzweck oder zur Einschüchterung des Gegeners. Áchesa spielt ansehnliches Kombinations-Imman und mischt dieses mit der nötigen robusten Härte.
5. Das Publikum: Die Fünfzehn hat in den schwierigen letzten Jahren gemerkt, daß das Publikum immer auf ihrer Seite ist - wenn nur alle Spielerinnen und Spieler alles für den Erfolg geben. Das honoriert das Publikum entsprechend und unterstützt seine Auswahl auch wenn es kritische Szenen zu überstehen gibt. Der eine oder andere Punkt wurde so noch gewonnen.
Dr. E. R. Barmin
Quo Vadis Vahyt?
Ohne einen einzigen Ersatzspieler tritt Vahyt diese Woche auf, wenn man einmal vom Ersatztormann absieht. Die Frage die sich alle Schlachtenbummler und Anhänger der Drachen nun stellen ist, wo soll das noch hinführen? Der Aufstieg ist mit einer solchen Auswahl sicherlich nicht mehr zu schaffen. Lag es an der neuen defensiven Strategie, die in diesem Spiel erstmals wieder aufgegeben wurde, aus reinem Spielermangel oder gab es gar andere Gründe? Hatten die Immangötter durch die vielen Sperren und Verletzungen den Drachen vielleicht etwas mitzuteilen? Wenn ja, was sollte das sein?
Die Stimmung der einfachen Anhänger war allerdings bei weitem nicht so philosophisch. Hier ging es eher um die Frage, wer, also welche Person, Schuld an dem Debakel hatte. Der Betreuer Bordoc der Bär konnte es nicht sein, er war immerhin der zweitbeste Stürmer. Aber wer bei allen Niederhöllen dann?
Alles in allem eine eher resignierende Stimmung, die dazu führt das kaum noch Váhyter zu den letzten Spielen kommen werden! Ob diese Befreiung von der Last den Anhängern zu genügen, bei der jetzigen angespannten Situation allerdings ein Vorteil ist, wird sicherst noch zeigen müssen. Was sicher ist, ist daß es bei den letzten Spielen der Drachen ruhiger auf den Rängen zugehen wird.
(THU)
Kämpfen bis zum Umfallen
PLÂNE. Die Spielzeit geht dem Ende zu, noch immer ist offen, wer die Aufsteiger der 2.Liga sein werden. Mit einer Siegesserie stehen die Perlbeißer auf Platz 3 und sind hochmotiviert, auch die letzten Spiele erfolgreich abzuschließen. Der Neueinsteiger hat viele Sympathien gewinnen können, und auch wenn so manch ein Spiel weniger durch Klasse als vielmehr durch Kampf gewonnen wurde, so hat man doch bewiesen, dass man nicht zu den Etablierten gehören muss, um die Liga aufzumischen.
Gegen Setepen möchte Betreuer Talachan noch einmal alle Kräfte auffahren um die Chancen auf den Aufstieg zu wahren. "Wir haben Unglaubliches geschafft und stehen vor der Sensation. So kurz vor dem Ziel will keiner der Spieler aufgeben, jeder ist bereit, sein Bestes zu geben. Wir werden
kämpfen bis zum Umfallen wenn es sein muss."
Akîbet Leyla Al'Plâne hat versprochen, einen Feiertag auszurufen, sollte der Aufstieg tatsächlich geschafft werden. "In Plâne wird es einen Umzug geben, um unsere Spieler zu feiern. Sie haben bewiesen, dass auf den Inseln wahrlich Wunder geschehen können."
Ob es nun ein Sieg geben wird oder der Traum ein Ende findet, sicher ist, dass die Perlbeißer ihren Neueinstieg in die Welt des Imman mit Bravour bestanden haben.
(JMA)
Knapper Sieg Ahamis gegen die Seedrachen, Meisterschaft fast sicher !
Nach dem knappen Sieg beginnt man in Ahami jetzt hin- und herzurechnen, es werden alle möglichen Ausgänge der verbleibenden Partien berechnet. Aber es steht noch nicht sicher fest, ob der Kalte See auch erster bleibt, allerdings ist es sehr wahrscheinlich. Denn wenn die Truppe auch nur ein winziges klitzekleines Pünktchen aus zwei Spielen holt, dann ist sie uneinholbar. Und nun steht ein Besuch in Merkem an, der Truppe in der zweiten Liga, die mit den höchsten Ansprüchen gestartet und mit dem schlechtest denkbaren Ergebnissen einen desaströs schwachen Gegner darstellt. Eigentlich sollte ein Sieg oder zumindest ein Punkt also kein ernsthaftes Problem darstellen, aber Vorsicht, erinnern wir uns an das Spiel gegen die vermeintlich schwachen Perlbeißer, die auch vor kurzem noch das Tabellenende zierten und dann die Auswahl Ahamis besiegen konnten. Ahami ist ohne Zweifel schon immer ein Favoritenschreck gewesen, erinnern wir uns nur an die fulminanten Erfolge im letzen Pokal, aber dafür müssen sich die Mannen und Frauen des Kalten See vor den Schlusslichtern in Acht nehmen. Und so ist es wahrlich kein gutes Omen, daß ausgerechnet der Tabellenletzte und danach der Tabellenvorletzte auf dem Spielplan stehen. Zu diesem Thema führten wir auch ein kurzes Gespräch mit Danrat Helm, dem Torsteher des Kalten Sees:
RS.: "Nur zwei Fragen, erstens werdet ihr Meister ?, zweitens gewinnt ihr gegen Merkem ?
DH.: Zweimal ja. Merkem ist doch völlig am Ende, meiner Meinung nach hat eine solche Truppe in der 2. KIL nichts zu suchen, am besten die Deppen gehen vor Spielantritt nach Hause. Und selbst wenn wir beide Spiele verlieren sollten, da müssten die Drachen schon beide gewinnen, und dann hätten wir immer noch die Relegation.
RS.: "Starke Worte, aber steht nicht zu befürchten, daß wieder eine Blamage wie gegen Plane droht?
DH: Nein bestimmt nicht, ich werde nicht noch mal einen solchen Fehler machen, die machen keinen Punkt, ich werde voll da sein."
RS.: Dabei viel Glück, und vielen Dank für das Gespräch.
(PCZ)
Raben am Tiefpunkt
7:25 hieß es am letzten Spieltag gegen die Weißen Raben Yleha, und dies ausgerechnet gegen ihren Lieblingsgegner aus Setepen. Eine Klatsche, die wie in letzter Zeit so häufig beweist, daß der Höhenflug der Ylehis am Anfang der letzten Spielzeit kaum mehr war als Zufall. Die Weißen Raben spielen derzeit so, wie es ihrem Leistungsvermögen entspricht: bemüht, einsatzfreudig aber unzulänglich und ideenlos.
Zu viele Mitläufer befinden sich im Haufen, niemand, der auf dem Platz einmal aufrüttelt und seine MItspielerinnen und -spieler mitreißt. Einzig Torfrau Mezkarai, außerhalb des Platzes eher still und zurückhaltend, nimmt kein Blatt vor den Mund: "Wir sind ein lebloser Haufen und die Verunsicherung verhidnert, daß irgendjemand bereit dazu ist, ein Risiko einzugehen."
Selbst sie, die ansonsten immer aus dieser unterdurchschnittlichen Auswahl herausragte, befindet sich in einer Krise: "Was ich die letzten Spiele durchgelassen habe, das geht auf keine Kuhhaut. So schlecht habe ich noch nie gespielt."
Wenig Hoffnung also für die Raben im vorletzten Spiel gegen die Schwarzen Drachen aus Váhyt - für die es immerhin noch um den Aufstieg geht.
Dr. E. R. Barmin
Ruhiges Auslaufen
Peri. Nachdem es in dieser Zweitligasaison für die Sicheln erwartungsgemäß nicht mehr mit dem Aufstieg geklappt hat, verordnete Betreuer Sinab Bidak seinen Spielern ein "ruhiges Auslaufen". Die Mannschaft habe ihr Soll erfüllt, indem sie endlich ein paar Zuschauer in die Strandarena gelockt hat und brauche sich nun nicht mehr "totlaufen". "Die Zweite Liga für kurze Zeit auf den Kopf gestellt zu haben, reicht uns", so Bidak. "Es hat Spaß gemacht, auf Augenhöhe mit den Großen dieser Liga zu sein, nun wollen wir aber nichts mehr riskieren. Alle von uns haben in der Woche hart zu arbeiten und können es uns nicht leisten, wegen einer Verletzung beim Imman die Felder nicht bestellen zu können." Gar nicht erfreut war Kapitän Rakiljan Fin'Jar über die Maßgabe seines Hetmanns: "Es kann nicht angehen, dass wir nach so einer tollen Saison einfach aufgeben sollen! Gut, der Aufstieg ist nicht mehr zu machen, aber wenigstens unsere jetzige Position sollten wir zu verteidigen versuchen, sonst sind wir am Ende wieder das verlachte Schlusslicht. Darauf habe ich einfach keine Lust mehr! Ich will beim Imman auch Erfolg haben, sonst könnte ich mich ja gleich in eine billige Spelunke setzen und meine letzten Trümmer versaufen." Zuletzt waren in den Tavernen Mergyans gar Gerüchte über Abwanderungsgedanken des Torjägers zu vernehmen. Inwieweit diesen aber nur ein Fünkchen Wahrheit innewohnt, weiß allein Praios.
(DDK)
Neseru im Meisterschaftstaumel!
Es war schwer, vor dem eigentlich geplanten Endspiel der Neserus bei den Luchsen Táyârret einen Spieler zu finden, der noch zu klaren Worten fähig war. Die ganze Woche, seit mit dem Sieg von Mantikor gegen die Luchse die Meisterschaft für Neseru unverbrüchlich feststand, hatten die Angehörigen des Haufens fast ausschließlich mit Feiern verbracht, worunter dem Handel und der Wirtschaft der Hafenstadt durchaus Schaden entstanden sein dürfte, blieben einige Geschäfte doch geschlossen und einiges Tagwerk ungetan. Am Tag vor der Abreise besuchte man jedoch gemeinsam den Borontempel, um wieder zu Ernst und Gelassenheit zurückzufinden.
Betreuerin Elandirel Morgenwind, die es vermocht hat, von einen jungen, talentierten Haufen zu einer Spitzenauswahl zu formen, betonte, daß es der Konkurrenz jederzeit freistünde, sich ebenso zu entwickeln wie die junge Neseru-Fünfzehn.
"Als meine Jungs und Mädels das erste Mal auf dem Platz standen, da waren sie objektiv eingeschätzt schlechter als Merkem, als Táyârret und vor allem als Mantikor. Warum es heute anders ist, das müssen die dortigen Verantwortlichen begründen, nicht wir." Diese Anspielung bezog sich auf den Mantikor-Tormann Biltzgeschwind, der sich im Vorfeld dieses Spieltages über die Langeweile beklagte und nicht umhinkam zu behaupten, daß Neseru zu stark sei für die Liga. "Beschämend", "peinlich" und "lachhaft" wurden diese Aussagen in den Kreisen des neuen Meisters aufgenommen. "Letztes Jahr haben sie uns im Pokalfinale geschlagen", so die Betreuerin kopfschüttelnd, "da müssen sie sich schon fragen, weshalb wir dieses Jahr zu stark für sie sind". Nächstes Jahr sähe wieder alles ganz anders aus, meint Elandriel Morgenwind, und "wenn man schon nicht mit Mantikor rechnen muß, so haben doch sicherlich die Phantome gewaltige Fortschritte gemacht, und die Luchse, bei denen sehr gute Arbeit geleistet wurde, sind auch nicht zu vernachlässigen".
Pire Tepesen.
(PES)
Euphorie noch immer nicht gebrochen
Djáset. Trotz der schmerzlichen Niederlage gegen den Erzrivalen Mantikor Tásebá und der daraus resultierenden Tatsache, dass die Luchse den Kampf um die Meisterschaft nun endgültig verloren haben, herrscht eine Art Aufbruchsstimmung vor dem Spiel gegen den Abonnementmeister aus Stut-Ymi'keku im táyârreter Lager. Für Kapitän Victor Mulker ergeben sich aus dieser Situation "völlig neue Perspektiven". Endlich könne man wieder befreit aufspielen und den Druck der vergangenen Wochen schließlich abschütteln, so Mulker. Dennoch sind auch die Luchse gewarnt, denn mit nur vier Punkten Rückstand sitzt ihnen Khefu unerbittlich im Nacken. "Wir wissen, dass es jetzt noch einmal um alles geht und haben sicher auch nicht vor, nun in der heißen Schlussphase zurückzustecken", ließ Betreuer Ergolf Klopfbüttel, der sein Mohagoni nach der Saison übrigens definitiv an den Nagel hängen wird, verlauten. "Das Spiel gegen die Neserus ist wenigstens ein Prestigeduell wie der Horasier sagen würde. Für uns gilt es aber außerdem noch, unseren hervorragenden zweiten Platz bis zum Ende zu verteidigen und damit zu beweisen, dass wir der beste Haufen hinter den Neserus im Káhet sind. Im nächsten Jahr können wir dann vielleicht noch einmal angreifen und Stut-Ymi'keku die Immankrone streitig machen. Über kurz oder lang werden wir zumindest mit ihnen gleichziehen können, davon bin ich fest überzeugt."
So ganz scheint die Entscheidung um die Meisterschaft in Táyârret also noch nicht verwunden. Obschon man im Verlaufe der Spielzeit seine Ambitionen auf den Titel nach dem Debakel aus dem Hinspiel gegen Neseru immer wieder heftigst dementierte, scheint der eine oder andere Luchs insgeheim doch noch mit der Meisterschaft geliebäugelt zu haben. Diesen Spieltag hat die Mannschaft jedenfalls die Chance, ohne jeden Druck doch noch einmal zu zeigen, was in ihr steckt.
(DDK)
Sieg! Erleichterung in Plâne
Nach zwei Siegen in Folge, im letzten Spiel sogar gegen den Tabellenersten aus Ahami, ist die Ernüchterung in Plâne der Freude gewichen. Die Spieler machten nach dem Spiel die Schänken des Ortes unsicher und legten so manchen Tanz hin. "Heute ist uns nach Feiern zumute, nach diesen schwer
erkämpften Erfolgen haben wir es uns verdient" sprach Alverano Karanikios aus. Selbst Betreuer Rashid Talachan, nicht unumstritten, sah man nach dem Spiel die Erleichterung an. "Nun heißt es aber, nicht in die gleichen Fehler wie in der Mitte der Spielzeit verfallen. Wir haben gezeigt, dass wir mehr sind als nur unerfahrene Neulinge. Respekt haben wir uns verdient, jetzt können wir auch ein wenig mehr wagen." Nachdem der letzte Tabellenplatz nun abgegeben wurde, möchten die Perlbeißer nicht mehr
dorthin zurückkehren, verdenken kann man es ihnen auch nicht. Neue Herausforderungen warten, und vielleicht auch so manche Überraschung.
(JMA)
"Jetzt reicht's aber verdammt!"
Ein Satz den man von diversen Anhängern der Drachen in den letzten Tagen mehr als einmal gehört hat. Wo die Spieler und Spierlinnen der Drachen auch auftauchen, immer wird lautstark über die letzten Spielergebnisse getuschelt. Ja, auch diverse Handgreiflichkeiten konnte man schon beobachten, so wie bei Yussuf ibn Hilan, den man aus seiner Lieblingstaverne geworfen hatte. Die Váhyter sind sich einig, es muss etwas passieren.
Bordoc der Bär hatte dies wohl verstanden und eine Rückbesinnung auf alte Werte versprochen. "Wir werden härter spielen," hatte er seiner Auswahl mitgeteilt. "dieser Niederlagenserie haben wir nur eines entgegenzusetzen, brutale Gewalt!" hatte er getönt. "Wir werden den Gegner an unserer Abwehrmauer zerschellen lassen!" hat er geschrieen und die freudige Erregung in den Augen seiner Spieler lässt nichts gutes hoffen!
Einzig den Anhänger der Drachen wird es sicherlich gefallen, wenn dieselben versuchen Rekmehi Merkem beim Heimspiel in einen blutigen Haufen Brei zu verwandeln. Der Frust der sich bei Spielern und Anhängern breitgemacht hat, wird sich sicherlich entladen, die Prophezeien nicht nur die váhyter Immangötter sondern auch die Wirte in den Schenken und die Wetten laufen derzeit nicht mehr auf den Torabstand, sondern darauf, welcher der Spieler als erstes vom Platz fliegen wird.
In diesem Sinne ein fröhliches Hacketau!
(THU)
Gespräch mit Mergian von Ahet!
RS.: "Sehr geehrter Her Mergian, ihr seid ja wichtigster Unterstützer der Auswahl, sozusagen die graue Eminenz des Kalten Sees, und habt euch vermittelnd in den gärenden Streit eingemischt, was habt ihr denn erreichen können?"
MA.: "Nun zunächst vielen Dank für die Darstellungsmöglichkeit die ihr mir bietet, ich möchte sogleich versuchen sie zu nutzen." Er räuspert sich ein wenig, um dann fortzufahren: "Also, wie bekannt ist hat es ja kleinere Differenzen in der Truppe gegeben."
RS.: "Ihr wollt sagen, es ging ein tiefer Spalt durch die Mannschaft, und Akib Menadis hat im letzen Spiel ja teilweise direkt gegen die Anweisungen der Betreuer gehandelt, und war damit sehr erfolgreich." "Gibt es also bald zwei Mannschaften vom Kalten See ?"
MA.: (lacht trocken) "Das Redakteure immer alles übertreiben müssen, nur damit es sich besser verkauft, aber sei es drum, vor zwei Tagen hat es ein klärendes Gespräch gegeben, und der Streit in der Mannschaft ist damit beigelegt. Wir waren uns einig, daß wir jetzt alle gemeinsam an einem Strang ziehen sollten, damit wir ohne Relegation den Aufstieg schaffen, und dafür stellen wir alle kleinlichen Streitereien hintenan. Für die nächste Saison ist beschlossen, daß es einen Betreuerwechsel geben wird, und daß keiner der bisherigen Betreuer weiter in der Auswahl spielen wird.
RS.: (unterbricht unvermittelt) "Hat sich der Akib also durchsetzen können ?"
MA.: "Wenn ihr doch nur die Güte hättet mich ausreden zu lassen, nun denn desweiteren wurde beschlossen, daß auch Akib Menadis in der nächsten Saison nur noch dann spielen soll, wenn die Auswahl wirklich keinen anderen Spieler mehr aufbieten kann, sozusagen als allerletzte Reserve, in der übernächsten Saison soll er dann keinesfalls mehr spielen. Auch wurde beschlossen, daß jeder Spieler, der noch einmal in einer Truppenspielnachbesprechung ausfällig und gewalttätig wird, vom Betreuer ohne weiteres intern für einige Spiele gesperrt werden kann.
RS.: "Aha, ein Betreuerwechsel zur neuen Saison also ? Gibt es denn da schon Kandidaten ?
MA.: "Wir befinden uns da noch in der eingehenden Planungsphase, allerdings hängt, daß natürlich auch stark davon ab in welcher kem´schen Spielklasse wir uns dann befinden. Sofern mit dem Aufstieg alles klappt, brauchen wir einen anständigen Betreuer, man kann nicht in der 1 KIL ohne Betreuer spielen, das versteht sich ja von selbst.
RS.: "Gut, kommen wir zu dem von euch angesprochenen Aufstieg, das Spiel gegen die Seedrachen könnte diesbezüglich ja vorentscheidend sein, wenn Ahami gewinnt, ist ihnen der erste Platz nur noch theoretisch zu nehmen, oder ?
MA: "Sicher, das Spiel ist ungeheuer wichtig, geht es doch gegen den einzigen verbliebenen Verfolger, unsere Truppe wird also vollen Einsatz gehen, davon könnt ihr ausgehen. Aber auch die Seedrachen werden sich anstrengen, für sie ist das Spiel mindestens genauso wichtig. Ich glaube es wird ein spannendes, torreiches, hartes aber recht ausgeglichenes Spiel.
RS.: "Dann freuen wir uns alle gemeinsam auf das anstehende Spiel.
(PCZ)
Raben verlieren erneut! Enttäuschende Saison nach gutem Anfang!
Erneut haben sich die Raben auswärts als hilflos und unfähig erwiesen, einen durchaus machbaren Sieg zu erringen. Bei den alles andere als dominierend auftreten Perlbeißern aus Plâne verspielte man beim 2:7 die allerletzte Möglichkeit, doch noch ins Aufsteigsrennen einzugreifen. Und obschon sich das für die Ylehis hart anhört, so ist dieses Versagen doch besser für den Haufen. Nicht auszudenken, wenn diese Fünfzehn doch noch glücklich den Weg in die erste Liga gefunden hat - es gäbe dort niemanden, der die Raben zu fürchten hätte, ein demoralisierender Abstieg und hohe Niederlagen wären vorbestimmt gewesen.
So bleibt den Weißen Raben nun nur noch, die letzten drei Spiele mit Würde und Anstand hinter sich zu bringen und diese letztendlich verkorkste Spielzeit offen zu analysieren. Nach einem guten Start hatte man sich selbst maßlos überschätzt und nach den ersten, schweren Niederlagen geweigert die eigene Unzulänglichkeit anzuerkennen. Daran führt inzwischen kein Weg vorbei, und Torfrau Ankhsa Mezkarai gibt, fast schon resigniert, zu Protokoll: "Wir stehen derzeit auf einem Platz, der unsere Leistungsfähigkeit wiederspiegelt. Mehr ist bei uns nicht drin."
Pire Tepesen
(PES)
Bereit zum Endspurt!
Die entscheidenden Spiele der KIL werden in Táyârret mit Spannung erwartet
Nach dem 24-zu-9-Kantersieg gegen NIB Áchesa Khefu, einem Mitkonkurrenten um Platz 2, ist man in Djáset wieder guter Dinge. Längst haben sich Mannschaft und Betreuerstab mit der Tatsache abgefunden, dass der unangefochtene Meister dieser Spielzeit Neseru Stut-Ymi'keku heißt, dennoch ist man gewillt, die Vizemeisterschaft ohne weitere Niederlage zu erlangen und dem Rekordmeister noch ein Schnippchen zu schlagen. Jetzt warten die Luchse aber erst einmal voller Vorfreude auf ein weiteres Aufeinandertreffen mit dem Erzfeind Mantikor Tásebá, bevor nächstes Mal die "tapferen Flammen" ihr Gastspiel in der Pjásob-Kampfbahn geben. Unser Korrespondent Advid ter Klain hat vor diesen beiden brisanten Partien die Stimmung in Djáset und im Lager der Luchse eingefangen und gibt sie hier anhand mehrerer exemplarischer Stellungnahmen preis:
"Tásebá? Stut-Ymi'keku? Lächerlich..."
