Der "Ehret die Nisut-Pokal" des Jahres 30 S.G.

Vorrunde Gruppe V und VI

[Texte: die Auswahlen] [Texte: das zweite Spiel] [Texte: die Endrunde]
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[Das Viertelfinale] [Das Halbfinale] [Das Finale]


Vorrunde Gruppe V

Rekmehi Merkem - K.I.S. Khefu 10:24
So wie die letzte Saison aufhörte, so begann der Pokalwettbewerb für die aus der ersten Liga abgestiegenen Wachteln. Dabei hatte man sich in ihren Reihen über die Auslosung glücklich geäußert, denn mit K.I.S. Khefu hatte man im ersten Spiel einen Gegner, dessen Antreten in der Árena des Lokalrivalen Áchesa Khefu für die Merkemer und Merkemerinnen quasi einen Heimvorteil bedeutete. So hatte man bei den Wachteln kurzerhand auf eine Übungsstunde am Tag vor dem Spiel verzichtet und dafür lieber die Annehmlichkeiten der Hauptstadt genossen. Als das Spiel schließlich begann, agierten die Zuschauer und Zuschauerinnen genau so, wie man es erhofft oder - wahlweise - befürchtet hatte: Ein gellendes Pfeifkonzert begrüßte K.I.S. Khefu und vom ersten Augenblick an wurde der Tormann der Militärauswahl mit Bananen, Mangos, Melonenstücken, ja, sogar Kokosnüssen beworfen, was den Wachteln den ein oder anderen unerwarteten Punkt einbrachte. Und das war auch gut so, denn ansonsten wäre das Spiel zu einer noch krasseren Demütigung geworden als es das Ergebnis ausdrückt. Es spielte nur eine Auswahl, und das war K.I.S. Khefu. Taktisch diszipliniert und vom tobenenden Mob wenig beeindruckt spielten die Männer und Frauen der Armeeauswahl ein ums andere mal die Wachtel-Abwehr aus und mußten letztlich auch dem letzten Neidhammel ein zähneknirschendes Kompliment entlocken.
4:10 stand es gar zur Pause, und wie viel Glück die Terkumerinnen und Terkumer dabei noch hatten, zeigt die Statistik: alleine vier Mal trafen die K.I.S.ler das Gestänge des Wachteltores und, von der Aggressivität des Publikums eingeschüchtert, aberkannte der Schiedsrichter mindestens zwei reguläre Treffer. In der zweiten Hälfte änderte sich das Spiel kaum, die Wachteln stümperten weiter herum und K.I.S. Khefu spazierte ohne Mühe zum Sieg. Gegen Ende konnte es sich die Militärauswahl sogar leisten, das Spiel mit größter Zurückhaltung anzugehen, denn schließlich wartet im letzten, wohl entscheidenden Vorrundenspiel mit den Tigern aus Sendsh'gerhi ein ganz anderer Gegner. Für die Wachteln hingegen dürfte der Pokalwettbewerb mit dieser Schlappe bereits zuende sein, bevor er richtig begann, als logischer Schlußpunkt einer verkorksten Saison.

