Die Ansprache der Nisut zum Konvent

Wortlaut der Rede Ihrer Nisutlichen Majestät,
Peri III. Setepen,
vor dem Kleinen Konvent

Boron zum Gruße, Ihr, die Ihr der Adel Unseres Reiches seid!

Erneut habt Ihr Euch eingefunden, um Euren Rat zu finden, den Wir dann hören und befolgen werden im Cronrate. Erneut gilt es, einen Secha zu finden, erneut gilt es, wichtige Entscheidungen zu treffen, die für unser aller Reich von großer Wichtigkeit sind. Und obschon der Spannungen, die unser Reich zu zerreißen trachten, wünschen Wir, daß dieser Konvent in Eintracht und Frieden berät.

Wir sind Uns bewußt, daß die Situation eine schwierige ist. Harsche Worte sind gesprochen, und die Spaltung des Reiches ist auch hier, unter Euch, Akîbets, Akîbs, Sahets, Sahs, Nedjesets, Äbtissinen und Äbte, zu spüren. Doch Wir wollen Euch zur Besonnenheit mahnen, denn eines ist gewiß: Werden Wir keine Lösung finden, so wird dieses Reich verbrennen, im Feuer seiner Eitelkeiten, seines Stolzes und seines Hochmutes!

Wir haben viel geschaffen, haben den Feind aus dem Westen abgewehrt, den Feind aus dem Norden geschlagen und uns bemüht, diesem Reich eine machtvolle Zukunft zu schaffen. Viele gute Freunde und Freundinnen sind nicht mehr an unserer Seite, Opfer des schwierigen Weges, den wir zusammen im letzten Vierteljahrhundert zurückgelegt haben. Viele von ihnen haben mit Blut unser Vorwärtsschreiten bezahlt, einige, wie der letztjährig gewählte Secha, mit dem Verstand, doch müssen Wir Uns fragen, ob denn all diese Opfer umsonst waren? Die Waffen werden gegürtet, der Worte Zeit sei vorüber, so spricht man!
Doch Schande über die, die sich einen leichten Sieg versprechen, denn wenn der Krieg geführt, wenn das Schlachten begonnen wird, so mag dies unser aller Untergang sein! Und doch sind Wir bereit, für die gerechte Sache Uns dem Herrn anzuvertrauen, als Sein Blut Seine Macht zu verteidigen gegen jene, die Uns dieses Recht abzusprechen trachten! Das Káhet Ni Kemi ist das Heilige Land Unseres Herrn Boron, hier hat vor vier Jahrtausenden der Heilige Kacha, Unser Ahn, die erste Dynastie begründet, und uns gelehrt, wie die rechte Ordnung der Dinge sein muß. Diese Ordnung aber fordert von Uns unumstößlich, daß Wir Unsere Macht weitergeben an Unser Blut, so wie es Uns vom Herrn gegeben, und so werden Wir verfahren. In diesem Punkte kann es keinen Kompromiß geben, denn wenn das Land einstmals von Usurpatoren beherrscht wird, in deren Adern nicht das göttliche Blut des Heiligen Kacha fließt, dann wird dieses Reich zu Staub zerfallen, denn es wird nicht länger das Wohlgefallen des Herrn auf sich ruhen haben. Aber dies wird auch geschehen, wenn denn Seine Kirche nicht respektiert wird, so wie es borongefällig ist. Wie kann ein Baum ohne Wurzeln überleben,, fragen Wir Euch! Nichts weniger aber als die Wurzeln Kemis ist die Heilige Boronskirche, sie ist das Fundament unserer Stärke, sie muß unser aller Unterstützung genießen, sie muß der wichtigste Teil in diesem Reiche sein, das Fundament, auf dem unsere Zukunft errichtet ist!

Und so stehen sich nun unversöhnlich diejenigen gegenüber, die die Kirche verlachen und bekämpfen und diejenigen, die die Traditionen und Lehren der vergangenen Jahrtausende wiederbeleben wollen, ohne zu bemerken, daß das, was heute ist, nicht mehr das ist, was vor 1000 Götterläufen war; beide Gruppen gerüstet und gierig auf den Kampf. Ist dies aber weiser als das Gespräch?

Perry Steven

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