Djáset- Hauptstadt Táyarrets

Einwohner: ca. 300 (davon 60 % Mittelländer, 20 % einheimische Kemi) in der Stadt selbst, 30 in den umliegenden Gehöften
Garnisonen: 20 Stadtgardisten, 100 Seesöldner in der Herzöglichen Garnison, darüber hinaus stehen noch 50 Wehrfähige als potentielle Miliz zur Verfügung
Tempel: Boron, Efferd, Peraine

Die im Jahre 2 S.G. von einem albernischen Kauffahrer unter dem Namen "Bennainhafen" gegründete Siedlung an der Mündung des Pjásobs in die Rote Bucht schloß sich nach der Rückeroberung Hôt-Alems dem Königinnenreich der Kemi an. Nach dem Unabhängigkeitskrieg mit Al'Anfa erfuhr die aufstrebende Ansiedlung Zeiten der Expansion, bis sie im Jahre 17 S.G. von den Söldlingen der Sklavenjägerorganisatioen "Nachtschatten" gebrandschatzt und fast völlig zerstört wurde. Die Aufbauarbeiten dauerten bis in das Jahr 19 S.G. Im Jahre 22 S.G. erschütterte ein Aufstand das Städtchen und die Hungersnot von 24 S.G. hat noch bis heute ihre Spuren hinterlassen.

Der Akîb Ni Táyarret, Abdul ibn Meheb, bewohnt seit seiner Einsetzung den Turm auf der sog. Residenzinsel. Die ebenfalls auf dieser Insel befindliche frühere Garnison wurde im Jahre 23 S.G. von der Hékatet ni Chentasû, Chanya Al'Mout'pekeret zur herzöglichen Residenz umgebaut und Djáset somit zur Hauptstadt der Táhekátet erhoben. Seither blüht und gedeiht die Siedlung an der Pjásobmündung. Ein sich gerade im Bau befindlicher Kriegshafen und die dazugehörige Herzögliche Garnison zeugen von der strategisch günstigen Lage in der Bucht von Khefu. Die stattliche Anzahl von 20 Stadtbütteln und weitere 100 Söldlinge der Schwarzen Armee sorgen für Recht und Ordnung und sind bemüht, die leidgeplagte Bevölkerung vor Übergriffen seitens der "Nachtschatten" zu bewahren.

Gotteshäuser des Efferd, der Peraine und des Herrn Boron vermitteln den Djáseterinnen und Djásetern den Glauben an die Zwölfe. Die Einwohner bestreiten ihren Lebensunterhalt vorwiegend durch Fischerei oder Landwirtschaft und seit kurzem durch den Schiffsbau.

Zugbrücke Chanyas Residenz Stallungen Gästehaus Wirtschaftsgebäude und Kräutergarten Residenzturm Laguaner-Brücke Albernisches Handelskontor Handelshaus Moarghain Bootsbauer Basaltrabe Efferdtempel Hafenmeisterei und Lagerschuppen Zum Splitternden Waskirfaß Nazir-Halim-Damm Borontempel Alter Wachturm Marktplatz Schmiede Perainetempel Altes Fährhaus Haus des Volkes Kornspeicher Khefu-Tor Mehenev-Tor Rekmehi-Tor Pjásob-Tor Kornspeicher Kornspeicher Omjakan-Windmühle Kornspeicher Vergnügungshaus Yah Kontor Tarsinion Herzögliche Garnison Stadtgarde Schiffsbauplatz Sägemühle Kriegshafen Generalstab der Schwarzen Armee Palazzo Dschinziber Apotheke Menkauhour

Aus den Reiseerinnerungen des Alwyn Hadernoth, Kapitän der "Prinzessin Invher", 22 Hal:

