>Bukanier/in (Anna R. Chiest/in)


1. Der Liekendeeler

Beschreibung:
Der Liekendeeler ist ein Pirat und Schmuggler, hauptsächlich im Süden Aventuriens anzutreffen. Er ist unter den übelsten Umständen aufgewachsen, die man sich vorzustellen vermag: als Unfreier. Sei es nun, daß er sich im Bornland oder Mittelreich als Leibeigener den Buckel krumm geschuftet hat, oder daß er in Al`Anfa als Sklave niederste Arbeiten verrichten muße, immer hatte er unter der harten Knute seiner Herren zu leiden, war all ihren Launen ausgesetzt und hatte weitaus weniger zu essen, als die fetten Mastschweine der Viehzüchter. Auf Feldern und Plantagen sind bis heute drakonische Strafen auf den Diebstahl von Feldfrüchten ausgesetzt und bestimmt hat das hungrige Kind, das später einmal ein Liekendeeler werden sollte , deshalb mehr als einmal den beissenden Schmerz der Aufseherpeitsche ertragen müssen.
Heute ist der Liekendeeler ein freier Mensch, doch die Demütigungen und das Leid von damals wird er sein Leben lang nicht vergessen . Er duldet keine Herren mehr über sich und tritt für die eigene Freiheit und die anderer ein. Er ist fest entschlossen die Verantwortlichen für seine Misere, die Reichen und Mächtigen Aventuriens bezahlen zu lassen. Als Gesetzloser, im wahrsten Sinne des Wortes, befährt er das Meer und plündert die Schiffe der Kauffahrer. Sein besonderes Augenmerk gilt dem Kampf wider Sklaverei. Darunter, das hat er mittlerweile erkannt, fällt auch die Knechtschaft des Goldes.

Kleidung und Waffen :
Den persönlichen Kleidungsstil eines Anna R. Chie`sten kann man in der Beschreibung der Bewohner der Ruinenstadt Shilaya nachlesen. Allerdings kleidet sich der Liekendeeler etwas rondranischer; d.h er bevorzugt genietetes Leder, wie z.B. die genietete Lederjacke, "Cluft" genannt, als Rüstung. Schwereres Rüstzeug wird er wohl kaum tragen, da ihn dies auf See zu sehr behindern würde. Dafür trägt er ein kleines Sammelsurium an Waffen mit sich herum: Viele Piraten haben zumindest Khunchomer, Taumesser (Werte wie Dolch) und Schleuder am Gürtel hängen und wissen diese durchaus zu führen. Auch mit Haumessern, Belegnägeln (Werte wie Wurfkeule) oder dem Beil können die meisten umgehen, schliesslich haben sie an Bord ständig mit diesen Gegenständen zu tun. Selbst wenn ein Liekendeeler scheinbar unbewaffnet ist, ist er jedoch nicht wehrlos. Abgesehen davon, daß er ein erfahrener Kämpfer vieler Kneipenschlägereien ist, gibt z.B. ein schmaler Kettengürtel eine veritable Peitsche ab und die obligatorische Augenklappe eine Schleuder.

Werte und Talentmodifikationen:

Zitate:
"Hoch die falon weht... " ( Schlachtgesang )
"Für Anna R. Chie!"
"Ich rieche Menschenblut..." (in der Rolle eines Untoten)
"Noch`n Bier, Herr Wirt!"; anschliessend unverständliches Lallen


Der Schnurrer

Beschreibung:
Der Schnurrer ist ein leichtlebiger Geselle. Auch er wuchs als Unfreier auf und hat seine Schlußfolgerung daraus gezogen: Das Leben ist viel zu kurz und die Freiheit viel zu kostbar, um diese mit schwerer Arbeit zu vergeuden. Wenn man Spaß möchte, muß man sich diesen nehmen, denn die feinen Herren geben nichts zurück. Deshalb sieht man ihn in den Städten des Südens herumlungern, wo er sich amüsiert und sich sein Brot auf seine Weise verdient. Er bettelt Leute an, führt ab und zu auf der Straße Kunststücke auf oder handelt mit kleinen Mengen illegaler Güter. Einen Teil des verdienten Silbers trägt er in die Schenken, wo er den Rest seiner Zeit verbringt. Seine Abneigung gegenüber den hohen Herren und der Sklaverei anderen Menschen zu vermitteln ist seine persönliche Mission und seine politische Motivation, obwohl er das niemals zugeben würde.

Kleidung und Waffen: Kann man in der Beschreibung der Ruinenstadt Shilaya nachlesen. Der Schnurrer legt mehr Wert darauf, aufzufallen, als auf ein rondranisches Äusseres. Seine Lieblingswaffen sind Dolch und Schleuder, jedoch trägt er auch gerne einen schnellen Degen, in Orten wo dies erlaubt ist. Genau wie bei dem Charakter des Liekendeelers, sind viele Schmuckgegenstände des Scnurrers als Waffe verwendbar. Rüstungen trägt er so gut wie nie, denn er braucht seine Bewegungsfreiheit um immer wieder vor den Bütteln zu fliehen. Höchstens in Notfällen wird er die, bei den Anna R. Chie'sten beliebte, "Cluft" tragen.

Werte und Talentmodifikationen:

Zitate:
"Haste ma`n Taler?"
"Staat und Macht und Gold, vide, vide, vit und Büttelschweine..." (Spottgesang)
"Verdammter Bonze!"
"Noch`n Bier, Herr Wirt!"; anschliessend unverständliches Lallen

von Nils Hüttinger

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