- Brandor Sekulan, Seesöldner und Stürmer der Luchse
"Die werden schon sehen, diese Neserus. Glauben wohl, sie könnten hierher kommen und uns einfach so fertig machen. Aber die werden sich noch wundern. Wir sind hier nicht so dämlich und lassen uns von denen an der Nase 'rumführ'n. Die haben schon ganz Recht da in Sendsh'gerhi, dass die sich wundern. Ist schon komisch, dass die immer die selben Schiedsrichter kriegen. Aber die sollen mal kommen! Wir haben hier eine starke Stadtgarde und die Klopfbüttels spielen ja schließlich selber in der Mannschaft... Und Tásebá? Ja, wenn wir da nicht gewinnen, dann können wir das mit der Meisterschaft wohl tatsächlich vergessen…"
- Ranulf Sturmfels, Schauermann und - zurzeit gesperrter - Stürmer der Luchse
"Natürlich freut es mich für die Stadt und die Tá'Akîb, dass die Luchse heuer so erfolgreich spielen, bei Boron. Dennoch sollte das Volk seinen Blick nicht zu sehr von seinem Glauben ablenken lassen. Der Herr Boron sieht es nicht gern, wenn der Dienst an IHM außer Acht gerät. Wie manch ein Spieler von den Djásetern verehrt wird ist ja fast schon verwerflich. Bedenklich stimmt zudem, dass manch ein Luchs den Herrn Boron noch immer nicht als den Fürsten von Alveran ansieht…"
- Bruder Larianus, Laguaner zu Djáset
"Ja. Dieses Jahr können wir es vielleicht endlich einmal schaffen. Das wäre ja was! Die Luchse als Meister, eine Sensation wäre das. Aber das wird noch ein steiniger Weg. Die Mantikore wollen natürlich gewinnen und ein Spiel gegen die Neserus ist nie ein Zuckerschlecken. Trotzdem, so wie sich die Luchse gegen Khefu verkauft haben, können sie jeden schlagen!
- Cheru'met, Lehrling im Kontor Mes'kha-rê
(DDK)
Der nächste Sieg: Meisterschaft so gut wie in der Tasche!
Nach dem triumphalen 16.1 gegen die Tiger aus Sendsh'gerhi war auch der Erzfeind der Neserus, die Haie aus Táîmen, kein wirklicher Stolperstein auf dem Weg zur Meisterschaft. 7:23 siegte man letztendlich klar und deutlich in einem Spiel, das wenig mit Imman, dafür mehr mit einem Krieg zu tun hatte. Vorab waren schon erste Befürchtungen laut geworden, denn mit Aussagen "...wenn die einen Krieg wollen, kriegen sie ihn" oder "... mal sehen, wessen Knochen dem Mohagoni eher standhalten", hatten die Neserus vor der Begegnung klargemacht, dass sie die Haie auf ihrem ureigensten Feld zu bekämpfen gedachten.
Und so kam es auch; die Haie begannen rustikal bis hin zur Brutalität, und lange sahen die Neserus nicht zu, sondern teilten ebenso freigiebig aus. Was sie jedoch von ihren Gegnern abhob war die Tatsache, dass sie über all der Holzerei das Immanspielen nicht vergaßen, und so jede Spielphase, in der nicht gerade geschlägert wurde, zu einem Torerfolg nutzen. Es schien fast so, als erledigten sie das Toreschießen wie eine lästige, aber notwendige Pflicht, ehe sie sich wieder mit offenkundiger Freude daranmachten, auf die Spieler der Haie einzuschlagen.
So sollte man besser den Mantel des Schweigens über dieses unansehnliche Spiel decken und darauf verweisen, dass den Neseru gerade einmal ein Sieg fehlt, um sicher kem'scher Immanmeister zu werden. Daß dieser Sieg gegen die abstiegsbedrohten Moreker gefeiert werden wird, da ist man sich bei Neseru sicher.
Pire Tepesen
(PES)
Phantome mit Kopfschmerzen...
War das denn nötig? Allenthalben im Umfeld der Áchesas war diese Frage nach der Klatsche am letzten Spieltag zu hören. Zwar war man nicht mit allzugroßen Hoffnungen in die Partie gegen die wiedererstarkten Luchse gegangen, doch die letzten Leistungen und der Anreiz, möglicherweise sogar noch die Vizemeisterschaft erringen zu können, ließ im Vorfeld des 10. Spieltages doch Hoffnungen aufkommen.
Zwar ist die Niederlage an sich kein Beinbruch, mit dem Abstieg werden die Áchesas wohl nichts mehr zu tun haben, aber die vormals viel beschworene neue Nervenstärke bewies die Fünfzehn bei den Luchsen auch nicht gerade.
Verkrampft und ideenlos präsentierte man sich, dazu löchrig in der Abwehr, alleine der Sturm wußte zu gefallen - ein deutlicher Rückfall in alte, längst vergessen geglaubte Zeiten. Erklärungen dafür gab es keine, ratlos waren die Spielerinnen und Spieler ebenso wie Betreuer Klopfbüttel. "Ich kann nicht sagen, weshalb es uns nicht gelungen ist, unsere Vorhaben auch nur ansatzweise umzusetzen. Ich kann nur hoffen, daß dies ein einmaliger Ausrutscher bleibt."
Das sollte es auch, wenn der unverkennbare Aufschwung der traditionsreichsten kem'schen Immanauswahl sich fortsetzen soll. Ansonsten droht der Rückfall auf Zeiten, an die die Áchesa-Anhängerschaft nicht gern zurückdenkt. Ob allerdings die rustikalen Tiger die richtige Gegnerin sind, um auf den Pfad der Tugend zurückzukehren, bleibt fraglich. "Wir wollen auf alle Fälle nichts unversucht lassen, um uns zu rehabilitieren", so das Versprechen von Kapitänin Alicia Borg. Man wird sehen...
Dr. E. R. Barmin
Dank an die Wachteln - Yleha atmet auf!
Dieser Gegner kam gerade zur rechten Zeit! 15:5 siegten die Weißen Raben gegen die desolaten Wachteln aus Rekmehi und konnten so, gegen die ehemalige Spitzenfünfzehn aus der 1. Liga einen dringend benötigten Sieg feiern. Wie notwendig dieser war, zeigt die Tatsache, dass man mit einer Niederlage auf den letzten Platz der Liga abgerutscht wäre und somit das Etikett der schlechtesten Auswahl des Káhet Ni Kemi angeheftet bekommen hätte - nicht unverdient übrigens, denn die Leistungen der Raben waren in den letzten Monden doch von außergewöhnlicher Bescheidenheit.
Im Spiel selbst besannen sich die Ylehis endlich wieder auf ihre primären Tugenden, Kampf und Einsatz. Man hat wohl endlich eingesehen, dass die Ansicht, man sei eine spielstarke Spitzenauswahl eher Wunschdenken statt Realität ist. Ob dieser Sieg gegen die nun am Tiefpunkt angelangten Wachteln ein Fingerzeig auf bessere Zeiten ist, bleibt abzuwarten. Das nächste Spiel hat es jedenfalls in sich: Die starken Perlbeißer aus Plâne werden mit dem Hochgefühl des Sieges gegen Tabellenführer Ahami sicherlich kein leichter Gegner sein.
Pire Tepesen
(PES)
Niederlage zu Hause, Streit in der Auswahl, Ahami in der Krise!
Es war traurig mitanzusehen, wie die Auswahl Ahamis im letzten Spiel gegen das Tabellenschlusslicht verloren hat. Zwar ist man nicht völlig untergegangen, es fragt sich aber trotzdem, warum die in anderen Begegnungen so souveräne Mannschaft sich diesen Patzer geleistet hat. Aber viel schlimmer, als die bloße Niederlage ist die gereizte und missmutige Stimmung, die seitdem in der Truppe herrscht. Die Ursache hierfür war ein Streit über die taktische Aufstellung, der sich bei der Spielnachbesprechung, zwischen einer Gruppe von Spieler um Akib Menadis Mezkarai, und einer Gruppe um die beiden Betreuer entlud. Dabei soll es auch durchaus heftiger zugegangen sein, und neben wüsten Beschimpfungen tauschte man wohl auch einige Handgreiflichkeiten aus. Letztendlich endete die Sache damit, daß der Akib ein Ultimatum an die beiden Betreuer stellte, wenn diese das nächste Spiel ebenfalls verlieren würden, könnten sie ihren Hut nehmen, ist er doch eben auch einer der wichtigsten Unterstützer der Auswahl.
Die Betreuer konterten prompt, daß man zukünftig auch auf die Mitwirkung des Herrn Akibs verzichten könne, man gebe ihm aber im Spiel gegen die Sicheln noch eine allerletzte Chance. Die Betreuer können auf Akib Menadis auch kaum verzichten, fehlt ihnen doch jetzt schon ein Spieler, und man wird mit einem Mann weniger auflaufen müssen. Offenbar wird man noch gemeinsam das nächste Spiel bestreiten, aber die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Jedenfalls ist innerhalb der Truppe ein offener Machtkampf um die Führung entbrannt, und wer den gewinnt ist, noch völlig unklar. Aber die Verlierer stehen jetzt schon fest, nämlich die treuen Anhänger Ahamis, die nun wohl auch mit einer Niederlage gegen die schwächlichen Sicheln rechnen müssen, und wenn sich die Streithähne nicht einigen, ist wohl auch der erst vor kurzem zum Ziel erklärte Aufstieg in großer Gefahr.
(PCZ)
Sicheln noch immer im Tabellenmittelfeld - Kann die erstaunliche Platzierung gehalten werden?
In Váhyt hat sich letzte Woche wieder einmal bewiesen, dass die Sicheln dieses Jahr für jede Überraschung gut sind. Mit dem Sieg über die Schwarzen Drachen zog man nun sogar mit dem einstiegen Aufstiegskandidaten gleich und konnte sich im Tabellenmittelfeld festsetzen. Manch einer träumt nun vielleicht gar vom Aufstieg, auch wenn von diesem Thema im bescheidenen Peri natürlich niemand hören will. Nächste Woche steht jedenfalls eine echte Bewährungsprobe für die Sicheln auf dem Plan. Mit Tabellenführer Ahami kommt eine echte Spitzenfünfzehn nach Mergyan - erst dann wird sich beweisen, wozu die Reisbauerntruppe tatsächlich fähig ist. Dennoch ist im beschaulichen Mergyan noch immer kein Druck entstanden. Vielmehr ist man froh, dass endlich jeder in der Mannschaft sein Bestes gibt und dem Imman nicht mehr nur aus reiner Freude und Bewunderung frönt. Sinab Bidak und seine Spieler wissen, dass der Erfolg nicht von ungefähr kommt, sondern harte Arbeit dahinter steckt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die härteren Übungseinheiten und der entschlossenere Einsatz ihre Spuren hinterlassen haben. Zwar ist das Gros der Spieler vom Siegen hellauf begeistert und gewinnt dem Immanspiel nun viel mehr ab als noch vor einem halben Jahr, doch wird auch langsam deutlich, dass nicht jeder dem hohen Spielniveau auf Dauer gewachsen ist. Allmählich lassen die Kräfte der Sicheln nach und ob es in den kommenden vier Spielen noch möglich sein wird, bis an die Grenzen der Leistungsfähigkeit zu gehen, wird die spannende und entscheidende Frage des Mergyaner Saisonabschlusses.
(DDK)
Maulkorb für die Tiger - Taten statt Worte sind gefragt
Sendsh'gerhi - Von den Gegnern und den ihrer Meinung nach parteiischen Regelwieseln gedemütigt kehrten die Tiger geschlagen aus der "Schlacht von Stut'Ymi-keku" zurück. Dass man mit leeren Händen zurückkam war ja noch zu erwarten gewesen, doch die Art und Weise wie die Niederlage zustande gekommen war sorgte für lange und nachdenkliche Gesichter.
Als erstes hielt die Truppe eine Mannschaftsbesprechung "unter Ausschluss der Öffentlichkeit" ab, unserem Korrespondenten gelang es in mehreren Anläufen nicht, zu erfahren was es denn so wichtiges zu besprechen gab. Alles was von jedem "Tiger" zu vernehmen war, war immer derselbe lapidare Satz: "Wir werden sehen!" Auch Tage danach gab es immer wieder denselben nichtssagenden Spruch, auch vor, während und nach den neuerdings überraschend strengen Übungslektionen mit denen sich die Tiger auf das nächste Spiel gegen die Schrumpfköpfe von Chrysemis vorbereiten.
(H'Arri Îrsh)
(FZE)
Neseru ungebremst!
Auch die Tiger aus Sendsh'gehri waren für die junge Auswahl des Tabellenersten kein großes Hindernis auf dem Weg zur Meisterschaft. 16:1 wurden die Tiger deklassiert, denen man noch bei der AIM-Qualifikation so schmählich unterlegen war. Wieder einmal zeigten die Neserus Angriffs-Imman wie aus dem Lehrbuch, basierend auf einer stabilen Abwehr und einem vor Ideen sprühenden Mittelfeld. Die Zuschauer trugen ihren Teil bei zum gelungen Fest, mit kostenlosem Speis und Trank hatten die Neserus viele Dutzend Interessierte in die Arena gelockt, und so dem stimmgewaltigen Tigeranhang auch in der Lautstärke der Anfeuerungen eine Niederlage bereitet. Doch die Krönung des nachmittags wr nicht das formidable Spiel des Tabellenführers, nein, die Mout'nisut Peri selbselbsten ließ es sich nicht nehmen, in der Halbzeit einen Segen über alle Anwesenden zu sprechen. Zum Spiel mochte sich die Mout'nisut nicht äußeren, doch es ist ein offenes Geheimnis, daß ihr Herz für Neseru schlägt.
Doch wer vermeint, nun sei man in der Hafenstadt von Selbstgefälligkeit überzogen, der täuscht. "Wir hatten etwas gut zu machen", so der einzige Kommentar von Betreuerin Morgenwind nach dem Spiel. Ritterlich wurde den Tigern für ein gutes Spiel gratuliert, doch dann schon der Blick nach vorn gerichtet. "Wir stehen ganz gut da", so Elandriel Morgenwind in aller Bescheidenheit. "Doch entschieden ist noch nichts. Wir schauen jetzt nur auf das Spiel gegen die Haie, die ein unangenehmer Gegner sind." Wenn die Neseru den Gegner nicht unterschätzen, dann kann man sich sicherlich wieder auf ein schön anzuschauendes Spiel freuen.
Pire Tepesen
(PST)
Schicksalsspiele werfen ihre Schatten voraus
Djáset. Schwer lastet der bisherige Saisonverlauf auf den Knochen der Luchse. Selbst Gegner wie Táîmen oder Morek, die man in der Hinrunde noch so erfolgreich niedergerungen hatte, bereiten dem einstigen Neseru-Jäger heute ernste Schwierigkeiten. Trotzdem konnte sich die Mannschaft bis jetzt auf dem zweiten Tabellenplatz behaupten. Doch, wie lange wird dies noch so bleiben?
Die wahre Bewährungsprobe gilt es nämlich erst in den nächsten Begegnungen zu bestehen. Mit N.I.B. Áchesa Khefu und Neseru Stut'Ymi-keku warten ausgerechnet jene Fünfzehnen auf die gebeutelten Luchse, die sich diesen Götterlauf schon einmal unter Beweis gestellt haben und das Káhet auf der nächstjährigen AIM in Andergast vertreten werden. Die Luchse, welche die Qualifikation bekanntlich verpassten, haben mit beiden also noch eine Rechnung offen. Dazwischen wartet dann der Erzrivale Mantikor Tásebá darauf, die Schmach aus dem Hinspiel wieder wettmachen zu dürfen.
Dies sollte eigentlich als Motivation für die kommenden drei Partien ausreichen, doch wollte bei den Luchsen zuletzt weder Entschlossenheit noch Beharrlichkeit wieder einkehren. Lustlos drehten die selbsternannten Meisterschaftskandidaten der Hinrunde ihre Runden in der Pjásob-Kampfbahn und wirkten auch beim Übungsspielchen eher wie übersättigte Wildkatzen denn wie die strahlenden, vor Selbstsicherheit nur so strotzenden Luchse von einst. Einzig der als Maulheld verschriene Brandor Sekulan zeigte sich in Hochform. Der Seesöldner ist nach der abgesessenen Fünf-Spiele-Sperre aus der Hinrunde nun voller Tatendrang, da er seine selbst in höchsten Tönen gelobten Spielklasse endlich wieder unter Beweis stellen kann. Am Ende der Übungseinheit WUSste er seine Kameraden dann durch seinen provokanten Hohn doch ein wenig mitzureißen.
Ein wenig Hoffnung bleibt dem Luchse-Anhänger dieser Tage also doch noch, dass der zweite Platz letztlich gehalten werden kann.
(DDK)
Die Hauptstadt steht Kopf: Áchesa siegt knapp gegen die Vizemeisterin!
Auch wenn Tsantsa diese Saison zu keinem Augenblick an die letztjährigen Glanzleistungen anknüpfen konnte und abgeschlagen das Tabellenende ziert, war man bei den Áchesas über den glücklichen, aber verdienten Sieg nach Goldenem Tor mehr als nur erfreut. Und dies nicht einmal zu Unrecht, zeigten die Schrumpfköpfe doch gutes Imman und ließen bisweilen sogar erkennen, dass man letztes Jahr nicht zu Unrecht Vizemeisterin gewesen war.
Dennoch, über das gesamte Spiel hinweg dominierten die Phantome, die sich seit des Wiederaufstiegs in die erste Liga endlich zu einem verschworenen Kollektiv entwickelt haben, in dem alle für alle kämpfen. Bemerkenswert auch, wie das spielerische Vermögen der Áchesas zugenommen hat; kaum mehr etwas erinnert an die eher rustikale Schlägertruppe, die vor zwei Jahren so blamabel in die 2. Liga abgestiegen ist. Letztens ist auch nicht unerwähnt zu lassen, dass die Áchesas auch im mentalen Bereich zugelegt haben. Regelmäßig war man in den letzten Jahren nach gutem Start in der Rückrunde eingebrochen, eine Niederlage reichte aus, um alle Dämme nach unten brechen zu lassen. Nun verkraften die Phantome auch solche Rückschläge, wie die glanzvollen Spiele in Morek und gegen Tsantsa nach der Niederlage gegen Neseru gezeigt haben.
Daß diese positive Entwicklung honoriert wird, das ist am deutlichsten auch beim Publikum zu merken, Vorbei die Zeiten, in denen schon einmal fauliges Obst auf die Akteure in der Arena niederregnete, inzwischen sind die Heimspiele der Phantome bis auf den letzten Platz besucht, und auch bei Rückständen geht das Publikum nicht mehr auf Distanz, sondern feuert seine Lieblinge noch stärker an.
Das Spiel gegen die Luchse ist deshalb für die Phantome kein Schicksalsspiel mehr, auch wenn bei einem überraschenden Sieg sogar die Vizemeisterschaft in Reichweite käme. Eine Niederlage hingegen wäre kein Beinbruch, denn, wie Kapitän Firunjasson so schön sagt: "Wenn wir das Ding versauen, dann gewinnen wir halt im übernächsten Spiel."
Dr. E. R. Barmin
Leidenschaft in Mergyan nach erster Niederlage nicht gebrochen
Peri. Vier zu zehn gegen Setepen - damit ist der fulminante Siegeszug der Reisbauernfünfzehn aus Peri also vorbei, doch in Mergyan nimmt man es mit einem Schulterzucken. Mit vier Siegen hatte zu Saisonbeginn keiner gerechnet und das Wort "Aufstieg" drang ohnehin nur von außerhalb an die Sicheln heran - daran hatte hier in Peri nun wirklich keiner gedacht.
Es ist der Mannschaft aber gelungen, ihren liebsten Zeitvertreib, für den sie über Jahre hinweg immer wieder erfolglos soviel Zeit und Geld geopfert hatten, endlich zu etwas mehr Beliebtheit in ihrer Heimat zu verhelfen. Kaum beachtet, allenfalls belächelt wurde das Immanspiel zuvor in Mergyan. Ausschließlich wenn sich mal ein namhafter Gegner hierher verirrte, fanden sich mehr als ein Dutzend Zuschauer zu einem Spiel der Sicheln ein.
Nun trifft sich halb Peri an jedem Spieltag in der "Strandarena" und bejubelt die Auftritte der Sicheln, tauscht sich über allerlei Neuigkeiten aus und unterstützt die Fünfzehn mit eigens kreierten Gesängen. Es ist nun sogar so weit gekommen, dass einige treue Anhänger die Mannschaft zu Auswärtsspielen begleiten.
All dies hat der Mannschaft eine gehörige Portion Mut verliehen und auch wenn man nun nach vier glanzvollen Siegen wieder eine erste, schmerzvolle Niederlage hinnehmen musste, ist der Stolz und der Siegeswille ob der in Mergyan neu entflammten Liebe zum Immanspiel keineswegs gebrochen. Und so wird vielleicht auch beim Gastspiel in Váhyt der unerschütterliche Ruf erschallen: "Mergyan, Megyan! Wer traut sich noch an Peri 'ran?"
(DDK)
Kalter See Ahami im Siegestaumel !
Nachdem nun auch noch die Schwarzen Drachen besiegt werden konnte, kennt die Immanbegeisterung in Ahet wahrlich keine Grenzen mehr, " 1. Liga, wir kommen !", und der nächste Gegner ist kaum geeignet dem Spitzenreiter Angst zu machen, das Tabellenschlusslicht aus Plane darf man empfangen, und es hoffentlich mit einer deftigen Niederlage versehen, wieder nach Hause schicken. Man hat sich vorgenommen, den Zuschauern und treuen Anhängern ein besonders schönes Immanspiel zu zeigen und den Kork laufen zu lassen. Den Gegner also mit einem Sturmlauf nach dem anderen in die Knie zu zwingen, oder wie es Tolrond Dumas, Held des letzten Spiels, ausdrückte: "Gegen Plane, wäre alles andere als ein Sieg ne ziemliche Scheiße, die machen wir fertig." Sollte Ahami dieser Sieg gelingen, wird es immer unwahrscheinlicher, daß es der Konkurrenz noch gelingt Ahami vom Zweitligathron zu stoßen. Freuen wir uns also auf ein spannendes Spiel.
(PCZ)
Kondition
Die laufende Saison hat eindeutige Spuren bei den Spielern und Spielerinnen der Schwarzen Drachen hinterlassen, wie sich beim letzten Übungsspiel am Wassertag gezeigt hatte. Vor allem die Bremser, die Stützen des neuen taktischen Systems der Drachen hatten unter den Ligaspielen heftig gelitten. Von daher wird bei diesem Spiel erstmal wieder nach seiner Verletzung Beron Stronzoff auflaufen und für die Drachen stürmen.
RS: "Beron wie sieht die Auswahl den Rückschritt vom rein defensiven System zu einem ausgeglichenen System, das mit deiner Aufstellung ja eingeläutet wurde?"
BS: "Naja, es ist ja nicht so, daß wir eine andere Wahl hätten. Unsere Bremser sind bis ans äußerste Ihrer Möglichkeiten gegangen und jetzt ist gut. Jetzt muß eben der Sturm wieder ran."
RS: "Wird sich dadurch die taktische Aufstellung ändern?"
BS: "Nein nein, der Betreuer und die Auswahl wir haben uns darauf geeinigt an unserem defensiven Kurs festzuhalten!"
RS: "Keine Rückkehr zum in Vayht verehrten thorwalschen System?"
BS: "Nein, ganz sicher nicht. Ich werde zwar vorne mitspielen, aber wir wollen den Feind im Niemandsland schlagen und ihn erst gar nicht vor das eigene Gestänge kommen lassen."
RS: "Beron wir danken für das Gespräch!"
(THU)
Negativserie hält an!
Die Weißen Raben aus Yleha kommen einfach nicht aus dem Tief heraus, in das sie mit Beginn der Rückrunde gefallen sind. Auch wenn es gegen Semjet durchaus gravierende Verbesserungen im Spiel zu bemerken gab, reichte es wieder nicht zum Sieg. Nun also kann man so gut wie sicher alle Aufstiegshoffnungen begraben, die noch zum Ende der Vorrunde so kräftig gewachsen waren.