"...so befanden wir uns denn schon seit 10 Tagen auf hoher See, und Efferds Gunst hatte uns vor Unbilden jeglicher Art bewahrt. Entgegen aller Befürchtungen waren wir am vielfach verschrieenen Kap Brabak weder in einen Sturm geraten, noch hatten uns Piraten nach Leib und Leben getrachtet. Letztere hätten auf unserem Schiff, der albernischen Zweimast-Kogge "Prinzessin Invher", wohl auch nicht vorgefunden, wonach ihnen der Sinn unablässig steht: wir hatten Getreide und Leinen geladen, diese Güter waren für Djáset bestimmt, irgendein Nest, wie man sie bisweilen an den Gestaden des Südmeeres antrifft, wo sich die Dschungelvegetation etwas lichtet. Ich war zuvor noch nie in diesem Trahelien gewesen, oder Kemi, wie sie es neuerdings nannten, aber jedenfalls sah ich der Sache mit leidlich unguten Gefühlen entgegen. Mir wird sowieso immer übel, wenn ich mich über längere Zeit hinweg diesem unangenehmen Südlandklima aussetze. Bei gutem Wind erreichten wir am späten Nachmittag unser Ziel. Wohlweislich hatte ich den Bootsmann angewiesen, die Entermesser auszuteilen, ehe wir in den Hafen einliefen. Allen Befürchtungen zum Trotz übte die Siedlung jedoch gleich von Beginn weg einen angenehmen Eindruck auf mich aus. Die Gebäude, die sich hinter dem kleinen, aber durchaus soliden Hafenbecken erhoben, wirkten irgendwie vertraut mit ihren steilen Giebeln und der unverkennbaren Fachwerkbauweise, den netten Ziegel- und Schindeldächern, die von rußigen Schornsteinen geschmückt waren, den weiß getünchten Fassaden und den grünen Läden, wahrlich, ich fühlte mich beim Anblick dieser Bauten unwillkürlich ins heimatliche Albernia versetzt. Lediglich als mein Blick auf die etwas befremdlich anmutende Palisadenanlage fiel, welche die Stadt anstelle einer Stadtmauer gegen das Land hin schützte, führte ich mir die Unentschlossenheit dieses Landes zu Bewußtsein: kannibalische Waldmenschen, wilde Tiere zuhauf, mörderische Wirbelstürme, Hitze und Seuchen und was der Widrigkeiten mehr sind.

