Der "Ehret die Nisut-Pokal" des Jahres 28 S.G.

Der Weg zum Sieg

[Das Viertelfinale] [Das Halbfinale] [Das Finale]


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Das Viertelfinale:

Neseru Stut-Ymi'keku - Kalter See Ahami 34:2
Auch Favoritenschreck Ahami konnte den Siegeszug der Meisterin nicht aufhalten. Im Gegenteil, die erstmals in diesem Wettbewerb ohne Schonung agierenden Neserus bewiesen sehr deutlich, daß sie im Kemi-Imman eine Klasse für sich sind. Zu jedem Sandkörnlein des Spieles zeigte sich Neseru dem Überraschungsneuling zwei Klassen überlegen. Auch die von Akîb Menadis Mezkarai angeheuerten Moha-Tänzer, die vor dem Spiel einen wilden Kriegstanz und lauten Trommelwirbel veranstalteten, konnten die Tárethonerinnen und Tárethoner nicht verunsichern. Von Anfang an wurde Ahami unter Druck gesetzt und gnadenlos jeder Fehler ausgenutzt. Bis auf Rank Hochadel konnten sich alle Spieler und Spielerinnen der Neserus in die Torschützenliste eintragen, während bei Ahami neben Gildo Klopfbüttel lediglich Torhüter Olpert mit einem fulminaten Weitschuß - eigentlich ein Befreiungsschlag vor dem eigenen Tor - erfolgreich war. Unrühmlicher Höhepunkt des Spieles war der Platzverweis für Akîb Menadis Mezkarai, der wenige Augenblicke vor dem Ende beim Stande von 34:1 die Nerven verlor und Feldrichterin Kantenheim ohrfeigte.

Haie Táîmen - Mantikor Tásebá 12:0
Die Mantikore waren bereits vor dem Spiel unaufholbar im Hintertreffen, denn aufgrund der rustikalen Spielweise der Zásáter im Achtelfinale mußten die Insulaner und Insulanerinnen den Ausfall von zehn Spielerinnen und Spielern verkraften - lediglich dreizehn Mantikore konnten sich den von Betreuer Paapow sichtlich motivierten Haien entgegenstellen. Und so entwickelte sich ein recht einseitiges Spiel, denn die Haie kämpften wie um ihr Leben; das aufrgund zu lockerer Einstellung fast verlorene Spiel gegen die Wachteln hatte sie wohl aufgerüttelt. Mantikor tat sein Bestes, hatte aber keine Möglichkeit, seinen bislang im Pokal sehr ansprechenden Leistungen eine Fortsetzung zu ermöglichen. Zwar verteidigte man durchaus passabel, aber weder Sturm noch Mittelfeld hatten den Haien etwas entgegenzusetzen.

Sjepengurker Elche - Tsantsa Chrysemis 9:0
Von Anfang an war bei beiden Haufen die Nervosität zu bemerken, konnten doch weder die Elche noch die Tsantsas vor dem Beginn des Pokalwettbewerbs ernsthaft darauf hoffen, bis ins Halbfinale vorstoßen zu können. Aus diesem Grunde entwickelte sich ein sehr hektisches und unschönes Spiel, angefüllt mit zaghaften Angriffen und zahlreichen Fehlabspielen, was die vielen Zuschauer und Zuschauerinnen natürlich nur wenig befriedigen konnte. Lange Zeit mußte man bezeichnenderweise auf das erste Tor warten, und als es schließlich fiel, konnte man den Dreier von Akîbet Karilja Sjepengurken sowohl als glücklich als auch als entscheidend anzusehen. Tsantsa fand einfach kein Mittel, um dein drangvolles Sturmspiel aufzuziehen - wozu sicherlich auch die harte Spielweise der Elche beitrug. So ging des Gewurstel weiter, und folgerichtig war es die größere Erfahrung, die den Elchen noch zwei weitere Dreier zubilligte, so daß diese schließlich, nach einem unahnsehnlichen Spiel und knapper, als es das Ergebnis aussagt, ins Halbfinale vorstoßen. Die nervliche Anspannung entlud sich am Ende noch in einer Schlägerei, als der über 90jährige Elche-Betreuer Nils Arnoldsson den Tsantsa-Spieler Kontisdador, vermeintlich als Horasier enttarnt, mit den Worten "das ist für Thorwal" mit der Keule schlug, woraufhin ein Handgemenge zwischen den Auswahlen ausbrach, das aber mit den entsprechenden Sperren geahndet wurde.

N.I.B. Áchesa Khefu - Tiger Sendsh'gerhi 21:10
In einen wahren Spielrausch spielten sich die erneut von der Sympathie des Publikums vorangetriebenen Phantome gegen die bedauernswerten Tiger aus Sendsh'gerhi. Endlich hatten letztere ihre bis dahin praktizierte schonende Spielweise abgelegt, doch dem Sturmlauf der Heimauswahl war auch die neue Taktik nicht gewachsen. Überragend bei den Phantomen zeigten sich einmal mehr die von den Perlbeißern gekommenen Verstärkungen, die schon jetzt nicht mehr aus der Auswahl wegzudenken sind. Doch auch die "alten" Spieler und Spielerinnen der Áchesas profitieren von den Neuzugängen, wie Ex-Kapitänin Alicia Borg bewies, die, immer wieder hervorragend von Alrik Firunjasson eingesetzt, ein ums andere Mal ihre Gegner schwindelig spielte. Gegen Ende des Spieles ließen beim Stande von 20:5 die Kräfte der Heimauswahl allerdings merklich nach, was den Tigern noch zu einer Ergebniskorrektur verhalf. Auch hatte die sehr grobe Spielweise der Phantome ihre Opfer gefordert, und im Halbfinale wird die Heimauswahl keine großen Möglichkeiten mehr haben, in ihrer Aufstellung zu variieren.