Nun also geht es gegen die Wachlten aus Merkem. Einerseits wäre dies ein Spiel, in dem die Raben ohnehin chancenlos eingestuft worden wären, anderereits kann diese Sichtweise derzeit kaum gelten, befinden sich die Merkemer doch mindestens ebenso tief in der Krise wie die Ylehis - der Favorit auf den Aufstieg rangelt derzeit gar mit den Perlbeißern um den vorletzten Platz.
So sprechen also einige Aussichten sogar für Yleha, doch die Skepsis überwiegt. Nur, wenn der Haufen endlich wieder zu der Geschlossenheit und zu dem EInsatzwillen zurückfinden kann wie zu Beginn der Saison, könnte der Trend umgekeht werden. Wenn nicht, ist ein Sieg gegen die krisengeschüttelten Wachteln ebenso Wunschdenken, wie der Aufstieg. Immerhin hat man bei den Raben die Zeichen der Zeit erkannt: Bedingugslose Offensive ist angeordent, für den gesperrten Bremser Rrris Zrr’raaszh kommt mit Visznario’h Het’nâr’h ein Stürmer in die Auswahl.
Pire Tepesen
(PES)
Von endgültig korrigierten Zielen und fragwürdiger Selbstsicherheit
Nach der knappen Niederlage der Luchse in Porto de Cavazo ist der Vorsprung Stut'Ymi-kekus weiter angewachsen und beträgt nun schon sechs Punkte. Damit dürfte auch dem Letzten klargeworden sein, dass auch dieses Jahr keine Fünfzehn im Kemireich den Neserus das Wasser zu reichen vermag. So hat man sich in Djáset nun ein weniger ruhmreiches Ziel gesetzt, das lediglich den in der letzten Spielzeit angekratzten Stellenwert der Luchse im kem'schen Imman wiederherzustellen zu vermag: Ergolf Klopfbüttel nahm seine Mannschaft diesen Windstag entgültig aus der Pflicht, noch weiterhin um den Titel mitzukämpfen. "Bei Praios, gegen diese Übermenschen ist doch jede Gegenwehr zwecklos", so Klopfbüttel. Vielmehr sei es in den kommenden Monden die Aufgabe Táyârrets "nicht die Spur zu verlieren und wie letzten Götterlauf wieder gegen den Abstieg kämpfen zu müssen." "Wenn wir den zweiten Platz halten könnten, dann wär' das schon mehr, als wie irgendwer von uns erwartet hätte, das wohl!" bekannte sich nun auch Freiya Jandrasdottir, die Wirtin des "Splitternden Waskirfasses" in Djáset, die sich in dieser Spielzeit mit ihren einundzwanzig Punkten zur überragenden Stürmerin der Luchse gemausert hat.
Wiewohl man sich in der Begegnung mit den Haien für eine deutlich kräfteschonendere taktische Variante entschieden hatte, als in den bisherigen Saisonspielen, wirkten die Übungseinheiten der Luchse diese Woche noch immer deutlich träger und schleppender als zuvor. So muss auch im Spiel gegen Morek wieder mit einer recht passiven Einstellung der Táyârreter gerechnet werden. Da es sich bei dieser Partie aber um einen "Pflichtsieg" handele, wie Stürmer-Großmaul Brandor Sekulan, seit fünf Spielen gesperrt und daher sichtlich gelangweilt, verlauten ließ, brauche sich keiner um die Luchse sorgen. "Die Moreker schicken wir auch im Schlaf noch zurück in ihr Kloster" ließ dagegen Dorfschmied Connar ui Biarain verlauten. Sorgenfalten zeichneten sich einzig auf dem Gesicht des Betreuers Ergolf Klopfbüttel. Zwar ließ er sich zu keinerlei Aussage über die Ursache seiner Betrübnis hinreißen, doch kann sich ein jeder aufmerksamer Beobachter leicht ausrechnen, dass Klopfbüttel einen Einbruch der Luchse zum Saisonende befürchtet. Denn die letzten Spiele haben gezeigt, dass die Mannschaft dem hohen Tempo der meisten Gegner nicht mehr lange standhalten können wird. Zu kräfteraubend war die Hinrunde, in der die Luchse immer vollen Einsatz gezeigt haben ohne sich eine Verschnaufpause zu gönnen. So sind die vielen überhebenden Aussagen mancher Luchse wohl damit zu erklären, dass man versucht, dieses drohende Problem zu überspielen. Ob der Mannschaft dies durch Zusammenhalt und Gewitztheit gelingen mag oder sich die dunklen Ahnungen bestätigen, können nur die nächsten Spiele zeigen.
Zuletzt haben wir aber noch eine positive Nachricht aus dem Lager der Luchse zu verzeichnen. Mit A'sà-Moha stieß ein weiterer Ergänzungsspieler zur Mannschaft. Der halbmohische Fischer legte erst letzten Mond in Djáset an und gab an, sich hier eigentlich zur Ruhe setzen zu wollen. Als er aber das erste Mal vom Immanspiel erfuhr, war es sogleich um ihn geschehen.
(DDK)
"Wir hauen die Tiger weg!"
Ein Gespräch der "Rabenschwinge" mit "Neseru-Betreuerin Elandriel Morgenwind vor dem Spiel gegen die Tiger Sendsh'gerhi.
RS: Elandirel, ist das anstehende Spiel für euch etwas Besonderes?
EM: Mit Sicherheit. Wir brennen richtiggehend darauf, uns für die Niederlage bei der AIM-Qualifikation zu rächen. Das sind wir nicht nur uns selbst schuldig, sondern auch unserem fantastischen Publikum, dem wir keine weitere Heimniederlage gegen diese Holzfällertruppe zumuten wollen.
RS: Ihr hört Euch sehr siegessicher an...
EM: Das bin ich auch. Spielerisch sind wir den Tigern deutlich überlegen, und auch auf ihrer ureigensten Domäne werden wir diesmal entgegenhalten. Wir werden sie "weghauen", wie meine Jungs und Mädels mir versprochen haben.
RS: Bedeutet das, daß ein hartes Spiel zu erwarten ist?
EM: Hart ja, aber nicht unritterlich. Die brauchen nicht meinen, daß wir uns von ihrer Härte einschüchtern lassen. Wir haben inzwischen bewiesen, daß wir mehr als nur schön spielen können. Wir werden uns nichts gefallen lassen.
RS: Was für Maßnahmen habt ihr denn für das Spiel getroffen? War die Vorbereitung wie immer?
EM: Nein. Da das Spiel so wichtig für uns ist, haben wir uns einiges einfallen lassen. Wir haben ein wenig anders geübt, mehr auf das kämpferische Element geachtet, da die Jungs und Mädels technisch kaum besser spielen können.
RS: Werdet Ihr selber spielen? Ihr würdet mit Sicherheit eine erhebliche Verstärkung darstellen...
EM: Nein. Ich möchte keinen Platz in der Auswahl blockieren. Wir haben so viele junge und begabte Leute. Es wäre schade, nicht möglichst viele von ihnen einzusetzen. Ich bin mir ganz sicher, daß wir es auch so schaffen werden.
RS: Wir haben in der Stadt auch Ausrufer gehört...
EM: Ja. Wir brauchen die Unterstützung des Publikums, und wir wollen auch die von der letzten Niederlage gegen die Tiger Enttäuschten zurückgewinnen. Deshalb geben wir allen, die uns mit ihrer Anwesenheit unterstützen wollen, einen Humpen Bier und ein Dêsret aus, was die Jungs und Mädels aus eigener Tasche bezahlen. Es soll nicht wieder so kommen, daß die Tiger-Anhänger uns eine Auswärtsspielatmosphäre bereiten. Außerdem haben wir für die Pause noch eine Überraschung in der Hinterhand...
PS: Die Ihr uns nun sicherlich nicht verraten werdet?
EM: Dann wäre es keine Überraschung mehr. Nein, kommt einfach in die Arena, dann werdet Ihr es schon erleben. Ich kann auf jeden Fall versprechen, daß es kein langweiliger Nachmittag werden wird.
Pire Tepesen
(PES)
Tiger fressen Mantikore - Revanche gegen die Neserus für die knappe Heimniederlage
Sendsh'gerhi - Vergessen waren die vergangenen Spieltage mit Pleiten, Pech und Pannen. In strömendem Regen lernten die ambitionierten Mantikore den kompromisslosen Tiger-Immanstil kennen und nicht lieben. 17 zu 10 lauteten das Verdikt gegen die Gäste und Stürmer Boromil Frandandez meinte dazu nur: "Denen haben wir es aber gezeigt. Aber nicht nur den Mantikoren sondern auch unserer Übungsleiterin. Eigentlich wollte sie uns Ersatzleute alle nur eingesetzen um die Stammleute für die Neserus fitzuhalten, aber wir können schliesslich auch was, uff!"
Der nächste Spieltag führt die Tiger nach Stut-Ymi'keku zu den fast unbezwingbaren Neserus. "Schon komisch, dass die immer denselben Schiedsrichter haben", wundert sich Kapitän Rahjano da Silna gegenüber unserem Korrespondenten, "wenn die Liga doch mal ein paar andere Schiedsrichter zu den Spielen der Neserus schicken könnte, aber nein immer dieser Schepses Dingsda oder ein anderer aus der Umgebung der Áchesas! Immerhin, an der AIM-Qualifikation haben wir es den Neserus gegeben, da war der Schiedsrichter ja auch aus Chorhop! Die "@&l!°x#"-igen Drachen. Die sollen gefälligst aufsteigen, damit wir ihnen die Schuppen gerben können...!"
Die Stimmung in der Auswahl war bereits wieder blendend, keine Spur mehr von der Tristesse der vergangen Wochen. Wenn sich das mal nach dem Spiel gegen die Neserus nicht wieder ändert...
(H'Arri Îrsh)
(FZE)
Klarer Sieg gegen Morek sorgt für Entlastung!
Die Befürchtungen der Anhängerinnen und Anhänger der Phantome aus Khefu haben sich nicht bestätigt. War es in der Vergangenheit oftmals so, daß die Áchesas zuverlässig vor den großen Herausforderungen versagten, konnten sie diesen Fluch in dieser Spielzeit endlich durchbrechen. Bei einer Niederlage gegen Morek wäre der Absturz an das Tabellenende unvermeidlich gewesen, und die Hauptstadt hätte sich einmal mehr am Abstiegskampf ihrer Lieblinge erfreuen müssen - es wäre ein gewohntes Bild gewesen.
Doch diesmal lief es anders. Mit einer großartigen Leistung ließ man die Männer und Frauen von der Inseln schlecht aussehen und bewies damit, daß Nervenflattern nicht unbedingt eine unheilbare Krankheit der Áchesas ist. Morek kam das gesamt Spiel über zu keiner klaren Tormöglichkeit, das Mittelfeld der Phantmoe sprühte vor kreativität und Spielwitz und die Spitzen waren brandgefährlich.
"Wir haben unsere Lehren gezogen", so Stürmerin Alicia Borg, "schon gegen Neseru waren wir nicht schlecht; sind aber ins offene Messer gerannt. Das heute aber war schon ganz gut."
Vorsichtiger Optimismus also in Khefu, doch ebenso sprichwörtlich wie die schwachen Nerven ist die Unbeständigkeit der Phantmome. Und so vermag niemand zu sagen, wie der Haufen im nächsten Spiel abschneiden wird...
Dr. E. R. Barmin
Interview mit Halimara Berck, Kapitänin von Kalter See Ahami
(Rabenschwinge,im folgenden RS): "Da habt ihr euch aber einen ganz schönen Patzer gegen die Schwingen erlaubt, wenn man an die Stimmen im Vorfeld denkt ?"
(Halimara Berck, im folgenden HB): "Naja, das stimmt so, nun auch nicht, ich meine es war verdammt knapp, und die Schwingen hatten eben einfach das Glück auf ihrer Seite."
RS: "Aber Ahami hat auch nicht so souverän wie sonst gespielt ? Liegt euch dieser Gegner einfach nicht ?"
HB: "Naja, da kann schon was dran sein..., aber immerhin haben wir einen Punkt geholt, immer noch besser als kein Punkt, und ähm..., außerdem ist es im Vergleich zur Hinrunde ja immerhin eine Steigerung."
RS: "Werden wir im nächsten Spiel, dann wieder so eine Gurkentruppe sehen, oder habt ihr vor das nächste Spiel zu gewinnen?"
HB: "Jetzt werde mal nicht unverschämt, ich muß ja net alles hinnehmen, sonst gibts eins auf die Nuß und zwar mit einem stabilen Bierkrug !, also erstens wir gewinnen, gegen die Drachen, zweitens ja wir werden ein gutes Spiel zeigen und drittens...ähm hoch gewinnen."
RS: "Immerhin könnten die Drachen ja bei einem hohen Sieg gar die Tabellenspitze erobern, und wenn man an das Spiel in der Hinrunde denkt, dann dürfte es ja wieder knapp werden. Habt ihr denn besondere taktische Einstellungen geplant, oder ein spezielles Übungsprogramm aufgelegt?"
HB: "Hmm..., wir spielen eigentlich so, wie immer, aber die Drachen stehen ja neuerdings eher im Ruf, einfach hintendrinzustehen, ich freu mich schon, wenn sie uns zusehen dürfen, wie wir Punkte machen (lacht), aber im Ernst, wie schon in den letzten Partien zu sehen war, können die krafmäßig alle nicht an uns ran, und spätestens in der zweiten Halbzeit geht ihnen dann die Puste aus."
RS: "Nunja, oder sie retten den Vorsprung über die Zeit, und ihr schaut dann wieder blöd aus der Wäsche?"
HB: "Gut, deswegen werden, wir ja von Anfang an konzentriert spielen und keine Fehler machen."
RS: "Hart trifft Ahami sicher auch, daß einige Verletzungen und Sperren zu beklagen sind, ihr habt ja doch recht wenig Ersatzspieler ?"
HB: "Ja, schon, aber es reicht.
RS: "Vielen Dank für eure Zeit und viel Glück gegen die Drachen"
(PCZ)
Tag der Entscheidung bei den Perlbeißern
PLÂNE. ‚Wir werden aggresiv ins Spiel gehen, keine Schwäche zeigen und siegen.' Die Worte von Betreuer Rashid Talachan der Perlbeißer klingen eindeutig, alles soll dieses Mal klappen. Gegen Merkem muss ein Sieg her, dass wissen alle, ansonsten ist wohl seine Arbeit als Betreuer beendet. Die Spieler murren zusehend nach der knappen Niederlage im letzten Spiel, Unzufriedenheit zeigen sie dabei immer wieder gegenüber Talachan. Nun, da auch die Akîbet Leyla ihr Kommen zum Heimspiel angekündigt hat harren alle gespannt auf das Aufeinandertreffen auf dem Immanfeld. Es wird nicht nur ein Spiel gegen die Merkemer sein, sondern eine Entscheidung über den zukünftigen Kurs der Mannschaft. Der Tabellenletzte muss siegen, darüber ist man sich im Klaren. Ansonsten werden die Konsequenzen heftiger sein als jeder Wintersturm.
(JMA)
Der Zauber ist verflogen
Grauer Alltag ist eingekehrt in Yleha, und die Aufbruchsstimmung und Euphorie der Immanefreunde im fernen Osten des Kemi-Reiches ist Ernüchterung gewichen. Noch vor wenigen Monden hofften Verwegene sogar, daß die nächste Spielzeit ihre Weißen Raben in der 1. Liga sehen würde, Auge in Auge mit Haufen wie Neseru Stut-Ymi'keku oder Mantikor Tásebá.
Doch diese Hoffnung ist nun verfolgen. Nicht nur, weil eine Serie von Niederlagen die Weißen Raben ans Ende der Tabelle durchgericht hat, sondern auch aufgrund der Spielweise der Ylehis, die so gar nichts mehr von der Inspiration der Anfangstage hat. Wo einstmals unübertrefflicher Einsatz herrschte, sieht man heute müde und wenig lauffreudige Spieler über den Platz traben, wo einstmals feine Spielzüge die Anhänger entzückte, wird heute der Kopf über peinliche Stockfehler und Fehlpässen geschüttelt. Die Abwehr wankt, das Mittelfeld vermag keine Bindung zwischen den Mannschaftsteilen herstellen und der Sturm überbietet sich an Harmlosigkeit.
Das Schlimmste jedoch ist das Schönreden dieser besorgniserregenden Situation. Niemand in Yleha hat den Ernst der Lage erkannt, da wird von unglücklichen Niederlagen gesprochen oder der ein oder andere Feldrichter für das eigene Versagen verantwortlich gemacht. Lediglich Torfrau Ankhsa Mezkarai scheint eine realistische Sicht der Dinge zu haben: "Wir spielend erzeit einfach schlecht, nicht mehr und nicht weniger, und wir alle müssen endlcih wieder Einsatz und Willen zeigen, damit wir wieder so wie am Anfang der Saison spielen." Doch derzeit ist sie nur die einsame Ruferin im Walde.
Pire Tepesen
(PES)
Ganz Kemi staunt über die Sicheln - Siegesserie hält weiter an
Was ist bloß aus dem harmlosen Aufwärmgegner, dem allseits belächelten Punktelieferant, den Sicheln Mergyan von einst geworden? Vier Spiele in Folge hat die unbedarft wirkende Reisbauerntruppe aus Peri nun schon für sich entscheiden können. Eine grandiose Aufholjagd, die vom Tabellenende gestartet wurde, macht am achten Spieltag einen Zwischenhalt auf Platz 3. Wenn es so weitergeht, ist es sogar im Bereich des Möglichen, dass die Sicheln noch um den Aufstieg mitkämpfen. Doch wir wollen nichts vorweg nehmen, bis dahin wäre es noch ein weiter Weg. Allerdings lässt sich von dem tollen Lauf Mergyans die ausgesprochene Ausgeglichenheit der zweiten kem'schen Spielklasse ableiten. Das Niveau ist in letzter Zeit deutlich gestiegen, jeder kann mittlerweile jeden schlagen und selbst ein jahrelanger Prügelknabe wie Mergyan kann plötzlich über sich hinauswachsen und oben mitspielen. Mit Spannung erwarten wir also das Saisonfinale der zweiten Spielklasse, das deutlich mehr Kurzweil verspricht als das der ersten Liga.
Trotz dieser positiven Vorzeichen und der neuen Perspektiven, die sich aus der Erfolgsserie der Sicheln ergeben könnten, mahnten die Spieler selbst ihre inzwischen gut zwei Dutzend Anhänger, nicht die schmählichen letzten Jahren zu vergessen, in denen es eine Niederlage nach der anderen für Mergyan hagelte. Der Blick der Mannschaft bleibt freilich weiterhin nach unten gerichtet. Zwar braucht man sich nun weniger Sorgen zu machen, doch vom Aufstieg zu reden bezeichnete Betreuer Sinab Bidak als "ausgemachten Unfug".
(DDK)
Zuversicht der Entkräfteten
Die Niedergeschlagenheit ob der verpassten AIM-Qualifikation scheint nach dem Sieg der Luchse gegen die Tiger schon vergessen. Die Mannschaft aus Táyârret präsentierte sich enorm spielfreudig bei der Übungsstunde vorm nächsten Spiel gegen Táîmen und war sogar zu Scherzen aufgelegt. Das Stimmungstief der letzten Wochen ist also überwunden, wozu die gemeinsamen Unternehmungen der Truppe vor der Reise nach Sendsh'gerhi sicherlich sehr viel beigetragen haben. Dennoch gibt es weiterhin besorgniserregende Neuigkeiten aus dem Lager der Luchse, wie von Übungsleiter Ergolf Klopfbüttel, der im Spielerkader weiterhin wegen einer Vier-Spiel-Sperre fehlt, zu erfahren war: "Wir haben deutlich Federn gelassen in den letzten Monden", so Klopfbüttel. "Die Spielpause hat nicht viel genützt. Die meisten meiner Jungs und Mädels sind mit ihren Kräften fast am Ende. Jedenfalls können wir das Tempo der ersten Saisonhälfte nicht bis Spieljahresende durchhalten. Gegen Táîmen müssen wir uns zumindest zurückhalten. Schon bei den Spielen gegen Stut-Ymi'keku, Chrysemis und Sendsh'gerhi waren wir konditionell weit unterlegen, gegen letztere verhalf uns nur die spielerische Überlegenheit und der Herr Phex zum Sieg. Es wird Zeit, einige Stammkräfte zu schonen und die Spieler im Allgemeinen ein wenig zu zügeln, wir brauchen unsere Kräfte für die schwereren Spiele." Die Gründe für die Erschöpfung der Djáseter braucht man nicht lange suchen. In der spielfreien Zeit wurde weiterhin viel geübt, um den Anschluss nicht zu verlieren, zudem nahm man am Immanturnier in Menev und an der kräftezehrenden AIM-Qualifikation teil. Die Reisestrapazen sind ebenfalls nicht zu verachten, schließlich ist die Begegnung mit den Haien das zweite Auswärtsspiel in Folge.
(DDK)
"Es ist die Abwehr, Dummkopf, die Abwehr!"
Diesen uralten Lehrsatz aus den Anfangstagen des Immansports hat man bei den áchesas offenbar vergessen gehabt, als man antrat, die Tabellenführerin aus Stut-Ymi'keku zu fordern. 22 Punkte gelangen den Phantomen gegen die Wundertruppe, genug, um faß jede Gegnerin aus der Arena zu schießen, aber mit 35 (!) Gegentoren dann doch nicht genug, um mehr als nur verdientes Lob für die engagierte und tapfere Leistung einzuheimsen. Dabei spielten die Achesas nicht schlecht und stellten sich mit offenem Visier, machten aber wieder und wieder den Fhler, zu undiszipliniert nach vorn zu stürmen und die hervorragenden Stürmerinnen und Stürmer der Neseru wieder und wieder völlig frei auf das eigene Tor passieren zu lassen. Dennoch, in Khefu hatte man mit einer Niederlage gerechnet und zeigt sich wenig geknickt.
Alles konzentriert sich nun auf das Spiel gegen die schwächelnden Morekerinnen und Moreker, gegen die man einen sicheren Sieg einfahren will. Alles andere als der 4. Saisonsieg ist auch aufgrund der Tabellensitution keine Option; der Abstand zu den Abstiegsplätzen ist gering, die bislang abgeschlagenen Mantikore und Tsantsas kommen immer besser in Schuß und holen auf. Damit es aber für die Áchesas nicht eng wird und das Zittern nicht beginnt, sollten sie sich noch einmal in die uralten Lehrsätze des Imman vertiefen...
Dr. E. R. Barmin
Uns hält niemand auf!
Großes Selbstvertrauen bei Neseru nach dem grandiosen Sieg gegen Khefu!
Nun also gibt man in Stut-Ymi'keku alle Zurückhaltung auf und spricht das aus, was alle schon lange dachten: die Meisterschaft ist entschieden! Zwar sind noch sieben Spiel zu absolvieren und der schärfste Konkurrent aus Táyârret nur drei Punkte entfernt, aber die Art und Weise, wie Neseru auftritt und spielt, läßt alle Träume greifbar nahe erscheinen. 35:22 hat man Khefu deklassiert, und wäre man nicht zu sorglos mit den Tormöglichkeiten umgegangen, hätte man ohne Mühe die 40-Tore-Marke überschreiten können.
Nun geht es also gegen Tsantsa Chrysemis, den letztjährigen Vizemeister, den man im Hinspiel geradzu gedemütigt hatte. Viel Gegenwehr erwartet man dort nicht, obschon die Tsantsas bei ihrem Sieg gegen Mantikor eine gute Leistung gezeigt haben. Doch zu sicher sollte Neseru nicht sein - 22 Gegentor gegen Khefu weisen bereits auf das Problem hin: Derzeit läuft es bei den jungen Spielern aus Tárethon so gut, daß sich immer jeder in die Torschützenliste eintragen mag. Konsequente aber wenig ruhmreiche Abwehrarbeit mag so gerne niemand leisten, obwohl diese die Grundlage jeden Erfolges ist.
