Das autonome Gebiet Catcocan

Heilige Insel der Catco Fort TarChîn Stadt der Catco Anyôrskuppen

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Allgemeines

Alle autonomen Regionen Ylehas sind fast ausschließlich von den Ureinwohnern Ylehas besiedelt. Den Ylehi und ankommenden Neusiedlern ist es seit der Erstanerkennung der autonomen Gebiete in der Zeit des Freiheitsrates von Yleha unter Androhung hoher Strafen verboten sich in diesen dort anzusiedeln, dort Raubbau zu betreiben und allgemein, die Grenzen der Autonomiegebiete ohne Erlaubnis bzw. triftige Gründe zu verletzen.

Aus dem Assoziationsvertrag zwischen Yleha und dem Káhet Ni Kemi:

# Artikel 2/a:
Die Autonomie der Catco und der Achaz von Yleha ist unbedingt zu wahren.
# Artikel 2/b:
Den Catco und den Achaz wird jeweils ein, seit alter Zeit als Autonomiegebiet bestehender, Teil des ylehischen Territoriums als Autonome Region zugedacht, deren Grenzen nur mit Erlaubnis des betroffenen Volkes überquert werden dürfen.
Innerhalb dieser Autonomen Gebiete herrscht eine absolute interne Autonomie - sowohl die Legislative, als auch die Exekutive sind der kem'schen Krone gegenüber vollkommen und uneinschränkbar souverän.

Das größte und älteste Gebiet, das den Catco gesichert wurde, ist Catcokan. Hier herrscht dichter und erschreckend weitläufiger Dschungel, der Antien'Marét fast bis zur Küste zerschneidet.
Über den Dschungel selber ist nur wenig bekannt, denn die Catco verwehren schon seit langer Zeit Kartographen und Forschern den Zutritt zu ihrem Stammgebiet. Nur noch die Kunde von Fort Tar'Chîn, der Burg des grausamen Schlächters und die einer seltsamen Stadt der Catco hat aus den Zeiten überlebt, in denen das Gebiet für Weiße zugänglich war.
Die Anyôrskuppen, in denen der Anyôr entspringt, liegen zum größten Teil auf dem Gebiet der Catco, sind jedoch auch von H'Anyârco aus zu betreten.

Die Insel im Catcosee

Eine mächtige basaltenen Pyramiden, verfallenen Monumentalbauten, Statuen, versumpften Kanäle und zur Unkenntlichkeit überwucherten Gärten erheben sich auf der größten Insel des Sees.
Ihren Namen streng hütend, voller Stolz jeden Eindringling von der Insel fernhaltend, haben die Catco dafür gesorgt, daß Stadt und Insel inzwischen zu einem Mythos wurden.Viele Sagen und Legenden ranken sich um die uralte Stadt der Catco - angeblich war sie einst ihr Königssitz, angeblich wandelte hier der Göttliche Rabe unter seinen Kindern, angeblich wurde von hier aus das Reich der Catco begründet, beherrscht und dann, irgendwann auch zerstört.
Überall auf der Insel und um die Insel herum kann der Besucher - sofern er überhaupt nahe genug herankommt bevor der erste Einbaum der "Wächter der Insel", einer Gruppe von Catco, die auf dem Eiland siedelt, ihn zum Abdrehen zwingt - versunkene Gemäuer, überwucherte Mauerwerke, zerstörte oder auch auffallend gut erhaltene Bauten und mysteriöse Monumente der Alten Catco zwischen den ewigen Nebel- und Dunstschwaden erkennen.
Ist es schon ein Verstoß, der mit dem Tode geahndet werden kann, die Gebiete der Catco zu betreten, so ist ein Betreten des Eilandes und der Ruinen im Catcocosee wohl kaum derart zu bestrafen, daß es dem Vergehen gerecht würde - alleine den Catco ist es erlaubt die Stätten ihrer Geburt, die Stätten ihrer alten Heimat, die Stätten ihrer Vorfahren zu betreten... jene Stätten, an denen das Volk der Catco seinen höchsten Tempel hat - die "Große Pyramide" im Norden der Insel.
Wenn man den Berichten der Catco glauben kann, wurde sie vom Göttlichen Raben Visznar selbst errichtet - ebenso wie er angeblich später die Catco schuf, um die Pyramide zu bewachen. Besonders letzterer Mutmaßung mag man gerne glauben, denn "Catco" bedeutet bekanntlich auch "Krieger" oder "Ritter" ...