Das Halbfinale:

N.I.B. Áchesa Khefu - Neseru Stut-Ymi'keku 9:32
Obwohl die Heimauswahl wie üblich von den zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauern mit größter Begeisterung gefeiert und die Meisterin im Gegensatz dazu mit allen erdenklichem störenden Lärm beeinflußt werden sollte, störte das die Neserus in keinster Weise. Im Gegenteil, es schien so, als wollten sie bald schon dem Publikum die unverdienten Schmähungen heimzahlten, und so zerlegten die Spielerinnen und Spieler aus Tárethon die Phantome förmlich. Bis zum 0:12 hatten diese nicht einen Torschuß zu verzeichnen, und schon bald war es in der Áchesa-Arena totenstill. Nach der Pause ging es in gleichem Stil weiter. Die Phantome waren bemüht, aber offenbar überrascht, daß sie nicht schon binnen der letzten Spiele zu einer Klasseauswahl mutiert waren, und so dominierte die Meisterin derart nach Belieben, daß sich ausnahmslos alle ihre Spieler und Spielerinnen - inclusive der Torhüterin ya Kaîryka - in die Torschützenliste eintragen konnten. Am Ende schien die Neserus gar Mitleid zu überkommen, und so kamen die Phantome noch zu etwas Ergebniskorrektur, die allerdings an der vollständigen Demütigung kaum etwas ändern konnte.

Sjepengurker Elche - Haie Táîmen 11:12
In einem spannenden, hochklassigen Spiel gelang es letztendlich den Haien, ihre seit Ende der Vorrunde erstaunliche Siegesserie fortzusetzen. Trotz der Bedeutung des Spieles begegneten sich beide Auswahlen mit Sympathie, so daß kaum einmal eine ruppige Attacke oder eine böse handgreifliche Auseinandersetzung zu beobachten war. Das zahlreich erschienene Publikum freute es, denn so konnte es sich an gutem Imman erfreuen. Keiner der beiden Haufen vermochte entscheidend davonzuziehen, und die Führung wechselte in beständiger Regelmäßigkeit. Als dann schließlich, im allerletzten Augenblick Deredon Hexander mit einem gefühlvollen Heber aus dem Gewühl heraus das 11:12 schaffte, war die Entscheidung gefallen. Ritterlich gratulierten sich die beiden Auswahlen nach dem Spiel und luden sich gegenseitig ins Yah ein, wo die Kapitänin der unterlegenen Elche den Auswahlen eine riesige Torte spendierte, die mit einem Marzipanhai verziert war, der einen ebenso gefertigten Elch im Maule gepackt hielt. Die Fachleute indes sind sich einig, daß auch die gut und überraschend aufspielenden Elche die Finalteilnahme verdient gehabt hätten, obschon dort nichts besseres zu erwarten ist, als eine deklassierende Niederlage gegen die derzeit wohl unschlagbaren Neserus...

Das Finale:

Neseru Stut-Ymi'keku - Haie Táîmen 37:7

Arme Haie! Wie ihre Vorgängerinnen wurden auch sie von den überragenden Neserus im Finale des "Ehret-die-Nisut"-Pokals regelrecht massakriert. Damit haben die Neserus den Pokal zum vierten Male in Folge errungen - in diesem Jahr zum zweiten Mal hintereinander gar als Kröung ihrer Meisterinnenschaft. Zwar hätte niemand vor Beginn des Spieles unbedingt auf die Haie gewettet, doch daß die Neserus so loslegen würden, war auch nicht unbedingt zu erwarten gewesen. Wie die Haie auf bedingungslose Offensive setzend, gaben sie von Anfang an nur wenig auf die Verteidigung und spielten ihre spielerische Überlegenheit gnadenlos aus. Das Spiel war selbstverständlich von großer Härte geprägt, dem Zufluchtsmittel, mit dem zumindest die Haie versuchten, eine Überraschung zu schaffen.
Doch die Neserus hielten ebenso hart dagegen, schnürten die Haie mit präzisem und originellen Kurzpaßspiel ein und erzielten Punkt und Punkt. Schon nach der Hälfte der ersten Spielzeit stand es 13:0 für die Meisterin, und dennoch ließen die Spielerinnen und Spieler nicht locker. Spontane Beifallsstürme des Publikums bei den wenigen, gelungenen Aktionen der Haie konnten diese auch nicht trösten, im Gegenteil: die ungerechtfertigte Feindesligkeit des Publikums als zusätzlichen Anreiz annehmend, verstärkte die Meisterin nach dem Treffer zum 13:3 noch den Druck und ging mit einem 21:3 in die Pause.
Auch in der zweiten Hälfte des Spieles änderte sich das Bild nicht: Die hilflosen Haie hatten den Flammen in keinster Weise Paroli zu bieten und diese zeigten in keiner Phase des Spieles Mitleid, sondern verfolgten unbarmherzig ihr Ziel, die verhassten Djunizerinnen und Djunizer zu demütigen. Am Ende konnten die Haie froh sein, daß die Neserus das Glück verließ, denn sonst wäre die Blamage noch schlimmer ausgefallen.
Neseru allerdings verabschiedet sich - den Worten des Betreuers Anandus bei der Siegesfeier nach - im nächsten Jahr in die horasische Immanwelt und wird Kemi mit einer jungen, aber deutlich spielschwächeren Auswahl erhalten bleiben, so daß wir vielleicht das Glück haben, etwas abwechslungsreichere Immanwettbewerbe erleben zu können...

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