Pire Tepesen
(PES)
Morgens halb Zehn in Váhyt!
Morgens halb Zehn in Váhyt kann man viele interessante Menschen treffen. Den Schauermann im Hafen, der gerade schwer belanden ein Frachtschiff über die Planke verlässt. Den kleinen Jungen der unschuldig auf der Straße spielt, denn Wirt der gerade die frischen Sägespäne auf dem Boden seiner Schenke verteilt und man kann auch die Immanauswahl Váhyt treffen, die gerade auf dem Weg in ihre Stammtaverne ist. Hier gibt es das allseits beliebte Váhyter Immanfrühstück. Bestehend aus einem großen Humpen köstlichen, frischen Bieres, einer großen Schüssel Blutsuppe (frisch gebackenes Brot wird kleingezupft und in eine Suppe aus Wasser, etwas Schmalz und diversen Gewürzen gekocht. Kurz vor dem Siedepunkt gibt man dann einen frischen Humpen Blut hinzu).Manch einer sagt, das die Váhyter Auswahl gerade durch diese Suppe zu einer hervorragenden Auswahl werden, andere, Lästermäuler sagen, dass jeder der diese ecklige Brühe zu sich nimmt, nicht mehr alle Tassen im Schrank hat und das die váhyter Auswahl aufgrund mangelnder Intelligenz so "gut" spielt. Wie dem auch sei, Morgens halb zehn in Váhyt, am Tag vor dem nächsten Heimspiel kommt die Immanauswahl nun eben zusammen um über die Erfahrungen aus dem letzten Spiel zu sprechen ("Mann haben wir es denen aber gezeigt!" Endoras Sigenor "..."Mebulla "der Lautlose" "Überragend ausgespielt!" Al'Rik ibn Charef) die Taktik und Strategie für das nächste Spiel festzulegen ("Genauso weitermachen Jungs und Mädels!" Bordoc der Bär "..." Mebulla "der Lautlose" "Nichts ändern nur die gleiche Taktik anwenden - hinten zumachen und vorne Kontern!" Beron Stronzoff "Warum darf ich nicht spielen?" Yussuf ibn Hilan) und sich einfach noch einmal zu sehen, bevor am nächsten Tag das Spiel gegen die Perlbeißer stattfindet.
(THU)
Raben verlieren - dem Druck nicht gewachsen!
Das duerfte es fuer die Weissen Raben wohl gewesen sein. Eine klare und deutliche Niederlage gegen den Tabellenfuehrer aus Ahami auf eigenem Platz laesst im fernen Osten des Reiches alle Aufstiegstraeume platzen. Es war ueberdeutlich zu sehen, dass die Ylehis dem Druck, an die Tabellenspitze stuermen zu koennen, nicht gewachsen waren. Zu wenig Paesse kamen an, zu wenig wurde im Spiel nach vorn riskiert. Sicherheitspaesse und Alibischuesse hingegen gab es zuhauf zu sehen. Kurzum, die Weissen Raben haben mit ihrer schlechtesten Saisonleistung nahezu allen Kredit verspielt, den sie sich bisher erworben hatten. Und waehrend niemand ernsthaft bestreiten kann, dass vom spielerischen Vermoegen Ahami auch keine Uebermannschaft ist, uebt man sich bei den Raben in Schoenrederei.
"Wir haben gut gespielt und nur die Chancen nicht genutzt", luegt man sich dort in die Tasche, und spricht davon, gegen "eine absolute Spitzenfuenfzehn" verloren zu haben; mach einer beklagt sogar voellig hahnebuechen die "erschreckend einseitige Regelauslegung des Feldrichters"...
Das alles stimmt nicht zuversichtlich fuer das Spiel gegen die wiedererstarkten Sicheln. Es wird Zeit fuer die Raben, sich offensiv und selbstkritisch mit ihrem eigenen Versagen auseinanderzusetzen, anstatt dafuer nur ungelaubwuerdige Ausreden zu erfinden.
Pire Tepesen
(PES)
Ahami triumphiert in Yleha! Respekt vor der nächsten Begegnung
Als die Truppe vom kalten See aus Yleha zurückgekehrt war, herschte ob des Ergebnisses eitel Sonnenschein und eiligst wurde der inzwischen 6 Sieg in dieser Spielzeit entsprechend gefeiert und die Aufstiegsrufe gehören inzwischen längst dazu. "Wir hauen sie alle weg!" und "1 Liga wir kommen!" gehören zu den Standardrufen. Auch ist man sich unter den Anhängern sicher auch den nächsten Gegner, den Schwingen die Flügel zu stutzten und "zwar so, daß sie danach so lahm sind, daß sie nach unten abschwirren". In Ahet und Umgebung scheinen zumindest die Anhänger langsam jegliche Relation aus den augen verloren zu haben. Ein kritischer Beobachter könnte vielleicht einwenden, daß diese Truppe doch diese Saison gerade erst wieder in der zweiten KIL spielt und am Anfang sicher er zu den Kandidaten gezählt wurde, die wohl oder übel das untere Tabellenende zieren dürften. Ob dieser Hochmut auch die Fühnzehn selbst erfasst hat ? Der Betreuer Ames äußerte sich jedenfalls merklich zurückhaltender, er gab zu Bedenken, daß man das Hinspiel gegen die Schwingen knapp verloren habe und sich ein solcher Fehler nicht wiederholen dürfte, insbesondere sei darauf zu achten nicht überheblich zu sein und konzentriert zu Werke zu gehen. Man habe insofern vor den Schwingen durchaus Respekt, möchte sie aber denoch möglichst deutlich schlagen, um so die letzte Schlappe gegen diesen Gegner vergessen zu machen. Und auch bezüglich des Aufstieges ist Ames vorsichtiger geworden, wenn er meint, daß gerade einmal die halbe Spielzeit vorbei, also noch nichts entschieden ist.
(PCZ)
Freude am Imman in Peri neu entfacht
Nach dem insgesamt dritten Saisonsieg der Sicheln gegen Merkem, welcher gleichzeitig auch der dritte in Folge war, ist die Immaneuphorie in Mergyan wieder neu entfacht worden. Ein jeder in Peri will es den heldenhaften Sicheln nun gleichtun. Behelfsmäßig wurden Schläger und Ball zusammengezimmert und die ganze letzte Woche frönte man jeden Abend dem Immanspiel auf dem Dorfplatz. Auch zum nächsten Spiel in Yleha werden wieder die frenetischsten Anhänger der Mannschaft mitreisen. Es wurde nun sogar eigens eine Trommel angefertigt, mit der die Sicheln lautstark unterstützt werden sollen. Besorgniserregend fand all diese Entwicklungen lediglich der Akîb Ne'mèkâth Âk-de Szézàr, denn die immanbegeisterten Reisbauern waren nach den aufreibenden Abendspielen kaum noch zur Feldarbeit zu gebrauchen. Während sich das ganze Dorf also in Aufruhr befindet, genießen die Spieler gelassen ihren Triumph. Nachdem man über Jahre mit einer Niederlage nach der anderen abgespeist wurde, sind diese drei Siege wahrlich ein Labsal für die gebeutelten Immanseelen der Sicheln. Von einer Auflösung des Haufens, welche bis vor kurzem noch zur Diskussion stand, kann jetzt keine Rede mehr sein. Den Sprung vom letzten Tabellenplatz hat man jedenfalls geschafft und ist nun sogar punktgleich mit der fünftplatzierten Mannschaft aus Setepen. Langsam richten die Sicheln nun ihren Blick nach oben, obwohl das Saisonziel natürlich weiterhin die Vermeidung des letzten Platzes bleibt.
(DDK)
Trotz des Sieges Unruhe bei den Perlbeißern
Ein echter Befreiungschlag war das Spiel gegen Semjet, nach einer Serie von fünf Niederlagen in Folge konnte Plâne einen Sieg landen, der sicherlich nicht so schnell vergessen wird. Dabei wurde auch endlich einmal jene Spielfreude gezeigt, die seit der Neugründung immer wieder propagiert wurde. Dennoch liegt einiges im Argen bei den Perlbeißern, so konnte Bremserin Sherinia Lupez auch nach dem Erfolg nur schwer zur Rückkehr in die Mannschaft überredet werden, während Leyla Al'Plâne verlauten ließ, dass Betreuer Talachan seinen Posten nicht länger sicher hat. Daraufhin kam es zu Verstimmungen zwischen den Spielern, von denen einige die Position Talachans unterstützen, während andere sich gegen ebenfalls ihn aussprachen. So entscheidet vielleicht schon das nächste Spiel über die Zukunft der Mannschaft, und das hat es in sich: die Schwarzen Drachen Váhyt hatten ihr erstes Saisonspiel gegen die Perlbeißer verloren und treten nun vor heimischem Publikum zur Revanche an.
(JMA)
Nach der langen Unterbrechung der Immansaison freut man sich bei den Neserus sehr darauf, bald wieder die Keule zu schwingen. Es gelang uns, Elandriel Morgentau, die Betreuerin, zu befragen.
PT: Elandriel, vor der Pause war Neseru ja die dominierende Auswahl in der Liga und liegt derzeit unangefochten auf Platz 1 der Tabelle. Werdet ihr diese Serie halten können?
EM: Wer weiß, das liegt nicht unbedingt nur in unserer Hand. Wir werden auf jeden Fall unser Bestes tun.
PT: War die lange Pause eher schädlich, oder hat sie euch genutzt?
EM: Schwer zu sagen. Einerseits haben wir die Pause genutzt, unser Kombinationsspiel zu verbessern, und auch für die Ausdauer haben wir einiges getan. Aber nach einer so langen Zeit weiß man nicht, wo man denn nun steht, wenn es ernst wird.
PT: Der nächste Gegner ist Áchesa, zwar ein Aufsteiger aber recht gut in die Liga gestartet. Werden wir einen klaren Sieg der Neserus sehen?
EM: Ich hoffe es. Wir werden jedenfalls den Gegner nicht unterschätzen. Wenn es uns gelingt, früh und hoch in Führung zu gehen, werden wir ungefährdet siegen. Wenn wir aber einem Rückstand nachlaufen müssen, dann wird es sehr schwer werden. Áchesa ist ja bekannt dafür, daß sie sich bei einem günstigen Spielverlauf mehr und mehr steigern, aber auch, daß sie schnell einknicken, wenn es nicht läuft.
PT: Wird es eurerseits ein hartes Spiel werden? In der Vergangenheit gab es eurerseits ja bittere Klagen, daß die anderen Auswahlen ausschließlich mit Brutalität versuchten, das Spiel Neserus zu zerstören.
EM: Nein. Wir haben erst einmal deutlich gemacht, daß wir genauso entgegenhalten können, und vorläufig sollte diese Demonstration genug sein. Ich möchte, daß meine Leute schön spielen und nicht, daß sie wie die Barbaren mit den Keulen auf die Gegner eindreschen. Dennoch, für die Vergangenheit schließe ich nicht aus, daß wir nochmals Gleiches mit Gleichem vergelten.
PT: Seid bedankt, und viel Erfolg beim Spiel.
Pire Tepesen.
(PES)
"Ole, Ole"
Die fast schon sprichwörtliche Immanbegeisterung der Váhyter hatte in den letzten Wochen des Leerlaufes, Erzwungen durch den Tod der Nisut *heilig heilig heilig*, schon fast groteske Züge angenommen. Erwachsene Männer und Frauen die in den Schenken der kleinen Stadt lautstark über Spiele diskutieren die vor Jahren gespielt wurden. Nun, einige Unverbesserliche mag es immer geben, doch die Váhyter scheinen in dieser Beziehung ausnahmslos unverbesserlich zu sein.
Aber nicht nur unter den Einwohnern von Seku Kesen machte sich eine gewisse Ungeduld breit, auch die Auswahl selbst wurde von dieser erfasst, wie der Betreuer der Drachen Bordoc der Bär uns gegenüber ausführlich erklärte: "Nun ja, die Ungeduld der Menschen geht natürlich auch auf einen selbst über, immerhin arbeitet man Tag für Tag unter ihnen und bei den wöchentlichen Übungseinheiten steigt die Zahl der Zuschauer beständig an. Das ist aber kein neues Phänomen, sondern das ist immer so, wenn es längere Zeit kein Heimspiel gegeben hat.
Allerdings machen einen die Leute schon ganz schön nervös mit ihren ganzen Zwischenrufen. Jeder von denen ist halt ein "bessere Betreuer" als ich. Auch hat man meine neue, defensive taktische Ausrichtung noch nicht ganz verwunden, die wir nun zum dritten Mal praktizieren werden. Hier in Váhyt ist man noch das klassische, thorwalsche Offensivspiel gewohnt. Die Auswahl hat sich nun auf das neue System eingestellt, aber die Zuschauer macht das noch immer ganz hibbelig und die Erwartungshaltung der Váhyter ist natürlich sehr sehr hoch und die Spieler und Spielerinnen und auch ich müssen beweisen, dass das System funktioniert. Da steht man ganz schön unter Druck."
Nach dieser Aussage von Bordoc dürfte klar sein, das eine reichlich nervöse Immanauswahl Váhyt gegen Golgaris Schwingen aus Setepen antreten wird.
(THU)
Perlbeißer-Stimmung im Keller
Nach mehreren Niederlagen steht es nicht gut um die Moral der jungen Cháseter Immanfünfzehn. Mehrere Spieler haben die Lust augenscheinlich verloren, weiter für die Perlbeißer anzutreten, Sherinia Lupez sprach sogar ganz offen aus, dass sie derzeit nichts aufs Feld zu bringen vermag: "Die anderen können ja ruhig spielen, ich werde mich aber erst einmal raushalten und meine Eltern in Khefu besuchen" so die Bremserin. Für Betreuer Rashid Talachan eine schwere Situation, möchte er doch seine Spielerinnen und Spieler ohne viel Druck motivieren.
Dem Spiel gegen die Seedrachen Semjet sieht er dennoch gelassen entgegen: "Naja, und wenn wir verlieren, dann ist dem halt so." Von Leyla Al'Plâne, die sich für die Neugründung stark eingesetzt hatte, soll diese Äußerung nicht gut aufgenommen worden sein.
(JMA)
Erstmalige Immanbegeisterung in Mergyan!
Durch den ersten Heimsieg dieser KIL-Saison gelang es den Sicheln erstmals, auch die heimische Bevölkerung vom Spiel mit Mohagoni und Kautschuk zu begeistern. So strömten zur zweiten Hälfte der Begegnung mit den Seedrachen tatsächlich einige Dutzend Reisbauern aus Peri und Umgebung in die Strandarena, um dem Spektakel beizuwohnen. Dies mag nun für einen fremden Beobachter nicht verwunderlich klingen, doch war es dies für die Sicheln um so mehr, da ihre Spiele bisher lediglich von einigen mitgereisten Schlachtenbummlern und dem eigenen Verwandtenkreis beobachtet wurden. Beflügelt von der Anwesenheit der unverhofften Besucher gelang es den Sicheln sogleich, auch ihren zweiten Sieg einzufahren und so versprachen einige der neuen Anhänger der Reisbauernfünfzehn auch, ihre Lieblinge zur nächsten Partie ins ferne Rekmehi zu begleiten. Die Sicheln wissen um die Bürde dieses Schwurs, mussten sie doch ein ums andere Mal ärgste Reisestrapazen auf sich nehmen, um dann niedergeschlagen und zähneknirschend als deklassiertes Tabellenschlusslicht zurückzukehren. So wollen sie auch bei den Rekmehis versuchen, ansehnliches und effektives Imman zu spielen, um die gerade gewonnene Sympathie der Mergyaner nicht sogleich wieder zu verlieren.
Derweil bleibt auch die Jugend der Ta'akîb nicht von der Begeisterung verschont. Dieser Tage waren allüberall junge entschlossene Mergyaner zu beobachten, die, zwar bisher noch mehr schlecht als recht, aber doch voller Elan, dem Immanspiel frönten. Hatte man in den vergangenen Götterläufen noch unerbittlich kämpfen müssen, um wenigstens einen einzigen Nachwuchsspieler, der halbwegs imstande war, einen Schläger zu halten, anzuwerben, so hofft Betreuer Sinab Bidak jetzt darauf, durch eine Förderung der Jugend Mergyan langsam aber sicher als echte Talentschmiede etablieren zu können.
Aktueller Nachtrag:
Durch die lange Spielpause ist das Interesse am Imman in Mergyan wieder deutlich abgeschwollen. So fand sich am Abreisetag zum Spiel gegen Merkem gerade einmal ein halbes Dutzend Bereitwilliger, denen die Lust am Imman nicht so schnell vergangen ist und die ihre Sicheln zum Auswärtsspiel begleiteten.
Durch die geringe Spielpraxis und häufige Ausfälle der Übungseinheiten haben die Sicheln ihre gute Form der letzten beiden Spieltage auch womöglich wieder verloren. Die Stimmung vor der strapaziösen Reise war jedenfalls gedämpft, Betreuer Sinab Bidak versuchte zwar die Mannschaft durch einige wohlgemeinte Worte wieder aufzuheitern, doch schien man die jüngsten Erfolge vergessen zu haben. Vielmehr erinnerten sich die Spieler wieder an die zahlreichen niederschmetternden Gastspiele in ganz Kemi, bei denen die Sicheln sang- und klanglos untergingen und damit völlig umsonst den langen Weg gekommen waren.
(DDK)
Befreit sich die Vizemeisterin aus der Krise?
Einen Tag vor dem Spiel traf die Auswahl Tsantsas nochmal zusammen. Serpo Lassan, Kapitän des Haufens, hatte noch ein paar Worte für den morgigen Spieltag. Ein Murmeln ging durch die Reihen. Jedem war eine ernste Miene aufs Gesicht geschrieben. Als alle saßen, stand Serpo auf und erhob das Wort: "Meine Freunde, morgen haben wir ein schweres Spiel. Ein halbes Dutzend Spiele haben wir hinter uns und jeder von uns weiß, wo wir stehen und wie es um uns steht. Ich habe ein paar Veränderungen
vorgenommen in unserer Spielweise, die ich euch gleich näher erkläre."
Er blickt durch die Reihen. "Ich weiß nicht, wie es mit euch aussieht. Ich möchte nächsten Götterlauf nicht in der zweiten Liga spielen. Aus diesem Grund gewinnen wir morgen das Spiel. Chrysemis hat das Zeug dazu, und wenn Boron den Gegnern ein wenig Vergessen schenkt, werden wir morgen gewinnen. Wenn wir Glück haben, werden wir die Mantikore auf den letzten Platz verbannen. Hat jemand etwas dagegen von euch?" Ein lautes Nein kam als Antwort. "Gut, dann zeige ich euch, was ich mir für morgen
vorstelle..."
(ANE)
Quo vadis, Áchesa?
Bislang konnte man bei den Phantomen recht zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der diesjährigen Immansaison sein. Vor der Unterbrechung durch den Tod Nisut Peris konnte man aus 6 Spielen immerhin 9 Punkte holen und ist deshalb nicht - wie befürchtet - mitten im Abstiegskampf. Dennoch, bei den Achesas wirken die bitteren Erfahrungen aus bislang jeder Spielzeit deutlich nach, die da besagen, daß einer gelungen Vorrunde meist eine katastrophale Rückrunde folgte, die die Auswahl dann immer wieder in nackte Existenznot zurückwirft.
Aus diesem Grunde herrscht bei den Phantomen eine merkwürdig gedrückte Stimmung vor, die durch den übermächtig erscheinenden Gegner, die Neserus aus Stut-Ymi'keku, der ungeschlagene Tabellenführer, noch verstärkt wird. "Wir haben in diesem Spiel kaum eine Siegmöglichkeit", jammert beispielsweise Stürmerin Borg. "Eigentlich brauchen wir gar nicht erst anzutreten, zumal uns wichtige Leute fehlen", so ungewohnt defätistisch Wosch, Sohn des Mosch. Und zumindest da hat er Recht: Mit Zela Romol, Gaurona Krunuz und Tamara Perkan fehlen den Phantomen gleich drei wichtige Leute. "Wir haben nichts zu verlieren", versucht Waleran Raiger, der etwas hüftsteife Ersatzstürmer etwas Mut zu machen, "gut, daß unser Betreuer eine offensive Gangart entschieden hat. Wir werden Neseru damit sicher überraschen." Das allerdings wäre dann wahrhaft eine Überraschung.
Dr. E. R. Barmin, Korrespondent für die "Rabenschwinge" aus der Stammtaverne des N.I.B. Áchesa Khefu.
Mantikor korrigiert Saisonziel
Jedwian Streckrecker-Riveling soll es endlich richten!
Auf Aáresy gehört neben den drohenden Unwettern der kommenden Regenperiode der aktuelle Stand Mantikors in der KIL-Tabelle zu den meist diskutierten Tagesereignissen. Die Insulaner sind sich einig: so darf es nicht weitergehen mit ihrer Immanauswahl! Unmutsforderungen machen bereits die Runde. Sollte Mantikor nicht schnellstens zählbare Erfolge erringen, sind wohl die Tage von E`anst Hoffner als Betreuer des amtierenden EdN-Pokalsiegers gezählt. Da kommt das Nachbarschafsduell mit Tsantsa Chrysemis gerade recht. Die Hoffnungen im Angriffsspiel werden besonders auf die junge Bornländerin Jedwian Streckrecker Riveling gelegt, bei der sich nun endlich der Torerfolg einstellen soll. Technisch beschlagen und pfeilschnell mit dem Kautschukball blieb sie bislang doch hinter ihren Erwartungen zurück. Dabei würden ihr alle viele Einer und Dreier wünschen, Mannschaft, Insulaner und vor allem Ihr Spielbetreuer!
Nach der enttäuschenden, da verdienten Niederlage der Mantikore gegen die Erzfeindin Neseru hat nun Betreuer E'anst Hoffner inzwischen das gesteckte Saisonziel deutlich nach unten hin korrigiert: "Wir wollen in der 1. KIL bleiben. Mehr ist diesmal für uns wohl nicht drin. Das bedeutet im Klartext, wir müssen Tsantsa hinter uns lassen. Dann halten wir die Klasse." Das ist für Insulaner besonders schmerzlich, da sie vom Potential her eigentlich ganz oben in der Tabelle anzusiedeln sind und vor der Spielzeit von etlichen Experten als einzig ernstzunehmende Gefahr für Neserus Unterfangen Titelverteidigung gehandelt wurden.