K.I.S. Khefu - Tiger Sendsh'gerhi 12:11 GT
Sehr zum Leidwesen der erneut zahlreich erschienenen Zuschauerinnen und Zuschauern gelang es auch in dieser Vorrundengruppe der Außenseiterin, das Rennen zu machen. Und ausgerechnet K.I.S. Khefu war es, Ortsrivalin der bereits ausgeschiedenen Áchesas aus Khefu. Wie schon gegen die Wachteln ließen sich die Mannen und Frauen der Militärauswahl vom gellendenden Pfeifkonzert und den zahllosen Wurfgeschossen nicht beeindrucken und spielten aus einer sicheren Abwehr heraus konzentriert und nicht zu offensiv, um der Gegnerin nicht ins offene Messer zu laufen. Die Tiger stellten sich zwar keinesfalls derart unfähig wie die Wachteln dar, doch auch sie hatten große Schwierigkeiten, den Abwehrriegel der Spielerinnen und Spieler aus Khefu zu knacken, dabei hatte man sich am Abend vorher noch gesellig zusammengesetzt und über die anstehende Aufgabe und die gegen die Wachteln beeindruckende Gegnerin diskutiert. Das Spiel stand also von Beginn an auf des Messers Schneide, keine der beiden Auswahlen konnte im strömenden Regen einen deutlichen Vorsprung herausspielen. Zwar lagen meist die favorisierten Tiger in Front, jedoch zeigte sich KIS nie vom Rückstand beeindruckt und kämpfte sich jedesmal wieder heran. Die Spannung wuchs schier ins Unermeßliche, als es wenige Augenblicke vor Schluß 10:10 stand; dann jedoch spielte Tiger-Stürmerin Cylian drei Gegenspieler aus und vollendete zum 10:11; die Entscheidung schien gefallen! "Nicht mit mir", hörte man da plötzlich den Pottwal brüllen, und in der Tat: nichts hielt den KIS-Betreuer Torben Torbensson mehr in seinem Tor, vom Anstoß weg nahm er die Kugel auf, brach mit unwiderstehlicher Gewalt durch die Reihen und schaffte buchstäblich im letzen Augenblick noch das 11:11 - das Goldene Tor mußte nun also entscheiden! Beide Haufen belauerten sich in der Verlängerung für einige Zeit, der gegenseitige Respekt war groß genug, um nicht alles auf eine Karte zu setzen. Dann aber war es erneut Torben Torbensson, der die Entscheidung brachte: eine Glanzparade der Tormannes brachte KIS in Ballbesitz und nach einem Lauf vom eigenen Gestänge aus bis vor das Tor des Gegners hatte Bremserin Pakîra Psatha wirklich noch dir Kraft, das alles entscheidende 12:11 zu markieren!
KIS Khefu steht damit im Achtelfinale, und die Tiger leisten den Erstligisten Áchesa und Táyârret beim Ausscheiden gegen eine Turnierauswahl Gesellschaft. Nachzutragen bleibt, daß die Stadtgarde der Hauptstadt am Abend alle Hände voll zu tun hatte, die enttäuschten Tiger-Anhänger und und -Anhängerinnen unter Kontrolle zu halten.

Tiger Sendsh'gerhi - Rekmehi Merkem 0:10 kampflos
Die Rabenschwinge berichtet: "Khefu - Nach dem unerwarteten Ausscheiden gegen die nunmehrige Freizeittruppe von KIS Khefu lieferten sich gestern abend in Khefu Anhänger der Sendsh'gehri Tiger Strassenschlachten mit der Stadtgarde und sogar mit herbeigeeilten regulären Armeeeinheiten. Boron sei Dank gab es dabei ausser beträchtlichem Sachschaden auf beiden Seiten nur Beulen, Blaue Flecken und andere kleinere Verletzungen da sich das ganze Geschehen eher wie eine riesige Kneipenschlägerei denn einem richtigen Kampf abspielte. Insgesamt zählten die Medici 47 Verletzte beider Seiten, 38 Anhänger der Tiger wurden eine Nacht über in Haft gehalten. Der angerichtete Sachschaden vor allem an und in Gebäuden der Hauptstadt war beträchtlich, konnte aber durch den Inhalt einer vorsorglich für solche Fälle vorhandenen "Schwarzen Kasse" der Tiger-Anhänger weitgehend beglichen werden, was dazu führte dass die Verhafteten denn auch am nächsten Tag bereits wieder entlassen wurden und sich gegen Süden hin aus der Stadt trollten.
Die Folgen solchen Verhaltens sollte trotz eigentlich glimpflichen Ausgangs für Sendsh'gehri strenge Konsequenzen mit sich bringen:
KIL-Vorsitzender Lorian Ts'embb, der sich dieses bisher spannendste Immanspiel des Pokalwettbewerbs angeschaut hatte sprach denn auch umgehend eine Strafe aus, wie sie wohl nur noch mit der Zwangsauflösung der Seedrachen Semjet vor einigen Götterläufen übertroffen worden war: Die Tiger werden für ihre nächsten drei Pokal- und Liga-Spiele gesperrt und verlieren diese damit automatisch mit 0 zu 10. Da die Spieler der Truppe aber an jenem Abend selber aktiv dazu beigetragen hätten ihre aufgebrachten Anhänger zu beruhigen, würde als Strafmilderung die dabei anfallenden Punkteabzüge entfallen. Dieser Entscheid sei unanfechtbar, sollte sich in der kommenden Saison nochmals entfernt ein solcher Zwischenfall eintreten drohte Ts'embb den Verantwortlichen der Tiger mit Zwangsabstieg und sogar der Auflösung. "Sollen doch selber eine Immantruppe aufstellen, dann können sie sich auf dem Spielfeld prügeln so viel sie wollen", wie sich der KIL-Vorsitzende ausdrückte."