Indes hatte die "Prinzessin" angelegt, und die Leute gingen ans Löschen der Ladung. An den beiden anderen Pieren schaukelten die Boote der einheimischen Fischer, mitnichten diese Auslegerboote, sondern seetüchtige Kähne havenaischer Takelage, wie man sie gleichfalls im Norden antreffen könnte. Da wurde ich eines stattlichen Streifenhais gewahr, den ein junger Fischer aus dem Boot zerrte und mit stolzer Miene den Umstehenden präsentierte, die ein erstauntes Raunen durchlief. Die Menschen hier schienen vom Gebaren her Mittelländer zu sein, obwohl mir nicht entging, daß einige von ihnen eine etwas dunklere Hautfarbe aufwiesen, was ja eigentlich auch nicht verwunderlich ist, führt man sich Praios unnachgiebige Kraft zu Gesicht, die dahier auf das Land einwirkt. Die Kaimauer ging unvermittelt in einen größeren, gepflasterten(!) Platz über auf dem ein imposantes Fachwerkgebäude von gewiß drei Stockwerken Höhe stand. Auf dem Dach flatterte, ich glaubte meine Augen einer Halluzination verfallen, das albernische Silberkronenbanner. Wie ich staunend dastand, traten unversehens zwei Soldaten an Bord, die mich in südländisch akzentuiertem Garethi (wahrscheinlich einer Abart des Brabaci) aufforderten, die Papiere vorzuweisen. Nachdem ich dem Pflichtbewußtsein der Gardisten Genüge getan hatte, ging ich von Bord, um mich ein wenig in der Stadt umzuschauen. Bei dem Gebäude am Hafen handelte es sich allem Anschein nach um ein Kontor, wiewohl an der Stirnseite des Hauses ein überraschend geräumiger Laden angefügt war, in dem ich sogar eine Portion Ilmenblatt ersteigern konnte. Ein längeres Gespräch mit dem Händler ließ mich erfahren, daß die Stadt Djáset ursprünglich aus einem Handelsposten der "Fürstlich albernisch' Südtlandtcompagnie" (nie gehört!) hervorgegangen sei, der vor nunmehr 18 Jahren den Handel mit den hiesigen Yaru-Waldmenschen begründete. Daraus erklärte sich auch der Umstand, warum die Menschen und die Architektur der Stadt mir dermaßen vertraut erschienen waren. Ich spazierte alsdann in Richtung Rekmehi-Tor (mit den Namen hier werde ich mich wohl nie anfreunden können, zumal über deren korrekte Aussprache keine Einigkeit vorzuliegen scheint, der Händler hatte die Stadt nämlich unentwegt Pjaset genannt) und gewann dabei erste Einblicke ins Leben hier im tiefen Süden. Ich glaubte in den Djáetern einen sehr freundlichen und offenen Menschenschlag zu erkennen, obwohl etliche von ihnen vor meiner ausgeprägten Menschenkenntnis nicht verbergen konnten, daß sie sich unlängst über ein bitteres Leid hinweggearbeitet hatten, seltsam!
An die gut drei Mannslängen aufragende Palisade aus massiven Baumstämmen schmiegten sich hie und da kleine Gatter, in denen sich struppige Selemferkel und immerfort blökende Praischafe drängten. Die Gebäude bestanden hier vermehrt aus sonnenverbranntem Holz, und ich glaubte in ihnen Stallungen und Scheunen zu erkennen, just wie auf dem Hof meines Großvaters in Honingen. Das Tor war mittels eines mächtigen Holzturmes befestigt, der trutzig in den hitzeflirrenden Himmel aufragte. Zwei Soldaten waren eben damit beschäftigt, ein mit Getreidesäcken beladenes Ochsenfuhrwerk einer flüchtigen Kontrolle zu unterziehen. Offenbar wurde der Landwirtschaft auch hierorts ein nicht unbedeutender Stellenwert eingeräumt, die ausgedehnten Hirsefelder vor der Stadt sprachen dafür. Auf dem Kliff, das westlich der Stadt aufsteigt, stand wahrhaft eine Rarität, wie sie dem Auge des Reisigen hierzulande nur selten zuteil wird, eine ungeheuerliche Windmühle, wie man sie zuweilen an thorwalschen Gestaden findet. Das mächtige Windrad, das sich behäbig im frischen Seewind drehte, legte ein weiteres Zeugnis für das landwirtschaftliche Engagement dieser Leute ab. Mittlerweile hatte sich Praios dem westlichen Horizont angenähert, und bevor ich mich nach einer geeigneten Absteige umsah, beschloß ich, noch rasch der Residenzinsel einen Besuch abzustatten. Selbige war mitten im hier wohl an die 50 Schritt breiten Pjásob gelegen und nur über eine schmale Brücke vom Ufer her erreichbar. Gut und gern 15 Schritt ragte der Residenzturm in die Höhe, das ziegelgedeckte Kegeldach schimmerte matt im Licht des untergehenden Praiosgestirns. Kletterpflanzen rankten sich an den kalkgetünchten Außenmauern empor und wucherten um die kleinen Fensterchen herum, ich hegte nicht die geringsten Zweifel daran, daß der Herr dieses Landes (den sie hier Akîb heißen, diese südländischen Ausdrücke!) dem Volk der Auelfen angehörte. Vor dem Garnisonsgebäude, das gleichfalls auf der Residenzinsel lag, drillte ein schwarzgepanzerte Recke eine Abteilung bewaffneter Bürger, die mit löwingefälligem Eifer unablässig dieselben Bewegungsabläufe exerzierten. Noch vermochte ich einen Blick auf die Holzhäuser, die das gegenüberliegende Ufer säumten, zu erhaschen, dann schwand des Praios Licht vollends dahin, und ich erkundigte mich nach einer preisgünstigen Unterkunft. Mit sichtlicher Genugtuung stellte ich dabei fest daß ich nicht der einzige Albernier hierzulande war und ergab mich in ein lange währendes Gespräch mit einem jungen Landsmann, der in Djáset dem Efferdshandwerk nachging und wohl noch viel Interessantes über das Leben hier im Südland zu berichten wußte. Im Zuge dieser Gespräche wurde mir auch die Erkenntnis zuteil, daß die Stadt ein Haus des Efferd in ihren Mauern beherberge, und nachdem ich dorten meine Gebete verrichtet hatte, ließ ich mich von meinem neuen Freund bewirten (er hatte mir seine Gastfreundschaft angeboten). Ich mußte zugeben, daß ich mich an die südländische Kost gewöhnen könnte (ich hatte schließlich vorher auch bereits die Eigenheiten der tulamidischen Küche schätzen gelernt). Das erste Mal, seit wir Havena verlassen hatten, verbrachte ich eine richtig geruhsame Nacht, und als ich mich am folgenden Morgen von meinem Gastgeber verabschiedet hatte, nahm ich gleichfalls Abschied von Djáset. Nach erstem Informationsaustausch im Hafen waren sich viele meiner Männer mit mir einig: Wir würden auch im kommenden Jahr die Stadt am Pjásob wieder anlaufen....".