Fort Tar'Chîn

Fort Tar'Chîn ist nach seinem Erbauer benannt - Tar'Chîn dem Schlächter. Es ist eine weitläufige Ruinenanlage, tief im Gebiet der Catco. Hatte Tar'Chîn dort in alter Zeit für seine Schergen, seine Sklavenjäger und seine Söldlinge eine Festung erbauen lassen, die ihnen als Stützpunkt im Kampfe gegen die Catco und die anderen Waldmenschen Ylehas dienen sollte. Hier hatten Hunderte von Catco in Sklavenpferchen auf den Transport nach Yleha und von dort nach Irgendwo in die Unfreiheit gewartet; hatten hier viele Hundert ihre Leben gelassen im Kampfe für und im Kampfe gegen Tar'Chîn; hatte von hier aus der Schlächter mit der systematischen Zerstörung der Catco und der Da'yâra begonnen. So ist Fort Tar'Chîn mit seiner Arena, seinen geborstenen Mauern und seinen zerfallenen Türmen heute einer der Versammlungsorte der Catco - hier feiern sie ihren größten Triumph, hier trauern sie um die Hunderten oder gar Tausenden von Toten des Kampfes gegen Tar'Chîn, hier gedenken sie des letzten, beinahe vernichtenden Schlages gegen ihr Volk, hier gedenken sie aber auch dem Bundesschwur mit den Ylehi und den Achaz, derYleha erst wirklich einte und Tar'Chîns Sturz besiegelte.
Soviel Leid, wie die Mauern Fort Tar'Chîns hat kaum ein Ort in Yleha gesehen, denn hier folterten und mordeten Tar'Chîns Schergen jahrzehntelang und von hier aus brachten sie Mord und Totschlag über das Land der Catco. Niemals wird das "Alte Volk" den Schmerz vergessen, den dieser Ort symbolisiert - niemals werden die Catco ihren alten Feind Tar'Chîn und seine Taten vergessen, solange Fort Tar'Chîns Ruinen existieren...

Die Stadt der Catco

Mitten im Dschungel, unweit von Fort Tar'Chîn erheben sich die düsteren Ruinen einer alten Stadt der Catco.Um einen großen Rundbau aus tiefschwarzen Basalt herum erheben sich die Mauern der zerstörten Stadt.
In dem Rund trafen sich die Höchsten der Catco schon immer zu Beratungen und seit dem Untergang der alten Catco ist es gar zum Mittelpunkt ihrer ganzen Kultur - zum Sitz ihrer Regierung geworden.
Wann die Stadt begründet wurde ist heute ebenso unbekannt wie der Zweck ihrer Gründung - nur vermuten läßt der Zweck sich: Eine Heilquelle soll es geben, die unter dem basaltenen Rund entspringt und nicht nur gebildete Magier sprechen von einer frappierenden Ähnlichkeit mit den Druiden- und Geodenringen des Nordens...
Was sich hier im Dschungel erhebt war die zweite Hauptstadt der Catco - war jene Stadt im Catcocosee die religiöse und administrative, so war die Stadt, die sich um das große Steinrund gruppierte die wissenschaftliche und magische Hauptstadt. Hier tagte der Rat der Schamanen wie er es auch heute tut, hier erlebten Kunst und Kultur eine Blüte wie an keinem anderen Ort des Catco-Reiches. Schlug das Herz Catcokans im Catcocosee, so war sein Gehirn hier zu finden: Tief im Dschungel, in einem lieblichen Tal versteckt, mit überirdischer Schönheit gesegnet und von mystischer Anziehungskraft.
Den Namen der überwucherten, verlassenen und von der Grünen Hölle zurückgeholten Stadt kennen - wie es bei den Catco üblich ist - nur Eingeweihte, nur wenige Nicht-Catco haben ihn je gekannt und keiner von ihnen hat ihn je überliefert. So ist die Stadt für die "Weißen" namenlos und geschichtslos ... für die Catco aber nicht mehr und nicht weniger als ihre Hauptstadt und der Ort von dem aus einst der Kampf gegen das Böse geführt wurde, das das ganze Catco-Reich für sich erobert hatte.

Die Anyôrskuppen

Die Anyôrskuppen sind eine Hügelkette, in der irgendwo der Anyôr entspringt. Da die Anyôrskuppen überwiegend zum Gebiet der Catco gehören, sind sie nie wirklich karthographiert oder erkundet worden. Einziger Bericht über das hügelige Gebiet ist das Missionstagebuch einer Sklavenfängereinheit aus den Tagen Tar'Chîns. Hier wird das Gebiet als äußerst dicht bewaldet, sumpfig, naß und unwegsam dargestellt.

von T.W. & Bettina "Pony" Wiese

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