Sumudan von Benbukkula
(MAT)
Táyârret: Zusammenhalt statt Spielkunst
Offizielle Stellungnahme des Betreuers Ergolf Klopfbüttel
Djáset. Diesen Windstag ward unser Táyârret-Korrespondent Advid ter Klain zum Abschlussüben der Luchse geladen und gibt nun hier Ergolf Klopfbüttels Mannschaftsansprache, mit dessen Genehmigung freilich, für die Leserschaft der Rabenschwinge wider:
"Mit einem lachenden, aber vor allem auch mit einem weinenden Auge können wir unseren Sieg gegen Tsantsa betrachten. Gut, wir haben gewonnen. Aber wie? Wo ist die Raffinesse vom Saisonauftakt geblieben? Wenn ein Luchs vergangenen Spieltag versuchte, in die Trickkiste zu greifen, wirkte dies allenfalls pomadig! Unser Angriffsspiel mag zunächst voll aufgegangen sein, doch ist es einfach zu kräftezehrend und leicht zu durchschauen. Dass wir es immerhin gut genug beherrschen, um die Hälfte der Liga das Fürchten zu lehren, haben wir jedenfalls bewiesen. Doch damit muss Schluss sein! Wir spielen nicht, um den Gegner durch Schlenker und Stafetten schlecht aussehen zu lassen, sondern um zu gewinnen. Und das ist vor allem durch eine gefestigte Bremserreihe zu erreichen, das haben uns die Neserus, aber auch zum Teil Chrysemis eindrucksvoll bewiesen. Was war das für ein Orkenhaufen da hinten? Ist es unbedingt notwendig, dass ich euch persönlich den Arsch aufreiße? Oder habt ihr plötzlich das Laufen verlernt? Spielkunst hin, Spielkunst her, was wollt ihr mit dem arroganten Geplänkel erreichen? Hört auf zu träumen, ihr glaubt doch wohl nicht allen Ernstes, dass sich hier nach Kemi ein Spielerbeobachter der Havena-Bullen oder von Orkan Thorwal verirrt! Nur über Siege können wir etwas erreichen und dann fahren wir auch mal zur AIM und zeigen den feinen Herrschaften aus dem Norden wie der Hase läuft! Vorher aber ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und sich auf seine Kameraden verlassen zu können und nicht auf irgendwelche Sololäufe, Finten, Täuschungen und Spielereien. Zusammenhalten müsst ihr, Luchse!"
(DDK)
Wichtigste Begegnung der Spielzeit für Kalter See Ahami !
Nach dem fulminanten Auftaktsieg seit der Wiederaufnahme der KIL gegen Merkem ist das Selbstvertrauen in Ahet kräftig gestiegen und da nun, wie der Betreuer sagte, die wichtigste Begegnung der Runde anstehe, gedenke man auch hier erfolgreich zu sein und aus Yleha glücklich und zufrieden zurückzukommen, frei nach dem Motto: Ohne Punkte fahren wir nicht heim!
Das Spiel ist deswegen so immens wichtig, weil man mit einem Sieg den immoment schärfsten Konkurrenten auf seinen Rang verweisen könne und mit etwas Glück einen großen Vorsprung aufbauen könnte , und dann so meinte der Tormann Ahamis "kann uns keiner mehr stoppen!". Auch unter den Anhängern hört man nur begeisterte Töne über das letzte Spiel und Lob für die eigene Fünfzehn und so wollen doch tatsächlich etliche der treuesten Anhänger ihre Truppe mit in die Fremde begleiten.
(PCZ)
Spitzenspiel in Yleha!
Die Weißen Raben werden zwar nicht Tabellenführer werden können, doch haben sie im Spiel gegen den Kalter See Ahami die Möglichkeit, wenigstens nach Punkten mit dem Spitzenreiter gleichziehen zu können und so die Aufstiegsträume realistischer zu gestalten.
Die Stimmung in der ylehischen Immanszene ist gespannt und erwartungsfroh, allerdings macht die Unbeständigkeit der eigenen Auwahl doch einige Sorge. Es ist überhaupt nicht einzuschätzen, wie die Raben nach der Pause auftreten werden. Von einem hohen Kantersieg und einer Schlappe schlimmsten Ausmaßes scheint jede Prophezeiung in Yleha hörbar zu sein.
Die Auswahl selbst hält sich mit Kommentaren zurück, zu einem Gespräch war man nicht bereit. Und obschon derzeit Erntezeit ist, hat man sich bereits eine Woche vor dem Spiel versammelt, um noch ein wenig zu üben und die Taktik für das kommende Spiel zu besprechen.
"Ein Sieg nur noch, dann sind wir im Immanhimmel", so gewohnt theatralisch einerder begeisterten ylehischen Anhänger. Doch selbst wenn die Raben gewinnen sollten - noch sind acht Spiele zu absolvieren, ehe die endgültige Bilanz gezogen werden kann...
Pire Tepesen
(PES)
Nur ein Sieg zählt!
Ahami will Merkem ohne Punkte heimschicken !
Ahami ist auf dem besten Weg aufzusteigen, bald ist die Hälfte der Spiele in der 2 KIL gespielt und zumindest in Ahami zweifelt niemand ernsthaft daran, das am Ende nur eine Truppe oben stehen kann und das ist na klar Ahami. Der Betreuer der Auswahl Ames ließ keinen Zweifel daran, daß man das wegen extrem schlechten Wetters verschobenen Nachholspiel umbedingt gewinnen wolle und den Gegner im heimischen Stadion mit einer hohen Niederlage nach Hause zu schicken gedenke. Dafür müsse man, so der Betreuer auch durchausmal etwas offensiver zu Werke gehen. Ganz besonders freue ihn, das der Akib Menadis Mezkarai wieder einmal die Zeit gefunden habe selber mitzuspielen und da nun auch das Rücktrittsgerede um die Kapitänin ein Ende gefuden hat, sei man wieder bärenstark und eigentlich unschlagbar. Und so freut sich das Publikum und die treuen Anhänger schon auf den Wettkampf in der Nisut- Peri- Arena zu Ahet.
(PCZ)
Yleha weiter erfolgreich
Auch im fünften Spiel der diesjährigen Immansaison waren die Weißen Raben Yleha erfolgreich. Gegen ihre Lieblingsgegenerin, die Schwingen aus Setepen, gab es einen 10:5- Erfolg und dies bedeutet, daß sich die Ylehis nach wie vor Aufstiegshoffnungen machen können.
Zar war das Spiel eines der schlechteren der Weißen Raben, aber dennoch bleibt positiv zu erwähnen, wie routiniert und souverän die Ylehis die Gegnerin beherrschten und kontrollierten. Daß dies Mut für die Zukunft gubt, ist kein Wunder.
"erzeit läufte s ganz gut", so Kapitänin Ankhsa Mezkarai vorsichtig, "und ich denke, wir haben jetzt eine reelle Aufstiegschance."
Zumindest findet sich in diesem Jahr ind er 2. Liga keine Auswahl, die nennenswert stärker spielt als die Weißen Raben. Eine ganz andere Frage ist jeoch, wie sich die Ylehis in der ersten Liga schlagen würden. Der Unterschied jedenfalls ist enorm...
Dr. E. R. Barmin
Váhyt: Harkon Solwes sagt...
Die radikale Umstellung des Spielverhaltens der Drachen scheint sich zu bewähren, auch wenn es den Zuschauern im heimischen Váhyt eindeutig nicht gefällt. Viel schwere wiegt jedoch, das sich Bordoc "der Bär" nun offenbar entgültig auch als Betreuer durchgesetzt hat und somit befreit auf die Zukunft blicken kann, da er nun auch in dieser Funktion über den Respekt der Auswahl verfügt. Am deutlichsten sieht man es daran, dass er sich diesmal selbst "vom Platz gestellt hat" und sich eine Auszeit nimmt. Dies dürfte die Harmonie in der Fünfzehn aus Váhyt zusätzlich stärken und ihr neuen Auftrieb geben. Zusätzlich kommt hinzu das Ljdumilla Ká'mes sich nun in den Haufen integriere konnte und ihn somit nun mit ihrer kompletten Leistungsfähigkeit verstärken kann. Für das anstehende Spiel gegen Weiße Raben Yleha kann das nur eines bedeuten, ein spannendes und starkes Spiel!
(THU)
Mantikor: Marhod vom Bast für fünf Partien gesperrt
Es war eine raue und sehr harte Schlacht, die sich die beiden Immantruppen aus Khefu und Tásebá geliefert hatten und eigentlich interessierte es auch so recht keinen, dass Tásebá als Sieger vom Platz ging. Für die Insulaner war die Entscheidung des Feldrichters Marhod vom Bast für fünf Spiele zu Sperren Gesprächsthema Nummer eins. "Jetzt kommen hinten ganz harte Zeiten auf uns zu", sagte Sumudan, Sohn des Sagurts von Mantikor. "Ohne Marhod wird es noch schwerer für uns, in der Defensive gut zu stehen." Jetzt wird es eben für unsere Nachwuchsbremser Alrike Olberg und Libertar Effertas zu zeigen, dass sie für mehr als die Bank taugen." Die beiden werden schon im Spiel gegen die Neserus in der Innenverteidigung von Mantikor aufgestellt werden.
(MAT)
Zweite Niederlage in Folge für die Seedrachen!
Wie nicht anders zu erwarten erlitten die Seedrachen nach ihrem tollen Start mit drei Siegen nun zwei Niederlagen in Folge, doch die Truppe sieht darin keinen Anlass zu Besorgnis. Trotz der niederlage wurde auf dem heimischen Platz erst einmal eine kleine Feier zum Tsatag des Uorhüters Olk Okenheld abgehalten, auf der sich die Spieler schworen von nun ab nicht mehr so leichfertig zu agieren und ihre bisherigen Erfolge nicht so einfach aufs Spiel zu setzen. Deshalb wurde auch eine weitere regelmäßige Übungseinheit vereinbart, bei der die Laufwege einstudiert und Standardsituationen geübt werden sollen. Außerdem wurden teilweise neue Schläger beschafft und Ersatztrikots anfertigt. Denn, so hatte man auf der Tsatagsfeier ausgemacht solle von nun an Imman "professionell" betrieben werden.
(RHU)
Finsteres Erwachen
Katerstimmung in Táyârret - Verantwortliche hüllen sich in Schweigen
EIN KOMMENTAR VON ADVID TER KLAIN
Vier Spieltage lang faszinierten die Luchse den Immanbegeisterten in höchste Verzückung: abgestimmtes Zusammenspiel, taktische Raffinessen und erfrischende Einzelleistungen zeigten den neuen Willen der táyârreter Fünfzehn - man schien gegenüber der Seuchenspielzeit im letzten Jahr deutlich souveräner und gelassener geworden zu sein. Doch dann folgte das Spiel gegen den Rekordmeister aus Stut'Ymi-keku und damit der unvermittelte Rückschlag. Mit dilettantischer Wehrlosigkeit, wie sie selten zuvor bei den Luchsen zu beobachten war verlor man sang- und klanglos mit 0:29. Dabei hatte man nach dem guten Start bereits die Möglichkeit, endlich einmal den Titel zu gewinnen, nicht mehr völlig ausgeschlossen. Und genau darin lag wohl der Fehler der Luchse. Statt sich von den Erfolgen beflügeln zu lassen, traten sie mit pomadiger Selbstgefälligkeit auf, die es den routinierten Neserus nur allzu einfach machte, einen sicheren Sieg einzufahren.
Wenig war nach dem Trauerspiel in der sarslunder Hafenstadt von Seiten der Táyârreter zu vernehmen. Während der sonst so redefreudige Betreuer Ergolf Klopfbüttel, wohl auch aufgrund seiner Sperre, auf unsere eindringliche Anfrage keinerlei Antwort verlauten ließ, war wieder einmal Brandor Sekulan der einzige, der sich, diesmal jedoch ungewohnt vernünftig, über die Weisungen des Hetmanns hinwegsetzte, obgleich er schon einmal wegen eines überheblichen Kommentars intern gesperrt wurde, wie dem geneigten Leser bekannt sein dürfte. "Dieses Spiel war ein wahrer Augenöffner", so Sekulan. "Nicht nur, dass wir grottenschlecht gespielt haben, nein, die Neserus haben uns auch aus unseren Wunschträumen gerissen. Sie haben uns einfach keine Chance gelassen. Die sind so niederhöllisch stark, dass sie in den nächsten Jahren einfach von niemandem zu schlagen sein werden, wenn Ingerimms Donnerkeil sie nicht treffen sollte."
Bei den letzten Übungseinheit der Luchse zeichnete sich bereits ab, dass die kraftintensiven Spielvarianten ihren ersten Opfer kosteten. Matt und ausgelaugt präsentierte sich die Auswahl vorigen Praiostag, und die hohe Niederlage tat wohl ein Übriges dazu.
Es bleibt letztlich zu hoffen, dass die Luchse sich beim vermeintlichen Aufbaugegner Chrysemis rehabilitieren, statt in eine ohnmächtige Lethargie zu verfallen, wie sie gegen Stut'Ymi-keku zu beobachten war.
(DDK)
Triumph macht Hunger auf mehr -
Mergyan hat Blut geleckt...
Peri. Ausgelaugt, aber überglücklich kehrten die Helden des fünften Spieltag nach Peri zurück. Endlich hatte ihr Spiel gefruchtet, der erste Saisonsieg wurde unter Dach und Fach gebracht und dies ausgerechnet beim Auswärtsspiel in Plâne. Die taktische Umstellung hatte sich also gefruchtet und deshalb waren die Sicheln auch schnell überein gekommen, das kräftezehrende aber effektive System beizubehalten. Freudetrunken lagen sich die Spieler in den Armen, als Betreuer Sinab Bidak am Abend der Heimkehr zum Siegesgelage lud. Und auch beim ungezwungenen Üben am nächsten Tage schwoll der Enthusiasmus ab. Genau wie gegen die Perlbeißer zeigten die Sicheln auch hier wahren Spieleifer.
Zu Ehren der Sicheln gab gar der begabte Gjalsker Skalde Hjurrdolf, welcher dieser Tage zu Peri weilte, eine Sondervorstellung, in der er die neu entdeckte Spielkunst der Mergyaner dokumentierte und aufs höchste lobte. Verzückt gelobten die Spieler, auch in der nächsten Begegnung die Anerkennung des Musikus zu würdigen und das Spektakel zu Plâne zu wiederholen.
So fühlte sich auch schon Sturmspitze Rakiljan Fin'Jar natürlich dazu hingerissen, seinen Kommentar zu diesem Erfolgserlebnis preiszugeben: "Endlich haben wir's bewiesen! Auch der kleine Reisbauernverein, der Banausenhaufen, der leichteste Gegner der ganzen KIL, oder wie auch immer wir verschmäht worden sind, kann gewinnen. Ha, ein Trugschluss war es und wird es in Zukunft sein, uns auf die leichte Schulter zu nehmen. Nehmt euch in Acht, hier kommen die Sicheln, bei Rondra!"
Frohen Mutes und voller Ungeduld erwarten die Sicheln nun mit dem sicherlich schweren, aber nicht unbesiegbaren Gegner aus Semjet, gegen den sie erneut beweisen wollen, dass sie das Immanspiel ernst nehmen und nicht als reiner Punktelieferant in für die Liga gemeldet haben.
(DDK)
Die Weißen Raben Yleha haben auch die Hü+rde Plâne auf ihrem Weg nach ganz oben genommen. Es war ein schwer erkämpfter Sieg unter irregulären Wetterbedingungen, aber es war ein Sieg, der erneut mit nimmermüdem Einsatz und unerreichter Kampfeslust errungen worden war. Das 5:3 im heimischen Zirmo war der dritte Sieg im vierten Spiel der Raben, und durch die gleichzeitige Niederlage des bisherigen Tabellenführers Semjet im Spiel in Váhyt blühen die Träume in Yleha.
Warum nicht aufsteigen? Bisher war dieses Thema eine Art Tabu, und wer es wagte, darüber zu sprechen, wurde meist recht unwirsch abgewürgt. Das ist nun anders geworden, ganz vorsichtig stecken die Verantwortlichen, Spieler und Spielerinnen der Weißen Raben ihre Köpfe aus dem Panzer der Abwiegelung. "Wir können es schaffen", läßt Kapitänin und Torfaru Ankhsa Mezkarai verlauten, "weil es dieses Jahr in dieser Liga niemanden gibt, der besser wäre als wir es sind."
Und da hat die Torfrau recht. Die letztjährigen Giganten Áchesa und Mantikor mühen sich in der 1. Liga, und die Wachteln aus Merkem haben sich immer noch nicht von ihrem Absturz erholt. Anlaß zum Optimismus geben die bisherigen Leistungen der Ylehis zudem. Zwar ist es noch recht früh in der Liga, aber sollte die Siegsserie der Weißen Raben anhalten, zumindest für zwei bis drei Spiele, dann wird an ihnen kein Weg vorbeiführen. Daß dies nicht so einfach werden wird, dafür birgt die Gegnerin im nächsten Spiel: Die Schwingen aus Setepen sind nicht nur sehr spielstark, auch hegen sie einen persönlichen Groll gegen die Weißen Raben, die es letztes Jahr vermocht hatten, aus der Begegnung ein symbolisches Duell des kem'schen Elefanten gegen die ylehische Maus zu dramatisieren. Und auch in diesen Tagen hört man landauf und landab in Yleha den Wunsch, die Yleha-Raben mögen den arroganten Kemi-Schwingen "ordentlich was verpassen"...
Dr. E. R. Barmin
In der Immanschenke zu Váhyt
"Na bitte, es geht doch!" begann Bordoc ‚der Bär' das Gespräch. "Wie ich es Euch gesagt habe, einfach nur draufhauen führt nicht zum Erfolg. Taktisch klug und Defensiv das ist die Devise!" Teils zustimmendes, teils ablehnendes Gemurmel kam von der Immanauswahl zurück. "Wie wir ja beim letzten Mal beschlossen haben, bleiben wir also vorerst bei dieser taktischen Aufstellung - auch wenn es einigen von Euch nicht gefällt." Die Spieler und Spielerinnen sahen ihn ausdruckslos an und Beron Stronzoff zapfte sich gleich noch ein Bier, immerhin gehört im die Taverne, auch wenn er gerne auf dem Platz steht. "Ja du hast ja recht!" ließ er sich vernehmen "und morgen bei der Übungsstunde können wir gleich noch mal die Konter üben, die sind fast so gut wie ein massiver Angriff, aber halt nur fast." Gegen diesen Vorschlag hatte offensichtlich Keiner etwas einzuwenden und so glitt das Thema Imman in den Hintergrund ab und wurde von aktuelleren váhyter Themen verdrängt.
Der Acker glänzte durch den noch überall hängenden Tau im morgendlichen Sonnenschein als die Schwarzen Drache Váhyt festen Schrittes auf Ihr Spielfeld schritten. Wie immer saßen einige Kinder im Schatten der Stadtmauer und wollten der Übungseinheit zusehen. Auch einige hartnäckige Schlachtenbummler waren erschienen um dem wöchentlichen Ritual zu folgen und die Drachen vor dem Spiel noch einmal zu sehen, das große Banner mit dem schwarzen Drachen hatten sie heute jedoch zu Hause gelassen. Dennoch war ein fröhliches "Auf geht's Drachen auf geht's" von den Rängen zu hören als Bordoc in seiner Eigenschaft als Betreuer mit den Konterübungen begann. Die Stürmer durften Laufübungen machen und die Bremser übten die massive Raumdeckung mit der man nun alle Gegner weich kochen wollte. Eine undurchdringliche Mauer, das sollte die Verteidigung der Drachen werden.
(THU)
Neseru: Das Freiwild wehrt sich!
Daß die Neserus spilerisch nur schwer zu schlagen sind, das ist kein Geheimnis. Und daß sie, vor allem, die Gebote der Ritterlichkeit im Imman hochalten, das war bisher auch nie die Frage. Nun aber liegen in Stut-Ymi'keku vor dem Spiel der beiden bisher ungeschlagenen Auswahlen Neseru und Táyârret die Nerven blank.
Grund dafür sind die unschönen Jagdszenen in Morek gewesen, wo der Noionitensturm beim knappen Sieg der Neserus eher durch brutale Schlägereien als durch Imman zu einem Erfolg kommen wollte. Kein Neseru-Spieler, keine Neseru-Spielerin blieb von Blessuren verschont, glücklicherweise nur leichter Art, so daß es keine Ausfälle gegen die Luchse geben wird.
"Ich habe langsam wirklich die Schnauze voll", sagte Torfrau Alisha Men'kare, deren Haupt eine prächtige Beule ziert. "Diese ganzen Gurkentruppen wissen, daß sie uns nicht das Wasser reichen können, aber was tun sie? Anstatt mal richtig zu üben und zu versuchen, den Kautschuk nicht als Feind, auf den man sinnlos draufprügeln muß, zu sehen, gebärden sie sich wie eine Bande verrückter Chesti, die auf der Jagd nach Kemi-Fleisch sind. Aber damit ist Schluß. Ab sofort zahlen wir mit gleicher Münze zurück."
Die Verärgerung bei Neseru ist verständlich. Bis auf Tsantsa und ausgrechnet! - die Erzfeinde aus Táîmen versuchten bisher alle Gegner, die Neserus durch Unsportlichkeit aufzuhalten, bislang vergeblich. Nunmehr aber ist man in Stut-Ymi'keku der Leidenszeit wohl überdrüssig, anders sind die Aussagen Alishas wohl nicht zu verstehen. Zwar mag man den Neserus den Unmut nicht verdenken, doch natürlich beinhaltet der Taktikwechsel, so er denn kommen mag, eine große Gefahr: die gerade in der letzten Spielzeit erschienenen zwarten Pflänzchen einer Fortentwicklung des bis dato eher hölzernen, robusten Kemi-Immans hin zu mehr spielerischen Akzenten und schönem Spiel drohen unter den Keulenschlägen der hilflosen Herausforderer zertreten zu werden. Und so mag das Spitzenspiel des 5. Spieltags wegeisend werden, nicht nur, was den Verlauf der Liga angeht, sondern auch, was das Kemi-Imman selbst betrifft.
Pire Tepesen
(PST)
Klopfbüttel warnt vor Höhenflügen
Djáset. Nach dem erstaunlichen vierten Spiel ohne Niederlage herrscht in Táyârret der Ausnahmezustand, doch der Spielerbetreuer der Luchse, Ergolf Klopfbüttel, fürchtet den abrupten Leistungsabfall aufgrund der unverhofften Triumphe und fordert daher von seiner Fünfzehn weiterhin totale Hingabe. Rabenschwinge-Korrespondent Advid ter Klain lud den Macher des Erfolges zum Gespräch ins "Splitternde Waskirfass", die Stammkneipe der Luchse zu Djáset.
Advid ter Klain (AtK): Herr Klopfbüttel, lasst Euch zunächst herzlichst gratulieren. Vier Siege aus vier Spielen und dazu als Krönung der Sieg gegen die Erzrivalen aus Tásebá, war das zu erwarten.
Ergolf Klopfbüttel (EK): (lächelt) Sicherlich nicht, in der letzten Saison haben wir kläglichst versagt und so konnte niemand damit rechnen, dass es in diesem Jahr so gut laufen würde. Allerdings wissen auch wir um unser Potential und wollen diesmal alles daran setzen, Auswahlen wie den Tigern und den Mantikoren, allen voran aber Neseru das ein oder andere Schnippchen zu schlagen...
AtK: Könntet Ihr Eure Worte ein wenig präzisieren? Was genau ist das Saisonziel der Luchse?
EK: Darauf antworte ich Euch gerne wieder nach dem Spiel gegen Neseru. Diese Begegnung ist für unsere Truppe ein Gradmesser für den gesamten weiteren Saisonverlauf. Wenn Stut'Ymi-keku schlagen können, dann können wir auch über den Titel nachdenken. Andererseits ist jetzt noch nicht die Zeit für Höhenflüge gekommen. Die halbe Spielzeit ist noch nicht einmal vorbei und einige Leute in unseren Reihen träumen schon von der Meisterschaft. Es gilt wie immer, sich auf das nächste Spiel zu konzentrieren und auch wenn immer das nächste das schwerste ist, unser nächstes wird das schwerste in der ganzen Saison.
AtK: (verwirrt) Äh..., sicher. Die Neserus sind in der Tat der härteste Brocken in ganz Kemi. Wie bereiten sich die Luchse auf dieses Spiel vor? Und welche taktischen Änderungen habt Ihr für die Partie vorgesehen?