1: Residenzturm
Der alte Steinturm, der bereits von Thalarion Mondglanz als Residenz bezogen wurde, ist ein im südländischen Stil errichtetes, pflanzenumranktes Bauwerk, dessen viertes und oberstes Geschoß ein schmaler Balkon umläuft. Im Inneren der Residenz verbergen sich die Privatgemächer des Akîbs, ein kleines Audienzzimmer, ein geräumiger Tafelsaal, ein geschmackvoll eingerichteter Salon, sowie eine Schreibstube, eine Kammer für Forschungszwecke, ein Vorratskeller, die Küche und einige Gästezimmer.
Der Turm wurde in altkem'scher Zeit als Wachturm errichtet und bietet - den Legenden nach - noch so manches Geheimnis. Was an diesen Geschichten wahr ist, weiß niemand zu sagen, Tatsache ist jedoch, daß nahezu alle entscheidenden Ereignisse in der Provinz Táyarret im Turm ihren Anfang oder ihr Ende nahmen.


2: Gästehaus
In diesem Haus haben der Hofmagus Ihrer Hoheit, der Almadaner Aramis Consarrió und der altreichsche Kammerdiener der Herzogin ihre Gemächer. Außerdem befinden sich hier noch zwei größere Räume, in denen die Gefolgschaft etwaiger Gäste untergebracht werden kann.


3: Wirtschaftsgebäude und Kräutergarten
Neben dem Wirtschaftsgebäude, in welchem sich eine Badestube befindet, gedeiht hier ein idyllischer Garten, in dem sowohl die verschiedensten Kräuter als auch blühende Zierpflanzen zu finden sind. Der Garten umschließt den ganzen Bereich des Turmes des Akîbs und wurde bereits vom Vater der ehemaligen Akîbet Francesca dell'Aquina, dem verschollenen Akîb Thalarion Mondglanz angelegt. Der Sohn Ihrer Hoheit, Lorión, ist oft in einem wohl durch elfische Magie geschaffenen Pavillon zu finden, der ausschließlich aus rankenden und blühenden Gewächsen besteht.


4: Residenz der Hékatet Ni Chentasû
Die frühere Garnison Djásets wurde von Ihrer Hoheit Chanya Al'Mout'pekeret zur Herzöglichen Residenz umbauen lassen. Neben den Privat- und Amtsgemächern der Hékatet befinden sich im Keller des Gebäudes noch ein Kerker und eine Zisterne, deren Wasservorräte für eventuelle Notfälle vorgesehen sind.


5: Stallungen
Hier stehen Sheitan, das Shadif des Akîbs, sowie das liebevoll umsorgte Schlachtroß Thalarions und während deren Anwesenheit natürlich auch die Rösser der Hékatet und Ihrer Gefolgschaft.


6: Zugbrücke
Die der Inselseite zugewandte Brückenhälfte läßt sich ausklinken und mittels schwerer Seilzüge und der Hilfe einiger kräftiger Pferde an Land ziehen.


7: Kontor de Cavazo
Der ehemalige Handelsposten der "Fürstlich albernisch' Südtlandcompagnie" ging nach deren Liquidierung in den Besitz Kanzler de Cavazos über. Der übernommene Kontorleiter Cuair Moarghain ist dafür zuständig, daß die Geschäfte mit hochwertigen alchimistischen Zutaten und Geräten stets reibungslos abläuft. Er haust mit seiner sechs Köpfe zählenden Familie im Kontorgebäude.


8: Handelsniederlassung Moarghain
In diesem geräumigen Laden bietet Moarghain den Djáseterinnen und Djásetern allerlei Güter aus dem Norden feil.


