Der "Ehret die Nisut-Pokal" des Jahres 30 S.G.

Vorrunde Gruppe I und II

[Texte: die Auswahlen] [Texte: das zweite Spiel] [Texte: die Endrunde]
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[Das Viertelfinale] [Das Halbfinale] [Das Finale]


Vorrunde Gruppe I

Wahnwitz Shîlaya - Telori Táheken 3:5
Es lag sicher nicht nur am starken Wind, daß das Eröffnungsspiel des diesjährigen Nisut-Pokals eines der schwächsten der letzten Jahre war. Versprach schon die Paarung wenig Positives, so waren die Zuschauer und Zuschauerinnen in der restlos gefüllten Áchesa-Arena schlicht und einfach entsetzt, als sie feststellen mußten, daß beide Haufen ihr Heil fast ausschließlich in der Defensive suchten und vorwiegend danach trachteten, gelungene Spielzüge der Gegnerin durch rüde Angriffe sofort zu unterbrechen. Schiedsrichterin Arelda Goméz paßte sich dem Niveau des Spieles leider sehr rasch an, so daß man sich ernstlich überlegen muß, ob die Pokal-Organisatoren mit dieser Ansetzung einem zu großen Andrang zu den nächsten Spielen entgegenwirken wollten - und all das vor den Augen der Nisut, welchselbige aber tatsächlich bis zum Schlußgong durchhielt. Unter den gellenden Pfiffen des Publikums dauerte es bis in die zweite Hälfte, als Zweitligist Shîlaya endlich vorlegte, im darauffolgenden Tumult flog der Táhekener Thezmar Stormin vom Platz, da er seiner Argumentation durch den Schläger mehr Nachdruck zu verschaffen suchten. Kurz darauf gar das 2:0 für Shîlaya, doch gleich nach Wiederbeginn konnten die Wahnwitzigen Ka- Mika- Ce und Hamster den durchbrechenden Groterian nur mit einer Doppelesche bremsen und schieden so aus dem Spiel aus. Prompt erlangte Telori ein Übergewicht, kam recht rasch zum Ausgleich und ging sogar kurz darauf erstmals mit 3:2 in Führung - Dank der Schiedsrichterin, die vor dem Schuß großzügig über eine brutale Tätlichkeit des Telori Nazir Sanshied hinwegsah -, doch besser wurde das Spiel damit nicht. Die zurückliegenden Spieler und Spielerinnen aus Shîlaya lockerten ihre Defensive selbst dann nicht, als Telori mit einigem Glück sogar auf 5:2 erhöhte, es langte für Wahnwitz nur noch zum 5:3 mit dem Schlußgong.
Letztendlich waren die Zuschauer und Zuschauerinnen über das Spielende derart froh, daß sogar der Regen von faulem Obst und anderen Widerlichkeiten auf die Matadore in der Arena ausblieb.