EK: Dies ist zweifelsohne die heißeste Phase für unsere Fünfzehn. Wir können nur dranbleiben, wenn wir nicht außer Form geraten. Deshalb gibt es für uns Luchse momentan keinen Feierabend. Gleich nach Arbeitsende auf den Äckern, in der Stadt und in den Fischerbooten geht es zum Üben auf den Platz! - Kunstpause - Taktisch variieren können wir in unserer Situation nicht allzu sehr. Leider sind wir dazu gezwungen, ein wenig defensiver zu Werke zu gehen als sonst, da sich unser verletzter Stürmer Eirik Harkonson nicht so leicht ersetzen lässt und unser Ersatztorsteher Gomir Janulfson einer gewissen Absicherung bedarf. Ich erwarte allerdings von allen vollen Einsatz und dass sie erneut mit voller Härte einsteigen!
AtK: Ist ein solcher Übungsplan nicht außerordentlich zermürbend? Gibt es deshalb keinen internen Unfrieden?
EK: Nein, die Spieler wissen, wie nötig die Praxis ist um tatsächlich erfolgreich zu sein. Obgleich die letzten Spiele an den Kräften gezehrt haben, kann ich diesmal keinem eine Pause einräumen. Auch wenn diese bitter nötig ist, die Spieler wissen, dass man nur gewinnen kann, wenn man sich voll aufeinander verlassen kann, bei Rondra! Einzelne Beschwerden hat es freilich schon gegeben, doch meine Leute wollen nichts anderes als spielen und wenn sie sich beim Üben nicht voll reinhängen, dann brauchen sie auch nicht erwarten, aufgestellt zu werden.
AtK: Vielen Dank für das aufschlussreiche Gespräch und mögen der Herr Boron Euch bei dem schweren Spiel gegen Stut'Ymi-keku gnädig sein.
EK: (schüttelt den Kopf) Als gebürtiger Sarslunder hätte ich von Euch nichts anderes erwartet, ter Klain... betet lieber, dass der Rabe den Neserus gnädig sein möge!
Advid ter Klain
(DDK)
Skrupellose Maßnahmen reanimieren Sicheln
Mergyan. Nach bisher vier Spielen ohne einen einzigen Sieg kam es vergangenen Windstag zur Eskalation bei der abendlichen Übungsstunde der Sicheln. Nachdem Bremser Kimbas Ginwed gar nicht erst zum Treffen der Auswahl erschienen war, da "die Arbeit auf dem Felde immer noch in den Knochen" schmerze, er aber angekündigt hatte, dem anschließenden Saufgelage selbstverständlich beizuwohnen, war die Lage von Anfang an wenig entspannt. Es folgte eine Standpauke von Kapitän Rakiljan Fin'Jar, der ankündigte, die Sicheln zu Saisonende zu verlassen, wenn nicht bald eine Besserung folgen würde. Als Stürmer Lindan Sarjakku zu Beginn einer Laufübung dann auch noch vor Erschöpfung wie ein Sack Reis zu Boden ging, hatten der Kapitän und Betreuer Sinab Bidak genug. Sie keiften ihren Haufen dermaßen an, dass das ansonsten friedliche Übungsstündlein in eine wüste Schlägerei mündete. Viele der Sicheln, die im Spiel eher zurückhaltend und verhalten zu Werke gingen, trumpften bei dieser Auseinandersetzung geradezu auf und ließen ihren Aggressionen freien Lauf. Am Ende konnte man sich dennoch schnell und ohne größeren Schaden angerichtet zu haben wieder vertragen und darauf einigen, dass am taktischen Konzept der Sicheln zu feilen sei. Die Übungsstunde der Sicheln wurde auf den nächsten Abend verschoben und an diesem zeigte sich, dass die rigorose Rauferei des Vortages für ein wahres Wunder gesorgt hatte. Statt des lahmen und gehemmten Defensivimman bestritten die Sicheln nun ein offenes Offensivgefecht, das die wenigen Zuschauer wahrhaft zur Verzückung brachte. Auch Betreuer Sinab Bidak war davon sosehr beeindruckt, dass er ankündigte, die neuen taktischen Erfahrungen im nächsten Spiel voll umzusetzen. Übrigens hatten die Sicheln endlich einmal wieder so viel Spaß am Imman, dass sie ihr Saufgelage respektive den heimischen Herd vergaßen und bis in die tiefe Nacht mit Mohagoni und Kautschuk herumprobierten.
(DDK)
Plâne: "Die Immanheiligen nicht auf unserer Seite"
Erneut eine Niederlage für die Perlbeißer, dieses Mal knapp gegen die Ylehis, dafür wieder einmal kaum Tore. "In der Tat, die Immanheiligen haben sich von uns wohl abgewandt", so Karina Baghera scherzhaft, die seit drei Spielen auf Treffer ihrerseits wartet." Die Anfangseuphorie ist nicht ganz verflogen bei den Perlbeißern, doch die Ernüchterung ist dennoch da. Im nächsten Spiel will man offensiv an Werk gehen. "Wir werden unseren Anhängern gutes Angriffsspiel bieten, daß sind wir ihnen schuldig. Ob Niederlage oder nicht, es müssen wieder Treffer her." Betreuer Talachan wartet auf einen Erfolg, ob er sich einstellt ist derzeit fraglich.
(JMA)
Auf Ilvas Schwingen (V) - Der Noionitensturm Morek aus anderen Augen betrachtet
Heute: Het'mamanoch'ene (23), Bremserin und Ignatius der Reisende (21), Bremser
Ganze drei Punkte aus vier Spielen scheint ja nicht allzu viel zu sein. Wenn es wenigstens an dem Haufen selbst gelegen hätte, dann könnte man ja... Aber bisher haben sich alle wacker geschlagen, selbst der Göttin des Kemi-Imman, Neseru, konnten wir Paroli bieten. Nun denn, die schwierigsten Spiele sind vorbei, es ist in diesem Jahr eine außerordentlich starke Liga und da muß halt mit allem gerechnet werden. Logoran hat an den Leistungen sehr zu knabbern, ist doch auch er etwas unsicher, wie die ganze verzwickte Lage in den Griff zu bekommen ist. Ich denke, es ist das Beste, er macht einfach weiter wie bisher, alles andere ergibt sich von selbst.
Nun will ich aber wieder zwei weitere Spieler meines Haufens vorstellen, ich beginne dabei mit der kleinen und quirligen Bremserin Het'mamanoch'ene, die der Auswahl erst seit etwa zwei Jahren angehört und damit noch recht jung ist. Das Mädchen ist eine Halb-Kemi mütterlicherseits und Halb-Kina väterlicherseits. Nun, einen - sagen wir mal - beruflichen Grund, bei den Noioniten zu sein, hat die Kleine... Als das mit ihrem Vater passierte, war sie zwar noch gar nicht geboren, jedoch den Auswirkungen konnte sie sich nicht verschließen. Als nämlich der Vater ihrer Mutter die beiden Liebenden erwischte, wartete er nicht erst die Unschuldsbeteuerungen Het's Mutter ab, sondern zog fix sein Entermesser, mit dem er dem Kina-Mann Kamaluq's Lebensatem löschte.
Seitdem ist die Bremserin Halbwaise, ohne je ihren Vater kennengelernt zu haben. Ihre Mutter hingegen hat den Verlust nie verschmerzen können und sich vier Jahre später von den Morekschen Klippen gestürzt, woraufhin der schon erwähnte Großvater das Mädchen verstieß. Het'mamanoch'ene irrte daraufhin viele Jahre in den Wäldern Aáresys umher und wuchs bei den dort lebenden Kina auf, ohne je wirklich dazuzugehören. Das war dann auch der Grund, warum Het vor zwei Jahren den Wald verließ und sich den beschwerlichen Büßerpfad zum Kloster hinaufächzte. Logoran nahm sie freundlich auf und verpasste ihr gleich die obligatorische Imman-Therapie, natürlich neben all den anderen Maßnahmen, die er für jeden seiner Patienten maßgeschneidert anbietet. Das ist die Geschichte der Bremserin in aller Kürze wiedergegeben.
Zitate:
"Sei still und beweg dich nicht, sonst greift er sofort an!" (zu einem Gegenspieler, wenn
auf dem Morek'schen Klosteracker ein völlig harmloser Käfer auftaucht)
"Aiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih!" (Ausdruck der Freude)
*Böser Blick und undefinierbare Armbewegungen* (um angst zu machen)
Zu Ignatius dem Reisenden, wie er sich selbst nennt, gibt es anders als bei Het nicht viel zu sagen. Er ist schweigsam, das gilt auch für die Aussagen über seine eigene Vergangenheit. Ein Patient Logorans ist er nicht, vielmehr schloß er sich bei einem Auswärtsspiel des Sturms freiwillig dem Haufen an und verrichtet seitdem Hilfsdienste im Kloster, wo er sich bis heute sehr heimisch fühlt. Ich bin geneigt zu wünschen, er möge seinen Beinamen in "der Heimische" oder so tauschen, denn er ist eine echte Verstärkung geworden, die sich schon vielfach bewährt hat. Seine Spielweise ist ebenso unspektakulär wie sein übriges Auftreten, dabei aber von einer Effizienz, die ihresgleichen sucht. Keine Bewegung, die nicht vorausberechnet scheint, kein Torschuß, der an eine Verzweiflungstat erinnern könnte. Damit ist er das charakterliche Gegenteil von Quenya. Zu Het verbinden ihn sehr freunschaftliche Bande, möglicherweise aber auch mehr, wenn man berücksichtigt, daß er nirgends zufriedener lächelt als in Gegenwart der hübschen Waldkemi. Möglicherweise ist es auch eine Art Seelenverwandschaft, die die beiden miteinander verbindet, kein echtes Zuhause zu besitzen, ausgestoßen und für immer Reisende zu sein. Die Zeit wird zeigen, was es damit auf sich hat.
Zitate: "Ich bin wie ich bin, wenn ich alleine bin."
(THE)
Quo vadis, Áchesa?
Wer hätte das gedacht... 22:4 gewannen die Áchesas furios bei den bisher so stark aufgetretenen Tigern aus Sendsh'gerhi (die, wir erinnern uns, nur knapp gegen Neseru unterlagen). Ein Sieg, ja, damit war geliebäugelt worden, aber mit einer derartigen Klatsche hatte niemand ernsthaft gerechnet.
Wie kam es dazu? Diese Frage kann niemand beantworten. Die Fakten passen einfach nicht zusammen. Im vorletzten Spiel, zuhause gegen die Luchse zeigten sich die Áchesas ängstlich, zurückhaltend und in der Abwehr unsicher wie zu schlimmsten Zeiten. Das Spiel davor, bei Vizemeisterin Tsantsa, bot wieder das gleiche Bild wie im Tiger-Spiel: großartig auftrumpfende Hauptstädterinnen und Hauptstädter demütigten die Gegnerin nach Belieben und zeigten hochklassiges Imman, das an beste Zeiten erinnert.
Mag es an einem Heimkomplx liegen? Vielleicht... der Saisonauftakt gegen Morek in der heimischen Áchesa-Arena ging sang- und klanglos mit 26:30 in die Hose. Aber weshalb ein Heimkomplex? Gut, das Publikum ist lange nicht mehr so fanatisch wie in früheren Jahren, aber erklärt das das wachtelige Auftreten der Einheimischen? Auf keinen Fall aber erklärt es das Auftreten der Áchesas auf fremden Plätzen.
So kann niemand, wirklich niemand, eine sichere Prognose für das nächste Heimspiel gegen Mantikor Tásebá abgeben. Was bleibt, sind allerlei Fragen: Wird der Heimkomplex durchbrochen? Können die Áchesas ihre Klasselesitung vom 4. Spieltag wiederholen? Vermag die Abwehr endlich einmal ihrem Namen gerecht werden? Wie reagiert das Publikum?
Antworten werden wir erst dann erhalten, wenn der Schlußgong ertönt. Und vielleicht sind die unberrechenbaren Áchesas dann endlich besser einzuschätzen.
Dr. E. R. Barmin
Merkem - feine Pläne
"Prima ... ich hab's Euch doch immer gesagt, auf die Weise packen wir's!" Caljinia Han s'Olo, die Betreuerin der Wachteln, war sichtlich mit sich zufrieden "13:1 ... denen haben wir heimgeleuchtet!" Ein breites Grinsen stand auf ihrem Gesicht, als sie mit ihrer Mannschaft im "Faulen Anker" saß und über das Nachholspiel gegen die Perlbeisser sprach.
"Naja, Caljinia ... aber was machen wir beim nächsten Mal? Ganz ehrlich, wir sind zwei zu wenig ..."
"Keine Panik, Zorin. Ihr macht weiter wie bisher. Hinten zumauern und wenn einer zu weit in unsre Hälfte kommt, dann haut ihr ihn um ... keine Gnade! Und, was die zwei Mann zu wenig angeht ... das macht nix. Wir sorgen eben dafür, das der Gegner auch zwei Mann zu wenig hat."
"Caljina, Du hast doch wieder was vor, hm? Willste einen von denen ein paar über den Kopf ziehen, vorher?"
"Quatsch! Da gibt's bessere Methoden!" Die ganze Mannschaft beugte sich interessiert nach vorn. Die Betreuerin klatschte zweimal in die Hände und auf dieses Zeichen hin betraten zwei junge Frauen den Raum. Rote Haare, glutvolle Augen, schlankem braun gebrannte Körper und ein Lächeln, das jedem fast den Atem nahm. Und das gleich im Doppelpack ... denn zwischen den beiden Frauen war kein Unterschied zu erkennen ... Zwillinge.
"Das sind Haika und Maika ... ich sag' Euch eins, eine von denen macht Dich im Bett fertig, daß Dir Hören und sehen vergeht ... im Doppelpack sind sie fast zu viel. Nicht ganz billig, aber was tut man nicht, damit sich die Gegner wohl fühlen. Ich hab sie angeheuert, damit sie sich ein, zwei Mann der gegnerischen Mannschaft vornehmen ... und ihnen eine Nacht bereiten von denen die noch in zehn Jahren träumen. Was meint ihr, zu was die anschliessend auf dem feld in der Lage sind, hm? Und ... um auf Nummer sicher zu gehen hat Yo-da noch ein kleines Mittelchen ... wennde das nimmst, benimmste Dich wie Levthan persönlich ... aber anschliessend kippste um und pennst den ganzen Tag durch."
Breit grinsend stellte Caljinia sich vor, wie sich zwei Spieler richtig gründlich verausgabten. Tja, kreative Spielunterstützung ... und die Opfer haben auch noch was davon.
(RGR)
Váhyt: Erfolgreiche Defensive
"Na bitte es geht doch!" Die Stimmung in der váhyter Immantaverne war eher gemischt, auf der einen Seite hatte man das letzte Spiel gewonnen, auf der anderen Seite hatte es Swanje ziemlich treffend zusammengefasst "So macht die Scheiße aber keinen Spaß! Das Wohl!"
Bordoc, der Kapitän und Betreuer, versuchte wieder gegen das Gemurmel anzukommen "Ich sagte es geht doch, immerhin haben wir das letzte Spiel gewonnen oder nicht!" "Jaja!" schlug es ihm entgegen, der Mißmut seiner Mitspieler war deutlich zu spüren! "Also gut, ich mach euch einen Vorschlag." hob Bordoc an "Wir spielen noch einmal defensiv und wenn wir wieder gewinnen hört ihr auf mich und wenn wir verlieren hör ich auf Euch! Ach ja und wenn mich einer bescheißt dann dreh ich ihm den Arm aus dem Gelenk!" So ganz konnte Bordoc seinen Mammonberuf als Schauermann halt doch nicht verhehlen!
(THU)
Setepen: Mehr Ruhe und Konzentration gegen Merkem
Nach der Prügelei und dem harten und zumeist unnötigen körperlichen Einsatz gegen die Neulinge aus Semjet, woraus eine vermeidbare Niederlage entstand, fordert Betreuer Askir Walkirson mehr Ruhe und Konzentration von seinen Spielern und Spielerinnen. Deshalb hat er in Vorbereitung auf das Spiel gegen den Absteiger Merkem eine einwöchige Meditationspflicht im setepener Boron-Tempel angeordnet. So mussten alle Spielerinnen und Spieler eine Woche lang jeden Tag für eine Stunde den Tempel besuchen um dort nach innerer Ruhe und Gelassenheit zu suchen. Ob diese Maßnahme Wirkung zeigen wird, bleibt abzuwarten.
(RHU)
Hochstimmung in Semjet
Nach dem schlussendlich deutlichen Sieg gegen die starken Tarethoner aus Setepen herrscht eine unheimliche Imman-Begeisterung in Semjet. Die öffentlichen Feste nach dem dritten Sieg in Folge für die wiedergegründete Auswaahl, die zumeist nur KIL-Neulinge aufzubieten hat, überbieten alles bisher Dagewesene. Besitzerin Shila Al'Mansour konnte sich dieser allgemeinen Hysterie nicht entziehen und versprach Geldmittel für eine Erweiterung der Sitzplätze am Semjeter Immanfeld zur Verfügung zu stellen. Wenn die Seedrachen allerdings weiterhin so gute Leistungen zeigen, wird wohl diese Erweiterung bald zu wenig sein...
(RHU)
Auf Ilvas Schwingen (IV) - Der Noionitensturm Morek aus anderen Augen betrachtet
Heute: Quenya Dorgilsdottir (31), Stürmerin
Nun ist es an der Zeit, eine Patientin des ehrwürdigen Noionitenklosters zu Morek näher zu beschreiben. Als Anfang bietet sich dabei die Stürmerin des Haufens an, der ich meinen neuen Namen zu verdanken habe: Quenya Dorgilsdottir.
Keine Ahnung, wie sie bei ihrer Geburt vor einunddreißig Jahren hieß, aber definitiv ist sie nicht thorwalscher Abstammung... und darin liegt auch ihre Krankheit. Ihre massive Persönlichkeitsstörung bringt es mit sich, daß sie mittlerweile wie eine Thorwalerin denkt, fühlt und sich verhält ,mit allem drum und dran. Immer zu derben Späßen aufgelegt, ist sie die Garantin für eine gute Stimmung innerhalb der Auswahl. Zumindest solange, wie niemand sie daran erinnert, daß sie nicht ist, wer sie ist... Jedoch tut das nach einigen wilden Prügeleien niemand mehr, der auch nur einen Tag lang bei der Auswahl verbracht hat. Aggressiv und ein wenig unberechenbar ist ihr Charakter und ebenso ihre Spielweise. Die gegnerischen Bremser haben oftmals mein Mitleid verdient, die sich die volle Spielzeit lang derbe Flüche und Beschimpfungen gefallen lassen müssen, die ich hier aus Gründen der Höflichkeit besser nicht wiedergebe. Von außen läßt sich kein klares Konzept erkennen, nach dem sie ihre Spielweise oder gar ein taktisches Vorgehen erkennen läßt. Möglicherweise liegt gerade darin das Geheimnis ihrer Torerfolge: selbst nicht zu wissen, wo man im nächsten Atemzug läuft - oder positiv formuliert: intuitiv spielen und zu leben.
Quenya ist definitiv eine der Patientin die lebendig oder gar freiwillig niemals das Kloster verlassen würden, die "Kloster-Otta" ist eine Ottajasko, für die sie stolz ihr Leben lassen würde. Das wohl!
Zitate: "Potzblitz und Donnerwetter!" (bei gekonnten Spielzügen)
"Du madiger Sesselpupser!" (gegenüber Gegenspielern)
"Ene mene Keilerei, Quenya Dorgilsdottir ist dabei!" (bei Remplern)
"Platz da oder Loch im Bauch!" (bei Torschüssen)
Zusatz: Aus der Spielansprache Logorans:
"...Wir werden uns nach den beiden knappen und unglücklichen Niederlagen nicht kirre machen lassen. Wir sind der Noionitensturm und diesem Namen machen wir heute Ehre! Auch gegen die Neseru kann man offensiv spielen, genau das habe ich vor. Jeder Mann und jede Frau ist heute bei seiner Seele gepackt, wenn es um den Sieg geht! Also geht raus und zeigt, daß ihr es drauf habt!"
(THE)
Neseru: Keine Brisanz im Haie-Spiel
Überraschend emotionslos verlief das ewig junge Prestigeduell zwischen Neseru Stut-Ymi'keku einerseits und den Haien aus Táîmen andererseits. Wo sonst immer laute Töne und Spöttereien im Vorfeld das Mindeste waren, gaben sich die Beteiligten diesmal vor und nach dem Spiel gelassen, ja fast staatsmännisch. Es sollte ein Spiel wie jedes andere sein, sagte die Neseru-Stürmerin Elandriel Morgenwind. Doch das zu behaupten, hieße zu beschönigen: die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer waren von den Darbietungen sichtlich enttäuscht und sahen ein erschreckend schwaches und langweiliges Spiel. Neseru konnte zwar einen ungefährdeten Sieg einfahren, doch hinterher waren sich alle Beteiligten auf Seiten der Meisterin einig, daß die gebotene Leistung gegen noch schwächere Haie zwar ein 10:3 rechtfertigte, mitnichten aber den eigenen Ansprüchen genüge getan habe.
So möchte man gegen Morek die Zügel wieder anziehen und erneut Imman zelebrieren - denn das ist es, was die Neserus vom Rest der Liga unterscheidet.
Immerhin, der unausgesprochene Nichtangriffspakt zwischen der Meisterin und der Erzrivalin aus Djunizes hat die Ausfälle auf auf Seiten Neserus gering gehalten. Für das Morek-Spiel muß nur auf Bremser Henem’iwen verzichtet werden; dieser jedoch hat sich seit Beginn der Spielzeit deutlich fortentwickelt und ist inzwischen der Hauptgarant für die Sicherheit der Neseru-Abwehr.
Pire Tepesen.
(PST)
Geschwächt nach Yleha-Perlbeißer in Not?
Allzu gut ist die Lage bei den Perlbeißern grade nicht: zwei Niederlagen in Folge, zwei starke Spieler müssen aussetzen, und kein klares Konzept für die nächsten Spiele.
"Wir sind wohl auf den Boden der Tatsachen zurückgestoßen worden. Auch die 2.Liga hat ihre Tücken, und wir lernen sie gerade kennen. Gegen Yleha wird es schwer werden. Ferenzio und Mara werden am meisten fehlen, sind sie doch unsere besten Stürmer. Aber was solls, wir müssen da durch."
-Betreuer Talachan
"Noch fehlt uns der Spielaufbau. Zuwenig Koordination, wenig Erfahrung. Gegen Yleha wird uns wohl auch Phex helfen müssen."
-Alverano Karanikios, Kapitän
"Verdammt, seit dem letzten Spiel geht's mir übel. Aber ich werd weiterspielen, egal was man mir sagt."
-Jurge Skörklund, der gegen Rekmehi viele Schwächen offenbarte
(JMA)
Heimschwäche bei Áchesa
Völlig ungewohnt scheinen die Áchesas wie schon gegen Ende der letzten Zweitligasaison auch in der ersten Liga zuhause nicht mehr gewinnen zu können. Zwar mag die Niederlage gegen die Luchse aus Táyârret unglücklich zustandegekommen sein und zum großen Teil auch den irregulären Wetterbedingungen anzulasten, doch stellt man auch nicht ganz zu unrecht fest, daß von der einstigen Furcht der Gegnerinnen, in der Áchesa-Arena antreten zu müssen, nur wenig geblieben ist.