TABELLE:

Platz

Auswahl

Sp.

Pkt.

Tore

1. K.I.S. Khefu

2

6

36:21

2. Rekmehi Merkem

2

3

20:24

3. Tiger Sendsh'gerhi

2

0

11:22


Vorrunde Gruppe VI

Weiße Raben Yleha - Raben Laguana 12:0
Keine Probleme hatten die ylehischen weißen gegen die laguanischen schwarzen Raben. Wie schon in der vergangenen Zweitligasaison erwiesen sich die Mannen und Frauen von der Heiligen Insel als im Immanspiel nicht sonderlich begabt. Yleha ging wie gewohnt mit hohem Einsatz in die Partie und lieferte erneut ein Beispiel des enormen - und teilweise übertriebenen - Kampfgeistes aus dem kem'schen Nordosten ab. Bezeichnenderweise steht hierfür der Ausfall von Ankhsa Mezkarai, der Kapitänin und Torfrau der Weißen Raben, die kurz vor Schluß, es stand bereits 12:0 mit einem verwegenen Einsatz den laguanischen Anschlußtreffer verhinderte, sich dabei aber derart verletzte, daß sie das nächste Spiel auf keinen Fall bestreiten können wird.
Von den Raben Laguana ist wenig ruhmreiches zu berichten, wehrlos ergaben sie sich in ihr Schicksal. Auch nach ihrem Rückzug aus dem Ligabetrieb fehlt es den Raben zudem an der nötigen Gelassenheit, so kam es zu unschönen Streitigkeiten innerhalb der Auswahl, als sich die Bremser und die Stürmer der Raben Mitte der zweiten Hälfte lautstark und gar handgreiflich in die Haare bekamen: die einen meinten, die Niederlage beruhe auf dem Auslassen bester Tormöglichkeiten, die anderen auf der nicht vorhandenen Abwehrarbeit. letztlich aber hatten weder Bremserinnen noch Stürmerinnen recht: die Niederlage der Raben war einzig und allein auf die fehlende Einigkeit und das Unvermögen der gesamten Auswahl zurückzuführen.
Die Weißen Raben haben es dagegen erneut vermocht, sich die Liebe und die Zuneigung des gesamten ylehischen Volkes zu sichern, denn ein Sieg der "kleinen Weißen Raben aus dem kleinen Yleha" gegen die "großen, kem'schen Raben Laguana" ist dort immer eine symbolisch höchst bedeutende Angelegenheit. Auch wenn nun als nächste Gegnerin die übermächtige Meisterin Neseru Stut-Ymi'keku wartet - die Weißen Raben Yleha können den diesjährigen Nisut-Pokal bereits nach dem ersten Spieltag als Erfolg verbuchen.