Telori Táheken - Haie Táîmen 1:10
Zum Auftakt des zweiten Spieltags der Pokal-Vorrunde bekamen die Zuschauerinnen und Zuschauer von den rustikalen Haien und den tapferen Teloris ein höchst außergewöhnliches Spiel geboten. Gleich zu Beginn legte Telori los wie die Feuerwächter, sichtlich beflügelt vom überraschenden Auftaktsieg gegen Wahnwitz Shîlaya. Und kaum hatte das Publikum seine Aufmerksamkeit auf das Spiel gerichtet, gingen die Männer und Frauen aus Táheken in Führung: 1:0 gegen die hochfavorisierten Haie aus Táîmen. Natürlich mochte das dem leidgeprüften Haie-Betreuer Paapow nicht gefallen und man sah ihn bis gegen Ende der ersten Hälfte fast nur mit hochrotem Kopf tobend an der Seitenlienie auf- und abrennen. Die Haie nämlich zeigten sich durch den frühen Rückstand derart verunsichert, daß es den Teloris mühelos gelang, sämtliche Angriffe abzufangen, alleine im Sturm ließ die Leistung der Ordoreer und Ordoreerinnen arg zu wünschen übrig.
Dann jedoch gingen die Haie wieder so zu Werke, wie es eben ihre Art ist: keinerlei Schonung für sich oder die Gegnerinnen und Gegner war das Motto, und auf einmal wankte die sichere Deckung Teloris unter den mehr als ruppigen, ja, brutalen Attacken der Haie. So fielen vor der Pause noch drei Treffer für die Djunizerinnen und Djunizer, und es stand plötzlich 1:7 - arg begünstigt durch die Telori-Torfrau Tula Jurgensdottir, denn die Thorwalerin hatte versucht, die aufkommende Hitze mit Branntwein zu kompensieren, so daß sie bald schon nicht mehr in der Lage schien, gerade zu stehen, geschweige denn die gezielt kommenden Schüße der Haie-Spielerinnen und -Spieler abzufangen. In der zweiten Hälfte eskalierte das Spiel dann durch die weiter verstärkte Härte der Haie, Schiedsrichterin Menendez dezimierte die Djunizerinnen und Djunizer mehr und mehr durch berechtigte Sperren. Aber die zweite Hälfte war kaum zu einem Viertel gespielt, da fand das Spiel schon ein frühzeitiges Ende: um eine eine Keilerei zwischen mehreren Haien und Teloris zu schlichten, ging die Feldrichterin entschlossen zwischen die Streithansel, wurde dabei jedoch von einer Faust - von wem, konnte nicht gklärt werden - so unglücklich am Kopf getroffen, daß sie bewußtlos vom Feld getragen werden mußte. Die Regularien sehen für einen solchen Fall einen sofortigen Spielabbruch vor, so daß die Haie die Partie mit 10:1 für sich entscheiden konnten.

Haie Táîmen - Wahnwitz Shîlaya 17:0
Mit einem nie gefährdeten 17:0-Erfolg gegen die Zweitligatruppe von Wahnwitz Shîlaya retteten die Haie aus Táîmen eindrucksvoll die Ehre der ersten kem'schen Immanliga. Als vierte Auswahl stehen sie damit neben drei Außenseiterinnen im Achtelfinale und sind bisher die Favoritin auf den Pokalsieg. Im Spiel gegen Shîlaya ging es auch für die ylehischen Seeräuber um alles, denn mit einem hohen Sieg gegen Táîmen hätten sie auch noch den Aufstieg schaffen können, allerdings setzen ihnen die Ausfälle noch mehr zu als den Haien, die gerade einmal fünfzehn Spieler/innen und Spieler aufs Feld führen konnten.
Zwar kämpften die vierzehn Wahnwitzigen auf originelle und höchst unberechenbare Weise gegen die eisenharten Gegner und Gegnerinnen, alleine, die Haie hatten sich wohl vorbereitet und ließen sich durch die oft skurrilen Taktiken nicht einschüchtern. Tor um Tor legten die Haie vor, und immer wieder brachte ihre Abwehr die mutigen Versuche Shîlayas mit oft recht harschen Mitteln zum Stehen, so daß das Publikum schon bald die Hoffnung auf eine Überraschung verlor. Zur Pause stand es bereits 12:0 für die Haie, die hernach deutlich tempo aus dem Spiel nahmen, um sich für das Achtelfinale zu schonen und weitere, unnötige Sperren zu vermeiden - wegen der oft unritterlichen Spielweise waren bereits einige Haie des Feldes verwiesen worden. Wahnwitz konnte die Zurückhaltung der Haie nicht ausnutzen, zu müde wirkten die Spielerinnen und Spieler, denen die Wirkung ihrer kraftraubenden Spielweise deutlich anzumerken war. Nach dem Schlußgong zeigte sich Betreuer Paapow - selten genug - mit seinen "Jungs und Mädels" höchst zufrieden: "Im Achtelfinale wäre uns Neseru recht, die hauen wir genauso weg!", so der Ausblick des Haie-Dompteurs.
Doch auch für Wahnwitz war der Ausflug nach Khefu nicht gänzlich umsonst: eine eher zwielichtige Gestalt namens Hassema Nemark, Bettlerin oder sogar Schlimmeres, fand weniger am Imman als an der Lebensweise der Ana R. Chiesten Gefallen und heuerte prompt an, so daß der dünne Kader der Wahnwitzigen dringend benötigte Auffrischung erfuhr.