Warum, das weiß seitens der Áchesas niemand genau zu sagen, ja, teilweise wird das Offensichtliche nicht einmal zur Kenntnis genommen. Tatsache aber ist, daß das feste Band, das einstmals zwischen Auswahl und Anhängerschaft bestand, seit dem Abstieg in die zweite Liga nicht mehr etwas ist, dem sich die Áchesas besonders rühmen können. Hat das Publikum vor dem Abstieg in die zweite Liga noch von heimspiel zu Heimspiel dafür gesorgt, daß die jeweiligen Gegnerinnen vor Angst teilweise froh waren, nicht in Führung zu liegen, so sind heutzutage ein Paar Pfiffe oder zeitweilige Spottchöre alles, was man als Auswärtsauswahl in Khefu zu befürchten haben muß.
So war haben die Áchesas durch den Abstieg ihren wichtigsten Vorteil offensichtlich verspielt, und offenbar braucht es weitaus mehr als nur einen sofortigen Wiederaufstieg, um die Herzen des Publikums wieder zu gewinnen. Die Áchesas müssen dies aber als vorrangiges Ziel ansehen, denn sonst wird der Klassenerhalt kaum zu schaffen sein. Es wird Zeit, daß man dort die Zeichen der Zeit erkennt und über das Spiel selbst versucht, das Publikum wieder für sich einzunehmen. Und es wird Zeit dafür. Das Auswärtsspiel bei den Tigern in Sendsh'gerhi ist die beste Gelegenheit, damit zu beginnen.
Dr. E. R. Barmin
Mißstimmung bei den Drachen
"Na bitte es geht doch!" Die Stimmung in der váhyter Immantaverne war eher gemischt, auf der einen Seite hatte man das letzte Spiel gewonnen, auf der anderen Seite hatte es Swanje ziemlich treffend zusammengefasst "So macht die Scheiße aber keinen Spaß! Das Wohl!"
Bordoc, der Kapitän und Betreuer, versuchte wieder gegen das Gemurmel anzukommen "Ich sagte, es geht doch, immerhin haben wir das letzte Spiel gewonnen oder nicht!"
"Jaja!" schlug es ihm entgegen, der Mißmut seiner Mitspieler war deutlich zu spüren!
"Also gut, ich mach euch einen Vorschlag." hob Bordoc an "Wir spielen noch einmal defensiv und wenn wir wieder gewinnen hört ihr auf mich und wenn wir verlieren hör ich auf Euch! Ach ja, und wenn mich einer bescheißt dann dreh ich ihm den Arm aus dem Gelenk!" So ganz konnte Bordoc seinen Mammonberuf als Schauermann halt doch nicht verhehlen!
(THU)
Luchse: Von Siegestaumel und Vorfreude
Drei Siege in Folge - damit hatte in Djáset nach der verkorksten Vorsaison wahrhaftig niemand gerechnet. Und nun stand als nächstes auch noch eine Paarung an, deren pikanter Charakter die Luchse bereits seit ihrer Rückkehr aus der Hauptstadt in Vorfreude versetzte. Mit Mantikor Tásebá trifft man am vierten Spieltag der KIL auf den absoluten Erzrivalen der Luchse. Zusätzlich motiviert traf sich die Auswahl aus Táyârret in der Vorwoche des Prestigeduells gegen Tásebá jeden Abend um zusätzliche Übungseinheiten zu halten. Jeder Laie hätte beim Beobachten der Manöver gar erkannt, dass jede Spielerin der Luchse mindestens doppelten Einsatz zeigte, um gegen den ärgsten Widersacher dabei sein zu dürfen. Hetmann Ergolf Klopfbüttel ließ sogar verkünden, dass er seine Fünfzehn angewiesen hat, "mit vollster Härte und unerbittlich" zu Werke zu gehen, da "eine Niederlage in Djáset für einigen Aufstand" sorgen würde, welchen der bekanntlich in Diensten der Stadtgarde stehende Spielerbetreuer sicherlich keinesfalls gutheißen könnte. Zur Freude Klopfbüttels stoßen zwei schmerzlich vermisste Schlüsselspieler nun glücklicherweise wieder zur Anfangsfünfzehn der Luchse. Torfrau Narina Kalpun hat ihre unsägliche Sperre aus der Auftaktpartie gegen die Haie abgesessen und Keke-Wanaq-Bremser Niwi-Da ist nach einer schweren Prellung, welche er sich beim Aufeinandertreffen mit dem Noionitensturm zuzog, wieder genesen. Weiterhin nicht einsatzfähig, jedoch wieder auf dem Weg zur Genesung sind Yassafer Klopfbüttel und Kapitän Victor Mulker, der dem widrigen Wettereinfluss zu Khefu offenbar nicht gewachsen war. Sein Amt wird gegen Tásebá Dorfschmied Connar ui Biarain bekleiden. Ebenfalls fehlen wird Chschy'Atzz, sowie Torgul Finwald, der junge Ersatzstürmer, der nach seinem ersten Einsatz gegen Morek zu faulem Obst gegriffen hatte und nun noch für einige Zeit ausfallen wird. Trotzdem sind die Luchse optimistisch, Freiya Jandrasdottir, Wirtin des "Splitternden Waskirfass" und Stürmerin in Reihen der Luchse erklärte sich vor dem Spiel noch zu einer Stellungnahme bereit, welche die Lage trefflich schildert: "Für uns gibt's nichts mehr zu fürchten, müsst ihr wissen. Unsere ersten drei Spiele haben wir souverän gewonnen und damit bewiesen, dass so'was wie letztes Jahr nich' mehr so schnell passieren wird! Imman ist nun 'mal wie starker Seegang, bei Swafnir. Mal geht's aufwärts, mal abwärts und wir haben diese Saison 'ne gute Welle erwischt, das wohl! Und mit diesem Hrangargezücht aus Tásebá werden wir auch fertig, wenn Efferd uns weiterhin hold ist, will ich meinen. Schließlich haben wir auch noch starke Rückendeckung von der Tribüne. Ganz Djáset wird versuchen, sich bei dieser brisanten Begegnung in die Kampfbahn zu zwängen und laut johlen, wenn wir den Kork ein ums and're Mal im Kasten der Mantikore versenken, bei Swafnir!"
So ist die Stimmung in Djáset weiterhin entspannt, schließlich will man sich keinen unnötigen Druck machen. Drei Siege haben bewiesen, dass ein derartiges Abrutschen wie in der letzten Saison schlechterdings unmöglich ist. So fiebert ganz Táyârret einem packenden Spiel gegen Tásebá entgegen. Ein Sieg wird erwartet, doch eine Niederlage ist angesichts der neun bereits eingefahrenen Punkte auch kein Weltuntergang.
Advid ter Klain
(DDK)
Weiße Raben schaffen Überraschung!
Überraschung in Merkem! Was niemand den wackeren Ylehis zugetraut hätte, wurde Wirklichkeit. Gegen die hochfavorisierten Merkemer Wachteln gelang den bravourös kämpfenden Weißen Raben ein historischer Sieg. Nach einer hochdramatisch verlaufenden Partie war es in der Verlängerung schließlich Stürmer M’herén Ptâ’h, der die Ruhe behielt und aus dem Gewühl heraus zum 11:10 traf.
Hinterher kannte die Freude bei den Raben keine Grenzen, denn viel hatte man sich gegen Merkem nicht ausgerechnet, gehörte diese Auswahl doch vor wenigen Jahren noch zum Besten, was Kemi zu bieten hat. Der Sieg der Ylehis wird auch dadurch nicht weniger wert, daß die Wachteln anfangs mit nur 13 Leuten auflaufen konnten, denn schon früh hatten auch die Gäste zwei Ausfälle zu beklagen.
Bemerkenswert an diesem Spiel war zweifelsohne, daß die Weißen Raben nach dem so deutlich schiefgegangenen Experiment am letzten Spieltag - wo man eine deutliche Führung ruhig über die Zeit spielen wollte - wieder zu ihrer alten Spielweise zurückfanden, keinen Kautschuk verloren gaben und vom ersten bis zur letzten Augenblick alles gaben.
Nun also sind die Ylehis wieder an der Spitzengruppe heran. Wie sich die Saison für die Raben weiterentwickelt, wird durchaus auch das nächste Spiel entscheiden. Gegnerin hier sind die Perlbeißer aus Plâne, die so recht noch nicht einzuordnen sind, zumal ihr Spiel gegen die Wachteln am zweiten Spieltag verlegt werden mußte. Nichtsdestotrotz können die Ylehis in diesem ihren zweiten Heimspiel ihren Aufwärtstrend fortsetzen - wenn sie das spielen, was sie können.
Dr. E. R. Barmin
Djáset. Durch zwei - mehr oder minder hart - erkämpfte Siege gelang es den Luchsen Táyârret nun überraschend, einen äußerst erfreulichen zweiten Platz im Zwischenklassement der Kemi-Imman-Liga zu ergattern. Am dritten Spieltag wirft jedoch ein womöglich richtungsweisendes Spiel seine Schatten voraus. So gastiert man demnächst bei N.I.B. Achesa Khefu, der laut Tabelle derzeit viertbesten Fünfzehn der Liga und zudem dem amtierenden Meister der zweiten Spielklasse. Die Erfolge Khefus, wie die Meistertitel in den Jahren 4 und 6 SG, liegen nun zwar schon eine ganze Weile zurück, doch in Táyârret löst der Name noch immer beklemmende Gefühle bei der Anhängerschaft der Luchse aus. Ganz anders äußerte sich dagegen Táyârrets Abwehrhüne Niwi-Da, der sich vor dem Spiel freundlicherweise zu einer kurzen Stellungnahme gegenüber der Rabenschwinge hinreißen ließ:
"Wir brauchen uns nicht zu fürchten. Was haben wir schon zu verlieren? Zwei Siege in den ersten beiden Spielen haben bewiesen, dass allen Luchsen der Tapam von Kriegern innewohnt! Sicher hat man im letzten Spiel sehen können, dass es noch einige Unabgestimmtheiten in der Auswahl gibt, doch eine Partie gegen eine Fünfzehn die aus einem Dorf kommt, in dem die Menschen in Steinhütten wohnen brauchen ein Keke-Wanaq-Krieger und seine Kumpanen nicht zu fürchten!"
Auch Spielerbetreuer Ergolf Klopfbüttel zeigte sich optimistisch: "Khefu? Hm, ja, schwierig zu sagen... Gerade erst aufgestiegen, tja.... Ach, potztausend, das sollte zu schaffen sein. Das letzte Spiel hat schließlich gezeigt, dass wir trotz der Ausfälle und trotz Tumult im Kader gewinnen können! Ich werde meinen Leuten nur sorgen, dass sie Khefu etwas härter 'rannehmen sollen und nicht so zimperliches Imman spielen sollen wie gegen Morek und dann wird's schon passen, bei Praios!"
Frohen Mutes brachen die Luchse also Richtung Hauptstadt auf, diesmal auch wieder mit Brandor Sekulan, der Táyârreter Sturmspitze die den Mund vor dem Spiel gegen Morek ein wenig zu vollgenommen hatte und darob gegen den Noionitensturm zum Zuschauen verurteilt war. In der nächsten Begegnung soll er allerdings wieder in der Anfangsformation stehen. Zu einem Gespräch war Sekulan jedoch nicht bereit, offenbar wurde ihm vom Hetmann ein Maulkorb verpasst...
Advid ter Klain
(DDK)
Gedrückte Stimmung in Váhyt
Die Stimmung in Váhyt ist gedrückt, schon zwei Saisonspiele vorbei und noch kein Sieg für die Drachen. Eine Leistung mit der man bei den váhyter Schlachtenbummler keine Symphatien erringen kann. Diese Erfahrung musste auch Bordoc, der Betreuer/Kapitän der Drachen zur Zeit machen. Waren an ihn doch viele Hoffnungen für einen Aufschwung im váhyter Imman geknüpft worden, doch nun begann die Stimmung langsam zu drehen. "Es muss sich was ändern." murmelte er also in seinen Bart, als die Auswahl nach dem letzten Spiel aus ihrer Stammkneipe kam und so setzte er für die nächste Woche ein Sonderübung an.
"So, Männer und Frauen!" begann er eine wohl überlegte Ansprache! "Es kann so nicht weitergehen, immer nur auf Angriff spielen, so wie wir es von Harkon Solwes gelernt haben, dass kann auf Dauer nicht gut gehen, daher probieren wir beim nächsten Mal was anderes aus. Váhyt muss endlich auch lernen was es heißt, defensiv zu spielen." Bei dieser Ankündigung sah er in durchaus erstaunte Gesichter, so etwas war man hier eindeutig nicht gewohnt. "So muss es sein, für die Zukunft, für den Aufstieg!" Schließlich will ich ja weiterhin Betreuer bleiben, wenn ich nicht mehr aktiv spielen kann - diesen letzten Gedanken hütete er wohlweislich und verzichtet darauf ihn auszusprechen, so weit war es noch lange nicht, dass er mit dem Imman aufhören würde.
Die Übungseinheit gestaltete sich dementsprechend schwierig, denn die Bremser, bisher nur die Vorwärtsverteidigung gewohnt mussten plötzlich auch das Passen beherrschen, eine gewaltige Umstellung und beim Sturmblock fehlten plötzlich einige gewohnte Anspielstationen für den Sturmlauf. Alles nicht so einfach wenn man so plötzlich die Strategie verändert! Am Abend
war die Gewöhnung zwar bei weitem noch nicht abgeschlossen, aber man konnte bereits erste Fortschritte entdecken und das wollte doch auch schon etwas heißen.
Vielleicht würde der Schlachtruf der Drachen ja in Zukunft nicht mehr lauten "Auf geht’s, Drachen, auf geht’s" sondern sich in "Seid standhaft, Drachen, standhaft" wandeln. Die einzig große Frage war jedoch, würden die váhyter Immanfreundinen und -freunde diesen Wandel im Spiel Gutheisen? Wohl nur nach einem Sieg!
(THU)
Raben noch zu grün!
"Schuster, bleib bei deinen Leisten", so lautet ein Sprichwort, dessen Weisheit im übertragenen Sinne auch auf das letzte Spiel der Weißen Raben anzuwenden ist. Niemand kann verleugnen, daß die unnötige Heimniederlage gegen die Seedrachen aus Semjet einzig und alleine darauf zurückzuführen ist, daß die Ylehis von ihrer altbewährten Spielweise abgegangen sind und vermeinten, Klassehaufen wie Neseru imitieren zu können. Wo ehedem vom ersten bis zum letzten Augenblick geackert, gerannt und gekämpft wurde, zeigte man sich in der zweiten Hälfte gegen die Semjeti, eingelullt von einer vermeintlich uneinholbaren Führung, pomadig und zurückhaltend.
Keine Frage, nach dem furiosen Auftakt der Partie glaubte man bei den Raben den Sieg sicher in der Tasche und erlegte sich selbst Schonung auf, um die Kraftreserven für die kommenden Spiele zu schonen. Daß diese Taktik schiefgehen mußte, wollte hinterher kein Spieler und keine Spielerin der Verlierer einsehen, dabei ist es einem unabhängigen Beobachter offensichtlich, daß die Ylehis einfach noch zu grün sind, um in souveräner Manier Vorsprünge schonend zu verwalten. Neu hingegen ist die Erkenntnis, daß es die Ylehis auch nicht schaffen, im Ernstfall wieder auf ihr bekanntes, kampfbetontes Spiel umzuschalten. Die Semjeti hatten also leichtes Spiel, konnten Punkt um Punkt aufholen und schließlich gegen die lethargischen Raben einen klaren Sieg einfahren.
Für die Anhängerinnen und Anhänger der Weißen Raben bleibt nur die Hoffnung, daß die Truppe - entgegen ihrer offiziellen Verlautbarungen - gelernt hat und im nächsten Spiel wieder zu ihren Tugenden zurückfindet: Kampf vom ersten bis zum letzten Augenblick.
Dr. E. R. Barmin
Plâne setzt auf Auswahlgeist
Das zweite Saisonspiel für die junge Auswahl aus Plâne sieht sie wieder in heimischen Gefilden antreten. Nach dem Ausfall des Spieles gegen Merkem ist nun Ahami der nächste Gegner. "Auf uns lastet weniger Druck, da wir bisher nur einen Sieg vorweisen. Vielleicht war es mehr als nur Glück, daß wir auch unsere zweites Spiel hier haben." Optimistische Worte von Betreuer Talachan, der noch immer an der Moral der Mannschaft arbeitet. So möchte er den "Freizeithaufen" zu einer schlagkräftigen Gemeinschaft umformen. "Wenn wir schon spielen, dann wollen wir auch gut spielen. Mehr brauchen wir nicht." verkündete hingegen Reno Mariley betont locker. Ein wenig Disziplin und Zusammenhalt wurde den Spielern bei einem Marsch ins chaseter Hochland vermittelt. Bei karger Kost und mühsamen Märschen wurde der Zusammenhalt zwischen den Spielern beschworen. Bei der Rückkehr in die Hauptstadt Djerres zeigte sich Talachan hingegen einladend. Ein Umtrunk im Fiestana besiegelte den Abschluß der Übungswoche. Ob diese sich bezahlt macht wird wohl das kommende Spiel zeigen.
(JMA)
Rekmehi Merkem - Notfallpläne
"Laura, sach mal ... spinnst du, Dich mit Alrik anzulegen? Un das auch noch auf'm Spielfeld? Un dann kriegste auch noch ne Sperre dafür ... und was für eine! Ich glaub's einfach nich! Wenne ihm nach'm spiel paar auf's Maul gegeben hättest, dann hätt' ich auch mit zugehauen, bei dem Bock, dener geschossen hat, aber auf'm Spielfeld!"
"Caljinia, ich ..."
"Halt's Maul! Zwei Wochen Deckschrubben! Und nu troll Dich!"
Caljinia Han s'Olo läuft wütend vor der Mannschaft auf und ab "Und ihr anneren braucht nich so betrottelt zu gucken, ihr seid auch nich' besser! Klar, ich hab gesagt, dasser nich wie die Jungfern rangehen sollt, aber ich hab auch nich gesagt, dasser euch erwischen lassen sollt! Und nu? Für's nächste Spiel simmer zwei zu wenich!"
Immer noch hin- und herlaufend, überlegt die Piratin angestrengt ... "Gut, also, im nächsten Spiel machen wir Folgendes: Ihr stellt Euch hinten rein un macht dicht. Wenn sich einer von denen zu weit in unsre Hälfte traut, kriegter den Schläger zwischen de Beine ... un zwar dahin wo's weh tut, klar?"
"Klar Caljinia ... aber dann riskieren wir doch noch mehr Sperren ..."
"Meinste, daran hab' ich nich gedacht? Passt auf ... jetzt kommter Plan: Ich hab dem Häuptling von den Vatuatus zwei Flaschen Feuerwasser gegeben .. und ihm noch vier versprochen, wenner die Mädels von seiner Sippe zum Spiel schickt. Dazu hab' ich ihm noch versprochen, das jedes von den Mädls nach'm Spiel ne Halskette aus Muscheln bekommt. Glaubt mir, die komm' ... un die ham' nich viel mehr als ihre Baströckchen an ... wenn überhaupt. So ... un die Mädels begrüßen die Gegners auf'm Spielfeld ... jeder kriegt von einem von denen ne Blumenkette umgehängt ... un nen Blick, das der Platz inner Hose eng wird. Un wenn das Spiel läuft, sitzen die Mädels inner ersten Reihe ... So, dann hatter Schiedsrichter was zu gucken ... un die Gegners auch. Un damit ihr nich so viel guckt, versprech' ich Euch, dasses nach'm Spiel ne Feier gibt ... un da tanzen dann die Mädels ... un bleiben auch noch länger. Aber nur, wenner das Spiel gewinnt, klar? So, genuch geredet, nu ab zum Training!"
(RGR)
War das nötig?
Auch Tage nach dem Sieg der Neseru in Sendsh'gerhi hatte man sich auf Seiten der Meisterin nicht beruhigt. Allerorts waren nur die abfälligsten Kommentare über die gemeingefährlich Spielweise der Tiger zu hören, so sagte Betreuerin Elandriel Morgenwind frei heraus, daß sie es bereue, sich vor der Spielzeit so für eine Reduzierung der Strafe der Armeeauswahl eingesetzt zu haben. Denn offenbar haben diese aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt - nicht mehr das Publikum ist es, das seinen Launen handgreiflich Ausdruck verleiht, nein, diese Art der "Taktik" scheint auf die Spielerinnen und Spieler übergegangen zu sein.
"Mit Imman hatte das nichts zu tun, man glaubte, einer Horde amoklaufender Irrer gegenüberzustehen. Ich weiß wirklich nicht, ob das nötig war", so Torfrau Men'kare. Aber dennoch, anfangs ging diese unschöne Taktik ja durchaus auf, die wild schlägernden Tiger gingen hoch in Führung und erstickten sämtliche Spielfreude der Gegnerin in Keim. Hätte in der zweiten Hälfte die Wut der Gäste nicht für einen gewissen Ausgleich gesorgt und hätte die Tiger nicht die gerechte Strafe in Form von zahlreichen Ausfällen ereilt, so wären die in der ersten Hälfte völlig verunsicherten Neserus wohl untergegangen.
So kam die Meisterin im wahrsten Sinne des Wortes noch einmal mit einem blauen Auge davon, während die Tiger sowohl personell als auch konditionell noch einige Zeit an diesem Spiel zu knabbern haben werden. Doch auch für die Neserus ist es nicht überstanden: schon im nächsten Spiel wartet eine Gegnerin, die schon seit Jahren für ihre extrem unritterliche Spielweise berüchtigt ist und selbst erklärte Erzfeindin der Immankünstlerinnnen und -künstler aus Stut-Ymi'keku ist: die Haie Táîmen...
Pire Tepesen
(PST)
Ahami mit Sorgen
Die Erleichterung war groß in Ahami nach dem ersten Sieg den man, wenn auch denkbar knapp, einfahren konnte. Frohen Mutes können nun die Frauen und Männer vom Kalten See die Reise zum Mitneuling nach Chaset antreten. Dennoch erwartet man diesmal keine großen Überraschungen, bereitet doch die dünne Spielerdecke den Betreuern zunehmende Sorgen. Betreuer Ames dämpfte indes die Erwartungen: "Überraschungen sind zwar immer möglich, aber dieses Mal müssen wir ohne Auswechselspieler antreten, so dass das Spiel in Plâne eine ziemlich kraftzehrende Angelegenheit wird. Aber mit etwas Glück und viel Kampf werden wir auch den Perlbeißern einen heißen Kampf bieten. Hoffentlich haben wir diesmal etwas mehr Glück mit dem Wetter! Nach den beiden vorhergegangenen Orkanspielen haben sie uns Zuhause schon den Namen `Schlammkicker` gegeben."
(SBR)
Auf Ilvas Schwingen (III) - Der Noionitensturm Morek aus anderen Augen betrachtet
Heute: Bruder Boronian Al'Hedeswar (23), Stürmer und Sebilia von den Sternen (73), Stürmerin
Es gibt Tage, da verliert man, und es gibt Tage, da gewinnen die anderen. Unter diesem Motto muß wohl das letzte Spiel gesehen werden, als mein Haufen sich schwer tat zu gewinnen und am Ende unglücklich verlor, mit einem Punkt Unterschied!
Die bevorstehenden sehr schweren Spiele gegen Taseba und Neseru haben in den Köpfen der Auswahl wohl ein lähmendes Gefühl des ‚sich-schonen-müssen' geweckt... Wie dem auch sei, noch ist nicht aller Tage Abend und gerade gegen Taseba haben die meinen ja noch eine Rechnung offen aus dem Pokalfinale der vergangenen Spielzeit!