Raben Laguana - Neseru Stut-Ymi'keku 0:20
Ohne die geringste Mühe übersprang die frischgebackene Meisterin aus Stut-Ymi'keku die erste Hürde im diesjährigen Ehret-die-Nisut-Pokal. Wie schon gegen die ylehischen Weißen Raben brachte Laguana auch in diesem Spiel kein Bein auf dem Boden und diente lediglich als traurige Staffage dieser Übungsstunde für die Neserus. Vor dem Spiel hatte plötzlich Elandriel Morgenwind, die beste Immanspielerin Kemis aller Zeiten, angekündigt, fortan nur noch in Notfällen die Keule für Neseru zu schwingen, nicht länger wolle sie den jungen, begeisterten Nachwuchsleuten den Platz versperren. So sah man die fröhliche Elfe bei diesem Spiel erstmalig für den verstorbenen, alten Betreuer Haidt am Seitenrand stehen und nicht mit Ratschlägen und Anfeuerungen geizen. Fast schon elfisch konnte man das Spiel der Neserus nennen, und zur Pause stand es bereits 13:0 für die Meisterin. Danach ließ Neseru es langsamer angehen, und man kann nur vermuten, daß neben der eigenen Schonung für das nächste, entscheidende Spiel auch eine Demütigung der Gegnerin verhindert werden sollte. Nichtsdestotrotz kam die Meisterin in diesem höchst ritterlich geführten Spiel noch zu acht Punkten, wobei über die gesamte Spielzeit hinweg Krsh'Rysh Zssrkh, der Achaz, mit insgesamt 8 Punkten der beste Spieler auf dem Platz war. Das Publikum, darunter auch Ihre Majestät, die Königin, selbst, belohnte die Darbietung nach dem Schlußgong mit reichlich Handgeklapper, doch auch das konnte den Kapitän der Raben Laguana nicht aufbauen: mit sofortiger Wirkung trat Belahan Jon von seinem Amt zurück und alle Überredungskunst vermochte ihn nicht zum Überdenken seiner Entscheidung bewegen.

Neseru Stut-Ymi'keku - Weiße Raben Yleha 15:12
Das hätte sich die Favoritin sicher auch leichter vorgestellt! Mit einem nur knappen 3-Punkte-Vorsprung rettete sich Neseru gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Ylehis ins Viertelfinale. Man kann sicher nicht sagen, daß die junge Meisterinnenauswahl die Zweitligistin unterschätzt hatte, ist doch allüberall bekannt, daß es kaum eine andere Auswahl gibt, die verbissener zu kämpfen versteht als die Weißen Raben Yleha. Diese hatten im Vorfeld des Spieles auch nie einen Zweifel daran gelassen, daß sie der Favoritin einen großen Kampf liefern würden, dessen Ausgang nicht unbedingt vorher feststand. So hatten die Ylehis nach dem 12:0 gegen Laguana freiwillig einige Sonderübungen abgehalten mit dem Erfolg, daß sie kräftemäßig voll auf der Höhe ins Spiel gehen konnten.
Zunächst jedoch legte Neseru stark los und warf seine spielerische Überlegenheit in die Waagschale. Schnell ging die Meisterin in Führung, 7:0 stand es recht rasch, darunter auch ein Tor durch Alisha Men'káre, der Torfrau. Doch die Ylehis kamen durch einen Dreier von Â'ravé Menen'dhez zurück ins Spiel. Dieses Tor war das Zeichen zur Aufholjagd, und einmal mehr liefen die Weißen Raben wie um ihr Leben. Neseru kam zwar mit einem 7:4 in die Pause, zeigte sich aber sichtlich beeindruckt vom ylehischen Kampfgeist. Nach der Pause setzte sich das Spiel so fort wie es geendet hatte, meisterliche Technik prallte auf unüberwindlichen Einsatz, und langsam neigte sich das Glück zugunsten der Ylehis, die Mitte der zweiten Hälfte gar auf 11:11 ausgleichen konnten. bei neseru lagen nun die nerven blank, die Bremser und Bremserinnen schienen mit der Auswertung der Tormöglichkeiten der Stümer und Stürmerinnen höchst unzufrieden und gaben dieser Unzufriedenheit auch lautstark Ausdruck. Als dann noch der ansonsten so besonnene und ruhige Neseru-Bremser Men'net Kem'un wegen einer deftigen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz flog, schienen die Raben einer Sensation zum Greifen nah, wäre da nicht der Achaz-Stürmer Krsh'Rysh Zssrkh gewesen. Kalt wie Eis beruhigte der neue Kapitän der Neserus das Spiel wieder, indem er einen sehenswerten Alleingang mit einem fulminanten Dreier abschloß und wenige Augenblicke später gar noch einen Einer zur beruhigenden 15:11-Führung folgen ließ. Das war die Entscheidung, Yleha verabschiedet sich mit erhobenem Haupt aus dem Wettbewerb und Neseru ist nun die Favoritin auf den Pokalgewinn.

TABELLE:

Platz

Auswahl

Sp.

Pkt.

Tore

1. Neseru Stut-Ymi'keku

2

6

35:12

2. Weiße Raben Yleha

2

3

24:15

3. Raben Laguana

2

0

0:32

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