Die Hauptstadt Yleha

Schänke Küstentor Nordwarenladen Stadtpalast Tischlerei Fleischerei Töpferei Schneiderei Seilerei Badehaus Ylehator Borontempel Gasthaus TaYlehia Krämerladen Flußtor Schmiede Schuster Marktplatz Segelmacher Hafenmeister und Schänke Hafen Bäckerei Krämerladen Yah/Yleha Bordell Werft Küstentor Seilerei Waffenschmiede Rondraschrein Festung

[Die Stadt] [Das Wappen] [Gebäude]

Die Stadt

Yleha ist die, abgesehen von den Städten der Achaz und der Catco, die älteste Stadt in Antien'Marét, ja sogar in ganz Yleha.
Ob Die Stadt schon von den Ahnen der Ylehis erbaut, oder erst von nordländischen Freibeutern gegründet worden war, diese Frage ist heute kaum noch zu beantworten. Es wird angenommen, daß beides irgendwie zutrifft: Die Festung und die ältesten, noch stehenden Gebäude der Stadt, die damals noch Syllina hieß, stammen aus einer Zeit, in der die Stadt hauptsächlich von Freibeuterei lebte. Doch Funde in den Kellern der Festung beweisen, daß hier schon vorher Mauern standen und Menschen lebten.
Friedlich und langsam übernahm das Volk der Ylehis die Stadt, benannten sie neu und machte sie zu ihrer Hauptstadt. Auf der großen Insel vor der Stadt standen prächtige Königspaläste und zur Hochblüte des Königsreichts Yleha war der geschütze Hafen stehts mit Schiffen aus aller Welt gefüllt. Später erlebte die Stad als autonome Freistadt einen weiteren Aufschwung, der jedoch durch die blutigen Zeiten von Tar'Chîn, nach heldenhaften und mutigen Kämpfen, beendet wurde.
Heute ist nur noch der verblaßende Glanz einstiger Macht geblieben, die Stadt ist stark geschrumpft und würde wohl nur noch als Dorf gelten, hätte die Akîbet Ni Antien'Maret nicht den Regierungssitz dorthin verlegt.

Das Wappen der Stadt Yleha

Das Wappen Ylehas zeigt einen längsgeteilten Schild. Die linke Hälfte enthält auf weißem Grund ein schwarzes Rund, in dem ein weißes Schiff vor gekreuzten Säbeln ylehischer bzw. tulamidischer Art in weißer Farbe angelegt ist. Die rechte Hälfte trägt einen weißen Raben auf schwarzem Grund.

Zusätzliche Wappenattribute sind eine Mauerkrone (über dem Schild) als Zeichen der Stadt, bisweilen ergänzt durch die Hátyas- oder Rabenkrone zum Zeichen der Unterwerfung unter das hátya'sche Recht und Wort.
Dahinter eine schwarze Pyramide, flankiert von jeweils einer Kokospalme auf der Linken und der Rechten.
Schildhalter sind eine schwarze Yleha-Möwe (als Zeichen des Handels und der Seefahrt) auf der linken und ein Rabe (als Zeichen des Wahren Glaubens) auf der rechten Seite.

Gebäude

1. Küstentor
Wer auf der Nisut Peri III-Straße aus den nördlichen Dörfern oder aus Yunisa kommt, muß dieses Tor passieren, um in die Stadt zu gelangen. Vor dem Tor gibt es einen freien Platz und ein Lagerhaus, falls Handelskaravanen mit ihren Waren in der Stadt nicht untergebracht werden können.

2. Schänke "Küstentor"
Gutes Essen und eine eher geringe Auswahl an Getränken gibt es zu vernünftigen Preisen in der kleinen, aber gemütlich eingerichteten Schenke. Hier sieht man besonders Reisende, aber auch viele Bürger der Stadt trinken und reden... ja selbst die Akîbet Annabel Chanûr'h mit ihren Ehemann Geron sollen hier öfter anzutreffen sein.

3. Nordwarenladen
Ylehas einziger und gut besuchter Nordwarenladen führt ausschließlich Waren, die es sonst in Yleha nicht gibt. Hier ist von echtem Prêmer Feuer über Drôler Spitzen bis zu Nostrianischer Dauerwurst fast alles zu bekommen, natürlich zu hohen Preisen!

4. Stadtpalast
Herz und Gehirn Antien'Maréts sind in dem großen Haus und dem Garten zu finden. Hier residiert der Sah von Yleha/Stadt und die Akîbet von Antien'Marét, hier trifft sich der geheime Hofrat von Antien'Marét und hier haben Archiv und Schreibstuben der Provinz ihr neues Heim gefunden.

5. Tischlerei
Bestes Holz aus den Urwäldern wird hier zu Möbeln verarbeitet, die später beim einfachen Bauern in der Hütte, im Palast der Akîbet oder per Schiff im Norden landen. Ob Maßanfertigungen oder grob zusammengezimmerte Stücke: Hier wird für jede Preisklasse etwas geboten.