Gerade das Stürmerpaar der Noioniten, sonst so erfolgreich, hatte es sehr schwer befallen, dieses Gefühl, und so hat es bei beiden zusammen nur zu einem einzigen Treffer gereicht, und das war dann auch noch ein Einer. Normal ist das nicht, denn die schlank gewachsene Elfe, die seit ihrer "Kindheit" keine Zauberkräfte mehr besitzt und Boronian, der Noionitenpriester mit den schnellen Beinen, sind ein echtes Traumgespann. Aufeinander eingespielt, als hätten sie ihre Lebzeit nichts anderes getan als gemeinsam zu stürmen! Boronian ist es auch, der sich intensiv mit der Heilung der Elfe befasst, die Logoran einst aus einer Dorfschenke befreite, in der Sebilia als noch junges Mädchen im Begriff war, für ein wenig Brot ihren Körper zu verkaufen. Erst danach stellte der Abt das mysteriöse Leiden fest, das vermutlich die Ursache dafür ist, daß Sebilia nicht mehr zaubert. Wohlgemerkt, es heißt in seinen Protokollen nicht, sie kann nicht zaubern, sondern sie tut es einfach nicht! Es muß etwas mit einem schweren Verlust in früher Kindheit, verbunden mit einem unglückseligen Zauber zu tun haben, so meine Übersetzung von Logis manchmal etwas wirr anmutender Diagnosesprache... Und Boronian, nun, er denkt sich schon, daß Logoran noch etwas mehr vermutet oder weiß, doch hat dieser sich in Schweigen gehüllt. Ob er auf einen bestimmten Zeitpunkt wartet?
Boronian selbst ist Sohn einer alten kemschen Geweihtenfamilie, allerdings der erste, der die Laufbahn eines Noioniten einschlug. Sein Vater Salman jedoch baute an diesem Kloster mit, als die Kemis damals Besitz von dieser Insel ergriffen. Vielleicht ist das der Grund, warum der kleine Boronian sich dazumal entschloß, den spröden Mauern Leben einzuhauchen. Imman ist dabei eine willkommene Abwechslung vom harten und oft auch für die Heiler sehr zermürbenden Leben. Leidenschaftlich spielt er, und die Verbindung mit Sebilia ist durch diesen Sport noch erheblich gestiegen. Ich bin geneigt zu sagen, die beiden sind unzertrennlich, aber das wäre - im Moment jedenfalls - zu weit gegriffen. Festzustellen ist jedoch, daß er in ihrer Gegenwart aufblüht, wenn sie wie so oft ihr herzliches Lachen erklingen läßt. Auf die Frage, ob er sich in Sebilia verliebt hat, würde er mit hochrotem Kopf eine Litanei nach der anderen aufsagen.
Zitate Sebilia:
"Lauf!, Boronian, Lauf!"
"Danke, Herr, daß Du mir Vergessen schenktest."
*lachen*
Zitate Boronian:
"Aus der Unordnung erwächst das Chaos. Laßt uns daher sorgfältiger mit unserem Tun sein."
"Einfach nicht an den Erfolg denken, dann kommt er von allein."
"Wie gewonnen, so zerronnen."
(THE)
Aufatmen in Khefu
Da war es endlich geschafft, der erste Sieg nach der Rückkehr in die erste Liga stand für den N-I-B- Áchesa fest. Klar und deutlich hatte man bei der Vizemeisterin Tsantsa Chrysemis gewonnen, und somit die unglückliche Auftaktniederlage gegen Morek vergessen gemacht. Es darf zwar nicht außer Acht gelassen werden, daß Tsantsa nach dem katastrophalen 1:31-Auftakt gegen Neseru völlig von der Rolle war, doch fiel sehr positiv das ruhige und auch spielerisch ansehnliche Wirken der Phantome auf. Es gelang den Phantomen immer, die Gegnerin auf Distanz zu halten, und selbst der zwischenzeitliche 4:4-Ausgleich sorgte kaum für Unruhe. Gelenkt vom umsichtigen Bremser Hahatonwan schlugen die Áchesas immer wieder zurück und bleiben konzentriert und engagiert. So war es ein wenig aufregendes Spiel, doch auf Seiten der Sieger störte das niemand.
Wer deshalb jedoch nach dem Schlußgang hysterische Euphorie erwartet hatte, wurde enttäuscht. "Wir haben einen kleinen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan", so Stürmerin Alicia Borg, "und mehr nicht. Schon im nächsten Spiel wird sich zeigen, was dieser Sieg Wert war." Da hat die Kapitänin recht, denn keine geringere Gegnerin als die mit zwei Siegen gestarteten Luchse aus Táyârret werden in der Áchesa-Arena erwartet. "Die haben letztes Jahr nur knapp den Abstieg vermieden", so Alicia weiter, "und das ist gefährlich. Die sind motiviert bis in die Haarspitzen, dieses Jahr wieder ganz oben dabeizusein."
Und nicht nur das: die Luchse spielen zudem wieder erfolgreich und gut. Es liegt nun ganz in der Hand der Áchesas, ob die Luchse einen Dämpfer erhalten oder sich als ernsthafteste Konkurrentin der Neserus erweisen.
Dr. E. R. Barmin
Trotz aller Befürchtungen, die vor der Saison in Auswahlkreisen kursierten, konnte die Vorjahresüberraschungsauswahl dort anknüpfen, wo sie am Ende der letzten Spielzeit aufgehört hatte. Trotz dem enttäuschenden Abschneiden beim Ehret-die-Nisut-Pokal konnte man sich auf alte Tugenden besinnen und gegen den sicherlich unangenehmen Neuling Kalter See Ahami einen, wenn auch knappen, aber sicherlich verdienten Sieg einfahren und so optimal in die noch junge Spielzeit starten. Beim nächsten Gegner Sicheln Mergyan werden den ein oder anderen Schwingen-Spieler angenehme Erinnerungen motivieren, denn in der letzten Saison konnten die Sicheln mit einem 20:0 vor heimischen Publikum demontiert werden. Auf das dieser Erfolg wiederholt werden kann!
(RHU)
Ein teuer erkaufter Sieg
Sendsh'gehri - Dank einer kompakten Defensivleistung konnten die Tiger ihr Auftaktspiel einmal mehr gewinnen. In der brütenden Hitze von Taseba trugen die rigorosen Kraft- und Ausdauerübungen der Saisonvorbereitung gegen einen Angstgegner bereits erste Früchte
Leider stellte sich dieser historische Sieg auf der Rückreise nichtsdestotrotz als zu teuer erkauft heraus, als nicht weniger als fünf Spielerinnen und Spieler dem Klima zum Opfer fielen und die Tiger somit das nächste Spiel, ausgerechnet gegen den Serienmeister aus Stut'Ymi-keku auf ihr komplettes Mittelfeld verzichten müssen.
Neben Torsteherin Lys Scharrer - die turnusgemäss an der Reihe ist - und den für's Neseru-Spiel geschonten Spitzenstürmer Thiolan Jeccaraldo und Zephira Ulano bestreiten somit auch Tuetan Durro, Yuan Al'Dega, Boromil Frandandez, Traviata Jalyapéz und Ingrimon Riemer ihre ersten Saisonspiele. Wir dürfen gespannt sein wie sie sich gegen den in den letzten Spielen stets übermächtigen Meister zur Wehr setzen werden.
Fielen die Anhänger der Tiger in den letzten Jahren gelinde gesagt eher unangenehm auf, geben sie sich auch jetzt wenig zurückhaltend: "Wir werden Meister! Erst die Mantikore und jetzt die Neresuken und dann hält uns keiner mehr auf!"
(FZE)
Enttäuschung in Ahami
Die Enttäuschung war groß in Ahami nach der unglücklichen 6:7 - Niederlage gegen Setepen. Für das erste offizielle Spiel in der neuen Arena hatte man sich doch deutlich mehr erhofft, jedoch hatte Efferd dem angestrebten Imman- Fest einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass auch nur ein paar Zuschauer enttäuscht nach Hause gingen.
" Jetzt müssen wir in Vahyt alles auf eine Karte setzen, damit wir nicht gleich zu Beginn der Saison den Anschluss verlieren. Heimsiege sind für einen Neuling wie uns eigentlich Pflicht um nicht unterzugehen. Die Moral der Mannschaft ist aber noch in Ordnung, haben wir doch gezeigt, dass wir kämpferisch gut mithalten können. Die spielerische Leistung beider Mannschaften möchte ich angesichts der Wetter- und Platzverhältnisse nicht kommentieren. Wir werden jedoch in Vahyt zeigen, dass wir auch da was draufhaben", kommentierte Ahami- Betreuer Olpert das Spiel.
(SBR)
Erfolg stiftet Unfrieden -
Luchse geben sich überheblich nach Glanzauftritt gegen Táîmen
Djáset. Nachdem das Eröffnungsspiel der neuen Saison furios mit 15:0 gegen die Haie Táîmen gewonnen wurde, müssen die Luchse Táyârret nun zum schweren Auswärtsspiel nach Morek reisen. KIL-im-Bild-Táyârret-Korrespondent Advid ter Klain fing das Stimmungsbild der Luchse vor ihrer Abreise noch einmal ein und versucht es dem geneigten Leser im Folgenden darzulegen.
Lautstark tönte es durch die abendlichen Gassen Djásets: "Haltet ein ihr Gegner, denn euer Spiel wirkt wie Kabarett, nehmt euch in Acht vor den Luchsen aus Táyârret!" Nicht verstummen wollten sie, die zahlreichen Choräle der treuen Zuschauer und der Recken auf dem Platze. In der zum Bersten gefüllten Stammkneipe "Splitternde Waskirfass" herrschte am Abend des ersten KIL-Spieltags ausgelassene Stimmung, denn Eirik Harkonson und Freiya Jandrasdottir, beide sowohl Sturmspitzen der Luchse als auch Wirtsleute der Taverne hatten zur Siegesfeier geladen und überdies spontan einige Fässer feinstes Bartelbaumbier spendiert. Eindeutiger Höhepunkt des Abends waren jedoch nicht die eskapadengleichen Saufgelage vieler Spieler und Schlachtenbummler, die in wohliger Eintracht beisammen saßen, sondern die Siegesrede des Seesöldners und Luchse-Stürmers Brandor Sekulan, der lauthals verkündete, die Luchse seien nun eindeutiger Favorit auf den Meistertitel und nicht einmal mehr Stut-Ymi'keku könne es fertig bringen, den Luchsen nun noch den Schneid abzukaufen.
Wesentlich gefasster nahmen Ergolf Klopfbüttel und Victor Mulker, Betreuer und Kapitän der Luchse, den Kantersieg gegen die Haie auf. Statt Sekulan beizupflichten, zogen sie sich für die nächsten zwei Tage von der Öffentlichkeit zurück, um dann bekannt zu geben, dass Brandor Sekulan ein Prahlalrik sei und deshalb einen Denkzettel verdient habe. Deshalb werde bei der Partie gegen Morek nicht etwa er, sondern Jugendspieler Sekhem Bá'rudsh im Sturm der Luchse stehen. Der selbstsichere Redenschwinger entzog sich daraufhin eines weiteren Kommentars. Vor dem Aufbruch gen Morek gab Betreuer Klopfbüttel jedoch noch eine weitere Stellungnahme bekannt, in der er die aufkommenden Gerüchte, er habe kein Vertrauen in seine Fünfzehn, dementierte und den Luchsen noch einmal Mut einflößen wollte: "Selbstredend haben wir eine achtbare Partie gegen Táîmen gespielt. Doch nun gilt es trotzdem weiterhin, einen kühlen Kopf zu bewahren. Wir haben zwar gezeigt, dass wir in diesem Jahr keinesfalls noch mal gegen den Abstieg spielen wollen, aber nach einem Spiel sollte man noch keine voreiligen Prognosen auf den weiteren Saisonverlauf abgeben. Allerdings bin ich mir dennoch sicher, dass wir in Morek gewinnen werden!"
Bleibt noch festzustellen, dass sich das Spielsystem der Luchse im Vergleich zum Spiel gegen die Haie ein wenig verändert hat. Mit der intern verhängten Sperre von Brandor Sekulan haben die Luchse immerhin vier Ausfälle zu kompensieren, denn Torfrau Narina Kalpun, und Connar ui Biarain sind ebenfalls gesperrt, während sich Yassafer Klopfbüttel von einer schweren Stauchung auskurieren muss. Da die jeweiligen Ersatzleute laut Ergolf Klopfbüttel im Vergleich zu den Stammspielern hinsichtlich der Ausdauer einige Defizite aufweisen, haben sich die Luchse für eine weniger kräfteraubende Spielweise entschieden. Unter diesen widrigen Umständen kann das harte Agieren aus dem Spiel gegen die Haie gegen den Noionitensturm also nicht fortgesetzt werden.
Advid ter Klain
(DDK)
Áchesas verpatzen den Auftakt
Heulen und Zähneklappern bei der traditionsreichen Auswahl von N.I.B. Áchesa Khefu! 26 Punkte hatte man im ersten Spiel nach der Rückkehr in die Eliteliga erzielt, aber es reichte nicht zum Sieg. Der als sturmstark bekannte Noionitensturm aus Morek vermochte dieser Punktezahl eine eigene Ausbeute in Höhe von 30 Punkten entgegenzusetzen, so daß sich die Hoffnung der vielgeliebten Áchesas auf einen guten Auftakt in der Ersten Liga nicht erfüllte.
Umso bitterer ist die Niederlage, weil sie nach Ansicht der Áchesas nicht nur auf heimischem Boden sondern auch ausgerechnet gegen einen direkten Abstiegskonkurenten eingefahren wurde. Neseru, Táyârret, Tásebá, all das sind Haufen, die den Áchesas spielerisch hoch überlegen sind, so daß man sich beim N.I.B. sehr bewußt ist, daß nicht in diesem Begenungen die nötigen Punkte gegen den Abstieg geholt werden können.
Die unerwartete Niederlage kann jedoch auch etwas Gutes bewirken: im Umkreis der Áchesas wird nun niemand mehr vom direkten Durchmarsch an die Spitze und der schnellen Wiederbelebung der glorreichen, alten Zeiten sprechen.
Dr. E. R. Barmin, für die "Rabenschwinge"
Auf Ilvas Schwingen (II) - Der Noionitensturm Morek aus anderen Augen betrachtet
Heute: Gellibert Tadsch'daun (27), Stürmer und Kapitän des Haufens
Wie ich schon vor dem ersten Spieltag androhte, will ich nun auch heute bemüht sein, einen kleinen Einblick in die faszinierende Noioniten-Auswahl zu gewähren. Wer also bietet sich da besser an als Gellibert, der blondgelockte, quirlige Stürmer eines Moreker Krämers?! So weit ich weiß, ist Gellibert schon seit Anbeginn der (Sturm-)Zeit der Kapitän dieser Auswahl, und das zurecht! Ein solches Maß an perfektem Paßspiel, kombiniert mit einer gehörigen Schußstärke und einer Zielgenauigkeit, die so manchem Bogenschützen Ehre machen würde, läßt es nicht anders zu, als diesen Mann zu einem Ausnahmetalent zu erklären. Dabei ist "Melone" erst zarte 27 Jahre alt! Nun gut, auch ich bin noch nicht alt und trotzdem weitgereist, aber nun ja, das ist eine andere Geschichte...
Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, Gellibert lernte das Immanspiel als vierjähriger Bub auf dem kleinen Flecken Erde hinter seines Vaters Haus, wo dieser sich unter anderem ein paar Honigmelonen züchtete. Schon früh zeichnete sich der Racker dadurch aus, daß er ganze Ernten dadurch verdarb, indem er die halbreifen Früchte rupfte und damit auf kleine selbstgebastelte Holzringe schoß. Schon damals war wohl klar, daß aus dem Jungen ein Immaner oder wenigstens ein Jahrmarktsgaukler werden mußte...
Auch sonst hatte es der Kleine durch seine Streiche ganz schön auf eine enorme Tracht Prügel angelegt, was ihm zu einer enormen Kondition und Schnelligkeit verhalf, wenn er vor seinem Vater den Pfad zum Kloster hinaufhechtete. Logoran beobachtete das Spielchen eine Weile und entschloß sich dann, den Bengel zu unterrichten - eben nicht nur in Schreiben und Lesen und ein wenig Rechnen, sondern auch und vor allem im Immanspiel. Zu dieser Zeit war natürlich noch kein Gedanke daran zu verschwenden, eines Tages eine erfolgreiche Immanauswahl zu schmieden, aber als ehemaliger Torwart hatte er doch endlich Gelegenheit, seine alten Knochen wieder in Schwung zu bringen. So kam es also, daß Gellibert auch heute noch der einzige Spieler der Noioniten ist, der einigermaßen gelehrt ist, abgesehen von den meisten Priestern und Novizen natürlich. Vater ist mit seinen 52 Jahren natürlich stolz wie Alrik und erzählt jedem, der es hören will - und eigentlich auch denen, die es nicht hören wollen - die Geschichte von Gellibert und den Melonen...
Heute ist Gellibert unumstrittener Kapitän des Haufens und hat es mit mancher List verstanden, seinen Betreuer in harten Immantagen wieder Mut zu machen. Es scheint gar, als sei ein Funke des Logoran'schen Geistes auf diesen Schützling übergesprungen.
Der Stürmer lebt ganz für seinen Sport und hilft für seinen Lebensunterhalt im Geschäft des Vaters aus, den er einst erben wird. Zeit für eine Frau hat er dabei noch keine gefunden, aber wer weiß, was in der Weisheit der Götter beschlossen wurde?
Nach dem unverhofften Sieg über Achesa im ersten Spiel legte Gellibert übrigens ein ordentliches Gelübde ab: Fortan will er mir vor jedem Heimspiel die wahrlich köstlichen Fruchtstückchen (Ups) aus seines Vaters Garten zum Fressen bringen, auf das ich niemals auf den Gedanken verfalle, diesen Haufen zu verlassen. Natürlich habe ich das noch lange nicht vor, aber wie soll ich ihm das sagen? ;o)
Zitate:
"Huch, das war schon wieder so ein Treffer."
"Väterchen, laß man gut sein. Hast heute genug Hinterherlaufen geübt."
"Nein, Hochwürden, dieser Apfel stammt diesmal nicht aus Eurem Hain, sonst würde ich nicht ‚Hochhalten' damit spielen."
(THE)
Ein optimaler Start für Plâne - nun wartet Rekmehi
Wie nicht anders zu erwarten bot der Sieg am Saisonauftakt Grund für eine ausgelassenen Feier den ganzen Tag bis in den Morgen des nächsten Tages hinein. Imman, so scheint es, hat seine Heimstatt auf der Insel wieder gefunden.
Nun aber wartet das nächste Spiel, und der Gegner ist niemand anderes als Rekmehi, die letztes Jahr noch in der 1.Liga spielten. "In der Tat, dieses Spiel wird kein Zuckerschlecken. Rekmehi ist ein erfahrener, spielstarker Haufen, und um diese Hürde zu überwinden müssen wir alle Kräfte sammeln. Auch wenn sie das erste Spiel verloren haben dürfen wir sie nicht unterschätzen", so der Plâner Betreuer Talachan. "Der Verletzung von Karina gleich im ersten Spiel war alles andere als erfreulich und ist schwer auszugleichen. Ich denke, es wird Zeit ein mit ein wenig Achazblut aufzuwarten. Im nächsten Spiel wird Shzzar Krzshat seinen Einstand haben." Wer für Reno Mariley einspringen wird verriet Rashid Talachan hingegen noch nicht.
Bei den Spielern ruft die Nennung Rekmehis keine besonderen Reaktionen hervor: "Soll eine gute Truppe sein, aber was sagt das schon? Wir werden einfach spielen", so der Kommentar Jairzinhas. Alverano Karanikios hingegen sprach mit Respekt von den Merkemern: "Sie sind eine eingespielte Truppe mit einer besseren Spielpraxis. Ein Fehler wäre es, ihre Fähigkeiten zu verleugnen. Um das nächste Spiel siegreich zu beenden werden wir sehr konzentriert vorgehen."
(JMA)
Jubel in Yleha - der Aufstieg im Visier?
18:7 - ein wahrer Kantersieg war es, den die Weißen Raben aus Yleha am ersten Spieltag der 2.Liga einfuhren. Zwer "nur" gegen die hoffnungslosen Sicheln aus Mergyan, doch beeindruckend war es allemal, mit welchem Kampfgeist die Ylehis in dieses Spiel gingen. Kein Kautschuk wurde verloren gegegeben, und von der ersten bis zur letzen Minute so gespielt, als laufe man einem knappen Rückstand hinterher.
So waren nach dem Schlußgong alle Spielerinnen und Spieler restlos ausgepunpt, doch mehr als nur glücklich. "Niemand wird nun mehr über die 'Weißen Raben' spotten, so Torfrau Ankhsa Mezkarai. 'Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man den Respekt beim Gegner spürt. Vor zwei Jahren lachte man noch über uns, aber nun soll das keiner mehr wagen."
Ob Yleha wie im nächsten Jahr eine Rolle beim Aufstiegskampf spielen kann, ist fraglich, aber nicht unmöglich. In dieser Liga ist vieles möglich - wie die unerwartete Niederlage des hohen Favoriten aus Merkem bei den Seedrachen Semjet zeigt.
Dr. E. R. Barmin, für die "Rabenschwinge"
Neseru zaubert!
Niemand hätte erwartet, dass die Meisterin ihre schärfste Konkurrentin aus der letzten Saison im Spitzenspiel des ersten Spieltags derart vorführen würde. Sicher, Tsantsa ist in Stut-Ymi'keku ein gern gesehener Gast, schon letztes Jahr waren die Insulanerinnen und Insulaner den Nisutlichen mit 6:30 unterlegen.
Aber 31:1... kein Wunder, dass es seitens der strahlenden Siegerinnen und Sieger nur eine Erklärung gab. "Der Wille des Raben", so Bremser Listhelm Kural, habe den Neserus den Sieg geschenkt. "Die Macht des Gebets", machte Stürmerin Bet'ankh Renen für den Triumph verantwortlich,
und es ist ja bekannt, dass der Schlachtruf der Neserus "Für den Heiligen Raben, für die Eminenz", schon mehr als nur das Herz der Nisut zu erfreuen vermochte. Nach dem letztjährigen Titelgewinn haben die Spielerinnen und Spieler geschlossen eine Pilgerfahrt zum Orakel des Záw
unternommen, um dem Herrn Boron dort dafür zu danken, dass Er es ihnen gestattet hat, so
viel Freude bei den einfachen und hohen Menschen verbreiten zu dürfen.
Nun also wird sich zeigen, ob der Rabe auch im Spiel gegen die ebenso klaren Sieger aus Sendsh'gerhi - Pokalsieger Mantikor Tásebá wurde von diesen mit einem 18:0 an die rauhe Erstligaluft gewöhnt - auf Seiten Seiner Räblein aus Sarslund sein wird. Für alle Fälle haben die Neserus Mehib Boraidan Ni Tárethon zum Spiel eingeladen und ihn um seinen Segen gebeten. Vielleicht war aber alles auch viel einfacher. Denn ebenfalls auf die Höhe des Auftaktsieges angesprochen, meinte Achaz-Stürmer Zssrkh: "Wir waren einfach 30 Punkte besser."
Pire Tepesen
(PST)
Renwer Schahn
Schonmal diese traurige Gestalt in den Gassen Khefus gesehen?
Auf einem Bein lahm, auf einem Auge blind? Schonmal daran gedacht, daß diese traurige Gestalt einst umjubelt von Hunderten war? Flink auf den Beinen, mit einem Blitzen in den Augen?
Khefu - im Keller der KIL-Kanzlei |