TABELLE:

Platz

Auswahl

Sp.

Pkt.

Tore

1. Haie Táîmen

2

6

27:1

2. Telori Táheken

2

3

6:13

3. Wahnwitz Shîlaya

2

0

3:22


Vorrunde Gruppe II

Sicheln Mergyan - Kalter See Ahami 8:20
Wie ernst die Mannen und Frauen aus Ahami den Pokal nahmen, war vor dem Spiel bereits auf einer Wiese neben der Áchesa-Arena zu sehen: noch während in der Arena die Zuschauer und Zuschauerinnen von Wahnwitz Shîlaya und Telori Táheken gequält wurden, übten die Ahamis bis kurz vor Beginn ihres Auftaktspieles gegen die Sicheln Mergyan. Der letztjährige Vorletzte der zweiten Liga hatte dann auch von Anfang an Probleme gegen die überaus engagierten Ordoreer und Ordoreerinnen, bei denen besonders die Abwehrreihe zu überzeugen wußte.
Ahami ging sehr früh bereits durch einen Dreier von Yago in Führung und steigerte sich danach in einen förmlichen Spielrausch, dem die Sichelnin ihrer bereits in der vergangenen Saison demonstrierten Hilflosigkeit nichts entgegenzusetzen hatten. Ahami spielte munter weiter, schoß aus allen Lagen, und erst als auch die Bremser und Bemserinnen beim Stand von 2:13 ihren Anteil an der Torausbeute erhaschen wollten, gelang es den Sicheln, ihrerseits gefährlich vor das Tor zu kommen. So wurden das Publikum durch die wackeren Spielerinnen und Spieler aus dem Herzen Ordoreums doch noch mit dem so grausam begonnenen ersten Spieltag des diesjährigen Nisut-Pokals versöhnt. Der Kalte See hingegen scheint seine in den letzten Jahren bereits gepflegte Liebe zum Pokalwettbewerb wieder aufleben zu lassen und siegt auch in dieser Höhe verdient gegen die Zweitligistin aus Mergyan.

Kalter See Ahami - N.I.B. Áchesa Khefu 23:22
Mit einem von den Áchesas befürchteten, jedoch von niemand erwarteten knappen Sieg schaffte die Auswahl von Kalter See Ahami tatsächlich die erste, richtige Überraschung des diesjährigen Pokalturniers. Nicht nur, daß Ahami die in diesem Spiel hochfavorisierten Erstligisten von Áchesa Khefu trotz des Auswärtsnachteils schlagen konnten, nein, nach dem beeindruckenden 20:8-Auftaktsieg gegen die Sicheln Mergyan steht der Kalte See als erste Auswahl des Turniers im Achtelfinale. Für die mit so viel Ambitionen angetretene Heimauswahl aus Khefu ist das Turnier hingegen bereits nach dem ersten Spiel zu Ende; gegen die Sicheln Mergyan geht es in wenigen Tagen nur noch um die Ehre. Insgesamt gesehen hatte das Spiel jedoch keine Verliererin verdient, beide Auswahlen unterhielten das Publikum mit begeisterndem Offensivimman auf's Beste. Auf der einen Seite die von der Euphorie des Aufstiegs in die erste Liga getragenen Áchesas, auf der anderen Seite die vom nie erwarteten Scheibenschießen gegen die Sicheln Mergyan beflügelten Ahamis. Beide Haufen hatten auch außerhalb des Spielfeldes für Motivation gesorgt: hinter den Áchesas stand das gesamte Publikum mit lauten Sprechchören, Beifall und Anfeuerungen; bei Ahami hatte sogar Akîb Menadis Mezkarai Ni Ahami zum Mohagoni gegriffen (und lieferte eine brillante Leistung ab), aber auch die mohischen Trommler an der Seitenlinie und die anwesende Nesetet Rhonda Mezkarai Ni Ordoreum vermochten die Ahami-Spielerinnen und -Spieler zum allergrößten Einsatz verleiten.
In einem ritterlichen Spiel stand es zur Pause 11:11, Khefu war immer ein bis zwei Punkte in Front, dann jedoch kam immer wieder ein glänzendes Zuspiel Akîb Menadis', der es perfekt verstand, seine Stürmerinnen und Stürmer effektiv einzusetzen. 22:22 stand es kurz vor dem Schlußgong, als Ahami in aussichtsreicher Position noch einen Freischlag zugesprochen bekam. Ein Tor nur, und der Kalte See hätte die Sensation vollbracht, und so entschloß sich Akîb Menadis, alles auf eine Karte zu setzen: flugs beorderte er seinen Tormann nach vorn. Dieser sollte den Freischlag so ausführen, daß er den Akîb in günstige Schußposition brachte, doch da sich die Áchesas offenbar auf eben diese Variante einstellten, zog Tormann Danrat Helm direkt ab - und traf! Sieg für Ahami, das unglückliche Aus für die Áchesas, die das Ergebnis nicht fassen konnten. Während die Gäste mit dem Jubeln nicht aufhören mochten, flossen bei den Heimischen die Tränen in Strömen, ungeachtet dessen, daß sich das Publikum diesmal mit Liebe seinen Heldinnen und Helden widmete und sie mit donnerendem Applaus verabschiedete.