6. Fleischerei
Nach alten Rezepten werden hier Fleischwaren, vor allem aus ylehischen Wild, aber auch Fisch, hergestellt. Das billigste, was es hier gibt, ist die Tânat, eine feste Wurst aus Fischabfällen, die als Köder für den Fischfang oder als billiges Hundefutter verkauft wird, das teuerste ist eine Pastete aus eingelegten Echsenfleisch, die mit erlesenen Gewürzen behandelt wurde.

7. Töpferei
Uraltes, ylehisches Handwerk lebt in der alten Töpfermeisterin und ihren Töchtern weiter. Ob liebevoll und nach alten Motiven verziertes Geschirr, kunstvolle Räucherschalen für die Tempel oder simple Wasserkrüge: Hier wir alles mit der gleichen Sorgfalt hergestellt und günstig verkauft.

8. Schneider
Der Schneidermeister war noch nie ein herausragender Künstler, deshalb beschränkt er sich hauptsächlich auf Reparaturen von Kleidungstücken und den Verkauf getragener Kleider, die er auf einen großen Haufen in hinterem Teil des Ladens sammelt. Der Rest des Ladens wird von den feinen Sachen aus Iryanleder gefüllt, die er aus Kanthep bezieht.

9. Seiler
Einer von zwei Seilern hat sich hinter dem Borontempel niedergelassen. Er knüpft vor allem Schnüre und einfache Seile, aber auch Seidenlianen.

10. Ylehator
Am Ylehator beginnt der Ylehapfad, der quer durch das Tásahet Yleha/Stadt das Kloster Al'Areal, und die Dörfer Nancourt und Kanthep mit der Hauptstadt verbindet.

11. Badehaus
Erfrischung und Sauberkeit sucht man im Badehaus, in dem sich die Gäste richtig verwöhnen lassen können. Ob in geräumigen Einzelbottichen oder in dem großen, gefliesten Becken, hier darf der Gast den ganzen Tag bleiben, essen, trinken, den Musikanten lauschen und sich den Rücken schrubben lassen. Den Tag über ist das Wasser angenehm kühl, um die Besucher zu erfrischen, nach Sonnenuntergang wird es jedoch gegen heißes Wasser ausgetauscht.

12. Borontempel
Der größte und älteste Tempel außerhalb Al'Areals steht im Zentrum von Yleha. Er ist das einzige Gebäude, das seit der Gründung der Stadt im unveränderten Zustand geblieben ist. Zwei große Hallen werden von Halbkuppeln überdacht, die eine Halle ist dem Tod, die andere Halle dem Leben geweiht. Dazwischen liegen die Räume der beiden Geweihten, der Raum des Totenbuchs und die Bibliothek.

13. Gasthaus "Ta'Ylehia"
In einer Seitenstraße vom Marktplatz liegt das alte Gasthaus, das vor allem ylehische Spezialitäten zu guten Preisen serviert und dessen einfache, aber saubere Zimmer von Händlern gerne bewohnt werden. In diesem Gasthaus wird Tradition groß geschrieben, der Wirt persönlich singt die alten Lieder der Ylehis, und schenkt dabei den Ul'uh aus, ein süßes, ylehisches Getränk, dessen Rezept von der Familie des Wirtes streng gehütet wird. Doch daß es hauptsächlich aus Rum besteht, kann jeder sofort schmecken.

14. Krämerladen
In dem Laden quellen auf zwei kleinen Etagen und in etlichen, verwinkelten Räumen des Hauses die Regale, Truhen und Schränke mit allem über, was man sich denken kann. Alleine etwas in dem Labyrinth des Geschäfts zu finden, grenzt an Wahnsinn, aber dafür zaubert der flinke Verkäufer, jederzeit freundlich lächelnd jeden gewünschten Gegenstand aus irgendwelchen Ecken hervor und erzählt dem Käufer auch gerne dessen Lebensgeschichte.
Der Laden ist jedoch auch bekannt dafür, daß man hier nicht nur alles kaufen, sondern auch alles verkaufen kann.... ob unter oder über dem Ladentisch ist dem Verkäufer egal.

15. Flußtor
Von hier aus führt die Nisut Peri III-Straße nach Zirmo. Um jedoch die Stadt durch das Tor verlassen zu können, muß man erst die Brücke über den Salhên passieren, auf dem sich jedermann trifft, um die Aussicht auf den Hafen und das Meer zu genießen.

16. Schmiede
In einer Seitengasse liegt die Schmiede eines Thorwalers, der schon seit etlichen Jahren in der Stadt lebt. Er bearbeitet und flickt alles, was aus Metall ist, richtet Preis und Qualität jedoch daran aus, wie sehr er den Kunden mag. So kann es vorkommen, daß ein nettes Bauernmädchen einen Pflug zurück bekommt, der nicht nur meisterlich repariert, sondern auch mit feinen Ornamenten geschmückt wurde, ein unhöflicher Kapitän jedoch seinen Säbel mit mehr Scharten als vorher erhält.

