Absinthium von Gogam

Semáu


Über die Jugend des Scharfrichters Ihrer Majestät ist nichts bekannt, was eindeutig belegbar ist. Der merkwürdige, rothaarige Mann spricht selbst nie über dieses Thema, so daß die wildesten Gerüchte kursieren, wonach der Edle ein heimlicher Geweihter des Namenlosen sei. Der Sah trat im Jahre 1 der Schwarzen Armee bei und wurde im Jahre 3 von Ihrer Majestät dem Vorschlag ihres Hofmagus de Cavazo entsprechend zum Königlichen Scharfrichter (Semáu Ni Kemi) bestellt, ein Amt das große Achtung und Ehren beinhaltet. In diese Zeit fällt auch eine kurze Affäre mit der jungen Nisut. Während seiner aktiven Soldatenlaufbahn war der Semáu bei seinen Kameraden sehr unbeliebt, da sein erbarmungsloser, brutaler Kampfstil, der einem unkontrollierten Blutrausch gleicht, selbst den erfahrensten Veteranen abstoßend erschien und ihm den Spitznamen 'der Irre' einbrachte.
Im Jahre 14 wurde er von Nisut Peri aufgrund seiner Verdienste im Unabhängigkeitskrieg zum Sah Ni Sesahî erhoben, einem kleinen Ort in der Baronie Laratusai, der die tradtionelle Heimstatt des kem'schen Scharfrichters ist. Obschon er schon lange keine militärischen Kampfeinsätze mehr mitgemacht hat, übt er sich regelmäßig im Kampf mit seiner persönlichen Waffe, einer riesigen, beidseitig geschliffenen, silbernen Sichel, doch vermag er auch durchaus beachtlich mit dem Schwert und der Axt umgehen. Mit seiner stattlichen Größe von 1.85 Schritt, den leuchtend grünen Augen und dem feuerroten Haarschopf ist der Henker eine imposante Erscheinung, obschon er nur sehr wenig spricht. Als einziger scheint der Neset de Cavazo Zugang zu dem verschlossenen Mann zu haben. Sein Handwerk führt der Edle mit einer erschreckender Präzision aus, und oftmals scheint bei der blutigen Prozedur ein Lächeln seine Lippen zu umspielen. Mit den meisten Exekutionsarten ist der Henker 'gut vertraut' ('Ich liebe Abwechslung !'), doch bevorzugt er persönlich die Pfählung des Delinquenten.

Absinthium von Gogam ist ein hochintelligenter gefährlicher Psychopath, der seinen Neigungen derart geschickt nachgeht, daß bisher nichts mehr als unbeweisbare Gerüchte über den 'Kannibalen von Sesahî' umgehen. Die Realität ist jedoch viel schrecklicher, denn der Semáu nutzt sein großes Talent als Koch am allerliebsten mit frischem Menschenfleisch, und man kann sich nie sicher sein, wer oder was auf dem Teller liegt, sollte man das zweifelhafte Vergnügen haben, bei Absinthium von Gogam zum Essen geladen zu sein...

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