Der "Ehret die Nisut-Pokal" des Jahres 28 S.G.
Die Auswahlen
Mit Fug und Recht können wir also sagen, daß uns mit Sicherheit ein interessanter Wettbewerb erwartet. Um die nicht so sehr mit dem Imman vertrauten Leserinnen und Leser vorab mit den Haufen bekannt zu machen, seien an dieser Stelle einige kurze Worte unseres Immanexperten Enrico Radan Barmin dem geneigten Publikum nahegebracht:
Thalarion-Mondglanz-Gruppe:
- Luchse Táyarret: Die Luchse sind meiner Meinung nach die Überraschung der letztjährigen Saison. Hier hat alles gestimmt, vom klugen Einsatz der Spielerinnen und Spieler, bis zur Stimmung in der Auswahl. Für mich sind die Luchse ein Mitfavorit für den Pokal.
- Moral Zását: Moral hat ebenfalls positiv überrascht. Es war nicht davon auszugehen, daß die Auswahl als Aufsteiger so sicher den Klassenerhalt schaffen würde. Aber mehr als eine Außenseiterchance will ich ihnen nicht zubilligen.
- Sicheln Mergyan: So positiv die Luches überrascht haben, so negativ taten das die Sicheln in der vergangenen Saison. Nichts ist von der berühmten strategischen Defensive der Auswahl übrig, und es bleibt zu hoffen, daß mit der Übernahme der Verantwortung durch den Akîb Ni Mergyan ein Ausweg aus dem Chaos gefunden wird.
- Perlbeißer Cháset: Viel ist von dem aufgrund ausbleibenden Erfolgs aufgelöstem Vorgänger Perlbeißer Plâne nicht mehr übrig. Die neuen Perlbeißer werden nicht mehr als Armbrustfutter sein, bedauerlich, denkt man die spielstarke Auswahl des vorvergangenen Jahres zurück.
Garion-Eisenfaust-Gruppe:
- Rekmehi Merkem: Ja, was soll man zu den Wachteln schon sagen? Meiner Meinung nach sind die Terkumer zu unbeständig, um hier im Wettbewerb den großen Wurf zu schaffen. Aber als Ligadritter müssen sie auch zu den Favoriten gezählt werden.
- Tsantsa Chrysemis: Die Schrumpfköpfe sind ein sehr starker Haufem und werden sicherlich eine gewisse Außenseiterchance haben. Ich bin gespannt, ob der souveräne Aufsteiger seine Form bewahren kann... auch nächstes Jahr in der ersten Liga.
- N.I.B. Áchesa Khefu: Was man dieses Jahr von Áchesa zu sehen bekam, das reizte schon stark zu Tränen, eine Schande für unsere traditionsreichtse Immanauswahl. Ich hoffe, daß die harte Hand Ihrer Hoheit, die den Haufen finanziert, endlich für Ordnung sorgen konnte. Áchesa ist dem Kemi-Imman Wiedergutmachung schuldig.
- Lobet den Herrn Porto Pâestumai: Lobet den Herrn Porto Pâestumai ist mit Sicherheit die schlechteste und erfolgloseste Auswahl, die Kemi je gesehen hat. Ich bezweifle, daß sich das in diesem Wettbewerb ändern wird. Boronseidank ist der Haufen nicht in der Liga gemeldet.
Releghîn-von-Fasar-Gruppe:
- Neseru Stut’Ymi‘keku: Die frischgebackene Meisterin will wie letztes Jahr nun auch noch den Pokal einheimsen, und wenn es gelingt, wäre es das vierte Mal in Folge. Neseru ist absoluter Favorit, und alle anderen Konkurrenten haben nur eine Außenseiterchance.
- K.I.S. Khefu: Der Militärhaufen hat letztendlich doch klar den Aufstieg in die erste Liga verpaßt, was zeigt, daß dort der Abstieg letztes Jahr noch keinesfalls verkraftet ist. Solange K.I.S. nicht vom auschließlichen Kraftspiel wegkommt und auch mit spielerischen Mitteln den Erfolg sucht, wird sich daran auch nichts ändern.
- Telori Táheken: Die Auswahl von Akîb Antaris Mezkarai hat in der zweiten Liga sehr stark begonnen, dann aber ebenso stark nachgelassen. Es ist kaum zu erwarten, daß sie in ihrer Gruppe um die ersten Plätze mitspielen kann. Letztlich dürften sich die Teloris mit den Drachen um den dritten Platz streiten...
- Schwarze Drachen Váhyt: Die Drachen sind zwar dem Namen nach kein Neuling in unserem illustren Feld, aber nach ihrer Auflösung ist vom traditionsreichen alten Haufen nurmehr der Name übriggeblieben. Man wird sehen, ob es dem neuen Akîb in Seku Kesen gelingen wird, die Drachen an die glorreichen Zeiten der Vergangenheit anknüpfen zu lassen.