17. Schuster
Schuhe und Stiefel aus leichtem Iryanleder oder Schwerleder werden in der Werkstatt am Marktplatz hergestellt. Doch auch andere Lederwaren wie Sättel, Büffelgeschirre, Taschen und sogar Lederrüstungen können hier gekauft und repariert werden.

18. Marktplatz
Der große, langgestreckte Marktplatz zieht sich quer durch die Stadt. Einmal in der Woche kommen Bauern, Jägerinnen und Handwerker, aber auch Händlerinnen aus der ganzen Region und tummeln sich zwischen den Marktständen.

19. Segelmacher
Die kleine Werkstatt des Segelmaches beliefert fast ausschließlich die Bootswerft der Stadt. Nur manchmal und dann zu hohen Preisen werden hier auch Segel an fremde Schiffe verkauft oder deren Segel geflickt.

20. Schänke und Hafenmeister
In ein und dem selben Haus befindet sich der Sitz des Hafenmeisters und die Schänke "Zum Hafenmeister". Hier treffen sich vor allem die Seeleute, Hafenarbeiter und Fischer, um bei Rum und deftiger Fischsuppe den neusten Seemannsgarn auszutauschen.

21. Hafen
Geschützt von der schmalen Hafeneinfahrt liegt im Flußbett des Salhên der Hafen der Stadt. An drei Anlegern können Handelsschiffe, Fischerboote und Frachtschiffe ihre Waren an Land bringen oder beladen werden. Manchmal läuft hier auch ein Schiff der kem'schen Flotte ein und fast immer liegt hier die kleine Karavelle der Akîbet, die "Südbraut".
Zwei weitere Anleger befinden sich vor und hinter der Flußsperre am Flußtor. Hier können Flußschiffe entladen und deren Ladung auf Seeschiffe umgeladen werden.

22. Bäckerei
Die einzige Bäckerei am Ort stellt hauptsächlich haltbare Pfladenbrote aus Reismehl her. Aber auch Meisterwerke mit Früchten, Zucker und Bananenlikör werden hier gebacken.

23. Krämerladen
Ob Lebensmittel, Kleidung, Werkzeug, Ausrüstungsgegenstände oder Kräuter und Gewürze, das gut sortierte Sortiment beherbergt alles mögliche, ist jedoch mit hohen Preisen ausgestattet. Für sein Geld bekommt der Kunde jedoch (fast) immer gute Qualität.

24. Yah/Yleha
Direkt neben dem Stadtpalast liegt das relativ teure und sehr gute Hotel. Modern im horasischen Stil eingerichtet, verfügt es über prächtige Suiten, ein Badehaus für die Gäste, tulamidische Wasserklosetts, ein Restaurant mit erlesener, südländischer Küche und einem eigenen Mitstall. Hier wird jeder Gast, der Geld hat, wie ein Kaiser behandelt.

25. Bordell
Die ist das einzige Bordell, daß die Akîbet erlaubt hat. Nur hier darf Liebe gekauft werden. Das kleine Haus beherbergt nur wenig Räume, da die meisten Mädchen und Burschen in das Badehaus, in Zimmer im Hotel oder Gasthaus oder auf die Schiffe bestellt werden.

26. Werft
Ein Schiffszimmermann kümmert sich hier mit seinen Gesellen vor allem um die Reparatur von Schiffen und den Bau von Booten.

27. Seiler
Wie der Segelmacher beliefert dieser Seiler vor allem die kleine Werft mit dicken Tauen oder festen Seilen für die Schiffe.

28. Waffenschmied
Hier werden in einem kleinen Laden vor allem die Waffen und Rüstungen verkauft, die in Nancourt gefertigt werden. Aber auch Panzer und Scheiden aus Kanthep finden sich hier. Der Waffenschmied selber stellt kaum noch eine Waffe her, die er anschließend im Laden verkauft, er ist viel zu sehr mit der Reparatur von Waffen und der Versorgung der Festung beschäftigt.

29. Festung
Hoch auf dem Felsen über der Stadt, umgeben von einem Festungsring, liegt die Festung von Yleha. Von hier aus wird die Stadt und ihr Hafen geschützt, die Bürger und Bürgerinnen durch regelmäßige Waffenübungen geschult und das Militär der Region geleitet.

30. Rondraschrein
Gerade erst durch den Rondrageweihten und Ratsmitglied Alrik Löwenhaar wieder aufgebaut, wird das einzige Heiligtum der göttlichen Leuin auch durch ihn überwacht.
Der Schrein ist nicht mehr als ein schlichter Raum, in dessen Mitte ein Steinbecken steht, in das Opfergaben gelegt und Räucherzeug verbrannt werden können. Über dem Becken schwebt, von einer Kette gehalten, ein einfaches Schwert, das die Akîbet persönlich geopfert hat.

von T. W. und Bettina "Pony" Wiese

ZURÜCK