9: Bootsbauer
Der yarustämmige Bootsbauer Inute-Wampah nimmt nicht nur Reparaturen an den Booten der örtlichen Fischer vor, sondern stellt auch selbst Kanus und Fischkutter her. Dabei legt er ungewöhnliche Fertigkeiten an den Tag. Auch bei den langfristigen Projekten der kem'schen Flotte hilft er tatkräftig mit.


10: Basaltrabe
Diese große Statue ist das Gegenstück zur Rabenfigur auf dem Kliff östlich der Stadt. Die Basaltfigur erinnert an die Schlacht am Pjásob, in deren Verlauf die ganze Stadt verwüstet wurde und zahlreiche tapfere Kemi den Tod fanden.


11: Efferdtempel
Bruder Pertas predigt in diesem schlichten Gotteshaus das Wort des Gottes aller Wasser.


12: Lagerschuppen, Hafen und Hafenmeisterei


Blick hinter die Lagerschuppen am Hafen.


13: Taverne "Splitterndes Waskirfaß"


Die Taverne bietet thorwalsche Kost und Lebensart im tiefen Süden. Der Wirt Eirik Harkonson und seine Frau Freiya Jandrasdottir aus Ôlport, die im übrigen beide in der Táyarreter Immanmannschaft "Luchse Táyarret" spielen, sind stolz auf die scharfen Getränke aus ihrer Heimat, die hier den rauhen Südlandfahrern und Abenteurerinnen angeboten werden. Auch Ihre Hoheit, deren Freunde und sogar die Elfe Saga Mondlicht sind gerngesehen Gäste in dieser so ganz und gar nicht südländisch anmutenden Taverne.


14: Laguanerbrücke
Neben der Neseruken-Furt eine halbe Meile nördlich von Djáset ist die Laguaner-Brücke die einzige Übergangsmöglichkeit über den Unterlauf des Pjásob. Die Brücke trägt ihren Namen nach den Boronsrittern, die am 2. FPH 17 S.G. an dieser Stelle den Fluß überquerten, um über die al'anfanischen Söldlinge, die am linken Flußufer lagerten, herzufallen.


15: Nazir-Halim-Damm
Während er die Arbeiten an diesem Verbindungsglied zwischen der Rabeninsel und dem rechten Flußufer leitete, wurde der Baumeister Halim im FRO 18 S.G. von gedungenen Meuchlern ermordet.


16: Haus des Heiligen Raben
Im djáseter Borontempel verkünden die Laguanaschwester Khirva Tanoram, Gemahlin Ihrer Hoheit, und der greise Bruder Larianus das Wort des Herrn.


17: Alter Wachturm
Der Tur ist ein Relikt aus der al'anfanischen Besatzungszeit. Heute ist der alte Wehrturm mit einer schweren Rotze bestückt und dient gleichzeitig als Leuchtturm. Auch werden hier die Aufzeichnungen der Hafenmeisterei aufbewahrt.


18: Marktplatz


Der Marktplatz zu Djáset


19: Dorfschmiede
Nach der Ermordung des Jussuf ibn Takhadin durch die "Nachtschatten" übernahm der rothaarige Hüne Connar Ni Biarain den Posten des Dorfschmiedes. Er stellt nicht nur Ackergeräte her, sondern beschlägt auch Pferde und verfertigt wohl die eine oder andere Waffe. Auch Connar spielt bei den "Luchsen Táyarret".


20: Perainetempel
die Leitung des Hauses der Fruchtbarkeitsgöttin obliegt der gutmütigen Peraylla Rhowyn aus Honingen, die auch auf dem Feld kräftig anzupacken weiß, wenn Not an der Frau ist.


21: Altes Fährhaus (Residenz Mondlicht)


Bevor die Laguanerbrücke über den Pjásob geschlagen wurde, ermöglichte ein Fährbetrieb die sichere Überquerung des Flusses. Heute erübrigt sich der Gebrauch der Anlage. Das hübsche, geräumige Haus ist heute im Besitz der Elfe Saga Mondlicht.


22: Haus des Volkes
Hier trifft sich regelmäßig der Táyarreter Volksrat unter dem Vorsitzenden Mahrain Erim. Überdies steht das Gebäude für etwaige Volksanlässe und Feierlichkeiten zur Verfügung.