N.I.B. Áchesa Khefu - Sicheln Mergyan 31:7
Was für eine bittere Woche für Áchesa Khefu! Nach dem Ausscheiden aus dem Nisut-Pokal im Auftaktspiel gegen Kalter See Ahami ließ sie nun auch noch das Publikum im Pokal-Abschiedsspiel gegen die Sicheln Mergyan im Stich: gerade einmal 5 Leute fanden sich auf den Rängen der Áchesa-Arena, zu sehr fühlte sich das anspruchsvolle Auditorium der Hauptstadt von ihren Lieblingen enttäuscht. Aber damit nicht genug: vor dem Spiel wurde bekannt, daß Áchesa-Stürmer Wosch, ein Angroschim, nach diesem Spiel seine Imman-Karriere definitiv beenden würde, zu krank mache ihn das ständige Sonnenlicht, das Fehlen der Berge und die beruhigende Atmosphäre tiefer, dunkler Bergwerksstollen. Die "Ehre" geböte es ihm, seinen Haufen nicht vor dem letzten Spiel im Stich zu lassen, danach aber werde er nach Bjánem gehen, um dort, im entfernten Câbas, unter Zwergen im Berg zu leben. "Zwerge gehören unter die Erde, so oder so", so sein entschlossener Kommentar. Im Spiel selbst schossen sich die Áchesas den Ärger und die Wut nur so vom Leib, so daß einem die armen Sicheln nur Leid tun konnten. Mit allerhöchstem, ja gnadenlosem Einsatz rannten die Spielerinnen und Spieler der Áchesas jedem Ball hinterher, weder ihre eigenen, noch die Knochen der Sicheln zu schonen. Grimmige Entschlossenheit zeichnete ihr Spiel aus, weder Jubel noch Begeisterung waren nach den zahllosen Torerfolgen zu registrieren, es schien den Áchesas einzig und alleine darum zu gehen, die Sicheln für die letzten Schicksalsschläge büßen zu lassen. 16:3 zur Pause, und keinen Deut weniger Einsatz nach der Hälfte - dies zeigt, wie Ernst die Hauptstädterinnen und Hauptstädter dieses Spiel noch nahmen. Dennoch, nach dem Schlußgong schlichen sie wie Verlierer und Verliererinnen vom Platz, kein Wunder, denn trotz insgesamt 53 Toren ist der Wettbewerb für Áchesa beendet. Nur ein karger Kommentar war Kapitänin Borg zu entlocken: "Selber Schuld. Wer heute zuhause geblieben, ist ein Idiot. Hab' dieses Publikum langsam satt." Dann verzogen sich die Áchesas in die Stadt, um den heute besten und erfolgreichsten Spieler auf dem Platz zu verabschieden: Wosch, Sohn des Mosch.

TABELLE:

Platz

Auswahl

Sp.

Pkt.

Tore

1. Kalter See Ahami

2

6

43:30

2. N.I.B. Áchesa Khefu

2

3

53:30

3. Sicheln Mergyan

2

0

15:51

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