Haie Táîmen – Rekmehi Merkem 20:19 GT
Das Favoritensterben geht weiter! Mit Rekmehi Merkem scheidet im Achtelfinal nicht nur der Dritte der letzten Erstligasaison aus, sondern auch einer der Haufen, von denen man die ernsthafteste Konkurrenz für die Neserus erwartet hatte. Die Merkemerinnen und Merkemer begannen außerordentlich nervös und unkonzentriert, was die Haie zu einigen Erfolgen ausnutzen konnten. Dann aber drehte sich das Spiel: Aus welchen Gründen auch immer, beim Stand von 12:9 beschlossen die Haie plötzlich, sich für die kommenden Aufgaben zu schonen und gingen das Spiel auf einmal recht locker an – was den sichtlich aufgebrachten Betreuer der Djunizer, Bores Paapow, fast um den Verstand, die Wachteln aber wieder ins Spiel brachte. So führten die Merkemer gegen die immer noch seltsam zurückhaltend spielenden Haie kurz vor Schluß mit 16:19, ehe Al’Abbas mit einem Boronstagsschuß die Verlängerung für die Haie retten konnte. Vom tobenden Betreuer Paapow derart zusammengestaucht, daß es in der Arena nur so nachhallte, gingen die Haie dann in der Verlängerung wieder gewohnt rustikal und einsatzfreudig zu Werke, und bereits nach nur fünf Sandkörnlein gelang da Kartrachar der vielumjubelte Siegtreffer.
Sjepengurker Elche - Sicheln Mergyan 10:9
In einem sehr ausgeglichenen Spiel behielten die Elche knapp die Überhand gegen eine erneut gekonnt defensiv agierende Auswahl aus Tárethon. Der Zweitligist stand eisern in der eigenen Abwehr, ließ die Elche kommen und setzte immer wieder gefährliche Konter in Szene. Die Elche fanden sich mit der ungewohnten Rolle als spielbestimmender Haufen nur schlecht zurecht, doch die überragende Rhina Al’Mahr schaffte es mit der Zeit, die Überlegenheit der Insulaner und Insulanerinnen auch in zählbaren Erfolg umzumünzen. Bis kurz vor Schluß lagen die Elche dann mit 9:6 in Front, doch der Sicheln-Bremserin Sarjakku gelang unmittelbar vor dem Schlußgong der 9:9 Ausgleich. Alles stellte sich schon auf eine Verlängerung ein, da nahm Elche-Stürmer Takate direkt vom Anspiel einen Paß des Achaz Zir auf, spielte drei Sicheln aus und schaffte mit einem gewaltigen Distanzschuß doch noch die Entscheidung für den Erstligisten.
Tiger Sendsh'gerhi - Feuervogel Yunta'hedsh 16:12
Die erstaunlich erfolgreichen Feuervögel aus Yunta’hedsh waren vor dem Spiel gegen die Landsleute aus dem tárethoner Militärhafen Sendsh’gerhi recht zuversichtlich, zumal ihnen unmittelbar vor dem Spiel ein Secretarius des Hauses Pâestumai mit großer Geste einen neuen Satz teurer, horasischer Immanschläger im Namen des - leider nicht erschienenen Patriarchen Tanîth - verehrte. Und so kamen die Feuervögel zunächst durch eine hart geführte Defensive besser ins Spiel als die Männer und Frauen der Nedjeset Ni sends’gerhi. Diese, erneut gehemmt durch eine merkwürdige, selbstauferlegte Zurückhaltung, ließen den Rückstand aber nie zu groß werden. In der zweiten Hälfte legten die Fast-Aufsteiger einen Zahn zu, und so mußten die Feuervögel feststellen, daß nicht immer begeisterter Einsatz über Spielkultur und Routine obsiegt.
Neseru Stut-Ymi'keku - Weiße Raben Yleha 10:2
Man kann ob der erfolgreichen Bilanz der Neserus diese Auswahl mit Antipathie verfolgen, man kann sie auch aus Lokalpatrotismus nicht mögen, aber eines muß man ihnen lassen: an Ritterlichkeit ist die Meisterin kaum zu überbieten. Das ylehische Kraftspiel hatte die Weißen Raben nämlich so in Mitleidenschaft gezogen, daß sie nicht mehr als 14 Spielerinnen und Spieler aufbieten konnten, und so beschloß Neseru, ebenfalls nur mit 14 Spielern und Spielerinnen anzutreten. Doch auch dies genügte, um die von ihren Sensationssiegen in den ersten Runden völlig erschöpften Raben ohne Probleme niederzuhalten. Neseru hatte sich großtmögliche Schonung auferlegt und ließ die erneut alles gebenden Raben am ausgestreckten Arm verhungern. Nach nur 20 Sandkörnlein führte Neseru schon mit 9:0, dann ließ man es auf Seiten der Meisterin noch lockerer angehen. Erst wieder kurz vor Schluß sahen die enttäuschten Zuschauer und Zuschauerinnen das 10:0, gefolgt von den beiden verdienten Ehrentreffer der wackeren Ylehis, die für diesen Wettberwerb eine Bereicherung waren.