23: Getreidespeicher
Wer hiervon unbefugt entwendet, verliert jegliches Anrecht auf Versorgung in Notzeiten.


24: Khefu-Tor
Die Straße führt an der Küste entlang am Gutshof Erim vorbei nach Djerniako (Tárethon) und weiter ins Kernland.


25: Mehenev-Tor
Die Mehenev-Route ist die bestausgebaute Straße in der Tá'akîb und führt in eineinhalb Tagesmärschen nach Mehenev im Norden. Ihr sie ist beiderseits mit einem Graben ausgestattet, es wird auch über den Bau eines Gasthauses in den Mitte der Strecke nachgedacht.


26: Rekmehi-Tor
Die leidlich gangbare Straße verbindet Djáset mit dem Dörfchen Mehajet an der Westgrenze der Tá'akîb und führt weiter nach Merkem in Rekmehi. Seit der Ausgliederung der Tá'akîb aus der Táneset Terkum ist die Küstenstraße die einzige Verbindung der beiden Lehen des Kirchenfürstinnentums Tá'chem und für Reisende der Kirchenlehen wurde mit der ehemaligen Akîbet Francesca dell'Aquina Zollfreiheit vereinbart.


27: Pjásobstraße und -tor
Die Straße führt durch ausgedehnte Reis- und Hirsefelder und stößt nach wenigen hundert Schritt auf die berühmte Neseruken-Furt, durch welche man die palmengesäumte Kiesstraße erreicht, die entlang des Flußufers verläuft und beim ehemaligen Landhaus Paligan endet, das inzwischen dem Cron-Baumeister und Sah Ni Ynbeht/Wehrmauer Luciano Cortani als Sommersitz dient, weiter nach Ahami führt.


28: Omjakan-Windmühle
Angar Halfdansson versteht sich ausgezeichnet auf den Umgang mit windbetriebenen Mühlen und versorgt die Djáseterinnen und Djáseter mit vorzüglichem Mehl.


29: Kontor Mes'kha-rê
Die ehemalige Niederlassung der fernen albernischen Stadt Tarsinion hat in Táyarret traurige Berühmtheit erlangt, hatte doch die damalige Niederlassungsleiterin den Djáseter Aufstand von 22 S.G. angestiftet. Die Aufrührerin wurde im Jahre 24 S.G. des Hochverrates und einiger weiterer Anklagepunkte für schuldig befunden und vom Semáu in Djáset, dem Ort ihres unseligen Wirkens, hingerichtet, das Kontor von der Krone enteignet und der Familie Mezkarai übereignet.


30: Vergnügungshaus Yah


Die djáseter Niederlassung des Vergnügungshauses Yah eifert in allem dem weithin gerühmten Stammhaus in der Capitale Khefu nach. Natürlich alles in allem etwas kleiner und bescheidener als in der Hauptstadt, bietet es dennochh den Besucherinnen und Besuchern Vergnüglichkeiten, die man in einem kleinen Ort wie Djáset kaum vermuten würde. Auch dieses Etablissement befindet sich im Besitz Ihrer Hoheit Chanya Al'Mout'pekeret.


31: Herzögliche Garnison
In der Garnison befinden sich 100 Seesöldlinge. Die Größe der Kaserne zeugt von der strategischen Bedeutung, die Djáset zugemessen wird. Seit der Eingliederung der Tá'akîb Táyarret in die Tánesetet Ordoreum, ist diese die einzige Grafschaft, die sowohl Zugang zum Südmeer als auch zum Perlenmeer hat.


32: Hauptquartier der Stadtgarde
Seitdem die Hékatet ihre Residenz nach Djáset verlegt hat und die alte Garnison, das frühere Quartier der Büttel, auf der Residenzinsel in Beschlag genommen hat, befindet sich das Hauptquartier der Leute des Ergolf Klopfbüttel in einem Gebäude neben dem Mehenever Tor. Die Stadtgarde besteht aus 20 gut ausgebildeten und ausgerüsteten Gardisten und ardistinnen, die auch die Miliz der Stadt ausbilden.