Shila-de-Dragoncourt-Gruppe:
- Piranha H’Rabaal: Zu unserem Gast aus dem Königreich Brabak muß man nicht viel sagen. Piranha ist eine spielstarke, robuste Auswahl, die bei ihren Gastauftritten hier in Kemi bisher immer am ablehnenden Publikum gescheitert ist, was ich aufgrund des schönen Spiels der H’Rabaaler immer bedauert habe.
- Sendsh’gerhi Tiger: Für die Tiger war das Verpassen des schon sicher geglaubten Aufstiegs in die ersrte Liga ein Schock. Nun kann man gespannt sein, ob die Männer und Frauen aus Sendsh‘gerhi sich wieder gefangen haben, nicht zuletzt, um nächstes Jahr in der zweiten Liga ihrer Favoritinnenrolle gerecht zu werden.
- Noionitensturm Morek: Der Noionitensturm gilt mit Recht als der unberechenbarste Haufen des Feldes, kein Wunder, spielen hier doch hauptsächlich die Insassen und Insassinnen des namentlichen Noionitenklosters. Der Sturm ist klarer Außenseiter, aber wenn das Immanspiel sich positiv auf die Genesung der Patienten und Patientinnen auswirkt, will ich nichts dagegen sagen.
- Kalter See Ahami: Ein weiterer Neuling stellt sich mit Ahami vor. Der kleine Kader dürfte von vornherein keine großen Sprünge erlauben, und da Ahami, die Auswahl des Akîbs Menadis Mezkarai, leider nicht mit Lobet den Herrn Porto Pâestumai in eine Gruppe kam, dürfte es nicht zum Duell der beiden verfeindeten Familien Pâestumai und Mezkarai kommen. Schade eigentlich.
Pasqua-Pâestumai-Gruppe:
- Krokodil Qinsay: Die Qinsayer sind ein wahrhaft krokodilstarker Haufen. Es war schon sehenswert, wie sie letztes Jahr die etablierten Auswahlen in der ersten Liga bedrängt haben. Die Qinsayer haben durchaus eine Chance, hier zu gewinnen, und wenn die gute Arbeit dort beibehalten wird, werden wir hier einen Haufen mit großer Zukunft sehen.
- Baumdrachen Thergas: Die Truppe aus Wachtelfels ist ebenso unberechenbar wie ihre großen Nachbarn aus Merkem. Das liegt offenbar an den wunderlichen Landen von Terkum, in denen Gegensätze allüberall augenfällig sind. Wo sonst wäre eine Koexistenz einer orthodox-fundamentalistischen Bischöfin mit einem neureichischen Konvertiten als Neset möglich?
- Haie Táîmen. Lange Zeit sahen die haie wie der sicher Absteiger in die zweite Liga aus, so schlecht war die Spielweise der Djunizer gewesen. Doch im letzten Moment schafften sie es, sich selbst am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, um nach der Rettung vor dem Abstieg gleich wieder nachzulassen. Es ist eine spannende Frage, welcher Trend bei den Haien in diesem Wettbewerb dominierend sein wird.
- Feuervogel Yunta’hedsh: Der Feuervogel ist ein weiterer Neuling auf dem kem’schen Immanparkett. Mag man Neulinge auch gleich chancenlos sehen, so zeigt der Kader der Frencaaler und Frencaalerinnen doch vielversprechende Ansätze. Yunta‘hedsh ist sicher eine Truppe mit längerfristiger Perspektive.
Ranec-Al’Mahr-Gruppe:
- Mantikor Tásebá: Es gibt kaum eine Auswahl, die so umstritten ist wie Mantikor, denken wir nur an die vor einigen Jahren erkaufte Meisterinnenschaft zurück. Auch dieses Jahr viel Mantikor erneut unangenehm auf. Nach einigen Sperren fühlte man sich dort ungerecht behandelt und drohte deshalb gar den Pokalboykott an. Nun ist Mantikor doch angetreten, und Ihre Majestät wird wohl gnädig sein.
- Sjepengurker Elche: Die Elche sind vielleicht die beliebteste kem’sche Immanauswahl, was wohl an der eher unorthodoxen Spielweise der Insulaner und Insulanerinnen liegt. Auf alle Fälle haben die Elche immer Spaß bei dieser herrlichen Beschäftigung, und Sieg oder Niederlage scheint dabei zweitrangig zu sein.
- Démyúnemer Drolle: Viel gibt es über die Drolle nicht zu sagen. Sie sind ein vollkommen durchschnittlicher Haufen aus Terkum, und man kann sicher davon ausgehen, daß sie auch hier nur durchschnittliches Imman bieten werden. Vielleicht schaffen sie es ja ins Achtelfinale, aber weiter dürfte es für die Démyúnemer nicht mehr gehen...
- Weiße Raben Yleha: Die Yleherinnen und Yleher sind nicht mehr wie ein Außenseiter. Bahnbrechendes Imman erwartet man nicht von unseren Brüdern und Schwestern aus den neuen Provinzen im Osten, aber mit Spannung kann man erwarten, inwieweit sich die berühmte ylehische Theatralik auf dem Immanfeld auswirkt.