Mantikor Tásebá - Moral Tását 26:0
Durch den ungewöhnlich heftig ausgefallenen Mittagsregen war das Spielfeld zwar in eine Schlammpfütze verwandelt werden, doch das erklärt nicht die deklassierende Niederlage, die Moral gegen die Matikore hinnehmen mußte. Es mag sein, daß die Insulanerinnen und Insulaner von ihren Gegnern unterschätzt worden waren, doch wenn, dann war dies ein Fehler: Bis auf die überraschende Auftaktniederlage gegen die Drolle aus Démyúnem gehörte Mantikor zu den Auswahlen, die durch gutes Imman überrascht hatten. Und so kam es, wie es kommen mußte: die lässig und unkonzentriert agierenden Zásáter gerieten schnell in einen hohen 0:8-Rückstand, der sie dann so nervös machte, daß die Mantikore immer sicherer wurden. In der 2. Hälfte sorgte zudem noch ein schneller Dreier zum 12:0 dafür, daß die Mantikore sich in einen wahren Spielrausch spielten und ihre Gegner nach Strich und Faden auseinandernahmen. Unschöne Höhepunkte des Spieles waren die gegen Ende gehäuften, zahlreichen brutalen Attacken der Mer’imenerinnen und Mer’imener, die dafür sorgten, daß Mantikor im Viertelfnale nur noch dreizehn Spielerinnen und Spieler aufbieten können wird.
Tsantsa Chrysemis - Krokodil Qinsay 6:4
Eine weitere Überraschung im Achtelfinale war der Sieg der Schrumpfköpfe über den von vielen Expertinnen und Experten als ärgsten Konkurrenten der Neserus gesehenen Haufen aus Qinsay. In einem hochklassigen Spiel siegten die Chrysemerinnen und Chrysemer allerdings hochverdient, mit ihrer bisher besten Leistung im Turnier. Die geschickte Verteidigung und das genaue und schnelle Kurzpaßspiel kam doch schon fast das Vermögen der ebenfalls gut spielenden Krokodile heran. Letztlich aber gab das Engagement der Schrumpfköpfe den Ausschlag, wie schon so oft, wenn ein unterklassiger Haufen besonders motiviert ist, einem Großen ein Bein stellen zu können. Überragend bei den Chrysemern war der im allerersten Spiel wegen Trunkenheit so gescholtene Torsteher Zapata, der mehr als einmal mit unglaublichen Paraden einen Erfolg der Qinsayer verhinderte. Wenn die Schrumpfköpfe diese Leistung wiederholen können, kann man nicht nur im Pokal, sondern auch in der nächsten Spielzeit der ersten Liga große Dinge von ihnen erwarten. Sichtlich erfreut zeigte sich auf alle Fälle der an der Seitenlinie Freudensprünge vollführende Rodrigo der Goldene, Hátya Ni Chrysemis.
N.I.B. Áchesa Khefu - Piranha H'Rabaal 16.15 GT
Ein unglaublicher Jubelsturm brandete durch die Arena in Khefu, als nach 23 Sandkörnlein der Verlängerung die Ex-Áchesa-Kapitänin Alicia Borg aus dem Gewühl heraus das Goldene Tor und damit die Viertelfinalqualifikation für die Heimauswahl realisieren konnte. Vorangegangen war ein offener Schlagabtausch der Gäste aus Brabak mit den vom Publikum frenetisch unterstützten Phantomen, die sichtlich nervös in dieses Spiel gingen. Die Brabaker ließen sich aber zu Beginn des Spieles von den Pfiffen und Schmährufen des Publikums dermaßen einschüchtern, daß die Phantome das Spiel weitgehend offen halten konnten. In selbem Maße wie die Brabaker die Schmähungen des Publikums ignorieren konnten, legten die Phantome ihre nervosität ab, so daß sich an der Ausgeglichenheit beider Haufen auch nach Beginn der zweiten Hälfte nichts änderte. Der Ausgleich für die Brabaker fiel bereits 20 Sandkörnlein vor dem Ende der regulären Spielzeit, und bis zur verlängerung wollte kein Haufen mehr riskieren, in einen unglücklichen Konter zu laufen, so daß schließlich doch die Verlängerung entscheiden mußte.