33: Schiffsbauplatz
Durch einen Vertragsabschluß mit dem Handelskontor Tarsinion war es der ehemaligen Akîbet Francesca dell'Aquina möglich, den lang gehegten Wunsche ihres Vaters, Thalarion Mondglanz, in die Tat umzusetzen: Ein eigenes Schiff! Der kleine Zweimaster gehört inzwischen zu gleichen Teilen Ihrer Hoheit und dem Handelskontor. Was das Albernische Handelskontor dazu bewegt haben mag, einem für die Akîbet so günstigen Vertragsabschluß zuzustimmen, kann nur vermutet werden, doch gehen Gerüchte, es handle sich wohl zum Teil um Reparationsleistungen bezüglich des Djáseter Aufstandes von 24 S.G.


34: Sägemühle
Bei der Sägemühle handelt es sich um das erste gemeinsame Geschäft der ehemaligen Akîbet und der Hékatet. Ihr sollen bald noch weitere Mühlen in anderen Provinzen folgen. Die erst im Jahre 24 S.G. errichtete Sägemühle war Grundvoraussetzung, um überhaupt in Djáset Schiffsbau in Angriff nehmen zu können. Finanziert hat die Akîbet ihren Anteil durch den Verkauf des Landhauses Paligan an den Cron-Baumeister. Die Mühle ist ein weithin sichtbares Zeichen für den Aufschwung, den Táyarret nunmehr nimmt. Nachdem Tode der Ex-Akîbet, die noch dazu bei der Hékatet hoch verschuldet war, ist die Sägemühle im alleinigen Besitz der Hékatet.


35: Kriegshafen


36: Oberkommando der Schwarzen Armee
Dieses Areal wurde erst im Ingerimm-Mond des Jahres 26 S.G. eingemeindet. Es beherbergt in neuen Steingebäuden die Amtsräume des Oberkommandos der Schwarzen Armee, des Generalstabs unter Fédàykîm-Gardehauptmann Jassafer Al Mansour. Ihre Hoheit ist in der schwerbewachten Enklave oft anzutreffen, auch der Akîb in seiner Funktion als Gardemilizmarschall hält sich hin und wieder dort auf.


37: Palazzo Dschinziber
Der im Rahjamond 26 S.G. eingeweihte prunkvolle Palazzo Dschinziber ist von Nesetet Akilja Algerin Ni Djunizes-Djerres an dieser Stelle für ihren Gemal errichtet worden. Finanziert aus den Einkünften der fernen horasischen Signorie Abellando soll der Palast den de Cavazos eine angemessene Residenz in der Hauptstadt Chentasûs verschaffen, und dient heutzutage als Zweitresidenz, die sie bei ihren Aufenthalten in Djáset bewohnen.


38: Anwesen Boronsglanz
Dieses hübsche Haus erstand die ehemalige Akîbet Phatapi ni Câbas vor einigen Jahren und eröffnete gemeinsam mit ihrer Schwester Ayshalia ein Geschäft, in dem Kräuterhandel und Arztpraxis vereint waren. Bis zum Exodus der Famile Al'Mankauhour bewohnte Ayshalia al'Menkhauhour gemeinsam mit ihrem Gatten und den drei Kindern das schön anzusehende Anwesen und führte die Apotheke und die Praxis recht erfolgreich.

Heute residiert dort die Adoptivtochter und Geliebte Hekátet Chanyas, Sayada Al'Plâne. Die Aranierin, die von Chanya Al'Mout'pekeret in Elburum freigekauft wurde und der Oberkommandierenden nun als persönliche Adjutantin, Schreiberin und Ratgeberin dient, hat hier nicht nur ein großes Archiv mit umfangreichem zivilen und militärischem Aktenbestand eingerichtet, sondern auch einen Boronschrein, den die strenggläubige Frau oft nächtelang für Gebete, Meditation und Geißelung aufsucht. Hinter dem Haus befindet sich ein kleiner, gut gepflegter Garten mit hübsch und stilvoll angeordnetem Pflanzenbestand, einem kleinen Teich und einem kleinen, mit Palmblättern gedecktem Pavillon. Der Anbau enthält einen kleinen Stall, in dem bis zu drei Pferde untergebracht werden können. Permanent halten sich auch zwei Stadgardisten im Wachraum auf, um den wichtigen Bestand an Papyrii vor unlauterem Zugriff zu schützen. Sayadas Herrin und Freundin Chanya ist ein häufig gesehener Gast zur Tag- und Nachtzeit.


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